Jun.′ 10 06
Vor 17 Jahren hieß das HOCH LINUS. Das war unser Hochzeitshoch. Drei Tage lang war das Wetter so ähnlich wie dieses Wochenende. Nur an diesem Wochenende (4.6 – 6.6.) hieß das HOCH URS – Nunja
Dieses HOCH gehörte wohl Angela und Jens. Die wollen nämlich heiraten. In Heitkate. Mit dem Boot zur HOCHZEIT fahren, dass hätten wir uns auch nicht träumen lassen. Aber eine tolle Idee: Ablegen am HOCHZEITSTAG um zur HOCHZEIT zu schippern.
– Suuuper.
Perfekter Wind – perfektes Wetter. Es ging nicht sehr flott voran, um nicht zu sagen – langsam. Aber wir haben ja ZEIT.
Es gibt verschiedene Ansichten über Marina Wendtorf, wir mögen sie so: Das Boot muss IMMER längseits am Stegkopf liegen mit dem Heck nach Westen – Richtung Sonnenuntergang. Eine Pfeife – einen Rotwein und die Lightshow… – heute brauchte die Sonne extra lange.
Samstag wurde gefeiert. Leider habe ich hier ein paar Wissenslücken…
– Aber es war seeeeehr nett. Und die Hochzeitsspiele waren auch mal wieder sooooo fiese
.
Eigens für mich wurde – glaube ich – das Handynetz rundum die Hochzeitsfeier ausgeschaltet. Nix email – nix Twitter – nix Internet – Nicht mal das Bilderrätsel von rundumkiel …
MorMor brachte uns – vermute ich – wieder zurück an Bord. Und wir konnten heute mit viel ZEIT langsam zurück gen Heimathafen segeln.
1a – Wochenende – Danke Urs – Danke Angela – Danke Jens !
Over und aus!
Mai.′ 10 16
Über Nacht hat der Regen und der Sturm unser Petroleumreserven aufgefressen. Die Ansage der 1. Offizieuse – “heute gibt es Aufbackbrötchen” - stellen den Käpt’n vor ein echtes Problem.
Ich suche nach dem Fass Petroleum. Per Schlauchansaugung *bäääh* wird der Kocher und die Lampe wieder einsatzbereit gemacht. Endlich gibt’s Kaffee und Brötchen.
Während des Frühstücks hört der Regen auf. Der Wind bleibt allerdings 7 Bft im Maximum. Wir setzen die Fock, reffen sie etwas und fliegen, wie der Wind, mit 6 – 7 (allerdings) Kt. gen Schwentine.
Wir legen an – räumen auf und trinken noch einen Törnabschlusskaffee. Und tatsächlich – die Sonne kommt auch noch raus
. Toll – ich glaub es wird Frühling.
Pfingsten wird super – echt. 4 Tage Zeit zum bunkern.
Over und aus !
Mai.′ 10 15
Nach der Feier gestern Abend sind unsere Vorräte rapide geschrumpft. Das Bier strebt gegen Null. Geld kann man ja bekanntlich nicht essen und selbst wenn, unseres hat sich der Hafenmeister gekrallt. Wir rufen Verwandtenhilfe aus Ohe. Diese erscheinen prompt und liefern auch was zum Kauen. Frühstück – Kaffee – super.
Der Wetterbericht verkündet Erschreckendes. Morgen viel Wind mit Regen… hatten wir ja lange nicht. Eigentlich wollten wir die Feier von gestern heute fortsetzen. Aber nun müssen wir uns wieder vom WoWo trennen und jedes Schiff muss sich in seine eigene Förde verkriechen. Wetter gehört echt abgeschafft.
Wir setzen Segel und legen 3 Stunden später in Strande an. Schnell noch die Persenning drauf und der Regen kann losgehen. MorMor sucht den nächsten Bus nach Ecktown um ihr Auto zu holen und die Kinder (3) gehen baden in Schilksee. Der Hund muss auch an Land, findet baden aber auch ok, windet sich aus meinem Arm und schwimmt an die Küste …. – Seehund halt.
Grillen ist nicht. Es regnet heute durchgehend. Wir braten uns was in der Kombüse. Der Hund jammert schon wieder – pipi. Kaum war ich trocken – is ja klar. Nach dem Rundgang geht das Trocknen wieder von vorn los: Schuhe, Jacke…
Endlich Ruhe. Schön warm wirds unter Deck – Dann dreht der Wind etwas und ein Fall beginnt zu klappern. Es regnet immer noch in Strömen. Wenn jetzt noch jemand wach wäre würden wir ja ne Münze werfen – so muss der Käptn ran.
Over und aus!
Mrz.′ 10 24
Frühling. Endlich. Ich kann mich wieder auf “der Therese” hocken mit ‘nem Pot Kaffee und ‘ner Pfeife. Die Vögeln piepen.
Super ! – nur eins ist da dann immer – Wenn man da so sitzt und in die Gegend guckt, fällt einem ja ‘ne Menge auf: Grüne Beplankung auf’m Boden, Moosansatz an der Terrasseneinfriedung, spakiger Sonnenschutz.
Unschön
.
Ich glaub ich muss da mal mit Monkia (so heißt mein Gartenkärcher) und Hochdruck (oha) ran. Wenn ich da dann so gut dabei bin… mach ich auch noch die Fenster mit (klirr) – und das Auddo (neiiiin). HrHrHr. Das Teil muss ich dringend aufmotzen – dat hat zu wenig Power…
Mrz.′ 10 04
Schöner 3. Brief: … oder – *Glück* ist auch synonym für *gelingen*. Ich habe Glück, wenn es mir gelingt „nichts zu tun, sondern es einfach so lasse“. Die Innere Einstellung hilft - Selbstbejahung. Es ist richtig was ich tue – für mein Glück.
Ich stehe dann jetzt mal NICHT auf und hol mir Schoki, Kaffee (geht eh nicht), Cola, Pfeife, Zigarillo, Ebayangebote, neues Plugin, Twitternews, Facebookinfos, Boggartikel… schnief – Ohje. Aber n Glas warmes Wasser hilf Wunder. Ich könnte mich auch einfach in die Ecke stellen.
Mrz.′ 10 03
Der Servicereisekarton von Jura kam heute an. Nach Singen geht die Reise.
Wenn meine Kinder ihre Puppen zu Käthe Kruse schicken, kommen in das Paket immer ne Mengen Reiseutensilien rein. An so was hab ich für meine Kaffeemaschine auch gedacht.
Aber was tut man einem Kaffeevollautomaten mit ins Paket… ? – Ihre Lieblingbohnen, den schönsten Kaffeebecher, den Zettel mit den besten Kaffeerezepten, Kaffeeplätzchen, weiches Wasser, Kaffeehausmusik… – Tschüss – komm bald wieder.
Over und aus.
Feb.′ 10 28
Die Vorschau hat mich nicht so vom Hocker gehauen. Daher bin ich auch gar nicht auf die Idee gekommen den Film zu sehen. Aber Jörg meinte, das muss man gesehen haben.
Gestern ging’s los. Stolzer Preis (Samstag, Überlänge, 3D), 28 Euronen. Und voll war das Kino auch noch. Der Wahnsinn, dabei läuft der Film doch schon so lange.
Am Eingang steht ne Heino-Handywerbung – Alles klar – Heino trägt also durchgehend ne 3D-Brille ist ja auch logisch, denn 3D ist echt super. Man fühlt sich als ob man live im Film dabei ist. Großartig, bis auf das Augenbrennen.
Die Handlung des Films macht auch Spaß, meinetwegen hätten sie aber gerne die Militärdeppen weglassen können – das geht wohl bei einem amerikanischen Film aber nicht anders. Die Bösen beuten die Guten aus und bedrohen sie.
Eywa verbindet zum Glück ganz Pandora und alles wird gut, auch wenn sie eigentlich nur das Leben im Gleichgewicht hält und ansonsten niemanden vorzieht. Aber das Militär ist auch so richtig doll böse, da kann Eywa schon mal ne Ausnahme machen. Die Vorstellung, dass alles Leben auf Pandora über Eywa miteinander verbunden ist, alles aus ihr hervor geht und wieder zu ihr zurück kehrt, kommt mir bekannt vor. Wenn wir schön üben können wir auch bald alle technischen Netzwerke auf unserem Planeten ausschalten.
Sehr schöner Film. Wir freuen uns schon auf den zweiten Teil.
Nun zieh ich mal das Kabel und guck mir die Bäume an.
Feb.′ 10 13
Jule feiert jedes Jahr am Valentinstag ihren Geburtstag – und dieses Jahr in den Valentinstag hinein. Diesmal gab es auch einen Grill im Schnee. Die Kinder haben vorher die 40 cm hohe Terrassenschneedecke planiert, so dass man gefahrlos zwischen Grill und Gartentür zur Wurst kommt. Der Grill stand also sicher im Schnee. Lecker. Die Hopfenkaltschorle wurde im verbleibenden Tiefschnee schön auf Trinktemperatur heruntergekühlt – auch praktisch.
Grillen im Winter ist also echt super. Was man allerdings benötigt, ist eine gute Grillkohlenquelle. In Kiel ist das der Cittimarkt. Man muss sich dort in der Elektroabteilung melden um Kohle zu bekommen (Die sind nämlich im Sommer für den Campingkrams zuständig). Ganz einfach also.
Nächsten WE grillen wir wieder. Der Schnee pappt jetzt auch zeitweise ganz gut, so dass man einen perfekten Schneetresen per Iglutechnik herstellen kann – aber erstmal wieder Gesund werden (hust – keuch) …
Feb.′ 10 12
Donnerstag abend halb sechs. Ups, morgen ist im Kinderhaus Fasching. Julita will als Jim gehen. Eine Molly muss her. Aus dem Keller werden Kartons geholt, Klebeband, Farbe, Idee. Gemischt, sortiert und los gehts. Mama jammert, es sei schon so spät und Molly sei zu groß.. aber Annika und Julita beharren auf ihrer Idee. Und sie legen los und kleben zusammen und schneiden aus und malen an. Um halb zehn ist das Wunder vollbracht: Molly steht im Flur, rot glänzend. Annika zaubert noch ein Dach, Julita malt die letzten blauen Striche, Mama macht Fotos und sich Sorgen.. wie soll die große Molly bloß morgen früh um sieben durch den Schnee in das Kinderhaus kommen.
Am nächsten Morgen klappt alles wie am Schnürchen. Julita verwandelt sich in Jim Knopf, mit einem großen Knopf an der Hose und Molly lässt sich auf einen Schlitten setzen. So schieben wir drei sie durch den tiefen Schnee bis zum Kinderhaus. Dort erst werden noch die Räder angeklebt und Jim schlüpft in seine Lok. Tüüt Tüüt fährt sie durchs Kinderhaus, man sieht nur unten zwei Füßchen trippeln.
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