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Mai.′ 12 09

Um neun stehen wir auf. Julita kann nicht mehr schlafen, weil das Schiff so still liegt.. wir checken ein. Boh ist das heiß hier. Also in Lagos sind wir nun. Die Frauen stürmen die Dusche und den Supermarkt, der Käptn genießt noch ein bisschen seine Koje.

Dann bunkern wir 60 liter Diesel und verholen vom Visitorponton in den Hafen.

Drei Waschmaschinen werden in Beschlag genommen, sämtliche Bettwäsche und Anziehsachen gewaschen, Matratzen und Betten gelüftet. Eine Affenhitze hier. Wir hängen ein Spinnennetz an Leinen an Deck und hängen das Schiff voll. Die Wäsche trocknet in Minuten quasi. Dann ziehen wir los in die Stadt. Wir suchen das Kastell. Vor der Stadtmauer läuft Julita auf den Rasen, kriegt große Augen: „Oh wie schön, guck mal, echter Rasen!“ Stimmt, lange haben wir keinen Rasen mehr gesehen –  also so wiesenrasenmäsigen. Und vor allem gerochen.


Wir finden einen Strand, gesäumt von hohen Sandsteinkliffs. In der Altstadt bummeln wir durch die Gassen, erstehen wunderschöne Hüte (extra auf Olafs Anregung). Dann studieren wir diverse Speisekarten, auf bezahlbare Gerichte. Der Käptn bleibt vor einer stehen und sagt, diese sei gut, er wird gegrillte Gardinen essen. Wir brüllen los vor Lachen, dieses Restaurant soll es also sein.

Das Klo desselben hat es auch in sich.. die Klobrille ist überzogen mit einer Plastikfolie, die sich auf Knopfdruck auswechselt. Daneben steht ein BeDe.. da hat der, der das eingebaut hat, sich wohl auch nie raufgesetzt.. auf jeden Fall ist das so dicht ans Klo gebaut, dass Frau, wenn sie sich da raufquetscht, ständig mit dem Knie an den Folienknopf von der Klobrille kommt, die sich daraufhin in einem fort auswechselt… Nunja – da ist wohl bei der BeDe Benutzung ne Rolle Toilettenhygienefolie durchgelaufen…

Selten so gelacht auf dem Klo. Zuletzt in Ungarn auf som vollautomatischen Straßenklo. (Mit Tinschn, erinnerst du dich?)

Die Kinder rennen zurück an Bord und der Kpt. und sien Frau versuchen sich noch mal mit dem Supermarkt. Auf dem Weg dahin rennen wir über eine Brücke, die wegen „Risco de Colabso“ gesperrt ist… Jule fängt an zu laufen, als der Kpt. irgendwas von brechendem Stahlbeton erzählt… 🙂
Morgen wird eingekauft.

Noch ein Absackergetränk in einer der 1000 Hafenbars.

Mückenvertreibduft an und Mückenetz drüber…

Over und aus…

3 Antworten zu “Lagos – wirklich schön”

  1. Olaf (SY Sophie) sagt:

    Die Hüte sind coooooooooooooooooool 🙂

  2. marianne-poppe.de sagt:

    In Olaf hat man einen echten Kommentarpartner!
    Ja es gibt so eine kleine Volkskunde der Klos der Welt. Irgendwo gibts immer eions und sie sind immer sehr besonders-
    Das wär doch nochmal Ne Forschung: Kleine Weltgeschichte der Bedürfnisse und deren Gegenstände.

  3. Smin sagt:

    @Olaf genau!

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