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Jun.′ 12 05

Der Vormittag steht im Zeichen der Fernschule. Lange haben wir keine Tests mehr verschickt zum Korrigieren. Sie haben sich hier angesammelt. Nun geht ein ganzer Schub raus. Claudia und Silvia stehen vor dem Schiff und wollen in den Wald gehen, Stöcke fürs Grillfeuer sammeln. Wir können leider noch nicht mit. Aber wir kommen nach. Endlich sind wir fertig und sammeln uns an der Sundance. Die drei Männer (Alfons, Stefan und Lorhan) setzen sich in den Dreieinhalbtonner und düsen zur Ferreteria und in den Supermarkt. Die drei Mädels (Annika, Ana und Samona)  gehen baden und Breitbandfernsehen und die drei Frauen (Claudia, Julia und Silvia) setzen sich zum Garachio ins Restaurant und quatschen. Super Arbeitsteilung. Anschließend bereiten wir das Grillfest vor, zum Hochzeitstag feiern – ja 19 Jahre sind wir heute verheiratet – und um Alfons Geburtstag vorzufeiern.

Der Kpt. fragt sich, warum wir im Supermarkt waren… Hier läuft soviel Grillfleisch auf zwei Krallen mit schönen bunten Federn rum. Bei näherer Betrachtung muss der Kpt. allerdings mit Grausen feststellen, dass sich die Hähnchen von abgeplatztem Antifouling, Sika- und Epoxyresten ernähren. Die Hühner sind also eher Sondermüll als Grillgut – Schade. Auch der Pfau glänzt so in der Sonne, dass es besser scheint, ihn laufen zu lassen…

Unter dem Katamaran wird die Festtafel geschmückt und dann reingehauen. Alfons stellt eine uralte Flasche Wein auf den Tisch, wir kosten alle. Is noch nicht Essig!

Am Abend schaukeln die Kinder in der Hängematte unter der Sundance, Pedro, der Nachtwächter kommt und spendiert ne Runde Eis. Geburstagslieder in Spanisch, Deutsch und Polnisch werden gesungen – Herzlichen Glückwunsch Alfons.

Over und aus.

Jun.′ 12 04

Der Kpt. geht zu der Sundance und sieht Alfons bei der Arbeit zu… – plötzlich hat er ne Bürstenflex in der Hand und schrubbelt in der Mittagssonne das Gribdeck ab. Schweiß – Sonne – Arbeit. Der Kpt. gibt alles und sein Letztes. Am Ende der Sonne ist das Vorschiff fast fertig und Alfons hat seine Eingangtüren auch epoxiert.

Am Nachmittag nehmen wir uns unseren Kuddel vor. Die Ventildeckeldichtung wird abgeschraubt und das Ventilspiel eingestellt – War auch nötig. Wir würgen die Einspritzdüse mit Brechstange und Hammer aus ihrer Passung und prüfen das Sprühbild – Is ok!

Nachdem der Kuddeln ne Stunde warm gelaufen ist und wir uns einen Carachillo gegönnt haben macht der Kuddel leider immer noch die gleichen Warmstartschwierigkeiten wie vorher. Tja – Der Kopf muss wohl doch ab. Aber ohne das Ersatzteil in den Händen zu haben läuft da nix – immerhin läuft er ja.

Die Frauen sind derweil unterwegs. Vier Maschinen Wäsche werden gewaschen. Claudia und Julia fahren mit den Fahrrädern – Fahrrad fahren ist ja toll, das ist schon lange her. Man ist richtig schnell! – ins Dorf zum Einkaufen.

Dann gibt’s unterm Katamaran – der einzige gut durchlüftete schattige Platz Salat und Tortilla. Die Kinder sausen mit Rollern und Rädern zum Pool und genießen das kühle Naß. Abends gibt’s zur Feier des Tages Pfannekuchen auf der Röde Orm.

Over und aus.

Jun.′ 12 03

Nach dem Frühstück mit Claudia, Alfons & diversen Kids bei uns im Cockpit steht eine Katamaranbesichtigung an. Ein super Teil. Alfons ist ein richtiger Bootsbaukünstler, er hat aus dem alten Katamaran ein richtiges Schmuckstück gemacht. Der Bug und das Heck wurde geschickt verlängert und lackiert. Nun ist noch die Inneneinrichtung dran und dann kann es bald los gehen.

Jule und der Kpt. gehen nochmal zu Sorgenkind (Kuddel) und verpassen ihm nen neuen Dieselfilter und tauschen kurzfristig die Starterbatterie aus. Leider gibt’s es auch nach diesen Aktionen keine Motorwarmstartverbesserung – Schade.

Es beginnt wieder zu regnen. Wir stellen zwei Tische unter dem aufgebockten Kat auf und essen dort gemeinsam Mittag. Total witzig.

Der Kpt. erkundigt sich nach der SUNDANCE Homepage… Hat er nicht – gibt’s doch nicht… Ruck Zuck bekommt das Schiff ne Page (http://sundance32.wordpress.com/ ) 😉 .

Julia geht derweil mit den 5 Kindern an den Strand, das erste mal im Mittelmeer baden. Es ist viel wärmer als der Atlantik. Fußball wird gespielt, Wellenhüpfen, Laurentia. Welch friedlicher Abend.
Im Memberclubraum stellen wir die Tische zusammen und decken sie mit Abendbrotutensilien. Dann essen wir genüsslich zusammen. Die Kinder sind schnell fertig, es steht nämlich ein Riesenfernsehmonitor im Raum. Sie lümmeln sich auf die Couch und gucken Zeichentrick im Großformat.

Over und aus.

Jun.′ 12 02

Weiter geht’s gen Norden. 50sm wollen wir heute wieder schaffen.

Der angekündigte SE Wind mit 15 Kt. fällt leider etwas schwächer aus. Wir kommen ziemlich langsam voran, so dass wir die letzen 4 Std. bis nach Oropesa noch motoren müssen. An Castellon de la Plana tuckern wir vorbei, dass sieht einfach nicht so nett aus.

An der Küste braut sich ein ordentliches Gewitter zusammen. Hinter den Hügel blitzt es gewaltig. Wir geben ein bisschen mehr Gas.

Mit einsetzendem Regen und Donnergrollen machen wir in Oropesa fest. Die Marineros sind supernett und helfen uns beim Anlegen. Solange Kuddel noch warm ist, saugen wir das Öl raus und verpassen ihm ein dickflüssigeres 20w50 Motoröl, vielleicht mag er damit im warmen Zustand lieber anspringen – Leider ist die Verbesserung, wenn überhaupt, nur geringfügig.

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Vor den Facilies treffen wir Claudia von der MOIRA und SUNDANCE. Das eine Schiff liegt im Hafen, das Andere steht an Land.

Schließlich holt sie ihren Alfons auch noch von Bord und so sitzen wir lange in der Hafenbar, schnacken und sehen dem Thunderstorm zu. Die Röde Orm Kids haben sich gleich mit den SUNDANCER / MOIRA Kindern angefreundet und sind auf und davon.

Claudia und Alfons planen auch eine Langfahrt und bereiten ihren Katamaran SUNDANCE auf den großen Trip vor.

Der Kpt. erzählt Alfons von seinem schlecht startenden Kuddel – Der Warmstart wird immer schlechter. Alfons kennt den Motor ziemlich gut: Am Montag werden wir mal den Kopf abnehmen und die Ventile einschleifen – die sind bestimmt verrußt und schließen nicht mehr richtig. Vielleicht sind auch die Kolbenringe hin – aber auch die zu wechseln ist bei dem Yanmar YSE 8 kein Problem. Man kann durch einen Luke im Kurbelgehäuse den Pleuel aushängen und den Kolben ziehen… Der Kpt. bekommt große und feuchte Augen ! – Total genial. Ne neue Kopfdichtung und die anderen Ersatzteile werden wir wohl in Castellon de la Plana bekommen.

Es scheint so, als ob wir n paar Tage hier bleiben, den Kuddel überholen und dann wieder ne Nachtfahrt machen werden.

Over und aus.

Jun.′ 12 01

Das erste, was wir den Hafenkapitano nach unserem 30 minütigen Eincheckgang zu ihm sein Office fragen: „Dürfen wir bitte an einen Localsteg – näher ran an die Facilities?“ – „Si – claro“. Puuuuh – ein Glück. Wir Frühstücken also noch an unserem Abseitsvisitatespontoon zuende und verholen uns in den Haupthafen. Sehr gut – wir können auch unser neu erfundendes und beim Frühstück besprochenes Anlegemanöver-ohne-Schnoddermooring-an-Deck ausprobieren. Die Kids stehen mit den ehemaligen 10m Heckleinen aufm Vorschiff und machen damit auf Slip an den Pollern fest. Des Kpts Fru reicht dem Kpt. die Schnoddermooring. Der Kpt. rennt damit nach achtern und zieht tüchtig. Die Kids fieren den Kahn 3 Meter vom Gestade wech. Nu mach der Kpt. dem Chrischan ihm seinen Prusikknoten mit einer schön sauberen Festmacherleine um die Schnoddermooringleine. Der Kpt. fiert, die Kids holen dicht, feritch ist das angelecht – ganz ohne Dreck.

Nun kommt das 2. Problem. Die Kids wollen in den Marinaeigenen Swimmingpool – leider is das nur für Members. Aber irgendwie kriegt Jule das geregelt. Die Kids werden also Swimmingpoolmässig vom Bademeister betreut und der Kpt. und sien Fru nutzen die Gelegenheit, um sich einem Bunkereinkauf beim örtlichen (Bezahlbaretaxireichweite) Carrefour zu witmen. Der Kuddel bekommt heute auch mal n bisschen dickflüssigeres Öl, 20w50. Er mag im heißen Zustand nicht mehr so gerne anspringen – nicht schön.

Der Einkauf wird unter Deck verstaut, die Kids ausm Pool gezerrt und mit dem 2. Taxiausflug die Stadt erkundet. Per Bus wäre man wohl auch gut hingekommen. Zu viert ist es aber genauso teuer wie per Taxi (ca. 10 €)

Wir fangen mit dem alten Krams in der inneren Stadt an, schlendern durch den „Jardines del Turia“ und enden bei so ganz moderner Architechtur – Einfach mal die Bilder angucken.

Besondern das alte Flussbett des „Turia“, aus dem die Valencianesen einen super Park gemacht haben, hat uns besonders gut gefallen. Alle Familien mit Kindern sind anscheinend in diesem Park unterwegs, liegen unter Bäumen, fahren Rad, spielen Fussball, joggen…

Valencia ist echt großartig.

Over und aus…

Mai.′ 12 31

Frau Kaptänin macht sich früh auf die Suche nach Brötchen. In dem Supermarkt auf dem Campingplatz -deutsch besetzt- gibt es welche. Sehr schön. Wir legen ab und frühstücken auf See. Der Motor wird gleich nach der Hafenausfahrt still gelegt und die Segel gehisst. Ein laues Lüftchen weht, immerhin soviel, dass wir zweieinhalb Knoten Fahrt machen. Das reicht fürs Frühstück.  Spaniens Küste sieht vom Wasser kilometerweit gleich aus: Sandstrand, Hochhäuser, bergiges grünes Hinterland. Der Wind frischt auf, wir rauschen Valencia entgegen. Kleine Wellen, tiefblaues Wasser, Wind von achtern. Bald fahren wir fünfeinhalb Knoten. Der Kpt. bastelt eine Schnellspanvorrichtung für Anton (unser Windpilot) – Jetzt lässt sich die Leine ratz-fatz nachjustieren – eine tolle Idee von der DÜVEL OK. Julita und Annika erledigen ihre Schulaufgaben inzwischen auch schon bei beträchtlicher Schräglage vollkommen selbstverständlich.

Vor Valencia ankern unzählige Frachter. Im Hintergrund Kräne und Container. Sehr einladend. Vor dem Hafen versuchen wir Funkkontakt zur Marina herzustellen, aber irgendwie benutzen die Frachter die Kanäle zum Quatschen. Wir kommen nicht durch. Als es schließlich doch gelingt, liegen wir schon am Visitorpontoon.

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Ein Marinero kommt per Schlauchboot und geleitet uns zu einem einsamen Liegeplatz an Steg 43 – ja so groß ist der Hafen. Und wir ganz hinten. Die verschlammte Mooringleine zwingt den Käptn geradezu sich Ideen auszudenken, den Schlamm von Bord zu halten. Per Ferndiagnose hat Chrischan den heißen Tipp:  Prusikknoten. Wir üben den Knoten und studieren eine Mooringfestmachzeremonie ein, bei der hoffentlich beim nächsten Mal das Schiff vom Schlamm verschont bleibt.

Mit dem Sonnenuntergang machen wir uns auf den langen Weg in die Marina. Annika und Julita toben auf der grünen Wiese vorm Marinabüro und üben Radschlagen. Ausgelassen genießen sie es, wieder Rasen unter den Füßen zu haben. Außerdem entdecken wir einen Swimmingpool. Der Hafen ist rehabilitiert. Da laufen wir doch gerne ne halbe Stunde (wirklich) bis zu den Duschen…

Latsch und aus.

Mai.′ 12 30

Calpe finden wir irgendwie auch doof. Und außerdem, was sollen wir im Hafen. Is ganz klar was dann passieren würde. Wir laufen ein und verpennen den ganzen Tag.

Also ist es besser doch auch noch den ganzen Tag durchzusegeln und den Schlaf segelnderweise im Sonnenschein auf dem Wasser aufzuholen und lieber am Abend irgendwo einzulaufen – Guter Plan.

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Wir umrunden also auch noch das nächste Cabo (Cabo de la Nao) und segeln mit der Nachmittagsbrise nach Oliva.

Ausgeschlafen und erholt laufen wir um 16h in Oliva ein und freuen uns eigentlich auf einen günstigen Liegeplatz (wir haben da n Tipp bekommen). Aber denkste – angeblich sind keine kleinen Plätze mehr frei. Wir müssen also auf einen 12m Platz oder wieder auslaufen.

Der Kpt. is ein bisschen angepisst, wenn man so über den Hafen blickt, sieht man sehrwohl freie Plätze zwischen kleinen Boot.

Wir bleiben trotzdem und ärgern die Offizine mit unserer uns eigens dafür antrainierten Extremspanischlangsamkeit (haben wir von den Canariern gelernt). Außerdem lassen wir die Kinder den ganzen Nachtmittag bei ihr im Büro hocken und an dem Internetcomputer datteln. So! 🙂 (Aber 20€ für den 12m Bootsplatz pro Nacht, sind ja trotzdem ok…)

Der Hafen ist echt ganz gut. UND es gibt einen echten, richtigen Barbecueplatz – krass. Den Tank kriegen wir auch wieder voll gemacht und ein Absackerbier in der Hafenbar.

Die Barplanung ergibt, morgen nur einen kurzen Schlag nach Valencia zu machen und dort dann einen Tag zu bleiben. Die Stadt soll sehenswert sein. Hoffentlich spielt der Wind mit.

Over und aus.

Mai.′ 12 29

Der Krimmsekt im Kpt. lässt den Ablegezeitpunkt bedenklich nach hinten wandern. Eigentlich wollten wir nicht mit der Nachtmittagsbrise ums Cabo, sondern lieber mit der Morgenflaute.

Egal – wir machen noch schnell n Beweisfoto, legen ab und motoren gegen den Ostwind zum Cabo de Palos.

Ab dem Cabo haben wir halben Wind und legen erstmal das nächste Cabo (Cabo de la Nao) an.

Der Wind ist nicht so ganz dolle, aber für 4 Kt. reicht es. Wir beschließen nicht  nach Torrevieja zu segeln, sondern vorläufig nach Calpe.

Natürlich – nimmt der Wind wieder ab und wir motoren durch die Nacht – mal wieder…

Over und aus…

Mai.′ 12 28

Zum Glück kennen die Spanier den Pfingstmontag nicht als Feiertag. Alle Geschäfte in Cartagena sind geöffnet und wir können unsere Backkisten und den Dieselvorrat wieder auffüllen. Den Schiffsausrüster finden wir, dank Olafs Anleitung auch. Jedesmal ist es das gleiche. Der Kpt. steht in sonem coolen Laden und weiss vor lauter Aufregung gar nicht, was er kaufen soll. Zum Glück hat die erste Offiziöse die Liste.
Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und der Touristinfo gibt es freies schnelles Internet. Anni schnappt sich Computer und Kopfhörer und skypt mit ihren Freundinnen.


Zum Mittag wird an Bord der Röde Orm wieder das Pfannkuchenhaus eröffnet. Inge und Wolfgang bestellen ihre Lieblingspfannkuchen. Die Kids notieren die Bestellung, reichen die Zutaten dem Kpt. und servieren die Getränke. Heutiger Geheimtip war: Pfannkuchen mit Gorgonzola.
Schließlich finden wir in der Stadt doch noch das richtige, echte, alte Amphitheater. Total schön. Die Sonne steht tief – also gutes Licht für Fotos.
Abendbrot gibt es auf der STELLA MARIS. Mit einer Flasche Krimmsekt begießen wir unser PTSK-Segler-Treffen und haben einen sehr schönen Abend.
Morgen geht’s weiter ums nächste Cabo Richtung Norden. Mal sehen wie weit. Vielleicht ist der Wind ja gut und wir machen wieder n Nachtschlag.
Over und aus…

Mai.′ 12 27

Heute morgen um halb acht kommen die Festungen von Cartagena in Sicht. Gerade ist die Sonne aufgegangen.
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Wir werden erwartet. Inge und Wolfgang von der SY Stella Maris haben uns schon einen Platz reserviert. Wir machen neben ihnen fest. Wir sind nun zwei Nächte durchgesegelt, also hundemüde und hungrig. Inge lädt uns zum Frühstück ein. Welch ein Geschenk. Dankbar und glücklich setzen wir uns an den gedeckten Tisch. Wie schön, die beiden zu sehen! Anschließend Einklarieren, Duschen, Decken und Polster in die Sonne hängen. Eine Stunde Mittagsschlaf. Dann machen wir uns Stadtfein und erkunden Cartagena, zumindest bis zum nächsten Restaurant. Eine beeindruckende Stadt. Ewigalt, mit großzügigen Straßen und Gebäuden.


An jeder Ecke ein historisches Denkmal. Wir wandern zum Amphitheater, von dem leider nur die Außenhülle steht. Die allerdings ist bewundernswert. Im Unigebäude kriechen Stefan und Wolfgang in einen mannshohen uraltempfänger hinein. Annika dreht an allen Knöpfen, nichts tut sich. Wir schlendern zur Marina zurück und zapfen das Internet an. Iridiumrätsel werden gelöst.

Over und aus.

Mai.′ 12 26

Mal fahren wir 4 Kt., mal fahren wir 5 Kt. – Wieso ist hier im Mittelmeer eigentlich noch immer sone dolle Strömung. Der Kpt. ist verwirrt, Gibraltar ist ja nu schon n Stück weg. Mit Sonnenaufgang motoren (ja noch immer) wir an Almerimar vorbei. Ab dem Cabo de Gata machen wir n Linksschwenk nach Norden.

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So langsam wacht die Crew auf und stolpert zum Müsliessen nach draußen. Delfine umschwimmen unser Schiff, springen und toben.
Jetzt müssen erstmal die Betten gelüftet werden.
Mittags haben wir genug motort und setzen mal Segel. Der Wind reicht leider nur für 2-3kt Fahrt. Wo bleiben die versprochenen 12Kt. Wind und wir sind auch noch am Cabo de Gata, wo ja eigentlich immer n bisschen mehr davon vorhanden sein sollte.
Es geht nicht anders, der Kpt. kriecht in die allerhinterste, muffeligste, dunkelste, dawokeinerhinwill Backskiste und kramt den Spi raus, den wir ein Jahr lang nicht gebraucht haben.
Er (also der Spi) riecht auch schon son bisschen muffelig. Der Kpt. Und die Matrosen setzen unser buntes Segel.

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Die Röde Orm ist nun mit 4-5 Kt. wieder am segeln. Juhuuuu!
Hinterm Cabo frischt der Wind weiter auf. 7kt. der Spi verschwindet frisch gelüftet wieder in der Muffelkiste. Die Genua ist dran – mehr Wind – Gross weg – Nur mit Genua fliegen wir Cartagena entgegen. Die STELLA MARIS ist schon da und hält unseren Platz warm…
Mal sehen, wie lange der Wind durchhält.
Over und aus.

Mai.′ 12 25

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11h legen wir ab von Fuengirola und motoren weiter nach Osten.
Flautenmotoren.
Wenigstens ist die Stömung etwas mit uns.
Zeit für Büroarbeit. Der Kpt. macht n paar Überweisungen und die Kinder erledigen ihre Schule. Irgendwie bekommen wir die Flautenmotorzeit überbrückt. Nur das klimpern der Euronen aus dem Auspuff stört die Idylle.
Sogar die Nachmittagsbrise fällt heut aus wegen is nich. Wir spannen Sonnensegel gegen die Hitze und Motoren weiter. Wo sind all die Delfine, Wale und Winde?
Am Abend setzt der Westwind ein. Aber nur ein ganz kleiner schwacher, reicht noch nicht zum segeln. Vielleicht wächst er über Nacht noch etwas, dann schläft es sich besser, wenn der Kuddel Pause hat.
Over und aus….

Mai.′ 12 24

Wir verholen uns auf die 9h Warteposition vor dem Marinaoffice von La Linea um nach dem Bezahlen gleich die Leinen los schmeißen zu können.

Von Heidi und Peter von der DÜVEL OK haben wir uns mit einem kleinen Gassenschlenker verabschiedet – schade – schon wieder ein Abschied von so lieben Menschen…

Auf geht’s weiter nach Osten zu unserem ersten Segeltag auf dem Mittelmeer.

Leider kommt auch der Wind aus Osten. Jedoch ist er so schwach, dass wir erstmal motoren und auf die Nachmittagsbrise hoffen.

Um 12.55h legt diese auch los – 5 Min. zu früh – das Mittagessen ist noch nicht vorbei. Wir setzen Segel und kreuzen mit 4,5 Kt. Richtung Osten. Die kleine Welle stört die Röde Orm kaum. Es scheint ein perfekter Segeltag zu werden.

Ab 16h ist wohl der Nachmittag vorbei und die Abendflaute setzt ein. Schade – wieder muss Kuddel ran.

Gegen 18h können wir mit ein bisschen SO gut nach NO segeln und halten auf Fuengirola zu.

Mit dem Sonnenuntergang laufen wir vor Hochhäusern- und Hotelburgenkulisse in den Hafen ein. Keine Schwimmstege mehr… komisch – Die Tide scheint wech zu sein.
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Auch kommt uns kein Marinero begrüßen. Wir legen uns einfach längsseits an die Stirnseite der Wartebrücke und warten. Anni kocht Nudeln.

Morgen geht’s weiter. Sonntag wollen wir in Catagena sein.

Over und aus.

Mai.′ 12 22

Wir sparen uns das Cable Car und machen alles zu Fuß. Nachdem wir die Grenze nach England, also Gibraltar (http://de.wikipedia.org/wiki/Gibraltar) passiert haben, steuern wir erstmal die Marinabay an, um nach einem Hafenhandbuch fürs Mittelmeer und den uns fehlenden Seekarten zu suchen.

Damit bepackt steigen wir die Castle Steps hoch zum Top des Affenberges. Den ersten Affen sehen wir auf der Mauer zum Maurenkastell sitzen. Wir steigen höher und kommen an einen Tunnel, der Beginn eines kilometerlangen Tunnelsystems aus dem 2. Weltkrieg. Es sind wohl mehr Straßen in diesem Tunnel als unten in der Stadt…

Weiter geht’s Richtung Michaels Cave, einer Tropfsteinhöhle. Auf einer Mauer sitzen Mama und Papa Affe in der Sonne, relaxt und daneben auf dem Baum, an Lianen turnend ihre drei Kinder. Spielen und balgen sich, ein wunderbares Schauspiel. Wir kämpfen uns in der Mittagssonne den steilen Berg weiter hinauf. Am Eingang zur Tropfsteinhöhle stehen Taxifahrer und spielen mit den Affen. Oder die Affen spielen mit den Fahrern. Ein eingespieltes Team für die Touristen. Sie locken mit Nüssen die Affen auf Annikas und Julitas Schulter. Pippi und Herr Nilson grinsen uns plötzlich an. Am Eingang treffen wir Peter und Heidi von der Düvel Ok, wir gehen alle gemeinsam in die Tropfsteinhöhle. Beeindruckend! Riesige Stalaktiten und Stalagmiten schmücken die Höhle. In den 70er Jahren hat man einen aufgeschnitten und konnte anhand dessen über Jahrmillionen das Wetter nachvollziehen. Zwei weiße Linien zeugen von zwei Eiszeiten. Ein Teil der Höhle wurde zu einem Konzertsaal gestaltet. Wir stellen uns hier eine Theatervorstellung vom Hobbit vor, das wär was.

Während wir im Kaffee sitzen und uns stärken kauft Annika sich ein Eis und plötzlich springt ein Affe ins Restaurant, reißt ihr das Eis aus der Hand und verschwindet wieder. Oh Schreck. Das ging schnell. Man wird überall gewarnt, keine Tüten offen zu tragen, da die Affen die sofort stehlen. Auf dem Rückweg sitzt eine Affenfamilie auf einer Seilbahnstütze. Julita braucht ein Pflaster, Julia kramt im Rucksack, etwas knistert… sofort faucht ein Affe den anderen an, schnellt hervor und geht in Angriffstellung. Hehe… schnell weg. Rucksack zu und weg hier. Man muss echt aufpassen.

Wir laufen zur Höhlenwanderung, zu den Tunneln von denen schon 1798 Gibraltar verteidigt wurde. Ein Teil der Crew verschwindet nochmal in den Caves. Die Schießscharte kann man im Hafen vom Cockpit aus sehen. Ein riesiges Labyrinth im Berg. Auf dem Rückweg statten wir noch dem Maurenschloss einen Besuch ab. Julita wird von einem Affenkind verfolgt und kriegt einen Riesenschreck. Was für ein aufregender Tag. Schließlich steigen wir die Castlesteps wieder hinab und genießen Fish and Chips bei Roy auf dem Marktplatz.

Runde und Füße.

Mai.′ 12 21

Wir legen mit NW Richtung Gibraltar ab (10h) und segeln mit der DUEVEL OK um die Wette durch die Straße von Gibraltar. Die ersten 3 Std. haben wir noch leichten Gegenstrom und 3 – 4 Windstärken.

Um Tarifa rum legt der Wind auf ca. 5 Bft. zu. Der Strom ist von hinten und wir flitzen mit 8 Kt. auf Gibraltar zu. Bis zur Bay of Gibraltar hat der Westwind bis auf 6 Bft. zugelegt.

Wir navigieren zwischen den ankernden dicken Pötten nach La Linea und checken in dem Yachthafen ein (12 €). Leider liegt die DUEVEL OK an einem anderen Steg.

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Wir satteln sofort die Hühner und wollen Chips und Fish auf Gibraltar essen. Is ja very British on „The Rock“.

Mit unseren Pässen bewaffnet spazieren wir über die Grenze und suchen die Mainstreet. Ein Wunder, dass hier kein Linksverkehr ist. Aber der Pfund ist trotzdem die Währung hier.

Bei Roy’s auf dem Marktplatz gibt es orginal englische Fish & Chips. Der Kpt. ist very happy.

Leider konnten wir beim einchecken keine Zugangskarte erwerben, so stehen wir also vor unserer Stegtür und versuchen mit der Sprechanlage jemanden am anderen Ende zu erreichen – Fehlanzeige… Langsam wird es kalt. Julia benutzt schließlich ne andere Sprechanlage und erreicht einen Securitymann, der uns die Tür öffnet.

Very und British…

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