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Jun.′ 21 12

 

Ein Hallöchen in die Runde,
die Sonne brennt vom Himmel, es ist sehr warm, es geht so gut wie kein Wind bis auf den kühlenden Fahrtwind. Auf dem Wasser wecheln sich Flächen mit leichter Kräuselung oder bleiernden Flächen ab und der Jockel lärmt durch diese totale Stille. Ja, auf dieser Insel Santa Maria hätte ich länger bleiben können, Frau und Mann kommt zur Ruhe, die Beschleunigung nimmt ab und es ist auf den ersten großen Blick friedlich. Ein lohnendes Ziel, ein wenig ab des Weges, wenn man aus der Karibik kommt, aber ein Muß wenn der Start auf den Kanaren ist.

Und die Welt ist doch klein, ich habe ein Paar getroffen die ich im Schreiber Winterlager in Borgstedt kennen gelernt habe und die 2012, ein Jahr vor mir, auf die Azoren gesegelt sind, dort jetzt auch fest Wohnen im eigenen Haus und die SY FANDANGO quasi vor der „Tür“ haben. Bei einem Bekannten habe ich unangekündigt vor der Tür gestanden und ihn leider nicht angetroffen. Er wohnt mit seiner Freundin in einem schönen traditionellem Haus an der Küste. Und wenn er „Fern“ sehen will über das Meer, steht ein paar Meter weiter ein Holzhaus auf einer Bergkuppe mit atemberaubenden Blick.

Aber am Intensivsten war das Wiedersehen mit Adriana. Kennen gelernt haben wir uns 2013 in Tazakorte. Gelebt hat sie in den bayrischen Voralpen und dort ihren älteren Partner, ein bayrisches Urgestein, einen aktiven Landwirt kennen gelent. Gemeinsam beschlossen sie noch einmal alles anders zu machen, Haus und Hof in Bayern wurden verkauft, in Holland wurde eine große Aluyacht gekauft, das Schiff ausgerüstet und es ging hinaus aufs Meer. Adriana ist Holländerin und im Segeln bewandert, aber für Werner war es ein Schritt in ein ganz anderes, unbekanntes Leben. Zu meiner großen Bestürzung ist Werner auf einer Wanderung in Gomera an einem Herzinfarkt, trotz Wiederbelebung gestorben. An dieser Stelle seines Todes komme ich jedes Jahr vorbei, meistens auf meiner abschließenden letzten Wanderung nach San Sebastian. Das Schiff steht z.Z. immer noch in Tazakorte und Werner ist immer noch an Bord in seiner Urne. Zusammen habe ich sie zuletzt getroffen in Ponta Delgada 2014. 2016 haben Sigrid und ich, Adriana 2 Wochen nach Werners Tod getroffen. Und jetzt in Vila do Porto treffen wir uns durch einem großen Zufall wieder. Ein paar Tage vor mir sind Sie in Vila do Porto, auf der Rückreise nach Europa von Argentinien, eingelaufen. Eine andere Geschichte, wo sie mit ihrem Begleiter ein Jahr, in einem Fluß 400 km Land einwärts Corona bedingt festgesessen haben. Ihr Schiff hat einen Tiefgang von 2,10 Metern und der Fluß hatte später einen Wasserstand von Teilweise 19cm. Sie lagen hoch und trocken. Erst dieses Jahr im Februar konnten sie sich befreien und die Rückreise antreten.

Eigentlich ist nichts passiert und es gibt nichts Neues, aber nun sind es doch wieder ein paar Buchstaben geworden.

Beste Grüße vom Atlantik. Immer noch auf dem Weg nach Westen um nach Osten zu segeln.
Uwe

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