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Aug.′ 11 26

Wir können kein Wasser kochen – sie haben den Strom ausgestellt. Wasser bunkern geht auch nicht – das Wasser ist auch ausgestellt. Auf den Toiletten ist es duster. Wir fühlen uns mal wieder wie vor Anker im Hafen. Nur das wir diesmal 14 EUR pro Nacht bezahlt haben.

Der Wind dreht wieder nördlicher und die Sonne wärmt uns auf T-Shirttemperatur.

2 Min. läuft der Motor. Noch im Hafen rollen wir das Vorsegel aus und setzen das Groß. Kurs Baiona – wohl der letzte spanische Hafen. Bei halbem Wind fliegen wir über den Atlantik. Immer an der Küste entlang, die sich von besonders schöner Seite zeigt. Felsen zerklüften das Meer, das hoch schäumend daran schlägt. Die Wellen sind riesig. Wir segeln mal im Wellental, mal oben auf den Wellen und zischen dann wieder ins Tal. Von den Seglern neben uns sehen wir nur die Mastspitze, der Rumpf wird von Wellen verdeckt. Herrlich. Die Röde Orm schwimmt sicher wie ein Fisch in den Wellenbergen.

Vor der Isla Cies ankert die Hitch. Über Funk wird uns die Insel beschrieben: wie eine Karibik Insel. Julia schaut durchs Fernglas: Hm Karibik, weißer Strand, Felsen, Palmen, Berge, Wälder. Aber was ist das? Menschen! Viele davon! Oh nein, Eingeborene, hoffentlich sind sie uns freundlich gestimmt. Und da links? Ein Anlegesteg? Oh von achtern kommt n Ausflugskatamaran auf uns zugerast. Ach der bringt die Spanier zur Insel. Ok. Verlassene, verwunschene Karibikinsel, schon klar.

Wir gehen trotzdem längsseits und trinken auf der Hitch Kaffee. Ganz schöner Schwell, der die Röde Orm regelrecht tanzen lässt. So beschließen wir vorm Dunkelwerden noch nach Baiona zu segeln, Leinen los, Rollfock raus und ab geht die Post.

Im Schein der untergehenden Sonne wirft Stefan die Angelschnur aus. Und holt tatsächlich eine Makrele aus dem Wasser. Oh nein, und jetzt? Ein Dankesgebet an den Fisch, ein Schlag auf den Kopf (den Fischkopf!) und ausgenommen ist die Makrele. Doch sieh da, das Herz pocht noch außerhalb des Fisches weiter. Meine Güte, Herr im Himmel. Der arme Fisch! Der arme Fisch? Dieser Fisch hat bis eben fröhlich und glücklich in Freiheit gelebt und sein Leben genossen. Das kann ein gezüchteter Fisch aus der Kühltheke nicht unbedingt von sich sagen. Na also.

Stefan angelt noch zwei Makrelen. Dann wird der Motor angeworfen. Wir ankern von Baiona (42°7,125 N 8°50,411W), direkt neben der MenGoe. Im Schein der Petroleumlampe lassen wir den Abend ausklingen.

Over und Out.

 

2 Antworten zu “Die erste Karibikinsel”

  1. GZi sagt:

    Tolle Bilder – und vor allem der Sonnenuntergang wieder sehr imposant. Und dann gute Weiterfahrt außerhalb des spanischen Hoheitsgewässers demnächst!

  2. Smin sagt:

    @Gzi Es kommt ein Tief hier rüber. Wir bleiben noch ne Weile. Ende der Woche geht’s weiter.

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