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Jun.′ 13 26

Der Wind hat gedreht, es pieselt mal wieder. Wir lassen uns nicht verunsichern und frühstücken erstmal in Ruhe, knapp bekommen wir alle Seelen an Bord satt. Das Brot geht zur Neige. Wir brauchen Frischbrot. Bei dem Pieselregenwetter fahren wir in einen Hafen. Middelfart (20sm) – das reicht.

Der Kpt. opfert sich und stellt sich draußen in den Regen. Die Crew hat unter Deck auf einmal andere wichtige Dinge zu erledigen…

Wir umschiffen die Kabelleger im Fänösund und machen im Hafen von Middelfart neben der „Frigg“ fest. Mit Marianne und Benn haben wir im letzten Jahr Madeira erkundet. Ein tolles Wiedersehen. Leider sind die Beiden (7 incl. Fam.) auf dem Weg nach Süden. Vielleicht treffen wir uns aber noch mal in zwei Wochen wieder…

In den beiden Ankerbuchten musste die menschliche Crew sich um den Bordkater Konrad keine Sorgen machen – is klar – Kater sind ja wasserscheu.

Aber im Hafen sieht die Sache ganz anders aus. Konrad will an Land und die Crew überlegt sich allerhand Tricks (diverse Leckerlielockrufe), den Kater an Bord und bei der Crew zu halten aber dann habe ich den Sprung an Land doch geschafft. Und bin ihnen entkommen um mich hier mal in Ruhe umzusehen.

Unser Nachbarschiff hat einen Fisch gefangen – wollen ihn aber nicht rausrücken. Zwei Plätze weiter gibt es Bratkartoffeln mit Rollmops – leider auch nix zu machen und das kleine Mädchen trägt mich wieder auf das Diätschiff zurück.

Bei der nächsten zehntel Sekunde ohne Aufsicht laufe ich den ganzen Steg entlang bis an Land. Dieses schräge Gitter bis zum Land tut meinen Pfoten ganz schön weh. Aber für eine Grillwurst tue ich fast alles. Auf dem Nachbarsteg bekomme ich ein schönes Stück Gouda serviert. Der Kpt. ruft mich – er will, dass ich zurück komme. Ich versuche ihm klar zu machen, dass er lieber kommen soll, hier gibt es leckeren Käse, das hat er wohl nicht verstanden… Jedenfalls schleppt mich das kleine Mädchen kurze Zeit später wieder an Bord.

Ich haue einfach ab, wenn es dunkel ist – dann finden mich die Menschen nicht.

Um 2h laufen sie immer noch über die Stege und pfeifen, zwitschern, rufen und knistern mit den Leckerlietüten. Ich bleibe einfach unter der Hütte sitzen… Die nerven echt – die Menschen mit ihren ewigen Sorgen. Ich brauche meine Freiheit,  ich bin ein Kater – wann lernen die das endlich. Ich warte einfach bis sie schlafen und komme dann so um 4h oder 5h zurück. Vielleicht lernen sie es dann endlich mal – ICH BIN EIN KATER!

Kater und aus!

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