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Jun.′ 04 19

Zwei Tage lang haben wir das Boot gepackt. Die Winsch backbord gerichtet, den Handlauf steuerbord wieder festgeschraubt. Dann ließen Wind und Regen endlich nach und wir legten ab. Kaum auf der Förde fiel uns ein dass wir ein paar wichtige Dinge vergessen hatten,

Stefans Bettdecke, Kissen und Nutellaglas. Zum Glück erklärte sich Cordula bereit, uns die Dinge nach Strande zu bringen. Ein Hoch auf Nachbarschaft!!

Wir segeln munter Richtung Strande, wollen den Motor starten und der Dummdasel geht immer wieder aus. In dieser Saison haben wir ihn schon zweimal beim Yamaha Händler gehabt, der hat nie was gefunden. Son Ärger.

Mit einem kränkelnden Motor auf Sommertörn zu gehen ist ja schlecht.. also senden wir Notsignale nach Aukrug. Günter leiht uns seinen neuen Motor, wir versprechen, ihn liebevoll einzufahren. Günter kommt am nächsten morgen also zum Motorentausch. Voll Klasse!

Der Urlaub kann also beginnen. Um 11h legen wir ab. Nach Leuchtturm Bülk frischt der Wind auf. Groß gerefft, Welle von vorne, ziemlich schaukelig. Leichte bis schwere Seekrankheit bei Lena und Toke. Singen als Medizin eingesetzt. Als wir in Schleimünde festmachen sind alle salzig und müde aber fröhlich.
Morgens weckt uns die Sonne. Juchhei!! Wir fahren nach Lindaunis, weil man da so gut baden kann, mit Spielplatz und so.

Der nächste Tag ist Großelterntag. Resi und Klemens kommen um 11h. Wir legen ab und fahren in son kleines süßes Heckenrosendörfchen auf der anderen Seite der Schlei. Lecker gegessen. Nachmittags sind wir mit wechselnden Winden (0-2) nach Schleswig gesegelt. Wir überlegten noch, ob wir in dieser lauen Sommernacht die Kuchenbude aufbauen sollten.. Kaum stand sie, fing es an zu regnen. Es prasselte wie in Reinhard Meys schönsten Liedern. Mit Blitz und Donner. Unglaublich.

Freitag, der 9. Juli. Wir bleiben in Schleswig, wechseln nur den Hafen zu einem mit Spielplatz. Wir liegen nun direkt am Stadtpark und zu unserem Glück wird dort am Abend das Phantom der Oper live aufgeführt. Wir suchen uns eine versteckte Ecke und Grillen hinter den Büschen mit netter Musical Beschallung. Davon berieselt, versuchte Stefan mit einem offenen Bier in der Tasche eine Frisbyscheibe aus dem Dornengestrüpp zu retten.. nun er wurde etwas nass. Son Bier über Kopf macht sich nicht so gut..
Am nächsten Tag segelten wir nach Missunde, Achim bei seinen Basteleien auf dem Wogenwolf besuchen. Stefan und Achim verkrümelten sich vor den Laptop und ich in die Koje zu meinem Buch. Regen weckte uns am Morgen. In Ölzeug dampften wir nach Maasholm.
Das Wetter meint es wirklich ziemlich nass mit uns. Viel Wind und Regen überzeugt uns davon, Hafentage einzuschieben. Wir verbrachten sie lesend, Madita und Piets Blechbein hörend, Lego spielend. Machten Regenspaziergänge, einmal zum Schlei-Erlebnispfad, war ziemlich spannend. Dort gab es einen großen Riech Kräutergarten, ein Kasten, durch den man die Welt aus Froschperspektive betrachten konnte und so was nettes. Annika und ich kochten Kaiserschmarrn. Wobei Annika einwarf: „Kaiserschwan find ich doof, die armen Schwäne!“ Nun ja, wir machten ihn dann vegetarisch. Zwei Hafentage hielten wir durch, dann gings nicht mehr. Wir benutzten ein Wetterloch morgens um viertel vor fünf um nach Marstal rüber zu ziehen.
Zwei Hafentage hielten wir durch, dann gings nicht mehr. Wir benutzten ein Wetterloch morgens um viertel vor fünf um nach Marstal rüber zu ziehen. Um 10 Uhr legen wir bei Sonne in Dänemark an. Wunderbar!! Annika und Julita (grade ein dreiviertel Jahr alt) schliefen die ganze Tour, Lena saß im schaukeligen Cockpit und war etwas seekrank, die arme. Mich hat das Pinnengehen gerettet. Doch nun sind wir endlich in Dänemark und alles wird gut. Der zehnte Tag unseres Urlaubs ist schon wieder ein Hafentag. Schwächeln wir? Nee, der Spielplatz ist so klasse, und grillen kann man hier auch so gut. Also Marstal. Am nächsten Morgen geht’s aber wieder weiter. Stefan kriegt als Marschverpflegung eine Tüte lebende Krabben geschenkt. Dann legen wir ab. Mangels Wind machen wir in Söby fest. Lena und Annika verschwinden an den Strand zum Baden. Anschließend braten wir die Krabben und starten ein großes Krabbenpulen. Wir überlegen am nächsten Morgen kurz, ob wir bei Südwind schon nach Assens hochziehen. Doch die Sonnen überredet uns zu einem Inseltag. Um 14 Uhr ergattern wir in Lyö den letzten freien Liegeplatz zwischen einem Riesenmotorboot und einem Riesensegelboot. Nunja. Während Lena und Annika mit zwei Freundinnen die Insel erkunden gehen, nehmen wir die Waschmaschinen in Beschlag. Abends gibt es geräucherten Fisch. Toke lag wie immer am Steg angebunden und schaute sich das Treiben im Hafen an, als ein anderer Hund vorbeikam. Er war so aufgeregt, dass er ins Wasser fiel. Aus seinem Halsband befreit rettete er sich ans nächste Ufer. Was ne Aufregung! Der nächste Tag führt uns wieder mit dem Wogenwolf zusammen. Wir treffen uns in Faaborg nach zwei Segelstunden. Auf ein Tuborg und einen Grill. Am morgen scheint die Sonne. Wir segeln den kleinen Belt hoch. Hinter Lyö muss der Motor an. Flaute. Ab Leuchtturm Helnaes können wir wieder die Segel setzen. In der Torö Bucht machen wir am Wowo fest.
Eine Ankerbucht mit Dalben. Svenja und Lena paddelten an Land, um mit dem Hund zu gehen. Abends gabs Erbsensuppe und Vanillepudding. Am nächsten morgen liegen wir alle um 180 Grad gedreht. Voll komisch. Hab ich nachts gar nicht gemerkt. Wir legen schnell ab, um einen Vorsprung zu haben, und setzen gleich den Spinnaker. Achim schwört über per Sms Blutrache, er kann seinen Spi nicht setzen, weil das Fall noch nicht durch den Mast gezogen ist. Wir segeln wunderbar bis Middelfahrt. Dort musste Svenja erst mal in den Mast und das Fall durchziehen.
Der Abend wird von einer augelaufenden Ketchupflasche dominiert, die die Bilge komplett rot gefärbt hatte. Wir erwachen bei viel Wind und Nieselregen. Also wieder ein Hafentag zum Wäschewaschen. Mittags gabs eine Riesenpizza für alle. Wir machten bei trommelndem Regen unter Deck eine gedankliche Reise in Hollands Gewässer und Flachbodenschiffe. Der nun schon siebzehnte Tag unserer Reise führt uns nach Juelsminde. An Middelfahrt vorbei, an Fredericia vorbei hatten wir zwei bis zweieinhalb Knoten Strömung.
Dadurch sind wir mit bis zu siebeneinhalb Knoten übers Wasser geflogen. Hinter Fredericia lässt uns der Wind im Stich. Also muss der Motor ran. Vor der Landzunge zu Juelsminde (WP184) werfen wir die Angel aus, weil uns ein Angler mit einem Riesendorsch entgegen gekommen ist. Das schaffen wir auch, denken wir. Pustekuchen. Irgendwann dümpelt ein Spi verzierter Wowo an uns vorbei.
Kein Dorsch. Abends am Grillplatz in Juelsminde setzt sich eine Familie mit einer läufigen Beaglehündin zu uns. Armer Toke. Der muss ganz schön leiden.. Und wieder steht ein Hafentag an. Morgen hat ja mal wieder Achim Geburtstag, und so eine Pfannenkuchentorte braucht Ruhe und Zeit. Um Mitternacht feiern wir fröhlich in seinen Geburtstag rein.
Weil Cordula und Kevin beschlossen haben, mitten in den Sommerferien zu Hochzeiten, setzen wir uns um viertel vor acht in den Bus und karren nach Kiel. Die Röde Orm bleibt in Juelsminde und wartet auf uns. So ist der Urlaub schon wieder zu Ende. Die Rücktour haben Stefan, Chrischan und Piet gemacht. Sie sind rund Fünen gefahren, haben viel gegrillt und unter der Beltbrücke sogar einen Riesendorsch gefangen!!

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