asdf
Aug.′ 18 06

Stahl und Fels

Logbuch Kommentare deaktiviert für Stahl und Fels

Die Werft fängt an zu rattern. Stahl auf Stahl – jawoll. Der Kpt. denkt – so muss das sein, wenn man neben der Werft liegt. Man wird durch den lieblichen Klang von schepperndem Stahl geweckt. Im Halbschlaf sieht man noch die Funken des Brenners sprühen – schööön.
Doch dann, als er seinen Kopf aus der Lucke steckt, wird er auf den Boden der Tatsachen zurück geholt – es ist doch nur eine schnöde Baustelle, auf der sich ein Bagger mit seinem Pressluftmeißel mit einem Betonklotz beschäftigt.
Den Kpt. drängt der Aufbruch zum Yachthandel – Kpt. Heidi kommt natürlich mit. Die Öffiziösen düsen in der Stadt rum.

Für die Røde Orm gibt es zwei klappbare Decksaugen für den Travelerbalken zum einpicken und gegen schmerzhaftes Schienbeinverletzungsgeschrei. Die Hitch-Heike-Heidi bekommt eine neue Opferanode – extrastromlinienförmig und extragünstig.
Die Kptns. nehmen Kurs zum zweitwichtigsten Laden in dieser Stadt – Imerco. Hier gibt es echt cooles Zeug. Vor allem ein Messig-Besteck, dem der Kpt. schon lange Zeit hinterher träumt. Auf ein echtes Seeschiff gehört auch echtes Messig-Besteck – das muss so – das ist schiffig. Zugegeben an Land würde es etwas kitschig aussehen – als würden man von goldenen Löffeln essen oder so. Aber auf See gehört es einfach zum Stil. Außerdem lässt es sich nach einem Grillabend wieder gut auseinander sortieren – genug gerechtfertigt. Die Damen fangen die Kptns. wieder ein.
Leinen los. Mit der Strömung kreuzen wir mit sagenhaften 3,6 sm in die nächste Ankerbucht. Kreuzen mit der Strömung macht richtig Spaß – der Winkel wird unglaublich gestreckt. Der Kptn. versucht aber immer noch mehr aus der Kreuz rauszuholen – die kleinen Ecke da vorne – da geht noch was – Nein geht es nicht…. Das Echolot piept, die Zahlen werden rapide kleiner – der Kpt. reißt das Ruder rum – die Røde Orm lässt das Festland erbeben und verschiebt die Insel Thuröbund um ein kleines Stück nach Osten. Was war das? – fragt die erste Offiziöse – Da war ne Insel im Weg – sagt der Kpt. ziemlich verstimmt.
Die nächsten Kreuzschläge werden vorsichtiger gehandhabt.
Der Anker fällt in der Bucht. Die Kptns. begutachten den Kiel der Røde Orm. Etwas Gelcoat hat sich die Insel genommen.
Ein Schnapes auf den Schreck und einen weiteren Eintrag in die ToDo-Liste für das Winterlager – „Felsenreste am Kiel durch Gelcoat ersetzen“.
Grillen am Anker und aus.

Aug.′ 18 05

Op mit Leatherman

Logbuch Kommentare deaktiviert für Op mit Leatherman

Die strubbelige Katze weckt die Crew der Røde Orm mit lautem wohl dankbarem Geschnurre – vielleicht hat sie aber auch einfach nur Hunger.
Nach dem Frühstück bei Kirchenglocken laufen wir in Richtung Werft. Dort gibts es eine nette Beachbar und ein Yachtmuseum – shopping geht ja nich’.
Das Museum ist sehr lohnenswert und beschäftigt uns einen Weile – bis die Beachbar ruft. Auf dem Weg untersucht der Kpt. der H-H-H den Bilderrahmen für das Gruppenfoto etwas zu genau und haut sich einen 2-3 cm langen schwarzen Holzsplitter in den Unterarm. Allerdings wird der Splitter unten dicker als oben – mit dem Leatherman geht das schon. Der Kpt.-Orm schiebt einfach den Splitter wieder von unten nach oben raus und zieht dann das dicke Ding mit der Zange raus. Das Teil wird von nun an als Andenken stolz vor der Brust des Kpts.-HHH getragen.

Ein paar kalte Getränke in der Bar kühlen den Arm und die Seelen.
Der Hafenimbiss lockt mit Fish & Chips – alle werden satt.
Die Kpts. wollen unbedingt noch mal zum Yachtzubehörhandel und lungern von den verschlossenen Türen mit der plattgedrückten Nase an der Schreibe rum. Die Damen müssen sie an Bord holen – die Herren wurden etwas auffällig.
Sundowner und aus.

Aug.′ 18 04

Blauwassertreffen

Logbuch Kommentare deaktiviert für Blauwassertreffen

Endlich NW-Wind. Die Røde Orm knirscht ordentlich mit der Ankerleine und will los – zu ihrer Freundin, der Hitch-Hike-Heidi.
Der Wind kommt fast direkt von achtern und ist stark genug, dass uns das Vorsegel allein reicht. Wir fliegen auf die große Belt Brücke zu, das zweite Mal dieses Jahr. Hinter der Brücke dreht der Wind etwas und nimmt ab. Eine Markrele darf bei langsamer Fahrt noch ins Cockpit hüpfen, dann setzen wir alles was wir haben. Weiter Kurs Süd. Es grummelt und schauert – Wir schlagen ein paar Haken aber es klappt nicht so richtig – der Kpt. wird nass.

Die Strömung zieht uns in den Svendborgsund und nach Thuröbund. Leider hat die Hitch beschlossen noch weiter in Svendborg liegen zu bleiben – morgen ist Sonntag – wie praktisch… 😉 – Wir gehen wieder Anker auf und flitzen mit 2,3 Kt. Strom von achtern nach Svendborg.
Die Crew der Hitch kommt zum Wiedersehensfest an Bord…
Die Katze denkt sich, sie würde zum Feiern lieber an Land gehen, ist aber wohl die unbewegten Planken nicht mehr so richtig gewohnt und landet mit einem lauten Platsch im Bach – so laut, das der Kpt., der sich mittlerweile in die Koje gelegt hat, aufschreckt. Mit Kescher und Rettungsleine zerren wir die nasse Katze die Pontonbetonwand hoch.
Katze nass und aus.

Aug.′ 18 03

Quaderfische

Logbuch Kommentare deaktiviert für Quaderfische

Die Sundownerpartys in diversen Hafenspelunken verschieben die Abfahrtzeiten am Morgen immer drastisch nach hinten. Reise – Reise ruft es das erste mal um 9h – aber um 12h wird der Ruf erst erhört – obwohl es schon seit 2 Stunden schön aus NW weht.

Es ist ja klar…. wir legen ab – setzen Segel und der Wind schläft ein. Fast – ein bisschen SW hilft uns bis zur Südspitze von Samsø – ab dann kommt der Wind aus Süd. Wir kreuzen und kreuzen und kreuzen und motoren – mal wieder. Nyborg rutscht in weite Ferne – dafür kommen die Makrelen dichter – 2 ordentliche Dinger schaffen es ins Cockpit und werden zu Filet verarbeitet.

Noch auf See kommen sie in den Backofen – Die erste Offiziöse sagt, die Fische hätten ja nun fast wenige Gräte gehabt, ich solle sie noch jetzt noch in so praktische Quader scheiden – Nix da.
Wir segeln ab Romsø in die Kerteminder Bucht hinein und schmeißen den Anker vor dem Strand – hält wieder bombig.
Morgen soll endlich Wind kommen – NW.
Warten auf Wind und aus.

Aug.′ 18 01

leicht gerädert vom All-you-can-eat wollen wir weiter nach Süden – der versprochene NW ist auch gleich schon auf Süd gedreht – Suuuper. Passt ja alles toll – NICHT. Naja – der Tank ist voll. Kuddel und Torkel fahren nach Süd – mal sehen wie weit.
Doch dann kommt ein WSW – Wind – endlich. Der Kpt. freut sich und setzt alle Segel – alle beiden. Für Anton (die Windsteueranlage) reicht es auch – so hoch ran wie möglich – jeden Winddreher mitnehmend steuert uns Anton nach Süden – bei schwachem Wind. Auf viel Motoren haben wir keine Lust mehr, darum biegen wir nach rechts ab, als uns der Wind wieder mal verlässt. Es sind aber nur noch 2 sm bis Langør auf Samsø.

Endlich sind wir mal zeitig vor Anker… Die schwedischen Köttbullar kommen in die Pfanne. Das Schiff wird von außen an der Wasserlinie geputzt – der Kpt. auch und dann gehts mit Pinta an Land. Pünktlich zum Sonnenuntergang und dem Jazzkonzert im Kro am Hafen – mit lecker Bier.
Unsere alte Langøer Hafenkarte werden wir nicht los – alles wurde auf PIN umgestellt, die Karte muss also weiter zum Pockenkratzen am Propeller benutzt werden…
Over und aus.

Aug.′ 18 01

All-you-can-eat

Logbuch Kommentare deaktiviert für All-you-can-eat

Der Kpt. hat die Wache von 0h – 3h. Um 2h – wie von der Prognose versprochen – frischt der Wind wieder auf bis zu 15Kt.

Da freut sich die Røde Orm und Kuddel hat Pause. Anton, die Windsteueranlage steuert geräuschlos – so muss das. Um 3h übernimmt die Offiziöse. Die Röde Orm rauscht mit 6 Knoten durch die kurze Nacht. Gegen 4 wird es helle, die Sonne geht auf.
Bis um 11h am nächsten Morgen hält der Wind durch. Wir sind zwischen Laesö und Jutland. Noch ganz schön viele Meilen bis Tunø. Wir nehmen Kurs nach Süden mit Kuddel. Es sind nur noch 2 – 3 Kt. Wind. Um 19.15h machen wir in Grenaa fest – 8h motoren reichen irgendwie. Der Tank ist auch nur noch 1/4 voll. In Grenaa machen wir also zuerst an der Tanke fest und füllen auf – checken Öl und gucken in die Bilge – was man halt so macht.
Unterwegs auf der Nachtfahrt haben wir wenig gegessen – nur ne Fertigsuppe und Müsli. Ja – Ja – das soll man ja nicht – Jetzt stehen wir in Grenaa vor dem All-you-can-eat-Buffet und sind etwas hungrig… Ja – das soll man ja auch nicht.
Das witzige: Es geht nach Zeit. 1 Std. 229,-, 2 Std. 249,-, 3 Std. 299,-  – Hallo !!! – Was die in 3 Stunden schaffen, schafft der Kpt. auch in einer – Der billigste Tarif muss reichen. Aber eine Std. ist echt kurz. Vor allem ist ja auch noch Bier und Wein und Cola und so mit drin… 
Es endet mit schlimmen Bauchschmerzen und nem Schnaps und schlechtem Schlaf im Cockpit
Nächstes mal muss den Kpt. und sien Fru mal jemand abhalten von so nem Buffet..
All-you-can und out.

Jul.′ 18 31

Dayticket in Marstrand

Logbuch Kommentare deaktiviert für Dayticket in Marstrand

Ein anderer Ankerlieger driftet an uns vorbei bis ins Fahrwasser. Die anderen Boote rufen schon laut in seine Richtung – aber nix passiert auf dem vermeintlichen Ankerlieger. Der Kpt. holt die Tröte raus – die Laute – und gibt 5x kurz, weil der „Ankerlieger“ ja keinen Ankerball gesetzt hat…. 😉 Erschrocken schießt er aus dem Niedergang und fängt an zu rödeln…
Unseren Anker bekommen wir nur unter Protest aus dem Grund – der hält gut… 😉
Mit ner Heckmooring machen wir die Røde Orm im Gästehamn fest – Hier muss man auch am Tag bezahlen – 80 Kr.
Wir wollen nämlich den nächtlichen NW-Wind nehmen und nach Süden segeln.

Für die 80 Kr. kann man: Waschen (umsonst), duschen (umsonst), Wasser nehmen (umsonst) und Strom haben (umsonst) – Eine Nacht würde aber auch 300 Kr. kosten- aber die Nacht wollen wir ja nicht 😉
Am Nachmittag bekommen wir Besuch von MorMor, Marion und Stefan. Wir klettern auf die Burg – MorMor hat n Humpelfuss und liest sich solange im Schatten durch unsere Bordbibliothek.. Stührwoldt, Kolumnen, Krimis.. Der Käptn ersteht ne neue Büx, nachdem nun die nächste bei einem Abstieg auf den Schwimmsteg gerissen ist – (das war die 3. !!!). Nach der Bergtour über die Schären Marstrands gibts Fish and Chips am Hafenimbiss. Wir verabschieden die drei, sie düsen mit der Fähre auf die andere Uferseite.
Um 21h endet unser Dayticket im Hafen. Wir legen ab und segeln mit dem NW Wind in die Nacht auf das Skagerak / Kattegat – diese Worte klingen schon so wenig harmonisch. Es gibt ordentlich Welle aus West dazu, die uns immer wieder abbremst. Die Röde Orm tanzt in den Wellen. … Das Geschaukel wollen wir nicht – der Kurs wird überdacht und geändert – höher an den Wind ran. Kurs Laesö – auch wenn es ein Umweg ist. So können wir den Wind gut nutzen und sausen mit 6 Knoten los. Von 23h – 2h ist der Wind endgültig weg. Kuddel bringt uns voran.
Schaukel und aus.

Jul.′ 18 30

Jetty C in Marstrand

Logbuch Kommentare deaktiviert für Jetty C in Marstrand

Der Wind hat gedreht und drückt uns mit Seitenwind in die Schäre rein – wie gut, dass wir ne Heckleine ausgebracht haben. Die Crew überlegt, wie sie die Røde Orm aus der Situation unbeschadet herausbringen. Wir entschließen uns, das Dingi klar zu machen und den Bug in den Wind zu drehen – das sollte klappen.

Ein netter Motorbootschwede bietet uns an, das mit seinem Mobo zu erledigen – das spart Puste und kostet beim Rausfahren eine Flasche Sekt mit Kescherübergabe – sehr nett.

Den Sturz in das Marstrandgetümmel können wir nicht ohne Eingewöhnung ertragen. Wir werfen den Anker in einer Bucht und gewöhnen.

Am Nachmittag sind Dieter und Silke (SY Tamora) mit ihrem WoMo da. Das Dingi bekommt heute doch noch seine Luft. Das Ipad bleibt als Ankerwache an Bord und bombardiert uns mit Mitteilungen, falls sich die Røde Orm vom Fleck bewegt. Die Pinta (unser Gummiboot) flutscht mit uns durch ein paar scharfkantige Schären fast bis vor das WoMo von Silke und Dieter. Wiedersehensfreude – Kaffee und Kuchen. Ein Ausflug zur Røde Orm bring die Pinta mit 4 Personen an die Kapazitätsgrenze – keiner traut sich zu Atmen – wo sind die Rettungsmittel? – immer den kürzesten Weg an Land im Blick… 😉

Spanischer Caipiabend auf Jetty C. und aus.

Jul.′ 18 29

Der Wind hat zwar auf West gedreht, aber irgendwie gab es wohl in der letzten Nacht weder Gewitter noch Sturm – jedenfalls haben wir nix davon gemerkt – tiefschlaftechnisch. Alles unversehrt. Wir frühstücken fürstlich – waren ja im schwedischen Supermarkt, einkaufen – und baden ausgiebig – in dem Salzwasser braucht man gefühlt die doppelte Menge Duschgel bis es richtig schäumt und der Kpt. sich sauber fühlt – vllt. liegt es aber auch an der Anzahl der schweißtreibenden Tage zwischen den Duschgelbädern, die fließend ineinander übergehen – Urlaub eben.

Die nächste Schäre ruft. Sie ist nur ein paar Meilen weg. Auf den Karten sieht es immer so aus, als hätte man viel Raum zum Manövrieren, aber die schwedischen Karten haben einen sehr kleinen Maßstab – da bleibt nicht viel Platz zwischen den Steinchen – irgendwie scheint das auch für die Tiefenangaben zu gelten. Ein netter badender Schwede begrüsst uns an der ausgewählten Schäre – „wie tief ist es?“ – er taucht wortlos (wie auch sonst beim Tauchen) nach unten ab, bis nur noch seine Unterarme winkend aus dem Wasser gucken – aha – so tief also. Das reicht für die Røde Orm. Nach einem kleinen Gedächtnisschlenker sind wir fest – nur der Heckanker weiß das noch nicht – er furcht sich fröhlich durch das Kraut am Boden, bis der Kpt. ihn wieder in der Hand hält. Maßstabsmäßig und auch in Wirklichkeit ist das andere Ufer nicht sehr weit wech – Der Kpt. stürzt sich wagemutig mit einem Flachköpper in die Fluten und tüddelt den Festmacher am anderen Ufer fest – FEST.
Baden – Funken – Kötbullar – Sundowner
Fest an Schäre

Jul.′ 18 28

 

Die Sache mit dem Mondfinsternisfoto hat gestern nicht so richtig geklappt.
Beim Frühstück macht der Kpt. eine geniale Entdeckung – die Salami lacht ihn an – die erste Öffiziöse reicht dem Kpt. das Ipad rüber – das hat so’ne schöne schwarze Scheiben… Sie ist entsetzt, was dann passiert…

Nu aber nix wie weg – bevor wir hier fest wachsen. Wir wollen noch weiter nach Norden. Marstrand oder so. Der E-Wind treibt uns gut voran – bis er wech ist – Motor an… um uns wütet komischerweise Gewitter… aber es zieht fein neben uns her und berührt uns nicht.
Doppelte Sicherheit – mit den Steinchen hier ist noch zu spaßen. Wir kleben auf unserer Seekarte immer unserer Positionen mit. Funktioniert super.
Nachts soll der Wind einmal im Kreis drehen und evtl. bekommen wir auch noch ne größere Gewitterfront auf die Nase. Wir brauchen ne Ankerbucht, die möglichst rundum geschützt ist. Hättan – Karrsön sieht ganz gut geschützt aus – etwas nördlich von Marstrand.
Die Bucht ist schön flach und der Anker hält sofort. Perfekt.

Der Elch von Fredrik kommt heute in den Backofen.
Nach dem Elchessen wird das Schiff wieder seeklar gemacht, wer weiß schon, was hier heute Nacht noch passiert – sicher ist sicher.
Wieder erstrahlt die Mettwurst am Himmel. 😉
Der Kpt. versucht Ankerwache zu halten – schläft dann aber ein – kein Verlass auf die Leute. 
Der Handyalarm wacht allein durch die Nacht.
Blitz und Donner und aus.

Jul.′ 18 27

Die zickige Katze ist immer noch weg – der Kpt. ist obergenervt. Gestern Nacht war das Vieh kurz an Bord um zu fressen (jaja – das kann sie) und dann macht sie sich wieder ausm Staub 😉 .
Wir werden schon jeden morgen vom Fischer mit Namen begrüßt… „Wollt ihr nicht vllt noch mehr von der Küste sehen?“…. grrrrr – ja wollen wir. Noch einen Tag, dann gehört die Røde Orm fest zu dem Hafen.
Tagsüber – in der brennenden Hitze – tummeln wir uns in den Backkisten, montieren eine neue Antenne und verlegen Kabel – eine Wohltat. Außerdem werden alle Teppiche einmal auf dem Steg geschrubbt.

Ein Nachbar (ja so heißen die Leute, wenn man schon 100 Jahre an einem Ort ist) gibt uns den Tipp heute kleine Hummer (Kräftor) zu kaufen. Wir essen schnell die letzten Makrelen auf und machen uns auf den Weg. Wir bekommen 1 kg Kräftor mit ner Bedienungsanleitung. Soviel Salz ins Wasser bis es bäääh schmeckt und Dill – dann 3 Min. rein mit den Dingern – fertig.
Nach einem kg sind wir echt voll satt – lecker.
Frisch gestärkt beobachten wir die Mondfinsternis und gehen Luna, die Katze suchen. Unterm Schuppen ist sie und lässt sich nicht rauslocken – erst als es richtig dunkel und ruhig im Hafen wird, kommt sie Jule hinterher gedackelt – vllt. weil wir so doll nach Kräftor duften. Der Kpt. sperrt sie ein – im Vorschiff – die zwei Sicherheitsschotts werden verrammelt.
Katze im Sack.

Jul.′ 18 26

Die Katze ist nicht da – Oh – nein – Es sieht mal wieder nach einem Katzenwartetag aus. Die erste Offiziöse gibt ihr Bestes und lockt und ruft – aber die Katze kommt nicht zurück an Bord.
Was nun? – Wir bauen ein Bimini. Damit verbringen wir tatsächlich den ganzen Tag. Den Markisenstoff von Enno und Katrin haben wir dabei. Wir legen Strom, holen die Nähmaschine raus und messen, stecken ab, schneiden ab, nähen wieder dran, nähen um und ab und so. Der breite Steg eignet sich hervorragend als Zuschneideboden.

Annika kommt abends mit dem Auto aus Alhammar und holt Marianne ab. Mit dem Auto gehts aber vorher noch einmal in den Baumarkt um Tüddelband für das Bimini zu kaufen – zum Abspannen usw.
Marianne lädt uns ins Hafenrestaurant ein. Lecker – wenn man schon nicht grillen darf.
Frisch gestärkt tüddeln wir die Bänder ran und spannen das Bimini auf – es klappt ganz gut.
Schatten für die erste Offiziöse – mal sehen wie es sich morgen in der Sonne bewährt.
Marianne und Annika verschwinden mit dem Auto im Schatten der Nacht.
Bimini und Schatten.

Jul.′ 18 25

Besuch von Land

Logbuch, Schweden Kommentare deaktiviert für Besuch von Land

Wir haben Zeit. 9 sm sind es zum Hafen. Marianne, Helena und Fredrik kommen dort hin. Marianne ist mal wieder mit dem Rad unterwegs, von Malmö ist sie hier hoch geradelt.
Bei einer so kurzen Strecke hat der Kpt. also noch genug Zeit, das Unterwasserschiff zu inspizieren und zu baden. Beim klettern auf den Felsen gibt die Lieblingsshorts des Kpts. auf – Totaldurchriss – nix zu machen.
Dann werfen wir die Leinen los und dümpeln weiter nach Norden. Die Angeln fällt und es beißen wieder Makrelen an 🙂 kleine, aber viele!

Im Hafen warten wir auf den Besuch und freuen uns, als es Abends etwas kühler wird.
Helena und Fredrik kommen mit einer Kühlbox voller Elchfleisch – grillen und Feuer machen ist ja leider in ganz Schweden verboten, wegen der hohen Waldbrandgefahr.

Wir garen im Ofen – Naja – geht – notfalls.. und schmeckt himmlisch! Es wird schon dunkel, als Marianne mit dem Rad anlegt. Sie hatte sich verfahren und ist heute 150 km gefahren! Mit dem E-bike. Die Vorpiek ist bereit. Helena und Fredrik steigen wieder ins Auto, sie müssen leider morgen arbeiten.
Over und aus.

Jul.′ 18 24

Die Erste wird früh wach und verschwindet im Badeanzug an den Strand. Dort tollt sie mit den Sandflöhen um die Wette. Währenddessen tut sich im Hafenbecken schon einiges. Hinter uns hatten sich drei Yachten in zweite Reihe gelegt.. zwei verschwinden und suchen sich freigewordene Plätze.

Uns juckt es unter den Sohlen – und das liegt nicht nur an den Sandflöhen – wir wollen nach Schweden. Die Mingo lädt zu einem Morgenkaffee auf den Kajütdächern ein. Dann packen wir die Räder wieder ein, füllen die Wasserflaschen und den Tank und nehmen tränenreich Abschied. Los gehts.

Viel Welle, kaum Wind.. Schweden, wir kommen!! Segel gesetzt.. sie flattern.. also läuft Kuddel weiter. Irgendwann haben wir 6 Knoten Wind. Der Motor pausiert, die Angel wird gebadet. Wir übersegeln die Grenze zu Schweden, unter uns 80m Wasser. Es beißen 4 Makrelen 🙂 Eine macht sich los. Da nehmen wir den Kescher zu Hilfe.. der verfängt sich leider im Haken.. so dass er uns nichts nützt. Aber drei Fische wandern in den Kühlschrank.

Der Eingang zum Schärengarten heißt für uns Malö Hamn. Eine rundum geschützte Bucht. Hier kann man ankern oder an Ringen am Felsen festmachen… Leider haben wir unser Buch „Tre veckor i Bohuslän“ in Kiel vergessen, so ein Ärger. Aber es klappt auch so – mit dem Fernglas suchen wir die Haken am Felsen und finden einen schönen Platz. Der Heckanker fällt, wir tuckern vorsichtig an die Felsen heran. Alles passt perfekt.

Es ist das Allerschönste, in der Abendsonne auf den warmen Felsen herumzuklettern. Wir haben einen überwältigenden Ausblick – wir kriegen uns kaum wieder ein.
Und – es ist absolut ruhig.

Ruhe und Sterne

Jul.′ 18 23

Flottillentreffen

Logbuch Kommentare deaktiviert für Flottillentreffen

Ab 9h rappelt es im Hafen. Alles wird neu durchgemischt. Die „In-2er-Reihe-Lieger“ rücken auf. Die Vor-Hafen-Ankerer suchen auch n Platz.
Etwas zu früh für Ulf und den Kpt. nach der Tanznacht.
Zum 11er-Kaffee kommt die gesamte Flottille an Bord der Røde Orm – ganz schön voll… Der Kpt. hofft keine nassen Füsse im Cockpit zu bekommen – aber die Røde Orm trägt alle tapfer.

Das übliche Anholtprogramm läuft ab: Wäsche waschen – baden – Hot Dog essen – baden – Eis essen – baden – Wäsche trocknen – baden – Muscheln essen – Sundowner in der Orakel Bar.
Ein kleiner Wehrmutstropfen – es ist echt voll – so viele Menschen – üüüüüberall.
Morgen ist Westwind – wir wollen weiter – kein Flottillensegler kann sich von Anholt trennen – nun denn.
Flottille und aus.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen