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Mrz.′ 20 19

Wie jeden Morgen – wir checken die verrückten News. Eigentlich schlimm mit sowas aufzuwachen. Der deutsche Radiosender auf Lanzarote geht ganz gut ( atlantisfm ) – Frühstück. Auch unser Heimathafen ist nun gesperrt, ein Update für die Vereinspage muss hochgeladen werden – Der Kptn. macht das mal – nun können wir nicht mal in einem Rutsch nach Hause segeln – aber sowas wollen wir sowieso nicht tun. Der Kptn. braucht sichere Häfen um sich herum, die er anlaufen kann.

Karl und Karin haben ihre Bordkarten für den Rückflug… – sollen wir auch? – Wir grübeln.

RadioChrischan sendet mit einer Aufmunterung auf allen Frequenzen – auch für die anderen Segler. Das ist soo cool – Danke Chrischan.

 

 

Wir trauen uns, uns auf den Weg zu der Waschmaschine zu machen – immerhin gibt es nur eine Waschmaschine und man muss den halben Hafen durchqueren. Die Erste wird auf dem Hinweg nicht angesprochen und der Kptn. auf dem Rückweg auch nicht – ob das nun erlaubt war… wer weiß es schon…

Am Abend treffen wir Karl und Karin zufällig im Duschraum – durch die Duschkabinenmauern können wir ein bisschen quatschen… – die Optionen werden abgecheckt und Vermutungen über längere Hafenschließungen usw. abgeglichen.

Anschließend zaubern wir noch eine Pizza in unserem kleinen Gasofen.

Möglichkeiten und Optionen

Mrz.′ 20 18

Der Kptn. will heute mal in der Plicht eine Verstärkungsleiste anbringen, damit das oberste Teakbrettchen der Sitzbank nicht irgendwann einmal nachgibt. Leider sind alle vorhandenen Leisten zu kurz. Der Kptn. führt zu den Leistenverlängerungstechniken zwei Fachgespräche zu Folkebootbesitzern einer davon ist sogar ein berühmter Folkebootvercharterer. Kurz wurde in den Fachkreisen über eine Coronaabtötende Wirkung von Epoxy diskutiert – dann aber wieder verworfen, weil man ja bei Corona und bei Epoxy sowieso Masken trägt.

Die Erste entdeckt den Podcast von Prof. Drosten ( https://www.ndr.de/… ) auf ihrem Handy. Jeden Wochentag um die Mittagszeit gibt es eine neue Ausgabe. Der Prof. Drosten erwähnt in seinem Podcast (16) bunte selbstgenähte Mundschutzmasken…

Der Kptn. wundert sich…Der Typ beschreibt ja genau die Masken die Katrin (SY Meermaid) vor ein paar Tagen genäht hat und wo er Fotos von bekommen hat… Wie kann das denn sein? – Is ja klar – Katrin hat dem Drosten natürlich auch die Fotos von den Masken gemailt…wie sonst? – Echt jetzt – Katrin ist nu voll berühmt…

 

 

Nach dieser ganzen Panik mit dem Coronavirus versucht der Kptn. sich bei einem Elefand zu registrieren ( https://elefand.diplo.de )… Eine Registrierungsseite für Deutsche im Ausland…Was soll ich sagen.. „Service Unavailable“ – das macht so richtig Mut – die haben alles im Griff zu Hause… Wir müssen wohl in der Marina Rubicon bleiben und werden nicht gerettet.

SY Sissi hat es übrigens auch versucht und konnte sich weniger gut zurückhalten wie der Kptn. 😉 -> Artikel ( https://sy-sissi.de/… ).

M und schutz

Mrz.′ 20 17

Unsere Freunde von aus Kanada müssen zur Immigration nach Arrecife. Zum Glück haben wir ja noch den Leihwagen. Erleichtert kommen die beiden aus dem Immigrationsgebäude wieder heraus. Sie müssen nicht hier einchecken und dürfen so lange bleiben wie sie wollen, wenn sie den Radius um Rubicon von 11 km einhalten – ist wohl ein internationales Gesetz – Seerecht oder so – haben wir noch nie von gehört… Echt interessant. Auf dem Rückweg wird beim Supermercado gehalten und die Kisten vollgemacht.

Die Ausgangssperre nimmt ihren Gang. Nun ist auch auf dem Marinagelände des Öfteren mal die Polizei zu sehen – dreimal am Tag bestimmt.

Selbst die Klogänge des Kptns. werden von der Polizei kritisch beäugt und er wird tatsächlich nach dem Weg gefragt – Aber der Kptn. darf auf Klo – ein Glück – Vllt. erlauben sie ihm sogar die Dusche – wäre ja für die Restbesatzung sehr positiv – das wird später noch gecheckt.

Der Ersten ist langweilig und sie beginnt – mit der Hand – eine Hutze für den Außenbordmotor zu nähen – schön in rot – das Ding wird bestimmt super. Eine Abdeckhaube für die Rolle der Furlex steht auch noch auf der Liste – Der Calimastaub macht den Lagern arg zu schaffen.

Nachdem wir die Monsterpapaya erlegt haben, muss unser kleines Auto zurück zum Verleiher… Schade eigentlich. Heute morgen hat PaylessCar schon angerufen, dass heute das letzte Mal das Büro bei der Marina geöffnet ist. Dafür bekommen wir die beiden ausstehenden Tage erstattet.

Was wir hier fürn Geld sparen. Allein, weil die Restaurants und Bars geschlossen sind. Herrlich..

Aufgaben und suchen.

Mrz.′ 20 16

Wir waren doch auch 8 Wochen in San Sebastian. Und da fällt uns hier schon die Decke auf den Kopf? Naja, da durfte man spazieren zum Käffchen, baden gehen, abends grillen. Das ist hier nun alles polizeilich verboten. Da sitzen wir auf der Koje, über uns blauer Himmel und fühlen uns eingesperrt.

Hättn‘ wir n Hund, dürften wir durch die Marina Rubicon spazieren gehen. Wir laufen eben zum Supermarkt. Aber nur einzeln bitte. Die Erste klappt den Rechner auf und startet das neu entdeckte Sprachenlernprogramm. Jeden Tag nur 5 Minuten. Also man muss zwischen den einzelnen Übungen 5 Minuten Pause machen. In der Zwischenzeit ist die nächste Sprache dran. Also sitzt sie und lässt den Kopf rauchen und übt Englisch, Spanisch und Französisch, alles nebeneinander. Spanisch und Englisch sprechen wir mit den Marineros, Englisch und Französisch mit unseren kanadischen Freunden. Holterdipolter. Nur die körperliche Bewegung kommt etwas zu kurz. Die Crew macht schon Hampelmänner auf dem Steg, die Erste radelt liegend im Bett und der Käptn macht fleißig Daumengymnastik mit dem Handy. So bleiben wir fit. Und ab morgen geht’s auch an die ToDoListe für die Røde Orm. Bestimmt!

Hätt’ichn‘ und Grund

Mrz.′ 20 15

Die spanischen Behörden haben den Alarmzustand auf heute vorgezogen. Das Auto bleibt stehen. Die sind echt unterwegs und halten die Touris mit den Badehandtüchern an und schicken sie wieder nach Hause. Alle sind in Quarantäne. Erstmal 15 Tage.

Und die ganze Welt redet von nichts anderem mehr. Also zumindest, was so im Netz kursiert. Was für ein Jahr. Klimadiskussionen. E-Autos? Kreuzfahrer? Afd? Flüchtlingskämpfe. Feuer in Südamerika, in Australien. Stürme in Europa, Calimasturm über den Inseln, so heftig, wie nie. Und nun Corona.

Da wird dem Dilemma die Krone aufgesetzt. Da kommt so ein Coronavirus und schafft es, sämtliche Grenzen zu überwinden. Alle medialen Kassenschlager in den Schatten zu stellen und alle Welt redet nur noch von einem Thema. Andreas Eschbach hat das in seinem Buch „Eine Billion Dollar“ ja überlegt… wir bräuchten eine Weltendemokratie, die die kleinen Grenzen überwindet. Und die kleinen Streitereien werden vor dem Großen zu Nichtigkeiten. Wir lesen und staunen, hier staatlich verordnet auf der Koje. Von Vorschlägen zur Vorbeugung, die im nächsten Post wieder bloßgestellt werden. Von Verschwörungstheorien, Büchern, die 1981 schon den Coronavirus für 2020, entstehend in Wuhan vorhergesagt haben, von …wir staunen. Schlägt die Natur zurück? Frei nach der Konferenz der Tiere von Erich Kästner?

Die Erste liest, schreibt und wundert sich. Der Käptn liest, sieht Eisenbahnen und chattet.

Liebe Freunde! Lasst es euch gut gehen und nehmt es gelassen. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Mila und Erwin kommen von ihrem Ausflug Richtung Marokko zurück. Wir freuen uns, dass die Beiden heil angekommen sind und in in Rubicon freundlich empfangen und aufgenommen wurden…

Ges und bleiben.

Mrz.′ 20 14

Da redet man einmal über Science Fiction und schon wird das Wirklichkeit. Also heute ist irgendwie alles anders.

Madeira hat die Häfen geschlossen. Nun auch für Yachten – sogar ankern ist verboten. Das wäre ja unser nächstes Ziel gewesen. Marocco hat die Häfen geschlossen. Freunde wurde am Hafen abgewiesen (mit Polizei und MGs – wirklich!!!) und wieder 250 sm auf die Kanaren zurück geschickt. Spanien verhängt den Alarmzustand, es gibt nun eine Ausgangssperre. Nur das Notwendigste ist ab morgen erlaubt: Einkaufen, Arbeiten, Apotheke, Ärzte, Hunde entleeren. Man darf nicht mehr ohne Grund spazieren gehen. Freizeitsegeln, Hafen wechseln – alles gestrichen. Man stelle sich das mal vor. Wir hoffen, dass wir noch auf Klo und zur Dusche dürfen. Und in die See springen. Liegt ja auf dem Weg – vielleicht lieber nicht. Es gibt’s hohe Strafen bei Nichtbeachtung.

Wir machen eine Whatsappkrisensitzung mit den anderen Yachten (ob das erlaubt ist?). Gibt eigentlich schlimmere Orte, um verordnet Bücher zu lesen und Tee zu trinken. Hier kann man das wenigstens im T-Shirt tun – reden wir uns ein. Mal sehen, was wir nach 15 Tagen zu dieser Aussage stehen.

Da alle Häfen um uns herum auch geschlossen haben, werden wir erstmal für die nächsten 15 Tage hierbleiben. Wir nutzen noch ein letztes Mal unser nun doch recht teures Auto und füllen alle Backkisten, Hamster sind allerdings nicht dabei. Der Laden ist zwar gut besucht, aber es gibt alles was man will.

Klopapier stellt zum Glück die Marina Rubicon.

Facebook und WhatsApp darf man eigentlich nicht mehr lesen – das macht ja komplett wahnsinnig. Wir beschließen, auf Jörgs anraten (SY Sissi) einfach mal ein paar Folgen von „Eisenbahnromantik“ herunterzuladen. Das macht den Kopf des Käptns frei… 😉

Der Kptn. lädt sogar sein Tolino auf und will mal ein Buch lesen.

Jule kocht Curry für die nächsten 15 Tage – so denkt der Kptns., mal sehen, wie lange es reicht.

Science und fiction

Mrz.′ 20 13

Der Bäcker am Ende des Einkaufszentrums hat frühes Brot. Dort sitzen auch die Spanier und frühstücken und es gibt noch Cafe con leche für 1 Euro. Ansonsten haben die Restaurantes hier eher deutsche Preise.

Die Autovermietung ist rappeldickevoll. Wir setzen uns an den Nebentisch und diskutieren, wie lange wir ein Auto leihen wollen… 5 Tage für 107 Euronen oder 7 für 140 Euronen.. oder doch nur einen für 40? Da unterbricht er uns und bietet uns für 100 Euros das Auto für 7 Tage an (Paylesscar). Na da schlagen wir mal zu. Wir wollen uns ja noch so viel anschauen auf der Insel.

Arrecife und Puerto Calero, damit fangen wir an, ein bisschen Großstadttrubel, um zu wissen, warum wir in Rubicon am besten, am ruhigsten und am schönsten liegen mit dem Schiff.

Den Abend lassen wir in der One Bar ausklingen. Als einzige Kunden. Wasn los hier?

Unsere Nachbarn – ein riesiges Motorboot – bestrahlen das Wasser. Das sieht aus wie in einem Science-Fiction Roman. „Wiesu denn blus tut sie so, tut sie so, uhahuh“ um es mit den Worten der Trolle in des Schauspielhauses Inszenierung der Ronja Räubertochter zu sagen, als Ronja sich mit dem Fuß in ihrer Höhle verfängt.

Tanzen und Schiff

Mrz.′ 20 12

Das ist wie nach Hause kommen. Schön hier. Alle freundlich, alles sauber, warmes Wasser in der Dusche. Joachim, der Bruder von Dieter von der SY Tamora (erinnert ihr euch ans letzte Sabbatjahr) kommt zu Besuch. Wir schwatzen und schlürfen unser Käffchen und freuen uns des Wiedersehens. Er gibt uns noch Tipps für Lanzarote. Was wir alles noch unternehmen wollen.

Am Nachmittag ist die Wäsche dran, die sich in den letzten 14 Tagen angesammelt hat. Wir setzen uns in die Bar neben der Waschmaschine zwischen die blassen anderen Touristen und lauschen dem dröhnenden Gesang der Livenixe, die da am Mikro klebt. Irgendwann sausen die Ohren.

Zwischen Waschen und Trocknen wollen wir in den Marina-eigenen Pool springen. An der Leiter hängt ein Schild: gesperrt. Nur die Möwen dürfen baden. Also suchen wir das Meer und finden eine Steintreppe über die Mole, die auf einer Steinplattform endet. Dahinter türkises Wasser. Beseelt tauchen wir in das klare Wasser und planschen was das Zeug hält.

Leider trocknen die Trockner trotz wiederholten Geldeinwurfs gar nicht. Also hängen wir mit den letzten Sonnenstrahlen noch schnell unsere Bettwäsche in die Abendsonne. Abends kommt sie klamm unter Deck… für die restliche Wäsche reichen die Klammern nicht, wir fädeln alles auf, was zwei Löcher hat. Da strahlt es wieder, unser Plünnenschiff.

Klammes und Bett

Mrz.′ 20 11

Der NE lässt heute nach. Wir wollen mal wieder etwas Nord machen um in Richtung Heimat zu kommen (45sm). Die erste Huck hinter Gran Tarajal beschleunigt den schwachen NE auf bis zu 20Kt. – das nervt etwas, aber ansonsten kommen wir gut voran.

Wir haben uns drei Optionen überlegt: Ankern bei Los Lobos, ankern in der Papagayo Bucht oder gleich nach Rubicon.

Als sich die Crew wieder unter Deck zum Mittagsschläfchen verzogen hat, entdeckt der Käptn einen braunen Panzer im Wasser und ruft: „Schildkröten!“ Hastenichtgesehn kriecht alles aus den Luken und tatsächlich. Wir begegnen einer Meeresschildkröte auf dem Weg zum Playa de Cofete und später sogar noch einer Walfamilie auf dem Weg nach Norden (siehe Film).

Der Kpt. hat die Idee, die Schildkröte verkehrtherum auf dem Herd zu garen und dann auszulöffeln. Die Restcrew macht aber nicht mit und wird echt zickig… Und sone ganze Kröte schafft der Kptn. ja auch nicht alleine – tja – pech.

Kurz vor der Ankerbucht kreuzen wir unseren alten Track aus Richtung Agadir von vor… langer Zeit.

Los Lobos probieren wir erst gar nicht, da reicht uns der Anblick der Dünung. Bei Papagayo versuchen wir unser Glück auf einer Steinplatte, der Anker will aber irgendwie nicht halten – selbst mehrmaliges Fallenlassen / einmeißeln will nicht helfen. Außerdem ist der Schwell uns zu ungemütlich, daher fahren wir doch noch weiter in den Hafen von Rubicon. Dort werden wir sehr freundlich begrüßt und bekommen gleich unsere Platznummer per Funk mitgeteilt. Einchecken sollen wir morgen. Wifi-Code und Klokarte bringt uns der Marinero – das Wichtigste zuerst.

Rubi und con

Mrz.′ 20 10

Nach dem Frühstück muss das Auto zurück nach Playitas in die Hotelburg. Die SY Dude erklärt sich bereit, das zu erledigen, allerdings wollen sie kein Taxi nehmen, sondern den Schotterweg von Las Playitas nach Gran Tarajal zu Fuß erwandern…

Der Wind frischt heute etwas auf – die Erste nutzt die Gelegenheit und zerrt den Kptn. zum Haareschneiden auf den Steg. Jeder Schnitt weht sofort weg – sehr praktisch.

Wir bereiten die Røde Orm für den Aufbruch vor. Morgen soll es weiter gehen gen Norden.

Mit einem tollen Mondschauspiel verabschiedet sich Gran Tarajal von uns – Foto: Mond über der Hafenmauer.

Mond und voll

Mrz.′ 20 09

Heute haben wir den zweiten Tag das Auto zur Verfügung. Der Kptn. freut sich schon auf den verbotenen Offroadtripp. Moro Jable haben wir nur von weitem durch die Scheibe gesehen – voll touristisch. Leider haben wir erst hinterher von der Schildkrötenaufzuchtstation erfahren, die ist uns durch die Lappen gegangen. Am Puerto de Morro Jable gibt es ein kleines verträumtes Schild das in Richtung Cofete zeigt. Das nehmen wir. Wir wurden von mehreren Seiten gewarnt. Es ist eine waghalsige Schotterstecke. Tatsächlich – nach 2 km endet die Teerstraße an einem Parkplatz an dem der Offroadbus fährt. Aber in der Ferne sehen wir viele andere Leihwagen, die dort unterwegs sind – wir fahren weiter. Was haben die bloß alle – die Straße ist super – kein Teer aber glatt gezogener Schotter voll gut.

Das ein oder andere Schlagloch… die Abgrenzungen an den Steilhängen fehlen… es gibt auch ein paar Abbrüche in den Außenkurven… und begegnen sollte man sich nur an breiteren Stellen – aber sonst…

Bis zum Leuchtturm an der Südküste ist alles easy. Allerdings waren die Straßenbegradigungsmaschinen im Einsatz – die haben die Straße zwar begradigt aber auch bewässert. Unser Auto sieht aus, als wären wir in einer Schlammlawine unterwegs gewesen – Wie sollen wir das bloß dem Vermieter erklären.

Von der Südspitze des Leuchtturms setzen wir den Kurs auf Cofete. Die Hänge werden steiler – die Schlaglöcher tiefer und die Straßen noch schmaler und kurviger. Aber immer noch sind viele Leihwagen unterwegs… Wir halten den Kurs, fallen nicht ab und werden belohnt. Der „Playa de Cofete“ ist der Oberbrüller. Kilometerlang, ein paar hundert Meter breit und türkises blaues Wasser. An diesem Strand stehen Schilder und informieren darüber, dass hier die Meeresschildkröten an Land krabbeln und ihre Eier ablegen. Leider haben wie keine gesehen – auch keine Spuren. Die Erste hat zwei Esel gefunden, die sie am liebsten mit an Bord nehmen will – die sind so süß und klein und riechen auch kaum und in der Backkiste ist doch noch Platz.

Dem Kptn. steht der Rückweg etwas bevor – er braucht erstmal eine Stärkung im Restaurant von Cofete-City.

Erst jetzt bemerkt er, dass es hier kein Netz gibt. Wir sind völlig von der Außenwelt abgeschottet – kurz bricht Panik aus – das Fischgericht und die Cola retten ihn.

Frisch gestärkt machen wir uns auf die Serpentinen Richtung Gran Tarajal.

Das Geheimnis um die Villa Winter ( https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Winter )konnten wir leider auch nicht lösen.

Als die Teerstraßen uns wieder haben, bekommt der Kptn. ein schlechtes Gewissen und findet in Gedanken keine Erklärungen für den Matschbelag an dem schicken Leihwagen. Die erste Tanke mit Waschanlage gehört uns. Die Seele und das Auto wird sauber gespült – aber die Radkästen… Ach was solls.

Matsch und Schlamm.

Mrz.′ 20 08

Wir erholen uns von unserer Dünentour auf Fuerteventura und holen die „Blogs“ nach.

Dabei fällt dem Kptn. ein, dass er mal was über die Häfen außerhalb von Deutschland, Dänemark, Schweden, Niederlande und Belgien schreiben könnte:

Ab England Richtung Süden ist es grundsätzlich so, dass man sich über UKW in den jeweiligen Marinas anmelden muss (der Kanal steht im Hafenhandbuch häufig Ch09). Oft gibt es auch einen Receptionponton, an dem man einklariert und dann einen Platz zugewiesen bekommt.

Das gilt auch für die Kanaren. In der Regel ist der Anrufkanal für die Marina Ch09 (Las Palmas Ch11). Auf den Kanarischen Inseln muss man allerdings noch zwischen Kommunalen Häfen und den privaten Marinas unterscheiden.

Kommunale Häfen sind viel günstiger (50% oder weniger) als die Marinas, allerdings bieten sie auch nicht so viel Komfort.

Man sollte alle Häfen im Vorwege buchen und einen Platz reservieren, sonst könnte es durchaus Probleme geben, einen Platz zu bekommen – dies gilt vor allem in der Zeit vor der ARC (Atlantic Ralley for Cruisers. Die fahren mit ca 300 Schiffen im November von Las Palmas in die Karibik). Aber auch nach der ARC mögen es die Hafenbetreiber am liebsten, wenn man sich anmeldet. Einige Bürodamen/herren werden sogar richtig agro, wenn man unangemeldet erscheint – alles erlebt.

Die Kommunalhäfen kann man am einfachsten über eine Handyapp „Puertos Canarios“ oder über die Webseite ( https://puertoscanarios.es ) buchen – wir haben es allerdings irgendwie nicht hinbekommen, uns dort zu registrieren (können wohl nur Spanier) – also rufen wir immer an, bzw. schreiben eine Email. Oft bekommt man dann zur Antwort, man solle die App benutzten – ganz toll.

Bei den privaten Häfen geht es relativ unkompliziert per Telefon bzw. Email. Auch eine Absage des Liegeplatzes z.B. wenn sich das Wetter verändert hat ist i.d.R. kein Problem und unkompliziert. Ein Nichterscheinen ohne Absage macht die Hafenorganisation allerdings grummelig – verständlicherweise.

Zuerst empfanden wir diese ständigen Reservierungen und Anmeldungen als nervig, jetzt haben wir es aber zu schätzen gelernt. Wenn man in einen Hafen einläuft sich über Funk anmeldet und bereits erwartet wird, ist es ein tolles Gefühl – auch mitten in der Nacht. Die Marineros (24/7 Dienst) wissen Bescheid, begleiten einen häufig auf seinen Platz, helfen beim Anlegen und sind super freundlich. Das Gekurve in den Gassen und das Gesuche nach einem Platz entfällt.

Hafen und buchen

Mrz.′ 20 07

Der Kptn. wird geweckt von Wurstgeruch, der von unseren Nachbarn der SY Dude in seine Koje zieht. Weißwurscht – Frühstücksweißwurscht – da war ja was…

So schnell hat man den Kptn. selten aus der Koje und in Richtung Frühstückstisch hüpfen sehen.

Wurstgestärkt steigen wir in unseren Leihwagen und wollen den Norden von Fuerteventura erkunden.

Die Cueva del Llano (unser erstes Ziel) ist leider vor drei Jahren bei einem Erdbeben eingestürzt. Schade – wir wollen uns doch so gerne die weißen, blinden Spinnen ansehen.

Weiter geht es nach Corralejo ganz im Norden von Fuerte. Wir begucken uns den Hafen und empfinden den Ort ansonsten also touristisch hoch 10.

Wir schlagen wieder den Weg nach Süden ein und finden uns im „Parque Natural de Corralejo“ wieder. Saharadünen in klein. Der Hammer. Wir klettern auf den Sandhaufen herum und laufen zum Meer runter – grandiose Natur. Wir sind begeistert – die Kamele fehlen – ok.

In Rosario halten wir ebenfalls noch einmal kurz an um uns den Hafen dort anzusehen. Sieht ganz nett aus – kleine Marina mit einigen Gastliegern.

Die Erste hat auf ihrem Plan die alte Hauptstadt ausgewählt – Betancuria. Very historical und wirklich schön und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Damit ist dann aber auch unser Autositzfleisch am Ende. Kurs Richtung Røde Orm.

Füße und hoch.

Mrz.′ 20 06

Beim Frühstück überfällt den Käptn plötzlich ein Energieschub. Wir müssen ein Auto leihen! Also ran ans Telefon, im benachbarten Sporthotel gibt es eine Autovermietung (nää Olaf (SY Sophie)). Wir finden ein Taxi, das uns über den Berg dahin bringt.

Tja und so kommen wir mal in eine All-inclusive Sporthotelanlage. Was für eine andere Welt. Gar nicht mal so schlecht. Alles sauber, alle freundlich, beim Käffchen schauen wir uns um. Beim Sport zuschauen gilt doch auch, oder?

Des Käptns Herz hüpft, als er den Wagen sieht. Groß ist er. Und schick. Hrrrrr. Er steigt ein und saust los, dass es die Erste in die Sitze drückt.

Im Hafen gibt es ein Planungskäffchen mit den beiden anderen Schiffen. Wir verabreden, dass die Røde Orm morgen fährt und die Dude und die Maia übermorgen. Heute verholen wir uns nur noch in den Lidl, und füllen die Obstnetze der Røde Orm und die Getränkekisten der Dude.

Während wir da so im Lidl stehen kommt der Käptn zur Ersten und flüstert: „Duuuu der Olaf, bei dem gibt’s morgen Weißwürschtl. Ich will auch!!!“ Ist also gebongt. Wir verabreden ein Weißwurschtfrühstück am nächsten Morgen.

Abends gehen wir nochmal gemeinsam ins Hafenfischrestaurant von Gran Tarajal. Zu dritt teilen wir uns eine Fischplatte. Ein Karnevalsrundgang gibt der Abend ebenfalls noch her.

Weißwurscht und Traum

Mrz.′ 20 05

Das schönste am Nachtsegeln ist das Ausschlafen danach. Das zelebrieren wir nun auch. Bei einem Elferkaffee verabreden wir uns mit den anderen zu einem Stadtspaziergang und bleiben am Hyperdino hängen. Der Marinero hatte doch etwas von einem Feiertag erzählt, der morgen ist, daher hätten morgen die Geschäfte geschlossen. Denn ratet mal, hier ist Karneval. Irgendwie reisen wir den Festivitäten hinterher. Die Spanier scheuen jedenfalls keine Massenaufläufe zu Feierzwecken.

Im Supermarkt erstehen wir ein Megahuhn, dass an Bord mariniert und gefüllt wird. Daniela und Olaf von der SY Dude haben in ihrem großen Salon den Tisch gedeckt. So speisen wir fürstlich unter Deck. Der Cobb schnauft und stöhnt allerdings, das Huhn ist doch etwas groß geraten.

Als die Erste den Magenbitter aus der Kiste holt, geht’s allen nach einem kurzen Schütteln wieder gut.

Fernet und Branca

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