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Sep.′ 19 11

62sm liegen vor uns. Ohne früh aufzustehen ist dieses nicht bei Tageslicht zu schaffen. Ab 5 Uhr kann der Kptn. vor Aufregung nicht mehr schlafen, obwohl der Wecker ja erst um 7.30h klingelt. Komisch. Er wartet auf den Wecker. Den Dampfer haben wir gestern ja schon klar gemacht. Im Halbschlaf (der Kptn. ist wieder müde geworden) machen wir die Leinen los und fahren im Schummerlicht auf die freie See. Nach einer Stunde setzt der portugiesische Norder ein. Mit bis zu 25 Knoten schiebt er uns nach Süden. Eine Stunde wird uns unterwegs geklaut, aber wir schaffen die 63 Meilen bis Leixoes (Vorort von Porto) und sind eine Stunde vor Sonnenuntergang da (19.30h). Unterwegs treffen wir auf zahllose Fischerbojen, die ein oder andere haben wir ziemlich dicht passiert – unter Segeln. Unter Motor und dann vielleicht noch bei Nacht, wollen wir den Dingern lieber nicht über den Weg motoren. In der Karte ist eine „Superboje“ verzeichnet. Der Kptn. ist sehr interessiert. Wir passieren das Teil mal etwas dichter… Scheinbar sind diese Dinger per Pipeline mit den Tanks an Land verbunden. Hier machen wohl Tanker dran fest und pumpen ihre Ladung an Land oder anders herum. Leider passen die Schlauchstutzen nicht so ganz an unseren Dieseltank.

Um 20.30h wird es jetzt duster und der Kptn. wieder wach. Die Crew der Sissi nimmt uns an unserem Waitingponton.

Wir hatten ganz vergessen, dass Leixoes ja diesen unverwechselbaren Industriecharme hat – fast Steampunkmäßig. Im Hintergrund werden romantisch dunkle Containern mit ordentlich stählernem Gerumpel auf die Schiffe verladen. Die Fischer fahren mit großer Eile ungebremst an der Hafeneinfahrt vorbei und produzieren wahnsinnige Schiffsbewegungen, die an die 3-Meter-Wellen draußen auf dem Atlantik erinnern. Alle paar Minuten legt dröhnend der Pilot aus dem Yachthafen ab und hilft der Grossschiffahrt in den Hafen zu kommen. Durch die Hafenausfahrt schubsen Schlepper sanft die großen Pötte rein und raus. Der Schwerölgeruch liegt in der Luft und legt sich auf unsere Lungen und der Ruß auf unser Vordeck – einfach schön.

Aber Kptn. Nelsons Navy Gin lässt dieses alles wie schönste Seefahrt erscheinen – es schmeckt und riecht nach der großen weiten Welt.

Seefahrt im Hafen.

Sep.′ 19 10


Wir suchen Wäsche zusammen, um einen Vorwand zu haben, das gute Wlan (wie zu Hause) im Waschsalon nutzen zu können – es hilft nix, wir müssen einmal das ganze Bettzeug durchwaschen und saugen nebenbei terrabyteweise Serien runter – die Luft glüht.

Der Kptn. wäscht die fingerdicke Salzkruste von der Røde Orm und holt noch etwas Diesel. 35 Liter für 19 Stunden, das sind 1,8 Liter pro Stunde, die der D1-30 verbraucht. Gar nicht mal so wenig, für 30 PS…

Morgen mit Sonnenaufgang soll es los gehen – weiter nach Süden.

63sm bis Leixos – davor gibt es allerdings auch noch zwei Häfen – aber wir wollen versuchen in den 13 Std. Helligkeit die Strecke zu schaffen. Der Termin in Faro am 30.9. fängt langsam an zu drängeln.

Die Røde Orm wird also schon heute Abend seeklar gemacht – morgens lange rumrödeln ist nix für die Crew – alles Morgenmuffel.

Heute Abend machen wir aber nochmal die Gassen von Baiona unsicher. Mit der Crew der Lucky Star schaffen wir es uns auf eine Tapasbar zu einigen. Das letzte Mal Tapas in Spanien.

Spanien und Ciao.

Sep.′ 19 09


Die Erste konnte zwischen 3h und 6h nicht schlafen – Sie kann die Tapas um 20h nicht vertragen – Das Anraten, doch Schnappes zu trinken und sich die leere Flasche anschließend über den Kopf zu hauen, wurde abgelehnt.

Die Aufgaben werden verteilt: Wäsche waschen – Supermercado – Ferreteria – Aufpustteile verstauen ….

Die nächsten Tage geht es die Küste Portugals runter – Ankermöglichkeiten gibt es so gut wie gar nicht. Daher sind wir täglich in einem neuen Hafen – oder vielleicht zweitäglich.

Wir verbringen also den halben Tag in Baionas Wash-up-Waschsalon und gucken den Trommeln beim Drehen zu – dem Kptn. wird seekrank.

In der Ferreteria gibt es leider keine passenden Schlauchverbindungsnippel um den Wassermacher direkt an den Tank anzuschließen – die nächste Ferreteria wird es bestimmt haben.

Die Arme werden länger auf dem Weg vom Supermercado zum Boot. Trotz dieses ermüdenden Tages will die Erste nicht wieder in eine Tapasbar. Wir braten die Tortilla aus dem Supermarkt selbst und werden auch knapp satt.

Segler und Alltag

Sep.′ 19 08

An Bord der Lucky Star werden echte schwedische selbstgemachte Kanelbullar zum Elferkaffee serviert. Aber erst im 2. Anlauf, weil die Erste anfangs die Lücke zwischen dem Dinghi und der Badeplattform falsch eingeschätzt hat – nun ist das Morgenbad auch erledigt.

Wir gehen (gut getrocknet) Anker auf und legen Baiona an – vielmehr lassen wir uns über die Bucht treiben – fischlos.

Nach einigem Hin und her liegen wir an dem Visitorponton. In Baiona findet heute der letzte Tag eines Stadtfestes satt – es brummt. Überall Menschen – Fressstände – viele Touris in Bussen – Regattagebrülle. Der Marinero behauptet, der König sei auch da.

Leider verpassen wir das letzte Concerto, weil die Crew in einer Tapasgassenbar versumpft ist. Die Abbaumusik finden wir aber auch super. Wir schlendern noch etwas durch das schön beleuchtete Baiona und genießen es.

Schingerasse und Bumm

Sep.′ 19 07

Wir waren zum Elfer-Kaffee auf die Stressless eingeladen. Jochen hat sein Turbo-Schlauchboot klargemacht und ist mit Freiwilligen Wasserski in der Bucht gelaufen. Also wer konnte, konnte sich auf dem Wellenreitbrett hinterm Schlauchi festhalten und ist darauf die Enseada da Barra unsicher machen. Der Käptn hat sich krampfhaft an seiner Kaffeetasse festhalten müssen, um nicht allein vom Zuschauen aus dem Boot zu fallen. In der Siesta wurden die Kampfköder für die Fische klargemacht. In diversen Tauchgängen wurden dafür Miesmuscheln gejagt. Derweil hat sich ein Motorbootfahrer so dicht vor die Röde Orm gelegt, dass sich sein Anker in unserer Kette verklötert hat. Ohne Hilfe konnten sich die Mobis nicht mehr von unserer Kette befreien…

Die Erste ist mit den Frauen der anderen Boote über den Berg gewandert, Fleisch zum Grillen im Supermarkt zu jagen. Um 16 Uhr bei brütender Hitze. 3,5 km klingt ja gar nicht so weit, wenn man vergisst, dass man über einen Berg klettern muss. Schweißgebadet kamen sie also am Fuße der Ria Pontevedra raus und standen vor einem geschlossenen Supermarkt – er wurde wegen mangelnder Besucherzahlen geschlossen. Erschöpft schleppten sie sich ins nächste Lokal, um nach Wasser und dem nächsten Mercado zu fragen. Die Kneipenwirtin erläuterte, dass es im ganzen Ort keine Einkaufsmöglichkeit gäbe. Aber sie würde die Damen mit dem Auto in den nächsten Ort bringen – und wieder zum Strand zurück (Über alle Berge!!). So kams. Voller Glück wurden die Einkaufstaschen gefüllt und der spanische Engel sauste in einem Affenzahn die Serpentinen rauf und runter zurück an den Barcos. Der Felsen war schon erobert, der Grill glühte, dass vorletzte AldiKrombacher Fass zitterte vor Kälte daneben und Frauen und Grillfleisch kamen pünktlich dazu. Ein wunderbarer Grillabend mit den Crews der Espiritu, Stressless und Luckstar.

Spanisch und Engel.

Sep.′ 19 06


Da ist er wieder der Schwell – schon wieder wird der Kptn. aus der Koje geschaukelt… das kann doch nicht sein.

Aber kaum hat er die Augen aufgerissen und guckt aus dem Niedergang, ist alles wieder vorbei – allerdings hat der Wind (3 Kt.) auf Süd gedreht – wir liegen mit dem Heck zum Strand – eigentlich sollte es heute weiterhin ein leichten Norder geben – abwarten.

Der Wind dreht zum Glück wieder auf den „normalen“ Nordwind.

Die Fru vom Kptn. sagt – er solle sich doch jetzt endlich mal an den Wassermacher machen – Also die Membran tauschen und das Klackern ausschalten.

Der Kptn. macht sich ran und nimmt ein Teil nach dem anderen auseinander. Die Erste liest ihm nebenbei aus der Anleitung vor…- wer braucht schon ne Anleitung 😉

Der Grund für das Klackern ist eine Feder, die die Exenterscheibe auf der Welle hält. Das Teil hat Spiel – gar nicht so wenig. Der Kptn. murkst in den Spalt ein kleines Stückchen Blech zwischen – fast kein Spiel mehr – alles wird wieder zusammengebaut – Öl in das Exentergehäuse gefüllt und alles wieder montiert….. uuuund – hey löppt – Er macht wunderbares, süßes, frisches, sauberes, selbstgemachtes Trinkwasser. Juhuuuu.

Am Abend lockt der Felsen und die anderen Crews uns vom Sofa. Wir satteln die Pinta (das Schlauchi) und düsen gen Badestrand der Enseada da Barra.Die Felsen sind noch warm vom Tag, die Sonne tunkt Himmel wie Wasser in lila Abendlicht. Ein Traum.

Salzig und süß.

Sep.′ 19 05

(eigentlich wieder Nordwind – und nein – wir denken uns auch wieder andere Überschriften aus)

Der Wind kommt etwas mehr aus Ost und die Welle aus der Ria Pontevedra dreht leider etwas in unsere Ankerbucht rein – es ist nicht mehr so gemütlich. Ein Chilltag vor Anker fällt aus – dat schaukelt hier zu dolle.

Wir wollen es in der nächsten Ria versuchen – Ria de Vigo. Wie gestern zischen wir mit dem NE weiter nach Süden – bis zu 30 Knoten bringt er auf die Uhr und die Røde Orm flitzt mit über 7 Kt. durch das blaue Wasser.

Wir sind verabredet mit der „Espiritu“ und der „Stressless“ in der Enseada da Barra.

Der Wind ist immer noch ganz flott in der Bucht, aber es gibt keinen Schwell – schön ruhig liegen wir hier. Karibikfeeling.

Der Kptn. guckt sich die Gegend mit dem Fernglas an – da sind nur Nackte am Stand – müssen wir jetzt auch nackig im Dinghi an Land fahren? Ohje – der Kptn. hat doch noch gar nicht seine Bikinifigur…

Die Hose bleibt an – Wir grillen mit den Crews der beiden anderen Schiffe auf den Felsen am Strand – schön weit oben – damit uns die Nackideis nicht belästigen können und uns die Klamotten vom Leib reißen – wir sind noch nicht soweit.

Das richtige Sitzfleisch für den harten Granit ist auch noch nicht vorhanden – irgendwie widerspricht sich das jetzt aber auch mit der Bikinifigur – und überhaupt sind die Felsen in Bohuslän viel weicheier. Also was jetzt? Bikini oder Sitzfleisch – Der Kptn. ist in einer Zwickmühle.

Einen Absacker auf der Stressless.

Sun und down.

Sep.′ 19 04

(Also eigentlich ja Nordwind – Aber Südwind klingt irgendwie besser, weil wir ja auch nach Süden fahren.)

Irgendeiner von den Wettermodellen hat es vorhergesagt, nur der nicht, dem wir glauben wollten. Wir werden von einer knarrenden Ankerleine und Heulen im Rigg aus dem Schlaf geholt. Die Erste nimmt die schlagenden Handtücher von der Reling… Der Kptn. checkt das böse Wettermodel. Wir beschließen nachher Anker auf zu gehen und weiter nach Süden zu segeln – dort kann man dann auch vielleicht wieder ankern und besser entspannen.

Die große Genua schiebt uns nach Süden – mehr braucht es nicht. 20 – 25 Kt. Wind. Sonne.

Wir haben Puerto de Portonovo in der Ria Pontevedra im Auge, aber als wir links abbiegen kommen wir an einem wunderschönen weißen Sandstrand vorbei – Praia de Canelas– dort liegen schon 2 Schiffe vor Anker.

Wir legen uns dazu – der Wind hat noch weiter zugenommen und der Kptn. hat keine Lust auf Hafenmanöver bei soviel Wind. Der Anker hält wie verrückt in dem weißen Sandboden.

Sundowner und aus.

Sep.′ 19 03

Heute sind wir mal früher hoch, wir wollten weiter. Haben einen wunderschönen Segeltag gehabt. Wir sind in die Ria de Arousa gefahren und haben eine Ria-Rundfahrt gemacht. Wir hatten nämlich die Naturschutzmooring, für die man eine Sondergenehmigung braucht, gebucht. Die war ganz hinten in der Bucht. Als wir uns näherten sahen wir, dass sie von Industrie eingerahmt war. Da wollte der Käptn nicht hin. Wir beschlossen, die Bucht am Anfang der Ria, die mit dem tollen Sandstrand zu nehmen – Puerto de Palmeira.

Das Schlauchi wurde schon an Deck aufgepumpt, Nudeln wurden gekocht, Salat gemacht. Wir präparierten uns, damit wir sofort ins Wasser springen können, wenn der Anker gefallen ist. Die Angel schwamm übrigens den ganzen Tag hinter uns her.. es hat niemand nicht angebissen. In der Abenddämmerung, nach dem Eisbaden (! Nordatlantik!) gaben wir der Angel noch eine Chance. Wir hofften auf italienische Nudelfressfische. Aber ohne Pesto! Der Käptn lässt die Angel immer so hoch pilkern, dass die Fische ihm entgegenspringen. Immer am Haken vorbei.

Anker und Kette.

Aug.′ 19 31

Der letzte Tag im August. Hier im Norden vom Kap ist es schon ganz schön kühl – 19 Grad oder so – fast herbstlich 😉 . Der Kptn. studiert mal wieder das Wetter und stellt fest, dass es hinterm Kap, 33sm entfernt, 5 Grad wärmer ist – unglaublich.

Der Wind ist auch super für heute (nämlich vorhanden) – jedenfalls ab Mittag. Und tatsächlich, bis mittags motoren wir dem „Ende der Welt“ entgegen – dann kommt Wind – erst 12 – dann 15 – dann 20 Knoten – Wir segeln ! … um das Cabo Finisterre herum. Eigentlich wollten wir am Ende der Welt noch einen Fisch fangen – aber die einheimischen Flossenträger mögen wohl unseren Ostseeköder nicht. Schade eigentlich.

Der Wind pustet uns weiter in die „Ria de Muros e Noia“. Ein richtig schöner Segeltag.

In Muros nimmt uns „Klaus“ die Leinen an. Er ist Deutscher und hier der Hafenmeister. Total nett.

Der Supermercado ist direkt am Hafen – praktisch. Die Crew fällt über eine Tapasbar her – diesmal lassen wir die Tortilla weg – gibt’s sowieso nicht.

In der Nacht fängt es schon an zu pusten.

Herbst und Sommer

Aug.′ 19 30

In zwei Tagen soll das hier oben am Kap ordentlich pusten, so dass wir wohl so ne Woche festhängen würden. Also machen die die Røde Orm seeklar und laufen aus La Coruna aus. Wir motoren bei Schlappiwind. Egal – Hauptsache nirgends festhängen. 50 Meilen muss der Kuddel verknusen und bringt uns nach Muxia. Wir laufen zur passenden Tapasuhrzeit im Hafen ein und werden mit Livemusik begrüßt. Der Hafen ist leergefegt, die Promenade auch. Als wir uns der Musik nähern, sehen wir, hier sind die ganzen Spanier. In den Tapaslokalen, die um die Bühne drapiert sind. Leider macht die Band gerade Pause und eine DJ macht Musik.. eher Krach. Die Erste stopft sich sofort Ohrenstöpsel in die Ohren. Die Tapas sind suuper, nur die Riesentortilla schaffen wir nicht ganz. Pünktlich mit der Rechnung beginnt die Band zu spielen. Wir genießen die Musik im Cockpit.

Morgen planen wir „das Ende der Welt“ zu umrunden – vielleicht bis Muros – dort kann uns der angekündigte Starkwind nicht mehr ärgern und wir haben noch viele tolle Rias vor uns.

Beim Motorcheck merken wir, dass die Wasserpumpe etwas tropft – Kuddel will auch gepflegt werden. Leider haben wir keine „Simmerringe“ dabei – Irgendwo finden wir bestimmt demnächst passende Ersatzteile – spätestens in Vigo.

Tapas uns Musik

Aug.′ 19 29

Das Auffüllen unserer „German-Gas-Bottle“ hat ja bislang in Enland und Frankeich nicht geklappt. Uns wurde aber von vielen Seglern gesagt, dass es in Spanien klappen soll.

Für La Coruna können wir das schon mal bestätigen.

Im Hafenbüro (La Coruna – Real Club Nautico) bekommen wir einen Zettel mit Adresse der Füllstation:
Arbudes, carretera de Mesoiro, 8. Poligono de Pocomaco.

Das ist in einem Gewerbegebiet etwas außerhalb an einer Schnellstraße. Daher haben wir es nicht mit dem Fahrrad versucht, sondern mit dem Taxi ( 8€ pro Fahrt) Die Taxen dürfen aber wohl eigentlich keine Gasflaschen oder nur ganz kleine befördern. Auf dem Hinweg war die Flasche ja gut in der Tasche versteckt… Es hat allerdings etwas Überredungskunst gekostet, damit der Taximann uns wieder mit zurück zum Hafen nimmt – ein Leihwagen wäre vielleicht besser gewesen.

Die Flasche wurde vor Ort an einer LPG (Spain: GLP) Tankstelle mit einem Adapter gefüllt – ging Ratz Fatz.

1 Liter Flüssiggas wiegt ca. 510g… Bei einer 5kg Füllmenge, sollte man unter 10 Liter Gas Schluss machen – die Flasche hat zwar noch hinter der roten Kappe (s. Foto) ein Sicherheitsventil, so dass sie abbläst, wenn sie zu warm wird oder sowas…. – nur mal so.

Krawumm und weg.

Aug.′ 19 29


Der Kptn. hört nur Fahrradtour am Frühstückstisch – dann denkt er an die brennende Sonne und die Mittagshitze und die verlorene Siesta. Die Beine werden ganz schwer, die Nase blass – er fängt an zu husten. Die Erste erwähnt mögliche E-Bikes, gerade als sie ihm die Schnabeltasse mit dem Pfefferminztee reichen will… Dem Kptn. geht’s dann zunehmend besser und er erzählt etwas von isotonischen Getränken und dreifachen Akkuladungen… Die Bikes am Hafen in La Coruna sind auf jeden Fall der Hammer. Wir bekommen einen coolen Tourvorschlag vom E-Bike-Heini – Kurs Torre de Hercules mit prächtigen Ausblicken.

Die Bikes haben soviel Power, dass der Kptn. durchgehend im ersten Gang nur angedeutet treten muss – es sieht ein bisschen lustig aus, wie er in Zeitlupe tritt, aber mit 25 km/h die Hügel auf und ab düst – Tiefenentspannt.

Durch die unglaubliche E-Bike Geschwindigkeit sind wir pünktlich zur Siesta wieder an Bord. Vorher machen wir die Körbe der Bikes im Supermercado noch randvoll.

Es folgt eine weitere Gasepisode (s. GB und FR). Der Kptn. und sein Fru verstecken die „German Gas Bottle“ in der Hackenporsche Tasche und schummeln sie in das Taxi zur Füllstation. Der Taxifahrer guckt etwas verwirrt als wir an der Adresse sind und bekommt leichte Panik. Die Erste redet ihm gut zu und beruhigt ihn, er solle doch warten und uns wieder mit zurück nehmen… Derweilen geht der Kptn. mit der Buddel zur Befüllung – es läuft – die füllen da echtes Gas rein. Sauber!!! – Des Kptns. Fru hat den Taximann derweilen weichgeklopft und etwas von einer „ganz kleinen Gasbuddel“ erzählt – er nimmt uns also wieder mit zurück – ohne größere Explosionen oder so etwas.

Ein paar Kilo Früchte verkauft uns die Fruteria und die Waschmaschine im Hafen muss auch nochmal ran – Aufbruch.

Wir planen morgen mal weiter zu segeln – etwas – nicht zu weit…

Mojito und aus.

Aug.′ 19 28


… die Kuh heißt bestimmt Olé … – Ja wir haben es geschafft. Um 9h haben wir in A Coruna angelegt – sind gleich in den Stadthafen durchgefahren.

Nur ein kurzer Besuch in dem Hafenoffice – dann aber schnelle wieder zurück in die Koje – ein bisschen Schlafdefizit aufholen.

Um 16h ist die Siesta vorbei – dann können wir uns richtig anmelden. Hier muss man alles mitbringen – Schiffspapiere, Ausweise, Versicherungsbescheinigung… – Es wird – meint der Kptn. gesehen zu haben – eine Akte angelegt 😉

Der Kptn. durchsucht die Stadt nach etwas Essbaren. Aber von 16h – 20h haben alle Tapasbars in der ganzen Stadt geschlossen. Dem Kptn. hängt der Magen zwischen den Kniekehlen, aber es gibt nix zu holen. Das Gejammer ist groß.

Der Kptn. ist sich nicht sicher, wie es passiert ist, aber die Zeit bis 20h ist irgendwie vergangen. Wahrscheinlich ist er einfach 4 Stunden in eine Art Hungerkoma gefallen.

Die Crew berichte zwar von einem Ausflug an den Stadtstrand und der Kptn. hätte doch auch Fotos gemacht usw. – Kleinhirnmodus? – Keiner weiß Genaues.

Ab 20h in irgendeiner Tapasbar kommen die Erinnerungen zurück – das Erste war das Pulpohäppchen, eine Gamba und ein eiskaltes Estrella Galicia (mit Tropfen am Glas).

Der Rest ist wieder irgendwie verschwommen.

Muschi und Sportplatz

Aug.′ 19 26

Mit Sonnenaufgang sind die ersten 100 sm geschafft – also mal so 1/3 der Überfahrt.

Der Wind nimmt auch etwas zu. Aus den 4,5 Kt. werden 5-6 Kt. – Leider auch etwas Regen.

Gegen Nachmittag beginnt es zu regnen. Die Erste schafft es nicht mehr, die Regenhose zu suchen und entledigt sich kurzerhand der Klamotten an den Beinen.. so reicht eine Regenjacke. Der Regen prasselt nur so herab. Bald sehen und hören wir eine Gewitterzelle und nun reichts. Wir nehmen reißaus, Kuddel kommt ran. Das passt ganz gut. Die Batterie ist sowieso schon etwas runter (weil der Kptn. den Windquirl vergessen hat anzustellen). Und der Schleppgenerator braucht ganz schön lange… Also motoren wir 2 Stunden und lassen das Gewitter und den Regen in viel Abstand hinter uns.

Um 19.30 Uhr haben wir Halbzeit. Jetzt liegen noch 163 sm vor uns. Wenn der Wetterbericht hält, was er verspricht, können wir noch bis morgen mittag segeln. Jetzt ist auch kein anderes Schiff mehr zu sehen, weder am Horizont noch auf dem AIS. Letzte Nacht mussten wir mehreren Schiffen ausweichen, bzw. sie auf uns auf uns aufmerksam machen. Ein Segler kam mit seinem grünen Licht bedenklich nahe, bis er endlich sein AIS anstellte und damit bei uns auf dem Monitor erschien. Vorher hatte die Erste wie wild ins Segel geleuchtet. Vielleicht hat ihn das gleißendhelle Dreieck in der stockdunklen Nacht im Cockpit geweckt. Das Schiff tanzte wie wild herum, rot und grün wechselten sich ständig ab. Als er uns endlich wahrnahm, wechselte er den Kurs glatt am Heck vorbei.

Wir schaukeln in die nächste Nacht, in der Hoffnung auf einen Sternenhimmel.

Over und aus.

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