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Aug..′ 26 07


Wir lösen uns von unserer schönen Ankerbucht mit allen Facilities und machen uns auf den Weg nach Süden. Viertel nach müssen wir von hier aus los, um um 20 vor die Brückenöffnung in Sonderborg zu kriegen. Erstaunlich, wie langsam man segeln muss, um nicht warten zu müssen. Beim nächsten Mal muss der Käptn dringend seine Rechnung überprüfen.
Die Brücke klappt, das Schloss von Sonderborg ist noch an Ort und Stelle.

Wir segeln weiter nach Osten in die Ankerbucht von Høruphav.
Am Abend, pünktlich zum Sundowner kommt die Hitch-Hike-Heidi mit frischem Grillgut längsseits. Wat schööööön.
Wir grillen. Schnacken. Lachen…
Spaß und haben.

Aug..′ 26 06


4. August
Es ist reichlich bewölkt. Der Wind hat zugenommen, aus der falschen Richtung, denn der Schweinestallgeruch ist fast unerträglich für den Käptn.
Wir tüddeln uns von der Espiritu los und fahren dann gemeinsam zum Ankern, ein kleines Stück weiter. Im Eingang des Als-Sund beim Wikingerschiff ist es auch wunderschön, Windgeschützt und Geruchsärmer. Hier kann man es aushalten. An Land gibt es sogar einige Facilities, die dem Segler das Leben erleichtern. Es gibt Müllentsorgung, eine öffentliche Toilette am Shelter (kleine, dänische Übernachtungsmöglichkeiten) —> https://shelterdk.dk <— und Frischwasser.
Am Abend glüht der Grill auf der Espiritu. Wat schöööön.

5. August
Espiritu muss leider am Wochenende wieder zu Hause sein und macht sich auf den Weg Richtung Sonderborg, um den Absprung nach Kiel nicht zu verpassen. Mal wieder gibt es einen Abschied.
Wir bleiben hier im Als-Sund liegen und wettern die fiesen Wind-Boen bei Sonnenschein hier ab.

6. August
Heute folgt ein weiterer Tag am Ankerplatz. Nach wie vor weht der Wird echt dolle aus West. Der Käptn überlegt sich ein paar Kleinprojekte, die noch offen sind. Als erstes kontrolliert er alle Flüssigkeiten am Motor auf ihre Vollständigkeit und Konsistenz – alles ist im grünen Bereich. Er guckt dem Superwind über Bluetooth beim Laden der Lithiums zu – auch sehr interessant. Die letzte Maßnahme – weniger eindrucksvoll – ist die Demontage der Toilettenpumpe.

Sie bekommt etwas salzwasserresistentes Fett spendiert, damit sie leichter pumpt. Leider entdeckt er ein ausgebrochenes Plastikteil am Pumpenkopf. Das erklärt auch die leichte Undichtigkeit… viel Fett hilft hier auch viel. Das Ersatzteil ist bestellt.
War und tung.

Aug..′ 26 03


Ein Ostwind weht. Das Seil quietscht am Pfahl. Der Käptn erwacht und checkt des Nächtens, ob alles in Ordnung ist. Es ist. Ein Ostwind ist gut, um in die Dyvig zu segeln träumt er… Der Plan steht.
Beim Frühstück laden wir unsere Marriagesaver auf, um bei der Ausfahrt aus unserer Lieblingsbucht nicht wieder den Sandgrund mit dem Kiel zu küssen und anschließend nach dem Schuldigen zu suchen. Mit dem Mann im Ohr haben der Käptn und sin Fru 100% ige durchgehende Verständigung untereinander. Die Erste flüstert dem Käptn bei der Ausfahrt ins Ohr als es flach wird und wohin er nun ausweichen solle. Es klappt perfekt. Man muss nur miteinander reden (können).

Bei 10 Knoten Wind und wunderbarem Sonnenschein segeln wir Richtung Dyvig.
Wenn wir so beschwingt vor uns hinsegeln und alles perfekt läuft, kriegt der Käptn es immer im Kopf. Er meint, das Deck müsse dringend geschrubbt werden. Mit Bürste und Eimer verzieht er sich auf das Vordeck und beginnt dort herumzuplanschen. Wat da runterkommt… Man glaubt es kaum.
Glänzend laufen wir in der Dyvig ein. Espiritu liegt dort vor Anker und bittet uns längsseits zu kommen. Wir haben es wunderbar. Mit alle Mann und Maus und Hund haben wir ein schönen Absacker an Bord.
Anker und Päckchen.

Aug..′ 26 01


31.7.
Es regnet. Eigentlich wollen wir nach Bagø. Aber bei Regen… Und ob wir bei Regen im Hafen rumlungern oder vor Anker liegen. Der Käptn und sin Fru machen die Leinen los und verholen in die Ankerbucht gegenüber von Middelfart.
Zur Belohnung kommt am Abend die Sonne auch wieder raus und alles ist wunderbar.
In Wacken läuft heute „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ – was das jetzt wieder mit Metal zu tun haben soll? – Aber lustig war es.

Erster August.
Noch einen Monat Sommer – mit Glück. Wir sind schon wieder ganz schön weit im Süden und es ist auch schon ganz schön frisch draußen, was soll denn das jetzt – wir wollen Sommer.
Der Anker wird aus dem Matsch gezerrt und wir segeln nach Bagø und zwar hinter die Landzunge an der Nordspitze. Wat schöööön hier…
Nach der Flickaktion bekommt die Pinta II heute wieder ihre erste Luftfüllung und hält dicht. Keine Inkontinenz mehr. Perfekt.
Wir lassen uns von E-go-n (unserem Elektroaußenborder) lautlos an Land schieben. Die Erste sammelt wieder Schätze ein, die sie vorher stundenlang in den frühen Morgenstunden herausgesucht hat.

Der Spaziergang ist ganz schön weit – so ohne Eselchen. Wir brauchen dringend ne Lösung, die Räder mit ins Schlauchi zu nehmen, ohne dass diese die Gummisau mit ihren Hufen völlig durchlöchern. Die Kirchen in Dänemark haben oft ein Modellschiff (wegen Seefahrt usw.) in ihrer Andachtshalle (oder wie das heißt) hängen. Das gefällt dem Käptn sehr. Schiffe sind super. Damit haben die schlauen Pastoren bestimmt versucht, die Seeleute in die Kirche zu locken.
Der örtliche Selbstbedienungsschlachter hat leider nur noch Grillwurst in der Truhe. Der Käptn muss also heute schon wieder was aus der Dose essen.
Auf dem Weg zu unserer letzten Station geht plötzlich der Ankeralarm an. Uns gefriert das Blut in den Adern. Die Röde Orm da allein vor Anker, im Wind und wir fußläufig eine Dreiviertelstunde weg. Oh je. Der Käpt’n beobachtet das eine Weile. Die Erste läuft noch schnell zur Russisch-Orthodoxen Kirche vor, erhascht ein Foto und das Infoschild und dann laufen wir, vollgepumpt mit Adrenalin doppelt so schnell zurück zum Schlauchboot, wie wir gekommen sind. Das Schiff schwimmt noch an Ort und Stelle. Nur die Ankerkralle ist rausgefallen, die die Kette entlastet hat. Dadurch ist das Schiff fünf Meter weiter nach hinten gerutscht. Das hat den Ankeralarm ausgelöst. Puh, sind wir erleichtert. Was für ein Schreck.
Wir erholen uns mit den letzten Wackenkonzerten. Dann ist es schon wieder vorbei – wie schade. Powerwolf fanden wir besonders grandios – unser diesjähriges Highlight – jeden Falls von der Glotze aus.
Waaaaaaa und ckeeeeeeeen !

Juli.′ 26 29


Di. 28.07.2026
Die Großstadt reicht und die Hafenpreise auch. Wir brechen auf und segeln Richtung Tunø. Die Røde Orm gibt ihr Bestes, kann aber in dem Run auf die Hafenplätze in Tunø nicht so ganz gegen die „jungen Hüpfer Schiffe“ mithalten. Mingo ist schon dort und teilt uns mit, dass es ab jetzt nur noch Päckchenplätze geben würde. Das wollen wir nicht. Wir ziehen die Handbremse an der Nordseite von Tunø und schmeißen dort mit ca. 10 anderen Langsamseglern den Ankern in den Sand. Wunderschön hier am Anker. Ruhig und entspannend.

Mi. 29.07.2026
Am nächsten Morgen ist der Wind perfekt, um einen langen Schlag in Richtung des Eingangs vom kleinen Belt zu machen. Es läuft 1a und der Wind dreht im Laufe des Tages immer weiter östlich, so dass wir Middelfart anlegen können. Wat schöööön.
Wacken open Air (35. W:O:A) hat begonnen. Der Käptn optimiert den Netzempfang und das Livestreaming steht. Die ersten Konzerte können wir live unter Segeln mitverfolgen. Verrückt.

Die Erste ist bei der Vorbeifahrt an Strib und Middelfart wie wild am fotografieren. Die Orte gehören anscheinend auch zu ihren Schätzchen in dem neuen Buch…
Wir finden einen Längsseitsplatz in Middelfart im Hafen. Abends besuchen wir die Band Hämatom in der Glotze, live von Wacken und trinken ein Cola-Bier dazu – als wären wir dabei.
Waaaaaaackeeeeeeeeen.

Juli.′ 26 16


Der Käptn und sin Fru und die Crew der Hitch wollen heute Æbleø (die Apfelinsel) erkunden. So viele Apfelbäume findet der Käptn allerdings jetzt nicht. Um nicht zu sagen keinen auf unserm Weg. Eichen, Buchen…. Naja was soll’s. Selbst die Eichen und Buchen können sich ja nicht recht entscheiden, was sie nun sind: Ein Baum (Pilgerort für Biologen) auf der Insel ist nämlich beides. Das Teil hat die Baumrinde der Buche und der Eiche. Er soll wohl früher sogar mal Eichenäste mit Eichenblättern gehabt haben. Heute sieht man allerdings nur noch Buchenblätter – und wir haben echt lange nach Eichenblättern gesucht. Verrückter Baum.

Weiter geht es durch den Wald. Wir finden Zunderpilze und Baumperlen und sind total glücklich. Schön kühl ist es im Wald. Kaum laufen wir wieder ohne Schatten entlang der Küste zurück, läuft uns die Soße den Rücken hinunter. Baden hilft.
Wegen angekündigtem Schietwetters (viel Wind) verholen wir uns am Nachmittag noch nach Bogense (5sm) um hier auszuharren…
Wald und Spaziergang.

Juli.′ 26 15


Zum Ablegen muss der Käptn mit Pinta II, unserem Gummiboot, eine Ehrenrunde um den Luvpfahl drehen, um das Ablegemanöver zu erleichtern.
Dann sind wir frei und verlassen den Hafen, um nach Æbleø zu segeln. Ein schöner Segeltag – der Wind hält fast durch. Westlich von der kleinen Insel schmeißen wir den Haken in den Sand und springen sogleich in das kühle, erfrischende Nass. Der Käptn schwimmt einmal um die Røde Orm herum und benötigt sofort einen Schwamm und die Filettierhandschuhe. Dass wir in dem Zustand schon so lange unterwegs sind. Nach dem Schiffsputz sieht die Røde Orm wieder wie aus dem Ei gepellt aus… Jedenfalls in sofern, als dass ein paar Drohnenfotos keine Verschmutzungen mehr erkennen lassen.

Der Käptn. versucht, die Insel komplett von oben abzulichten. Leider ist es bei der maximalen Flughöhe nicht möglich. Verrückt… Die Insel ist wohl doch gar nicht so klein – jedenfalls aus der Luft.
Die Hitch-Hike-Heidi trudelt etwas später ebenfalls ein und wie begießen den Sundowner mit ein paar rumhaltigen Getränken.
Rum und Downer.

Juli.′ 26 12


Es soll weiter nach Norden gehen. Gemeinsam mit der Flotte Hitch & Atoll. Die Røde Orm besichtigt noch (per Boot) den alten Fährhafen von Nyborg – bevor es durch die Große Belt Brücke geht.
Der Plan, nach Musholm zu segeln, geht für Hitch und Atoll gut auf. Nur die Røde Orm bekommt 32 Knoten Wind auf die Fresse. Wir drehen ab und motoren im Schutz der Küste nach Kerteminde. Der Anker fällt vor dem schützenden Wäldchen. Die Røde Orm sieht aus wie ein alter Salzbuckel, nachdem die Sonne sie getrocknet hat.

Am nächsten Morgen geht es bei fast keinem Wind weiter nach Norden. Aber wir halten das andere Extrem durch und segeln bzw. dümpeln fast die ganze Strecke bis nach Langør auf Samsø. Mit dem letzen Büchsenlicht finden wir einen Platz in der Ankerbucht.
Die Hitch-Hike-Heidi ist auch von Musholm aufgebrochen und leistet uns hier Gesellschaft. Die Crew der Atoll liebt ihren Musholmer Sandhaufen so sehr, dass sie dort geblieben sind und auch die nächste Woche dort verbringen wollen.

Es folgen zwei (oder drei???) wunderbare Badetage in der Ankerbucht von Langør. Einem Naturschutzgebiet in der Mitte von Samsø.
Abkühlungen im angenehmen Wasser stehen im Stundentakt auf der Tagesordnung – Welche Tagesordnung?
Am Abend – als die Temperaturen besser werden – fahren wir mit dem Dinghi in den Hafen und bekommen geräucherte Fischspezialitäten an einem schönem kühlen Bierchen serviert. Wat legger…

Der Ersten geht das Schreibmaterial für ihr Fünenbuch aus – sie braucht mehr Stoff. Wir segeln zurück nach Fyn und landen in der Ankerbucht von Korshavn der Nordspitze von Fünen. Die Erste hat ein paar Dinge auf dem Zettel, die der Käptn und sin Fru sich in den nächsten Tagen ansehen müssen.

Rad und aufpumpen.

Juli.′ 26 05

Der Wind lässt etwas nach und zwischen den grauen Wolken findet der Käptn auch blaue Abschnitte. Wir verholen uns zurück in die Thurø Bund Bucht.
Enno und Katrin mit der SY Atoll (Ahhhh-toll) sind auch schon dort. Wir gehen längsseits und reißen bei der nächsten Windbö den Anker aus dem Grund. 18 Tonnen sind wohl doch etwas viel. Dann hält er plötzlich wieder – Vielleicht hat sich doch nur die Kette gestreckt.
Wir gucken zusammen fein Fussball und spielen Hitster mit – von dem Käptn. – ausgesuchten Karten und haben Spaß.

Beim Frühstück ruckt der Anker schon wieder aus dem Grund. Diesmal öfter und ständig und so. Der Käptn und sin Fru klappen schnell die KuBu wech und legen ab. Der Adenauer der Atoll verheddert sich in unserem Windquirl. Ihh wir bleiben hängen… Enno zückt das Messer, der Windgenerator ist wieder frei. Bei viel Wind, Schaumkronen in der Bucht hüpfen wir über die Wellen bis kurz vor die Sandinsel Kidholm. Hier ist es ruhiger. Atoll fährt weiter Richtung Tåsinge und nimmt den Middelgrund bei Trønse. Da liegen sie in der Abdeckung von der Insel wohl auch sehr ruhig.
Wind, Wellen und Anker haben uns getrennt. Wir machen einen neuen Treffpunkt aus. Morgen wird wohl ein Segeltag sein.
Wind und Wellen.

Juni.′ 26 29

Die Hitzewelle rollt ab. Der Käptn und sin Fru lassen sie rollen und bleiben noch vor Anker. Der Wind nimmt zu aus West und kühlt uns weiter herunter. Die geplante Radtour über Tåsinge muss noch warten. Die Liste der Ersten für ihre Tåsingeerkundung wird länger und länger. Der Käptn. hat jetzt schon ganz dolle PoPo-Schmerzen, bei dem Gedanken an das Radfahren.

Die Reste aus der Backkiste werden vergrillt und mit Dosenfutter kombiniert. Gar nicht so übel, wenn man das spanische Reisgericht aus dem Blecheimer noch mit etwas „frischem“ Gemüse verschönert. Son gerillter Maiskolben mit Butter uns Salz geht auch immer…
Wann geht das nächste WM-Spiel los?
Wir sind im flow.
W und M.

Juni.′ 26 28


Es ist trotz des gestrigen Gewitters immer noch unglaublich heiß. Selbst die Wassertemperatur in Thurø Bund ist bereits auf 23 Grad. AbKÜHLung kann man das auch nicht so recht nennen, aber es hilft sehr.
An Fahrradfahren ist nicht zu denken, wir bleiben also einfach hier vor Anker sitzen und bewegen uns möglichst wenig, allenfalls im Wasser.
Es gibt auch nur ein Foto, mehr war nicht drin… 😉
Ab und Kühlung.

Juni.′ 26 27

Schon bei dem Frühstück schmilzt die Butter in der Sonne – so weit im Süden sind wir doch gar nicht. Der Käptn und sin Fru können gar nicht soviel baden wie sie schwitzen. Wat ne Hitzewelle. Selbst kühle Kaltgetränke werden dem Käptn verwehrt, die Sonne heizt das Glas auf und das kühle sprudelnde Getränk lässt es springen – Sabotage!!!
Aus Ermangelung an hitzefesten Punschgläsern trinkt ab heute der Käptn. seine Kaltgetränke aus Bechern, denn die Anzahl der Gläser hat sich nun dramatisch reduziert.
Ein Gewitter soll heute noch kommen mit Wind aus unterschiedlichsten Richtungen. Der Anker verlässt seinen schönen Sandflecken und wir verholen uns in die Ankerbucht von Thurø Bund – die ist rundum geschützt.

Die 40 Knoten Wind aus West, die wir genau zum Zeitpunkt des Ankerfallens haben, lassen auch hier das Wasser kochen. Der Haken ergreift allerdings augenblicklich den moderigen Schlammgrund der Bucht und hält die Røde Orm an ihrem Platz. Der Käptn und sin Fru verkrümeln sich vor dem beginnenden Regen und Gewitter unter Deck. – Wat ne Ankeraktion.
Kurze Zeit später ist der Spuk schon wieder vorbei. Von einer Abkühlung der Lufttemperatur in diesem Zuge kann man allerdings nicht sprechen.
Weiter und schwitzen.

Juni.′ 26 26


Der Wind dreht auf Ost. Nach dem morgendlichen Abkühlungsbad wegen der Hitzewelle müssen wir die Ankerbucht verlassen und uns eine aussuchen, die nach Osten geschützt ist. Ærøskøbing bietet sich an. Schön sandig und toll zu baden.

Die Entscheidung an der Seekarte hat soviel Energie gekostet, dass vorher noch ein zweiter „Abkühler“ nötig ist – aber dann geht los. Hoch ran nach Ærøskøbing.
Der Anker hält fast beim Ersten Versuch – bei der Hitze wäre auch ein zweiter Versuch ausserhalb unserer Leistungsbereitschaft gewesen.
Es folgen noch einige weitere Abkühler und das Warten auf den tiefen Sonnenstand, der auch eine kleine Abkühlung bringt. Der Käptn. jammert heute nacht doll in seiner Koje. Es wäre so heiß, und er hat auch nix mehr zu ausziehen…
Hitze und Welle.

Juni.′ 26 25


Der Wind ist gut. Der Käptn und sin Fru beschließen mal wieder die Segel zu setzen und das Syd Fynsche Øhav zu besuchen. Manche nennen es auch die dänische Südsee, wegen der vielen keinen Inseln und Ankerbuchten. Wat schöööön.
Die Erste möchte, dass wir an allen auf dem Weg liegenden Leuchttürmen möglichst dicht vorbeisegeln. Sie will Fotos machen – neues Buch und so. Der Käptn findet Leuchttürme auch ganz interessant und ändert den Kurs.

Es ist ein wunderschöner Segeltag. Der Himmel ist blau und die See ruhig. Auch der Wind hält bis Drejø durch. Und die Erste verschläft auch nur ca. 50% der Reise. Sie kann am besten schlafen, wenn es so schön schaukelt und rauscht.
In den südlichen Ankerbucht suchen wir Sandflecken. Die Sonne steht leider schon etwas tief – es klappt nicht beim ersten Mal. Der Anker hat Kraut gefangen und muss neu positioniert werden – Abendsport auf dem Vorschiff an der Kurbel.
Sun und Downer.

Juni.′ 26 22

Die Erste hat ein paar Land-„Schätze“ herausgesucht. Damit hat sie sich wohl in der letzten Nacht beschäftigt, als der Käptn WM gucken musste. Wir machen die Pinta klar und schon sind wir auf Schatzsuche. Trillen heißt das Ziel. Die kleine, bewaldete Landspitze westlich von Høruphav heißt so. Hier gibt es Trolle und Elfen – ganz sicher. Als wir das Dinghi an den Pfahlresten der Landspitze festgemacht haben und durch den Wald stapfen, merkt man es ganz deutlich. Die Elfen sind not amused, ständig raschelt es laut und deutlich und sie verschwinden zwischen dem Laub im Unterholz. Der Käptn hätte sich so gerne mal mit einer direkt unterhalten, aber er ist wohl heute zu polterig im Wald unterwegs. Am Aussichtspunkt klettern wir auf die Plattform, um die Vögel auf dem See zu beobachten. Die Trolle haben zwei Stufen und eine Plattformplanke angesägt, das hat der Käptn sofort erkannt und sich nicht beirren lassen. Die Vögel haben wohl größtenteils Hitzefrei.

Siegfried Lenz hatte weiter hinten in der Ankerbucht seine Sommerhütte, in der er geschrieben hat. Sie befindet sich direkt am Gendarmstien. Allerdings kann man auch mit dem Boot dort ankern und die Fahrräder können in der Kiste bleiben. Gesagt getan, wir wechseln den Ankerplatz. Auf dem Weg dorthin begutachten wir noch die Tropedoteststation aus dem zweiten Weltkrieg… – naja – grauer Beton halt und keine schöne Erinnerung.
Fast direkt vor der Hütte können wir fein liegen.
Morgen werden wir mal nachsehen, ob einer zu Hause ist.
Siegfrieds und Hütte.

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