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Aug.′ 19 27


Die Nacht ist gut gelaufen – keine Schiffe in Sicht. Der Wind hat gut durchgehalten und uns mit 4-5 Kt. Richtung Spanien gepustet. Es war noch finsterer als in der vorigen Nacht. Horizont und Meer waren nicht zu unterscheiden, der Rundumblick zeigte Schwärze. Delfine, die ums Schiff sprangen, wühlten eine von Leuchtalgen glitzernde See auf. Der Käptn wachte beim Sonnuntergang und beim Sonnaufgang. Die Erste dazwischen. Kein Schiff in Sicht, nur das Ebook glühte. 300 Seiten sind in so ner Nachtwache ja nichts. Während das Schiff so im Nichts schaukelte, weilte die Erste in einem spannenden Roman über ein Schlosshotel im tiefsten Winter. Es brauchte ein bisschen, der Szenenwechsel beim viertelstündlichen Rundumblick war enorm. An das gleichmäßige Hin- und Herschaukeln vorm Wind haben wir uns inzwischen gewöhnt.

Am Morgen ist endlich mal blauer Himmel zu sehen. Leider sagt der Wetterbericht über Funk, dass ab dem Nachmittag der Wind seinen Dienst quittieren soll.

Wir haben jetzt noch so um die 100 sm bis nach La Coruna. Morgen früh sollten wir also dort sein. Mittags setzen wir Nudeln auf und testen den Herd, der Nudeltopf schaukelt zuverlässig mit, immer in der Waagerechten. Die Flaute setzt ein und die Crew wird übermütig. 5000 m Wassertiefe? Kein Problem, es ist so schön blau. Kopfüber stürzen wir uns in die Fluten und lassen uns auf den Fendern, die hinten raus hängen, mittreiben. Herrlich!! Anschließend gibt es ein Sonnenbad auf dem Vordeck. Mit Inges Kuchen.

Gegen Abend kommen die Regenwolken auf uns zu.

Durch die letzte Nacht.

Over und aus.

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