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Okt.′ 19 06

Wir basteln uns eine neue Ankerboje. In der Ankerbucht mit vielen Booten finden wir es sehr praktisch zu sehen, wo der Nachbar seinen Sandhaken liegen hat – also machen wir mit.

Wir nehmen eine 12 Meter lange Leine, ein 230 Gramm Anglerblei (oder so) und eine rote Fischerperle. Und die Perle sollte natürlich mit dem Anglerblei nicht überfordert sein. Die Leine passt gut durch das Loch in der Perle – das Blei nicht. Das Blei rutscht durch das Perlenloch in die Tiefe und die Perle schwimmt wie ne Eins nahezu senkrecht überm Anker.

Fischer und Perlen

Okt.′ 19 05

Die Matronsinnen haben die 7:45h (!!!) Fähre genommen um nach Faro zu fahren – shoppen und so. Die Restcrew blockiert die Waschmaschine und nimmt die späte Fähre um 13h, um in Ohlao Nachschub zu besorgen. Heute ist Samstag, also sind auch viele Marktstände um die Markthallen herum aufgebaut (Tipp von SY Meermaid). Bis 15h soll hier heute der Bär toben. Aber die 13h Fähre ist wohl doch zu spät. Viele packen schon zusammen und sind auf dem Weg zu ihrer Siesta, obwohl es gerade mal halb 2 ist… ;-( – Die 7.45 h Fähre zu nehmen ist aber völlig unzumutbar, findet der Kptn. – Wie soll man die denn auch rechtzeitig kriegen. Wir geben nicht auf – ein paar siestafreie Stände stehen noch und es gibt auch noch Restorangen, Annonen und Kaki. Obwohl, für die Annone muss der Händler schon in seinem gepackten Auto rumwühlen… In der Markhalle findet der Kptn. seinen Lieblingskäse: „Käso de Mäh“ (Queso fresco de Cabra) (auch Tipp der SY Meermaid – die wissen was gut ist), den Käse auf Brot mit Tomate, Knoblauch, Salz und Pfeffer ist soooo hammerlecker – und man hat auch den ganzen Tag Ruhe vor Nicht-Käso-de-Mäh-Essern.

Im Supermarkt (klimatisiert, siestafrei) ergattern wir den Rest. Leider haben wir unseren Hackenporsche und den Rucksack vergessen – wir sind völlig unvorbereitet zum Einkaufen gefahren – selbst 13h scheint für uns zu früh zu sein. Aber die zigste Großraumtasche aus dem Supermercado behebt das Transportproblem.

Die 15h Fähre zurück auf die Insel ist die Unsere – es wird doch warm – Siesta ist nicht sooo schlecht.

Die Beute verstauen wir im Mietheim und waschen weiter. Die Sonne steht tiefer und wir besuchen ein Museum an der ehemaligen Katarmaranbucht (ach ja: Tipp der SY Meermaid, was sonst – die waren wohl länger hier). Ein direkter Weg führt dort nicht hin, nur ein paar Trampelsandpfade durch die Steppenlandschaft.

Wir genießen es sehr über Culatra zu wandern. Einige Teile unseres Weges werden bei Hochwasser auch überspült, der Sand ist nass und man sieht die Wasserrinnen im Sand. Das müssen wir uns auch noch einmal bei Hochwasser angucken (Falls das zeitlich in unseren Rhythmus passen sollte).

Der Museumsbesitzer – ein Lübecker – sitzt vor seinem Strandgutmuseum und erzählt uns eine Menge über die Insel und sein „Moulin Rouge II“ und von früher. Sehr sehr sehr netter Mensch – es lohnt sich ihn zu besuchen. Über Namen haben wir komischerweise nicht geredet.

Den Nordstrand haben wir auch noch nicht gesehen…Querfeldein geht es weiter – immer dem Rauschen hinterher. Ein schöner Badestrand, fast besucherfrei. In einem kleinen Bereich gibt es Strandliegen, Schirme, eine Strandbar und Rettungsschwimmer. Ein Sagres unter dem Schirm in der tiefstehenden Sonne ist genau das Richtige. Um 18h schließt die Bar – wir haben die letzte halbe Stunde erwischt. Es ist bestimmt die schönste Zeit hier am Stand. Über einen Brettersteg kann man bis in das Dort zurücklaufen und landet an der „Hauptstraße“ – dem Broadway – mit unserer Hütte – das ist ja einfach – selbst mit einem Sonnensagres im Kopf ist es noch zu schaffen.

Für heute ist es genug. Dinghisatteln und zurück an Bord.

Sun und down.

Okt.′ 19 04

Wieder ein Tipp – SY Meermaid sagt, wir sollen in der „Karibik“ ankern, da würde es Seepferdchen geben – „Karibik“ wird der Ankerplatz bei Culatra weiter östlich von dem Hauptankerplatz vor dem Strand genannt – Seglerslang – So nach dem Motto: Ich fahr mal kurz in die Karibik zum Seepferdchen gucken.

Das machen wir also auch genau so. Der Kptn. holt die Damen von der Insel und ab geht’s, satte 2 sm nach Osten – Hammertripp.

Der Anker hält super und die neue Ankerboje kommt auch zum Einsatz.

Katrin (SY Meermaid) sagt, wir sollen mal an den Strand fahren und dann an der steilen Kante zur Rinne nach Seepferdchen suchen.

Ne Weile geht es bei 20 Grad Wassertemperatur, dann fängt sogar der Kptn. an zu zittern, obwohl er ganz gut isoliert ist.

Im 2. Anlauf findet die Matrosine mit ihren Adleraugen tatsächlich ein Seepferdchen, das sich an einer Pflanze mit dem Pferdeschweif (oder wie heißt das beim Seepferdchen) festkringelt. Voll niedlich – die gucken auch so süß und haben so Engelsflügel auf dem Rücken mit denen sie durchs Wasser fliegen – Pegasusmäßig.

Jetzt haben wir auch ein Auge für die Pferdchen bekommen und finden noch mehrere. Irgendwie scheint es so, als ob die sogar ihre Farbe der Umgebung anpassen können – wie n Chamäleon.

Wir sind hin und weg.

Die Sonne am Strand (der ist wirklich wie in der Karibik – glauben wir) wärmt uns auf bis wir alle wieder unsere normale Hautfarbe zurückhaben.

Der Anker geht wieder auf und wir tuckern zurück zur Culatra-City-Anchorage.

Das Hühnchen aus der Kühlung muss heute dran glauben – wir haben echt Hunger. Ein Huhn auf dem Cobb ist super – 60 Min. – einmal wenden – fertig – lecker und saftig.

Hüh und Hot

Okt.′ 19 04

Der Kptn. hat von der SY Bigfoot einen neuen App-Tipp bekommen: Navily.

Die App beschreibt Ankerplätze und Häfen. Die meisten und besten Infos bekommt man aus den Kommentaren der anderen Segler. Der Clou: Die Kommentare der verschiedenen Segler werden in die eigene Sprache übersetzt – super!

ActiveCaptain ist eine weitere App (Tipp von SY Magic Cloud), die so etwas macht. Das Gute daran ist, dass es möglich ist, ActiveCaptain in der Navionics-App zu aktivieren. Dann werden die Infos automatisch in der Seekarte eingeblendet – auch super – Sprache: Englisch.

Meer und Apps

Okt.′ 19 03

Noch n Geburtstag. Julitas Freundin wird auch ein Jahr älter. An Bord der Røde Orm werden irgendwelche Kuchenrollen geformt – na ob das klappt. Es werden verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, an Bord (Strom- und Rührgerätlos) Sahne steif zu schlagen. Tupper hat versagt – es kommt immer nur Butter aus dem Plastikding raus. Aus dem Griff des Schneebesens tropft Rostwasser… Gabel und Co. tun es auch nicht. Der Milchaufschäumer ist zu schwach auf der Brust. Die Torte wird schließlich mit halbflüssiger Sahne in einer Auflaufform kurz ins Gefrierfach gestellt und serviert – Super Lecker! Der Kptn. findet trotzdem: Nur Grillen ist das einzig Wahre bei diesen Temperaturen.

Die SY Zora verabschiedet sich und fährt weiter nach Osten. Susanne möchte in den Grenzfluss zu Spanien fahren – dort soll es sehr schön sein.

Heute wird der neue Kompass mit Lampe (damit wir auch nachts wissen, wo wir hinfahren) befestigt und ein USB-Außenanschluss – die Befestigung klappt – die Lampe will nicht arbeiten. Wieder eine neue Herausforderung, ein Ersatzteil zu bekommen…

Wir satteln das Dinghi und fahren an Land zu den Mädels nach Culatra… singen ein Geburtstagslied, vernichten den Kuchen, bringen Geschenke und zuckeln gleich weiter mit der Fähre nach Olhao. Der Dinghisprit ist alle – das ist der wichtigste Grund.

Wir haben zwei Stunden Zeit durch die Gassen zu tingeln und finden noch andere gute Gründe – die Tasche füllt sich. Es ist kaum noch Platz für den Dinghisprit.

Der Kptn. findet im Autozubehör eine rote LED an 12V angepasst für Instrumentenbeleuchtung – super – hoffentlich ist das Teil nicht zu hell.

Annika entdeckt einen Monsterchinashop – die Regale sind riesig und lang und hoch – alles ist nach Farben sortiert – von jedem Ding, das verkauft wird, gibt es nicht eins, nein gleich ein ganzes Regal, es ist der Hammer.

Die Fähre zischt zurück auf das Eiland.

Essen mit alle man in der Strandbar.

Over und aus.

Okt.′ 19 02

Noch mehr Crew ist im Anmarsch und die Matrosine hat auch noch Geburtstag. Es gibt Schokokuchen mit ner großen 16 drauf – lecker. Beeke wird aus Faro abgeholt und der Rest der Crew überprüft die gemietete Wohnung auf Culatra. Es gibt eine Waschmaschine – diese läuft heute heiß – alles wird einmal durchgewaschen und zum Trocknen zurück an Bord gebracht. Die Røde Orm wird zum Plünnendampfer – aber nur ein paar Minuten lang. Der Wind und die Sonne arbeiten flott – flotter als die Waschmaschine an Land.

Am Abend versuchen wir ein Begrüßungsessen im Restaurante auf Culatra. Leider haben die Matrosinen sich schon in ihrer frisch übernommenen Bude den Bauch vollgeschlagen – sie schaffen nur Pommes und Salat. Der Kptn. nimmt Peixe Mixta und ist glücklich. Zum Glück haben wir an Bord n rotes Licht ins Fenster gestellt, so dass wir die Røde Orm ohne Probleme wiederfinden.

Wasch und Maschine.

Okt.′ 19 01

Die Backskisten sind fast leer und mit dem erhöhten Aufkommen von gefräßigen Mäulern wird die Situation auch nicht besser. Wir nehmen also wieder die Fähre nach Ohlao, um die Kisten zu füllen. Auf Culatra gibt es zwar auch zwei Minimärkte, aber wir haben beschlossen, nur die Getränke dort zu besorgen und den Rest in einem günstigeren Supermarkt am Festland zu kaufen.

Die roten Markthallen machen gerade zu. Wir haben eine Fähre zu spät genommen – Das liegt an den ganzen Langschläfern an Bord und der langen Frühstückszeremonie: Keiner will Frühstück machen und Niemand abwaschen. Nein – natürlich sind Niemand und Keiner keine neuen Crewmitglieder.

Im Pingo Doce gibt es alles. Der Kptn. findet noch einen Baumarkt und einen Angelladen mit den ultimativen Ködern (jetzt aber wirklich).

Festland und zurück.

Sep.′ 19 30

Pünktlich zur Ferienzeit kommt neue Crew aus dem verregneten, herbstlichen Norden angeflogen.

Natürlich fahren wir mit dem Dinghi nach Culatra, mit der Fähre nach Ohlao und weiter mit dem Bus nach Faro zum Flugplatz um die neue Crew abzuholen – das ist n Tagestörn. Leider hat der Flieger Verspätung und die letzte Fähre nach Culatra fährt uns vor der Nase davon. Aber es fahren ja Wassertaxen nach Culatra rüber – 200 PS – 30 EUR – 5 Min.

Die Matrosinen sind begeistert.

An Bord der Røde Orm wird es nun etwas enger… Der Kptn. verschwindet in der Hundekoje.

Over und aus.

Sep.′ 19 29

Leider kein Wind zum Segeln. Aber wir müssen weiter – der Flieger…

Fast die gesamten 20sm bis zur Einfahrt in die Lagune von Faro müssen wir motoren.

Spätestens ein paar Minuten vor 16h müssen wir dort sein sein, sonst steht die Strömung gegen an – also weiter.

Und wirklich… Nur 30 Min. vor Hochwasser saugen uns noch 4 Knoten Strom hinein – Wir sind in der Einfahrt kurzzeitig mit 9 Knoten unterwegs… Hoffentlich hat draußen von der Crew keiner irgendwas vergessen…

Bei Hochwasser suchen wir ne passende Stelle. 7 Meter sollten reichen.

Erstmal erholen.

Der Kptn. und sein Fru tuckern per Dinghi ein paar Boote ab. Die Zora, die Helga, die Orion… Alle sehr nett.

Schließlich nimmt uns die Orion auf 😉 – Zora – Røde Orm und Orion sitzen bei der Orion im Cockpit und genießen den Sonnenuntergang bei Wein und Bier.

Anker und Ruhe.

Sep.′ 19 28

Zum 11er Kaffee kommt die Crew der SY – Bigfoot an Bord. Wir schnacken sehr nett und sehen uns bestimmt in der Lagune bei Culatra bei diversen Grillungen wieder.

Wir müssen aber weiter. Am 30. kommt der Flieger aus old Germany mit neuer Mannschaft.

Albufeira steuern wir als nächstes an. Sogar Segelwind gibt es noch – einen leichten. Aber für die 20 sm reicht es.

Nach 6sm machen wir einen Stopp an den „Benagil Caves“ – Es gibt sogar Moorings.

Das Dinghi bekommt seinen Motor angehängt und wir kurven, wie die zig anderen Booten, mit unserem Dinghi vor der coolen Küste und den Höhlen rum. Es ist unglaublich schön. Der Wahnsinn.

In Albufeira gibt es leider auch erst ab dem 1. Oktober Wintersaisonrabatt – aber der TO-Rabatt ist auch schon ok.

Ab dem 1. Okt. liegt man hier aber unschlagbar günstig – für 11€ bei unter 10m. Es gibt auch Wochen- und Monatspreis. Wäre ideal, wenn man mal kurz nach Hause müsste.

Ansonsten – nicht so toll – eingerahmt von Betonhotels am Hang (immerhin bunt) – Die Barmeile ist aber wiederum ganz schön… und ein Spar, der richtig dicht am Schiff ist – gute Auswahl – aber keine Schnäppchen – son bisschen wie Damp.

Der Kptn. kommt nicht am Irish Pub vorbei. Liveband. Mojitos (der Beste bis jetzt). Nette Bedienung.

 

DoKo und aus.

Sep.′ 19 27

Es ist immer noch zu ungemütlich. Die Wurstbude muss ohne uns klarkommen. Wir wollen in die Wärme und segeln weiter nach Osten. Der Kptn. wagt eine Prognose: Mit jeder Meile nimmt der Wind um zwei Knoten ab – so dass wir noch 10sm bis Portimoabei Flaute zu motoren haben – Es stimmt. Windy ist großartig.

Der Wahnsinn – da ist echt viel Wind am Kap, aber als die ersten Felsen von Lagos auftauchen, wird es flau.

Wir tuckern noch über die letzte Bucht und versuchen in Portimao zu ankern.

Ein schwarzes Polizeischlauchboot hindert uns, den Anker runter zu lassen – hier ist 3 Tage lang Regatta – Ankern verboten.

Wir sind etwas geknickt und sehen schon unsere Euronen in der – noch – Hauptsaison im Hafenbecken von Portimao verschwinden.

Aber wir bekommen 25 % Rabatt – nur 27 EUR – naja – das verknusen wir.

Vielleicht lag es auch an der Sprachkurseinlage des Kptns. bei der Offizina am Tresen – nicht dass der Kptn. Røde Orm richtig aussprechen könnte – aber er tut so. Und die nette Portugiesin versucht es auch.

Der Hafen ist eigentlich ganz nett – irgendwie doch schön hier reinfahren zu müssen. Den Dieseltank füllen wir auch wieder voll – das können wir gleich am Rezeptionssteg erledigen.
Wir studieren die Flyer im Hafenbüro und finden coole Bilder von den „Benagil Caves“ – unglaublich schön. Wir machen gleich mal n Kreuz in der Seekarte – dort müssen wir unbedingt anhalten, falls das möglich ist.
Portimao hat ne Ballermannmeile. Das will die Crew unbedingt ansehen. Ein langer Strand mit Holländern, Engländern und Deutschen. Die Promenade ist gesäumt von vielen Cafes, Bars und Restaurants. Wir nehmen wieder das, wo die meisten Leute drin sitzen, das scheint ja meinst günstig und gut zu sein. Wir werden nicht enttäuscht. Wir sitzen unter Sonnenschirmen mit Blick auf den Strand und das Meer. Es gibt kühles Bier und leckeres Essen – bezahlbar. Der Kptn. ist glücklich – gegrillte Chipiones – sein Lieblingsessen.

Sun und down.

Sep.′ 19 26

6.30h klingelt der Wecker. Kurze Zeit später sticht die Røde Orm in See – weiter gen Süden. Heute wollen wir das Cabo de Sao Vicente umrunden und dann die Südküste Portugals unsicher machen. Algarve wir kommen… 65sm liegen vor dem Bug.

Den ganzen Tag über weht es schön mit 15Kt. – 20 Kt., dann kommt das Kap und aus dem Nichts 30 Kt.

Aber von hinten – wir zischen an der letzten Wurstbude vor Amerika vorbei und winken den Touris auf dem Kap, die mit der Wurst in der Hand. Dem Kptn. wird flau im Magen, da fehlt die Wurst von der Bude.

Es gibt viele Delfine zu sehen… sie begleiten uns ne ganze Weile – wie schön.

Eine gelbe Boje in Sagresangeln wir uns im Halbdunklen und bei 25 Kt. Wind.

Wir fühlen uns sicher – die Bojen gehören zu der Tauchbasis, so steht‘s im Buch, von daher gucken die Taucher sich bestimmt mal an, wie die Sache unter Wasser aussieht. Kassieren kommt trotzdem keiner.

Die kleine fiese Welle im Hafen ist doof – wir wollen die Pinta nicht aufpumpen – vielleicht morgen.

Europa und Ecke

Sep.′ 19 25

Der Kptn. wird die ganze Nacht in seiner Koje hin und hergewendet – ohne sich selbst bewegen zu müssen. Da scheint also irgendwie doch die Dünung son bisschen in die Ankerbucht von Sines zu kommen und wir liegen auch noch quer dazu.

Beim Frühstück wird der Beschluss gefasst, noch eine Nacht hier zu verbringen, Sines zu besichtigen und den Strand zu begutachten.

Nach einiger Diskussion per Funk und am Telefon bekommen wir einen Platz am Steg mit der Nase im Wind. Leider schabt auch um die Hafenmauer die Dünung rum – Beugung am Spalt – son Ärger. Jede Klampe der Røde Orm bekommt eine möglichst elastische Leine verpasst – jeder Ruck wird auf mehrere Leinen verteilt – es klappt ganz gut. Nur noch gelegentlich verpasst die Kaffeetasse bei einer ruckartigen Schiffs-/Stegbewegung den Einfüllstutzen und verteilt sich auf dem Kptn..

Wir machen dem Quietschen und Knatschen und Kleckern ein Ende – Landgang.

Im Geburtsort von Vasco da Gama – dem berühmten Seefahrer – sind diverse Burgen, Plätze, Häuser und Straßen nach ihm benannt – er kommt wohl echt von hier.

Im Schatten der Gassen schlendern wir durch die Gegend bis der Kptn. an der Geruchsfahne eines kleinen Restaurants nicht vorbei zu kriegen ist – es gibt Tapas und kühle Getränke – der kleine Spar versorgt uns mit dem Rest.

Ein Teil der Crew bleibt tanzend am Strand hängen, derweilen werden an Bord Baustellen eröffnet. Erstmal wird der Motor trocken gelegt – ja die Ölablassschraube leckt immer noch. Und dann wird aus den diversen T-Stücken, Hähnen, Schellen und Schläuchen eine Verbindung zwischen Wassermacher und Wassertank hergestellt. Mit einem Handgriff kann man nun das süße Meerwasser, nach einem Testschluck, aus dem Hahn in den Tank umleiten – sehr praktisch. Das Hantieren mit den 5-Liter-Kanistern muss nun nicht sein, obwohl wir immer gerne etwas Reservewasser in Kanistern haben.

Zum Sundowner krabbeln der Kaptn. und sien Fru auf den Felsen am Hafen – schöne Aussichten und viele Krabbeltiere.

Quietschen und Knarren

Sep.′ 19 24

Wir legen bei bestem Sonnenschein und totaler Flaute ab. Die ganze Nacht hat es wie verrückt geweht, jetzt ist alles weg. Na denn. Motorventilation an und los. 6 Stunden platte See und lauter Motor. Was tun wir an Bord? Die Dünung schaukelt uns. Wir lesen, .. (gibt es eigentlich ein Verb, das beschreibt, wenn man aufs Handy guckt?) also das tun wir.. und gucken aufs Wasser, sehen Delfine und schnippeln Salat, essen Pestonudeln und waschen Geschirr ab. Schlafen. Schnacken. So gehen die Stunden dahin. Sines begrüßt uns mit seiner Rieseneinfahrt und dicken Pötten. Wir werfen den Anker vor dem Strand. 2011 haben wir hier Julitas 8. Geburtstag mit einer super Strandralley, der Rancho Relaxo, der Chiloe und der Kira gefeiert. Abends haben wir die Strandbar gekapert. Jetzt ist hier keine Strandbar mehr… und auch keine anderen Crews, die wir kennen. Vielleicht ist es besser, Häfen, die man in so netter Erinnerung hat, nicht ein zweites Mal anzulaufen..

Wir essen im aufziehenden Nebel im Cockpit. Das Boot schaukelt vor sich hin. Riesen Seifenblasen fliegen an unserem Schiff vorbei (!) und Schalen von Avokados und Granatäpfeln schwimmen um uns herum. Das Wasser kocht auf dem Gasherd.

Wärm und Flasche

Sep.′ 19 24

In Lisboa hat sich der Kptn. n neues Spielzeug gekauft – eine Simkarte mit endlosem portugiesischem Internet. 15 EUR – 15 Tage oder 30 EUR – 30 Tage – ohne Begrenzung. Das Ding ist von NOSund ist ne Prepaidkarte– also nix Vertrag usw.

Es heißt: Kanguru Livre XL

Bei unserem Router geht das alles leider nicht automatisch, daher muss er erstmal ne APN-Server suchen.
APN: kanguru-tempo

Reingeklemmt – eingestellt – funktioniert. Begeisterung bricht aus.

Es folgt der ultimative-Internet-unlimitiert-Test. Alle müssen saugen, was das Zeug hält. Zum Glück gibt es auch gerade ein IOS-Update (2GB pro Telefon). Wir schaffen 10 GB in 24 Std. – alles läuft unabgeschaltet oder mit bösen Drohmails von NOS weiter.

Die Internetrettung für die Ankerbucht in der Algarve scheint perfekt. Madeira und Azoren sind also auch save.

Gibt es so einen Tarif auch in Spanien?

Sim und Portugal

Gefunden bei SY Bigfoot: https://www.sybigfoot.de/nuetzliches/

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