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Aug.′ 11 30

Was für ein Tag. Er begann ziemlich furchtbar und endete ziemlich schön. Also Julia beschloss, heut früh mal fleißig zu sein. Sie stieg ins Beiboot, um um das Castle zu laufen und duschen zu gehen. Das erste Stück paddeln, weg von den Booten, dann auf dem freien Stück den Motor anreißen, ließ sich auch wirklich an. So konnte auf freiem, geschütztem Wasser das Fahren mit dem Motor geübt werden. Gas geben und steuern gleichzeitig mit einer Hand. Dabei mittig sitzen, damit kein Wasser hinten in das Bananaboot schwappt. Nicht so einfach.. Also. Geschafft. Im Hafen am Castle, Motor aus, Ruder geschnappt und sicher am Steg angelegt. Tasche auf den Steg gestellt. Nur noch eben die rote Starterleine des Außenborders vom Motor holen. Da kriegt das Boot Schräglage, und der nächste Augenblick findet unterm Boot statt. Die Banane hat sich auf den Kopf gedreht, Julia schwimmt darunter. Tauchen, am Steg festhalten. Gibt’s doch gar nicht, wie schnell das geht. Das Boot wird mit dem Motor in die Tiefe gezogen, zum Glück ist hier Niedrigwasser und Stehhöhe. Auf den Steg gekrabbelt. Stefan angefunkt: Hilfe!! Er rüttelt Volker raus und gemeinsam kommen die zwei im Schlauchi von der Hitch, zur Rettung. Inzwischen haben zwei vorbeigehende Herren geholfen, die Banane samt Motor an Land zu ziehen. Julia steht klitschnass, zitternd auf dem Steg. Während Stefan und Volker retten, was zu retten ist, verzieht sie sich unter die warme Dusche. Die Wasseroberfläche im Hafen erinnert an ein Tankerunglück. Ein „freundlicher“ Mann in schickem Yachtclubdesign erinnert uns während unseres Kampfes mit dem schmierigem Motor und der nassen Offiziöse daran, dass es nicht erlaubt sei hier festzumachen. Der Käptn ist sprachlos und erwidert nur „Thank you“.

Dann holt Annika Julia von Land ab. Im Cockpit zerlegt Stefan den Außenborder in seine Einzelteile, um alles Salzwasser zu entfernen. Jede Schraube und jeder Hohlraum wird in Spiritus gebadet und anschließend mit einer Schicht WD-40 überzogen. Annika hat heute Technikunterricht :-).

Um drei Uhr ist alles wieder gerettet, der Motor läuft. Nun wird gefrühstückt.

Beim Frühstück beschließen wir uns von der Banane zu trennen. Das Teil ist zwar aus super stabilem Kunststoff, aber viel zu kippelig. Wir werden uns ein Schlauchi kaufen. Platz zum Stauen haben wir zwar nicht mehr, aber an Deck schnallen geht noch.

Zeitweise regnet es heute ziemlich stark. Wir beschließen einen Ausflug per Autobus nach Vigo zu machen. Die Hitch kommt auch mit.

In Vigo laufen wir erstmal ein Cafe an und stärken uns. Die Spanier haben so komische Essenszeiten, in den Restaurants gibt’s immer erst ab 20 Uhr essen. Wir finden trotzdem ein Cafe in dem es auch Botillas, also Baguettes gibt. Anschließend verlassen die Männer ihre Frauen und Kinder, um sich auf Elektroläden zu stürzen, natürlich nur um nach Geburtstagsgeschenken zu suchen, vollkommen uneigennützig.

Die Frauen eiern durch regennasse Gassen, vier Augen auf vier Kinder gerichtet, die nur Unsinn im Kopf haben. Nebenbei versuchen sie zu shoppen und den Weg zu finden. Sie treffen sich im Einkaufszentrum vor MediaMarkt. Very spanish. So geht’s weiter.

Frauen und Kinder verziehen sich in Cafes zum Torte essen, Männer machen Männershopping. Während des Spaziergangs durch die Straßen (keine Gassen) von Vigo versuchen wir den Regen auszublenden und die schönen Seiten der Stadt zu sehen. Es gelingt uns zeitweise recht gut.

Wir nehmen den Bus um zehn und kommen im Dunkeln in Baiona an. Dort trauen wir uns noch einmal in die Banane und verlegen dann das große Schiff in den Hafen. Wenn man Julia ab heute beim Besteigen eines Bootes beobachtet, sieht man eine gewisse Vorsicht. Der Käptn versucht sie zu beruhigen und erinnert sie an das 1,60m lange Eisenteil an der Röde Orm – wir ziehen auch die Schrauben nach, wenn Jule es will.

Die Idee mit dem unkippbaren Katamaran mit Kiel wird jedoch wieder verworfen.

Over und aus!

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