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Aug.′ 19 04

Dartmouth sollte klappen, so langsam machen wir uns Gedanken, zu welcher Zeit und Tide wir einlaufen werden. Kuddel muss nochmal 2 Std. mitschieben um die Tide besser zu nutzen und nicht zum Schluss doch noch Gegenstrom zu haben – dann ist Ruhe im Schiff.

Ein paar Fischer spielen mit uns in der Nacht noch Slalomsegeln und wir weichen irgendwelchen Radarpünktchen aus – vllt. Fischerbojen. Das Radar & AIS in der Nacht mitlaufen zu lassen ist großartig. Es fühlt sich nicht mehr so an, als würde man in ein schwarzes Nichts fahren.

Des Morgens kommt die Küste in Sicht. Der Kptn. schiebt sich n Energieriegel rein, um den Anleger nicht voll im Tiefschlaf und sekundenlangen Reaktionszeiten durchzuführen.

Die Røde Orm findet einen freien Platz am Visitorsponton. Kaum sind die Leinen fest, ist der Kptn. auch schon eingeschlafen.

Der Fish & Chips Geruch von Land weht zu unserm Landzugangsfreien Steg. Schnell, wir brauchen Kalorien. Die Matrosen machen das Dinghi klar – alle Mann an Land – Englischen Boden betreten.

Wir flanieren und genießen wundervolle Stadt Dartmouth.

Fish und Chips

Aug.′ 19 02

Um 6h klingelt der Wecker. Sollen wir wirklich – das ist echt unmenschlich.

Der Wind scheint aber zu stimmen – Der Zeigefingertest sagt es – auf geht’s.
Die Fischer kommen wieder in den Hafen und noch ein anderer Segler denkt wohl das Gleiche wie wir. 14 Kt. Wind aus NW – die Røde Orm schlängelt sich zwischen den Sänden durch – ganz schön hoch ran – es geht aber gut – wir sind schnell – vor allem mit dem Schiebestrom zusammen.

Der Wind dreht sogar mit, als wir die Dover-Strait kreuzen müssen – einfach weiter segeln – perfekt.

Die Matrosen kommen richtig in Stress – niederländische Flagge runter – französische rauf – französische runter – britische rauf… 😉

Und irgendwann passiert es ja immer – man kann einfach nix dagegen machen – der Strom kentert und kommt von vorne – bis zu 3 Kt. gegenan – Kuddel muss ran – der Wind ist auch weg – wir machen 1,5 kn Fahrt. Sehr motivierend.

Aber die 50sm haben wir in der Tasche – jede Meile zählt. Der Abend kommt, die Handyuhr stimmt nicht mehr – ups. In England gehen die Uhren nach. Das erfreut den Käptn, seine Wache wird kürzer 😉 Kuddel läuft weiter. Vorbei an der Landzunge von Folkestone – Wachwechsel. Der Tisch wird runtergelassen, eine große Mittschiffskoje gebaut für die Matrosinnen. Die PetroLampe verbringt die Nacht überm Herd in der Kombüse. Die Erste und der Käptn schlafen abwechselnd in der Leekoje. Um Mitternacht haben wir 100 sm geschafft, sind vor Beachy Head.
Great und Britain

Jul.′ 19 29

Schön hier in Volkerak– Hier könnte man Urlaub machen. Aber die See ruft – weiter nach Westen.

Unsere Ablegezeit: 12h – wie schon so oft. Wir geben der Tide immer die Schuld. Der Kptn. argumentiert so, dass die Strömung ja erst noch in Schwung kommen muss usw. – irgendwas fällt ihm immer ein, um nicht vor Sonnenaufgang aufzustehen.

Vor der Schleuse zur „Tidenschelde“ ist ordentlich Stau – wir sind schon fast drin, da schreit irgendwer aus der Menge vor uns – Stopp ! – Voll ! – Wir fahren brav zurück an den Warteschlängel. Die anderen nicht – Irgendwas hat der Kptn. falsch verstanden. Nunja – die nächste Schleuse hat dann ein Lichterproblem – rein – raus – hin – her. Nach 2 Std. sind wir endlich drin und schleusen.

Der minütliche Wettercheck ergibt: heute Nacht gibt es Ostwind – Hilfe! – Wie kommen wir hier am schnellsten raus. Die Erste checkt die Karten – Da gibt’s es einen Ausgang zwischendrin… Um 19h sind wir auf der Nordsee und segeln mit Wind von N über Ost auf Süd drehend. Der Ost bringt bis zu 20 Kt. – wir flitzen nach Belgien… Es riecht schon nach Pommes!

Pommesduft und out.

Aug.′ 14 09

Aber leider erst ab 20h. Wir nutzen die Lücke, um nach Süden in die Lunkebucht zu kommen. Da kommt man auch nachts gut rein. Also Nachttörn mit Vollmond.

Die letzten paar Meilen muss tatsächlich Kuddel ran. Kurz vor dem Ankerplatz geht Kuddel plötzlich in die Knie – keine Leistung mehr. Herzstillstand. Wars das? Natürlich nicht – Nur ein Seegrasteppich. Mit dem Strahler checken wir die Lage. Ein paar mal vor und zurück und die Schraube ist wieder frei. Der Kpt. muss nicht ins Wasser.

Um 1h liegt der Anker.

Seegras und aus.

 

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Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Jul.′ 12 24

Gegen 4h kreuzen wir die Fahrwasser der Weser. Aber die Sonne ist schon am schummern und der AIS arbeitet zuverlässig.

Der Kpt. legt sich hin und Jule manövriert die Röde Orm durch die Fahrwasser.

Wir sind viel zu früh an der Elbmündung. Der Mitstrom setzt erst so gegen 11h ein. Egal, wir segeln mit 2-3 Kt. gegenan. Bis Tn 19 können wir gut segeln, dann muss Kuddel wieder ran und uns den Rest des Tripps bis in den Hafen schieben.

Viele Holländer kommen uns entgegen, die den angekündigten ostlichen Wind nutzten, um wieder nach Hause zu kommen.

Die Sonne scheint. Die Robben liegen auf den Sandbänken und sonnen sich. Ab und zu springt mal eine ins Wasser holt sich n Fisch und legt sich dann wieder in die Sonne – das ist n Leben. Hatten wir ein Jahr lang auch, fast so 🙂 .

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Um 14h laufen wir mit etwas viel Schwung und Seitenströmung in Cuxhaven ein, rasant rumpeln wir in die Box. Schlechter erster Anleger für den ersten deutschen Hafen.

Alle reden deutsch. Komisch, nachdem wir nun tatsächlich ein Jahr lang nicht in Deutschland waren. Als erste Handlung kauft der Kpt. im Yachthandel ne Flasche Grotamar 71, um auch die letzten Reste der französischen Dieselpest auszumergeln.

Die zweite Handlung ist eine Currywurstbestellung im Hafenrestaurant für die ganze Crew – lecker. Schlafaufholung in der Cockpitsonne. Irgendwie komisch, wieder so dicht am Heimathafen zu sein.

 

Wir haben nun auch eine ETA. Wenn nix mehr dazwischen kommt, laufen wir am Samstag, den 28. am Nachmittag im Heimathafen ein. Wir freuen uns über Leinenannehmer und Abfenderer, damit der Aufprall nicht so hart wird.

 

Over und aus.

Jul.′ 12 23

Nachts beginnt die Elektrik zu spinnen. Komisch…. Der Kpt. guckt mal in die Bilge – randvoll, bis kurz unter die Bretter. Alle Mann an die Pumpen… Ruck zuck ist alles leer. Alle Schläuche und Seeventile werden gecheckt. Alles ok. Ein Rinnsaal unter der Maschine wird ausgemacht. Die Wasserpumpe tropft. Das hatte Dieter von Porto Santo ja auch schon prognostiziert: „Das schlammige Wasser der Kanäle reibt den Simmerring bestimmt auf, kauf mal lieber gleich zwei“. Das Ersatzteil ist also vorhanden. Aber erstmal wird das Seeventil der Maschine geschlossen und weitergeschlafen.

Am morgen, vor dem Frühstück, zerlegt der Kpt. die Wasserpumpe und tauscht den Simmerring. 1 Stunde später arbeitet alles wieder perfekt. Nix tropft mehr. Aber der Bilgencheck steht ab heute bei jedem Wachwechsel auf dem Plan… 🙂

Der Kpt. rubbelt das Öl von den Fingern – Frühstück.

Schiff klar machen, um 12h laufen wir aus. Noch gegen den Strom.

Gestern haben wir gerechnet und überlegt und den Wind angeguckt und beschlossen, doch direkt nach Cuxhaven zu fahren.

Es wird also mal wieder eine Nachtfahrt von ca. 120sm. Die Flutwelle schwimmt ja mit uns mit, sollte also kein Problem werden.

Bis Mitternacht ist leider mit segeln nix zu machen, aber dann geht’s super. Der Kuddel und Jule dürfen ruhig schlafen. Die Nordsee ist fast glatt nur ein leichter Landwind treibt uns mit 5 Kt. gen Osten. Es läuft perfekt. Eine laue Nacht.

Over und aus

Jun.′ 12 13

Weiter geht’s! Heute ist Roses das Ziel. 50sm oder so. Früh aufstehen ist angesagt. Leider schaffen wir es mal wieder nicht vor 9.30h die Mooring zu versenken. Es wird also wohl heute Abend wieder spät werden. So denken wir noch am Morgen. Am frühen Abend, auf der Höhe der Bucht von Roses hat der Wind noch immer nicht eingesetzt. Windfinder verspricht Wind ab 20 Uhr. Sollen wir da anlegen und den Wind verschlafen? Nee, doofe Idee.


Obwohl sich wie jeden Abend über dem Land dunkle Regenwolken zeigen, beschließen wir, die Nacht durch zu segeln. Um acht setzen wir Segel und rauschen in die Nacht. Es läuft gut. Um zwei muss der Käptn den Motor anmachen, der willig anspringt, ist ja lange genug abgekühlt. Julita und Annika schlafen in der Tischkoje tief und fest.

Over und aus.

Mai.′ 12 30

Calpe finden wir irgendwie auch doof. Und außerdem, was sollen wir im Hafen. Is ganz klar was dann passieren würde. Wir laufen ein und verpennen den ganzen Tag.

Also ist es besser doch auch noch den ganzen Tag durchzusegeln und den Schlaf segelnderweise im Sonnenschein auf dem Wasser aufzuholen und lieber am Abend irgendwo einzulaufen – Guter Plan.

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Wir umrunden also auch noch das nächste Cabo (Cabo de la Nao) und segeln mit der Nachmittagsbrise nach Oliva.

Ausgeschlafen und erholt laufen wir um 16h in Oliva ein und freuen uns eigentlich auf einen günstigen Liegeplatz (wir haben da n Tipp bekommen). Aber denkste – angeblich sind keine kleinen Plätze mehr frei. Wir müssen also auf einen 12m Platz oder wieder auslaufen.

Der Kpt. is ein bisschen angepisst, wenn man so über den Hafen blickt, sieht man sehrwohl freie Plätze zwischen kleinen Boot.

Wir bleiben trotzdem und ärgern die Offizine mit unserer uns eigens dafür antrainierten Extremspanischlangsamkeit (haben wir von den Canariern gelernt). Außerdem lassen wir die Kinder den ganzen Nachtmittag bei ihr im Büro hocken und an dem Internetcomputer datteln. So! 🙂 (Aber 20€ für den 12m Bootsplatz pro Nacht, sind ja trotzdem ok…)

Der Hafen ist echt ganz gut. UND es gibt einen echten, richtigen Barbecueplatz – krass. Den Tank kriegen wir auch wieder voll gemacht und ein Absackerbier in der Hafenbar.

Die Barplanung ergibt, morgen nur einen kurzen Schlag nach Valencia zu machen und dort dann einen Tag zu bleiben. Die Stadt soll sehenswert sein. Hoffentlich spielt der Wind mit.

Over und aus.

Mai.′ 12 29

Der Krimmsekt im Kpt. lässt den Ablegezeitpunkt bedenklich nach hinten wandern. Eigentlich wollten wir nicht mit der Nachtmittagsbrise ums Cabo, sondern lieber mit der Morgenflaute.

Egal – wir machen noch schnell n Beweisfoto, legen ab und motoren gegen den Ostwind zum Cabo de Palos.

Ab dem Cabo haben wir halben Wind und legen erstmal das nächste Cabo (Cabo de la Nao) an.

Der Wind ist nicht so ganz dolle, aber für 4 Kt. reicht es. Wir beschließen nicht  nach Torrevieja zu segeln, sondern vorläufig nach Calpe.

Natürlich – nimmt der Wind wieder ab und wir motoren durch die Nacht – mal wieder…

Over und aus…

Mai.′ 12 27

Heute morgen um halb acht kommen die Festungen von Cartagena in Sicht. Gerade ist die Sonne aufgegangen.
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Wir werden erwartet. Inge und Wolfgang von der SY Stella Maris haben uns schon einen Platz reserviert. Wir machen neben ihnen fest. Wir sind nun zwei Nächte durchgesegelt, also hundemüde und hungrig. Inge lädt uns zum Frühstück ein. Welch ein Geschenk. Dankbar und glücklich setzen wir uns an den gedeckten Tisch. Wie schön, die beiden zu sehen! Anschließend Einklarieren, Duschen, Decken und Polster in die Sonne hängen. Eine Stunde Mittagsschlaf. Dann machen wir uns Stadtfein und erkunden Cartagena, zumindest bis zum nächsten Restaurant. Eine beeindruckende Stadt. Ewigalt, mit großzügigen Straßen und Gebäuden.


An jeder Ecke ein historisches Denkmal. Wir wandern zum Amphitheater, von dem leider nur die Außenhülle steht. Die allerdings ist bewundernswert. Im Unigebäude kriechen Stefan und Wolfgang in einen mannshohen uraltempfänger hinein. Annika dreht an allen Knöpfen, nichts tut sich. Wir schlendern zur Marina zurück und zapfen das Internet an. Iridiumrätsel werden gelöst.

Over und aus.

Mai.′ 12 26

Mal fahren wir 4 Kt., mal fahren wir 5 Kt. – Wieso ist hier im Mittelmeer eigentlich noch immer sone dolle Strömung. Der Kpt. ist verwirrt, Gibraltar ist ja nu schon n Stück weg. Mit Sonnenaufgang motoren (ja noch immer) wir an Almerimar vorbei. Ab dem Cabo de Gata machen wir n Linksschwenk nach Norden.

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So langsam wacht die Crew auf und stolpert zum Müsliessen nach draußen. Delfine umschwimmen unser Schiff, springen und toben.
Jetzt müssen erstmal die Betten gelüftet werden.
Mittags haben wir genug motort und setzen mal Segel. Der Wind reicht leider nur für 2-3kt Fahrt. Wo bleiben die versprochenen 12Kt. Wind und wir sind auch noch am Cabo de Gata, wo ja eigentlich immer n bisschen mehr davon vorhanden sein sollte.
Es geht nicht anders, der Kpt. kriecht in die allerhinterste, muffeligste, dunkelste, dawokeinerhinwill Backskiste und kramt den Spi raus, den wir ein Jahr lang nicht gebraucht haben.
Er (also der Spi) riecht auch schon son bisschen muffelig. Der Kpt. Und die Matrosen setzen unser buntes Segel.

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Die Röde Orm ist nun mit 4-5 Kt. wieder am segeln. Juhuuuu!
Hinterm Cabo frischt der Wind weiter auf. 7kt. der Spi verschwindet frisch gelüftet wieder in der Muffelkiste. Die Genua ist dran – mehr Wind – Gross weg – Nur mit Genua fliegen wir Cartagena entgegen. Die STELLA MARIS ist schon da und hält unseren Platz warm…
Mal sehen, wie lange der Wind durchhält.
Over und aus.

Mai.′ 12 14

Die ganze Nacht will einfach kein Windhauch auftauchen. Tja. Kuddel fährt uns notfalls auch zum Mond. Wir laufen also morgens um 8h unter Dieselgenua in Cadiz ein.
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Die Sonne steigt höher, kein Windhauch regt sich nach wie vor. Das Thermometer steigt auf  38 Grad.

Die Crew der Röde Orm versucht unter diesen Bedingungen noch ein Stündchen Schlaf zu bekommen. Es ist schwierig.

Die Kids machen Schule – so was wie Hitzefrei gibt’s hier nicht – der Kpt. und sien Fru laufen bei der Schweinehitze am betonierten unbebautem Comercialhabour vorbei in die Stadt. Dies erfordert die letzten Kräfte. Mit Ach und Krach schaffen wir es zur Getränkebar, kurz vor dem Verdursten.

Wir versuchen unsere Internetkarte wieder ausfzuladen – sollen am Nachmittag wiederkommen – aber wenigstens hatte der Laden ne Klimaanlage.

Zurück zum Boot. Deckwaschen, Kinder mit Gartenschlauch ärgern, Wassertank auffüllen – bis die Sonne tiefer sinkt und nicht mehr so heftig brennt.

Die ganze Crew macht sich jetzt noch einmal auf den Weg in die Stadt und verläuft sich in den kleinen engen Gassen. Vodafon mag nun auch den Stick aufladen – Sehr nett.

Wir schlendern Richtung Kathedrale an diversen Eisläden vorbei, immer auf der Suche nach bezahlbaren Kugelpreisen (2 € geht gar nicht).

Immer wieder sehen wir bunte Linien auf den Straßen. Ein Schild sagt uns, es sind Rundwege durch die Stadt. 4 oder 5 verschiedene Wege/Farben gibt es – nach Themen sortiert.

Der Weg zum Strand ist für den Großteil der Crew interessanter als Kultuuuuuaaaa. Nagut. Morgen machen wir mal n Kulturweg – ja gut, Papa….

Von der Strandpromenade können wir nach Afrika rüber gucken. 50sm ist der andere Kontinet noch entfernt. Daher die Hitze..

Wieder an Bord muss der Kpt. feststellen, dass er Fußlahm geworten ist. Zuviel segeln ist halt auch nicht gut (wegen der Fußabhärtung). Jedenfalls hat er ne Blase am Fuss und zwar schwischen dem Großen Onkel und dem Zeigezeh (Zitat Julita) – oder wie auch immer der Zeh neben dem Großen Onkel heißt. Eine echte FlipFlopBlase. Vielleicht sind FlipFlops auch nicht die richtigen Wanderschuhe.

 

Blase und Zwischenzehe…

Mai.′ 12 14

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Wir legen uns erstmal ne Stunde aufs Ohr. Später mehr.

Over und aus.

Mai.′ 12 13

Mit dem ablaufenden Wasser verlassen wir kurz vor Mittag die Lagune von Faro. Im Prinzip ist dies wirklich eine traumhafte Ankerbucht. Von allen Seiten geschützt, wie ein Binnensee. Leider gibt es viele rasenmähermässige Motorboote, Wassertaxis, Ausflugskatermarane und Fischer die um einen rumschwirren. Auch liegt man direkt unter der Einflugschneise des Flughafens… Also mit Ohrenschützern und Tabletten gegen Seekrankheit ist es richtig gemütlich dort… 🙂 – Nein – so schlimm ist es nicht – Es lohnt sich schon sehr dort zu halten.

Gegen Abend soll der Wind aus Nord zunehmen und mit 5 Bft. blasen, später dann aus NE.

Wie beschließen also, die Bucht von Cadiz auszufahren – Erstmal kurz Ost anstatt den Direktkurs SE.

Um 19h motoren wir noch immer und passieren den Pt/Es Grenzfluss. Die Gastlandflagge wird getauscht.
Wir haben noch Internet, also checkt der Kpt. nochmal das Wetter… Ok – es verspätet sich. Erst gegen 22h gibt es Wind aus N usw….

Dann motoren wir eben noch n bisschen… Um 23h motoren wir immer noch. Nach Grib und Windfinder und Windguru sind wir nu mitten im 17 Kt. Wind und müssten toll segeln – wir motoren aber immer noch, bei spiegelglatter See. Wir legen nun Cadiz direkt an.

Plötzlich kommt ein schwarzes Schlauchboot mit 5 schwarzen Männern aus der mondlosen Nacht. Piraten!!! – Nein – Nur die Polizei. Sie kommen mitten in der Nacht an Bord und kontrollieren unsere Pässe, dabei dürfen wir unseren Kurs weiter fortsetzen. Nette Leute! – Aber ein bisschen erschrocken waren wir schon… Wir denken, die wollten auch jemanden erschrecken, allerdings irgendwelche Schurken und nicht uns.

Weiter geht’s durch die Nacht.

Over und aus!

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