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Sep.′ 11 16

Von der Boje ablegen ist herrlich einfach (Peniche). Tampen durchziehen und wir sind los. Kein Ankergetüdel, kein Fenderwegräumen. Wir motoren 2 Stunden, zu wenig Wind. Dann kommt er, daran zu erkennen, dass die Gastlandflagge nach vorne weht, gegen den Fahrtwind. Wenn man das auf Bildern sieht, denkt man immer, das geht gar nicht. Aber bei genug achtlerlichem Wind geht’s eben doch. Also Vorsegel raus, ausgebaumt und Motor aus. Mit 4 Knoten rauschen wir dahin, herrliche Ruhe. Bis Kaffeezeit ist, und Julia die Lieblingskekse aus dem Schapp holt. Gekreische und Gerangel um die Kekse. Schließlich fliegen sie über Bord, um Delfine anzulocken. Und tatsächlich, da backbord, zwei Delfine schwimmen um unser Schiff.

Am westlichsten Punkt von europäischen Festland, am Cabo da Roca frischt der Wind auf. Wir nehmen den Spibaum weg und rollen die Genua halb ein. Immer noch 5 Knoten. Wir reiten auf den Riesenwellen. Eine schiebt uns, wir zischen mit 8 Knoten ins Wellental, werden gestoppt auf 4 Knoten. Das macht Spaß. Inzwischen hat sich auch die Himmelfarbe von grau auf blau verändert, was dem Wohlbefinden gut tut.

Die Pinta, unser Schlauchboot hängt am Heck und tanzt ebenfalls auf den Wellen. Da kommt eine Brise von der Seite und dreht sie einmal um. Wir halten die Luft an. Da, ein Glück, sie dreht sich wieder. Ein Salto auf dem Wasser. Alles noch dran, nur der Schwamm fehlt. Mit einem winzig kleinen Vorsegel flitzen wir um die Ecke.

In Cascais bietet sich uns ein hübsches Stadtpanorama. Und davor ankern, neben vielen anderen, die Thor und die Bumblebee! Wie schön, sie wieder zu treffen.

Christian kommt mit der „Banane“ längsseits – „Wollen wir grillen?“ – komische Frage 🙂 – eigentlich hätte man das gar nicht aussprechen müssen …

Wir machen das Schiff klar und motoren zur Thor.

Endlich wieder Cobbgrillen. Ein ziemlich starker Wind zieht auf und ruckt am Anker. So ist es fast Ostseegrillfeeling.

Die halbe Nacht pfeift es ordentlich. Unser Bügelanker hält aber mit 30 Meter (6mm) Kette super. Wir bewegen uns nicht vom Fleck. Trotzdem: Ankeralarm an.

Over und aus!

 

Eine Antwort zu “Peniche bis Cascais”

  1. Marianne Poppe sagt:

    Joi joi joi da fegte der Wind wohl kräftig, da fahr ich doch gerne Rad wenns auch regnet, jedenfalls um Berlin herum.
    Das Meer scheint ja ein Familienwasser zu sein, Abschied und Willkommen , frei nach Goethe.

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