
31.7.
Es regnet. Eigentlich wollen wir nach Bagø. Aber bei Regen… Und ob wir bei Regen im Hafen rumlungern oder vor Anker liegen. Der Käptn und sin Fru machen die Leinen los und verholen in die Ankerbucht gegenüber von Middelfart.
Zur Belohnung kommt am Abend die Sonne auch wieder raus und alles ist wunderbar.
In Wacken läuft heute „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ – was das jetzt wieder mit Metal zu tun haben soll? – Aber lustig war es.
Erster August.
Noch einen Monat Sommer – mit Glück. Wir sind schon wieder ganz schön weit im Süden und es ist auch schon ganz schön frisch draußen, was soll denn das jetzt – wir wollen Sommer.
Der Anker wird aus dem Matsch gezerrt und wir segeln nach Bagø und zwar hinter die Landzunge an der Nordspitze. Wat schöööön hier…
Nach der Flickaktion bekommt die Pinta II heute wieder ihre erste Luftfüllung und hält dicht. Keine Inkontinenz mehr. Perfekt.
Wir lassen uns von E-go-n (unserem Elektroaußenborder) lautlos an Land schieben. Die Erste sammelt wieder Schätze ein, die sie vorher stundenlang in den frühen Morgenstunden herausgesucht hat.
Der Spaziergang ist ganz schön weit – so ohne Eselchen. Wir brauchen dringend ne Lösung, die Räder mit ins Schlauchi zu nehmen, ohne dass diese die Gummisau mit ihren Hufen völlig durchlöchern. Die Kirchen in Dänemark haben oft ein Modellschiff (wegen Seefahrt usw.) in ihrer Andachtshalle (oder wie das heißt) hängen. Das gefällt dem Käptn sehr. Schiffe sind super. Damit haben die schlauen Pastoren bestimmt versucht, die Seeleute in die Kirche zu locken.
Der örtliche Selbstbedienungsschlachter hat leider nur noch Grillwurst in der Truhe. Der Käptn muss also heute schon wieder was aus der Dose essen.
Auf dem Weg zu unserer letzten Station geht plötzlich der Ankeralarm an. Uns gefriert das Blut in den Adern. Die Röde Orm da allein vor Anker, im Wind und wir fußläufig eine Dreiviertelstunde weg. Oh je. Der Käpt’n beobachtet das eine Weile. Die Erste läuft noch schnell zur Russisch-Orthodoxen Kirche vor, erhascht ein Foto und das Infoschild und dann laufen wir, vollgepumpt mit Adrenalin doppelt so schnell zurück zum Schlauchboot, wie wir gekommen sind. Das Schiff schwimmt noch an Ort und Stelle. Nur die Ankerkralle ist rausgefallen, die die Kette entlastet hat. Dadurch ist das Schiff fünf Meter weiter nach hinten gerutscht. Das hat den Ankeralarm ausgelöst. Puh, sind wir erleichtert. Was für ein Schreck.
Wir erholen uns mit den letzten Wackenkonzerten. Dann ist es schon wieder vorbei – wie schade. Powerwolf fanden wir besonders grandios – unser diesjähriges Highlight – jeden Falls von der Glotze aus.
Waaaaaaa und ckeeeeeeeen !





























