
Die Eselchen sind bereit. Der Käptn und sin Fru machen einen Fahrradauflug nach Süden. Geht ja auch nicht anders. Korshavn ist ja ne Sackgasse – landtechnisch. Es ist total hügelig hier zwischen den fast fertigen Getreidefeldern. Hier muss das Wort „hyggelig“ (gemütlich) geboren worden sein. Die Hügel hier sind echt hyggelig. Ursprünglich sind aber Gemeinsamkeiten mit „hug“ (Englich) bzw. „hegen“ (Deutsch) zu finden – alle Wörter haben einen gemeinsamen germanischen Ursprung – wir schweifen ab.
Die Erste hat vor, den Käptn. heute in ein Langgrab zu stecken – also zu Besichtigung. Ziel ist schon, dass er dort auch wieder herauskommt – glaubt er.
Nach 9 km hyggeligem Fahrradfahren sehen wir den Hügel schon von der Straße und folgen dem Schild – Mårhøj. Der Bauer hat extra einen kleinen Pfad in seinem Kornfeld gelassen, damit man zum Grab gelangen kann. Sogar die Eselchen können dort entlang traben.
Zum Glück gibt es hier auch einen Baum, um den Schweiß etwas trocknen zu lassen bevor wir uns in den Miniatureingang zwängen müssen – den 5000 Jahre alten Staub will ja auch keiner an seiner Haut kleben haben.
Der Käptn. kabbelt vor. Es passt – knapp also gerade so. Am Ende des Ganges wird es zum Glück wieder besser. Ein Raum erweitert sich. Rückwärts zurück krabbeln, wäre jetzt auch echt gar nicht gegangen. Da hätte die Feuerwehr den Käptn. dann schon mit einem Seil an den Füssen rückwärts wieder rausziehen müssen – ein Albtraum.
Die Grabkammer ist erstaunlich geräumig. Aber wohnen tut hier keiner mehr – alles vollkommen leer. Sogar stehen kann man fast – mit hängendem Kopf – so ca. wie auf der ersten Røde Orm.
Wirklich ein mystischer Ort. Schön, dass wir hergefahren sind. Von dem Hügel können wir wunderbar die Aussicht genießen, bis wir wieder die Heimreise zum Hafen im äußersten Norden von Fyn antreten. Auf dem Campingplatz gibt es ein Eis und ein kühles Bier zur Entspannung.
Waden und kühlen.




















