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Jul.′ 11 31

Ist ja klar. Es ist mal wieder Sonntag und wir sind in einem Hafen mit einem Stadtanschluss. Nur Restaurants und Tourizubehörläden haben geöffnet – und die Wäscherei.

Supermärkte, Handyläden, Baumärkte – alles g-e-s-c-h-l-o-s-s-e-n. 🙁

Was Seeleute hier in Camaret besonders gut hinbekommen, ist die Entsorgung ihrer alten Schiffe: Man nehme einen alten Fischkutter. Holz oder Eisen (möglichst schon angerostet) und fahre – oder schleppe ihn bei Ultrahochwasser auf den Strand. Nun warte man ein paar Jahre. Der Kutter ist dann völlig verrostet bzw. vermodert und gibt ein prima Postkartenmotiv ab. Kaputter Kutter am Strand bei Niedrigwasser vor alter Kirche im Sonnenuntergang – toll. Jeder Touri fotografiert das und jeder Tourizubehörladen hat zig Karten davon in den Ständern. Wahrscheinlich sind die Fischkutterinhaber (im Ruhestand) nun Postkartenladenbesitzer.

Außer stilvollen Kuttern und einer alten verwunschenen Kirche hat dieser Ort eine ewiglange Pier, eine alte Steinmauer zum drauf in die Stadt laufen. Der Innenhafen fällt ziemlich trocken, so dass viele Schiffe schief liegen bei Ebbe. Bei Hochwasser ist alles voll. So dass sich das Stadtbild alle 6 Stunden dramatisch verändert. Es ist ein Tidenhub von 7,38m! (momentan) Die Innenstadt besteht aus Restaurants, die sich am Wasser aneinanderreihen. Unterbrochen von Souvenirläden und Bankautomaten. Die Menschen strahlen und sind entspannt, hier sind nur Urlauber..

Der Käpt’n hat es nicht geschafft uns wieder an das Internet anzuschließen, weder per Wlan (alles höööölisch kostenpflichtig) noch per GSM – Handykarte (nix Handyladen), aber Julia kriegt es klar. Sie vernetzt nun das Schiff. Es ist nämlich so, dass der Schrank momentan fast leer ist und die frisch gewaschene Wäsche nun nicht einfach wieder reingestopft werden soll. Am oberen Brett des Schrankes wird ein Netz befestigt, in das dann immer Kleinkramwäsche gestopft wird – bis oben stapeln wir sonst sowieso nie.

Die Thorcrew kommt von ihrem Ankerplatz mit ihrer Banane anmotort. Wir gehen an der Flaniermeile entlang und suchen uns ein nettes Restaurant aus. Es gibt miese Muscheln mit verschiedenen Soßen und ne Flasche Weißwein. Sehr lecker. Der Kaffee mit Eiskugel gibt uns den Rest, so dass wir auch nur noch kugelnd den Weg zurück zum Steg finden.

 

6 Antworten zu “Alte Kutter an Muscheln und Wein”

  1. Fenja sagt:

    Das sieht ganz wunderbar aus – und ich muss zugeben, dass ich mich an den Schiffen auch totfotografiert hätte 🙂

    Ich wünsche euch noch eine tolle Reise und immer… eine Handbreit ach ihr wisst schon und immer eine funktionierende Vernetzung!

  2. Michael sagt:

    Willkommen auf einem richtigen Ozean. (und nicht nur so ein Nebenmeer wie die Nordsee 😉 und? Wie unterscheiden sich die Atlantikwellen von den Nordseewellen?

  3. Smin sagt:

    Vor allem sind sie ganz laaaaaaang. 🙂

  4. Smin sagt:

    Hallo Fenja,
    die Kutter bieten echt schöne Motive – finde ich ja auch… 🙂 Vielen Dank für die „Handbreit- und Vernetzungswünsche“

  5. GZi sagt:

    Tolle Fotos – wirklich eine Idylle! Diese Schiffe sind schon ein irrer Hingucker… aber auch die Flamoermeile mit den Restaurants sieht sehr einladend und hübsch bunt aus! Miesmuscheln finde ich ebenfalls spitze – aber wie war das: nur in den Monaten mit „r“ – ihr seid also noch etwas zu früh dran (aber ich weiß ja wohl, dass das überholt ist und früher wegen der Transportwäre so sein sollte ;-))
    Liebe Grüße zu Euch in die Ferne!

  6. Smin sagt:

    Ja das muss überholt sein, uns geht’s gut;-) hier werden die Muschel täglich bei Ebbe von den Spuntwänden gekratzt. Sind also Oberfrisch!

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