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Juli.′ 26 12


Es soll weiter nach Norden gehen. Gemeinsam mit der Flotte Hitch & Atoll. Die Røde Orm besichtigt noch (per Boot) den alten Fährhafen von Nyborg – bevor es durch die Große Belt Brücke geht.
Der Plan, nach Musholm zu segeln, geht für Hitch und Atoll gut auf. Nur die Røde Orm bekommt 32 Knoten Wind auf die Fresse. Wir drehen ab und motoren im Schutz der Küste nach Kerteminde. Der Anker fällt vor dem schützenden Wäldchen. Die Røde Orm sieht aus wie ein alter Salzbuckel, nachdem die Sonne sie getrocknet hat.

Am nächsten Morgen geht es bei fast keinem Wind weiter nach Norden. Aber wir halten das andere Extrem durch und segeln bzw. dümpeln fast die ganze Strecke bis nach Langør auf Samsø. Mit dem letzen Büchsenlicht finden wir einen Platz in der Ankerbucht.
Die Hitch-Hike-Heidi ist auch von Musholm aufgebrochen und leistet uns hier Gesellschaft. Die Crew der Atoll liebt ihren Musholmer Sandhaufen so sehr, dass sie dort geblieben sind und auch die nächste Woche dort verbringen wollen.

Es folgen zwei (oder drei???) wunderbare Badetage in der Ankerbucht von Langør. Einem Naturschutzgebiet in der Mitte von Samsø.
Abkühlungen im angenehmen Wasser stehen im Stundentakt auf der Tagesordnung – Welche Tagesordnung?
Am Abend – als die Temperaturen besser werden – fahren wir mit dem Dinghi in den Hafen und bekommen geräucherte Fischspezialitäten an einem schönem kühlen Bierchen serviert. Wat legger…

Der Ersten geht das Schreibmaterial für ihr Fünenbuch aus – sie braucht mehr Stoff. Wir segeln zurück nach Fyn und landen in der Ankerbucht von Korshavn der Nordspitze von Fünen. Die Erste hat ein paar Dinge auf dem Zettel, die der Käptn und sin Fru sich in den nächsten Tagen ansehen müssen.

Rad und aufpumpen.

Juni.′ 26 28


Es ist trotz des gestrigen Gewitters immer noch unglaublich heiß. Selbst die Wassertemperatur in Thurø Bund ist bereits auf 23 Grad. AbKÜHLung kann man das auch nicht so recht nennen, aber es hilft sehr.
An Fahrradfahren ist nicht zu denken, wir bleiben also einfach hier vor Anker sitzen und bewegen uns möglichst wenig, allenfalls im Wasser.
Es gibt auch nur ein Foto, mehr war nicht drin… 😉
Ab und Kühlung.

Juni.′ 26 26


Der Wind dreht auf Ost. Nach dem morgendlichen Abkühlungsbad wegen der Hitzewelle müssen wir die Ankerbucht verlassen und uns eine aussuchen, die nach Osten geschützt ist. Ærøskøbing bietet sich an. Schön sandig und toll zu baden.

Die Entscheidung an der Seekarte hat soviel Energie gekostet, dass vorher noch ein zweiter „Abkühler“ nötig ist – aber dann geht los. Hoch ran nach Ærøskøbing.
Der Anker hält fast beim Ersten Versuch – bei der Hitze wäre auch ein zweiter Versuch ausserhalb unserer Leistungsbereitschaft gewesen.
Es folgen noch einige weitere Abkühler und das Warten auf den tiefen Sonnenstand, der auch eine kleine Abkühlung bringt. Der Käptn. jammert heute nacht doll in seiner Koje. Es wäre so heiß, und er hat auch nix mehr zu ausziehen…
Hitze und Welle.

Juni.′ 26 21


Das Wochenende ist vorbei und die Hitch muss den Käptn und sin Fru leider wieder verlassen und malochen gehen. Die Aufträge für etwaige Kaleschen gehen allerdings derweilen bei uns ein. Der Käptn der Hitch hat nämlich sein Diensthandy an Bord der Røde Orm vergessen. Oder war es Absicht, man weiß es nicht. Wir hüpfen also ins Schlauchi und bringen es ihm hinterher. An einem Verdienstausfall wollen wir nicht schuld sein.

Der Käptn fängt mit seiner Nase einen leichten Grillgeruch ein. An der Burgerbude „Trillengrill“ herrscht Hochkonjunktur. Es geht nicht anders. Die Navigationsnase macht fast automatisch einen Umweg über den Schwimmsteg im Hafen zur BurgerBude.
Wie der Blitz sind wir wieder an Bord und verspeisen den fleischigen Fang. Baden geht erst wieder nach einer angemessenen Verdauungsphase. Die Luft wird deutlich wärmer, die Hitzewelle rollt heran. Das Wasser ist zum Glück noch reichlich kühl und fährt uns herunter.
WM und Abend.

Juli.′ 25 21

Der Kptn. und sin Fru ziehen den Anker aus dem feinen weißen Sand von Æbleø und können mit ach und krach Endelave anlegen. Wie soll man es anders erwarten, kurz nachdem der Kurs steht, planen wir zusammen mit der Hitch über UKW um. Der Wind ist so schön… Wir ziehen an Endelave vorbei und halten auf Tunø zu. Des Käptns Lieblingsinsel. In der Ankerbucht liegen schon ein paar Schiffchen rum – wir nun auch – und der Hafen ist rappeldicke voll – also alles wie immer. Am Strand tummeln sich viele Campinggäste und vom Hafen her weht aus dem großen Zelt schöne Musik. Ab und an springt ein Segler mit lautem Platsch ins Wasser und dreht ein paar Schwimmrunden um sein Schiff. Was für eine schöne Stimmung. Jetzt weiß der Käptn auch wieder warum er es so schön hier findet. Nach dem Grillgenuss vor Anker im Cockpit nehmen wir aus Spritmangel das Dinghi der Hitch in Schlepp und machen uns auf zur Musik. Wat schööööön: Mit einer kühlen Hopfenkaltschorle auf der Wiese vor dem Zelt sitzen und den Abend genießen.
Wir bleiben auch den nächsten Tag noch hier. Der Wind dreht tagsüber auf Ost, was ankertechnisch etwas ungünstig ist. Der Käptn. zieht den Kürzeren und muss Ankerwache gehen. Steffi und Jule gehen auf Shoppingtour und der Käptn. der Hitch dient als Packesel.
Mit frischem Grillgut landen wir am lauen Abend wieder am Grill. Diesmal wurde sogar der GinTonic heruntergekühlt und muss nicht lauwarm getrunken werden. Wat schööööön.

Mit keinem Plan, bei etwas schwächlichem Wind umrunden wir am nächsten Tag die Nordspitze von Samsø und laufen in der Ankerbucht von Langør ein. Die Käptns. erinnern sich an ein nettes Bistro direkt am Hafen. Das kühle Blonde ruft sie. Wir sind schon so an die abendliche Livemusik gewöhnt, aber schaffen es auch mal ohne. Einfach nur ein Bier beim Sonnenuntergang genießen geht notfalls auch.
Ab heute morgen ist die Hitch wieder auf dem Rückweg nach Hause. Wir sind auf Südkurs und schaffen es diesmal tatsächlich vor Endelave den letzten gemeinsamen Abend zu genießen. Der Grill bleibt kalt und Steffi haut die Reste aus ihrem Kühlfach zusammen und verarbeitet es zu Smörebrøt. Wat leckerrrrrr! Der Gin geht auch dem Ende entgegen – der Tonic ist schon lange geleert und wir experimentieren mit anderen Zutaten zum Gin. Käptn. Volker haben es die Chiliflocken im Gin angetan – Andere Mitsundowner konnte er allerdings von diesem Drink nicht überzeugen.
Heute trennen uns unsere Wege. Ein Trauerspiel. Die Hitch schafft es, von Endlave in einem Rutsch bis in die Dyvig zu segeln und wir trödeln, bei schönstem Sonntagswetter, in den Horsensfjord hinein. Das Wetter soll morgen oder übermorgen kippen. Den Medien versprechen langanhaltenden Dauerregen incl. Regenwarnung.
Wir treffen in Horsens die God Tur wieder, die sich auch, wegen der Androhung des schlechten Wetters, hier verkrochen haben. Wir freuen uns bei diversen Kaffees auf ein Wiedersehen und bringen uns auf den neusten Stand.
Der Montag hält zum Glück nicht, was der Wetterbericht versprochen hat. Es bleibt nahezu trocken und wir können den Supermarkt und den Ship chandler anlaufen. Irgendwas geht ja immer kaputt und muss ausgetauscht werden. Die Røde Orm wird auf den Regen vorbereitet und auf eine Segelpause für unser Wackentimeout. Der freundliche Hafenmeister findet einen langfristig freien Platz für uns. Die Erste bucht die Tickets für die Heimfahrt.
Fast Regenfrei schaffen wir ein Barbecue im Cockpit der God Tur zu veranstalten. Gegrillte Hühnerbeine mag der Käptn. am liebsten. Wat schööööön.
Gin und Tonic.

Juli.′ 24 12


Flensburg ist zwar wunderschön. Aber der Großstadtrummel zieht uns in die Einsamkeit (Mi.). Die Ochseninseln (dänisch) in der Flensburger Förde haben wir noch nie besucht – der Plan steht. Auch soll ganz in der Nähe am Ufer (Festland) der berühmte dänische Pølser Imbiss sein (Annies Kiosk). Kaum greift der Anker zwischen den beiden Inseln der Ochsen hat der Kptn., getrieben von dem Pølserduft, auch schon das Dinghi im Wasser und den Motor dran. Wir erobern das Festland, binden die Pinta (Beiboot) an das Gestade und essen was Feines in der Sonne. Das obligatorische dänische Eis fehlt auch nicht.
Als Verdauungsfahrt umkreisen wir mit dem Schlauchi die Ochseninseln. Des Kpt. Fru sächt, das würd‘ nich reichen tun – Bewegung sei wichtig. Zum Glück ist die östliche Insel (die man betreten darf) nicht so groß, obwohl sie auch „die große Ochseninsel“ genannt wird. Ein paar Shelter gibt es hier, kleine Holzunterstände zum Übernachten. Auch an Bäumen und Wiesen mangelt es nicht.

Am nächsten Morgen (Do.) ruft die SY Catinca (Christian) uns in die Bucht von Høruphav. Wir dümpeln mit wenig Wind von achtern bei Sonnenschein dort hin. Christian hat wohl sein Vormittags- und Nachtmittagsschlaf schon hinter sich gebracht. Der Kptn. und Christian gleichen gegenseitig ihre Tatoos ab und finden – die müssen mal renoviert werden. Aber nach ein paar Hopfen-Kaltgetränken wird dieses Vorhaben aus den Augen verloren. Die Pinta bekommt als täglichen Arbeitseinsatz heute mal einen neuen Flicken – dieses Zischgeräusch von vorhin macht den Kptn. sehr nervös. Beim Sundowner entwickelt sich der Plan, in der Dyvig das angekündigte Schietwetter abzuwettern.
Der Regen kommt allerdings erst am Freitag Abend – so dass wir einen entspannten Motortörn (mangels Wind) bis in die Dyvig haben. Wir finden einen Badeplatz am Stegkopf und nehmen bei Salsamusik, Sonne und kühlen Biere mehrere Bäder – Wat schöööön. Die Ratvis mit Geli und Mike legen auch noch an und beteiligen sich an unserer Karibikparty vor der Regenwarnung.
Der Grill des Hafenmeisters glüht am Abend schon im Zelt – sicher ist sicher. Die Kuchenbuden sind ebenfalls schon vorsorglich errichtet. Der Regen beginnt pünktlich zur prognostizierten Zeit. Es schüttet.
Reggae und Tatoo

Jan..′ 20 30

Das Klappern des Spibaumbeschlags am Mast nervt gewaltig. Die Nylongleiter sind irgendwann mal rausgebrochen und nu ist da ne gewaltige Lücke, Alu klackert auf Alu. Besonders, wenn an dem Teil die Wäscheleine (ja – wir sind nun schon etwas länger im Hafen) befestigt wird und des nachts das flatternde Badehandtuch den Kptn. um den Schlaf bringt. Zum Glück wurde gestern an Bord der Meermaid eine Tube Sika geöffnet und – wie so oft – nur ein Teil verbraucht. Das hat der Kptn. natürlich sofort mitgeschnitten… Also kleben wir noch die Nylonteile in das Aluteil ein… Mal sehen, ob es hält – aber Sika hält ja eigentlich immer – vor allem auf fettigen Fingern.

Die Bootschaft der geöffneten Sikatube macht schnell im Hafen die Runde, so werden auch noch andere Dinge geklebt, auch die bis dahin abgeschiedenen Wandersandalen von Kptn. Meermaid.

Am Strand legen wir unsere Handtücher mal zur Abwechslung unter einen Strohschirm und schnallen die Flossen unter. Nun geht es mit der GoPro auf zum Schnorcheln, Fische im Display fangen.

Während der Käptn sich später nochmal dem AIS der SY Orion annimmt, sortiert die Erste den Wust an Bedienungsanleitungen im Schrank. Ein neues Ordnungssystem konnte sie gestern im Chinaladen erstehen. 2cm dicke Bücher werden auf ein paar Millimeter reduziert.. wenn wir wissen wollen, wie ein Gassensor auf arabisch eingebaut wird, fragen wir nun Google.

Ein Abendspaziergang in die Stadt rundet den Tag ab. Wir sitzen auf derselben Bank wie 2012 (siehe Archiv), unter dem riesigen Fikus und genießen die gomerianische Ruhe. Und philosophieren über Künstlernamen, falls die Erste doch noch ihren Roman schreibt.

Lotta und Fikus

Jan..′ 20 27

Frühstück in der Sonne. Enno kommt mit seinen neuen Suzuki vorbei. Er ist auf Reparatur-Testfahrt. Die Schaltung ging nicht. Nach 20 Std… irgendeine Schraube war abgerissen. Oh man – n neuer Außenborder für sooo viel Geld… und dann sowas.

Hochwasser ist wieder um die Mittagszeit – also um die Badezeit. Perfekto.

Nach einem Barraquito im grünen Salon (das Café auf dem Platz in San Sebastian, mit dem guten Wlan), beschließen wir, einen Spaziergang in den Park zu machen. Wir entdecken den Trimmdichpfad. Die Käptns strengen sich an und trimmen sich was das Zeug hält. Zur Erholung gibt es am Abend endlich wieder einen glühenden Grill. Fischburger unter Palmen.

Muskel und Kater

Dez..′ 19 30

Frühstück zu 5., eine besondere Sortierherausforderung. Aber alle werden satt. Die Damen gehen baden – Enno angeln. Fredrik und Stefan suchen ein Trainingsrad für Fredrik. Sie finden sogar eins… Fredrik testet sofort die hiesigen Teerstraßenberge und ist erstmal weg…

Nach dem Bad gehen die Damen zum Shopping über. Der Kptn versucht am Computer das Geld so geschickt hin und her zu schieben, dass die Karten an Land bei den Damen weiterlaufen und nur ab bestimmten Beträgen Fehlermeldungen auftreten.

Enno kommt mit einem riesigen Thunfisch zurück, den er aus den Fluten von La Gomera gezogen hat. Der Kptn pumpt sein Dinghi auf, er braucht nun auch dringend n Angelboot.

Enno filetiert den Kaventsmann und die Herren probieren gleich vor Ort das beste Stück. Oberlecker.

Der Cobb gibt heute Hamburguesas her, mit Hack vom Elch, direkt aus Grönahög – nur Helena darf Tuna essen.

Thun und Fisch

Juli.′ 18 15

Wir bleiben heute hier in Marstal, verlegen uns an einen  Liegeplatz mit super Ausblick und machen Siesta unter dem Sonnensegel

Die Waschmaschine glüht. Der Eisladen hat leider den Betrieb aufgrund der Konkurrenz des Dorf/Hafenfestes eingestellt – im Brugsen gibt es noch Eis – in Großpackungen.

Und natürlich, es ist Sonntag und des Kptns. Lieblingsladen (Imerco) hat geschlossen.

Auf der Apfelbaumwiese schieben wir uns unseren Grilltisch in den Schatten und braten einen Braten. Der Kpt. fängt also schon mal 90 Min. vorher an sich mit dem Braten und dem Bierfass zu beschäftigen.

Er ist fast am Ende seiner Kräfte vom ewigen Bratenwenden und Fässchen bewachen, bis die Restcrew ihn mit dem Salat errettet. 

Die Musik des Dorffestes ist verstummt – kein „ummtata“ von der Bontempiorgel an diesem Abend – ein ganz normaler lauer ruhiger Sommerabend.

Ganz nebenbei verpassen wir ein wohl sensationelles Endspiel (wie der Trainer berichtet).

Es ist aber egal – Hauptasche die Punkte des Tippspiels sind in trockenen Tüchern und der Kpt. und die erste Offiziöse der Suutje haben nach den Ferien keinen Streß mit dem Frühstück 🙂

Zum Ausgleich essen wir ab jetzt anstatt der „Weltmeisterbrötchen“ einfach mal Croissants zum Frühstück.

WM und aus.

Aug..′ 17 01

Auf Anholt gibt es geschätzt ca. 15 km Wege – aber gefühlt den größten Fahrradverleih in ganz Dänemark. Der Kpt. findet, dass Segeln eigentlich ja schon Sport genug ist – und nun muss er zum 3. Mal diese Rundtour machen. Es ist immer das gleiche. Fahrradleihen – Luft aufpumpen für das Käptensrad – warum ist da nicht überall von Anfang an genug Luft drauf – das ist diskriminierend. Der Luftaufpumper (ein alter Fischer) guckt den Kpt. auch immer so komisch an und schätzt die Bar’s, die benötigt werden. Dann kommen die langen drei Kilometer bis zum Strand – Baden.

Weitere lange drei Kilometer bis zum Kro – endlich können wir uns etwas von den Strapazen erholen und ein kühles Getränk haben. Etwas schief geladen geht es wieder drei Kilometer weiter bis zum Supermercado im Dorf. Hier kann man die fantastischen Inselpreise bewundern. Drei Kilometer weiter sind wir wieder am Hafen – eine traumhafte Radtour.
Wir bereiten uns auf das Grillen in der Menge vor. Um 18.15h macht der Hafenmeister mit ner Flasche Gas und drei Sack Kohle die Glut fertig. Alle stürzen sich auf die Roste und grillen was das Zeug hält. Jeder will das größte Stück Fleisch haben. Nächsten Jahr bring der Kpt. ein lebendes Spanferkel mit, was dann vor Ort klar gemacht wird.


Man muss sich in der Grillmenge schon fast anschreien um sein Essen koordiniert zu bekommen. Wir erholen uns in der Oracle Bar beim Sundowner von dem Grillstress.
Auf dem Irrweg zum Schiff schleppt die erste Offiziöse den Käptn zur Livemusik in eine weitere Bar. Der Kpt. wehrt sich mit Händen und Füßen, das heißt ja, das er noch ein Kaltgetränk trinken muss.
Aber die Musik tut ihr übriges. Auch die Kinder kommen noch vorbei und spielen mit uns Doppelkopf.
Sport ist Mord und aus.

Juni.′ 12 25

Ungewohnt mal länger in der Koje zu bleiben. Wir machen den Montag zu Sonntag. Pause. Die Kids packen nach dem Frühstück ihren Schwimmkram und verschwinden zur Poolmitbenutzung auf dem Campingplatz.

Der Kpt. und sien Fru geben noch Alfons defekte Pumpe ab (sie wird eingeschickt und dann nach Esp. verschickt – guter Service) und gehen inne Stadt. Valence ist leider n Stück weg vom Hafen. 3 km oder so und die Autobahn ist auch noch dazwischen. Das Städtchen ist hübsch, alt usw.

Es gibt ne Einkaufsstraße, Supermärkte usw. vollwertige Stadt eben.

Der Kpt. hat eigentlich die Sache mit dem französischen Mobilinternet schon aufgegeben und sich innerlich mit WiFihangeln abgefunden. Aber Jule drängelt doch sehr und will unbedingt noch einen Versuch. Der nächste Orangeladen ist unser. Tatsächlich, nach einigem hin und her und Gerede und Erkläre und französische-Adresse-aus-den-Fingern-Gesauge, bekommen wir ne Prepaid SIM fürs Internet. Das gute Stück heißt: „Pass Let’s go“. Kostet 8 EUR + 20 EUR Aufladung für einen Monat (APN: orange.fr, User: orange, Pass: orange).

Der Kpt. ist sich allerdings nicht so ganz sicher, ob er dem Frieden nun trauen kann, aber es scheint zu klappen… Der Langzeittest läuft ab heute.

Einen Supermarkt nehmen wir uns auch noch vor und fahren dann aber mit dem Bus zurück zu Hafen.

Die Kids haben feinsäuberlich ihre Badesachen auf der Reling drapiert und uns einen neuen Infozettel hinterlassen – sie sind nun Fussballspielen.

Es ist doch wichtig mal einen Hafentag einzulegen, damit sich alle Crewmitglieder mal austoben können.

Over und aus…

Mai.′ 12 03

Wetterkarten waren angedacht

– ablegen oder nicht?

Und dann haben wir gedacht:

Ja vielleicht – vielleicht auch nicht.

Drum tauchten ab zur Vorbereitung

Stefan und Annika in Taucherkleidung

Mit Spachtel und Bürste schrubbten und schraben

Sie den Algen an den Kragen

Außerdem haben wir geschraubt

Bei Motorgeräusch wurden wir fast taub

Vom Herd, der quietschte still vor sich hin

Wir legten Plastikscheiben dahin

Die Kinder waren noch am Strand

Und tobten zu fünft im weißen Sand

Besuch bekamen wir dann später

Vom fernen Schottland, hennes heter

Leslie and Andy mit Nachnamen Scott

Wie sonst, ihr Schiff ist auch sehr flott.

Versuchten uns von den Wetterkarten

Abzulenken durch Filmschwarten.

So richtig gelang das nicht..

Zu Ende nun das Gedicht.

Mai.′ 12 02

Wir wollen den Tunnelweg um die Ostspitze der Insel entlangwandern. Der Weg ist ab der Hälfte zum Trampelpfad geschrumpft, wir stiefeln munter weiter. Über uns erheben sich Felsen, gigantischer Größe, unter uns schäumt die Dünung des Atlantiks an die steinige Küste. Als wir denken, nun kann sich der Trampelpfad nicht verkleinern, mündet er in einer scharfen Linkskurve in einen Tunnel. So erreichen wir die Ostseite der Insel. Hier ist auch noch Felsgestein am Ufer aber ebenso gelber Sandstein. Wir ritzen unseren Namen hinein, man kann mit Steinen drin schreiben. Weiter geht’s auf abenteuerlichem Weg abwechselnd über Wüstensand und Felsgestein zum nächsten Tunnel. Und dahinter liegt er, der heißersehnte Strand. Klamotten vom Leib und rein in die Fluten. Wir toben mit den Wellen und lassen uns im glasklaren Wasser treiben. Kaum sind wir wieder raus und umgezogen, zieht Regen auf. Schnell verstecken wir uns im Tunnel. Doch der Regen ist nur von kurzer Dauer, wir klettern ein Stück des Weges zurück zur Straße. Von dort geht es in die Insel rein in direkter Ansteuerung des Gasthauses. Acht Bolo Caco (das typische Brot hier) mit Schinken und Käse werden bestellt und verschlungen.


Weiter geht’s die Straße rauf, zu Dieter. Doch wieder zieht Regen auf. Wir schlagen uns in die Büsche. Auf Ameisenhaufen, zwischen Spinnen und einem toten Kaninchen kauern wir unter den Zweigen und warten den Regen ab. Denn wir entwöhnten Norddeutschen haben natürlich keine Regenjacken mitgenommen.

Dieter erwartet uns mit frischem Kaffee. Er hat hier mit seiner Frau ein altes Haus gekauft und wunderschön hergerichtet. Innen ist noch die originale Wand zu sehen und er ursprüngliche Ofen. Von außen alles weiß verputzt. Im grünen Garten sitzen wir, die Kinder spielen mit Hündin Bella und pflücken wilde Cherrytomaten.

Dann müssen wir uns auf den Rückweg machen. Doch im dörflichen Pub genießt ein Teil der Wandercrew noch einen typischen Poncha, zur Stärkung für den Rückweg. Das schmeckt wie Maracujabrause mit viel Schnapps. Hola. Fast schlafen wir direkt auf unseren Stühlen ein.

Doch über einen Berg müssen wir noch. Aufgerafft und die steile Straße hochgekraxelt. Auf der anderen Seite ist leider nicht so was einfach befestigtes zu finden und wir müssen wieder improvisieren. Langsam tasten wir uns den Berg wieder hinunter, direkt auf den Hafen zu.

Sonja besteht am Abend noch die Eisbärjägerprüfung. Und die Wetterkarten werden gecheckt. Nachdem sich das für heute so hervorragend vorhergesagte Wetter als zuviel Wind ausgewiesen hat, sieht es jetzt für Samstag gut aus.. Wir beobachten und wagen nicht zu hoffen..

Schnarch und aus.

Apr..′ 12 28

Dieter vom TO Stützpunkt klopft ans Schiff und erzählt uns dies und das über die Insel. Wir beschließen, die Scooter zu verschieben, weil es zu windig ist und heute den Pico Castillo zu erklimmen.


Ein gelbes Auto mit einem freundlichen Portugiesen, der erstaunlich gut und viel englisch spricht, bringt uns zum Mirador. Von dort erklimmen wir den Berg. Ganz oben soll eine alte Festung aus dem 15. Jh. sein, von der aus die Einwohner die Piratenangriffe abgewehrt haben. Wir kraxeln den steilen Berghang herauf. Tatsächlich, oben die Spitze des Berges ist abgeflacht und dort steht ein Haus und drumherum ist ein Garten, Gemäuer. Sieht ein bisschen nach Kloster aus. Tze. Man kann die ganze Insel sehen, von Küste zu Küste. Beeindruckend. Wir picknicken und füttern die Eidechsen, die sehr neugierig sind. Ein Geocache hat sich hier natürlich auch versteckt. Auf der anderen Seite finden wir einen großangelegten Weg, den gehen wir wieder hinab. Stufen. Wie komfortabel. Diesmal laufen wir runter bis ins Dorf. Ziemlich steil bergab, geht ganz gut. Doch unten am Strand tun die Füße weh.
Wir bestellen barfuß Bocabrot mit Schinken und Knoblauch. Herrlich warm. Dann schleppen wir uns in den Hafen. Unterwegs erwischt uns noch ein Regenschauer. Doch die Sonne trocknet alles wieder. Ein Regenbogen ziert den Hafen

Over und aus.

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