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Feb.′ 12 09

Nach der Schule versuchen wir uns an einem „mittelschweren“ Wanderweg von Puerto Tasacorte zum Mirador de la Time. 3 km Weg, 600m Höhenunterschied (aufwärts).
Wir krakseln an den Hippihöhlen vorbei in Serpentinen immer weiter hoch. Der Kpt. fängt sogar an zu schwitzen. Endlich kommen wir ein einem Gipfelkreuz an und freuen uns über die Höhe… Es sind noch 1,5 km – nun kann es ja nicht mehr so schlimm werden – Denkste. Die Teerwege zum Mirador zwischen den Bananenplantagen haben es auch insich.


Angekommen am Mirador werden wir mit HamburgerInnenstadtpreisen abgezockt – aber ne Belohnung muss sein.
Der Bus bringt uns wieder ins Tal. Nur leider darf die Lola (Wasserhund) von der MenGoe nicht in den Bus einsteigen. Uli, Renate und Lola laufen den Weg zu Fuß wieder zurück (abwärts). Wir treffen uns zum Sundowner auf dem Marktplätzchen am Hafen.
Wirklich eine schöne Wanderung, aber ab jetzt reichen uns die „einfachen“ Touren – Was die „schwierigen“ ausmacht, wollen wir gar nicht wissen.
Der Kpt. und die erste Offizöse legen die armen geschundenen Füsse bei der Sophie hoch. Wir sind zu einem Filmabend eingeladen. Es ist wohl der Abschiedsbend mit der Sophie. Am Samstag segeln Olaf und Petra nach Madeira zurück. Wir haben uns entschieden noch länger abzuwarten – vor allem auf eine bessere Windrichtung.
Over und aus…

Feb.′ 12 08

Der allmorgendiche Frühstückswahnsinn beginnt immer mit viel Überzeugungsarbeit.
Da es bei uns an Bord schwierig ist, dass mehrere Menschen gleichzeitig im Schiffsinneren arbeiten. Daher müssen z.B. die Kinder dazu überredet werden das Frühstückszubehör aus der Kühlbox und dem Schapp in Richtung Tisch zu bewegen.
Jeden morgen wird also eine sogenannte Frühstücksjonglagekette gebildet, damit alle satt werden.


So langsam (7 Monate) haben wir es auch schon so gut geübt, dass auf dem Frühstückstisch nix mehr fehlt…
Für die Tage auf See gibt es zum Frühstück meist Müsli oder ganz NEU: Gofio.
Julia hat sich von Sonja ein super Rezept von dem einheimischen gerösteten Mehl geben lassen: Gofio, Milchpulver, Bananen, Rosinen und Zucker mit heißem Wasser verrühren. Schmeckt superlecker. Ein bisschen wie Babybrei.. ist auch genauso nahrhaft. Da man es auch mästend ausdrücken könnte, beschließen wir, dass es nur für die Hälfte der Crew, die jüngere sinnvoll ist, dies zu essen. Es ist so sättigend, schon nach 5 Eßlöffeln ist selbst der Kpt. satt und rund wie ein Baby. 🙂
Ansonsten tun wir viele aufräumende und putzende Dinge. Abends zahlen wir wieder 1,30 fürs Tropical, während auf dem Großbildschirm die Spanier dem Ball hinterherlaufen.
Gofio und satt!

Feb.′ 12 07

Um 10h können wir unseren Leihwagen am Marinaoffice abholen. Erst um 11h kommen wir los.
Normalerweise braucht man keinen Leihwagen auf La Palma, weil man alles gut mit dem Bus erreichen kann. Nur für die Nordroute zu den Sternenbeobachtern, dafür ist es sinnvoll. Unser erster Stop ist deswegen in Los Llamos, an dem Busbahnhof bekommen wir eine Rabattkarte zum Busfahren für die späteren Ausflüge.
Weiter geht’s nach El Paso, dort soll einen Waldorfschule sein. Wir suchen und suchen und geben schließlich auf. Jule will sich noch ne genauere Wegbeschreibung geben lassen.
Ab durch den Tunnel nach St. Cruz. Nieselregen, Wolken – wir fahren vorbei und gleich wieder den Berg hoch in Richtung des nördlichen Kraterrands. Der Regen bleibt und wird noch schlimmer… Haben wir uns den falschen Tag ausgesucht… Irgendwie will heute nix klappen. Wir bleiben fast in den Wolken stecken *jammer*.
Als wir mit dem Auto die 2000 m Grenze überwunden haben, wird es schlagartig gewaltig, grandios, unvorstellbar, unbeschreiblich und überwolkig schön.
Die Sonne scheint wieder, wir sehen die Regenwolken in weiß, sonnenbeschienen von oben. Zwei Inseln weiter können wir den Teide sehen, wie er seine Spitze ebenfalls durch die Wolken steckt.


Wir erklimmen den „Pico de la Cruz“ (2351m), fahren dann an den Teleskopen vorbei zum den „Los Muchachos“ (2426m). Wir stehen auf der höchsten Spitze von La Palma.
Der Kpt. versucht wieder mal irgendwie diese Bilder auf den Chip zu bekommen – wie immer schwierig und auch nur Ausschnittsweise.
Vielleicht hilft ein GoPro Rundumblick:

Durch Pinienwälder fahren wir wieder die Nordwestküste bergab Richtung Puntagorda und weiter nach Tazacorte.
Die goldene Stunde in den Wäldern und Schluchten stachelt Julia zu Knipsrekorden an: Sie schafft es kaum den Finger vom Auslöser zu nehmen, so strahlt uns alles golden entgegen.
In Tazacorte wird der Mietwagenkofferaum mit Getränken befüllt und in die Röde Orm entleert. Die Kinder sind derweil schon auf der MenGoe und genießen Popcorn. Wir stoßen später dazu.
Over und aus…

Feb.′ 12 06

Mit Olaf und Petra machen wir uns auf den Weg, den Berg hinauf in die Oberstadt von Tazacorte. Nur dort gibt es einen Supermarkt, der Grillfleisch führt. Heute abend ist ein Barbeque geplant. Wir wandern den steilen Berg rauf, vorbei an einer riesigen Bananenplantage. Es zeigt sich uns ein schöner Ort, mit bunten Häusern, kleinen Gassen und Plätzen. In dem Cafe in der Ortsmitte trinken wir denselben und schauen auf den geschmückten Platz. Bänke mit verzierten Kacheln, Säulen mit Kachelmosaiken. Gegenüber ein buntbemaltes Rathaus und ein Chinaladen. Das sind die Läden, in denen es ALLES gibt..
Nach dem cafe con leche beladen wir erst unsere Einkaufswagen und dann ein Taxi mit Einkaufstüten und düsen zurück zur Marina.
Unser geplantes Barbeque entpuppt sich zu einem Lanvasandsturmszenario. Es stürmt über den Hafen, alles ist in kürzester Zeit gepudert.


Zum Sundowner gehen wir wieder in die Strandbar ins Montecarlo. Wir belegen ordentlich Platz im Lokal. Für ein Tropical bezahlen wir 1,30 €. Werner von der Zwiebel bezahlt allerdings grundsätzlich nur 1,10 €. Der Kpt. denkt, es liegt daran, dass Werner immer direkt aus der Flasche trinkt. Aber es ergibt sich dadruch keine Preisänderung – Pustekuchen.
Hmmm. Ein anderer Versuchsaufbau bringt den Erfolg. Wir schicken Werner vor. Er soll sich schon mal setzten und zwei Tropical trinken… Wir kommen später dazu und der Kpt. bezahlt nun auch nur 1,10 € pro Flasche. Hmmmm. Mal sehen ob der Kpt. es auch schafft, alleine für 1,10 € ein Tropical zu bekommen – die Versuchsreihe geht weiter – Bericht folgt.
Auf dem Rückweg zum Hafen hört der Käptn einen Pfiff: Uli und Renate sind angekommen mit ihrer MenGoe. Haben den Käptn im Halbdunklen an seinem typischen Badelatschengang erkannt. Es gibt ein freudiges Wiedersehen.
Um Mitternacht wird angestoßen an Bord der Sophie. Petra hat Geburtstag, wird 27 oder so… 😉
Over und aus…

Feb.′ 12 05

Nach dem Schulalltag wollen wir die Mandelernte von gestern in gebrannte Mandeln umwandeln.
Der Kpt. findet das optimale Rezept im Netz.
Das Problem ist jedoch, die Mandeln aus ihrer harten Schale zu befreien.

Wir müssen starke Geschütze auffahren: Grippzange, Rohrzange, Wasserpumpenzange. Wir schaffen 54g Mandeln in ca. einer Stunde – Es muss da noch n anderen Trick geben. Wenn es normal ist, dass man für 54g Mandeln mit 7 Personen eine Stunde braucht… Nunja – die Mandelpreise wären ja gigantisch.
Der Kpt. kandiert die Mandeln und…. naja – jede Zweite ist bitter. Bäh… Wir spucken sie in den Atlantik. Wie geht denn das nu schon wieder? Der Mandelbauer kann doch nicht jede Mandel probieren ob sie bitter ist.
Der Kpt. liest mal im Netz… 1 rohe Bittermadel pro Kilo Körpergewicht tödlich… Erhitzen macht das Gift allerdings unschädlich und es wird dann keine Blausäure im Magen gebildet…
Uns ist auf einmal allen gar nicht gut. Die Restmandeln gehen über Bord – ob bitter oder nicht.
Ein bitterer Kaffee mit Milch bringt uns psychologisch wieder auf die Spur.
Jim lädt uns zu seiner Spezialmedizin gegen bittere Mandeln an Bord der Fettler ein: echter scottischer Malt Whisky.
Es wird ein langer Abend….
Over und aus..

Feb.′ 12 04

12:00h Aufstehen, 12:15h Frühstück beendet, 12:30h Bus Richtung Puntagorda. Wie kommt es eigentlich, dass wir immer in Streß kommen, egal zu welcher Zeit wir einen Bus nehmen wollen. Der Kpt. geht mal davon aus, dass die Uhrzeit keine Rolle spielt – es muss andere Gründe haben.
Eine Stunde schlängelt sich der Reisbus bergauf und bergab, bis wir in Puntagorda aussteigen. Den „Stadt Ortskern“ zu finden, in dem das Mandelblütenfest steigt, ist schwierig. Wir (SY Zwiebel, SY Fettler & SY Röde Orm) beschließen, auf einen Aussichtspunkt zu wandern, um uns einen Überblick zu verschaffen. Der Weg dahin ist sehr beschwerlich und langwierig, weil an jedem MandelBLÜTENbaum einige Madeln gepflückt werden müssen – is ja auch Mandelblütenfest.


Von oben meinen wir tatsächlich eine Art Ortskern in dem sehr lückenhaft bebauten Örtchen zu entdecken.
Ein paar Buden, eine Bühne, ein Fiat Panda mit laufendem Motor und lauter Musik, wenig Menschen – keine Feier. In der Tür eines geschlossenen Supermarktes finden wir eine Art Programm. Das Fest geht erst um 20h los, der letzte Bus zum Hafen fährt um 19:30h – ganz toll. Aber um 15h gibt es einen Mandelmarkt in der Martkhalle.
Die Menschendichte nimmt in Richtung Markthalle deutlich zu.
Wir haben noch ein bisschen Zeit bis der Markt eröffnet und picknicken in einem Wäldchen unter Pinien. Total schön!
Dann durchstöbern wir die Markhalle. Handelssprache ist vorwiegend deutsch – komisch.
Bei dem Konditorstand kaufen wir von allen Sorten Mandelkeksen, jeweils einen Keks zu Testzwecken, um dann von der besten Sorte Nachschub zu besorgen.
Nach dem 3. Keks sind wir allerdings so zugemandelt, dass wir es nicht schaffen, die restlichen 5 Sorten zu testen. Banane… schade auch für den Mandelschnaps, die Mandelsuppe, den Madelkuchen, den Mandelblütenhonig, das Mandelsteak, die Mandelwurst und die Mandelentzündung. Marzipan haben wir übrigens nicht entdeckt – eindeutig ne Marktlücke. Wenn der Kpt. jetzt wüsste, wie man Marzipan genau macht, hätte er die Matrosen auf Mandelsuche geschickt und hier einen Stand eröffnet.
Auf dem Weg zum Bus machen wir eine Buswartepause in einem Restaurant. Ne schöne Dorada mit Mandelkeksen – toll. Uns hängt da was aus den Ohren raus – ah – ne Mandelblüte.
Wir steigen um auf Vitamine. Juli überredet den Kellner für sie ein paar Orangen von dem Baum auf der Terasse zu pflücken. Der Mandelgeschmack wird schon beim Orangenschälen ausgelöscht. Sehr gut.
Völlig bemandelt schwanken wir vom Bus in Richtung Boot. Plötzlich haben wir Madelhaluzinationen. Im Hafen sehen wir ne Gelb-Schwarze Flagge – Sophie? Die Kinder rennen auf Olaf und Petra zu. Der Kpt. denkt an die Haluzinationen und macht die Schwimmwesten klar, wenn gleich Anni durch den virtuellen Olaf durchrennt und ins Wasser platscht.
Aber Olaf und Petra sind wirklich da! – Cool!
Begrüssungstropicals….
Mandel und Blüte…

Feb.′ 12 03

Der Kpt. muss sich heute arg anstrengen, er darf wieder Lehrer spielen. Anni soll heute Fernschulphysik durchnehmen. Beschleunigung, a, m/s² – Oha… harter Tobak, wie soll man sich bloß m/s² vorstellen.

Egal, setzen uns an den Steg und rollen das Maßband aus und haben ne super Murmelbahn. Mit unterschiedlich dicken Büchern bauen wir ne Rampe und lassen ne Murmel rollen. Juli misst die Zeit. Klappt super. Alle einfahrenden Schiffe werden zur schwellfreien Fahrt ermuntert, um unsere Messergebnisse nicht zu verfälschen. Der Kpt. ist glücklich. Physik ist cool – vor allem in der Sonne, aufm Steg und ohne Glocke.
Dann ist wieder ein Hafenrunumblick und Wäsche waschen angesagt.

Die Crew der Fettler kommt zu Besuch an Bord und gibt uns La Palma Tipps. Morgen ist z.B. Mandelblütenfest in Puntagorda. Finden wir gut. Wir klicken uns bei den Beiden ein und verabreden uns morgen gemeinsam dorthin zu fahren.
Werner von der Zwiebel findet das auch gut und wird mit fahren.
Abends pilgern wir wieder zum Sonnenuntergang in die Montecarlobar. Ganz großes Kino
Over und aus!

Feb.′ 12 02

Nach den morgendlichen Schulstunden beginnt der palmerianische Pressluftbagger seine Arbeit. Na super. Da fliehen wir vor dem Kach in San Sebastian zum nächsten. Hier machen sie aber immerhin mehr Pausen, fangen später an und machen früher Feierabend 🙂 . Mit EU Mitteln wurde eine dicke Hafenmauer gebaut. Danach stellte sich heraus, man bräuchte noch Platz für die Kreuzfahrer. Also wird die Hafenmauer wieder eingerissen. Superidee.. Wir gehen ins Dorf und trinken ein Käffchen. Der Ort ist klein und wunderschön. Ok, einige Touristen, aber trotzdem urig. Am schwarzen Lavastrand liegen viele Menschen rum, einige baden sogar. Das Wasser ist piewarm. Die Häuschen sind bunt gestrichen, ein Kaffee reiht sich an das nächste. Ein riesiges Schwimmbecken ist mitten im Ort. Schön gestaltet, mit Mosaiken, nachgebauten Höhlen und einem Raumschiffartigen Gebilde. Leider ohne Wasser. Da hatten sich die Spanier gedacht, wir bauen ein Meerwasserbad, das mit der Tide bei Hochwasser gefüllt wird. Leider passte das mit der Wasserhöhe nicht. Nun liegt es brach. Verplant.


Wir sitzen auf der Strandmauer in der Sonne und warten auf ihren Untergang. Julita freundet sich mit deutschen Zwillingen an. Die Eltern der Zwillige erzählen uns, dass Tasacorte die Stadt mit den meisten Sonnenstunden in ganz Europa seien soll. 1A – Volltreffer, denkt der Kpt.
Viele Kinder toben am Strand. Im Vulkanberg sind Höhlen, die von Austeigern hergerichtet wurden. Hier wohnen einige. Wäscheleinen sind gespannt, man sieht Menschen von einer Höhle zur anderen wandern. Ein lustiges Bild. Zum Sonnenuntergang sammeln sie sich auf der Strandmauer, es wird Geige und Gitarre gespielt. Werner hatte uns einen Sonnentanz am Strand versprochen, aber der fällt wohl heute aus.
Wir verholen uns aufs Schiff in „the last und peacful European marina“.
Over uns aus!

Feb.′ 12 01

Jule guckt um 0h und um 1h (Niedrigwasser) nochmal nach den Leinen… Alles hat noch gut Luft.
Unsere Nacht an einem Kai mit echter Tide und ohne Schwimmkrams hat super geklappt.
Morgens um 8h checkt Jule uns ein und gleich auch wieder aus. Der Kpt. geht an Land und sucht ein Netz. Nichtmal n Handynetz hatten wir an unserer Kaimauer. Vor einer Kneipe findet er ein passendes Wlan und kann schnell noch ne Position und ne Ablegeerklärung absetzten… 🙂
Draußen ist immer noch Flaute. Wir motoren nach Norden.
Irgendwann legt jemand den Hebel um und es pfeift gewaltig um die Nordspitze von La Gomera herum… Das hat nix mehr mit 12 Kt. Wind zu tun.
Zwei Reffs ins Groß und Genua halb wegrollen hilft gut.


Wir zischen hoch am Wind mit 6 Kt. Richtung La Palma. Ab und zu geht ne Welle über unser Vorschiff oder spritzt über das ganze Schiff. Alle, die hinter der Sprayhood sitzen, bleiben trocken… Die anderen nicht.
Wenn die Sonne uns wieder getrocknet hat kommt die nächste Gischtfontaine über uns.
Jule meint: “Wieso kommt die denn jetzt schon, ich bin doch noch gar nicht trocken“. Als wir den Küstenbereich von La Gomera verlassen, nimmt der Wind ab. Nur noch 4-5 Bft. tippen wir. Wir können die Höhe nach Santa Cruz nicht halten und beschließen, die Südspitze anzupeilen und dann nach Tazacorte zu segeln.
An der Küste von La Palma legt der Wind wieder kräftig zu, um dann nach dem Passieren der Südspitze schlagartig auf 0,0 Bft abzunehmen.
Wir packen die Segel ein, starten Kuddel und motoren die letzten 10 sm bis Tazacorte unter Badewannenbedingungen gen Norden.
Wir essen heiße Nudeln. Der Kpt. bloggt nun auch schon während der Fahrt bei Kaffee und Kuchen.
Nach 52sm laufen wir mit dem Sonnenuntergang in Tazacorte ein.

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Zwiebel und Fettler liegen auch hier in der nagelneuen wenig belegten Marina. Ein netter Marinero und Werner helfen uns beim Anlegen. Es gibt Badezimmerräume (Waschbecken, Dusche und Toilette) und ne Laundry. Einziger Wehrmutstropfen: über die extrem hohe Hafenmauer kann man den Sonnenuntergang nicht sehen, dazu muss man an den Strand laufen. Dort treffen sich auch die Höhlenbewohner abends zum Sundowner…
Over und aus…

Jan.′ 12 05

Michael leiht für uns ein Auto, um die Insel zu erkunden. Mal sehen, ob der Wagen uns drei Tage lang aushält. Die Lenkung knackt und das hintere Radlager heult – aber wir kommen den Berg hoch. Ziemlich hoch sogar. Nach 2300 Höhenmetern mit diversen Stopps an Fotohaltestellen stehen wir vor der Seilbahn, die uns bis auf 3550m bringen soll.

Der Fahrstil der Gondel für die restlichen Meter ähnelt doch sehr dem von Michael – nur eben, dass er weniger Kurven fährt – die Geschwindigkeit passt aber.

-2 Grad ist es oben auf dem Teide. Kein Wölkchen. Ein toller Ausblick. Uns ist allerdings nach ein paar Schritten etwas wackelig auf den Beinen. An die Höhenluft müssen wir uns gewöhnen. Von 0 auf 3550 Meter ist auch nicht so ganz ohne – vor allem inerhalb einer Stunde. Wir gehen ganz langsam und machen ständig Pausen.

Von hier oben können wir Gomera, La Palma, El Hierro und Gran Canaria sehen. Echt cool. Wir fotographieren wieder unsere Seekarten zusammen.

Olaf und Petra liegen auf Gomera neben dem Yachthafen am Strand – das ist klar zu erkennen… 😉

Auf der Gondelfahrt nach unten wird Anni schummerig. Sie muss sich ne Weile hinlegen, um die Blässe um die Nase wieder loszuwerden. Sie bekommt ne Cola und ist wieder glücklich.

Es geht wieder bergab Richtug Santa Cruz.

Um 18h startet der 3-Königs-Umzug. Das wollen wir nicht verpassen.

Michael quält den armen kleinen Wagen durch das Stadtgewühl, bis er sich auf einem Parkplatz erholen kann. Wir gehen zu Fuss bis zur Drei-Königs-Meile.

Kurz nach 19h geht es los. Die Straße ist gesäumt mit johlenden Spaniern, viele Kinder, aber auch alte Leute nehmen an diesem traditionellen Umzug teil. Ganz vorne laufen Flaggenträger in Gelb, in Rot und in Blau, die Farben der Könige. Ihnen folgen Jungs, die sich Plastikpferde, frei nach Lucky Luke umgehängt haben. Kamellen werden geschmissen. Jules Beutel füllt sich – Die Kinder sammeln was das Zeug hält. Der Kpt. verdrückt die ergatterten Kamellen direkt. Eine Blaskapelle, ein mit Trompeten geschmückter Riesenanhänger, ein mit einer Schneelandschaft geschmückter Autoanhänger. Dabei immer gejohle und Kamellenflüge. Dann folgen die Könige auf Dromedaren. Nach ihnen jeweils ein Karren mit echten Stieren (!) – obwohl davon hatten sie nur vier. An einem Karren waren auch Kühe mit aufgebundenen Hörnern und Euter. Die andern fehlenden Teile wurden nicht angebunden. Auf den Karren wurden die jeweiligen Gaben der Könige transportiert: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Nach diesem heiligen Moment werden wir rauh in die Wirklichkeit zurückgeholt: Den Königen folgen mit Tatütata Polizeiauto und Feuerwehr. Dahinter: die Müllautos. Straßenarbeiter fegen mit Palmenwedeln das Bonbonpapier von der Straße. Als alle durch sind, siehts aus, als wär nie etwas gewesen.

Wir schlendern durch die dunklen Straßen zurück. Überall lachende Kinder, fröhliche Eltern. Ein völlig überfülltes Straßencafe serviert uns noch ein paar Pommes. Dann zischen wir auf der Autobahn Richtung Süden. Der HiperDino lacht uns sogar noch um halb elf an. Komisch? – Der hat wohl durchgehend auf. Mit dem nächtlichen Einkauf geht’s zurück an Bord.

Over und aus…

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