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Dez.′ 11 27

Die Kpts der Sophie und der Röde Orm haben sich heute große Dinge vorgenommen. Es sollen die örtlichen Grotten erkundet werden. Unter Umständen finden sich dort ja noch Piratenschätze, Piratenskelette oder zu bekämpfende Ungeheuer.

Die Matrosen machen das Dingi einsatzbereit und lassen den Motor warmlaufen.

Als die Kpts. jedoch von ihrem Vorhaben erzählen, bekommen die beiden Angst und gehen lieber mit der ersten Offiziöse in weniger gefährliche Läden um sich mit Kleidchen einzudecken – sie wandeln quasi den Wert des Schatzes schon mal in Klamotten um.

Nur die Fru des Kpts. der Sophie hält an Bord mit dem Funkgerät bewaffnet die Stellung und wird uns sicherlich sofort bei jeglichen Problemen retten.

Jule füttert den Kpt. vor dem Ablegen mit der Kakifrucht – macht Superkräfte – oder so.

Wir legen ab. Die erste Frage von Olaf: Wie lange reicht der Sprit. Der Verweis auf das Backupsystem (Ruder) wird nicht akzeptiert…

Eine Grotte nach der anderen wird abgeklappert, jedoch werden keine Skelette, Schätze oder Ungeheuer gefunden… Obwohl es am Ende der filmisch festgehaltenen Grotte doch arg gefaucht hat. Die Luft stank auch ein bisschen modrig und schweflig….

Leider hatten wir keine Taschenlampe dabei und das Monster wollte auch nicht zu uns kommen… Tja – Pech gehabt. Angst hatten wir natürlich keine. 🙂

Nach dieser abenteuerlichen Tour brauchen wir Kalorien. Wir kaufen Zutaten für Hamburgesas und veranstalten das Hamburgeressen 2.0

Absackerschnaps – Weihnachtsfilm am 3. Feiertag.

Over und aus

Dez.′ 11 26

Die Akkus sind über Nacht gefüllt… Aber der Käpt. und die erste Offizöse lenken ein.

Heute machen wir mal was reales mit Wind und Wellen und Wasser und Sonne.

Wir mieten uns ein Tretboot und laufen aus auf den weiten großen Atlantik.

Unser Tretboot sieht aus wie ein Auto (ein Beatle) mit einer Rutsche auf dem Dach.

Eine Stunde haben wir Zeit. Kurs Felshöhlen. Wir trauen uns aber nicht so dicht ran bzw. rein. Sonst würde sich bei ner größeren Welle bestimmt unser Beatle mit seiner Rutsche in der Höhle verkeilen – dann kommen wir bestimmt in die örtliche Zeitung – wir drehen bei.

Alle einmal auf die Rutsche und rein in den glasklaren Atlantik. Tief unter uns können wir das Meeresleben beobachten. Es sind vor allem Seeigel zu sehen. Was für ein Spaß!

Nun geht’s wieder aufs Schiff. Julia hat heut morgen echten Weihnachtsstollen erstanden. Da gibt’s also am zweiten Weihnachtstag unser erstes Weihnachtsgebäck dieses Jahr.

Zum Sundowner klettern wir auf den örtlichen Mirador und sind begeistert. Tolle Aussicht über das Städtchen.

Am Abend gibt es zu dem Ferrarilongdring, Tapas in der Ferraribar – knallrot wie der Sonnenuntergang.

Over und blubb…

Dez.′ 11 25

Der Tag nach dem heiligen Abend. Alle beschäftigen sich mit ihren Weihnachtsgeschenken. Es ist wie immer. Und da wir ja dieses Jahr auf kleine platzsparende elektronische Geschenke umgeschwenkt sind, glotzen alle Crewmitglieder sehr angestrengt auf ihr neues Spielzeug. Nur Jule hat nix elektronisches bekommen, sondern einen Kleiderschrank (Bootskleiderschrank) mit very bunten Klamotten aus diversen indischen Läden – Das Schiff riecht wie ein einziges riesiges Räucherstäbchen.

Zwischendruch mussten wir auch nochmal den Bordmüll entleeren – mehr war eigentlich nicht… Ach doch: Am Abend waren alle Akkus leer. Wir hatten aber noch nicht genug von Bildschirmen und guckten noch einen very amerikanischen Weihnachtsfilm: Das Wunder von Manhattan.

Over und Mattscheibe…

Dez.′ 11 24

Wir wünschen Euch allen ein frohes Weihnachtsfest !!!

Oh wie spannend, Heilig abend. Leider hat dieser TouriOrt keine Kirche, wir versuchen es also selber so heilig wie möglich zu gestalten. Den Abend. Der Vormittag ist noch geprägt von Vorbereitungen. Annika geht mit Stefan eine Lichterkette für den Weihnachtsbaum kaufen. Julita und Julia verwandeln das Schiff weihnachtlich. Für den ultimativen Weihnachtsduft wird Puderzucker angerührt und wir bauen unser Pfefferkuchenhaus zusammen. Ein kleiner Kampf mit Gummibärchen und Smarties beginnt, die statt am Dach kleben zu bleiben, immer abrutschen. Schließlich siegt klebender Puderzucker gegen die Schwerkraft. Aber nicht nur die Smarties kleben.. wir auch. Wir beschließen schwimmen zu gehen. Gemeinsam mit Petra und Olaf stürzen wir uns in den Atlantik. Die GoPro begleitet uns und filmt ein Weihnachtslied. Ihr Kinderlein kommet aus dem Wasser 🙂 Was für ein Spaß!

Jetzt ist das Weihnachtsmenü dran. Wieder auf dem Boot haben wir alle zu tun. Julita und Annika putzen Gemüse, Julia kocht und Stefan brät auf dem Gaskocher im Cockpit. Nebenbei wird geskypt und gebloggt. Nun warten wir auf den Sonnenuntergang, denn bekanntlich kommen Weihnachtsmänner nicht im Hellen. Wir singen Weihnachtslieder (danke Meike!) und die Weihnachtsgeschichte wird vorgelesen. Petra kommt rüber. Dann, tatsächlich. Kaum ist es dunkel hört man ein lautes Pochen auf dem Vorschiff. Durch die Luke fällt ein Sack. Ihm folgen schwarze Stiefel und ein roter Umhang. Weißer Bart, rote Mütze. Eindeutig, der Weihnachtsmann. Ho Ho Ho! Die Weihnachtsgeschenke werden verteilt. Wo bleibt Olaf bloß? Der sitzt in der Kneipe und verpasst alles! Naja, Petra nimmt die Geschenke für ihn entgegen, muss er sie halt später auspacken. Leuchtende Augen. Schnell ist der Weihnachtsmann wieder verschwunden und Olaf kommt rüber. Was, Bescherung war schon? Zu dumm. Wir sind alle vertieft in unsere Geschenke. Zum Nachtisch werden wir auf die Sophie eingeladen. Es gibt Bratäpfel aus dem Omnia. Hmm lecker. Anschließend gehen wir alle an den Strand und lassen eine Himmelslaterne steigen. Was für ein Anblick. Da lassen wir einen Stern in den Himmel steigen.

Fröhlich und aus.

Dez.′ 11 23

Annika macht heute ihre letzten Chemieversuche. Dann noch der Test und dann kann es in die Ferien gehen. Julita beginnt für ihre Playmofiguren Flügel zu basteln. Die werden jetzt alle zu Engeln und Elfen.

Olaf, Stefan und Julia gehen zum Hyperdino um den Weihnachtsesseneinkauf zu erledigen. Ab 60 EUR wird direkt an das Boot geliefert – Perfekt.

Olaf darf als kleines Hyperdinoweihnachtsspezial den überweihnachtslichen Öffnungszeitentüraushang in diverse Sprachen übersetzen… 🙂 Toll Olaf – wir sind stolz auf Dich und hoffen, dass Du da keinen Quatsch auf den Zettel geschrieben hast… 😉 – Julia wird noch gefragt, warum wir das denn nicht noch in norwegisch übersetzten können – Weil wir keine Norweger sind… – ach so? – echt? – ja echt!!!! – Aber Michael macht den Silversteraushang am 30. auf norwegisch – Bereite Dich schon mal vor. Der stellvertretende Marktleiter war very lucky!

Die Weihnachtsvorbereitungen laufen weiter auf vollen Touren: Lebensmittel werden geliefert, wir verstauen. Sämtliche Wäsche wird in den Kübeln mit Wasser aus dem Wasserkocher gewaschen. Stefan spült, die Kinder wringen auf dem Vordeck, Julia hängt auf. Die Sonne trocknet.

Abends gucken wir auf der Sophie „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, mit viel viel Schnee.

Over und aus.

Dez.′ 11 22

Nach der Morgentoilette kommt der Kpt. wieder an Bord und die erste Offiziöse ist wech. Anni sagt: „Sie ist Äpfel kaufen….“, dann fängt sie an zu grinsen und kriegt sich nicht mehr ein… Was das nu wieder zu bedeuten hat? …

Ansonsten laufen die Weihnachtsvorbereitungen wie wild. Zwischendurch müssen wir uns allerdings n bisschen abkühlen und gehen an den Strand.

Zur Stärkung kocht der Kpt. eine seiner grandiosen Lasagnen. Es bleibt wie immer nix übrig, nur der Abwasch.

Die Kinder basteln Weihnachtsbaumschmuck, damit sich unser schwedisches Bäumchen füllt. Wir finden die Bastelanleitung für die Fröbelsterne und üben fleißig. Um Mitternacht schaffen wir den Durchbruch, der letzte Schritt ist verstanden. Nun kommen auch diese wunderschönen Sterne an unseren Baum. Die SY Sophie von Olaf und Petra wird über die Toppen geflaggt und bunt blinkend illuminiert.

In der Stadt werden die letzen Einkäufe erledigt….

Am Abend müssen wir noch was für das Weihnachtsgefühl tun. Der Kpt. lädt ein paar Weihnachtsfilme runter… Deutsches Fernsehen gibt’s hier nicht, also muss das Internet ran.

Ratet mal welche: http://www.weihnachtsfilme.org/

Over und aus…

Dez.′ 11 21

Bald sind Ferien, aber die Kinder haben noch n bisschen was auf m Plan um ihr Soll für die Fernschulen zu erledigen. Also ist heute Hardcoreschultag und morgen wohl auch und übermorgen….

Der Wind hat ganz schön zugelegt, der ganze Hafen fängt an zu schaukeln und die Röde Orm ruckt ordentlich an den Leinen. Aus den tiefsten Tiefen der Backskiste holt der Kpt. die ruckgefederten Festmacher raus. Ein Schlauch wird zerschnitten und auf die Festmacher gestülpt. Endlich ist Ruhe im Schiff… Kein knarren, rucken und quitschen mehr.

Die Erste Offiziöse schrubbt die Teppiche auf dem Steg und weckt dabei die im Steg schlafenden Kakalaken auf. Ständig muss sie laut quicken, wenn wieder eines von diesen Viechern zwischen den Brettern hervorlugt.

Die Kinder flitzen an den Strand und schwimmen ne Runde im Atlantik – der Strand ist voll – die Wintertouris kommen zurück.

Ansonsten ist hier geniales Internet. Sauschnell. 800 MB in 80 Min. über Wlan. Endlich hat das Telefon n neues iOS bekommen und alle anderen Updates sind auch erledigt – die Luft glüht.

Gegen Abend versuchen wir es mal mit Maxxdome – das geht leider nicht – also kein Weihnachtsfilm… 🙁

Vier unserer Freunde sind nahezu gemeinsam mit ihren Schiffen gestartet und sind auf dem Weg über den Atlantik. Alle haben sie Kurzwelle oder n Satphone an Bord und Bloggen täglich.

Es ist sehr schön die täglichen Eintragungen zu lesen – scheinbar haben sie auch untereinander Kontakt… sie machen Wettangeln oder so…

Hier die vier lohnenden Blogs:

www.hitch-hike-heidi.de

http://www.rancho-relaxo.at/?lang=de

http://vor-dem-wind.de/

http://nukamini.blogspot.com/

Over und offline…

Dez.′ 11 20

Um viertel vor Acht laufen wir aus. Wir hinken 45 Min. unserem Plan hinterher und hoffen, nicht im Dunklen anlegen zu müssen. Knapp 45sm haben wir vor uns. Wir segeln die Ostküste Gran Canarias runter. Jetzt sieht man die hohen Berge der Insel, an denen die Wolken hängen bleiben. Weiter südlich sehen wir Sandstrände, Hotelburgen, der Himmel klart auf. Wir zischen mit 6 Knoten von Raumschots durch die Wellen in der Acceleration Zone. Erst kommen die Wellen von der Seite, dann von hinten lassen sie uns und alle Boote um uns herum in tiefen Wellentälern verschwinden. Beeindruckend. Einmal sehen wir Delphine, hoch springen sie heute. Die Flossen im Wasser sind nicht zu erkennen, weil es so wellig ist. Aber sie springen hoch in die Luft. Ein Delphinumriss vor blauem Himmel!! Außerdem sehen wir einen fliegenden Fisch, wie ein langer Silberblitz saust er übers Wasser.

Plötzlich, 2sm vor dem Hafen, kippt der Wind. Bis eben hatten wir noch achterlichen Wind, auf einmal kommt er von Vorne. Das muss wohl der Wind sein, der sich um die anderen Seite der Insel von vorne angeschlichen hat.

Die Acceleration Zone hat uns so schnell gemacht, dass wir eine Stunde vor Sonnenuntergang in den Hafen einlaufen. Plätze sind für uns reserviert, wir werden sehr freundlich empfangen.

Die Marina ist hübsch hergerichtet. Viele Touristen, Restaurants, sauber, gemütlicher Strand. Der Hafen ist etwas unruhig, das Schiff schaukelt ziemlich.

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Wir gehen mit Petra und Olaf in eines der vielen Restaurants im Hafen, zu müde um zu kochen. Viele Schiffe sind weihnachtlich geschmückt, Lichterketten, Leuchtsterne. Nun rückt Heiligabend immer näher.

Over und zisch…

Dez.′ 11 19

Heute Nacht hat es wieder arg geschaukelt. Als wir morgens aus der Luke gucken, hängen auch noch dicke Wolken über Las Palmas. Es regnet. Wir beschließen hier nicht Weihnachten zu feiern, sondern morgen weiter nach Süden zu segeln.

Der Marinero kommt uns strahlend entgegen und sagt, er hätte jetzt zwei Plätze für uns im Yachthafen… Wir bezahlen trotzdem und wollen morgen hier weg.

Mit Regenjacken bewaffnet machen wir einen Herbstausflug an den Strand von Las Palmas. Karl und Karin lotsen uns durch die Stadt. Ein echt hübscher breiter Strand mit einer langen Promenade. Künstler haben dort weihnachtliche Figuren aus dem Sand geformt. Der Kpt. knipst in den Wolkenlücken, was das Zeug hält. Ein etwas längerer Schauer lässt uns in eine Pastellaria flüchten und Bocadillos essen.

Weiter geht’s zum Einkaufszentrum.

Wir trennen uns dort. Jeder hat auf einmal gaaaaanz wichtige Dinge zu erledigen, die er nur alleine durchführen kann. Der Kpt. rennt auf dem direkten Weg zu Saturn und wen trifft er dort? – Die erste Offiziöse – Was macht sie denn hier???? – *grins*

Der Kpt. zeigt ihr n paar ganz tolle elektronische Spielzeuge, die da so rumstehen… 🙂

Dann flitzen wir zum anderen Ende der Stadt und schlendern durch die Openaireinkaufsstraße.

Die erste Offiziöse rennt in jeden Indialaden hinein, der seine Duftspur auf die Fussgängerzone verströmt.

Zurück in der Marina hat jedes Crewmitglied nun eine zugeklebte geheime Plastiktüte in seiner Koje… 🙂

Das Schiff wird zum frühmorgendlichen Auslaufen klar gemacht.

Over und aus…

Dez.′ 11 18

4. Advent, Kuchen backen, Der Kpt. versucht krampfhaft, Mehl von Gramm auf Milliliter umzurechnen, da wir nur einen Milliliter Messbecher an Bord haben.

Diverse Apps und Internetseiten tun sich dort alledings etwas schwer.

Auf einer Seite fand er schließlich die Schüttdichteangaben von Mehl und Zucker. Super. Mehl hat 0,42 t/m³ und Zucker 0,75 t/m³. Aber wo bekommen wir jetzt auf die schnelle nen geeigneten LKW her und eine Tonne Mehr & Zucker?

300g Mehl x 1/0,42 = 714 ml

300g Zucker x 1/0,75 = 400 ml

Leider war der erste Freihandversuch der 1. Offizöse schon flüssiger Weise im Ausguss verschwunden.

Der zweite Anlauf wird super. Wir backen daraufhin gleich noch einen Applepie. Die Kinder verschwinden auf die Samantha und spielen mit Sophia und Isabell Lego.

Um halb vier trudeln Karl und Karin von der Maia, Olaf und Petra und Jane ein und wir feiern den vierten Advent. Annika spielt ein Weihnachtslied auf der Ukulele, der Applepieduft liegt in der Luft, die Kerzen brennen, blauer Himmel und Sonnenschein. Advent.

Am Abend ziehen graue Wolken auf. Regen. Was für ein seltenes aber gemütliches Geräusch. Wir verabreden einen Filmabend auf der Sophie. Master and Commander. Spannend.

Over und aus…

Dez.′ 11 17

Ganz früh morgens beginnt Julia damit, sämtliche Polster abzubeziehen. Dann werden den noch schafenden Crewmitgliedern die Bettdecken und Kopfkissen entzogen. Auch deren Bezüge sollen in die Waschmaschine. Und schließlich werden alle Fenstervorhänge abgebaut. Volles Tageslicht scheint auf die müden Augen des Käptns – der Entzug der Decke und des Kopfkissens hat ihn nicht beeindruckt.

Mit zwei vollen Ikeataschen balanciert Julia auf den Steg und trifft auf eine aufgelöste Samanthacrew: Heut Nacht ist da eingebrochen worden. Während sie auf dem Schiff geschlafen haben, hat jemand die herumliegenden Wertsachen rausgeräumt. Computer, Handy, Gameboy, alles weg. Heideradaus, so ne Frechheit – das schlägt aufs Gemüt.

Wir gehen zum Vorsprechen beim Hafenmeister, gibt’s heut ne Chance auf n Platz im Hafen? – NEIN.

Olaf behauptet von sich selbst, er sei ein Frauenversteher – die Chance für den Kpt., endlich einmal passende Weihnachtsgeschenke für seine Liebste zu finden. Computer, Ipads, Iphones usw. fand sie ja immer nicht so toll.

Die Kpts. der Sophie und der Röde Orm durchstöbern sämtliche Fussgängerzonen, Einkaufsstraßen, Tapasbars, McDos und Kaufhäuser nach Weihnachtsgeschenken für die weiblichen Schiffsbesatzungen. Alles ist geregelt, Weihnachten kann kommen…

Die ganze Wahrheit gibt es auf der geheimen Seite der Sophie! 😉

Kling und Glöckchen…

Dez.′ 11 16

Wir haben uns mit unserem Schaukelhafenbeckenschicksal abgefunden und nerven den Hafenmeister ab heute nur noch einmal täglich, um einen Platz für zwei Schiffe über Weihnachten in der Marina zu bekommen.

Der Kpt. fängt an diverese Reparaturen durchzuführen. Ein Haken wird wieder angeschraubt und diesmal auch verklebt. Der Schalter für das nicht funktionierende Dampferlicht ist innerlich oxidiert und wird in WD40 gebadet. Die Windfahne bekommt einen Adenauer aufgemalt, weil der richtige Adenauer immer eingerollt werden muss, wenn wir unter der Windfahnensteuerung fahren und auf der Sophie reparieren wir eine Klüse, die wegen der ewigen Schaukelei aufgegeben hat.

Julia sortiert den ganzen Tag Fotos, um die Fotokalender noch rechtzeitig zu Feinkostalbrecht zu senden. Heute ist der letzte Einsendetag, damit die Kalender auch noch pünktlich in Ohe unterm Baum liegen.

Die schwierigste Aufgabe ist allerdings, die Kalender über die hauchdünne Internetleitung die hier im Hafen zur Verfügung steht, Richtung Deutschland zu senden.

Das Hafennetz scheidet nach diversen Versuchen völlig aus. Es bleiben noch die vielen Gratis-WiFi-Kneipen. Olaf, Petra, Julia und der Kpt. versuchen diese Aufgabe zu bewältigen. Wir starten in der Sailorsbar – zwei Wein – zwei Bier – ein gescheiterter Versuch – zu langsam und ständige Abbrüche.

Wir versuchen es in der Stadt. Karl & Karin geben uns den Tipp, es im Hotel zu versuchen. An der Rezeption lässt Karl all seinen Charme spielen aber bekommt leider keine Zugangsdaten mitgeteilt. Ein Wunder, dass wir es in Badelatschen überhaupt bis zur Bar geschafft haben.

Wir checken eine weitere Bar – zwei Wein – zwei Bier – kein Netz… Mist. Julia gibt auf und setzt sich mit Kopfschmerzen von uns ab.

Unsere letzte Hoffnung ist das Pizzarestaurant.

Endlich klappt es. Zwei Wein – zwei Bier – drei Pizzen und drei Desserts später sind die Kalender bei Feinkostalbrecht in Deutschland. Puhhh.

Over und offline…

Dez.′ 11 15

Wir haben schlecht geschlafen. Das kleine Südbecken (Vela Latina), das auch zum Yachthafen von Las Palmas auf Gran Canaria gehört, und in dem wir liegen, ist nach NE offen. Die Wellen aus dem großen Commercialhafenbecken kommen also direkt in den Hafen und wir liegen auch noch an dem Stegende vor der Einfahrt. NICHT GUT.

Zwischen zwei Waschmaschinen sprechen wir beim Wirt – äääh Hafenmeister vor und bitten um ein ruhiges Zi… ähhh Liegeplatz im Haus – ääääh großen Yachthafen.

Leider kann uns nach wie vor nur ein schaukeliger, unruhiger Platz im Stall… – ähhhh Südbecken angeboten werden.

Wir drücken auf die Tränendrüse… Die Kinder jammern etwas herum. Julia versucht ihr grünes Gesicht von der Nacht wieder hervorzukramen. Es ist doch bald Weihnachten… usw. usw… – Der Wirt… – ähhh Hafenmeister ist unbeeindruckt. Schließlich fragt der Kpt. warum denn kein Platz im Hafen sei, dort sind doch ne Menge freier Plätze an den Stegen – Die Plätze seien aber für große Boote 12m – 15m (die zahlen besser!). Für so kleine Boot wie wir eins haben, haben wir keinen Platz.

Wir sollen aber am Abend noch mal wiederkommen, vielleicht könne er was für uns tun.

Nachmittags besuchen wir die Maia an Jetty Q und zählen dabei die leeren Plätze im Hafen – es sind viele.

Abends gehen wir wieder zum Hafenmeister – er hat heute Abend geschlossen:

We are in Spain, darling!

Der Abend endet in der Sailorsbar. Hier gibt es tolle Mojitos um den Schmerz des Alltags zu verkraften. 🙂

Over und amen…

Dez.′ 11 14

Die Erste Offiziöse klötert mit den Tassen und Kannen, ab und zu bekommt der Kpt. einen kleinen Schwupps Wasser ab, damit er aufwacht.

Die Sonne geht bald auf. Wir müssen ablegen, wir haben heute knapp 60sm vor uns bis nach Las Palmas auf Gran Canaria.

Wir setzen wieder nur unsere Genua und laufen aus.

8sm entlang der Südküste von Fuerteventura bis zum Pt. Jandia. Kurs 280 Grad 48sm.

Als wir noch 33sm vor Gran Canaria sind, können wir die Insel erkennen.

Olaf von der Sophie teilt über Funk mit, sie hätten beinahe eine Turtel überfahren. Die Kinder werden ganz wild und halten nach diesem Funkspruch dauerausguck. Danke Olaf ! – Der Kpt. kann sich erstmal zwei Stunden aufs Ohr legen… 🙂

Pünktlich mit dem Sonnenuntergang machen wir im Yachthafen Las Palmas fest.

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Der große Hafen ist voll, wir müssen in der kleine Südbecken gehen.

Ganz schön laut und hell. Las Palmas ist halt ne Großstadt. Daran müssen wir uns erstmal gewöhnen.

Wir werden nicht alt heute Nacht!

Over und aus!

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