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Aug.′ 19 13


Wir beschließen, die englische Küste noch ein bisschen zu genießen. Mit dem ablaufenden Wasser und der Strömung nach Westen laufen wir aus Salcombe aus ohne an Land gewesen zu sein – Das Leben ist hart an der Küste, denn „go West“ ist das Motto.

Der Wind kommt schließlich auch aus West und die Strömung schiebt uns an dem Cap von Salcombe nach West – ja genau – das klingt nach Overfalls – kleine, fiese, gemeine Wellen, die uns die ersten Meilen das Leben schwer machen – und dabei ist der Wind nicht mal stark – 10 Kt eigentlich + Capeffekt vllt. 14 – 15 Kt. – Es ist ja immer irgendwas.

Aber wir wollen nach Plymouth – Kuddel bringt uns voran. Wir haben ein bisschen schlechtes Gewissen, weil Greta morgen aus Plymouth ablegen will und nach New York segeln und wir tuckern mit unserer CO2 Maschine dahin um zu winken…

Wenn schon Großstadt – dann auch mitten rein – also legen wir direkt bei Queen Anne’s Battery an. Schlappe 40£ für eine Nacht – puh.

Der Kptn. hat diverse Tipps für die Stadt von Bert bekommen und muss sofort los. Zuerst brauchen wir den echten Plymouth Gin in navy stength – damit man die Lunte an Bord von Nelsons Flotte mit Gin nicht löschen kann, muss es einfach 57% haben – klar soweit? Wir sind zwar weder ein Schiff von Nelson Flotte, noch haben wir eine Kanone und kriegerisch sind wir ja auch nicht – aber so what – da steht ja „navy stength“ drauf – also gehört es an Bord. Der Kptn. denkt noch verzweifelt über eine Begründung für Segelschiffe in friedlicher Fahrt, ohne Bewaffnung und mit zweiweise minderjährigen Crewmitglieder nach. Vielleicht irgendwas mit Petroleumlampe löschen oder Dieselnotersatz oder Feuerzangenbowle zur Weihnachtszeit mit Wachholderduft. Für die benötigte 2. Flasche braucht er aber was Besseres.

Der 119 Jahre alte „rote Hosen Laden“ hat letztes Jahr zugemacht – es gibt also keine rote Hose für den Kptn. – die olle Blaue muss reichen – sehr schade.

Der nette Shipchandler nimmt sich unserer leeren „German Gas Bottle“ an und telefoniert durch die Gegend – wir bekommen eine Nummer, die wir morgen um 7h anrufen sollen – ein Gasheini, der nur 20 Min. zu Fuß entfernt ist – vllt. klappt es.

Der Fish & Chips Laden (irgendwo in der Altstadt) hat eine Auszeichnung – wirklich – das stimmt bestimmt – den müssen wir testen – Ja – Kptn. – natürlich – Aber er war wirklich besser als alle anderen, die wir in den letzten Tagen getestet haben.

Und dann war da noch die Sache mit der Hafenlaundry – sie ist genau neben dem Pub. Eine Maschine – ein Bier zum warten – oh Maschinenerror – noch ne Maschine noch n Wartebier – bei den Dryern muss man 3x 25 Min. nachwerfen – das ist auch immer genau eine Bierlänge – am Tresen wird sehr freundlich und kooperativ Kleingeld gewechselt – ach ja – das Bier kostet ja auch was – Irgendwie kommt dem Kptn. die Sache komisch vor – da stimmt doch was nicht – aber, das Bier stimmt ihn gutmütig – die haben da bestimmt was reingetan.

Waschen und Bier

Eine Antwort zu “Plymouth”

  1. Jens und Dörte aus Kiel sagt:

    Hi ihr Lieben, wir amüsieren uns köstlich über euren Blog und freuen uns über eure Betrachtungen der Umstände. Danke für so viel Spaß!
    Wir wünschen euch eine weiterhin gute und auch gesunde Zeit an Bord und ein baldiges perfektes Wind-//Wetterfenster für die Überfahrt nach Frankreich / Spanien. Bis dahin viele tolle Erlebnisse in England!
    Jens und Dörte von der TENDREL-AURELIE

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