Dez..′ 11 03
Mit jeder Tagesminute wird der Wind stärker. Der Kpt. wird etwas nervös und möchte noch am Vormittag los und wieder nach Rubikon zur nächsten Geburtstagsparty segeln (morgen hat Olaf Geburtstag).
Wir packen das Dingi ein und machen das Schiff seeklar.
Der Wind bläst mit ca. 20 Kt. und soll noch bis 30 Kt. auffrischen. Aber alles aus NE.
Wir verabschieden uns von der Samanthacrew und rollen die Genua 2/3 aus.
Mit 6 – 7 Kt. geht es mit Rauschefahrt zurück nach Rubikon. Die Sonne scheint. Die Flugzeuge starten und landen und der Wind fühlt sich bei der Geschwindigkeit auch nicht mehr so dolle an.
Jule klariert innerhalb von 5 Minuten ein – sie hat die kopierten Formulare schon in der Tasche… J – Stammkundenvorteil!
Wir sehen Sophie und MenGoe wieder und freuen uns! – Wiedersehensfeiern sind super!
Anni und der Kpt. gehen zum Schiffsausrüster und besorgen noch für Olaf den zukünftigen Champion – so wird in Fachkreisen der beste Fischköder an Bord genannt.
Das Ding wird zusammen mit ein bisschen Fischgewürz in eine ChampiGNondose gesteckt und die Dose mit etwas Sekundenkleber wieder unsichtbar verschlossen… 😉
Zusammen mit den Walkitalkis ist Olaf nun bestens auf die zukünftige Fischerkarriere vorbereitet. Er kann super Fische mit dem Champion fangen und seine Frau über die Größe der angelandeten Fische über Funk auf dem Laufenden halten. Wieder an Land hilft das Fischgewürz bei der richtigen Zubereitung.
Wir feiern in Olafs Geburtstag rein und pünklich um 0h kann er seine Fischerkarriere beginnen. J – Herzlichen Glückwunsch Olaf!
Olaf und aus!
Dez..′ 11 02
Der Kpt. wird von den süßen Düften vom Applepie aus den Träumen gerissen. Die Crew fährt echt immer fiesere Mittel auf, ihn aus der Koje zu bekommen.
Isabell von der Samantha ruft uns auf 72 – Die Antwort lauten (vierstimmig): „Viel Glück uns viel Segen auf all Deinen Wegen…. Happy Birthday“.
Der Tagesplan steht. Heute gibt es eine Kindergeburtstagsparty für Isabell.
Wir fahren mit unserem warmen Appelpie und dem Barbiegeburtstagsgeschenk auf die Samantha zum 2. Frühstück.
Ratz-fatz ist der Applepie vernichtet und die Dingis auf Stadtkurs. Wir laufen am Strand entlang bis zum Superspieli.
Hier finden die Geburtstagsspiele mit Preisverteilung statt. Der Kpt. darf leider nicht mitspielen. Immer wieder versucht er, sich heimlich unter die Kids zu mischen, um auch mal ein Gewinn zu erhaschen – die erste Öffiziöse pfeift ihn ständig zurück… J
Erwin und Jane verabschieden sich kurz und kommen schließlich mit ACHT Pizzen zurück!
Krass. Der Kpt. bekommt seine Lieblingspizza: Barbecue!
Auf dem Rückweg schlagen sich der Kpt. und die erste Offiziöse in die Büsche und robben zu einem Superelektronikladen um ein Geburtstagsgeschenk für Olaf und Weihnachtsgeschenke für die Kinder zu kaufen – Diese Jahr gibt es nur kleine elektronische Weihnachtsgeschenke, die möglichst wenig Platz an Bord wegnehmen. Die Idee hatte natürlich Stefan – ist ja klar.
Die erste Offiziöse hat große Schwierigkeiten den Kpt. von seinem neuen besten Freund – dem indischen Elektronikladenbesitzer loszureissen.
An Bord der Samantha gibt es noch einen kleinen ausgiebigen Test einiger Absackerbiere. Der Kpt musste feststellen, dass Erwin (Samantha) das kälteste Bier auf dem ganzen Atlantik hat. Bislang war er immer noch davon ausgegangen, das kälteste Bier gäbe es auf der Hitch-Hike-Heidi. Sorry Volker, aber wenn ihr Euch in der Karibik trefft und Du an Bord der Samantha ein Bier trinkst, wirst du mir zustimmen: Das kälteste Bier auf dem Atlantik gibts bei der Samatha *bibber*!
Over und aus!
Dez..′ 11 01
Es war einmal ein Segelboot. Behängt mit bunten Decken. Es liegt in Arrecife an einer Ankermooring. Schön geschützt durch die Hafenmauer. Da öffnet sich ein Schott und heraus springen munter vier Gestalten. Abwechselnd ins Wasser. Platsch. Donnerstagmorgendusche. Alle klettern wieder an Deck, schäumen sich mit Shampoo ein uns springen wieder in das glasklare 21 Grad warme Atlantikwasser. Den Grund in 5 Metern Tiefe kann man gut sehen. Stefan greift sich einen Plastikspachtel und unterzieht die Röde Orm auch einer gründlichen Reinigung. Die Pflanzen auf unserem Schiffchen haben doch glatt schon Wurzeln gebildet. Wird alles abgekratzt, tauchend mit Schnorchel und Flossen. Anschließend kriegen alle eine Süßwasserdusche im Cockpit ab.
Erfrischt machen wir uns auf in die Stadt. Annika bringt uns mit dem Dingi an Land. Es werden Geburtstagseinkäufe (Isabell und Olaf haben Geburtstag) getätigt. In der Stadt laufen viele viele Menschen rum. Das ist ein Phänomen hier. Während der Siesta, von 14 bis 17 Uhr ist die Stadt wie ausgestorben. Niemand ist auf den Straßen, alle Rolläden sind runter gelassen. Davor und danach wimmelt es nur so.
Vollbepackt laufen wir wieder hinaus zum Ankerplatz, die Hafenmole entlang. Ein altes Fort schmückt dieselbe, sieht sehr malerisch aus. Das Schiff ist immer noch behängt mit Decken. Manchmal muss man mal lüften^… Ein deutscher Segler, den wir zuletzt in Muros getroffen haben, kommt angerudert mit den Worten: Immer wenn ich euch sehe, ist euer Boot mit Decken behängt. Nunja.
Wieder an Bord wird dieser Zustand entwirrt. Dafür ist es unter Deck um so wuseliger: 4 Kinder sind an Bord. Sämtliches Lego, Playmo und alle Malsachen sind verstreut. So wir großen lieber draussen und dösen vor uns hin. Irgendwann verschwinden die Kinder auf die Samantha, dafür kommen Erwin und Jane auf die Röde Orm. Es entspinnt sich eine rege Diskussion über Zeitgeister und andere von der Sorte.
Die Sonne geht unter. Wie jeden Abend verzaubert sich der Himmel. Links eine Skyline von Vulkanbergen. Rechts ein roter Feuerball, der Himmel unwirklich blau-orange.
Over und aus!
Nov..′ 11 30
Wir probieren mal aus, ob die Kinder gemeinsam Schule machen können. Julita und Isabell machen Mathe, sie rechnen fast das gleiche, Isabell auf englisch, Julita auf Deutsch. Annika und Sophia entscheiden sich für Musik. Sie flöten die Titanic Filmmusik gemeinsam. Klappt ganz gut, nur die Konzentration leidet. Wir entscheiden uns, in Zukunft wieder getrennt vormittags den Unterricht zu machen, nachmittags können die Kinder dann spielen.
Nach dem Lunch testen Annika und Julita die Schnelligkeit der Pinta. Sie nehmen den GPS mit und sausen los. Sie schaffen 5,7 Knoten! Fast wie fliegen.
Morgen ist ja nun der erste Dezember. Also ist heute der Tag der Adventskalenderbastelei. Wir packen Päckchen, 48 an der Zahl. Als wir sie auf die Schnur ziehen wollen, fällt auf, dass wir 4x die 18 gepackt haben… deswegen ging das nicht auf… da waren wohl Mucklas am Werk. Abends gibt’s Nudeln und die Kinder beschenken uns mit selbstgemalten Adventskalendern.
Ein Anruf aus Kiel trübt die Stimmung… der Boiler im Bad ist kaputt. Letzten Monat ein neuer Herd. Diesen Monat ein neuer Boiler… das müssen wir wohl noch ein bisschen ankern.
Over und aus!
Nov..′ 11 29
Wir haben ruhig geschlafen, kein Schwell. Stefan hat mit Erwin am Vormittag die Shipchandler abgeklappert, um den guten Hempelsspachtel zu bekommen. War leider nicht erfolgreich. Als die beiden wieder an Bord sind, funkt Erwin: Da ist eine Boje frei geworden, nahe bei uns. Wir wechseln. Julita und Annika sausen mit dem Schlauchboot (Pinta) los und ziehen die Leine durch die Boje, wir machen das Schiff fest. Bester Platz. Vor uns hat hier ein Katamaran 4 Monate gelegen, dessen Skipper hat alle Bojen abgetaucht ist.
httpv://www.youtube.com/watch?v=IFs70DysuB4
Dann sind wir mit der Crew von der Samantha an Land. Die vier Kinder sind vorgeflitzt, von einem Spielplatz zum nächsten, immer am Wasser lang. Auch den Strand haben wir besichtigt, mit Palmen. Sieht fast aus wie in Frederikshavn, nur mit Sonne…
Nach etlichen Seilbahnfuhren und Schaukelmittagsschlaf haben wir uns ins Kaffee verholt und beste Torte gegessen. Hm lecker. Die Sonne scheint warm, die Röde Orm Crew ist in T-Shirt unterwegs. Nicht so die Samanthacrew. Erwin und Jane haben mehrere Jahre in Portugal gelebt, sie finden das hier richtig kalt… mit dickem Fleece laufen sie durch die Stadt. Tze tze.
Abends gabs Barbecue auf der Röde Orm. Annika, Julita, Sophia und Isabell haben Rummikub auf englisch gespielt.
Over und aus!
Nov..′ 11 28
Julita und Annika sind seit sehr vielen Tagen auf Gleichaltrigenentzug. Es wird Zeit, die Beiden mal wieder mit anderen Kindern in Kontakt zu bringen.
Wir wollen heute zu der Samantha nach Arrecife segeln, dort warten Isabelle und Sophia schon auf unsere Kids und Isabelle hat auch noch am 2. Dez. Geburtstag. Super Plan.
Wir laufen aus der Marina Rubicon aus und setzen gleich hinter der Hafeneinfahrt die Segel. 16 sm sind es bis Arrecife, wenn man den direkten Kurs fahren kann.
Der NE-Passat soll heute ein bisschen weniger wehen. So mit 3 Bft.
Bis auf die Höhe von Puerto del Carmen klappt unsere Kreuzerei mäßig.
Der Wind direkt vor der Küste war immer relativ schwach aus N – NW und weiter draußen durch die Accelationszone stärker und eher aus NE… Unser Wendewinkel war also nicht wirklich prikelnd, natürlich kamen auch die Wellen aus nördlicher Richtung.
Schließlich sind wir von unserem Passatgekreuze nicht mehr so überzeugt und juckel die restlichen 7 sm mit unserem Kuddel dicht an der Küste bis nach Arrecife.
Endlich wird das Deck mal wieder gespült… alles blitz – vor Salz.
Wir laufen mit Sonnenuntergang in Arrecife ein. Die Samantha erwartet uns bereits. Erwin unterstützt uns mit seinem Dingi bei dem Mooringgetüddel – FEST.
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Kein Schwell. Totale Badewanne. Hier liegt man wirklich ruhig, macht nicht mal den Anker dreckig ist direkt an der Stadt und das alles noch kostenlos.
Wir sortieren uns und verholen uns dann auf die Samantha. Es gibt Thailändischen Lemongrasreis und Grafenhülse…
Over uns aus!
Nov..′ 11 27
Es ist schwierig. Auf Twitter und Facebook reden alle von Kälte, Sauwetter, Glühwein und Weihnachten. Weihnachten bzw. Advent wollen wir auch versuchen, aber es will nicht so recht klappen. Wir sind nach unserem IKEA -Besuch vollständig weihnachtsmäßig ausgestattet und versuchen heute morgen ein gemütliches, vorweihnachtliches 1. Adventsfrühstück hinzukriegen.
Ganz klar… alle um den Tisch, rote Decke, Kerze an… – Is das nicht gemütlich? Hmmm… Die Kinder fangen an rumzuhippeln… Dürfen wir jetzt endlich ins Wasser – wir wollen baden… Ruhe! – Jetzt ist 1. Advent – besinnlich und gemütlich ist angesagt… Nein ich will keinen heißen Kakao – gib mir mal ne kalte Limo *stöhn* – ADVENT !!!! Das Schiff schwojt mit dem Heck nach Süd, dem Kpt. brennt die Sonne in den Nacken… – So wird das nix!
Wir fahren wieder in den Hafen Rubicon.Der zweite Adventsgemütlichkeitstest wird gestartet. Wir gehen an Bord der Sophie… Oh ist das gemütlich!!!!! Weihnachtsbaum mit roten Kugeln. Kuchen und ein Nugatzuckerfettfettfettgemisch wird in Stücke geschnitten….
Das ist doch mal echt gemütlich. Der Kpt. pfeift sich ein Nugatteil nach dem anderen rein – hmmm, das schmeckt nach Weihnachten und nach Magenproblemen – dem Kpt. ist gar nicht gut. Olaf gibt ihm einen Schnaps und die Kinder wollen lieber an den Pool zu den Babykatzen.
Der Kpt. braucht noch n Schnaps uns n kühles Bier aus der Box. Also mit Weihnachtsgeschmack bekommt man das Weihnachtsgefühl also auch nicht hin…
Vielleicht liegt das Weihnachtsgefühl doch am Wetter…?
Nächste Woche folgt der 2. Test – ähh Advent.
Over und Kerze aus!
Nov..′ 11 26
Vor Anker liegen wir nun. In Böen und bei Motorbootsverkehr schaukelt es heftig. Sonst ist es gut. Uli kommt zum Kaffee und lädt uns zum Pfannkuchenessen ein. Vorher gibt’s noch nachzuholende Schulstunden, die in der Woche nicht geschafft wurden.
Neben uns sitzen Angler im Ruderboot, die einen Fisch nach dem anderen rausholen. Das lässt Julita keine Ruhe und sie angelt was das Zeug hält. Aber alle Fische schwimmen weg, sobald sie den Köder ins Wasser hält.
Annika geht nochmal schnorcheln. Plötzlich schreit sie auf und springt förmlich ins Beiboot. Eine Feuerqualle hat sie gestreift. Oh mist. Letzte Woche war hier Badeverbot, wegen der Feuerquallen, aber das ist seit 4 Tagen wieder aufgehoben. Jetzt kommt Anni mit Roten Striemen an den Beinen an Bord, die Arme. Wir sehen das Feuerding noch wegtauchen. Der Rotweinessig wird aus dem Schrank geholt und Annis Beine gewaschen. Fenistil drauf. Ruhe, Kaki essen (ist eine superleckere einheimische Frucht). Dann geht’s ihr besser. Puh. Was für ein Schreck.
Morgen ist erster Advent und wir sind auf der Sophie zum Adventskaffee eingeladen. Daher werden die Weihnachtslieder vorgeholt. Bei 20 Grad und Sonne singen wir Schneeflöckchen, Weißröckchen… Ob wir uns daran gewöhnen können? Anni schreibt die Cellonoten vom Bassschlüssel in den Violinschlüssel um, Julia holt die Ukulele raus und Anni und Julita flöten. Stefan angelt.
Abends schmücken wirs adventlich.
Over und Kerze.
Nov..′ 11 25
Thor legt nun wirklich ab in die weite Welt. Wir wünschen euch eine gute Fahrt!!! Richtigen Wind und freundliche Menschen. Mit Abschiednehmen den Tag zu beginnen ist irgendwie doof. Immerhin stehen wir dadurch mal früher auf. Heute wollen wir vor Anker gehen. MenGoe legt schon mal ab, den Ankergrund testen. Wir folgen kurz vor zwölf und legen nochmal am Hafenbüro an, um zu zahlen. Dabei vergessen wir vorne einen Fender, und schrammen promt am Steg lang mit dem Rumpf. Leider schaute da ne Niete raus, die einen fiesen Kratzer ins Boot gemacht hat. Grummel.
Annika und Olaf folgen uns in der Pinta, die heute nicht nur mit unserem Benzin-Außenborder, sondern auch mit dem Elektromotor von Olaf und Petra geschmückt ist. Weil man sich mit dem E-Motor leiser an die Fische anschleichen kann, um zu angeln. Der andere Motor ist dran, damit man schneller Reißaus nehmen kann, wenn sich ein Hai nähert. Die schwimmen ja tatsächlich hier rum… Lässt man alles raus und aktiviert beide Motoren gleichzeitig kommt man auf satte 4 Knoten… also fast Gleitfahrt. Der weiße Blitz zischt durch das Hafenbecken.
Sobald der Anker festsitzt, gehen Stefan und Olaf auf Männerangeltörn auf den Atlantik. Nach 2 Stunden kommen sie wieder, ohne Fisch, mit dem Benzinmotor… aber sie streiten ab, einen Hai gesehen zu haben.
Wir springen alle noch mal ins Wasser und schnorcheln um das Boot rum. Wir liegen hier auf 6 Meter Wassertiefe und man kann problemlos den Grund erkennen und die Fische, die überm Grund schwimmen sehen. Annika taucht einmal unterm Schiff durch und schrubbt den Kiel zusammen mit Stefan.
httpv://www.youtube.com/watch?v=xZ9QTpAJ-wY
Dafür haben wir extra Kartoffelnetze gesammelt, damit geht das nämlich am besten.
Abends gibt’s die letzte DosenErbsensuppe von Aldi und Rummikub. Der Kpt. hätte allerdings lieber ne Cup Rum gehabt.
Over und so.
Nov..′ 11 24
Die Crews der MenGoe, Thor, Sophie und Röde Orm besuchen die wilde Touristadt „Playa Blanca“. Der Kpt. schafft es endlich mal zwei spanische Handykarten zu besorgen. Nun können auch mal Crewteile der Röde Orm getrennte Wege gehen und sich auch wieder finden. Wir trinken Kaffee und beobachten mit Neugierde, wie Kölner Segler ihre Füße in son Aquarium stecken und sich dieselben von Lutscherfischen anknabbern lassen. Soll Wohlbefinden steigern und Hornhaut mindern. Na so was. Was es alles gibt.
Uli lädt uns zum Sardinenessen ein. Leckersten Fischchen, paniert und gebraten mit Kartoffeln und Salat auf der MenGoe. Herrlich. Annika und Julita verschwinden zwischendurch immer wieder zum Katzenstreicheln, die Babykatzen auf der Mauer vor dem Bäcker haben ihr Herz erobert.
Abends verabschieden wir den dritten Abend Christian und Christine von der Thor. Nun sind wir seit Kiel mehr oder weniger zusammen gesegelt. Jetzt wollen sie weiter erst über den einen, dann über den anderen Ozean, den Pazifik.
Die ein oder andere Seniorita wird angezündet und ACDC gehört auf der Sophie.
Over und weg.
Nov..′ 11 23
Heute beginnt der Tag spät… für einen Teil der Crew zumindest. Der andere Teil geht schwimmen, bummelt über den Handwerkermarkt und macht irgendwann Frühstück. Außerdem bereiten wir uns für den großen Abend vor. Die Röde Orm verwandelt sich nämlich in ein Pfannkuchenschiff!! Die Kinder malen Speisekarten und ein Restaurantschild. Stefan baut den neuen Gaskocher auf dem Tisch auf, Julia zündet den Petroleumkocher an. Gläser und Dosen mit diversen Marmeladen, Apfelmus, Zucker, Käse, Schinken, Kinderschokolade und so säumen den Tisch, Annika ist für das Belegen zuständig. Julita hat den Kellnerblock gezückt und nimmt die Bestellungen entgegen. Als Gast sind Olaf, Petra, Uli, Christian und Christine an Bord. Es wird ein herrliches Gelage. 18 Eier werden verbraten, wir kriegen alle Gäste pappsatt und uns auch noch. Das macht doch immer wieder Spaß, son Pfannkuchenfest.
Over und satt.
Nov..′ 11 22
FRÜH klopft die Sophiecrew, ein Auto ist gemietet, wir wollen Weihnachts- und Adventskalendereinkäufe machen. Annika und Julita bleiben im Hafen auf der MenGoe. So zischen wir los. Diese Geschwindigkeiten, die ein Auto so schafft, verblüffen uns immer wieder. Und dann ist es auch noch eines mit Verbrauchsanzeige. Von 2 Litern springt er zu 15 Litern… schaffst du 20? Super Spielzeug. In der Einkaufsstraße von Arrecife klappern wir die Läden ab. Wir treffen Jane und Isabell zum Kaffee, supernett.
Dann geht’s weiter zu Ikea. Eine kleine Kieferntanne lacht uns an. Ist die echt? Sieht auf jeden Fall so aus. Gibt’s auch Kiefernduft in der Dose dazu? Auf jeden Fall muss die mit. Wir wissen, dass auch auf Lanzerote erst am 24.12. Heiligabend ist. Aber wer weiß, ob wir bis dahin noch mal zu Ikea kommen. Also muss der Baum mit und verschwindet vorerst in der Backskiste. Relaxt mit leerem Auto fuhren wir los. Völlig fertig und vollgepackt bis unter die Corsadecke kehren wir zurück.
Am Abend ist Abschiedsgrillen mit der Thor angesagt. Letztendlich bleiben sie noch zwei Abende, wie wunderbar. Aber das Grillen lassen wir uns doch nicht entgehen. Wir haben einen spezialGrillplatz auf einer Aussichtsplattform mit Blick aufs Meer ausfindig gemacht, mit Mauer, Bank, Laterne und Mülleimer. Ideal. Nur dass irgendwann einfach das Licht ausgeht. Da stehen wir im Dunkeln. Bis Olaf mysteriöser Weise mit dem Finger schnippt. Und Klick ist die Laterne wieder an. Das soll mal einer verstehen.
Irgendwann verholen wir uns auf die Thor und versacken dort bis in die Morgenstunden.
Over und zappenduster!
Nov..′ 11 21
Um 11 laufen wir zur Sophie, der Mastkran ist bestellt. Uli kommt mit ner deutschen Zeitung vorbei und vergibt sie an den Meistbietenden. Stefan bleibt beim Mastkranwarten, Julia geht aufs Schiff, Wäsche waschen und Zeitung lesen. Von Warten ist der Tag geprägt, die lassen sich viel Zeit da auf dem Trockenliegeplatz. Mit Sonnenuntergang fährt die Sophie wieder in den Hafen. Alles dicht, Windmesser funktioniert.
Abends sind wir auf der MenGoe eingeladen, von weitem riecht man das frische Popcorn.
So klingt er aus, der Tag.
Over und aus!
Nov..′ 11 19
Thor läuft in Rubicon ein. Die Kinder springen sofort ins Dingi paddeln an den Steg und hüpfen vor Freude wie Flummis auf dem Steg vor der Thor auf und ab. J
Wir trinken ein Begrüssungskäffchen und Christian meint, wir bauen ein Werkzeug für den Kocher und reparieren den nun – Gesagt getan.
Wir schaffen es, die Brenner auszubauen und reinigen sie mit Pfeifenputzern. Dann legen wir sie auf die Gasflamme der Thor und glühen sie aus. Wieder putzen wir sie mit dem Pfeifenputzer und klopfen von außen gegen den Brenner. Es fällt noch erstaunlich viel Ruß aus dem Brenner.
Als alles wieder zusammengeschraubt ist, und noch ein paar Schräubchen mit Dichtungsproblemen nachgedreht wurden, ist der Kocher wieder einsatzbereit.
Wir sind stolz wie Oscars. Voll cool – Danke Christian!
Abends gibt’s eine Refiteinweihungspfannkuchenessen. Lecker!
25% der Besatzung verbrennen sich die Zungen, weil wir so warmes Essen einfach nicht mehr gewohnt sind.
Over und aus!
Nov..′ 11 18
Der Wecker klingelt um 8h. Um 9h hat Sophie den Krantermin. Alle Kapitäne und ersten Offiziösen von Röde Orm und Sophie gehen auf die Sophie und schippern zum Kran. Nur die Leichtmatrosen rudern mit dem Dingi hinterher.
Die Mastlegeaktion klappt perfekt. Nur der Anlandstellvorgang hätte etwas zügiger gehen können. Als wir um 12h, nach einem 2. Frückstück auf der Röde Orm und einigen Wartekäffchen später, wieder bei der Werft sind, hühnern die immer noch an Sophies Gestell rum. Olaf und der Kpt. machen schon mal etwas Krach mit unseren Elektrowerkzeugen und stellen die Koffer provokativ vor das Boot. Das Arbeitstempo erhört sich merklich und wir können uns endlich an den alten Echolotgeber machen.
Mit brutalsten Mitteln (Topfbohrer, Hammer, Dremelflex) holen wir das alte zickige Teil aus dem Rumpf und kleben den neuen NMEA-Geber ein.
Nun ziehen wir noch kurz mal n neues Kabel durch den Mast und montieren während des Sonnenuntergangs in lauschiger Atmosphäre die Elektrowindhalterung.
Zu unser aller Belohnung laden uns Olaf und Petra zum Pizzaessen ein. Ein toller Abschluss für so einen coolen Tag auf der Bootswerft.
Over und aus!