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Juni.′ 26 23

Ab drei Uhr morgens stehen MorMor und Julita (die Matrosine) mit dem Auto an Land, neben der Hütte von Siegfried. Irgendetwas hat da mit der Zeitplanung nicht so ganz gestimmt. Der Käptn und sin Fru drehen sich nochmal in der Koje um. Um 9 Uhr, nach einem ausführlichen Landgang incl. Hüttenbesichtigung, gibt es ein gemeinsames Frühstück an Bord.
Wir gehen Anker auf und wechseln in den Hafen von Høruphav. Unser Lieblingsplatz an der Badestelle ist frei – allerdings sehr gut besucht bei den Temperaturen. Der Käptn. denkt kurz darüber nach, ob dieser Platz weiterhin sein Lieblingsplatz ist, aber die Entfernung zur Toilette, zum Badeplatz, zum Trillengrill und den Grillplätzen, sowohl der Einbezug der vorherrschenden Windrichtung ist optimal. Es gibt also eigentlich keinen anderen Liegeplatz für uns.
Das Wasser ist mittlerweile auch locker 20 Grad warm, wir können ohne vorherige Eimer- oder Duschabkühlung direkt in die Fluten springen, um einigermaßen einsatzbereit zu sein.
MorMor verabschiedet sich wieder und die Matrosine will später wiederkehren und lässt uns ihre Bordkatze da.
Am späten Nachtmittag holt uns die Crew der Hitch mit dem schwarzen-klimaanlagenfreien-Kleinwagen ab – zum Glück gehen die Fenster auf. Auf die restlichen Elektronikaussetzer dieses Fahrzeuges wird jetzt nicht weiter eingegangen – nur soviel – wir haben meistens die Türen wieder aufbekommen, wenn auch mit fremder Hilfe.

Diesmal hat der Käptn einen „Schatz“ entdeckt. Es geht per Auto zur Blomeskobbel. Ein kleines Waldstück mit vielen Steinhaufen in unterschiedlichen Formen – so alte Grabstätten halt – sehr alt 5500 Jahre v. Chr. Der Käptn. hat den Navigationsplan – auch im Wald – an Land – nun ja – diese Aufgabe hätte vielleicht doch ein anderer übernehmen sollen. Der Weg (ist hier ein Weg?) führt eigentlich quer durch das Unterholz, es lässt sich evtl. erahnen, dass hier vorher schon mal ein Hase langgehüpft ist und ein paar Gräser heruntergedrückt hat… Wir finden die Steinhaufen und auch den breiten Wanderweg dahinter… Wat schöööön.
In Mommark wollen wir Burger Essen. Das wollen ein paar hundert andere Leute an diesem Tag auch. Der Strand ist voll. Es gibt Livemusik. Und lange Holzstämme sind am Strand aufgeschichtet – obendrauf sitzt eine kleine grinsende Hexenpuppe. Die Erste ist entsetzt. Heute ist Sankt Hans, dass dänische Mittsommerfest.
Warum auch immer, aber wir bekommen einen Platz für 5 Personen (+ Matrosine) und dürfen am All-you-can-eat-Buffett teilnehmen. Mit sonem all-you-can-eat-Dings haben die beiden Kapitäne ja durchweg gut Erfahrungen gemacht – nach dem Motto: „an uns verdient der heute nix“. Jedenfalls jammern die beiden, nachdem die Hexe verbrannt wurde und der Musiker auf deutsche Schlager gewechselt hat, ob ihrer Magenprobleme herum – wer hätte das gedacht.
Ein kleiner Rum im Cockpit macht sie wieder fröhlich. Warum sind wir eigentlich schon wieder zurück nach Høruphav gefahren – eine letzte Buffettrunde würde doch noch gehen.
Magen und Schmerzen.

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