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Nov.′ 19 13

Nun sind wir schon auf 1000m überm Meeresspiegel und fahren weiter durch das raue Atlasgebirge. Die Farbe der Landschaft ändert sich, wir fahren enge Serpentinen durch eine schwarze Wüste, fast wie Lava. Dann wird es wieder flacher, wir fahren durch eine lange Talstraße, Palmen säumen den Weg, schließlich wird es kahl, wir nähern uns Mhamid, dem letzten Dorf vor der Wüste. Die Dörfer werden ärmlicher, in den Bergen sieht man Steinhütten, Schäfer treiben ihre Herde umher. Eselkarren begegnen uns, Fußgänger. Wenig Autos. Die Häuser bestehen jetzt ausschließlich aus einem Lehm/Stroh-Mix.

 

Die Wüste zieht aus allem das Leben heraus: Zuerst ist das Geld alle – wir müssen neues holen, dann schwächelt das Internet – wir laden nach. Zu allerletzt ist der Tank leer – Diesel finden wir auch noch.

Ismail, der Wüstenführer, den uns die SY Dimanche Matin empfohlen hat, wartet am Ortseingang auf uns. Er fährt mit uns zu seinem Office, weist uns einen Parkplatz zu und vermittelt uns Turbantücher, die er uns auch sogleich auf den Kopf bindet. Wir besorgen noch ein paar Liter Wasser, dann steigen wir um in einen Geländewagen. Der Käptn wundert sich, dass alle anfangen zu flüstern. Dann fällt ihm das Tuch vom Kopf und siehe da… seine Ohren waren wohl zu fest gewickelt.

Unsere wüsten Abenteuer beginnen (man beachte das Wortspiel).

45 km zuckeln wir mit dem Vierradantrieb durch die Sahara. Also zuckeln ist zu sanft, sagt die Erste.. wir schaukeln.. nee wir werden durchgeschüttelt! Die Landschaft ändert sich auch hier alle 10 Min.

Irgendwann tauchen am Horizont Berge auf – nein es sind Dünen – ziemlich hohe Dünen – die höchste soll 300m hoch sein, erzählt Ismail.

Unser Camp mit den Wüstenzelten liegt zwischen diesen hohen Sanddünen – es ist ein Traum. Überall ist Sand – aber nicht so Strandsand – Saharasand – viel viel feiner als der Osteseekies. In dieser Gegend wäre ne Staubsaugervertretung echt ne Goldgrube. Hier könnte sich Vorwerk so richtig dran auslassen – die vielen Berberteppiche, die hier überall auf dem Sand rumliegen könnten mal n guten Staubsauger brauchen… Wie heißt der Typ – ach ja: Sissyfus.

Kaum sind wir aus dem Auto raus und haben unsere sieben Sachen im Zelt abgeladen sitzen wir auch schon auf dem Kamel. Die Zeit drängt etwas, um den Sonnenuntergang mitzuerleben, müssen wir schon ganz schön hoch auf die Düne krakseln.

Der Sand ist so weich, dass es dem Kptn. richtig schwer fällt da oben rauf zu kommen. Die Düne sackt immer wieder unter ihm wech.

 

Die Sonne ist dann auch schnell hinter ner Düne verschwunden und wir klettern wieder auf die Kamele. Aber Julias Kamel ist irgendwie auch in dem Sand eingesunken und schafft es nicht wieder auf die Beine. Die Erste muss wieder das Kamel verlassen. Dann wird das Wüstenschiff verholt und an einer anderen Stelle neu vertäut – äh – geparkt – also – es legt sich wieder hin. Die Erste steigt auf… und ab geht die Post – zurück zu dem Camp.

Wenn das jetzt nicht geklappt hätte, hätte Ismail nen fliegenden Teppich besorgt…

Die Tiere machen echt komische Geräusche. An irgendetwas erinnert das den Kptn… – dann fällt es ihm ein. Die Kamele reden genauso wie dieses haarige Tier von Star Wars „Chebacca“ oder so…. 100% gleiche Aussprache.

Im Camp steht die Taijin schon bereit. Wir werden wieder sehr satt.

Es gibt später ein echtes Berberfeuer mit Trommeln und Gesang – volles wüstes Wüstenprogamm.

Sand und Sand und Sand

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