Es ist ein perfektes Segelwochenende angesagt. Sonne und ein kleiner Nordost Wind.
Wir legen bei Westwind ab und können, in der Nachmittagssonne die Förde raussegeln.
Aber da kommt sie schon wieder – die graue Wand. Hoch ran und bei Bülk um die Ecke.
Es sieht komisch aus: An BB, also in der Kieler Förde und der Eckernförder Bucht, schönster Sonnenschein und blauer Himmel und an Stb. graue Regenwolkenwände. Wir versuchen genau unter der Wolkenkante entlang zu segeln und dann schnell wieder in die Eckernfördersonnenbucht zu fliehen.
Pünktlich zu unserer geplanten Kursänderung dreht der Wind auf NE und schiebt uns Richtung Eckernförde, leider nicht ohne uns mit quer fliegendem Wasser zu überkippen – reffen.
Unser Plan geht fast auf, nur dass 5 sm vor Eckernförde noch eine Regenwolke ohne Wind kommt.
Wir motoren im dunklen (es ist ja schon 9) in den Eckernförder Yachthafen.
Avelina liegt schon dort und Udo nimmt die Leinen an.
Ein (oder so) Anlegebierchen auf den schönen, abwechslungsreichen Segelabend.
Over und aus!
16:30 abgelegt. Wind NW 3. Kurs N. Aus der Kieler Förde raus. Plan Eckernförde. ->
Der Tag beginnt am Kartentisch (Skatkartentisch). Das kleine Frühstück vorher kann man glatt vernachlässigen – aber die fiesen Schauer- und Gewitterwolken nicht, daher wettern wir diese im Hafen ab. Piet beginnt ne neue Liste – die Alte muss irgendwie verloren gegangen sein. – Wat weis ich, wo die ist…?
Die Wolke ist weg, der Wind dreht auf NW wir legen ab und können super nach Süden fliegen. Zwischendurch kommt mal wieder ein kleiner Sprühregenschauer – nix dolles.
Die Eckernförderbucht ist querab. Bülk in Sicht – aber was ist das graue da über Ecktown?
Es grummelt etwas. Käpt’n hast du gegrollt? – So doll hast du doch heute Morgen gar nicht verloren… – Neee – Gewitter!
Klamotten runter. Nur die Rollfock bleibt halb stehen. Dann geht’s los. Prasselregen. Sturm. Es pfeift wie wild. Das Segel wird ganz wech genommen. Und dann kommt’s noch doller. Das Schiff wird unter Top und Takel auf die Seite gelegt…. Blitze überall. Der Regen drückt die Gischt platt. „Piiiiiiet – halt den Kurs“ – „Ich seh nix Käpt’n“. Seine Brille beschlagen und voll mit Regentropfen – vielleicht waren auch Tränen in den Augen vom Ersten…
Auch der Kompass ist völlig verregnet. Der Käpt’n wischt alles ab und zeigt dem Ersten den Weg.
Jörg und Markus regeln das Chaos unter Deck. Dem Nichtflieger und Nichtsegler wird etwas grün.
Und schon ist alles wieder vorbei. Die Wolken ziehen weiter. Der Himmel reißt auf. Geniale Sicht. 3 Windstärken. Sommer, Sonne…. – War was?
Wir versuchen dem Grünen einzureden, dass er nur schlecht geträumt hätte und das das Wetter die ganze Zeit so war…
Ab in die Förde. Perfektes Segelwetter.
Am Ende der Förde blitzt und gewittert es – komischer Traum! – Sind hier irgendwo Murmeltiere?
Diesmal packen wir die trockenen Segel vorher komplett weg und motoren in die Heimathafen.
Einmal Regen mit Gewitter bitte, diesmal ohne Wind. Gibt’s auch!
Over und aus!
12:15 abgelegt Schleimünde. Kurs Süd. Wind West 4-5 ->
12:25 Segel gesetzt. Groß und Genua. 6 Kt fahrt. ->
13:40 queren EckernförderBucht. Gewitter kommt näher. Grossegel weg. ->
13:50 Gewitterfron kommt durch. Mittendrin. Segel weg. Motor an. 8 oder 9 Bft. Wind ->
14:15 Gewitter vorbei. Sonne, blauer Himmel, Segel raus, Motor an. Pos: Stoller Grund. ->
15:00 Einfahrt in die Kieler Förde mit Groß und Genua ->
16:00 Nächstes Gewitter kommt. Pos: Heikendorfer Bucht. Segel runter. Motor an. ->
16:40 angelegt beim PTSK. Trip: Schleimünde – Schwentine -> 23 sm ->
Röde Orm ist wieder im Heimathafen. Der Sommertörn ist am 22.8.10 um 16:40 beendet. 766 sm waren es diesen Sommer. ->
Warum dieser blöde Wetterbericht auch immer stimmen muss. Er schüttet mal wieder heute morgen.
Um 11:52h fährt unser Bus nach Kiel. Morgen ruft für ein paar Stunden die Arbeit – Vorbesprechung – lässt sich nicht ändern.
Wir packen unsern Krams zusammen, so das jeder zwei Täschchen *stöhn* schleppen muss. Dann kommt der Moment der Wahrheit. Raus aufn Steg, ab in den Regen.
Der Bus kommt natürlich zu spät. Wir versuchen Fahrkarten bei Busfahrer zu lösen, haben aber leider nur 24,50 € dabei. Die Fahrtkarten kosten aber 27 € oder so – Schweinepreise – wir sind an dänische ÖPNV-Preise gewöhnt – Die Verhandlungen beginnen… – Der Fahrer sieht (wiedermal) seine Pause wegschwimmen: „Kann sein dass n Familienticket billiger ist, jetzt ist das aber gebucht – wir müssen das jetzt nehmen“ – Frechheit. Ein anderer Fahrgast leiht uns 5 € (vielen vielen Dank !!!) – ab geht die Post nach Kiel.
Zu Hause füllen die Feinkost-Brüder unseren leeren Kühlschrank auf.
MorMor und Opa kommen aus Ohe. Wir gucken Fotos per Beamer, grillen und köpfen ne Flasche Rotwein.
Folgende Törn’s wurden an die Wand geworfen und beschnackt:
• Stefan faselt von dem Männernordseetörn.
• Marianne, Julia, Annika, Lena und Julita erzählen von ihrer Vimmerbywoche.
• Marianne und Annika berichten von ihrer Radtour am Götakanal entlang.
• Julia, Stefan, Lena und Julita informieren über den Nordseetörn.
• Julia, Stefan, Julita und Annika referieren über den Ostseetörn.
Noch ein kurzes Stück bis Kiel durch den NOK. Wir legten vor dem Frühstück ab, das wurde auf der Fahrt erledigt. Langsam wurde es heimatlich: Warleberg, Landwehr, Flemhuder See, Levensauer Brücke, Schleuse und Udo…
Beim ausschleusen erwartet Udo mit seiner Avelina uns… Wir segelten gemeinsam nach Schilksee – ohne Tide – einfach so, die Uhrzeit ist unwichtig, aber langsamer…
Am Treidelsteg machen wir fest und ein Fest. Fleischvernichtung und Restrum von Helgoland, dann fehlt mir die Erinnerung…
Noch 2 Tag 22 Stunden 44 Min. 4…3…2…1 Sec. (siehe rechts). Dann legen wir endlich wieder ab. 5 Wochen – oder so. Diesmal soll es auf die Nordsee gehen. Das Boot ist gut ausgerüstet. Die Karten sind aktualisiert. Noch ist die To-Do-Restliste zwar relativ lang, aber sie wird kürzer.
Wir wollen versuchen nach Amsterdam zu kommen – zu den Holländern – evtl. – Wenn es da nicht noch Probleme mit der WM gibt. Was sollen wir tun, wenn das Endspiel “Holland – Deutschland” heißt. Und da Deutschland ja alles gewinnt… und wir dann mitten in Holland…. Nunja. Borkum reicht dann auch…
Ich bin ja eigentlich kein Fußballfan… Aber die WM ist ja sooo cool! – Und das Beste ist, wir werden bestimmt Weltmeister. Mir hat ja keiner geglaubt, als ich noch vor der WM schon immer gesagt hab: “Wir werden Weltmeister”. Dieser Artikel zerstört sich von selbst, falls wir nicht Weltmeister werden sollten (Neues WP – Plugin).
Vor 17 Jahren hieß das HOCH LINUS. Das war unser Hochzeitshoch. Drei Tage lang war das Wetter so ähnlich wie dieses Wochenende. Nur an diesem Wochenende (4.6 – 6.6.) hieß das HOCH URS – Nunja
Dieses HOCH gehörte wohl Angela und Jens. Die wollen nämlich heiraten. In Heitkate. Mit dem Boot zur HOCHZEIT fahren, dass hätten wir uns auch nicht träumen lassen. Aber eine tolle Idee: Ablegen am HOCHZEITSTAG um zur HOCHZEIT zu schippern. – Suuuper.
Perfekter Wind – perfektes Wetter. Es ging nicht sehr flott voran, um nicht zu sagen – langsam. Aber wir haben ja ZEIT.
Es gibt verschiedene Ansichten über Marina Wendtorf, wir mögen sie so: Das Boot muss IMMER längseits am Stegkopf liegen mit dem Heck nach Westen – Richtung Sonnenuntergang. Eine Pfeife – einen Rotwein und die Lightshow… – heute brauchte die Sonne extra lange.
Samstag wurde gefeiert. Leider habe ich hier ein paar Wissenslücken… – Aber es war seeeeehr nett. Und die Hochzeitsspiele waren auch mal wieder sooooo fiese .
Eigens für mich wurde – glaube ich – das Handynetz rundum die Hochzeitsfeier ausgeschaltet. Nix email – nix Twitter – nix Internet – Nicht mal das Bilderrätsel von rundumkiel …
MorMor brachte uns – vermute ich – wieder zurück an Bord. Und wir konnten heute mit viel ZEIT langsam zurück gen Heimathafen segeln.
Heute gingen in Kiel ne ganze Menge Lehrer auf die Straße, begleitet von Eltern & Schülern. In Schleswig-Holstein waren es wohl insgesamt so ca. 6000 Menschen.
FREItag: Der Erste muss immer sehr hart arbeiten -- er kann erst am Samstag früh zu unserem Herrentörn dazu stoßen. Jörg, Udo und Stefan (Käptn) verholen das Schiff schon mal von Kiel nach Eckernförde. Es geht hoch her -- SW -- Wind.
Es wird in der Eckernförderbucht immer doller. Wir kämpfen uns voran und legen nach 5 1/2 Stunden völlig erschöpft mit diversen Knieverletzungen und von Salzwasser geduscht an. Auf diesem Törn gab’s echt alles: Viel Wind, wenig Wind, Regen, Schauer, Schauerboen, Sonne, sanfte See, ruppige See -- puhhh. Zur Belohnung wird ein Teachers ausgegeben -- was man aus ausgedrückten Lehrern alles machen kann -- wir fühlen uns ähnlich.
Wir machen schnell klar Schiff -- es hat sich Damenbesuch angekündigt. Die halten es halt nicht lange ohne uns aus. Hrrrr. Der Eckernförder Yachthafen hat n super Grillpavillon. Für die Benutzung des Grills ist aber eine Mindestmenge von 5 Sack Kohlen vorgesehen, ansonsten bekommt man die Fleischstücke nur lauwarm und schlabberig zubereitet. Wir benutzen den Cobb -- 10 Stück Kohle -- fertig.
Die Damen ziehen wieder ab. Udo fährt mit. Ihm macht unser Segelstil zu schaffen und daher fährt er lieber mit seiner Frau auf Kreuzfahrt.
Samstag: Der Erste bekam per SMS Instruktionen mit Brötchen zeitig am Kai aufzutauchen: “Piet! Jörg, Stefan: hunger!!!! *knurrrrr* “. Wir warten. Er kommt einfach nicht -- telefonische Ermahnung hilft. Die Sache mit den Brötchen hat sich aber erledigt. Wir nehmen welche zum Aufbacken. Aus lauter Langeweile überlegen wir die Kaffeeherstellung zu optimieren -- und das vor dem ersten Kaffee !!!! -- Kaffeemühle und Akkuschrauber lassen sich prima kombinieren.
Du Jörg? -- Schmeckt Dein Kaffee auch nach Eisenspänen?
Sonntag ist Regen angesagt -- heute aber super Wetter. Der Trip geht wieder zurück nach Laboe, damit wir es Sonntag nicht so weit haben. Sonne -- Sommer -- blauer Himmel -- ein kleiner achterlicher Wind. Wir trödeln aus der Bucht raus Richtung Kiel. Jörg fängt an Schauergeschichten vorzulesen. Wir Ertrunkenen, dem Käptn ist gar nicht gut. Ich kann bestimmt nicht Schlafen heute Nacht. Piet muss ans Ruder…. -- Wir legen in Laboe an.
Das Wetter bleibt gut. Der Rest Schweinefleisch und das “Döschen” Bier muss vernichtet werden. Die Grillplätze sind besetzt -- Das Wetter ist zu gut. Der Cobb kommt auf’s Achterschiff. Mit dem Goldsaft ist es eh besser hier sitzen zu bleiben. Immer wieder jubeln Leute auf anderen Schiffen und blasen in die Hörner -- Was ist da los -- ist den schon WM ?
Twitter hilft: #esc soll heißen: Eurovision Song Contest. Über Twitter sind wir gut informiert. Danke an @marcopolo71 @FERONlA. Die Jubelschreie kommen aber vor der Twittermeldung -- so geht das nicht -- das muss besser werden
Wir machen das Radio an… Und wenig später sind wir “Weltmeister” !!!!! Cooool -- So fühlt es sich jedenfalls an.
Es endet wieder bei ausgedrückten Lehrern und von Jungfrauenhänden gedrehten Virginiablättern. Die durchgestrichene Schwangere auf der Flasche bedeutet bestimmt, Whisky ist ein Verhütungsmittel.
SONNtag: Regen. Wie angekündigt -- aber mit Lücken. Jörg nutzt eine Solche und holt Frischbrot. Kaffee -- Frühstück. Wir legen ab. SO -- Wir kommen gut in die Förde rein. 90 Min. schönes Segeln. Alles wird klariert, wir verlassen das Schiff und gleichzeitig bricht eine Wolke.
Das pfingstliche Sommerintermezzo hat wohl kein Power mehr. Nicht mal den Montag kriegt es noch hin. Der Regen prasselt auf’s Deck. Und wer geht Brötchen holen…? Wir drehen uns lieber noch mal um – irgendwann kommt schon mal ne Regenpause. Tatsächlich – und Julia nutzt sie… Die WoWo’s kommen zum Frühstück und bringen Nutella mit…
Der Wind ist noch Mau – aber er soll über den Tag zunehmen bis auf 6 mit 7er Boen. Wir machen uns vom Acker. 1 Std. bis Schleimünde gibt Kuddel alles, dann setzen wir Segel (auch alles). 3-4 Kt. immerhin. Manchmal etwas Regen und volle Bewölkung. Es sind mächtig viele Segler unterwegs, richtig eng wird’s auf der Kieler Bucht. Bei der Prognose am Freitag musste auch wirklich jeder los… – klaro – und nun auch wieder zum Heimathafen zurück.
Je mehr der Himmel aufreißt, desto windiger wird es. Die Höchstform sind dann mal wieder 6-7 Windstärken, muss denn das immer sein, gerade wenn wir hoch ran müssen… ?
Als Bonbon verabschiedet sich das tolle Pfingstwochende noch mit ein bisschen Sonne. Sehr nett von ihm. Ein perfekter Kurzurlaub.
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