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Jul.′ 12 28

Morgens regnet es in Strömen und leider auch in Rendsburg. Der Käptn und sin Fru trecken sich die Regensachen over und schnappen sich je einen Hafenkarren. Damit spazieren wir zum Supermarkt und kaufen ein für eine große Ankunftsparty. Als alles im Schiff verstaut ist, legen wir ab. Motoren im Regen. Vor der Levensauer Hochbrücke winkt uns eine Freundin entgegen. Sie ist uns mit dem Rad entgegengekommen. Wir fangen an, uns auf die Rückkehr zu freuen. Oben an der Brücke hängt ein Transparent: Willkommen Familie Conrad! Sowas schönes. Dann kommt die Schleuse. Die kleine Schleuse (für die Sportschiffahrt) ist gesperrt, wir stehen mit zehn Yachten Schlange vor der anderen.

Zwei Stunde lang kurven wir da rum. Der Kesseltrick funktioniert nicht. Aber die Sonne kommt raus. Yipiedei! Dann fahren wir rein, bezahlen in dem Häuschen zwischen den beiden Schleusen, fahren wieder raus und…. sind auf der Kieler Förde!! Zuhause!! Wir setzen das Segel (geflaggt ist schon) und segeln bei blauem Himmel dahin. Herrlich. Chrischan spielt auf dem Schiffahrtsklavier.

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Erst als das Telefon klingelt, und daraus die Frage ertönt, ob die Wartenden schon das Fass anstechen dürfen, schmeißen wir Kuddel an. Mit Getröte und Musik und Jubel laufen wir in den Hafen ein. Da stehen viele viele Freunde. Danke, dass Ihr alle da seid! Die Freude ist groß! Wir feiern bis in die Morgenstunden.

Kiel hat uns wieder.

Over und aus.

Jul.′ 12 07

Wir verabschiedenen uns von den netten Holländern und fahren weiter nach Norden. Gleich die zweite Schleuse hat schon Aussetzer – zwei rote Lichter. Ne ¾ Stunde warten – hmmmm. 4 Schleusen weiter werden wir sogar in einer Schleuse eingeschlossen. Zum Glück nicht unten, sondern oben. Der Schleusenwärternotdienst hilft schnell – gut dass wir die Notfallnummer haben… 🙂

Die nächste Schleuse will auch nicht. Die Schleusung will nicht auslösen. Wir denken, dass wir mal wieder zu flott waren und Anni hält für n paar Sekunden die Hand vor die Einfahrtslichtschranke… 🙂 Nun geht’s – Haha – Wir werden auch mal Schleusenwärter.

Irgendwie geht uns das Abwärtsschleusen nun auch n bisschen langsam. Häufig stehen wir vor einer leeren Schleuse lange rum, bis die endlich vollgelaufen ist und das Tor sich öffnet vergehen wertvolle Minuten. Da sich Schleusen ja immer noch so ca. 2 km auseinander sind, wird die Landmannschaft reaktiviert. Ein Crewmitglied fährt bewaffnet mit der Schleusenfernbedienung mit dem Rad und dem Walkitalki vor und drückt einfach schon mal ein bisschen früher auf den „Wir-kommen-Schleuse-Knopf“ – geht nun schön flott. Wir können meistens – wenn das Timeing stimmt – in eine mit Wasser gefüllte und offene Schleuse einfahren. Cool!

Trotzdem müssen wir heute leider schon um 15h in Charmes anlegen, weil die nächsten 15 Schleusen kein anständiger Anleger in der Karte verzeichnet ist.

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Meistens ist zwar noch ein unverzeichneter Anleger irgendwo zu finden, aber wir können auch mal gut nur n halben Tag fahren und ein bisschen länger Pause machen.

In Charmes machen wir an einem alten Kümo fest um ein bisschen Wasser unterm Kiel zu haben. Duschen – endlich. Wir kaufen 4 Marken und gehen gemeinsam die drei Kabinen besetzten. Es bildet sich eine Schlange hinter uns. Eigentlich haben wir nämlich an einem Wohnmobilcampingplatz angelegt. Ziemlich was los hier. Eine Bühne wird aufgebaut. Wir beschliessen das „Abendessen“ von dem Kanuverein zu kaufen, der hier die Bewirtung macht. Wir bekommen zweimal ein halbes Baguette mit einem Eckchen Käse, ein armes kleines Würstchen auf einem Nudelsalat, eine Waffel mit Nutella (Nuskati, obwohl mit Nutella geworben wurde – der Kpt. ist entsetzt) und einen Plastikbecher mit Kaffee ohne Milch. Alles für 2x 12 EUR. Nunja. Wir sehen es als Spende für den Kanuverein. An Bord werden noch zwei Dosen Ravioli aufgerissen.

Wir treffen Peter und Ulrike mit ihrem 22 Fuss Segelboot. Sie sind auf dem Weg nach Süden. Wir tauschen Karten und Erfahrungen. Ein sehr netter Abend.

Over und aus.

Jun.′ 12 28

In dem Einkaufzentrum auf der anderen Seite von Hafen gibt es einen Carrefour. Den Einkaufswagen können wir von dort bis direkt ans Schiff schieben. Es lohnt also mal wieder ein Großeinkauf, vor allem Getränke sind wichtig. Bei der Affenhitze verdunstet ne Menge Wasser.

Die ersten 100 MB von unserem Orange Internet sind abgelaufen. Der nette Hafenmeister schafft es, sich durch die französischen Ansagemenüs zu klicken und unseren Gutschein zu aktieren/aufzuladen. Ne SMS kommt an. Scheinbar alles gut. Aber eine Stunde nach dem Ablegen geht Internetmässig schon wieder gar nix. Wir haben uns ja schon mal über Orange geärgert. Mal sehen, ob wir das bei der nächsten Stadt wieder gerichtet bekommen.

Wir tuckern – ach was – wir flitzen die Saone hoch. Die Strömung ist zu vernachlässigen. Wir können durchgehend über 5 Kt. fahren. Kurzzeitig mit starkem Rückenwind sogar 5,7 kt.

Wir beschließen so lange zu fahren, bis es dunkel wird. Zwei Schleusen schaffen wir. Der Hub ist auch nur 4m bzw. 3,2m. Leider haben die Schleusen hier keine mitsteigenden Poller mehr. D.h. Wir legen an einer Leiter an und Annika klettert hoch und legt die Leinen 2 m höher in einen Wandpoller, so dass wir beim Schleusen nicht die Leinen verlegen müssen. Das klappt beim zweiten Mal schon richtig gut. Wir gewöhnen uns dran.

Die Saone ist richtig nett zu fahren. Schönes Ufer. Nicht kanalisiert. Nur die Sonne – die brennt erbarmunglos von oben. Wir schwitzen wie die Affen in der Hitze. Die Kids laufen nur noch in den nötigsten Bekleidungsteilen rum. Der Kpt. bald auch. Der kühlende Wind lässt leider nach.

Am Abend haben wir 80 km geschafft. In dem nagelneuen, noch nicht ganz fertigen, baustellenmäßigen Yachthafen in Macon machen wir fest.

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Egal. Ein Gewitter kommt auf. REGEN. Der Wahnsinn. Das hatten wir soooo lange nicht.

Over und aus…

Jun.′ 12 26

Die Tankstelle im Hafen von Valence wollte keine unserer Karten fressen – also gibts auch keinen Brennstoff. Aber wir haben noch genug für mind. 2 Tage. Wir verabschieden uns, die Franzosen Jaques und Monique, mit denen wir durch viele Schleusen gemeinsam gefahren sind, kommen noch vorbei und schenken den Kindern Kekse und Schokolade. Wir fahren also weiter. 76 km, bis St.-Claire du Rhone, haben wir uns vorgenommen, mal sehen ob das klappt. Bis 21h werden Yachten geschleust und um 21.30h geht die Sonne unter, also haben wir bis 22h Zeit.

Die Gegend um die Rhone rum wird deutlich hübscher, Weinberge, kleine Dörfchen – wie von Märklin, Felsen… ziemlich abwechslungsreich. Ok ein bisschen Betonkanal ist heute auch wieder dabei. Wir können in fast alle Schleusen direkt hinein fahren, werden auch allein geschleust. Es klappt gut. Vor den Schleusen schwimmen jedes Mal Unmengen Treibholz herum. Da muss man gut hingucken und Slalom fahren. Vor der letzten Schleuse vor St. – Claire du Rhone müssen eine Stunde warten. Son Gastanker kommt von hinten, hat Vorrang und darf auch nur alleine geschleust werden.

Wir kommen aber trotzdem zum Sonnenuntergang im Hafen an. Jana und Arne sind auch hier im Hafen, nehmen uns die Leinen an und laden uns zum Imbiss an Bord ein. Total nett.
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Wir wälzen die Rheinbücher von den beiden und überlegen zum xten mal, ob wir den Kanal d’Este oder den Rhein fahren sollen. Doch die Bücher bestätigen unsere Sorgen, der Rhein hat derart viel Strömung, dass wir lieber auf dem sicheren Kanal d’Este bleiben werden. Mal sehen.

Mit dem heutigen Tag haben wir 5000 sm im Kielwasser. Wir feiern das bis 2h nachts.

Ein paar Stunden Schlaf, dann soll es weitergehen nach Lyon.

Over und aus.

Jun.′ 12 25

Ungewohnt mal länger in der Koje zu bleiben. Wir machen den Montag zu Sonntag. Pause. Die Kids packen nach dem Frühstück ihren Schwimmkram und verschwinden zur Poolmitbenutzung auf dem Campingplatz.

Der Kpt. und sien Fru geben noch Alfons defekte Pumpe ab (sie wird eingeschickt und dann nach Esp. verschickt – guter Service) und gehen inne Stadt. Valence ist leider n Stück weg vom Hafen. 3 km oder so und die Autobahn ist auch noch dazwischen. Das Städtchen ist hübsch, alt usw.

Es gibt ne Einkaufsstraße, Supermärkte usw. vollwertige Stadt eben.

Der Kpt. hat eigentlich die Sache mit dem französischen Mobilinternet schon aufgegeben und sich innerlich mit WiFihangeln abgefunden. Aber Jule drängelt doch sehr und will unbedingt noch einen Versuch. Der nächste Orangeladen ist unser. Tatsächlich, nach einigem hin und her und Gerede und Erkläre und französische-Adresse-aus-den-Fingern-Gesauge, bekommen wir ne Prepaid SIM fürs Internet. Das gute Stück heißt: „Pass Let’s go“. Kostet 8 EUR + 20 EUR Aufladung für einen Monat (APN: orange.fr, User: orange, Pass: orange).

Der Kpt. ist sich allerdings nicht so ganz sicher, ob er dem Frieden nun trauen kann, aber es scheint zu klappen… Der Langzeittest läuft ab heute.

Einen Supermarkt nehmen wir uns auch noch vor und fahren dann aber mit dem Bus zurück zu Hafen.

Die Kids haben feinsäuberlich ihre Badesachen auf der Reling drapiert und uns einen neuen Infozettel hinterlassen – sie sind nun Fussballspielen.

Es ist doch wichtig mal einen Hafentag einzulegen, damit sich alle Crewmitglieder mal austoben können.

Over und aus…

Jun.′ 12 05

Der Vormittag steht im Zeichen der Fernschule. Lange haben wir keine Tests mehr verschickt zum Korrigieren. Sie haben sich hier angesammelt. Nun geht ein ganzer Schub raus. Claudia und Silvia stehen vor dem Schiff und wollen in den Wald gehen, Stöcke fürs Grillfeuer sammeln. Wir können leider noch nicht mit. Aber wir kommen nach. Endlich sind wir fertig und sammeln uns an der Sundance. Die drei Männer (Alfons, Stefan und Lorhan) setzen sich in den Dreieinhalbtonner und düsen zur Ferreteria und in den Supermarkt. Die drei Mädels (Annika, Ana und Samona)  gehen baden und Breitbandfernsehen und die drei Frauen (Claudia, Julia und Silvia) setzen sich zum Garachio ins Restaurant und quatschen. Super Arbeitsteilung. Anschließend bereiten wir das Grillfest vor, zum Hochzeitstag feiern – ja 19 Jahre sind wir heute verheiratet – und um Alfons Geburtstag vorzufeiern.

Der Kpt. fragt sich, warum wir im Supermarkt waren… Hier läuft soviel Grillfleisch auf zwei Krallen mit schönen bunten Federn rum. Bei näherer Betrachtung muss der Kpt. allerdings mit Grausen feststellen, dass sich die Hähnchen von abgeplatztem Antifouling, Sika- und Epoxyresten ernähren. Die Hühner sind also eher Sondermüll als Grillgut – Schade. Auch der Pfau glänzt so in der Sonne, dass es besser scheint, ihn laufen zu lassen…

Unter dem Katamaran wird die Festtafel geschmückt und dann reingehauen. Alfons stellt eine uralte Flasche Wein auf den Tisch, wir kosten alle. Is noch nicht Essig!

Am Abend schaukeln die Kinder in der Hängematte unter der Sundance, Pedro, der Nachtwächter kommt und spendiert ne Runde Eis. Geburstagslieder in Spanisch, Deutsch und Polnisch werden gesungen – Herzlichen Glückwunsch Alfons.

Over und aus.

Jun.′ 12 04

Der Kpt. geht zu der Sundance und sieht Alfons bei der Arbeit zu… – plötzlich hat er ne Bürstenflex in der Hand und schrubbelt in der Mittagssonne das Gribdeck ab. Schweiß – Sonne – Arbeit. Der Kpt. gibt alles und sein Letztes. Am Ende der Sonne ist das Vorschiff fast fertig und Alfons hat seine Eingangtüren auch epoxiert.

Am Nachmittag nehmen wir uns unseren Kuddel vor. Die Ventildeckeldichtung wird abgeschraubt und das Ventilspiel eingestellt – War auch nötig. Wir würgen die Einspritzdüse mit Brechstange und Hammer aus ihrer Passung und prüfen das Sprühbild – Is ok!

Nachdem der Kuddeln ne Stunde warm gelaufen ist und wir uns einen Carachillo gegönnt haben macht der Kuddel leider immer noch die gleichen Warmstartschwierigkeiten wie vorher. Tja – Der Kopf muss wohl doch ab. Aber ohne das Ersatzteil in den Händen zu haben läuft da nix – immerhin läuft er ja.

Die Frauen sind derweil unterwegs. Vier Maschinen Wäsche werden gewaschen. Claudia und Julia fahren mit den Fahrrädern – Fahrrad fahren ist ja toll, das ist schon lange her. Man ist richtig schnell! – ins Dorf zum Einkaufen.

Dann gibt’s unterm Katamaran – der einzige gut durchlüftete schattige Platz Salat und Tortilla. Die Kinder sausen mit Rollern und Rädern zum Pool und genießen das kühle Naß. Abends gibt’s zur Feier des Tages Pfannekuchen auf der Röde Orm.

Over und aus.

Jun.′ 12 01

Das erste, was wir den Hafenkapitano nach unserem 30 minütigen Eincheckgang zu ihm sein Office fragen: „Dürfen wir bitte an einen Localsteg – näher ran an die Facilities?“ – „Si – claro“. Puuuuh – ein Glück. Wir Frühstücken also noch an unserem Abseitsvisitatespontoon zuende und verholen uns in den Haupthafen. Sehr gut – wir können auch unser neu erfundendes und beim Frühstück besprochenes Anlegemanöver-ohne-Schnoddermooring-an-Deck ausprobieren. Die Kids stehen mit den ehemaligen 10m Heckleinen aufm Vorschiff und machen damit auf Slip an den Pollern fest. Des Kpts Fru reicht dem Kpt. die Schnoddermooring. Der Kpt. rennt damit nach achtern und zieht tüchtig. Die Kids fieren den Kahn 3 Meter vom Gestade wech. Nu mach der Kpt. dem Chrischan ihm seinen Prusikknoten mit einer schön sauberen Festmacherleine um die Schnoddermooringleine. Der Kpt. fiert, die Kids holen dicht, feritch ist das angelecht – ganz ohne Dreck.

Nun kommt das 2. Problem. Die Kids wollen in den Marinaeigenen Swimmingpool – leider is das nur für Members. Aber irgendwie kriegt Jule das geregelt. Die Kids werden also Swimmingpoolmässig vom Bademeister betreut und der Kpt. und sien Fru nutzen die Gelegenheit, um sich einem Bunkereinkauf beim örtlichen (Bezahlbaretaxireichweite) Carrefour zu witmen. Der Kuddel bekommt heute auch mal n bisschen dickflüssigeres Öl, 20w50. Er mag im heißen Zustand nicht mehr so gerne anspringen – nicht schön.

Der Einkauf wird unter Deck verstaut, die Kids ausm Pool gezerrt und mit dem 2. Taxiausflug die Stadt erkundet. Per Bus wäre man wohl auch gut hingekommen. Zu viert ist es aber genauso teuer wie per Taxi (ca. 10 €)

Wir fangen mit dem alten Krams in der inneren Stadt an, schlendern durch den „Jardines del Turia“ und enden bei so ganz moderner Architechtur – Einfach mal die Bilder angucken.

Besondern das alte Flussbett des „Turia“, aus dem die Valencianesen einen super Park gemacht haben, hat uns besonders gut gefallen. Alle Familien mit Kindern sind anscheinend in diesem Park unterwegs, liegen unter Bäumen, fahren Rad, spielen Fussball, joggen…

Valencia ist echt großartig.

Over und aus…

Mai.′ 12 28

Zum Glück kennen die Spanier den Pfingstmontag nicht als Feiertag. Alle Geschäfte in Cartagena sind geöffnet und wir können unsere Backkisten und den Dieselvorrat wieder auffüllen. Den Schiffsausrüster finden wir, dank Olafs Anleitung auch. Jedesmal ist es das gleiche. Der Kpt. steht in sonem coolen Laden und weiss vor lauter Aufregung gar nicht, was er kaufen soll. Zum Glück hat die erste Offiziöse die Liste.
Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und der Touristinfo gibt es freies schnelles Internet. Anni schnappt sich Computer und Kopfhörer und skypt mit ihren Freundinnen.


Zum Mittag wird an Bord der Röde Orm wieder das Pfannkuchenhaus eröffnet. Inge und Wolfgang bestellen ihre Lieblingspfannkuchen. Die Kids notieren die Bestellung, reichen die Zutaten dem Kpt. und servieren die Getränke. Heutiger Geheimtip war: Pfannkuchen mit Gorgonzola.
Schließlich finden wir in der Stadt doch noch das richtige, echte, alte Amphitheater. Total schön. Die Sonne steht tief – also gutes Licht für Fotos.
Abendbrot gibt es auf der STELLA MARIS. Mit einer Flasche Krimmsekt begießen wir unser PTSK-Segler-Treffen und haben einen sehr schönen Abend.
Morgen geht’s weiter ums nächste Cabo Richtung Norden. Mal sehen wie weit. Vielleicht ist der Wind ja gut und wir machen wieder n Nachtschlag.
Over und aus…

Mai.′ 12 23

Wir schlafen aus, dann waschen wir uns und die Wäsche. Stefan richtet bei Peter und Heidi den Computer. Dann fällt ihm ein, dass er noch mal nach Gibraltar muss, Tabak kaufen. Also passiert er mit Annika die Grenze und macht die Tabak- und Whiskyläden unsicher. Julita beendet derweil ihren 3. Matheordner, in dem mit Tom Sawyer gerechnet wird. Wie passend, das ist gerade unsere GuteNachtGeschichte. Annika und der Käptn kommen voll beladen zurück, die zollfreie Mitnehmmenge komplett ausgenutzt.. Anschließend machen wir uns auf, die Backskisten wieder zu füllen. Ein Großeinkauf mit Taxi auf dem Rückweg bringt uns 15 Pkt Rollbrote für 1,20 ein, unter vielen anderen leckeren Dingen. Günstiger Supermarkt. Annika und Julita dürfen mit den Fahrrädern der SY DÜVEL OK auf dem Hafengelände herumsausen, sie haben einen Heidenspaß! Abends gibt einen Spieleabend bei Heidi und Peter, Julitas Lieblingsspiel „5000“ wird gespielt. Julita hat die Spielregeln umgewandelt, wer es schafft nichts zu würfeln, gewinnt. Sie wird Siegerin des Abends.
5000 und aus.

Mai.′ 12 15

Noch immer 35 Grad. Der Wüstenwind weht weiterhin. Puhhhh. Die Kinder machen auf dem Steg eine Wasserschlacht nach der anderen. Der Kpt. ist härter, er stellt sich mit seinen drei kleinen mini Dieselkanisterchen auf die Betonpier an die Tankstelle und wartet in der sengenden Sonne darauf, das der Katamaran endlich seine 1000 (!!!!) Liter Diesel gebunkert hat. 1420€ nur für Diesel. Dem Tankwart und dem Kpt. kommen die Tränen.

Die Kinder liefern dem wartenden, heulenden Kpt. ein Eis – Jetzt geht’s wieder.

Was bei dieser Hitze auch noch richtig Spaß macht, ist n Ölwechsel – machen wir also auch noch. Der letzte war in Tazacorte… Es wird also mal wieder Zeit. Kuddel bekommt wieder n Doppelten.


Nun glänzt unser Motörchen wieder von innen – Der Kpt. nicht so, von außen.

Was bei dieser Hitze auch noch gut kommt, ist n Großeinkauf… Machen wir auch. Is aber wirklich ganz nett. Wir fahren zum vollklimatisierten „Corte Ingles“. Für den Rückweg nehmen wir ein Taxi.

Jule überredet die Putzfrau in der bereits geschlossenen Hafenbar uns noch ne Flasche Bier zu verkaufen. Puhhh. Pause.

Over und aus.

Mai.′ 12 09

Um neun stehen wir auf. Julita kann nicht mehr schlafen, weil das Schiff so still liegt.. wir checken ein. Boh ist das heiß hier. Also in Lagos sind wir nun. Die Frauen stürmen die Dusche und den Supermarkt, der Käptn genießt noch ein bisschen seine Koje.

Dann bunkern wir 60 liter Diesel und verholen vom Visitorponton in den Hafen.

Drei Waschmaschinen werden in Beschlag genommen, sämtliche Bettwäsche und Anziehsachen gewaschen, Matratzen und Betten gelüftet. Eine Affenhitze hier. Wir hängen ein Spinnennetz an Leinen an Deck und hängen das Schiff voll. Die Wäsche trocknet in Minuten quasi. Dann ziehen wir los in die Stadt. Wir suchen das Kastell. Vor der Stadtmauer läuft Julita auf den Rasen, kriegt große Augen: „Oh wie schön, guck mal, echter Rasen!“ Stimmt, lange haben wir keinen Rasen mehr gesehen –  also so wiesenrasenmäsigen. Und vor allem gerochen.


Wir finden einen Strand, gesäumt von hohen Sandsteinkliffs. In der Altstadt bummeln wir durch die Gassen, erstehen wunderschöne Hüte (extra auf Olafs Anregung). Dann studieren wir diverse Speisekarten, auf bezahlbare Gerichte. Der Käptn bleibt vor einer stehen und sagt, diese sei gut, er wird gegrillte Gardinen essen. Wir brüllen los vor Lachen, dieses Restaurant soll es also sein.

Das Klo desselben hat es auch in sich.. die Klobrille ist überzogen mit einer Plastikfolie, die sich auf Knopfdruck auswechselt. Daneben steht ein BeDe.. da hat der, der das eingebaut hat, sich wohl auch nie raufgesetzt.. auf jeden Fall ist das so dicht ans Klo gebaut, dass Frau, wenn sie sich da raufquetscht, ständig mit dem Knie an den Folienknopf von der Klobrille kommt, die sich daraufhin in einem fort auswechselt… Nunja – da ist wohl bei der BeDe Benutzung ne Rolle Toilettenhygienefolie durchgelaufen…

Selten so gelacht auf dem Klo. Zuletzt in Ungarn auf som vollautomatischen Straßenklo. (Mit Tinschn, erinnerst du dich?)

Die Kinder rennen zurück an Bord und der Kpt. und sien Frau versuchen sich noch mal mit dem Supermarkt. Auf dem Weg dahin rennen wir über eine Brücke, die wegen „Risco de Colabso“ gesperrt ist… Jule fängt an zu laufen, als der Kpt. irgendwas von brechendem Stahlbeton erzählt… 🙂
Morgen wird eingekauft.

Noch ein Absackergetränk in einer der 1000 Hafenbars.

Mückenvertreibduft an und Mückenetz drüber…

Over und aus…

Mai.′ 12 04

Sonja und Jim kommen zum Wettergucken. Und beschließen, heute Nachmittag schon zu fahren. Leslie und Andy auch. Doch wir beschließen, die 22 angesagten Knoten, die heute noch durchziehen, nicht zu nehmen, sondern erst morgen früh zu fahren. So denn das Wetter so bleibt. Also gehen wir bezahlen und laufen ins Dorf, um frisches Obst zu kaufen.

Dann wird das Boot vorbereitet, die zwei losen Regale angeschraubt und die richtigen Seekarten rausgesucht.

Um halb fünf kommt das Großraumtaxi, um uns und die Dievagocrew zu Dieter zu bringen, der wohnt hinter dem Marinaberg.

Dann stürmen wir zu neunt seine Küche, schnippeln und spießen. Die Kinder verschwinden zu den Tomatenpflanzen und pflücken Cherrytomaten, Dieter holt Salat aus dem Garten, Stefan taucht mit Riesenspießen auf. Georg schneidet Bocabrot, Sandra und Julia spießen Zwiebeln und Paprika zwischen die Fleischstücke. So feiern wir ein Barbequefest, erzählen und lachen und sitzen im grünen Garten von Dieter. Irgendwann geht der Vollmond auf und zieht einen Regenbogen um sich herum. Ein schöner voller Mond, ideal zum Nachtsegeln.

Aber ob wir wirklich morgen fahren, entscheiden wir morgen früh. Heute zeigte sich nämlich für Montag abend wieder ein 22knoten Tief auf unserem Weg und Gegenwind an der portugiesischen Küste..

Over und aus.

Apr.′ 12 30

Noch immer scheint es so, als ob wir bald ablegen können. Vielleicht am Mittwoch Mittag oder Nachmittag.. Mal sehen. Und nicht zu doll hoffen.

Wir flitzen schon mal in die Stadt und kaufen ein paar Lebensmittel ein, um abfahrbereit zu sein. 4 x 5l Wasserkanister, Thunfischdosen, Rollbrot, Kartoffelbrei, Chinanudeln, Brot und Obst und Unmengen. Eistee, Cola und Snickers für die Nächte.

Zusammen mit der FETTLER bringen wir es auf zwei große Einkaufswagen, die wir in ein Taxi verstauen und bis auf die Pier gefahren bekommen. Dann sortieren wir den ganzen Nachmittag den Kram in die Backskisten.

Hoffentlich klappt das mit dem Wind. Es wäre schön, wenn das Low nicht zu weit nach Süden wandert und wir nur in den Genuss des Windes kommen.
Gemeinsam kochen wir Nudeln und zaubern eine Gemüsesoße dazu. Als Nachtisch gibt es die regional berühmte Maracujabrause. Was die da wohl reintun? Jedenfalls wirkt sie bei Julia als Schlafmittel. Sie legt sich auf die Bank und schläft ein. Einfach so. Obwohl doch heute der letzte Aprilabend ist. Nix mehr mit Tanz in den Mai. Stefan und Julita zocken mit Jim und Sonja im Cockpit. Sie spielen „5000“, ein Würfelspiel. Es geht lustig einher.

Over und aus.

Apr.′ 12 04

Der Verdacht auf guten Wind ist da. Leider aber nicht 100%ig sicher.

Aber nun kommt das Osterwochenende und das Hafenbüro ist dicht.

Wir bezahlen also schon mal bis Sonntag, dann können wir spontan ablegen.

Uli mit seiner Men Goe legt wieder in La Graciosa an. Diesmal Einhand. Wolfgang ist wieder von Bord gegangen und nach Hause geflogen.

Wir machen einen Sicherheitshalbergroßeinkauf und schrubben das Unterwasserschiff, wegen der besseren Performance. Die Cockpitabläufe werden wieder durchgängig gemacht und einem 50 Liter Stresstest unterzogen. Alles bereit.

Anni schläft heute bei Ramona auf der AFRICAN QUEEN und wir nutzen den Freiraum und singen mit Jim und Sonja scotische Seemannslieder.

Pünktlich um Mitternacht fangen die Spanier an Land an zu feiern. Ostern usw.

Je dichter Jim und der Kpt. sich dem Ort des Geschehens nähern, desto lauter und verzerrter wird die Musik… Wir nehmen wieder den Sicherheitsabstand ein.

Over und aus…

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