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Mrz.′ 20 27

Freitag, 27.03.20 – Die EurowingsApp plingt den Kptn. wach. Unser Rückflug in die Heimat ist annulliert. Das ist ja ne fröhliche Überraschung am Morgen – NICHT … Die Erste wühlt verzweifelt Condor und das Auswärtige Amt wieder nach oben… und sucht Flüge… Schnell wieder in die Rückholliste eintragen, wir wollen ja nach Hause.

Der Kptn. muss sich ablenken und sien Fru auch. Sie geht zum Supermercado und er nimmt die Wasserpumpe auseinander. Der Impeller ist fällig und die Welle leckt auch. Das hat der Kptn. der Hitch allerdings völlig in falschen Hals bekommen – siehe Foto.
Das Teil ist jedenfalls schnell demontiert, neu geschmiert und gedichtet und n paar Impeller hat der Kptn. ja auch immer dabei. Remontage – Probelauf – alles dicht und pumpt fein Wasser.

Der Kptn. schreibt noch ne Mail an Eurowings… er will sein Geld wieder zurück und das bei Condor reinvestieren – wir haben ja keinen Ducatenschieter.

Prompt – zwei Stunden später – wurden wir umgebucht – wir fliegen jetzt nach Berlin – da wollten wir schon immer mal hin.

Over und aus.

Mrz.′ 20 26

Die Tage verschwimmen ein wenig. Es ist wie auf Langfahrt, 3 Wochen auf See, ohne Schaukeln, mit Durchschlafen, ohne Fortbewegung. Langsam stellt sich ein Tagesrhythmus ein.

Vor dem Frühstück sitzt die Erste am Computer und frönt ihrer Lieblingsbeschäftigung: sie schreibt. Irgendwelche phantastischen Geschichten. Dann rührt sich der Käptn, setzt sich die Brille auf und checkt sein Handy.

Die Erste stellt das Pfannenbrot an und kocht Heißwasser für Kaffee und Tee. Wir decken den Tisch, lüften die Betten und frühstücken. Dann räumen wir ab, saugen, machen die Betten und einen Spaziergang zum Händewaschen.

Nun beginnt die Arbeit, je nachdem was anfällt. Heute hat der Käptn die Pfropfen abgeschliffen und Diesel nachgetankt. Auf unserem Weg zur Dusche haben wir einen Kanister mitgenommen und Diesel geholt an der Autotankstelle.

Die Erste hat die Winschen in provisorische Hutzen verpackt, Festmacher zu Schnecken gedreht, Backskisten mit nicht so haltbaren Lebensmitteln umsortiert.

Und telefoniert haben wir. Mit Portimao, die Policia Maritima hat zugesichert, dass man da ankern dürfte. Wir können es nicht lassen, nach Wetterfenstern zu schielen.

Condor hat Flüge für morgen storniert. Aber wir fliegen ja erst Dienstag und mit Eurowings ab Lanzarote. Also besteht noch Hoffnung.

Gegen 15 Uhr schnippeln wir Salat und hören dabei den aktuellen Podcast von Drosten. Wobei die Erste zunehmend nur Bahnhof versteht. Alles viel zu wissenschaftlich.

Anschließend gibt’s einen Kaffee, bevor es weitergeht.

Heute wieder mit einem Gang zum Supermarkt, der Käptn hat ein Stück Steak gejagt bekommen. Ihm lief gestern das Wasser im Mund zusammen, als er ein Bild vom Angrillen in Suchsdorf bekommen hat.

Dann wechselten wir das Öl und den Ölfilter, da man da so schlecht rankommt, hat das ewig gedauert. Der Käptn hatte eine Super Hilfe!

Und im Kalender hat sich wieder ein Geburtstagskind gezeigt, da freut sich die Erste immer, da kann sie ein Lied singen. Glückwunsch, Geli!!

Wenns dunkel ist, so gegen 19.30 Uhr, kochen wir und schauen beim Abendessen die Tagesschau. Zwischendurch chatten und telefonieren wir mit Freunden.

So rasen die Tage dahin.

Auf der Langfahrt sieht man, wie sich die Seemeilen, die man noch vor sich hat, verringern und ahnt irgendwann ein Ende. Man hält Ausschau, wann Land zu sehen ist und freut sich schon auf den Ankerwurf.

Wir können leider gar nicht abschätzen, wie viel Zeit noch vergehen wird, bis wieder Land in Sicht ist. Ein Land, in dem das Leben, wie wir es bis jetzt kannten, wieder stattfindet.

Wir hören von Seglern auf der ganzen Welt, in der Karibik, in Panama, in Kanada, in den USA, in Argentinien, auf den Marquesas im Pazifik, im Mittelmeer, nirgendwo ticken die Uhren noch so wie vor Corona.

Neuer und Tag

Mrz.′ 20 25

Heute morgen kam die Meldung rein, dass Condor einen Rückholflug für heute, 15 Uhr bereitstellt. Prima, wie zeitig wir davon erfahren. Da sind noch offene Propfen an Deck, das Segel ist noch nicht abgeschlagen, geschweige denn irgendeine Tasche gepackt. Das ist nicht zu schaffen. Vor allem, weil wir ja drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein sollen. Da unser Flug am 31. aber noch immer bestätigt ist, machen wir uns erstmal keine Sorgen. Wir beschließen nur, das Schiff jetzt auf Hochtouren soweit abzutakeln und zu sichern, dass wir es zeitnah verlassen können.

Nach dem Frühstück ist also action angesagt. Wir verstärken die Festmacherleinen mit abgeschnittenen Hosenbeinen von der Ersten, legen überall eine zweite Festmacherleine als Backup, benähen die restlichen Fender mit des Käptns T-shirts. Wir nehmen das Vorsegel runter und verpacken es, wickeln die empfindlichen Teile der Furlex in Tuch ein und waschen die Schoten. Wir nehmen die Selbsteueranlage ab, waschen sie mit Süßwasser und verstauen sie in der Hundekoje und ebenso den Außenborder.

Ihr fragt euch bestimmt, warum der ganze Aufwand? Hier brennt die Sonne alles weich. Also alles, was Plastik ist, löst sich einfach auf von der vielen Sonne. Die Fender werden mit der Zeit weich, wenn dann der Kalima Wüstensandsturm kommt, klebt der Sand an den Fendern, sie färben sich gelb und schrubbeln wie Schleifpapier den Schiffsrumpf auf.

Wir haben oft auf den Kanaren und Lanzarote Boote gesehen, die seit Jahren ohne Fenderkleider hier liegen, und schlimm aussehen. Daher die ganzen Vorsichtsmaßnahmen.

Am Ende des Tages haben wir viel geschafft. Wir haben beide einen dicken Kloß im Hals, weil wir die Røde Orm nicht verlassen wollen. Der Tag endet mit Nudeln an Tagesschau… Schreckensnachrichten aus der Welt. Und hier ist alles so friedlich.

Over und out.

Mrz.′ 20 24

Frühstück, duschen (so oft wie hier, haben wir auf der ganzen Reise nicht geduscht), einkaufen (der Käptn. hat sich Senfeier gewünscht, weil wir die Kapern von der SY Maia too „geerbt“ haben und das sein Lieblingsessen ist).

Danach wird es wieder aufregend. Wir erfahren, dass ein Terminal am Flughafen Lanzarote gesperrt wird. Unser Flug steht aber noch. Fast zeitgleich erfahren wir, dass ein Freund auf Madeira in Quinta do Lorde an einer Art Quarantänesteg liegt. Und Windy verspricht ein Wetterfenster. Also laufen die Drähte heiß. Die Erste knüpft Kontakt mit der Marina in Quinta do Lorde, und wird an die Regierung auf Madeira verwiesen, wir bräuchten eine offizielle Erlaubnis. Leider geht da nur jemand ans Telefon, der kaum Englisch spricht. Der reicht uns weiter an die Hauptmarina in Funchal. Dort geht jemand ans Telefon, der außer „Airport ist closed“ nichts versteht und in einer Wiederholungsschleife betont, dass sie für Schiffe und nicht für Flieger zuständig sind.

Ach könnten wir doch Portugiesisch. Die Erste beschließt ihr Fremdsprachenlernprogramm zu erweitern. Vorerst kontaktieren wir Erwin aus der Algarve. Er ruft da an für uns an. Doch leider bleibt die Antwort unbefriedigend, alle Häfen sind bis zum 31.3. gesperrt. Nichts zu machen, liebe Röde Orm. Dieses Wetterfenster müssen wir leider verstreichen lassen.

Weiter und warten

Mrz.′ 20 23

Es stürmt am Morgen noch immer. Und regnen tut es zeitweise auch noch…

Der Kptn. beginnt mit einer Fernwartung des WiFi-Routers auf der SY Meermaid… mit Zerlegung und total Reset und aufgeben und auf morgen verschieben. Er fühlt sich wie der Marsianer… mit Bordmittel über Ferndiagnose Technik reparieren.

Dann geht es weiter an die neuen Pfropfen an Backboard. Später folgt die Klampenabdichtung an Backboard – es läuft.

Die Erste näht aus des Kptns. alten T-Shirt Fenderüberzieher. Ein Fender hat nun sogar ne Brusttasche. Vorher mussten dem Kptn. ihm seine Lieblingstshirts irgendwie abgeluchst werden… Die T-Shirts wurden echt schlecht gemacht und fleckig gesprochen und „das spannt so am Bauch“ und aus einem T-Shirt kriege ich sogar zwei Fenderüberzieher hin… – mit den wirklich fiesesten Tricks wurden sie entwendet – nur um die Fender zu schonen.

Wir hatten Kontakt mit einem Segler in der Algarve, Jan von der Ahora, er liegt vor Anker in der Lagune vor Ohlao (das war ja auch mal unser Plan). Er darf nicht mehr an Land und auch nicht zum einkaufen https://ahora.de/gefangen-an-bord/

Wir stornieren vorerst mal die Idee von Lanzarote ans Festland zu kommen.

Wie es sonst so bei den Langfahrenden aussieht lest ihr am Besten bei Bigfoot auf der Seite: https://www.sybigfoot.de/…

Das ist sehr gut beschrieben…wie gut dass wir nicht übern großen Teich gesegelt sind!!

Fest und sitzen

Mrz.′ 20 22

Auch am 3. Tag ist das Pfannenbrot (siehe 20.3.) noch gut – wir bleiben wohl dabei – irgendwie müssen wir ja den Mehrvorrat dezimieren. Heute wurde nur ¼ Gofio (geröstetes Maismehl, eine Spezialität von den Kanaren) reingemischt und etwas Haferflocken – Die Haferflocken lassen wir aber wieder weg, dann wird das Brot zu bröckelig. Das Gofio ist für uns geschmacklich besser.

Nach der Sonntagstelefonkonferenz zwischen Deutschland und Lanzarote müssen wir uns bewegen. Reicht die dreckige Wäsche für eine Waschmaschine (längster Bewegungsradius) – knapp – aber wir investieren die 4 € trotzdem, allein schon wegen des „Spazierganges“ – in Spanien ist ja die totale Ausgangssperre – also nicht mal spazieren gehen – das macht uns ziemlich zu schaffen. Auf dem Weg zum Waschsalon laufen wir an den geschlossenen Restaurants und Bars vorbei. Zwischen den Stuhlstapeln kommen uns immer wieder Katzen entgegen. Sie werden hier organisiert gefüttert und geimpft, so dass ihnen im Moment nur die Streicheleinheiten der Touristen fehlen. Ganz zutraulich streichen sie uns um die Beine.

Ne Dusche wäre auch mal wieder ganz gut – liegt ja aufm Weg – oder sollen wir doch noch mal extra los gehen…

Der Kptn. ist jetzt wieder sauber und guckt mal, was als nächstes auf der To-Do-Liste steht. Die Klampe auf dem Vorschiff wird fertig gemacht. Und die fehlenden Propfen auf dem Teakdeck werden eingesetzt.

Schiff und refit

Mrz.′ 20 21

Karl und Karin haben es geschafft. Wir bekommen die restlichen Lebensmittel und die beiden verschwinden im Flieger von Lanzarote nach Deutschland. Wie cool. Wir haben noch 10 Tage, bis unser Flieger geht und werden es bis dahin wohl überstehen. Wobei wir ein bisschen stutzen. Sie müssen in Lanzarote 2 Taxen nehmen, weil die Taxifahrer nur noch einzelne Personen mitnehmen. Im Flugzeug sitzen sie dicht an dicht gedrängt mit den Rückfliegern. Kein Sicherheitsabstand. Wie widersinnig.

Die Erste telefoniert mit der Familie und plant unsere Unterbringung. Bei Mormor geben wir den trendigen Mundschutz von Katrin ( SY Meermaid ) in Nähauftrag, damit wir unsere Umgebung vor eventuell eingefangenen Viechern auf dem Flug schützen können. Wir werden wohl in selbstgewählte Quarantäne abtauchen für 14 Tage.

Doch erstmal kümmern wir uns um unser Schiffchen.

Nach dem Frühstück werden die Pfropfen der neuen Teakleiste geköpft, bevor der Dremel zum Einsatz kommt und alles plan schleift.

Die Erste umwickelt die Furlex mit einem Staubschutz – besser ist das.

Dann stehen noch die Bugklampen auf dem Programm. Leider haben beide bei unserer Überfahrt von Gran Canaria nach Fuerte ein paar Tropfen Salzwasser durchgelassen. Die Røde Orm ist ja aber nun mal an den Klampen mit dem Gestade vertäut, also müssen die dicht gemacht werden – eine nach der anderen. Erstmal nehmen wir uns die Steuerbordklampe vor.

Schiffs und Pflege

Mrz.′ 20 20

Morgens stellt die Erste den Herd mit dem Pfannenbrot an. Von der SY Monte ( https://sy-monte.de ) haben wir ein cooles Brotrezept bekommen (s. Foto). Der Teig ist über Nacht gegangen, nun soll er gebacken werden. Herrlicher Brotduft zieht durch das Schiff. Wir decken den Tisch.

Nebenbei buchen wir einen Flug – noch vor dem Frühstück. Ja, wir haben die ganze Nacht gegrübelt und uns jetzt entschieden. Am 31.3. soll er uns der Flieger auf direktem Weg von Lanzarote nach Hamburg bringen – hoffentlich klappt das. Drückt uns die Daumen.

Bis dahin ist noch einiges zu tun. Die Backskisten sind zwar voll, aber die meisten Lebensmittel bis 2021 haltbar. Die bleiben einfach an Bord. Die Furlex muss eine Hutze bekommen- gegen Sonne und Kalima. Die ToDoListe verlängert sich wieder.

Einerseits fällt uns ein Stein vom Herzen bei dieser Entscheidung. Denn die Bilder aus Italien haben unsere Hoffnung, am spanischen und französischen Festland mit dem Schiff einkehren zu können, gründlich zerstört. Wenn sich in 8 Wochen alles beruhigt hat, haben wir immer noch Zeit, die Røde Orm von hier zurück zu segeln. Wenn nicht, ist es gut, bei der Familie zu sein.

Der Kptn. will heute seine zusammengestückelte Teakleiste unter das Sitzbankbrett schrauben und kleben. Diesmal geht es sogar ohne viel Schmierkram ab. Das liegt wohl da dran, dass wir ziemlich viel Zeit haben – kein „ich mach mal eben schnell“. Die Leiste ist fixiert und klebt. Morgen wird sie weiterbearbeitet und abgeschliffen.

Am Abend beschließen wir mal eine Spielrunde „Game of Donkey“ – ja ist ja klar wer der Esel ist – der Kptn.

Esel und Teak.

Mrz.′ 20 19

Wie jeden Morgen – wir checken die verrückten News. Eigentlich schlimm mit sowas aufzuwachen. Der deutsche Radiosender auf Lanzarote geht ganz gut ( atlantisfm ) – Frühstück. Auch unser Heimathafen ist nun gesperrt, ein Update für die Vereinspage muss hochgeladen werden – Der Kptn. macht das mal – nun können wir nicht mal in einem Rutsch nach Hause segeln – aber sowas wollen wir sowieso nicht tun. Der Kptn. braucht sichere Häfen um sich herum, die er anlaufen kann.

Karl und Karin haben ihre Bordkarten für den Rückflug… – sollen wir auch? – Wir grübeln.

RadioChrischan sendet mit einer Aufmunterung auf allen Frequenzen – auch für die anderen Segler. Das ist soo cool – Danke Chrischan.

 

 

Wir trauen uns, uns auf den Weg zu der Waschmaschine zu machen – immerhin gibt es nur eine Waschmaschine und man muss den halben Hafen durchqueren. Die Erste wird auf dem Hinweg nicht angesprochen und der Kptn. auf dem Rückweg auch nicht – ob das nun erlaubt war… wer weiß es schon…

Am Abend treffen wir Karl und Karin zufällig im Duschraum – durch die Duschkabinenmauern können wir ein bisschen quatschen… – die Optionen werden abgecheckt und Vermutungen über längere Hafenschließungen usw. abgeglichen.

Anschließend zaubern wir noch eine Pizza in unserem kleinen Gasofen.

Möglichkeiten und Optionen

Mrz.′ 20 18

Der Kptn. will heute mal in der Plicht eine Verstärkungsleiste anbringen, damit das oberste Teakbrettchen der Sitzbank nicht irgendwann einmal nachgibt. Leider sind alle vorhandenen Leisten zu kurz. Der Kptn. führt zu den Leistenverlängerungstechniken zwei Fachgespräche zu Folkebootbesitzern einer davon ist sogar ein berühmter Folkebootvercharterer. Kurz wurde in den Fachkreisen über eine Coronaabtötende Wirkung von Epoxy diskutiert – dann aber wieder verworfen, weil man ja bei Corona und bei Epoxy sowieso Masken trägt.

Die Erste entdeckt den Podcast von Prof. Drosten ( https://www.ndr.de/… ) auf ihrem Handy. Jeden Wochentag um die Mittagszeit gibt es eine neue Ausgabe. Der Prof. Drosten erwähnt in seinem Podcast (16) bunte selbstgenähte Mundschutzmasken…

Der Kptn. wundert sich…Der Typ beschreibt ja genau die Masken die Katrin (SY Meermaid) vor ein paar Tagen genäht hat und wo er Fotos von bekommen hat… Wie kann das denn sein? – Is ja klar – Katrin hat dem Drosten natürlich auch die Fotos von den Masken gemailt…wie sonst? – Echt jetzt – Katrin ist nu voll berühmt…

 

 

Nach dieser ganzen Panik mit dem Coronavirus versucht der Kptn. sich bei einem Elefand zu registrieren ( https://elefand.diplo.de )… Eine Registrierungsseite für Deutsche im Ausland…Was soll ich sagen.. „Service Unavailable“ – das macht so richtig Mut – die haben alles im Griff zu Hause… Wir müssen wohl in der Marina Rubicon bleiben und werden nicht gerettet.

SY Sissi hat es übrigens auch versucht und konnte sich weniger gut zurückhalten wie der Kptn. 😉 -> Artikel ( https://sy-sissi.de/… ).

M und schutz

Mrz.′ 20 17

Unsere Freunde von aus Kanada müssen zur Immigration nach Arrecife. Zum Glück haben wir ja noch den Leihwagen. Erleichtert kommen die beiden aus dem Immigrationsgebäude wieder heraus. Sie müssen nicht hier einchecken und dürfen so lange bleiben wie sie wollen, wenn sie den Radius um Rubicon von 11 km einhalten – ist wohl ein internationales Gesetz – Seerecht oder so – haben wir noch nie von gehört… Echt interessant. Auf dem Rückweg wird beim Supermercado gehalten und die Kisten vollgemacht.

Die Ausgangssperre nimmt ihren Gang. Nun ist auch auf dem Marinagelände des Öfteren mal die Polizei zu sehen – dreimal am Tag bestimmt.

Selbst die Klogänge des Kptns. werden von der Polizei kritisch beäugt und er wird tatsächlich nach dem Weg gefragt – Aber der Kptn. darf auf Klo – ein Glück – Vllt. erlauben sie ihm sogar die Dusche – wäre ja für die Restbesatzung sehr positiv – das wird später noch gecheckt.

Der Ersten ist langweilig und sie beginnt – mit der Hand – eine Hutze für den Außenbordmotor zu nähen – schön in rot – das Ding wird bestimmt super. Eine Abdeckhaube für die Rolle der Furlex steht auch noch auf der Liste – Der Calimastaub macht den Lagern arg zu schaffen.

Nachdem wir die Monsterpapaya erlegt haben, muss unser kleines Auto zurück zum Verleiher… Schade eigentlich. Heute morgen hat PaylessCar schon angerufen, dass heute das letzte Mal das Büro bei der Marina geöffnet ist. Dafür bekommen wir die beiden ausstehenden Tage erstattet.

Was wir hier fürn Geld sparen. Allein, weil die Restaurants und Bars geschlossen sind. Herrlich..

Aufgaben und suchen.

Mrz.′ 20 16

Wir waren doch auch 8 Wochen in San Sebastian. Und da fällt uns hier schon die Decke auf den Kopf? Naja, da durfte man spazieren zum Käffchen, baden gehen, abends grillen. Das ist hier nun alles polizeilich verboten. Da sitzen wir auf der Koje, über uns blauer Himmel und fühlen uns eingesperrt.

Hättn‘ wir n Hund, dürften wir durch die Marina Rubicon spazieren gehen. Wir laufen eben zum Supermarkt. Aber nur einzeln bitte. Die Erste klappt den Rechner auf und startet das neu entdeckte Sprachenlernprogramm. Jeden Tag nur 5 Minuten. Also man muss zwischen den einzelnen Übungen 5 Minuten Pause machen. In der Zwischenzeit ist die nächste Sprache dran. Also sitzt sie und lässt den Kopf rauchen und übt Englisch, Spanisch und Französisch, alles nebeneinander. Spanisch und Englisch sprechen wir mit den Marineros, Englisch und Französisch mit unseren kanadischen Freunden. Holterdipolter. Nur die körperliche Bewegung kommt etwas zu kurz. Die Crew macht schon Hampelmänner auf dem Steg, die Erste radelt liegend im Bett und der Käptn macht fleißig Daumengymnastik mit dem Handy. So bleiben wir fit. Und ab morgen geht’s auch an die ToDoListe für die Røde Orm. Bestimmt!

Hätt’ichn‘ und Grund

Mrz.′ 20 15

Die spanischen Behörden haben den Alarmzustand auf heute vorgezogen. Das Auto bleibt stehen. Die sind echt unterwegs und halten die Touris mit den Badehandtüchern an und schicken sie wieder nach Hause. Alle sind in Quarantäne. Erstmal 15 Tage.

Und die ganze Welt redet von nichts anderem mehr. Also zumindest, was so im Netz kursiert. Was für ein Jahr. Klimadiskussionen. E-Autos? Kreuzfahrer? Afd? Flüchtlingskämpfe. Feuer in Südamerika, in Australien. Stürme in Europa, Calimasturm über den Inseln, so heftig, wie nie. Und nun Corona.

Da wird dem Dilemma die Krone aufgesetzt. Da kommt so ein Coronavirus und schafft es, sämtliche Grenzen zu überwinden. Alle medialen Kassenschlager in den Schatten zu stellen und alle Welt redet nur noch von einem Thema. Andreas Eschbach hat das in seinem Buch „Eine Billion Dollar“ ja überlegt… wir bräuchten eine Weltendemokratie, die die kleinen Grenzen überwindet. Und die kleinen Streitereien werden vor dem Großen zu Nichtigkeiten. Wir lesen und staunen, hier staatlich verordnet auf der Koje. Von Vorschlägen zur Vorbeugung, die im nächsten Post wieder bloßgestellt werden. Von Verschwörungstheorien, Büchern, die 1981 schon den Coronavirus für 2020, entstehend in Wuhan vorhergesagt haben, von …wir staunen. Schlägt die Natur zurück? Frei nach der Konferenz der Tiere von Erich Kästner?

Die Erste liest, schreibt und wundert sich. Der Käptn liest, sieht Eisenbahnen und chattet.

Liebe Freunde! Lasst es euch gut gehen und nehmt es gelassen. Immer mit einem Lächeln auf den Lippen.

Mila und Erwin kommen von ihrem Ausflug Richtung Marokko zurück. Wir freuen uns, dass die Beiden heil angekommen sind und in in Rubicon freundlich empfangen und aufgenommen wurden…

Ges und bleiben.

Mrz.′ 20 14

Da redet man einmal über Science Fiction und schon wird das Wirklichkeit. Also heute ist irgendwie alles anders.

Madeira hat die Häfen geschlossen. Nun auch für Yachten – sogar ankern ist verboten. Das wäre ja unser nächstes Ziel gewesen. Marocco hat die Häfen geschlossen. Freunde wurde am Hafen abgewiesen (mit Polizei und MGs – wirklich!!!) und wieder 250 sm auf die Kanaren zurück geschickt. Spanien verhängt den Alarmzustand, es gibt nun eine Ausgangssperre. Nur das Notwendigste ist ab morgen erlaubt: Einkaufen, Arbeiten, Apotheke, Ärzte, Hunde entleeren. Man darf nicht mehr ohne Grund spazieren gehen. Freizeitsegeln, Hafen wechseln – alles gestrichen. Man stelle sich das mal vor. Wir hoffen, dass wir noch auf Klo und zur Dusche dürfen. Und in die See springen. Liegt ja auf dem Weg – vielleicht lieber nicht. Es gibt’s hohe Strafen bei Nichtbeachtung.

Wir machen eine Whatsappkrisensitzung mit den anderen Yachten (ob das erlaubt ist?). Gibt eigentlich schlimmere Orte, um verordnet Bücher zu lesen und Tee zu trinken. Hier kann man das wenigstens im T-Shirt tun – reden wir uns ein. Mal sehen, was wir nach 15 Tagen zu dieser Aussage stehen.

Da alle Häfen um uns herum auch geschlossen haben, werden wir erstmal für die nächsten 15 Tage hierbleiben. Wir nutzen noch ein letztes Mal unser nun doch recht teures Auto und füllen alle Backkisten, Hamster sind allerdings nicht dabei. Der Laden ist zwar gut besucht, aber es gibt alles was man will.

Klopapier stellt zum Glück die Marina Rubicon.

Facebook und WhatsApp darf man eigentlich nicht mehr lesen – das macht ja komplett wahnsinnig. Wir beschließen, auf Jörgs anraten (SY Sissi) einfach mal ein paar Folgen von „Eisenbahnromantik“ herunterzuladen. Das macht den Kopf des Käptns frei… 😉

Der Kptn. lädt sogar sein Tolino auf und will mal ein Buch lesen.

Jule kocht Curry für die nächsten 15 Tage – so denkt der Kptns., mal sehen, wie lange es reicht.

Science und fiction

Mrz.′ 20 13

Der Bäcker am Ende des Einkaufszentrums hat frühes Brot. Dort sitzen auch die Spanier und frühstücken und es gibt noch Cafe con leche für 1 Euro. Ansonsten haben die Restaurantes hier eher deutsche Preise.

Die Autovermietung ist rappeldickevoll. Wir setzen uns an den Nebentisch und diskutieren, wie lange wir ein Auto leihen wollen… 5 Tage für 107 Euronen oder 7 für 140 Euronen.. oder doch nur einen für 40? Da unterbricht er uns und bietet uns für 100 Euros das Auto für 7 Tage an (Paylesscar). Na da schlagen wir mal zu. Wir wollen uns ja noch so viel anschauen auf der Insel.

Arrecife und Puerto Calero, damit fangen wir an, ein bisschen Großstadttrubel, um zu wissen, warum wir in Rubicon am besten, am ruhigsten und am schönsten liegen mit dem Schiff.

Den Abend lassen wir in der One Bar ausklingen. Als einzige Kunden. Wasn los hier?

Unsere Nachbarn – ein riesiges Motorboot – bestrahlen das Wasser. Das sieht aus wie in einem Science-Fiction Roman. „Wiesu denn blus tut sie so, tut sie so, uhahuh“ um es mit den Worten der Trolle in des Schauspielhauses Inszenierung der Ronja Räubertochter zu sagen, als Ronja sich mit dem Fuß in ihrer Höhle verfängt.

Tanzen und Schiff

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