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Okt.′ 19 13

Heute Nacht war es kalt und feucht draußen, das ganze Deck ist pladdernass. Wir müssen dringend weiter nach Süden. Die Butter schmilzt auch nicht mehr so richtig.

Jörg Hatti kommt in Blaumann, mit Werkzeugkoffer und baut mit dem Käptn die neuen heilen alten Füße unter den Kuddel. Die tollen Aluplatten von gestern haben wir gar nicht benötigt. Kuddel steht jetzt wieder auf härteren Füßen und lässt sich nicht mehr so hängen.

Derweil gehen die beiden Frauen in Portimao Wäsche waschen. Doch das gestaltet sich als schwieriger als angenommen. Wir steigen erst in Bigfoots Dinghi und bleiben prompt hinter der Hafenmauer liegen. Bigfoots Käptn kommt uns retten mit der Pinta. Wir laden um und versuchen gegen die Strömung das Dinghi am Hauptschiff zu vertäuen. Gar nicht so einfach, vor allem, wenn man vergisst sich am Schiff festzuhalten, während die Leinen sortiert werden. So treibt die Erste im Affenzahn vom Mutterschiff weg, im Dinghi mit Dinghi 2 an der Leine. Der Außenborder springt zuverlässig wieder an.. aber das Schiff bewegt sich nur mit Vollgas gegen den Strom. Oh danke, dazu kommen noch hohe Wellen von den sportlich rasenden Portugiesen… In Schlangenlinien schaffen wir es dann, Bigfoot wieder zu erreichen und das Dinghi dort zu parken. Nun geht es mit dem Strom in den Ort, zur Waschmaschine. Boah können wir schnell!! Dann klappt alles ganz gut, Wäsche läuft, Galao wird serviert, Pinta fährt zuverlässig wieder zurück. Nur das Bigfootdinghi lässt sich leider nicht wieder reparieren :..-(

Die Kapitäne haben inzwischen die Füße fertig und der Kuddel der Røde Orm läuft wieder rappelfrei auf seinem Fundament. Wir hoffen, die Motorfußsache ist jetzt endgültig bis zum Ende der Reise vom Tisch.

Füße und Dinghis

Okt.′ 19 12

Der Kptn. hat so schlecht geschlafen. Der Schwell kam mal wieder quer zum Wind und die Røde Orm wurde die ganze Nacht von einer Backe auf die Andere geworfen.

Morgens ist es nebelig – wir können keine 50m weit gucken. Eigentlich hätten wir heute um 9.30h das Ankerfeld wegen einer Regatta räumen müssen. Naja – entweder hat die Regatta nicht stattgefunden oder wir haben es nicht gesehen. Wir tippen aber auf Ersteres. Trotzdem gehen wir bei besserer Sicht schließlich Anker auf.. wir umkreisen die ankernde Bigfoot: Jörg hat nämlich heute Geburtstag. Nach der gestrigen Party wird eher mit Aspirin angestoßen. Wir singen sie mit einem Geburtstagslied an Deck und gratulieren.

Im Hafen von Portimao holt der Käptn seinen Schlaf nach. Nach einem späten Frühstück wird die Røde Orm in ein Werkstattschiff umgewandelt, Kuddel ist dran. Die Aluleisten werden in kleine Stücke gesägt… Der Käptn vermisst sein Metallsägeblatt.. und seine Schraubzwinge. Nun muss er mit der Hand sägen und die Matrosine und die Erste sind abwechselnd Schraubzwinge. Es wird gesägt und gebohrt und schließlich sind sie fertig: 12 Aluquadrate mit Loch.

Das Sand-Alu-Gemisch an Deck macht den Kptn. völlig fertig. In einer 1-stündigen Waschaktion wird die Røde Orm entsalzt, -sandet und -aluminiumt.

Wir zaubern zum Abend eine superleckere Lasagne. Anschließend kehren wir auf der Hanapha aus Hamburg ein auf einen Absacker.

Alu und Späne

Okt.′ 19 11

Bewölkt? Ist was kaputt? Na wenigstens ist etwas Wind – auch noch aus Ost.

Um 17h müssen wir da sein – am Strand von Ferragudo gibt es ein Grillfest mit 8 Schiffen. Der Kptn. ist wie wild und holt das letzte aus der Røde Orm raus. Der Anker fällt im Rekordtempo, aber leider sind wir trotzdem 30 Min. zu spät. Alle Grills sind belegt 😉 – Aber unserer Cobb startet ja in 5 Min. durch und das Huhn wird noch vor Sonnenuntergang gar. Lecker.

Wir sitzen am Strand im Windschatten von ein paar Sandalgarvefelsen und schnacken und tanzen und grillen und trinken ein Bier.

Sun und Down.

Okt.′ 19 10

Die zweite Gasflasche aus Deutschland ist heute auch leer geworden. Zwei 5kg Gasflaschen für genau 3 Monate – das ist doch ganz gut.

Allerdings, wenn wir längere Zeit im Hafen gelegen haben, sind wir auf E-Betrieb umgestiegen. Von Vilamoura sind es knappe 10km zu der Autowerkstatt / Tankstelle, die auch Flaschen füllt.

 

Alles klappt problemlos. Von einem Wohnmobilisten aus HH erfahren wir, dass man natürlich auch gut in Womo-Foren nach Gasflaschenfüllern suchen kann.
Gas und gefüllt.

Okt.′ 19 10

Jane und Erwin von der SY Samantha wohnen hier ganz in der Nähe.

Jane schreibt: um 13 Uhr Treffen in der Pizzeria, 2. Reihe. Erwin arbeitet nebenan und kommt in der Mittagspause dazu. Wir machen uns auf den Weg, Google sagt, 7 min. Der Käptn freut sich, Frühstück und Mittag gehen nahtlos ineinander über. Jane hat ihr Auto mitgebracht und sich den Nachmittag frei genommen. Wir laden noch die leere Gasflasche ein und fahren mal wieder mit 25 Knoten über Straßen. Zuerst zum Gasflaschenfüller. Klappt prima. Ein Wohnmobil aus Hamburg lädt dort auch auf. SuperIdee, auf Womo-Foren noch Gasflaschenfüllern zu suchen. Dann zeigt uns Jane ihr Häuschen – also ihr Anwesen. Ein superschönes Haus mit Pool und riesigen Zimmern. Jedes Schlafzimmer mit eigenem Bad – macht 4 Bäder!! Zwei supersüße Hunde, eine schwarze Katze und zwei bunte Fische beleben das Haus. Ein Traum!

Weiter geht’s zum Käptns Glück, dem Baumarkt: Leroy Merlin, da sind wir wieder. Leuchtende Augen. Hier erstehen wir zwei Alustreifen, um den Motor zu frisieren. Das Alu für die Fenster, gegen die Hitze gibt’s in dem größten Chinashop der Welt. Wir sind benebelt von Geruch und Chaos als wir da rauskommen. Dann setzt Jane uns am Aldi ab und fährt nach Hause. Wir schieben beseelt durch unseren Heimatsupermarkt und laden den Wagen voll. Für die Überfahrt.. jaa da braucht es viel!! Jane holt uns wieder ab und fährt uns bis vor die Stegtür. Passend kommt Erwin dazu und hilft uns die Taschen tragen. Das Schiff ist voll bis unter die Decke. Wir gehen noch einen Longdrink in einer Bar von Vilamoura trinken und beschließen, dass jetzt nicht wieder 7 Jahre vergehen, bis wir uns wiedersehen. Hach war das schön!

Backskisten und Stauen

Okt.′ 19 09

Um 13h ist Hochwasser. Heute verlassen wir die Super-Ankerbucht von Culatra und fahren wieder weiter nach Westen. In Portimao wollen wir den Kuddel neu ausrichten. Vielleicht kann uns dort geholfen werden. Der TO-Stützpunktleiter von Portimao hat uns jedenfalls Mut gemacht.

Das Wasser läuft mit uns raus auf den Atlantik. Wind – ein wenig… 5 von den 17sm bis nach Vilamoura können wir segeln.

Wieder so ein Hafen umringt von Hotels und Bars. Bevor wir an Land gehen, essen wir und sicherheitshalber an Bord satt. Und tatsächlich werden wir von vielen der Restaurants auf dem Schlenderweg besabbelt, doch bei ihnen einzukehren und das Menue zu probieren. Wir haben uns son extra abgerissen angezogen – es hilft aber nix – die lassen uns einfach nicht in Ruhe.

Im Irish Pub geben wir auf. Es gibt Halblivemusik (Opa an Bontempiorgel) und einen Longdrink in einem kleinen Glas zu einem stolzen Preis.

Mai und Tai

Okt.′ 19 07


Diese blöden Motorfüße, der Kptn. schläft ja immer schlecht, wenn was mit dem Kuddel nicht in Ordnung ist. Vorne weichere Füße einzubauen, war irgendwie also doch keine gute Idee von dem Volvomenschen… Das Gummi ist so weich, dass es sich im Laufe von ein paar Wochen soweit gedehnt hat, dass die untere Platte des Motorfußes jetzt aufm Fundament rappelt. Dieses Mal reparieren wir das selbst – das Geld um etwas zu vermurksen können wir uns sparen – die Füße höher legen, oder härter unterbauen machen wir aber im Hafen und nicht vor Anker… Der Plan ist, zurück nach Portimao zu segeln – dort bekommt man alles was man so braucht, hat uns der TO-Stützpunktleiter von Portimao erzählt. Außerdem hat der Kptn. in der Hafenrezeption ein SVB Paket gesehen – sowas kommt wohl auch dort gut an.

Zur Entspannung und um auf andere Gedanken zu kommen, beschäftigt sich der Kptn. jetzt mit dem Rotlicht – also dem Kompassrotlicht. Das fummelt er unter die Abdeckung und schon hat der Kompass wieder ein hübsches neues Rotlicht. Um die restlichen Motorgedanken endgültig zu, repariert der Kptn. seine Flip-Flops – bei Dauerbetrieb halten die Dinger ja auch keine 5 Wochen – so wie die Motorgummis.

Die Urlaubskinder an Land haben ihre ganze Veranda voll mit Wäsche gehängt – Plünnenveranda. Wir werden von ihnen zum Nudelnessen eingeladen – Lecker.

Anschließend wandern wir über den Brettersteg durch die Steppe an den Südstrand. Das Sundownersagres ist hier am Strand von Culatra allerschönsten und ruhigsten. Man muss nur leider schon vor 18h dort sein, sonst macht die Hütte zu – heute haben sich das allerdings noch mehrere Menschen so gedacht und die LastOrder wurde um 1830h ausgerufen.

Schön und hier.

Okt.′ 19 06

Besuch hat sich angekündigt! Erwin und Jane mit Isabel und Sofia von der SY Samantha. Wir haben die vier 2011 auf Porto Santo kennengelernt, die Kinder haben sich gleich gut verstanden und wir Großen auch. Ein Glückstreffer, wir sind einige Häfen zusammen gefahren. Nun wohnen sie hier in Portugal und kommen um 11 mit der Fähre nach Culatra rüber. Der Käptn holt sie mit dem Dinghi ab. Es gibt ein großes Hallo und Wiedersehen auf der Röde Orm zum ElverKaffee. Erwin und Stefan vertiefen sich in den Motor, wir anderen planen das Barbecue und fahren schon mal an Land, um die Hütte zu erobern. Dort haben die Matrosinnen schon alles aufgeklart. Der Tisch ist gedeckt. Katleen freut sich, sie darf nochmal Dinghi fahren, um die Käptns abzuholen. Dann werden Salat und Kartoffeln gezaubert und der Grill angefeuert. In großer Runde (Sofia ist leider nicht dabei, sie ist bei Freunden in Lisboa) genießen wir den Nachmittag. Den Abschluss krönen mal wieder gegrillte Schokobananen. Leider müssen die drei schon die 15.30 Fähre nehmen. Doch wir verabreden uns für die Woche in Vilamoura, dort wohnen sie in der Nähe.

In Nullkommanix ist das Häuschen wieder aufgeräumt, der Käptn wäscht ab, drei Matrosinnen wedeln mit den Handtüchern. Die Erste denkt sie ist im Himmel. Zufrieden und satt wird die Pinta losgetüddelt und die Röde Orm wieder bezogen. Den Abend verbringen wir mit Kuddel, der inzwischen auf dem Zahnfleisch ruckelt. Da kann der Käptn nicht schlafen. Die Füße sind durchgescheuert, er klappert auf dem Blech. Also kommt provisorisch Gummi zwischen die Sohlen und wir beschließen, in Portimao die alten heilen Füße neu unterzuschrauben.

Täglich und Murmeltier.

Okt.′ 19 05

Die Matronsinnen haben die 7:45h (!!!) Fähre genommen um nach Faro zu fahren – shoppen und so. Die Restcrew blockiert die Waschmaschine und nimmt die späte Fähre um 13h, um in Ohlao Nachschub zu besorgen. Heute ist Samstag, also sind auch viele Marktstände um die Markthallen herum aufgebaut (Tipp von SY Meermaid). Bis 15h soll hier heute der Bär toben. Aber die 13h Fähre ist wohl doch zu spät. Viele packen schon zusammen und sind auf dem Weg zu ihrer Siesta, obwohl es gerade mal halb 2 ist… ;-( – Die 7.45 h Fähre zu nehmen ist aber völlig unzumutbar, findet der Kptn. – Wie soll man die denn auch rechtzeitig kriegen. Wir geben nicht auf – ein paar siestafreie Stände stehen noch und es gibt auch noch Restorangen, Annonen und Kaki. Obwohl, für die Annone muss der Händler schon in seinem gepackten Auto rumwühlen… In der Markhalle findet der Kptn. seinen Lieblingskäse: „Käso de Mäh“ (Queso fresco de Cabra) (auch Tipp der SY Meermaid – die wissen was gut ist), den Käse auf Brot mit Tomate, Knoblauch, Salz und Pfeffer ist soooo hammerlecker – und man hat auch den ganzen Tag Ruhe vor Nicht-Käso-de-Mäh-Essern.

Im Supermarkt (klimatisiert, siestafrei) ergattern wir den Rest. Leider haben wir unseren Hackenporsche und den Rucksack vergessen – wir sind völlig unvorbereitet zum Einkaufen gefahren – selbst 13h scheint für uns zu früh zu sein. Aber die zigste Großraumtasche aus dem Supermercado behebt das Transportproblem.

Die 15h Fähre zurück auf die Insel ist die Unsere – es wird doch warm – Siesta ist nicht sooo schlecht.

Die Beute verstauen wir im Mietheim und waschen weiter. Die Sonne steht tiefer und wir besuchen ein Museum an der ehemaligen Katarmaranbucht (ach ja: Tipp der SY Meermaid, was sonst – die waren wohl länger hier). Ein direkter Weg führt dort nicht hin, nur ein paar Trampelsandpfade durch die Steppenlandschaft.

Wir genießen es sehr über Culatra zu wandern. Einige Teile unseres Weges werden bei Hochwasser auch überspült, der Sand ist nass und man sieht die Wasserrinnen im Sand. Das müssen wir uns auch noch einmal bei Hochwasser angucken (Falls das zeitlich in unseren Rhythmus passen sollte).

Der Museumsbesitzer – ein Lübecker – sitzt vor seinem Strandgutmuseum und erzählt uns eine Menge über die Insel und sein „Moulin Rouge II“ und von früher. Sehr sehr sehr netter Mensch – es lohnt sich ihn zu besuchen. Über Namen haben wir komischerweise nicht geredet.

Den Nordstrand haben wir auch noch nicht gesehen…Querfeldein geht es weiter – immer dem Rauschen hinterher. Ein schöner Badestrand, fast besucherfrei. In einem kleinen Bereich gibt es Strandliegen, Schirme, eine Strandbar und Rettungsschwimmer. Ein Sagres unter dem Schirm in der tiefstehenden Sonne ist genau das Richtige. Um 18h schließt die Bar – wir haben die letzte halbe Stunde erwischt. Es ist bestimmt die schönste Zeit hier am Stand. Über einen Brettersteg kann man bis in das Dort zurücklaufen und landet an der „Hauptstraße“ – dem Broadway – mit unserer Hütte – das ist ja einfach – selbst mit einem Sonnensagres im Kopf ist es noch zu schaffen.

Für heute ist es genug. Dinghisatteln und zurück an Bord.

Sun und down.

Okt.′ 19 04

Wieder ein Tipp – SY Meermaid sagt, wir sollen in der „Karibik“ ankern, da würde es Seepferdchen geben – „Karibik“ wird der Ankerplatz bei Culatra weiter östlich von dem Hauptankerplatz vor dem Strand genannt – Seglerslang – So nach dem Motto: Ich fahr mal kurz in die Karibik zum Seepferdchen gucken.

Das machen wir also auch genau so. Der Kptn. holt die Damen von der Insel und ab geht’s, satte 2 sm nach Osten – Hammertripp.

Der Anker hält super und die neue Ankerboje kommt auch zum Einsatz.

Katrin (SY Meermaid) sagt, wir sollen mal an den Strand fahren und dann an der steilen Kante zur Rinne nach Seepferdchen suchen.

Ne Weile geht es bei 20 Grad Wassertemperatur, dann fängt sogar der Kptn. an zu zittern, obwohl er ganz gut isoliert ist.

Im 2. Anlauf findet die Matrosine mit ihren Adleraugen tatsächlich ein Seepferdchen, das sich an einer Pflanze mit dem Pferdeschweif (oder wie heißt das beim Seepferdchen) festkringelt. Voll niedlich – die gucken auch so süß und haben so Engelsflügel auf dem Rücken mit denen sie durchs Wasser fliegen – Pegasusmäßig.

Jetzt haben wir auch ein Auge für die Pferdchen bekommen und finden noch mehrere. Irgendwie scheint es so, als ob die sogar ihre Farbe der Umgebung anpassen können – wie n Chamäleon.

Wir sind hin und weg.

Die Sonne am Strand (der ist wirklich wie in der Karibik – glauben wir) wärmt uns auf bis wir alle wieder unsere normale Hautfarbe zurückhaben.

Der Anker geht wieder auf und wir tuckern zurück zur Culatra-City-Anchorage.

Das Hühnchen aus der Kühlung muss heute dran glauben – wir haben echt Hunger. Ein Huhn auf dem Cobb ist super – 60 Min. – einmal wenden – fertig – lecker und saftig.

Hüh und Hot

Okt.′ 19 03

Noch n Geburtstag. Julitas Freundin wird auch ein Jahr älter. An Bord der Røde Orm werden irgendwelche Kuchenrollen geformt – na ob das klappt. Es werden verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, an Bord (Strom- und Rührgerätlos) Sahne steif zu schlagen. Tupper hat versagt – es kommt immer nur Butter aus dem Plastikding raus. Aus dem Griff des Schneebesens tropft Rostwasser… Gabel und Co. tun es auch nicht. Der Milchaufschäumer ist zu schwach auf der Brust. Die Torte wird schließlich mit halbflüssiger Sahne in einer Auflaufform kurz ins Gefrierfach gestellt und serviert – Super Lecker! Der Kptn. findet trotzdem: Nur Grillen ist das einzig Wahre bei diesen Temperaturen.

Die SY Zora verabschiedet sich und fährt weiter nach Osten. Susanne möchte in den Grenzfluss zu Spanien fahren – dort soll es sehr schön sein.

Heute wird der neue Kompass mit Lampe (damit wir auch nachts wissen, wo wir hinfahren) befestigt und ein USB-Außenanschluss – die Befestigung klappt – die Lampe will nicht arbeiten. Wieder eine neue Herausforderung, ein Ersatzteil zu bekommen…

Wir satteln das Dinghi und fahren an Land zu den Mädels nach Culatra… singen ein Geburtstagslied, vernichten den Kuchen, bringen Geschenke und zuckeln gleich weiter mit der Fähre nach Olhao. Der Dinghisprit ist alle – das ist der wichtigste Grund.

Wir haben zwei Stunden Zeit durch die Gassen zu tingeln und finden noch andere gute Gründe – die Tasche füllt sich. Es ist kaum noch Platz für den Dinghisprit.

Der Kptn. findet im Autozubehör eine rote LED an 12V angepasst für Instrumentenbeleuchtung – super – hoffentlich ist das Teil nicht zu hell.

Annika entdeckt einen Monsterchinashop – die Regale sind riesig und lang und hoch – alles ist nach Farben sortiert – von jedem Ding, das verkauft wird, gibt es nicht eins, nein gleich ein ganzes Regal, es ist der Hammer.

Die Fähre zischt zurück auf das Eiland.

Essen mit alle man in der Strandbar.

Over und aus.

Okt.′ 19 02

Noch mehr Crew ist im Anmarsch und die Matrosine hat auch noch Geburtstag. Es gibt Schokokuchen mit ner großen 16 drauf – lecker. Beeke wird aus Faro abgeholt und der Rest der Crew überprüft die gemietete Wohnung auf Culatra. Es gibt eine Waschmaschine – diese läuft heute heiß – alles wird einmal durchgewaschen und zum Trocknen zurück an Bord gebracht. Die Røde Orm wird zum Plünnendampfer – aber nur ein paar Minuten lang. Der Wind und die Sonne arbeiten flott – flotter als die Waschmaschine an Land.

Am Abend versuchen wir ein Begrüßungsessen im Restaurante auf Culatra. Leider haben die Matrosinen sich schon in ihrer frisch übernommenen Bude den Bauch vollgeschlagen – sie schaffen nur Pommes und Salat. Der Kptn. nimmt Peixe Mixta und ist glücklich. Zum Glück haben wir an Bord n rotes Licht ins Fenster gestellt, so dass wir die Røde Orm ohne Probleme wiederfinden.

Wasch und Maschine.

Okt.′ 19 01

Die Backskisten sind fast leer und mit dem erhöhten Aufkommen von gefräßigen Mäulern wird die Situation auch nicht besser. Wir nehmen also wieder die Fähre nach Ohlao, um die Kisten zu füllen. Auf Culatra gibt es zwar auch zwei Minimärkte, aber wir haben beschlossen, nur die Getränke dort zu besorgen und den Rest in einem günstigeren Supermarkt am Festland zu kaufen.

Die roten Markthallen machen gerade zu. Wir haben eine Fähre zu spät genommen – Das liegt an den ganzen Langschläfern an Bord und der langen Frühstückszeremonie: Keiner will Frühstück machen und Niemand abwaschen. Nein – natürlich sind Niemand und Keiner keine neuen Crewmitglieder.

Im Pingo Doce gibt es alles. Der Kptn. findet noch einen Baumarkt und einen Angelladen mit den ultimativen Ködern (jetzt aber wirklich).

Festland und zurück.

Sep.′ 19 30

Pünktlich zur Ferienzeit kommt neue Crew aus dem verregneten, herbstlichen Norden angeflogen.

Natürlich fahren wir mit dem Dinghi nach Culatra, mit der Fähre nach Ohlao und weiter mit dem Bus nach Faro zum Flugplatz um die neue Crew abzuholen – das ist n Tagestörn. Leider hat der Flieger Verspätung und die letzte Fähre nach Culatra fährt uns vor der Nase davon. Aber es fahren ja Wassertaxen nach Culatra rüber – 200 PS – 30 EUR – 5 Min.

Die Matrosinen sind begeistert.

An Bord der Røde Orm wird es nun etwas enger… Der Kptn. verschwindet in der Hundekoje.

Over und aus.

Sep.′ 19 29

Leider kein Wind zum Segeln. Aber wir müssen weiter – der Flieger…

Fast die gesamten 20sm bis zur Einfahrt in die Lagune von Faro müssen wir motoren.

Spätestens ein paar Minuten vor 16h müssen wir dort sein sein, sonst steht die Strömung gegen an – also weiter.

Und wirklich… Nur 30 Min. vor Hochwasser saugen uns noch 4 Knoten Strom hinein – Wir sind in der Einfahrt kurzzeitig mit 9 Knoten unterwegs… Hoffentlich hat draußen von der Crew keiner irgendwas vergessen…

Bei Hochwasser suchen wir ne passende Stelle. 7 Meter sollten reichen.

Erstmal erholen.

Der Kptn. und sein Fru tuckern per Dinghi ein paar Boote ab. Die Zora, die Helga, die Orion… Alle sehr nett.

Schließlich nimmt uns die Orion auf 😉 – Zora – Røde Orm und Orion sitzen bei der Orion im Cockpit und genießen den Sonnenuntergang bei Wein und Bier.

Anker und Ruhe.

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