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Sep.′ 11 06

Vom Hafen aus (Viano do Castelo) sieht man einen hohen Berg, auf dem steht eine alte Kirche. Außerdem soll eine Seilbahn dort hinauf fahren. Wir können doch nicht ablegen, ohne uns das angeschaut zu haben. Also satteln wir die Hühner und machen uns trotz Mittagshitze auf in die Gassen. Das ein oder andere Eisenwarenlädchen wird mitgenommen auf der Suche nach Kocherersatzteilen, Filetierhandschuhen und Petroleumlampengläsern. Endlich kommt die Seilbahn in Sicht. Och, es ist leider nur eine auf Schienen, aber der Wagon wird trotzdem mit einem Seil den Berg hochgezerrt. Und der Berg ist ziemlich steil!! Wenn das Seil jetzt reißt kommen wir bestimmt ziemlich auf Fahrt – wie Schlitten fahren oder so. Wozu braucht man denn die Notbremse? – Es ist bestimmt dafür gedacht, dass der Schlitteneffekt besser rüberkommt. Rollen wäre ja doof, aber son paar Funken hätte echt was. Ein Schweizer Ehepaar, das sich zu uns in die Gondel setzt verwirrt die Kinder: Die sprechen ja gar kein Englisch – aber Deutsch ist das auch nicht… – Na so was. Oben angekommen stürmen die beiden Skipper nicht etwa zur Kirche, nein zur Aussicht auf den Hafen und das Meer. Von hier kann man sich seine Seekarte selber fotografieren, meint Volker. Wir können weit die Küste nach Süden sehen, an der wir nachher entlangfahren wollen. Promt kommt eine sms von der Thor: Sie segeln schon, mit 6,5 Knoten ohne Motor!! Das es so was noch gibt! Schließlich schauen wir uns doch noch die Kirche an und es lohnt sich. Hinter der Kirche gibt es ein Kneipbecken für die abgenutzten Waden und Füße der Pilger, die hier aufn Berg zu Fuß hochgehen – Die Kinder nutzen den „Schwimmingpool“ für eine kurze Abkühlung.

Dann zieht es uns zu den Schiffen zurück. Wieder unten im Hafen wird alles verstaut und der Hafenmeister öffnet die Brücke. Raus in den Wind. Ui, da ist ganz schön viel davon.

Aber er kommt von hinten, und so merken wir ihn nur an den 7 Knoten, mit denen wir, nur die Fock gesetzt, dahin zischen. Unser Schlauchboot, die „Pinta“ ist hinten angebunden und zischt fröhlich jauchzend auf den Wellen. Mal ist es fast neben uns auf den Wellen geritten. Die Hitch meldet 17 – 25 Kt. Wind. Wir wollen dieses super Segelfeeling ausnutzen und hängen noch ein paar Beiboote und Eimer hinten raus – damit es länger dauert. Die H-H-H findet es wohl nicht so toll und flitzt vorweg um schneller im Hafen zu sein und es hinter sich zu haben.

Es ist dunkel, als wir die leuchtende Skyline von Leixoes bei Porto vor uns liegen haben. Mit Dämmerung ist hier auch nicht mehr viel. Es gibt Hell oder Dunkel. 20:15h geht die Sonne unter und 20:45 ist es dunkel.

Die Hitch erwartet uns und weist uns in eine freie Box ein. Im Hafen müssen wir kurz gegen den Wind motoren und merken dabei erst, wie der pfeift. Wie gut, dass wir ihn von hinten hatten.

Over und aus!

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