asdf
Aug.′ 09 24

Ich wache nachts um 2h auf. Irgendwas klappert hier so komisch. Klingt wie n Nagetier das sich auf unserem Vordeck über ne Nuss hermacht. Ich versuche dem auf den Grund zu gehen. Wind is nicht. Wellen auch nicht. Mit der Taschenlampe entdecke ich keine Ratten oder so was an Deck (Kennt man ja aus einschlägiger Literatur, Rattenplage an Bord usw.). Wenn ich das Schiff hin und her wackle passiert nix. – egal – Ab in die Koje. – Es geht wieder los… Im dunklen schleiche ich mich raus um den Überraschungseffekt auszunutzen und  – ZACK –  Licht an! … Nix zu finden. *grübel* ??? Irgendwann bemerke ich es. Toke. Er schläft im Cockpit und zittert manchmal etwas. Sein Halsbandverschluss klappert an Deck. Ich decke den armen Kerl zu, spanne ihm ein Zelt auf und schiebe den Tisch über ihn rüber. Tze. Hunde sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Jetzt ist Ruhe.

                               Nach dem Frühstück tauschten Anni und Lena wie geplant die Rollen. Wir legten ab und ließen uns bei Sonne und super Wind ein paar Meilen weiter bis nach Haddeby pusten.

Julia bekam ihren Putzrappel und schrubbte auf dem Steg unseren Salonteppich, bis er wieder weiß war. Dann brauchten wir noch ne Abkühlung. Baden oder Eis stand zur Auswahl. Wir wollen beides. Erst Eis. Nach der Zuckerflasherholungspause wollten  wir baden. Das Wasser sieht aber nicht so toll aus. Braun mit vielen Miniquallen. Ihhhh. ABER 21 Grad. Jule und Stefan gingen dann doch über die Badeleiter ins Wasser. Wir wollten um den Steg herumschwimmen und die Kinder auf der Wiese ins Wasser locken. Als wir halb rumwaren sprach uns ein Mensch im Boot an und meinte, wenn wir wieder rausgehen müssten wir uns gut abreiben damit die kleinen Würmchen im Wasser keine Zeit haben unter die Haut zu krabbeln – ………. – Ja – gut  – Danke – Die nächste Rettungsleiter am Steg war unsere und die nächste Dusche auch. Als wir mit AnMo beim Kaffee saßen und uns vorher ne halbe Stunde überall abgerubbelt haben ging’s wieder. Allerdings erwischten wir uns dabei, jeden Hautquckreiz genau  zu begutachten. *grusel*

Weitere Planung. AnMo und Julita gehen das Zelt aufbauen und einchecken und Julia geht mit Lena und den Rädern einkaufen. Das war so um halb vier. Jetzt isses halb sieben und ich sitz hier immer noch alleine rum. Inzwischen hab ich Wasser nachgefüllt, aufgeräumt, den 230V Wechselrichter fest an einen Sicherungsschalter angeschlossen und gerechnet. Uns kam unsere Dieselverbrauch etwas spanisch bzw. viel vor. Jule hat deshalb angefangen die letzen paar Tage die Motorstunden genaustens zu dokumentieren. Es kam herraus: Für 4:50 Stunden Fahrtzeit nimmt der Jockel (Yanmar YSE 8 ) 4 Liter. Also 0,8 Liter / Stunde. Das sind für Landratten 8,8 Liter auf 100 km oder für Schweden 0,9 Liter auf 10 km. Das klingt alles ok finde ich. Aber jetzt hab ich nix mehr zu tun…. *langweil*.

                                                                                             Aber sie kommen wieder. Mit zwei voll beladenen Fahrrädern. Endlich gibt’s wieder Fleisch, Bier und Grillkohle. Wir grillen auf der Wiese vor dem Hafen und haben endlich mal wieder einen echten Sonnenuntergang, der nicht von Bäumen oder sonstigen Dingen verkürzt wird.                                Davon gibt’s nicht so viele Häfen und Plätze. Wir können also lange draußen sitzen. Nur Anni fragt alle fünf Minuten, wann sie denn endlich ins Bett kann… – Sie will unbedingt im Zelt schlafen, und die Nacht darf dann natürlich nicht zu kurz sein.

Over und aus.

PS. HERINGE !!! – Wie heißt das??? Ähhhm – Komm mal bitte Her Inge!

Einen Kommentar schreiben

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen