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Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Jun.′ 12 13

Tschüss Spain – Darling

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Weiter geht’s! Heute ist Roses das Ziel. 50sm oder so. Früh aufstehen ist angesagt. Leider schaffen wir es mal wieder nicht vor 9.30h die Mooring zu versenken. Es wird also wohl heute Abend wieder spät werden. So denken wir noch am Morgen. Am frühen Abend, auf der Höhe der Bucht von Roses hat der Wind noch immer nicht eingesetzt. Windfinder verspricht Wind ab 20 Uhr. Sollen wir da anlegen und den Wind verschlafen? Nee, doofe Idee.


Obwohl sich wie jeden Abend über dem Land dunkle Regenwolken zeigen, beschließen wir, die Nacht durch zu segeln. Um acht setzen wir Segel und rauschen in die Nacht. Es läuft gut. Um zwei muss der Käptn den Motor anmachen, der willig anspringt, ist ja lange genug abgekühlt. Julita und Annika schlafen in der Tischkoje tief und fest.

Over und aus.

Jun.′ 12 12

Julia geht in aller Frühe in die Stadt, um Brötchen zu kaufen. Eine Stadt ist morgens am schönsten. Es sind nur Menschen auf der Straße, die in der Stadt wohnen, sich verschlafen auf den Weg zur Schule oder zur Arbeit machen, die Läden öffnen. Die Luft ist noch frisch. Keine Touristen, keine Sonnenbrillenverkäufer mit ihren Betttüchern, keine Restaurantaufschwatzer. Friedlich. Beim Postkartenkauf stellt sich heraus, dass wir es geschafft haben, Barcelona anzusehen, ohne etwas von Gaudi zu entdecken. Und trotzdem sind wir fasziniert von der Stadt. Sowas.

Wir legen um halb zehn ab. Kuddel springt zuverlässig an. Der Außenborder ist auch montiert. Leider hat er so einen kurzen Schaft, dass die Schraube, auch wenn wir alle vier uns auf dem Heck drängeln, nur halb ins Wasser reicht. Macht also viel Lärm und Unmengen von Luftblasen. Aber nicht so viel Speed.

Der Wind frischt auf, wir setzen Segel. Und können gut die Küste hochsegeln. Mit achterlichem Wind, mal von backbord achtern, mal von steuerbord. Was dazu führt, dass wir ständig Halsen. Das heißt, Julia flitzt auf dem Deck hin und her und baut den Bullenstander um, das Seil – äh der Tampen, der verhindert, dass der Baum rumschlägt. Und der Kpt. tauscht den Spibaum auf die andere Seite.

Wir probieren Kuddel aus. Nach unserer Thermometerauswechselaktion springt er mit Dekompression schon nach ner halben Stunde wieder an. Gestern hat er zwei Stunden gebraucht. Ist also ne Verbesserung. Dem Käptn sein Kopf qualmt trotzdem den ganzen Tag. Fehlersuche, Detektivarbeit. Thomas hat eine Dieselidee, der wollen wir nachgehen. Dann ruft er Chrischan an: „Bissu an Bord irgendwo?“ „ Ja, auf ner Hafenfähre.“ „Dann ruf ich in ner halben Stunde nochmal an!“ Chrischan ist immer irgendwo an Bord. Was für ne Frage.

In Blanes laufen wir nach 36 Seemeilen ein mit Wind von vorne und Regen. Wie auf der Ostsee. Kaum im Hafen werden Pfannekuchen gebacken, der Regen lässt nach, die Sonne kommt raus. Wir flanieren durch das Städtchen am Strand entlang. Ist ganz schön hier.

Over und aus.

Jun.′ 12 11

Anton geht, Hubert kommt

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Die Hafenbaustelle in Kombination mit den Panflötengedüddeln wecken uns. Natürlich kein Problem für die Röde Orm Crew. Wie sind ja Kummer gewohnt aus San Sebastian und Funchal. Die erste Offiziöse geht mal kurz über die Straße und holt Baguettes. Endlich mal wieder n Queso-de-Mäh-Frühstück – lecker.

Wir gehen zum einchecken (Port Vell / Barcelona) und Diesel bunkern. Auf hohes Liegegeld (40 EUR oder so was) haben wir uns schon eingestellt. Aber wegen des defekten WiFi’s und der Hafenbaustelle bekommen wir Rabatt. 32 EUR pro Nacht, immer noch viel Geld, aber immerhin – dafür liegen wir mitten in der City.

Annika und Julita wollen ins Shoppingcenter, ihr Taschengeld auf den Kopf hauen. Wir bringen sie hin und setzen uns solange zum goldenen M. Ein Cityroller wird erstanden und was noch so alles wichtig ist.

Dann geht’s zurück aufs Boot, da sind ein paar Arbeiten zu erledigen.

Eine Maschine Wäsche wird angeschmissen (4,50 €) und Anton, unsere Windfahnensteuerung, demontiert und in die Backskiste gestaut. Hubert, unsere Außenborderhalterung, wird an Antons Stelle gesetzt. Wir wollen – sicherheitshalber – lieber jetzt schon unseren Dingimotor am Heck fahren – Kuddel mag ja manchmal nicht so recht, wenn ihm warm ist. Und so können wir im Hafen wenigstens noch manövrieren, auch ohne Kuddel.

Zum Abend zieht es uns noch einmal in die Stadt. Wir machen einen Rundgang, zur Kathedrale über Starbucks und durch gemütliche Gassen zurück zum Hafen. Da wird zwischen den hohen Häusern Fußball gespielt, ein Gemeinschaftsgemüsegarten ist angelegt. Vor einer Kirche, die eng umbaut ist, wird Gitarre gespielt. In einer anderen Gasse erklingt Mozart auf einem E-Klavier. Kleine bunte verwinkelte gemütliche Kneipen auf versteckten Plätzen. Was für eine Stimmung. Ganz anders als das gestrige Rambla-Barcelona. Die Kinder rollern, der Käptn ist mit seinen Gedanken bei Kuddel.

Auf dem Kpt. ihm sein Motormayday gibt es ne Menge toller Ideen und Ratschläge, was wir noch prüfen können. Besonders der Tipp von Klaus V. ist ultraheiß. Der Kpt. hat nämlich vergessen das Thermostasventil im Kühlwasserkreislauf zu checken. Das Teil wird in einer Nacht- und Nebelmotorschraubeaktion ausgebaut und durch ein Ersatzteil aus der Kiste ersetzt. Das alte Ding ist ganz schön verkalkt und läßt sich von Hand auch nicht mehr öffnen. Im Wasserkocher geht es allerdings noch auf. Das neue Teil, lässt sich auch von Hand öffnen und geht auch früher im Wasserkocher auf… Vielleicht sind wir der Lösung um Kuddels Warmstartschwierigkeiten einen Schritt näher gekommen, das werden wir allerdings erst morgen wissen, wenn wie ihn warm gefahren haben.

Over und aus…

Jun.′ 12 11

Ahoi Ihr alle dort!

Gebt uns doch mal n Motortipp:

Wir haben einen Yanmar YSE 8 (wahrscheinlich G) [wohl das letzte Modell], Einzylinder, liegend, mit direkter Seewasserkühlung, ca. 30 Jahr alt – oder so, Gußeisen. Hier das Handbuch: Yanmar YSE8 Handbuch ( http://www.co-ki.net/wordpress/wp-content/uploads/2012/06/handbuch-eng.pdf ), eng.
Unser Motor springt im warmen Zustand nicht oder schlecht an.

D.h. Wir fahren ihn warm 2-10 Std. motoren oder so.

Nach 4 Stunden abkühlen startet er normal, ohne Dekompressionshilfe, allerdings nur in Vollgasstellung.

Nach 1,5 Std abkühlen kriegen wir ihn gestartet, wenn wir ihn mit gezogener Dekompression in Schwung bringen und dann den Hebel los lassen.

Vor 1,5 Std nach der Motorbenutzung springt er gar nicht an.

 

Das haben wir bis jetzt gemacht:

  • Ventilspiel ist eingestellt (0,2 mm – nach Buch (s.o.)).
  • Einspritzdüsen gecheckt,  macht schönes Sprühbild (nach Buch (s.o.)).
  • Dieselfilter ist ausgewechselt.
  • Dieselzufuhr ist auch gecheckt. Sauberer Diesel pladdert im satten Strahl ausm Schlauch vor der Pumpe… Peilstab zeigt kein Glibberzeugs oder so was im Tank.
  • Öl ist schon dicker. 20w50
  • Er bekommt nun auch kühle Luft aus der Hundekoje nicht mehr aus dem warmen Motorraum.
  • Aus dem Schlauch vor der Wasserpumpe kommt n satter Strahl Seewasser raus. Seeventil ist also frei.
  • Aus dem Auspuff kommt ebenfalls die normale Wassermenge (wie eh und je) heraus.

Wir haben jedoch den Eindruck, als ob der Motor heißer wird als vor unserer Reise, vielleicht liegt das aber auch nur an den Wasser- und Lufttemperaturen.

Was uns als Idee noch in den Sinn gekommen ist, dass der Motor evtl. so nach und nach von innen zuwächst/zublüht – kann man dagegen was untenehmen?

Der Motor verbraucht auch Öl. Ca. ½ Liter bei 24 Stunden Laufzeit.

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns noch ein paar Tipps geben würden, vielleicht haben wir ja etwas ganz simples und einfaches übersehen. Bitte lasst einfach n Kommentar raus – nicht lange überlegen – Brainstormingmäßig.

So nach dem Motto: Dreh’ doch mal die Schraube hinterm Anlasser für 3 Min. auf, lass den Ärger raus, dann ist alles wieder gut.

Daumendrücken hilft aber auch schon.
Unsere nächsten Schritte wären ansonsten: Kopf abnehmen, die Ventilsitze schleifen und evtl. die Kolbenringe tauschen…

Heile, Kuddel, Segen…

Jun.′ 12 10

Mal wieder ne kurze Nacht. Aber wir wollen weiter. Heute ist auch mal n guter Wind angekündigt. 15-20 Kt. aus S. Super – wir freuen uns schon – mal wieder zu früh. Der Wind will einfach nicht so richtig los legen. Wir dümpeln so mit 2-3 Kt. Richtung Barcelona. Der arme alte Kuddel muss wieder ran.

Kurz hinterm Flughafen von Barcelona kommt dann der Schiebewind für die letzten 8sm – Super.

Wir gehen in den Port Velle – mitten in die Stadt.

Auf dem la Rambla lassen wir uns mal so richtig übern Tisch ziehen. Die super Oferta entpuppt sich als fieser Trick. Die Getränkekarte wurde nämlich nicht gereicht. 12€ für n großes Bier!!! – Sauerei – Selbst aufer Wiesn kost der Liter nur 9€. Das Aqua con Gas hatte wohl auch Blattgold drin… Aber die Weihnachttischdecken und die Paella waren trotzdem nett. Und nun des Kpts. Rache: Geht NIEMALS in das „Restaurant Ideal“ auf der La Rambla – is gar nicht ideal dort.

Die Sonne geht unter. Es beginnt zu regnen – Ja – wir kommen langsam Richtung Norden. Wir schlendern noch ein bisschen durch die netten Gassen.

Mal sehen, ob wir morgen noch hier bleiben oder weiterziehen.

Rambla und aus.

Jun.′ 12 09

Wir haben ja gestern Abend beim Einlaufen schon alles erledigt und können heute früh (8h) auslaufen. Es klappt sogar fast. 8.30h werden die Leinen gekappt. Kuddel schiebt uns aus dem Hafen. Leider qualmt er bei ¾ Gas doch ziemlich dolle – Irgendwie wird das immer schlimmer. Öl mussten wir gestern auch relativ viel nachfüllen, obwohl wir nicht lange motort sind …

Wir setzen Segel und schippern hoch am Wind weiter nach Norden. Gegen Mittag sollen wir Südwind bekommen 15 Kt.

Und es klappt sogar. Kurz vor der Spitze des Ebro-Deltas setzt die Brise ein und wir zischen mit 6 Kt. voran.

Mit der Geschwindigkeit können wir sogar noch einen Hafen weiter fahren.

Cambrils wird gecancelt und Torredembarra angelegt.

Der Wind bekommt n rappel und lässt nach – wir auch. Kuddel bringt uns die letzten 10sm und ne halbe Stunde nach Sonnenuntergang in den Hafen. Die Hamburgesas und das EM-Ergebnis von Deutschland – Portugal (1:0) bekommen wir noch gerade so mit bevor die Klüsen schließen …

Over und aus.

Jun.′ 12 08

Kurs Nord zu Ali Baba

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Frühstück in der Sonne. Wir taufen den neuen Außenborderadapter auf den Namen „Hubert“, weil er ja so rauf und runter huben kann. Dann verschwinden Annika und Julita mit Samona zum Pool um noch einmal nach Herzenslust zu Planschen. Der Käptn verschwindet im Motor und baut den Schalldämpfer für die neue Frischluftzufuhr von Kuddel an. Ein Stück Moskitonetz wird vor den Einlass gespannt und nun ist er glücklich. Der Käptn und der Motor – hoffentlich.

Die Kapitänin kopiert Hörbücher von Claudia über Gott und die Welt. Sollten wir es etwa schaffen, heut noch abzulegen?

Tatsächlich. Der Schlauch ist in die Hundekoje verlegt, die Kinder kommen vom Schwimmen wieder, an Bord ist alles gesichert gegen Schaukelei. Es folgt ein trauriger Abschied von der Sundancecrew. Eine kurze, sehr schöne, intensive Begegnung, umso schmerzhafter der Abschied. Die See ist rauh. Eine Welle von Ost hat kommt uns entgegen. Wir segeln relativ hoch am Wind, mit teilweise über fünf Knoten, stampfen aber in die Wellenberge. So verschläft der weibliche Teil der Crew mal wieder den halben Törn. Am Abend lässt der Wind nach, aber die Welle bleibt. Die Bewegung wird nicht angenehmer.

So kehren wir in Bellicarlos ein, ein Hafen früher als wir geplant hatten. Der wiederrum begegnet uns sehr freundlich. Schon über Funk bekommen wir einen Liegeplatz zugeteilt, was uns noch nie passiert ist. Sonst sitzt meist am anderen Ende eine Marinerone, die kein Wort englisch spricht. Wir klarieren ein und setzen uns in ein nahes Straßenrestaurant: Ali Baba. Günstiges Gutes Essen. Wir sind nämlich zu durchgerüttelt, um noch kochen zu können.

Julita und Annika spielen noch abendliches Fußball auf dem Platz neben dem Großbildfernseher auf dem Russland gegen Tschechien dem runden Ding hinterherlaufen.

Der Käptn und sin Fru machen einen nächtlichen Stadtspaziergang.

Over und aus.

Jun.′ 12 07

Eiiiiiigendlich wollten wir ja heute auslaufen und weiter nach Norden – Aaaaber… Das kam so… Alfons und der Kpt. haben den Außenborderkeil an das Heck gehalten und das Teil für gut befunden… Aber eine Sache ist da noch, die Alfons unserem kleinem Kuddel auf gar keinen Fall zumuten kann, er bekommt keine Frischluft, sondern nur die alte abgestandene und vor allem warme Luft aus dem Motorraum als Verbrennugsluft. Das geht gar nicht. Das setzt die Leistung nochmals deutlich runter. Der Kuddel läuft dann sozusagen mit nem Würgegriff am Hals (O-Ton Alfons) – nicht gut.

Wir befestigen eine Schlauch am Ansaugrohr und finden den Sound natürlich grundsätzlich erstmal Klasse, aber längere Zeit motoren kann man damit nicht.

Alfons: „Kein Problem, ich bau Dir n Epoxyschalldämpferkasten“…

Kuddel bekommt nun also erst morgen frische, kühle, schallgedämpfte Luft durch den Epoxydschalldämpferkasten zugeführt. Is auch egal. Ist eh kein Wind und eigentlich ist die Röde Orm ja n Segelboot.

Die Kids machen sich auf den Weg zum Swimmingpool, Jule und der Kpt. pilgern radfahrend zur Ferreteria. Dann kommen zwei Hühner auf den Grill (nicht Werfthühner) und wir decken wieder die Tafel unter der Sundance. Den Nachmittag verbringen die Kurzen im Aufenthaltsraum der Marina, die Männer bauen und die Frauen wandern auf dem Pinienhügel umher.

Abends gibt es mit Strohrum flambiertes Resthuhn.

Yin und Yang

Jun.′ 12 06

Gestern hat Alfons uns eine Außenborderhalterung aus seinem unendlichen Bootszubehörbestand geschenkt. Wir sind platt und glücklich.

Wir halten das Dings mal an Heck und müssen feststellen – So geht das nicht.

Alfons sagt: „Ich mach dir n Epoxykeil!“. Krasser Typ. Auf dem Werftgelände zaubert er ein bisschen mit der Kreissäge ein paar Holzbalken und ner Schüssel Epoxy rum und Ratz-Fatz ist der Keil fertig – wir sind sprachlos.

Der Kpt. setzt sich mit Claudia von der Sundance in den klimatisierten Clubraum und unterzieht dem Bordcomputer der Sundance dem ultimativen Weltumseglerupdate. Jetzt ist die Navigation gesichert und Langeweile kommt nun mit der Multimediamaschine auch nicht mehr auf. Picasa und Youtube wird auf sundance32.wordpress.com integriert.

Jule macht die Röde Orm auslauffertig. Ein letzten Drink am Abend unter der Sundance.

Schluchz und aus..

Jun.′ 12 05

Der Vormittag steht im Zeichen der Fernschule. Lange haben wir keine Tests mehr verschickt zum Korrigieren. Sie haben sich hier angesammelt. Nun geht ein ganzer Schub raus. Claudia und Silvia stehen vor dem Schiff und wollen in den Wald gehen, Stöcke fürs Grillfeuer sammeln. Wir können leider noch nicht mit. Aber wir kommen nach. Endlich sind wir fertig und sammeln uns an der Sundance. Die drei Männer (Alfons, Stefan und Lorhan) setzen sich in den Dreieinhalbtonner und düsen zur Ferreteria und in den Supermarkt. Die drei Mädels (Annika, Ana und Samona)  gehen baden und Breitbandfernsehen und die drei Frauen (Claudia, Julia und Silvia) setzen sich zum Garachio ins Restaurant und quatschen. Super Arbeitsteilung. Anschließend bereiten wir das Grillfest vor, zum Hochzeitstag feiern – ja 19 Jahre sind wir heute verheiratet – und um Alfons Geburtstag vorzufeiern.

Der Kpt. fragt sich, warum wir im Supermarkt waren… Hier läuft soviel Grillfleisch auf zwei Krallen mit schönen bunten Federn rum. Bei näherer Betrachtung muss der Kpt. allerdings mit Grausen feststellen, dass sich die Hähnchen von abgeplatztem Antifouling, Sika- und Epoxyresten ernähren. Die Hühner sind also eher Sondermüll als Grillgut – Schade. Auch der Pfau glänzt so in der Sonne, dass es besser scheint, ihn laufen zu lassen…

Unter dem Katamaran wird die Festtafel geschmückt und dann reingehauen. Alfons stellt eine uralte Flasche Wein auf den Tisch, wir kosten alle. Is noch nicht Essig!

Am Abend schaukeln die Kinder in der Hängematte unter der Sundance, Pedro, der Nachtwächter kommt und spendiert ne Runde Eis. Geburstagslieder in Spanisch, Deutsch und Polnisch werden gesungen – Herzlichen Glückwunsch Alfons.

Over und aus.

Jun.′ 12 04

Sonne, Schweiß und Öl

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Der Kpt. geht zu der Sundance und sieht Alfons bei der Arbeit zu… – plötzlich hat er ne Bürstenflex in der Hand und schrubbelt in der Mittagssonne das Gribdeck ab. Schweiß – Sonne – Arbeit. Der Kpt. gibt alles und sein Letztes. Am Ende der Sonne ist das Vorschiff fast fertig und Alfons hat seine Eingangtüren auch epoxiert.

Am Nachmittag nehmen wir uns unseren Kuddel vor. Die Ventildeckeldichtung wird abgeschraubt und das Ventilspiel eingestellt – War auch nötig. Wir würgen die Einspritzdüse mit Brechstange und Hammer aus ihrer Passung und prüfen das Sprühbild – Is ok!

Nachdem der Kuddeln ne Stunde warm gelaufen ist und wir uns einen Carachillo gegönnt haben macht der Kuddel leider immer noch die gleichen Warmstartschwierigkeiten wie vorher. Tja – Der Kopf muss wohl doch ab. Aber ohne das Ersatzteil in den Händen zu haben läuft da nix – immerhin läuft er ja.

Die Frauen sind derweil unterwegs. Vier Maschinen Wäsche werden gewaschen. Claudia und Julia fahren mit den Fahrrädern – Fahrrad fahren ist ja toll, das ist schon lange her. Man ist richtig schnell! – ins Dorf zum Einkaufen.

Dann gibt’s unterm Katamaran – der einzige gut durchlüftete schattige Platz Salat und Tortilla. Die Kinder sausen mit Rollern und Rädern zum Pool und genießen das kühle Naß. Abends gibt’s zur Feier des Tages Pfannekuchen auf der Röde Orm.

Over und aus.

Jun.′ 12 03

Nach dem Frühstück mit Claudia, Alfons & diversen Kids bei uns im Cockpit steht eine Katamaranbesichtigung an. Ein super Teil. Alfons ist ein richtiger Bootsbaukünstler, er hat aus dem alten Katamaran ein richtiges Schmuckstück gemacht. Der Bug und das Heck wurde geschickt verlängert und lackiert. Nun ist noch die Inneneinrichtung dran und dann kann es bald los gehen.

Jule und der Kpt. gehen nochmal zu Sorgenkind (Kuddel) und verpassen ihm nen neuen Dieselfilter und tauschen kurzfristig die Starterbatterie aus. Leider gibt’s es auch nach diesen Aktionen keine Motorwarmstartverbesserung – Schade.

Es beginnt wieder zu regnen. Wir stellen zwei Tische unter dem aufgebockten Kat auf und essen dort gemeinsam Mittag. Total witzig.

Der Kpt. erkundigt sich nach der SUNDANCE Homepage… Hat er nicht – gibt’s doch nicht… Ruck Zuck bekommt das Schiff ne Page (http://sundance32.wordpress.com/ ) 😉 .

Julia geht derweil mit den 5 Kindern an den Strand, das erste mal im Mittelmeer baden. Es ist viel wärmer als der Atlantik. Fußball wird gespielt, Wellenhüpfen, Laurentia. Welch friedlicher Abend.
Im Memberclubraum stellen wir die Tische zusammen und decken sie mit Abendbrotutensilien. Dann essen wir genüsslich zusammen. Die Kinder sind schnell fertig, es steht nämlich ein Riesenfernsehmonitor im Raum. Sie lümmeln sich auf die Couch und gucken Zeichentrick im Großformat.

Over und aus.

Jun.′ 12 02

Weiter geht’s gen Norden. 50sm wollen wir heute wieder schaffen.

Der angekündigte SE Wind mit 15 Kt. fällt leider etwas schwächer aus. Wir kommen ziemlich langsam voran, so dass wir die letzen 4 Std. bis nach Oropesa noch motoren müssen. An Castellon de la Plana tuckern wir vorbei, dass sieht einfach nicht so nett aus.

An der Küste braut sich ein ordentliches Gewitter zusammen. Hinter den Hügel blitzt es gewaltig. Wir geben ein bisschen mehr Gas.

Mit einsetzendem Regen und Donnergrollen machen wir in Oropesa fest. Die Marineros sind supernett und helfen uns beim Anlegen. Solange Kuddel noch warm ist, saugen wir das Öl raus und verpassen ihm ein dickflüssigeres 20w50 Motoröl, vielleicht mag er damit im warmen Zustand lieber anspringen – Leider ist die Verbesserung, wenn überhaupt, nur geringfügig.

Vor den Facilies treffen wir Claudia von der MOIRA und SUNDANCE. Das eine Schiff liegt im Hafen, das Andere steht an Land.

Schließlich holt sie ihren Alfons auch noch von Bord und so sitzen wir lange in der Hafenbar, schnacken und sehen dem Thunderstorm zu. Die Röde Orm Kids haben sich gleich mit den SUNDANCER / MOIRA Kindern angefreundet und sind auf und davon.

Claudia und Alfons planen auch eine Langfahrt und bereiten ihren Katamaran SUNDANCE auf den großen Trip vor.

Der Kpt. erzählt Alfons von seinem schlecht startenden Kuddel – Der Warmstart wird immer schlechter. Alfons kennt den Motor ziemlich gut: Am Montag werden wir mal den Kopf abnehmen und die Ventile einschleifen – die sind bestimmt verrußt und schließen nicht mehr richtig. Vielleicht sind auch die Kolbenringe hin – aber auch die zu wechseln ist bei dem Yanmar YSE 8 kein Problem. Man kann durch einen Luke im Kurbelgehäuse den Pleuel aushängen und den Kolben ziehen… Der Kpt. bekommt große und feuchte Augen ! – Total genial. Ne neue Kopfdichtung und die anderen Ersatzteile werden wir wohl in Castellon de la Plana bekommen.

Es scheint so, als ob wir n paar Tage hier bleiben, den Kuddel überholen und dann wieder ne Nachtfahrt machen werden.

Over und aus.

Jun.′ 12 01

Das erste, was wir den Hafenkapitano nach unserem 30 minütigen Eincheckgang zu ihm sein Office fragen: „Dürfen wir bitte an einen Localsteg – näher ran an die Facilities?“ – „Si – claro“. Puuuuh – ein Glück. Wir Frühstücken also noch an unserem Abseitsvisitatespontoon zuende und verholen uns in den Haupthafen. Sehr gut – wir können auch unser neu erfundendes und beim Frühstück besprochenes Anlegemanöver-ohne-Schnoddermooring-an-Deck ausprobieren. Die Kids stehen mit den ehemaligen 10m Heckleinen aufm Vorschiff und machen damit auf Slip an den Pollern fest. Des Kpts Fru reicht dem Kpt. die Schnoddermooring. Der Kpt. rennt damit nach achtern und zieht tüchtig. Die Kids fieren den Kahn 3 Meter vom Gestade wech. Nu mach der Kpt. dem Chrischan ihm seinen Prusikknoten mit einer schön sauberen Festmacherleine um die Schnoddermooringleine. Der Kpt. fiert, die Kids holen dicht, feritch ist das angelecht – ganz ohne Dreck.

Nun kommt das 2. Problem. Die Kids wollen in den Marinaeigenen Swimmingpool – leider is das nur für Members. Aber irgendwie kriegt Jule das geregelt. Die Kids werden also Swimmingpoolmässig vom Bademeister betreut und der Kpt. und sien Fru nutzen die Gelegenheit, um sich einem Bunkereinkauf beim örtlichen (Bezahlbaretaxireichweite) Carrefour zu witmen. Der Kuddel bekommt heute auch mal n bisschen dickflüssigeres Öl, 20w50. Er mag im heißen Zustand nicht mehr so gerne anspringen – nicht schön.

Der Einkauf wird unter Deck verstaut, die Kids ausm Pool gezerrt und mit dem 2. Taxiausflug die Stadt erkundet. Per Bus wäre man wohl auch gut hingekommen. Zu viert ist es aber genauso teuer wie per Taxi (ca. 10 €)

Wir fangen mit dem alten Krams in der inneren Stadt an, schlendern durch den „Jardines del Turia“ und enden bei so ganz moderner Architechtur – Einfach mal die Bilder angucken.

Besondern das alte Flussbett des „Turia“, aus dem die Valencianesen einen super Park gemacht haben, hat uns besonders gut gefallen. Alle Familien mit Kindern sind anscheinend in diesem Park unterwegs, liegen unter Bäumen, fahren Rad, spielen Fussball, joggen…

Valencia ist echt großartig.

Over und aus…

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