Aug..′ 26 25

24. – 25. August
Uns zieht es nach Hause. Wir werden wohl die letzte Stück von Haddeby nach Kiel in einem Rutsch nehmen. Das Wetter ist sonnig und warm. Allerdings ist der Wind sehr schwach. Wir füllen noch den letzten 20 Liter Reservekanister in den Tank, damit dieser nicht leer läuft.
Die beiden Brücken nehmen wir in letzter Minute, bevor diese wieder schließen… Aber wir haben keine Wartezeiten – super.
Der Wind draußen auf der Kieler Bucht ist mit 5 Knoten sehr schlapp… wir segeln 2 Stunden und beschließen dann, die 20Liter-Diesel-Karte zu spielen um schneller nach Hause zu kommen. Die SY Mingo ist auch auf dem Heimweg von Ihrem Urlaub. Wir treffen uns am Sperrgebiet und beschließen, noch eine letzte Nacht vor dem Ende des Segeltörns im Plüschowbecken ankernd und grillend zu verbringen – wat schööön…. Wir haben richtig viel Spaß mit lustigen Geschichten.
Am Dienstag um 15 Uhr gehen wir Anker auf. Natürlich nach einem umwerfenden Frühstück mit den Resten aus den Schapps von zwei Schiffen…
Das wars… Schiff leer räumen…
Over und out.
Aug..′ 26 13

Die Würmer neigen sich dem Ende – Kein Fisch hat gebissen. Wir sind traurig.
Aber wir geben nicht auf. Hinter der Lindaunisbrücke ist das Gras viel grüner und die Fische vorhanden. Wir lassen uns Angel – schleppender Weise Richtung Gunnebyer Noor treiben. Der Anker fällt aber an der Südküste der Schlei. Nur ein paar hundert Meter weiter endet der Bereich unserer Angelkarte. Vielleicht haben sich all die Fische hier an der Grenze einen sicheren Platz vor uns gesucht – Pustekuchen…
Unseren Speiseplan müssen wir schon wieder über den Haufen werden. Es gibt ein echtes Frustessen: Burger vom Grill ohne Fisch sondern mit Hühnchen & Gemüsebelag.
Es ist wunderbar hier. Wir genießen den Abend.
Wat und schööööön.
Aug..′ 26 07

Wir lösen uns von unserer schönen Ankerbucht mit allen Facilities und machen uns auf den Weg nach Süden. Viertel nach müssen wir von hier aus los, um um 20 vor die Brückenöffnung in Sonderborg zu kriegen. Erstaunlich, wie langsam man segeln muss, um nicht warten zu müssen. Beim nächsten Mal muss der Käptn dringend seine Rechnung überprüfen.
Die Brücke klappt, das Schloss von Sonderborg ist noch an Ort und Stelle.
Wir segeln weiter nach Osten in die Ankerbucht von Høruphav.
Am Abend, pünktlich zum Sundowner kommt die Hitch-Hike-Heidi mit frischem Grillgut längsseits. Wat schööööön.
Wir grillen. Schnacken. Lachen…
Spaß und haben.
Aug..′ 26 06

4. August
Es ist reichlich bewölkt. Der Wind hat zugenommen, aus der falschen Richtung, denn der Schweinestallgeruch ist fast unerträglich für den Käptn.
Wir tüddeln uns von der Espiritu los und fahren dann gemeinsam zum Ankern, ein kleines Stück weiter. Im Eingang des Als-Sund beim Wikingerschiff ist es auch wunderschön, Windgeschützt und Geruchsärmer. Hier kann man es aushalten. An Land gibt es sogar einige Facilities, die dem Segler das Leben erleichtern. Es gibt Müllentsorgung, eine öffentliche Toilette am Shelter (kleine, dänische Übernachtungsmöglichkeiten) —> https://shelterdk.dk <— und Frischwasser.
Am Abend glüht der Grill auf der Espiritu. Wat schöööön.
5. August
Espiritu muss leider am Wochenende wieder zu Hause sein und macht sich auf den Weg Richtung Sonderborg, um den Absprung nach Kiel nicht zu verpassen. Mal wieder gibt es einen Abschied.
Wir bleiben hier im Als-Sund liegen und wettern die fiesen Wind-Boen bei Sonnenschein hier ab.
6. August
Heute folgt ein weiterer Tag am Ankerplatz. Nach wie vor weht der Wird echt dolle aus West. Der Käptn überlegt sich ein paar Kleinprojekte, die noch offen sind. Als erstes kontrolliert er alle Flüssigkeiten am Motor auf ihre Vollständigkeit und Konsistenz – alles ist im grünen Bereich. Er guckt dem Superwind über Bluetooth beim Laden der Lithiums zu – auch sehr interessant. Die letzte Maßnahme – weniger eindrucksvoll – ist die Demontage der Toilettenpumpe.
Sie bekommt etwas salzwasserresistentes Fett spendiert, damit sie leichter pumpt. Leider entdeckt er ein ausgebrochenes Plastikteil am Pumpenkopf. Das erklärt auch die leichte Undichtigkeit… viel Fett hilft hier auch viel. Das Ersatzteil ist bestellt.
War und tung.
Aug..′ 26 03

Ein Ostwind weht. Das Seil quietscht am Pfahl. Der Käptn erwacht und checkt des Nächtens, ob alles in Ordnung ist. Es ist. Ein Ostwind ist gut, um in die Dyvig zu segeln träumt er… Der Plan steht.
Beim Frühstück laden wir unsere Marriagesaver auf, um bei der Ausfahrt aus unserer Lieblingsbucht nicht wieder den Sandgrund mit dem Kiel zu küssen und anschließend nach dem Schuldigen zu suchen. Mit dem Mann im Ohr haben der Käptn und sin Fru 100% ige durchgehende Verständigung untereinander. Die Erste flüstert dem Käptn bei der Ausfahrt ins Ohr als es flach wird und wohin er nun ausweichen solle. Es klappt perfekt. Man muss nur miteinander reden (können).
Bei 10 Knoten Wind und wunderbarem Sonnenschein segeln wir Richtung Dyvig.
Wenn wir so beschwingt vor uns hinsegeln und alles perfekt läuft, kriegt der Käptn es immer im Kopf. Er meint, das Deck müsse dringend geschrubbt werden. Mit Bürste und Eimer verzieht er sich auf das Vordeck und beginnt dort herumzuplanschen. Wat da runterkommt… Man glaubt es kaum.
Glänzend laufen wir in der Dyvig ein. Espiritu liegt dort vor Anker und bittet uns längsseits zu kommen. Wir haben es wunderbar. Mit alle Mann und Maus und Hund haben wir ein schönen Absacker an Bord.
Anker und Päckchen.
Juli.′ 26 29

Di. 28.07.2026
Die Großstadt reicht und die Hafenpreise auch. Wir brechen auf und segeln Richtung Tunø. Die Røde Orm gibt ihr Bestes, kann aber in dem Run auf die Hafenplätze in Tunø nicht so ganz gegen die „jungen Hüpfer Schiffe“ mithalten. Mingo ist schon dort und teilt uns mit, dass es ab jetzt nur noch Päckchenplätze geben würde. Das wollen wir nicht. Wir ziehen die Handbremse an der Nordseite von Tunø und schmeißen dort mit ca. 10 anderen Langsamseglern den Ankern in den Sand. Wunderschön hier am Anker. Ruhig und entspannend.
Mi. 29.07.2026
Am nächsten Morgen ist der Wind perfekt, um einen langen Schlag in Richtung des Eingangs vom kleinen Belt zu machen. Es läuft 1a und der Wind dreht im Laufe des Tages immer weiter östlich, so dass wir Middelfart anlegen können. Wat schöööön.
Wacken open Air (35. W:O:A) hat begonnen. Der Käptn optimiert den Netzempfang und das Livestreaming steht. Die ersten Konzerte können wir live unter Segeln mitverfolgen. Verrückt.
Die Erste ist bei der Vorbeifahrt an Strib und Middelfart wie wild am fotografieren. Die Orte gehören anscheinend auch zu ihren Schätzchen in dem neuen Buch…
Wir finden einen Längsseitsplatz in Middelfart im Hafen. Abends besuchen wir die Band Hämatom in der Glotze, live von Wacken und trinken ein Cola-Bier dazu – als wären wir dabei.
Waaaaaaackeeeeeeeeen.
Juli.′ 26 05

Der Wind lässt etwas nach und zwischen den grauen Wolken findet der Käptn auch blaue Abschnitte. Wir verholen uns zurück in die Thurø Bund Bucht.
Enno und Katrin mit der SY Atoll (Ahhhh-toll) sind auch schon dort. Wir gehen längsseits und reißen bei der nächsten Windbö den Anker aus dem Grund. 18 Tonnen sind wohl doch etwas viel. Dann hält er plötzlich wieder – Vielleicht hat sich doch nur die Kette gestreckt.
Wir gucken zusammen fein Fussball und spielen Hitster mit – von dem Käptn. – ausgesuchten Karten und haben Spaß.
Beim Frühstück ruckt der Anker schon wieder aus dem Grund. Diesmal öfter und ständig und so. Der Käptn und sin Fru klappen schnell die KuBu wech und legen ab. Der Adenauer der Atoll verheddert sich in unserem Windquirl. Ihh wir bleiben hängen… Enno zückt das Messer, der Windgenerator ist wieder frei. Bei viel Wind, Schaumkronen in der Bucht hüpfen wir über die Wellen bis kurz vor die Sandinsel Kidholm. Hier ist es ruhiger. Atoll fährt weiter Richtung Tåsinge und nimmt den Middelgrund bei Trønse. Da liegen sie in der Abdeckung von der Insel wohl auch sehr ruhig.
Wind, Wellen und Anker haben uns getrennt. Wir machen einen neuen Treffpunkt aus. Morgen wird wohl ein Segeltag sein.
Wind und Wellen.
Juni.′ 26 29

Die Hitzewelle rollt ab. Der Käptn und sin Fru lassen sie rollen und bleiben noch vor Anker. Der Wind nimmt zu aus West und kühlt uns weiter herunter. Die geplante Radtour über Tåsinge muss noch warten. Die Liste der Ersten für ihre Tåsingeerkundung wird länger und länger. Der Käptn. hat jetzt schon ganz dolle PoPo-Schmerzen, bei dem Gedanken an das Radfahren.
Die Reste aus der Backkiste werden vergrillt und mit Dosenfutter kombiniert. Gar nicht so übel, wenn man das spanische Reisgericht aus dem Blecheimer noch mit etwas „frischem“ Gemüse verschönert. Son gerillter Maiskolben mit Butter uns Salz geht auch immer…
Wann geht das nächste WM-Spiel los?
Wir sind im flow.
W und M.
Juni.′ 26 19

Die Nacht war regnerisch. Der Käptn und sin Fru erwarten heute Besuch auf dem Ankerplatz. Wir gehen alle fein baden, um Besuch empfangen zu können. 17 Grad hat das Wasser hier in der Ankerbucht. Diese Temperatur bringt uns an unsere Gefühlsgrenzen.
Gegen Mittag kommt schon die SY Witha mit Claudia und Lars an. Sie gehen neben uns vor Anker. Bei Kaffee und Kuchen besprechen wir die weitere abendliche Vorgehensweise.
Dann kommt auch endlich die SY Hitch-Hike-Heidi längsseits. Sie haben das erwartete frische Grillgut an Bord. Es wird ein langer, lustiger, fussballfreier Abend. Das Grillfleisch war reichlich und das Bier auch.
In der Nacht wird Gewitter erwartet. Wir nehmen alle getrennte Anker, um ein gemeinsames Anlanden im Päckchen zu verhindern.
Feucht und Fröhlich
Aug..′ 25 17

Der Käpt’n segelt ziemlich dicht an der Steilküste der Insel Store Svelmø vorbei, sin Fru versucht, ein Foto zu machen. Wie immer sieht man unten viel blaues Wasser, oben viel blauen Himmel, in der Mitten einen winzigen Grünstreifen. Dänemarkfoto halt. Die Insel fasziniert uns. Es wird gesagt, dass sie mit dem Festland verbunden ist über eine überschwemmte Treckerstraße. Man kann zu Fuß die Insel erreichen, im Zweifelsfall geht einem das Wasser bis zum Hals.
Wir werfen den Anker und bauen den Außenborder an unser Beiboot. Damit legen wir an Lille Svelmø an, da wo die Fußgänger langsam wieder aus dem Wasser auftauchen. Das Ufer ist steinig, große runde Steine, wie Kopfsteinpflaster. Als hätte hier einer mal eine Trasse gelegt.
Zwei Wagenspuren führen auf die Insel, ein Traktor mit Anhänger steht neben dem Weg. Die Fahrerin spricht deutsch. „Nein, das ist nicht der Trecker, der auch aufs Festland fährt, der gehört dem Nachbarn, der hat größere Räder.“ Abenteuerlustig laufen wir etwas den Weg entlang. Da steht etwas weiter im Gebüsch ein altes Militärfahrzeug, ein Lost Place. Vorbesitzer wollten damit durch das Wasser, aber das Salzwasser ist dem Fahrwerk wohl nicht gut bekommen. Nun steht es hier, die Natur bewächst es mit allerlei Pflanzen.
Vor der Trasse soll ein Steinhaufen aufgeschüttet sein, an dem man erkennen kann, ob man einigermaßen trocken auf die Insel laufen kann. Heute ist er nicht zu sehen, es ist Hochwasser.
Der Käptn. fühlt sich in dem Dinghi sicherer und fährt den „Weg“ mit der Gummisau ab. Ein „Damm“ ist ein großes Wort für eine Sandbank die 1 Meter unter Wasser steht. Wir fahren langsam zurück zum Boot und entdecken eine Brücke mit Bogen am Ufer. Dahinter steht sowas wie ein Schloß. Die Erste findet heraus, dass es momentan wohl leer steht, aber früher ein Krankenhaus für Tuberkulose Patienten war, also ganz früher, als es noch kein Heilmittel gab. Es hat deswegen auch extragroße Fenster zum Lüften.
Die Suutje pingt uns an. Wie verabreden uns in der Ankerbucht von Drejø. Es wird mal wieder ein lauer, lustiger, begrillter Sommerabend mit viel Badeeinlagen. Wat schööööön!
Bade und Spaß.
Juli.′ 25 21

Der Kptn. und sin Fru ziehen den Anker aus dem feinen weißen Sand von Æbleø und können mit ach und krach Endelave anlegen. Wie soll man es anders erwarten, kurz nachdem der Kurs steht, planen wir zusammen mit der Hitch über UKW um. Der Wind ist so schön… Wir ziehen an Endelave vorbei und halten auf Tunø zu. Des Käptns Lieblingsinsel. In der Ankerbucht liegen schon ein paar Schiffchen rum – wir nun auch – und der Hafen ist rappeldicke voll – also alles wie immer. Am Strand tummeln sich viele Campinggäste und vom Hafen her weht aus dem großen Zelt schöne Musik. Ab und an springt ein Segler mit lautem Platsch ins Wasser und dreht ein paar Schwimmrunden um sein Schiff. Was für eine schöne Stimmung. Jetzt weiß der Käptn auch wieder warum er es so schön hier findet. Nach dem Grillgenuss vor Anker im Cockpit nehmen wir aus Spritmangel das Dinghi der Hitch in Schlepp und machen uns auf zur Musik. Wat schööööön: Mit einer kühlen Hopfenkaltschorle auf der Wiese vor dem Zelt sitzen und den Abend genießen.
Wir bleiben auch den nächsten Tag noch hier. Der Wind dreht tagsüber auf Ost, was ankertechnisch etwas ungünstig ist. Der Käptn. zieht den Kürzeren und muss Ankerwache gehen. Steffi und Jule gehen auf Shoppingtour und der Käptn. der Hitch dient als Packesel.
Mit frischem Grillgut landen wir am lauen Abend wieder am Grill. Diesmal wurde sogar der GinTonic heruntergekühlt und muss nicht lauwarm getrunken werden. Wat schööööön.
Mit keinem Plan, bei etwas schwächlichem Wind umrunden wir am nächsten Tag die Nordspitze von Samsø und laufen in der Ankerbucht von Langør ein. Die Käptns. erinnern sich an ein nettes Bistro direkt am Hafen. Das kühle Blonde ruft sie. Wir sind schon so an die abendliche Livemusik gewöhnt, aber schaffen es auch mal ohne. Einfach nur ein Bier beim Sonnenuntergang genießen geht notfalls auch.
Ab heute morgen ist die Hitch wieder auf dem Rückweg nach Hause. Wir sind auf Südkurs und schaffen es diesmal tatsächlich vor Endelave den letzten gemeinsamen Abend zu genießen. Der Grill bleibt kalt und Steffi haut die Reste aus ihrem Kühlfach zusammen und verarbeitet es zu Smörebrøt. Wat leckerrrrrr! Der Gin geht auch dem Ende entgegen – der Tonic ist schon lange geleert und wir experimentieren mit anderen Zutaten zum Gin. Käptn. Volker haben es die Chiliflocken im Gin angetan – Andere Mitsundowner konnte er allerdings von diesem Drink nicht überzeugen.
Heute trennen uns unsere Wege. Ein Trauerspiel. Die Hitch schafft es, von Endlave in einem Rutsch bis in die Dyvig zu segeln und wir trödeln, bei schönstem Sonntagswetter, in den Horsensfjord hinein. Das Wetter soll morgen oder übermorgen kippen. Den Medien versprechen langanhaltenden Dauerregen incl. Regenwarnung.
Wir treffen in Horsens die God Tur wieder, die sich auch, wegen der Androhung des schlechten Wetters, hier verkrochen haben. Wir freuen uns bei diversen Kaffees auf ein Wiedersehen und bringen uns auf den neusten Stand.
Der Montag hält zum Glück nicht, was der Wetterbericht versprochen hat. Es bleibt nahezu trocken und wir können den Supermarkt und den Ship chandler anlaufen. Irgendwas geht ja immer kaputt und muss ausgetauscht werden. Die Røde Orm wird auf den Regen vorbereitet und auf eine Segelpause für unser Wackentimeout. Der freundliche Hafenmeister findet einen langfristig freien Platz für uns. Die Erste bucht die Tickets für die Heimfahrt.
Fast Regenfrei schaffen wir ein Barbecue im Cockpit der God Tur zu veranstalten. Gegrillte Hühnerbeine mag der Käptn. am liebsten. Wat schööööön.
Gin und Tonic.
Juli.′ 25 11

Der Kptn. un sin Fru reißen sich von ihrem Pfahl los und segeln wieder nach Süden zu der Hitch-Hike-Heidi. Sie liegen in Horuphav. Die Wiedersehensfreude ist groß und der Grillabend schnell abgemacht. Wegen eventueller feuchter Niederschläge wählen wir die Grillhütte. Raimund und Helga von der Mea Mano kommen auch dazu. Es wird ein fröhlicher Abend mit vielen abenteuerlichen Geschichten und endet bei der Mea Mano unter Deck.
Am nächsten Morgen frühstücken wir alle gemeinsam die Røde Orm ab. Wat schöööön.
Das Treffen von alten Freunden und pflanzen neuer Freundschaften ist das Schönste am Segeln.
Die kleinste Matrosin ruft uns nach Flensburg. Ihr Bauwohnwagen soll verkauft werden – sie braucht Hilfe.
Wir geben alles und kreuzen die Flensburger Förde gegen Wind und Wellen Richtung Flensburg. Statt der 18sm brauchen wir 30sm. Die Røde Orm ist halt kein Kreuzwunder, dafür stört sie böiger Wind (8-22 Kt.) und Wellen eher weniger. Wir freuen uns, wieder beim Fischereiverein mitten in der Innenstadt einen Platz zu bekommen. Wir genießen noch einen Moment die Skyline von Flensburg und fallen dann müde in unsere Kojen. Die Matrosine okkupiert das Vorschiff für sich.
Am nächsten Tag kommt Mormor auf der Durchreise nach Schweden dazu. Der Arbeitseinsatz an Julis Bauwohnwagen wird spannend. Fast zwei Jahre hat er an einem Ort gestanden und soll nun weiter auf die Reise gehen. Es war gar nicht so einfach, den Wagen von seinem Platz wegzubewegen, er ist dort quasi schon angewachsen.
Mit einer Motorwinde (hrrrrrrrr), die die Matrosine organisiert hat, lässt er sich widerwillig herausziehen, drehen und hinter einen Trecker spannen. Wat spaaaannnnnend…. Der Kptn. ist total fasziniert von dieser Motorwinde (Zweitakt-stinkend-laut) und hat sich schon einen Einsatzort an Bord der Røde Orm überlegt. Aber das Spielzeug, darf er dann doch nicht behalten… 😢
Mit einem Rum am Abend verabschieden wir Julis Wagen.
Die Erste sieht auf ihrem Einkaufsbummel in der Stadt viele Plakate vom Dachenbootrennen in der Flensburger Förde (am 12.7.). Wir schaffen es, den Platz zu wechseln und einen Platz am Stegkopf zu ergattern. Wir hoffen, wir sitzen nun in der ersten Reihe und können morgen das Drachenbootrennen in vollen Zügen genießen. Der Kptn. denkt noch über einen passenden Schmuck für die Røde Orm nach. Drachenköpfe an Bug und Heck oder ähnliches…..
Wagen und Winden.
Juli.′ 25 01

Der Kptn. un sin Fru stehen ununterbrochen im telefonischen Kontakt. Sie musste selbst am Sonntag morgen früh aufstehen um die Fähre von Fynshav nach Søby zu bekommen. Die Herrencrew auf der Insel (Aerø) konnte dagegen entspannt den Tag beginnen. Ein Matrose erklärt sich bereit frische Brötchen vom Hafenköbmand zu besorgen. An Bord der Røde Orm wird, zumindest für den Käptn., der Service noch groß geschrieben 😉.
Gestärkt holt er seine Liebste von der Fähre ab und die Herren machen „Klarschiff“. Als der Kptn. und sin Fru zurück an Bord kommen, stehen die „blauen IKEA-Seesäcke“ gepackt an Deck – Wahnsinns Crew – auch die Erste ist begeistert.
Die Erste bleibt – die Herren gehen. Der Wind pfeift noch immer. Wir bleiben also noch eine Nacht in Søby und werden erst morgen den Hafen wieder verlassen – so der Plan.
Am Abend meldet sich ein gecharterter Freund (ehem. SY Sissi aus Frankfurt) auf dem Handy. Ein Treffen ist abgemacht. Der Käptn. träumt in dieser Nacht von Äbbelwoi und Bembeln.
Am Morgen läuft die „Danmark“ ein. Der Kptn. freut sich – ob wohl die Königin auch an Bord ist? Wat fürn stolzes Schiff. Die Matrosen winken beim Einlaufen mit weißen Taschentüchern. Diese Sitte sollten wir dringend auf der Røde Orm auch einführen, allerdings brauchen wir dann auch mehr Crew. Der Erste ist der Meinung, wir sollten die Sache mit den Tüchern dann noch lieber selbst übernehmen – Kleine Extrarunde im Hafenbecken – fein winken – dann erst anlegen.
Der Charterdampfer „Chuck“ (wie Norris) läuft ein. Ein bisschen zerfleddert wirkt das Schiff schon – aber so ist das wohl mit Leihbooten – die haben schon viel durchgemacht und keiner hat sie lieb.
Nunja – der Kühlschrank an Bord läuft, das Bier ist kalt und des Kptns. Äbbelvoitraum(a) löst sich in Wohlgefallen auf 😮💨. Die alten Geschichten von langen Reisen auf dem Nordatlantik werden aus der Schublade gekramt und frisch aufgewärmt – wat schöööön.
Die Erste findet im Supermercado alles für zwei Portionen „Stjerneskud“ – Der Kptn. ist begeistert und lässt den Grill heute kalt. Für so ein dänisches Sternschnuppenessen tut er einfach alles, auch NICHT grillen.
Nach der dritten Nacht in Søby stellt sich so langsam eine Art Hafenkoller ein – obwohl ja bis jetzt täglich viele neue Dinge passiert sind. Die Hafengebühren werden von Jahr zu Jahr auch nicht weniger. „Chuck“ und die Røde Orm nehmen gemeinsam Kurs auf Lyø, wir können schön trödeln, denn einen freien Ankerplatz gibt es dort immer. Im Hafen sieht es dort schon anders aus.
Die Pinta – unser Schlauchi – bringt den Grillkrams incl. Crew an Land. Endlich mal wieder fein in der Abendsonne grillen – das ist ein super Plan. An die grazilen Bewegungen, die nötig sind um in die Pinta ein- und auszusteigen, muss der Kptn. sich erst noch wieder gewöhnen. Aber es wird. Es gab keine nassen Pannen.
Sun und Downer.
Juni.′ 25 28

Der Kptn. un sin Fru haben die Røde Orm auslaufklar gemacht und Giovanni in der Werkstatt abgeliefert. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen und die fiesen Kieler Woche Boen und Regenwolken abziehen. Am letzten Freitag der KiWo schafft es der Kptn. dann endlich nach Norden bei 5-6 Bft. abzulegen und seine grünnasige Herrencrew zu begeistern (nicht). Im Hafen von Marstal verschwindet die Färbung allerdings so schnell wie sie gekommen ist, nur das Fässchen behält zuverlässig seine grüne Farbe mit ein paar matten Tauperlen auf der Oberfläche – Das erste echte Anlegebier in dieser Saison. Der Grill glüht heute nicht mehr, der Lachs wird im Backofen gebacken und erfreut den stark beanspruchten oberen Verdauungstrakt der Gäste.
Des Käptns Fru ist bei Busse – Yachtshop noch mit der Präsentation ihrer Bücher (www.jupstexte.de) beschäftigt, sie wird später nachkommen und die Herren ablösen.
Die Crewgesundheit spricht am nächsten Morgen für eine kurze Etappe und Törn, der sich nicht aus dem Wind- und Wellenschatten von Aerø hinausbegibt. Wir steuern Søby an. Im Norden von Aerø – quasi immer an der Wand lang. Die Nasen der Crew behalten die normale Blässe. Wir finden einen wunderbaren Liegeplatz mit der Schiffsnase in dem immer noch frischen Wind. Heute darf der Grill auf dem Heck glühen. Die Lammmedaillons sind der Kracher. Der Wind wird auch morgen, am Sonntag, nicht nachlassen, daher studieren wir den Fahrplan der Fähre nach Fynshav an das Festland. Die Überfahrt wird ca. 1 Stunde dauern und wird auch bei 6 Bft. aus West wohl eher schnell und schmerzlos verlaufen.
Ticket 🎫 und gekauft.
Aug..′ 23 29

Wir müssen nach Hause. Leider. Heute ist immerhin kein Wind – auch kein Gegenwind – kein Hauch. Wir legen von der Seite der Espiritu ab und tuckern an der Küste entlang Richtung Kieler Förde. Eine solch platte See hat der Kptn. noch nie gesehen – vielleicht damals auf dem Mittelmeer… Aber auf der Ostsee? Die Espiritu kommt langsam aber sicher von achtern auf. Imke hält eine halbe Wassermelone in der Hand. Die Erste macht den Kescher klar und erbeutet unseren Nachmittagsimbiss 😉 .
Am Eingang der Kieler Förde kommt etwas Wind auf – wir können bis ins Plüschowbecken segeln und gehen dort vor Anker. Also wir lassen ankern und gehen bei der Espiritu längsseits. Der Grill glüht mal wieder – die Reste aus der Backkiste werden verarbeitet und verspeist.
Ein wunderschöner letzter Abend.
Letzter und Grillabend.