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Mrz.′ 12 30

Auschlafen. Frühstücken. Jim und Sonja kommen. Es gibt eine Erholungszigarre im Cockpit. Kaum Muskelkater sind aufgetreten. Wir waschen die Beute und mikroskopieren sie. Unzählige weitere Universen eröffnen sich uns. So sitzen wir lange im Cockpit.


Irgendwann fängt es an zu regnen. Halloo? Annika kommt hoch: Eben dachte ich, wir seien auf der Ostsee. Merkwürdig. Ramona von dem englischen Schiff kommt und holt Annika ab zum Pirates of Carribean gucken. Auf englisch. Wir andern gehen wieder zu Mateos, um Updates auf unseren vielen Computern zu machen. Wir spielen Rummy Cup und Tischfußball. Da kommt ein Mädchen in Julitas Alter mit ihrer Familie rein. Sofort wird eine Tischfußballrunde mit den Kindern aufgemacht. Die Mutter erzählt, sie habe von 16 Jahren hier eingeheiratet. Abends erzählt Julita ganz bewundernd, dass ihre neue Freundin fließend spanisch spreche.

Over und Tor.

Mrz.′ 12 29

Leider muss die MenGoe heute wieder los. Wolfgang will noch was von Lanzarote sehen, bevor er am Mittwoch wieder nach Deutschland fliegt. Also helfen wir, die Leinen losschmeißen. Die Kinder begleiten Uli noch ein Stück mit dem Schlauchboot.

Wir haben uns zum Wandern verabredet. Die Nordinsel soll erschlossen werden. Jim und Sonja holen uns ab. Wir laufen einen kleinen mit Steinen begrenzten Weg entlang zu dem zweiten Dorf auf der Insel. Rechts von uns rauschen die Atlantikwellen an die Küste, umrahmt von den hohen Vulkanfelsen von Lanzaraote. Links ist nichts als Wüste. Steppe, mit kleinen von vertrockneten Büschen bewuchterten Hügeln auf hellem Sand, gespickt mit Muscheln, Muscheln, Muscheln. In einer Wegkurve liegen kreisrunde Steine, Kanonenkugeln angehäuft. Julita kegelt mit einer den Weg entlang. Dieser führt uns weiterhin an der Küste entlang, jedoch verändert sich das Bild. Wir kraxeln an Berghängen hinauf, die Küste liegt weit unter uns. Über uns nur Felsen. Steinbruchgefahr. Das Schild, das davor warnt ist abgebrochen. Ups. Julitas Schuhe beginnen zu scheuern. Jetzt schon. Stefan umwickelt sie (die Schuhe) mit Klopapier. Das hilft ganz gut.

Das Dorf Pedro Barba ist verlassen. Es wurde von den Fischern in den 30er Jahren angelegt und in den 60ern wieder verlassen. Seitdem dient es als Ferienort für die Reichen. Es gibt weder Wasser noch Strom. Alle Fensterläden sind geschlossen. Ist wohl keine Feriensaison. Aber die Häuser sind wunderschön geschmückt. Flach, weiß, runde Wände, modelliert, gepflegte Gärten. Da fällt mir, ein, wir haben wohl schon mal über das Dorf geschrieben, Ende Oktober, als wir mit Sigi die Rundfahrt über die Insel gemacht haben. Wir pflücken Rosenpfeffer und suchen den Geocache. Den letzten auf der Insel. Ein bisschen noch hierhin und dorthin, auf die andere Seite… und siehe da, Sonja findet die Dose. Julita schreibt in sein Logbuch und wir nehmen den Tracker mit, um ihn woanders wieder zu verstecken.

Es ist Niedrigwasser, wir können auf den Felsen laufen, die sonst von Atlantik überspült sind. Kreisrunde Löcher hat das Wasser geschaffen. Darin schwimmen winzige Fische. Wir finden unzählige Muscheln und einen Seeigel und werden zu Naturforschern. Einen versteinerten Seehund sehen wir sogar. Am Strand gehen wir baden. Herrlich klares Wasser. Noch ein Stück weiter zu den Wasserstrudeln. Hier waren wir auch schon mal mit Sigi, aber da durften wir nur von weitem gucken. Jetzt klettert Jim über die Brücke. Unter ihm brodelt der Atlantik. Wir sind fasziniert von den tosenden Wassermassen unter uns.

Und ziemlich müden. Doch der Heimweg ist noch weit. Also los. Wir gehen auf der Autopiste zurück. Julita sammelt versteinerte Muscheln. Annika übt Englisch mit Sonja. Der Weg zieht sich endlos hin. Irgendwann entdeckt Julita den GPS und dass dieser die Geschwindigkeit anzeigt. Wir rechnen aus, noch 2 sm bis zum Ort, wir laufen 2-3 Knoten, also noch eine Stunde. Julita nimmt den GPS in die Hand und rennt vor. Sie schafft 9,5 Knoten!! Und wir dachten, sie sei müde. Hinterher stellt sich heraus, dass wir heute 20 km gelaufen sind. Wir kehren fix und müde bei Los Mateos ein, dem hiesigen Internetcafe mit den besten Hamburgern am Ort.

Sand und Staub.

Mrz.′ 12 28

Nach dem Frühstück beschliessen der Kpt. und sien Frau nochmals an Diesel zu kommen. Aufgrund feministisch negativer Auslegungen (hier auf diesem Blog) und der Gleichberechtigung, muss heute der Kpt. seine Überredungskünste spielen lassen.
Wir denken natürlich nicht daran, dass wir heute Diesel bekommen könnten, daher fahren wir auch ohne die Kanistersammlung an Land – eben nur um zu fragen.


Der Kpt. nähert sich der Tankstellenbedienerin (Ja!! – In Spanien arbeiten Frauen auch in typischen Männerberufen) und fragt mit seinem unwiderstehlichen Augenaufschlag: „?Quiero Gasoil?“ – *lächel* – „Si – si“ *lächel zurück* – Der Kpt. traut seinen Ohren kaum… – Wir bekommen tatsächlich Diesel.
Der Kpt. und sien Fru sprechen nun gleichberechtigt die Vorgehensweise ab. Juli flitzt zum Geldautomaten und der Kpt. nimmt das Dinghi und zischt zum Boot um die Kanister zu holen.
Wieder zurück an der Tanksäule steht Jule schon mit der TankstellenwärterIN bereit um die Kanister in Empfang zu nehmen. Die Tankstellenwärterin guckt extrem grimmig – die hat wohl das Lächeln des Kpt. falsch interpretiert und nun erfahren, dass er ne Fru hat… 🙂
Wir bekommen aber trotzdem unseren Kraftstoff.
Jule versucht zu bezahlen. Passendes Geld haben wir nicht da. „No cambio“ heißt es nur. Komisch, dass die im Restaurant (mit Tankstellenbetrieb) nicht wecheln können – grimmig gucken geht aber immer noch gut. Jule muss also in den Supermarkt laufen um das passende Kleingeld zu wechseln. Wir versuchen mit einem Euro Trinkgeld wieder ein Lächeln auf das Tankwärtinnengesicht zu zaubern, aber es hilft nix – Der Kpt. hat ihr Herz wohl auf ewig gebrochen… 😉
Nach diesen kräftezehrenden Erlebnissen veranstalten wir mal wieder ein Pfannkuchenessen. Die Crews der Fettler und der Men Goe sind auch dabei. Heute muss der Kpt. die Pfannkuchen braten und sien Frau den Teig vorbeschütteln.
Satt und aus…

Mrz.′ 12 27

11h. Der Kpt. und Jim starten den 2. Versuch an Diesel zu kommen. Wieder klopfen wir bei Caletilla an… „no – Gasoil“ – „hmm, i tarde? Mañana?“ – „no – no Gasoil“…
Siggi – der Safariafahrer – sagt auch, dass es wohl kein Diesel gibt, im Moment. Ok! – Doof!
Am Nachmittag legt Patrick ab und fährt mit seinem Schiff an die Tankstelle um Diesel zu bunkern. Hääääh? Was ist hier los?
Als er abends zum grillen am Strand kommt quetschen wir ihn aus? Was ist das Geheimnis? Wie kommt man an Diesel? Patrick meint, man muss nur hartnäckig sein. 3x täglich klopfen und fragen, wann es Sprit gibt… Ok! – Das werden Jim und der Kpt. jetzt auch tun. Und wir sind zusammen 6 Personen. Ha- Die werden sich wundern – wir schicken auch die Kinder zum fragen … 🙂
Mal sehen ob es klappt.


Nach unserem Barbecau mit vielen Seglern am Strand suchen wir uns ein Schiff aus um weitere wichtige Details zu besprechen. Natürlich nehmen wir das kleinste. Die beiden Schweden Theresa und Roger haben eine Alegro 27, die KAURI und sie haben wirklich alles an Bord was man braucht. Sogar einen 6kw Stromgenerator. Sie sind über die Flüsse (u. Paris) und durch das Mittelmeer hier runter gekommen. Sehr interessant, weil das ja auch unser Rückweg werden soll.
Over und aus.

Mrz.′ 12 26

Jule läuft mit Ulis Permissionformular zu Pedro und versucht einen Liegeplatz auszuhandeln:
„Ohhh – muchas Barcos….“ – „Wimpernklimper, Wimpernklimper….“ – „Hmmmm….“ – „Wimpernklimper, Wimpernklimper“ – „Hmmm – si, ok –  only una semana“ – „gracias – and the Röde Orm has no good wind to leave, its possible to be here two weeks more?“ – „oh – no – oh…. Muchas Barcos….“ – „Wimpernklimper, Wimpernklimper, dos bambinos..“ – „Hmmm – ok – until 9. April its possible“.
Pedro hat wohl echt ziemlich Schwierigkeiten, weil es viele Anmeldungen für Graciosa gibt, wegen der Osterfeiertage.


Aber eigentlich wollen wir ja auch weg nach Madeira.
Uli legt an und wir zuckeln los an Land um, unseren Großeinkauf durchzuführen, wir sind ziemlich abgebrannt. Alle Backskisten sind mal wieder leer.
Zwei Stunden später und zweihundert Euros ärmer ist alles verstaut. Getränkekiste, Vorratskiste und die Backskiste fürs tägliche Essen, alle sind wieder randvoll.
Jetzt fährt der Käptn „noch schnell“ mit Jim Diesel auffüllen. Dann sind wir mal wieder startklar.
Wir fahren mit der Pinta und drei großen Dieselkanistern zur Tanksäule. Petro hat uns schon erzählt wir müssen uns dann in dem Restaurant „Caletilla“ melden. Tun wir auch brav – aber… – Its Spain Darling – natürlich gibt es kein Diesel. Mañana – si claro.
Morgen Vormittag um 11h kommen wir wieder.
Over und aus…

Mrz.′ 12 25

Sonja und Jim kommen von ihrem Francesabuchtausflug zurück und erzählen, dass dort ein bekanntes Schiff vor Anker liegt. Die Men Goe hat ihren Anker dort geschmissen. Sofort bekommt Uli ne SMS und ein paar Sek. später haben wir ihn auf 72 am VHF. Das ist alles schon gestern Nachmittag passiert.
Heute morgen machen wir uns mit frischen Brötchen auf den Weg und liefern sie an den Strand von Francesa.
Uli und Wolfgang (Ulis Mitsegler) kommen mit dem Dingi an Land. Wir wandern zurück zum Hafen und feiern ein kleines Wiedersehensfest an Bord der Röde Orm.
Uli möchte morgen auch in den Hafen und Jule verspricht, morgen früh ihre diplomatischen Fähigkeiten bei Petro im Hafenoffice spielen zu lassen. Als Tagesabsacker gibt es heute mal wieder ein tollen Film: „Master and Commander“ – auf Englisch. Jim und Sonja übersetzen uns dabei die wichtigsten seemännischen Fachausdrücke. Der Kpt. beschließt seine Segelanweisungen jetzt auch nur noch auf Seemannsenglisch an die Crew weiterzugeben 😉 .
Over und aus.

Mrz.′ 12 24

Der Schriftsteller Patrick O’Brian lässt seinen Schiffsarzt Stephen Maturin folgende Feststellung machen:
„Der Seemann auf dem Meer (seinem ureigenen Element) lebt in der Gegenwart. Auf die Vergangenheit hat er nicht mehr den geringsten Einfluss. Und angesichts der Unberechenbarkeit des allmächtigen Ozeans und des Wetters hat er auch nur geringen Einfluss auf die Zukunft. […] Gegen einen Sturm, der am nächsten Tag erwartet wird oder höchstens in zwei Wochen, werden sich Seeleute wappnen. Aber alles, was in ferner Zukunft liegt, ist für sie unwirklich, rein akademisch. Wie ich sagte, leben sie ganz in der Gegenwart.  […] Und setzen wir jetzt den ehrlichen Jan Maat an Land, wo er gezwungen ist, weniger in der Gegenwart zu leben als vor allem in der Zukunft, mit ständigem Blick auf Zukünftiges- alle Freuden, Wohltaten, erhofften Gewinne liegen in der Zukunft, sind Gegenstand sehnsüchtiger Wünsche an den nächsten Monat, das nächste Jahr, sogar an die nächste Generation.“ (Patrick O’Brian: Feindliche Segel, Ullstein, S.115-116)
Unser geringer Einfluss darauf, wann wir den richtigen Wind bekommen, zermürbt uns manchmal. Da kommt die Gewohnheit des Landlebens heraus, bei dem wir wann wir wollen, wohin wir wollen fahren können. Das geht hier nicht. Wir sind dem Wetter und damit der Natur voll ausgesetzt. Also hilft nur, Anpassen an dieselbe. Der Wind ist nicht steuerbar, geschweige denn, vorhersehbar. Bis auf die paar Tage, die die Gribfiles anzeigen. Wenn die allerdings was anzeigen, werden wir ganz zappelig. Vielleicht können wir weiter.. hoffentlich.. oh nee, der Wind hat sich verändert. Stimmungen schwanken mit den Gribfiles. Wir üben noch Gelassenheit.
Jan Maat wird krank an Land, wo sich gar nichts mehr auf die Gegenwart bezieht, sondern jede Handlung, jeder Schritt berrechnend für die Zukunft ist. Können wir etwas von dem ruhigen, entspannten Leben im Hier und Jetzt hinüberretten in das Leben in Deutschland? Oder passen wir unser Tempo dann dem wieder an? Hat jedes Land seinen eigenen Rhythmus, dem mensch sich anpasst? Vielleicht können wir etwas vom spanischen mitbringen nach Kiel.
Kopf und Rauch.

Mrz.′ 12 23

Um 9h – noch vor unserem Frühstück – legt die Dievago ab und segelt in Richtung Agadir um Marokko zu erkunden.
Ca. zwei Wochen wollen sie dort sein und sich das Land angucken – dann soll es auch nach Madeira gehen. Vielleicht treffen wir sie dort nochmal. Wir geben noch schlaue Tipps mit auf den Weg. Macht keine Tauschgeschäfte mit Kamelen, die machen n ungeheuren Dreck an Bord, und dann der Stress bei der Einreise nach Madeira mit nem Kamel an Bord…Wir winken und knipsen. Was haben wir für tolle Freundschaften geschlossen auf unserer Reise. Und wie oft mussten wir uns wieder verabschieden. Glück und Traurigkeit, so dicht beisammen.


Bei unserem täglichen Cortado beschließen wir, die Stege abzulaufen, um zu schauen, wer hier noch so liegt. Die beiden Schweden, Carina und Stefan mit ihren beiden Kindern. Daneben die Charlie aus Kiel, Katrin und Christian laden und gleich zu einem Fest heute abend am Strand ein. Annika und Julita düsen mit dem Schlauchboot zum Supermarkt und kaufen Grillkram, Stefan und Julia packen die Taschen. Und schon sitzen wir in einer großen Runde am Strand mit Franzosen, Schweden, Spaniern und Deutschen. Abends laufen Jim und Sonja mit der Fettler ein und sind sehr froh über eine Grillparty am Strand. Die Beiden haben heute 10 Std. gegen 6 Bft. aus NE gekämpft um nach La Graciosa zu segeln. Pierre kommt mit Champagner und eröffnet uns, dass er Geburtstag hat. So singen wir je ein Geburtstagslied in jeder Sprache. Katrin und Christian geben artistische Kunststücke zum Besten. Eine fröhliche Runde voller Lebenskünstler in der Abendsonne.
Versonnen vor sich hingrinsend,
käptnsfru und aus.

Mrz.′ 12 22

Die Steuerbordsolarzelle (Nord) wird jetzt auf die Reling an Backbord (Süd) verholt. Der Kpt. bastelt ne Verlängerungsschnur, um sie im Vorschiffsbereich zu positionieren. Nun haben wir eine Morgen- und Mittagsonnezelle (achtern BB) und eine Mittag- und Abendsonnezelle (Vorschiff BB). Die Zelle auf der Lukengarage ist ne reine Mittagszelle – Sooooo!


Das sollte ja wohl nu gehen. Ab jetzt wird der Motor aber wirklich nicht mehr gestartet – Record war 7.4 A Ladestrom 🙂 .
Die solare Energiedichte im Innenraum der Röde Orm und in der KuBu lässt ebenfalls zu wünschen übrig, außerdem ist ja Frühling. Daher putzen die Matrosen heute mal alle Fenster der Röde Orm (einschließlich Folienfenster), das sind immerhin 19 Stück. Der Durchblick ist wieder perfekt.
Der Wind soll am morgen für ca. 2 Tage auf NW drehen. Für Madeira ist das natürlich nichts, aber für Agadir ist dies ein super Wind. Die Dievago beschließt, morgen die Leinen zu kappen und nach Marokko zu segeln – Wieder ein Abschied.
Ganz spontan schicken wir die Kids zum Eis kaufen und machen ein Longdrinkabschiedsfest. Sehr lecker. Um 3h dreht der Wind!
Over und aus!

Mrz.′ 12 21

Unser stromloses Dasein in Graciosa lässt uns auf die Fossilen Energiereserven zurückgreifen.  Der Kpt. füllt die Pertoleumlampen auf und lässt auch mal den Kuddel schuften, um Strom zu erzeugen – jaja – es ist schwierig.


Auch die Einkauftsgewohnheiten im Supermarkt haben sich drastisch verändert. Wir kaufen jetzt Tiefkühlfleisch, um es als Kühlakku zu benutzen und neben den Getränken in der Kühlbox zu positionieren – Frischzeugs ist out – Tiefkühlkrams enhält einfach mehr Enerige – Kühlenergie.
Unser heutiger Kühlakku war Hühnchenleber – das haben wir allerdings erst nach der Konsulitierung des Spanischwörterbuches erfahren.
Anni wendet die Dinger im Mehl, Jule macht Zwiebel und Äpfel und der Kpt. macht Feuer und brät die Teile.
Nach diesem Essen braucht Jule n Schnaps – und eigentlich braucht Jule nie n Schnaps, es ist also schon etwas besonderes, wenn sie danach verlangt 🙂 .
Leber und Schnaps…

Mrz.′ 12 20

Nun haben wir ja schon einen ganzen Tag das System der Ganztagsschule ausgiebig getestet, Vor- und Nachteile ausdiskutiert und abgewogen. Die Schulleitung, die Lehrer und die Schüler sind einstimmig der Meinung, dass eine Halbtagsschule völlig ausreichend ist – back to the roots.
Annika und Jule fahren mit dem Dingi zum Supermarkt und bunkern Lebensmittel. Der Kpt. fängt sien Fru ab und verschleppt sie zum Cortadoladen. Die Kinder verstauen den Einkauf alleine in den Backskisten.
Ein Hamburguesaessen hat lange Zeit nicht stattgefunden und ist mal wieder dringend erforderlich. Auch die Crew der Dievago (vor allem die Kids) sind begeistert und machen mit. Wegen des hohen Menschenaufkommens beim Hamburguesaessen wird die Aktion auf die Dievago verlegt – hier ist Platz genug für alle.
Wir erzählen uns von unsern Lieblingsfilmchen und beschließen heute Abend einen Filmabend zu machen.
Aufgrund eines großen Intressenkonflikts zwischen jungen und ältern Filmeguckern, wird auch dieses Ereignis auf zwei Schiffe verteilt. Die Kids gucken ihre Teenefilme („LOL“ und „Der verlorene Schatz der Tempelritter“) auf dem Kat und die Kpt’s und Kptinnen gehen auf die Röde Orm und gucken „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“ und „The Tourist“.
Allerdings bringt „The Tourist“ die Batterykapazität aufgrund der vorangegangenen stundenlangen Getränkekühlung an die Grenzen. Die zweite Hälfte des Films wird auf den Notnetbook der Röde Orm zuende geguckt.
Hoffentlich scheint morgen die Sonne – Dieselstrom ist nicht aktzeptabel.
11,9 Volt und aus…

Mrz.′ 12 19

Die Kinder haben viel für die Schule nachzuholen. Die Überfahrt, Geburtstagsfeiern, Karneval usw. haben sie ein wenig zu kurz kommen lassen. Heute machen wir also mal wieder Ganztagsschule – is ja auch gerade modern an Land


Die Kids ackern wie wild und auch der Kpt. darf endlich mal wieder mit Anni Physikexperimente machen – Super.
Gegen Abend raffen sich die geschafften Lehrkörper und Stephan (von der Dievago) noch mal auf und finden zwei Geocaches auf der Insel. Nun gibt es nur noch einen von uns unentdeckten Cache, ganz im Norden. Der ist allerdings schlappe 5,9 km weit weg – Mañana!
Over und aus!

Mrz.′ 12 18

Es pfeift und heult uns um die Nase. 7 Bft sind das locker. Bis Mittwoch oder Donnerstag soll der starke NE anhalten.
Selbst Wäsche waschen fällt uns schwer. Jedes Wäschestück muss mit mind. 5 Klammern gegen den zerrenden Wind befestigt werden. Das Geheule und Geklöter im Rigg nervt auch gewaltig. Ist das jetzt so ein Äquinoktialsturm (Tag-Nacht-Geiche)? Wie auch immer. Die Tag-Nacht-Gleiche ist ja bald vorbei, dann kann’s auch wieder aufhören zu blasen.
Der Spaziergang zum Strand wird auch abgeblasen, denn der fiegende Sand rauht die Beine des Kpt. dermassen auf – son echtes Rauhbein eben…

Pfeif und heul…

Mrz.′ 12 17

Gestern Abend begann hier der Karneval auf Graciosa – heute morgen läuft die ganze Sache nahtlos weiter.
Wind zum Ablegen ist es sowieso nicht, daher gucken wir uns das Spektaktel an.
Der Karnevalszug startet am Beginn der Hafenmole und geht quer durchs ganze Dorf. Am Ende wird jede Gruppe auf die Bühne gebeten, um dort ein Vorfürung zum Besten zu geben.


Wir setzen uns gespannt auf die Zuschauerbänke und versuchen uns die Aufführungen anzusehen und zu hören. Leider ist dies nicht bis zum bitteren Ende möglich. Das feine Gehör des Kpt. wird so sehr strapaziert, dass er nach der dritten Vorführung unbedingt in die Koje will. Auch die Andeutung auf ein weiteres Tropical der ersten Offiziöse bringt keine Besserung.
Stöpsel ins Ohr und aus!

Mrz.′ 12 16

Der Kpt. ist dermaßen genervt, dass die UMTS-Vodafon-Karte verbraucht ist, dass er am liebsten vor dem Frühstück das Ding noch aufgeladen hätte – durfte er aber nicht.
Diese Karte wurde Oktober aufgeladen (20€) und hat bis Mitte März gehalten. Und das bei dem Tarif 1Mon. oder 1 GB für 19,95€. Schon beeindruckend, wie die Spanier Zeit und Daten auslegen… Ganz nach dem Motto: Mañana – Mañana.
Im Ort wird alles für das Karnevalfest vorbereitet, das an diesem Wochenende stattfindet. Wenn man alle Karnevalstermine von allen Kanareninseln wüsste, hätte man auch seine Reiseplanung danach auslegen können – je nachdem, ob man Karneval mag oder nicht… 🙂


Nach einer Geocachaktion mit erfolgreichem Fund wollen wir uns das Spektakel ansehen…
Allerdings kann man nur viele Spanier gedrängt in einer Kneipe beobachten. Wir gehen zum Pizzamann und essen eine Geburtstagspizza für Lilli. Lecker!
Dann wird es uns zu kühl und wir verschwinden auf die Schiffe.
Kaum liegt der Kpt. in der Koje, drehen die Karnevallisten im Dorf die Boxen auf und feiern von 22h bis spät in die Nacht. It’s Spain Darling.
Over und Bass.

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