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Jan.′ 12 24

Mit Sonnenaufgang wird der Kpt. wieder von den lagomerianischen Felsspechten geweckt. Sie hängen in der Felswand und bearbeiten sie mit ihren Bohrern. Der Signalgast versucht es ihnen gleich zu tun. Aus seiner Koje ertönt ein ähnliches Geräusch. Je länger man auf dieser Insel verweilt, desto ähnlicher wird man den Felsspechten.

Aus diesen inspirativen Geräuschen ergibt sich eine kurze Naturbeschreibung über den lagomerianischen Felsspecht:

Der lagomerianische Felsspecht.

Der lagomerianische Felsspecht ist ein pussierliches gelb bunt behelmtes Klettervögelchen.
Die direkten Vorfahren unseres kleinen Freundes sind die Pressluftdommel und der Hochseilkreischer.
Findet der Felsspecht in seinem Revier – häufig in der Nähe des Aufenthaltortes der faulen Windsüdsegler – einen geeigneten Faden erklimmt er, unter lautem Gezische und Geschrei, mit einer Horde Artgenossen eine nahegelegene Felswand.
Leider ist er nicht mehr in der Lage mit seiner verkümmerten Fadendrüse sein Steigseil selbst zu produzieren.
Mit seinem langen Bohrwerkzeug versuchen ein bis zwei Spechte ein Loch in den Fels zu pochen.
Häufig hüpfen sie dabei mit ihren kräftigen belederten Kletterbeinchen im Takt auf und ab.
Zwischen den Bohrattaken kann der fleissige Naturbeobachter wunderbar der berühmten Zischatmung des lagomerianischen Felsspechtes lauschen.
Beginnen tut der Felsspecht sein Werk einige wenige Stunden nach Sonnenaufgang.
Er schafft es in der Regel ein bis zwei Löcher in den Felsen zu hämmern, um dann in einen tiefen Siestaschlaf zu verfallen.
Die unter dem Felsen seit Balzbeginn letagisch verharrenden Windsüdsegler beginnen zum Leben zu erwachen und bejubeln die Felsspechthorde.
Nach der Siestazeit, wenn die warme Sonne den Felsspecht an seiner Wand besonders farbenfroh erleuchten lässt, beginnt der sein Bohrritual erneut. Diesmal schafft er meist nur ein Loch in den Fels zu rammen.
Kommt ein Weibchen am Fusse des Felsens vorbei, beendet der Felsspecht sein Hüpfbohrbalzgehabe und beginnt laut zu schreien. Es ist ihm jedoch nicht möglich, die Antwort des Weibchens aufzunehmen.
Durch seinen aufwendigen Hangbohrbalztanz ist das Hörvermögen des kleinen Klippenhängers fast vollständig erloschen.
Traurig wendet er sich dann kurz größeren Zielen zu (schwenk auf Teide) und beginnt dann jedoch sofort wieder mit seinem Bohrgesang bis er sich am Abend in seinen Bau zurückzieht und seinen Tinitus mit ein paar alkoholischen Doradas bearbeitet.

Nachdem der Specht sich in den verdienten Feierabend verabschiedet hat, kommen wir der Lieblingsbeschäftigung des Kpts. nach. Wir kaufen Grillgut und Kohle und feuern den Grill auf der Mole an.

Der Signalgast bekommt also heute quasi eine zweite Abschiedsfeier.

Over und aus…

4 Antworten zu “Sielmann beim Felsspecht”

  1. Hitch-Hike-Heidi sagt:

    Mensch Stefan, das ist eine Weltsensation! Du musst so ein Vieh einfangen! Das ist was Seltenes.

  2. Marianne Poppe sagt:

    Die Beschreibung schlägt jeden Brockhaus.
    Sofort Einsenden an die Redaktion, damit der Beitrag noch in diesem Jahrhundert aufgenommen wird.

  3. Smin sagt:

    @Mianne – meinste die sind so flott???

  4. Smin sagt:

    @HHH Ich WEIß!!! – aber wohin damit. Das Ding wehrt sich bestimmt… und dann noch der Monsterbohrer

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