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Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Jan.′ 12 31

Die Wind- Wetterprognose ist günstig. Wir wollen heute noch ablegen. Wenn Anni aus der Schule kommt, soll es los gehen.
Wir machen noch einen Großeinkauf und lassen uns den Krams kostenlos auf das Boot liefern. Andy, TO-Stützpunktleiter, fiedelt uns noch schnell ein paar Blechstücke zurecht, aus denen wir uns Topfhalter basteln wollen. Die Tanks werden gefüllt und das Schiff nach drei Wochen wieder seeklar gemacht.
Im Hafen pfeift es teilweise ganz schön, so dass wir denken, flott nach Valle Gran Rey segeln zu können – sind ja auch nur 16 sm.
Wir rollen schon kurz nach der Hafeneinfahrt das Segel aus und lassen uns an der Mole vorbei pusten. Hinter der nächsten Ecke ist der Wind weg. NIX. NADA. Na denn… Wir müssen tatsächlich die restlichen 15sm motoren.


Es ist aber trotzdem ein schöner Törn. La Gomera ist wirklich sehr hübsch – auch vom Wasser.
Um 18.30h machen wir in Valle Gran Rey an der Kaimauer fest.

Direkt an einer Leiter… Aber immerhin Landzugang. Es ist Hochwasser. Wir machen die Leinen schön lang, damit sich unsere Röde Orm nicht an die Mauer hängt…
Absackerschnittschen mit Gerstensaft usw. im Hafenkaffee…
Morgen um 8h geht’s weiter nach La Palma.
Over und aus!

Jan.′ 12 30

Mit Fred nach Santiago

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Chrischan schreibt per SMS, dass er Santiago auf La Gomera so schön fand. Wir beschließen uns die Sache mal anzusehen und einen Nachmittag von den Felsspechten zu entfiehen.
Die Benchifähre von Fred.Olsen fährt heute zum vorletzten mal, bevor der Katamaranglitzer nicht mehr um La Gomera tobt.
Fred nimmt uns mit.
Er fährt 22 Kt., der Kpt. kann es ganz genau auf seinem Handynaviprogramm verfolgen 🙂
Nach 15 Min. sind wir in Santiago und steigen aus. Wir haben ca. 2 Std. Zeit, bis Fred uns wieder abholt.
Olaf und Petra treffen wir auch dort. Die beiden sind heute morgen mit dem Bus auf den Berg gefahren und dann nach Santiago runter gewandert… Was für Zufall…. 🙂


In einer sehr netten Strandbar „La Chalana“ trinken wir was kühles blondes. Die Bar ist richtig urig eingerichtet und besteht eigentlich nur aus einer bunt bemalen Hütte mit Wellblechdach und zwei Terassen, eine direkt vor der Hütte mit Dach und die zweite auf dem Strand, überspannt mit einem feinen Fischernetz gegen die Sonne. Es stehen sogar zwei Bastsofas am Strand rum. Wir fragen uns ob Chrischan hier auch immer sein Bierchen getrunken hat?
Die bestellten Pommes müssen wir auf dem Fussweg zurück zu Fred essen. Zwei Stunden sind zu wenig für Santiago. Der Hafen hat allerdings soviel Schwell, selbst bei ruhigem Wetter, dass er für uns nicht in Frage kommt…
Wir zischen mit Fred wieder nach San Sebastian.
Olaf und Petra zeigen uns noch ein super Restaurant in einer Seitengasse. Hier gibt es Pizza für 4.50 EUR und auch Getränke zu guten Preisen. Wir sind begeistert und haben einen schönen Abend.
Over und aus!

Jan.′ 12 29

Heute geht’s auf große Entdeckungstour. Wir packen eine Picknicktasche und holen das Mietauto ab. Dann geht’s los. Wir wollen zur Aussichtsplattform Pajarito und fahren in dicken Nebel. Na das können wir wohl knicken. Wir steigen gar nicht erst aus. Also fahren wir weiter Richtung Valle Gran Rey. Wir durchqueren den Nationalpark Garajonay. An einem urigen Wanderweg halten wir an. Wir haben Glück, es ist ein Rundweg, 3,6 km lang, also auch mit Steigung gut zu schaffen. Wir wagen uns in eine Welt der Feen und Elfen vor. Moosbehangene Bäume, Baumwurzeln, Höhlen in Felsen, Bäumen und Erdhügeln. Hier verwandelt sich eine Elfe schnell in ein Blatt, weil wir hinschauen, ein Hase wird zu einem Baumstumpf. Auf dem Boden finden sich rote Fußbälle der Feen und ein eckiger von einem Troll. Unsere Phantasie wird beflügelt. Trampelpfade und Treppenstufen aus Baumwurzeln führen uns schließlich zum Auto zurück. Wir biegen ab auf die Straße nach Valle Gran Rey. Dort befindet sich Wanderpfad Nr. 4. Dieser führt uns zu einem Mirador, einer Aussichtsstelle hinunter ins Tal, hinaus aufs weite Meer. Unendliche Weite.
Einen anderer Mirador, gestaltet von Manrique ist ein Edelrestaurant am Wegesrand. Darunter sieht man, wie sich die Straße in Serpentinen ins Tal windet. Auch die Stufen, die die Einwohner in die Berge gearbeitet haben, um ein Landwirtschaft zu betreiben, sind schön zu sehen.
In Valle, dem Dorf des großen Königs fahren wir zum Hafen, um zu sehen, wo wir die nächsten Tage ankern werden. Hat schon Schwell der Hafen, geht aber. An Land liegt ein völlig zerschmetterter Kahn aus Kiel. Julita sagt treffend: als hätte ne Bombe eingeschlagen, so sieht der aus. Ist wohl mal auf ein Riff gelaufen.


Unsere nächste Station ist Vallehermoso, ein verschlafener Ort im Norden der Insel. Uns zieht es an den Playa. Dort steht das Castillo del Mar, ein altes Castillo eher im als am Meer, umschäumt von tosenden Wellen. In früher Zeit diente es als Umschlagplatz für die hiesigen Bananen und sonstige Früchte, die über diese Verladestelle auf Schiffe gebracht wurden, um sie zu verkaufen. Es gab noch keine Straßen, und so wurde alles auf Eseln transportiert. Irgendwann hat sich dann das Meer das alte Castillo geholt. Doch ein Geschäftsmann hat es in wieder aufgebaut und als Restaurant und Veranstaltungsort daraus gemacht. Leider ist es seit 2 Jahren still gelegt.

Beeindruckt von dem etwas gruseligen Castillo, das zwischen einem riesigen Felsen, der sich son bisschen vorn überbeugt, und dem tosenden Meer, das seine Gischt Meterhoch spritzen lässt, steht, verkrümeln wir uns ins Auto. Die Kinder schlafen auf dem Rücksitz ein und wir fahren durch die Märchenlandschaft zurück nach San Sebastian. Wattewolken senken sich auf die Bergspitzen.
Kurve und aus!

Jan.′ 12 28

Ziege oder Pute?

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Heute wollen wir mal wieder grillen. Das hatten wir ja nun schon lange nicht mehr – für unsere Verhältnisse. Und morgen fährt Sophie, die Schwester von Olaf wieder nach Hause. Da haben wir ja sogar n Grund (auch ohne Hund!). Also stürmen wir den Supermarkt und kaufen irgendwie gut aussehendes Fleisch.

Auf dem Grill werden dann Wetten abgegeben. Das ist doch Ziege! Nee. Annika: Ziege ess ich nicht! Wir schneiden es an, wie edel… sieht aber doch eher nach Putenfleisch aus. Ist wohl auch welches. Tze. Schmeckt auf jeden Fall. Dabei hatte der Kpt. sich schon so dolle auf ne echte gomerianische Bergziege aufm Grill gefreut.Sone Ziege wird auf jedenfall noch gefangen und auf Grill gelegt – soviel ist ab heute klar. Zu der Pute gab es übrigens Avocadosalat.
Abends – nach der Pseudoziege – schläft der Käptn im Cockpit ein. Bis Olaf kommt und ihn weckt.

Wir wollen nochmal zu André. Er hat draussen ein Schild stehen: Mojitos sin (ohne) alcohol. Julia fragt danach. Andre bietet ihr Limonade an… sehr lustig. Da bestellt sie lieber ne infusion. Hä? Was will sie. Es kommt ein Tee. Achso.
Spanisch und aus…

Jan.′ 12 27

Die Reparaturliste ist schon ganz schön lang. Der Kpt. schiebt den unwichtigen Krams gerne mal auf die lange Bank und macht stattdessen Siesta, aber heute nicht.


Aufgrund der 10. Erinnerung der 1. Offiziöse wird nun endlich mal das Klolicht – wenn auch provisorisch – repariert. Der Kescher für die dicken Fische wird mit WD 40 und einer neuen Schraube wieder funktionsfähig gemacht. Zwei neue USB-Ladestecker werden am Regal befestigt – Somit haben wir nun 3 USB- und 5 12V-Steckdosen. Die erste Offiziöse betreibt Flickschusterei und näht diverse Flicken auf Kinderhosen. Der Bullenstander bekommt endlich mal Rollen verpasst und wird nun nicht mehr einfach über ne Öse geführt. Der Hackenporsche ist schon alt und löchrig, wir haben bei jedem Einkauf Angst, dass wir mit ihm am Staßenrand liegen bleiben. Und das wichtigste – Julias Elfenengelflügel werden mit Sekundenkleber wieder angeklebt. Jule freut sich 🙂
In der Stadt haben wir einen Leihwagen reserviert. Am Sonntag wollen wir noch einen letzten Inselausflug machen, dann warten wir auf möglichst östliche Winde, um weiter nach La Palma zu segeln – Die Felsspechte bohren doch arg an den Nerven. Aber nun ist ja zum Glück Wochende und somit Dauersiesta.
Over und aus…

Jan.′ 12 26

Die Fossilenenergiereserven an Bord der Röde Orm gehen dem Ende entgegen.
In Porto Morgan haben wir mit dem Dingiaußenborder den Benzinvorrat fast auf 0 reduziert, und die Dieselreserven des Mutterschiffes wurden das letzte Mal in Funchal aufgestockt.
Die beiden Matrosen und der Kpt. laufen mit den 5 leeren Kanistern zur Tanke.
Der Kpt. schleppt 2x 15 Liter, Anni 2x 10 Liter und Julita 1x 5 Liter zurück an Bord.
Mit diesem Vorrat + dem noch an Bord befindlichen Sprit können wir nun wieder fast 90 Stunden motoren, also fast 4 Tage und 4 Nächte.


Diese Schlepperei wird am Abend belohnt. Die Kids dürfen einen Disneyfilm auf dem Computer gucken und Jule, der Kpt., die Crew der Sophie und Sofie (Olafs Schwester) machen einen Kneipenbummel in San Sebastian – schön war’s !
Over und aus!

Jan.′ 12 25

Abschiedstag

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Um 7:30h legt Fred mit seinem Trimaran ab und nimmt Michael, unseren Signalgast mit in Richtung Osten.

Michael wird in Ohe dringend gebraucht, am 29.1. macht der ne Party und ausserdem muss er Schnee schippen… 🙂
Ein Tuikreuzfahrer legt an. Die Touris überfluten mal wieder die Insel.
Den Vormittag verbringen wir Felsspechtfliehend aber Touriübervölkert im Cafe auf dem Marktplatz.
Abends sitzen wir mit der Crew der „Dievago“ bei uns im Cockpit. Morgen früh um 3h wollen die fünf nach Teneriffa aufbrechen.
Anni und Julita sind ziemlich traurig, sie hatten endlich mal wieder andere Kids zum schnacken und spielen.
Over und Abschied…

Jan.′ 12 24

Mit Sonnenaufgang wird der Kpt. wieder von den lagomerianischen Felsspechten geweckt. Sie hängen in der Felswand und bearbeiten sie mit ihren Bohrern. Der Signalgast versucht es ihnen gleich zu tun. Aus seiner Koje ertönt ein ähnliches Geräusch. Je länger man auf dieser Insel verweilt, desto ähnlicher wird man den Felsspechten.

Aus diesen inspirativen Geräuschen ergibt sich eine kurze Naturbeschreibung über den lagomerianischen Felsspecht:

Der lagomerianische Felsspecht.

Der lagomerianische Felsspecht ist ein pussierliches gelb bunt behelmtes Klettervögelchen.
Die direkten Vorfahren unseres kleinen Freundes sind die Pressluftdommel und der Hochseilkreischer.
Findet der Felsspecht in seinem Revier – häufig in der Nähe des Aufenthaltortes der faulen Windsüdsegler – einen geeigneten Faden erklimmt er, unter lautem Gezische und Geschrei, mit einer Horde Artgenossen eine nahegelegene Felswand.
Leider ist er nicht mehr in der Lage mit seiner verkümmerten Fadendrüse sein Steigseil selbst zu produzieren.
Mit seinem langen Bohrwerkzeug versuchen ein bis zwei Spechte ein Loch in den Fels zu pochen.
Häufig hüpfen sie dabei mit ihren kräftigen belederten Kletterbeinchen im Takt auf und ab.
Zwischen den Bohrattaken kann der fleissige Naturbeobachter wunderbar der berühmten Zischatmung des lagomerianischen Felsspechtes lauschen.
Beginnen tut der Felsspecht sein Werk einige wenige Stunden nach Sonnenaufgang.
Er schafft es in der Regel ein bis zwei Löcher in den Felsen zu hämmern, um dann in einen tiefen Siestaschlaf zu verfallen.
Die unter dem Felsen seit Balzbeginn letagisch verharrenden Windsüdsegler beginnen zum Leben zu erwachen und bejubeln die Felsspechthorde.
Nach der Siestazeit, wenn die warme Sonne den Felsspecht an seiner Wand besonders farbenfroh erleuchten lässt, beginnt der sein Bohrritual erneut. Diesmal schafft er meist nur ein Loch in den Fels zu rammen.
Kommt ein Weibchen am Fusse des Felsens vorbei, beendet der Felsspecht sein Hüpfbohrbalzgehabe und beginnt laut zu schreien. Es ist ihm jedoch nicht möglich, die Antwort des Weibchens aufzunehmen.
Durch seinen aufwendigen Hangbohrbalztanz ist das Hörvermögen des kleinen Klippenhängers fast vollständig erloschen.
Traurig wendet er sich dann kurz größeren Zielen zu (schwenk auf Teide) und beginnt dann jedoch sofort wieder mit seinem Bohrgesang bis er sich am Abend in seinen Bau zurückzieht und seinen Tinitus mit ein paar alkoholischen Doradas bearbeitet.

Nachdem der Specht sich in den verdienten Feierabend verabschiedet hat, kommen wir der Lieblingsbeschäftigung des Kpts. nach. Wir kaufen Grillgut und Kohle und feuern den Grill auf der Mole an.

Der Signalgast bekommt also heute quasi eine zweite Abschiedsfeier.

Over und aus…

Jan.′ 12 23

Abschiedscaipi für den Signalgast

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Anni geht wieder in die Schule. Der Kpt. und sien Crew waschen die Wäsche und kaufen für Michaels Abschiedparty ein. Michael, der Signalgast, umrundet die Insel und guckt sich die zwei Sorten Hippies von Valle Gran Rey an. Der normale strandschlafende Hippi mit den verzwirbelten Kopfbüscheln, sowie den edel Hippi, der mit seinem Macbookair in einer Bar sitzt, im Internet surft und mit bedruckten Papierscheinen um sich schmeißt.

Die Kinder richten am Abend die Tappas her: befüllte Fladenbrotrollen.

Später geht es zur Caipiabschiedsfeier an Bord der Sophie. Olaf mischt mal wieder die grandiosesten Longdrings auf dem ganzen Atlantik.

Over und Eisistaus…

Jan.′ 12 22

Michael leiht ein Auto. Wir touren in den Nebelwald und zu diversen Miradores. Wir wandern einen wunderschönen Wanderweg entlang und finden einen Baum der Wasser speit. Außerdem unendlich viele Elfen-, Feen-, und Trollhöhlen. Wundervoll!! Ach was haben wir das Grün vermisst. Ein bisschen fühlen wir uns wie zuhause. Es ist wunderschön hier im Wald. Aber wir kennen die Bilder vom Sachsenwald und von schwedischen Wäldern.

Wir picknicken vor einem spanischen Seminarhaus mitten im Wald. Ein Spanier kommt heraus und schenkt uns ein Glas Rotwein. Supernett. Langsam senkt sich der Nebel über den Wald. Es tropft vom Himmel. Wir packen ein und fahren durch den jetzt dichten Nebel zurück. Blicke in Schluchten, auf den unendlich weiten Horizont des Meeres und auf den Teide auf Teneriffa.

Am Abend ist im Cockpit der Röde Orm Männertreff. Olaf, Michael und Stefan amüsieren sich köstlich. Hier eine kurze Mitschrift:

Was heißt eigentlich Kuchenbude auf englisch? I dont know. Cakehut? Das ist englisch! Roll doch mal die Kuchenbude auf. Willst du ne Pfeife? Nee, ich nehm ne Seniorita. I roll it of. Soll ich einen hochziehen? Oder soll ich das hochziehen? Hast du etwa keine Gasheizung in der Kuchenbude? Behind the cakehut? Have you a rum for me also? Ich möchte auch einen Rum. Ram dir doch selber was. Also das riecht doch immer son bisschen nach Pferdemist. Was? Na die Seniorita. Deshalb riecht sie Julia auch immer so gerne. Ist deine Schwester eigentlich hübsch? Yes, she looks like me. Ja, ich habs befürchtet… Sie hat auch so O -Beine. Ist auch Fußballer! Prost. Ein alter Bluser spielt aus dem Handy. Have you also moddy waters? Er liebt Kokosnüsse. Manchmal klettert er auf den Baum und holt sich eine runter.

Als der angezündete getrocknete und gerollte Pferdemist ins Schiff dampfte, bat Julia darum, die Luke zu schließen. Nun sitzt sie im Bett, hört leider die lustigen Sprüche nicht mehr und fährt fort, vernünftiges ins Blog zu schreiben…

Over und aus…

Jan.′ 12 21

Namenstag II

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Insgesamt ist es hier im Januar kälter als im Dezember. Soviel ist klar. Wenn Julia morgens in kurzer Hose und Flipflops zur Dusche läuft, begegnen ihr Spanier in Jeans, Winterschuhen und Wollpulli. Beim Brötchenholen fallen ihr schon die vielen Trachtengruppen auf. Auf dem Programm steht, um halb eins geht’s los. So verholen wir uns in die Stadt. Überall stehen Gomerianer in Trachten, mit Gitarren und Trommeln grüppchenweise und singen und musizieren. Schöne Stimmung. Um halb zwei fragen wir eine Einheimische, wann es denn los geht? Hm naja, wenn alles fertig ist. Nun gut. Runde Tische sind aufgebaut, bestuhlt und auf jeden ist der Name einer Großfamilie geklebt.

Wir beschließen, dass es wohl noch dauert und schmeißen den Grill an. Ein gomerianisches Riesenhuhn kommt auf den Cobb. Dazu auf einem zweiten Cobb selbstgematschte Hamburger. Hm lecker. Wir schlemmen. Später kugeln wir wieder in die Stadt. Um die Tische sitzen Familien, alle geschmückt, und essen und quatschen. Abends wird auf der Bühne Tanzmusik gespielt und unter den giganischen Bäumen auf dem Platz tanzen freudig und fröhlich die Alten der Stadt. Ein wunderbares Bild. Wir tanzen natürlich mit.

In der Stadt verteilt sind kleine Gruppen Familienclans, teils mit geschmückten Wagen, eigenen Zapfanlagen, oder nur mit Palmenblättern geschmückten Einkaufswagen und singen zu selbstgemachter Gitarrenmusik.

Noch später – so gegen Mitternacht – spielt die Band auf der großen Bühne an. Das Jungvolk erwacht und es wird getanzt was das Zeug hält. Wieder in einer Affenlautstärke. Julia geht mit Ohrenstöpseln und hört immer noch genug um fröhlich Salsa tanzen zu können. Wir haben viel Spaß. Die Musik hören wir noch in Tanzlautstärke bis morgens um vier an Bord. Der Käptn schläft im Cockpit und hat eine kurze Nacht..

Over und aus…

Jan.′ 12 20

Namenstag I

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Heute ist die Stadt in feierlicher Stimmung. Aber würdevoll, die Party steigt erst morgen. Es gibt ein Blasorchesterkonzert im Festzelt. Mit Tuba und allem. Sehr schön. Eine Prozession in Trachten. Alles sehr sortiert und andächtig.

Am Nachmittag besuchen wir den hiesigen TransOceanvertreter, Andy, er unterhält einen Yachtservice. Wir bestellen bei ihm eine Nirostange, um eine Halterung für die Kochtöpfe zu bauen.

Abends kocht Annika Spaghetti. Wer abwäscht, entscheiden wir per Streichholzziehen.

 

Der Himmel erleuchtet irgendwann. Zu Ehren Sebastians findet ein Feuerwerk statt. Die Stadt ist schon geschmückt  für morgen. Bühnen sind aufgebaut, morgen geht es hier rund.

Over und aus…

Jan.′ 12 19

Spanischer Schultag

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Annika steht zur Zeit jeden Morgen um halb sieben auf und geht zur Schule. Es ist noch dunkel draussen, in der Stadt sitzen in dem einzigen schon geöffneten Kaffee draussen auf dem Platz unter Palmen schon ein paar Kaffeetrinker. Langsam hellt der Himmel auf. Die Schüler schlurfen Richtung Schule. Julia bringt Annika ein Stück. Um kurz nach zwei kommt Annika wieder zum Boot. Sie erzählt von ihrem Unterricht, die Lehrer halten wohl ihr zuliebe ein großteil des Unterrichts auf englisch ab. Besonders gut zum Spanisch lernen… ihre Mitschüler geben ihr aber spanische Vokabeln zum Üben mit.

Julita muss nun also ihre Schularbeiten alleine machen. Annika hat dieser Tage Fernschulfrei. Nach Lesen üben und Einmaleins geht Julita auf den Steg und angelt Köderfische. Einen nach dem anderen holt sie heraus.

Am Nachmittag kommt das langersehnte Paket an. Schulbücher und Lieblingsbücher. Welch eine Freude! Danke, Busses!!

Morgen ist hier ein Feiertag, der Namenstag von San Sebastian. Das wird ein Fest. Soundcheck beginnt um Mitternacht auf dem Marktplatz. Ey, die Spanier müssen alle halb taub sein!! Sogar hier im Hafen auf dem Schiff fliegen uns die Ohren weg.

Ola und aus.

Jan.′ 12 18

Michael hat sich vorgenommen, heute eine Postkarte zu schreiben. Minuten – nein Stunden dauert der erste Satz nach der Begrüssung (Moin). Er sitzt ewig im Cockpit und guckt ins Leere (Richtung Felsspechtwand). Erst nach dem Beweisfoto fängt er an den Kugelschreiber zu verbrauchen (Äppel).

Die Arbeiten an dem Windmesser gehen weiter. Michael hat ein paar Pingpongbälle zerschnitten und sägt eine chinesische Miniwindturbine auf. Zusammen mit dem Microcontroller ergibt das später mal n super Windmesser.

Eigendlich hatte der Kpt. ja n Drehzahlmesser für den Kuddel bestellt, aber das scheitert an irgendwelchen Schleifen, meint Michael – dabei legt der Kpt. gar keinen Wert auf eine Geschenkverpackung.

Der Plan, mit kleinen Harken Köderfische zu fangen, wird umgesezt. Wir stiefeln zu unserm Superchinesen und besorgen wiedermal Angelzubehör.

Zwei Stunden später haben wir ne Wanne voll mit diversen bunten Aquariumfischen aus dem Hafenbecken ergattert. Julita und Michael sind begnadete Köderfischangler.

20 Fische werden wieder in die Freiheit entlassen, und mit den restlichen versuchen wir etwas Essbares aus den Fluten zu ziehen. Nix zu machen. Es beisst schon wieder kein Fisch an.

Kann uns mal jemand einen Tipp geben wie man n schönen Fisch aus dem Atlantik holt?

Zum Glück kommt der finnische Stegnachbar vorbei und schenkt uns eine Kokusnuss. Eine frische vom Baum. Wir besorgen Strohalme und trinken genussvoll den kühlen Saft. Anschließend wird das Kokusnussfleisch herausgekratzt. So schmecken also frische Kokosnüsse. Annika und Julita kannten bis jetzt nur die kleinen getrockneten braunen. Die schmecken ganz anders. Wir halten uns jetzt weiter an Kokosnüsse und kaufen uns ne eigene Machete, damit wir nicht mehr auf den störrischen Atlantikfisch angewiesen sind.

Die Superangler verziehen sich in eine Fußballkneipe und sehen wie Barcelona Real Madrid fertig macht (2:1).

Over und aus…

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