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Apr.′ 12 20

Für die nächsten zwei Tage ist ein 3er Nordwind angesagt. Das ist für uns ne gute Möglichkeit um nach Porto Santo zu segeln.

Wir gehen bezahlen und führen danach die ca. 5 stündige Abschieds- und Abfahrtsvorbereitungszeremonie durch. Mit jeder Woche Liegezeit verlängert sich diese Vorbereitungszeit um ca. 1 Std.

Der Kpt. kümmert vor dem Ablegen um das Iridium der SY FRIGG und erweckt es wieder zum Leben (Firmwareupdate).

Ein Abschiedskaffee auf der Röde Orm…

Schließlich stechen wir um 14 Uhr in See. Wolken – Flaute.


Aber hinter der nächsten Ecke wird es anders. Es kommen so 4-5 Bft auf und wir kreuzen fröhlich Richtung Quinta do Lorde.

Schließlich lassen wir auch die wolkenfangenden Berge hinter uns. Der Ostteil der Insel ist flacher und sonnig! Schön! Der Wind geht auf 3 Bft zurück und wir segeln entspannt bis fast vor den Hafen.
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18.05h, pünktlich 5 Min. nach Feierabend machen wir fest. Keiner ist da. Es gibt auch keinen Schlüssel und nix. Zum Glück verrät uns ein netter Mann den Klocode.

Pfeife in der Abendsonne.

Over und aus…

Apr.′ 12 08

Wir haben und hatten ordentlich Wind von achtern, so dass wir mit 5 – 6 Kt. durch die Nacht geflitzt sind. Um 3h, im Schein des Mondes, haben wir das Groß runtergenommen und segelt seit dem nur mit Genua – ohne Geschwindigkeitsverlust, dafür aber angenehmer.

Der aktuelle Grib sagt, ab 18h geht der Wind auf 5 Kt. runter, evtl. müssen wir dann den Rest bis Madeira motoren.

Es gab Kartoffelbrei zum Abendbrot und zum Frühstück – zwischendurch Zwieback. So langsam gewöhnen wir uns an das Geschaukel. Alle drei Stunden lösen wir uns ab, der eine wankt in die Koje, die andere ins Cockpit an die Leine. Die Nacht ist zu Beginn stockdunkel, erst in der zweiten Nachtschicht, in der Hundewache von 24h-3h kommt der Mond herauf und leuchtet uns. Drei Stunden Schlaf am Stück sind echt knapp. Wir schlafen auch tagsüber in unserer Freiwache, aber so ganz ausgeruht sind wir nie.. An den Kocher trauen wir uns aufgrund der ruppigen See nicht heran, so gibt es Rollbrot mit Thunfisch, Mais und Majonese.

Kurs: 350 Grad, 6 Kt., 185 sm bis Madeira.

Over und aus.

Okt.′ 11 15

Nun soll also der Abfahrtstag nach Madeira sein. Wird auch echt Zeit. Es ist wie Spinnweben ansetzen, zu lange in einem Hafen zu bleiben. Und irgendwann fangen die Spinnweben an, an einem zu zerren und man wird träge und es fällt immer schwerer abzulegen. Unser Schiff hat die letzten Tage einzig als Wäscheleine fungiert. Badesachen waren die einzigen Klamotten in Benutzung und die hingen immer zum Trocknen draußen auf Reling und Vorschot.

Um 12 Uhr war endlich alles im Schiff wieder seefest verstaut und wir konnten ablegen. Silke und Dieter schmissen unsere Leinen los und winkten uns aus dem Hafen. Porto Santo wurde kleiner, man konnte in der Ferne schon Madeira sehen. Noch höhere Berge. Ein schöner Segeltag, zwar halb motort, mangels Wind, aber die andere Zeit unter Segel war umso schöner.

Hohe braune Lavaberge erwarten uns hier – von wegen grüne Insel. Den Rest der Insel kann man leider nicht erkennen er ist von ner riesen Wolke verhangen. Diese 1862 m hohen Vulkanberge schnappen sich die Wolken vom Himmel und halten sie fest. Doof.

Also hier in Quinta do Lorde ist der braune Vulkanberg nur höher und dichter dran am Hafen als auf Porto Santo. Das Dorf hier ist noch im Bau. Überall Baustelle. Die Gebäude am Hafen sind fertig und sehr schön. Und es gibt hier eine Waschmaschine.

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Die werden wir morgen erstmal belagern. Und das Beste: Super saubere große Baderäume. Saubere Klos und Duschen! In Porto Santo lagen tote und ab und zu auch ne lebendige Kakerlake auf dem Boden, so dass der erste Blick bei Betreten der Duschen immer der Viecher galt. Hier kann man endlich mal wieder entspannt duschen gehen. Herrlich.

Zu den Kakerlakenvorsorgedingen haben wir eingeführt keine Pappverpackungen mehr an Bord zu nehmen, da lassen sie ihre Eier drin. Und Schuhe und Füße werden nach jedem Landgang in Salzwasser gebadet. Salzwasser mögen sie nicht. Und hoffen und beten.

Am Abend kommt die eigentlich ja schon vergiftete Maus wieder. Sie sitzt auf dem Bücherregal und guckt Julita interessiert über die Schulter bis Anni sie entdeckt und alle sich erschrecken incl. der Maus. Anni ist ganz aufgeregt. Die Maus ist so niedlich und klein und braun und hat so runde Ohren. Die Kinder räumen das Regal aus und versuchen sie zu finden. Julita guckt in den Becher – vielleicht ist sie da drin – ne – doch nicht – schade.

Der Kpt. sitzt verkrampft im Cockpit und versucht sich mit seinem Handy abzulenken. Die Umgebung wir dabei penibel aus dem Augenwinkel beobachtet. Bei dem kleinsten Kratzer oder Raschler werden alle Muskeln angespannt und die Extremitäten eingezogen –  Gänsehaut. Wie soll der Kptn. bloß die Nacht verbringen. Der eine Caipi reicht nicht um die Nerven zu beruhigen…. Wir sollten ne Mäusenachtwache einführen. Jedenfalls darf der Kpt. nicht mit der Maus alleine an Bord zurückgelassen werden. Eine Bewachung muss immer vorhanden sein – Julia muss die Kinder abwechselnd auf die Toilette begleiten… *ggg*

Over und aus.

Okt.′ 11 14

An der Hafenmauer von Porto Santo haben sich viele Schiffe mit ihren Crews verewigt – nach dem Motto: Wir waren hier. Allerdings sind da auch richtig tolle Kunstwerke zwischen.

Auch die Röde Orm muss sich dort natürlich verewigen. Die Überlegung die Sache mit nem Presslufthammer vorzunehmen wird von der Crew nicht akzeptiert. Wir benutzen also die gute Acrylfarbe des örtlichen Chinaladens. Die Kinder haben den Hintergrund schon vor zwei Tagen fertig gestellt. Dieser sollte jetzt langsam trocken sein.

Mit dem Licht der aufgehenden Sonne malen der Kpt. und die erste Offiziöse n super Wikingerkopf an die Wand. Super Bild – finden wir.

Die Bordfrauen von Röde Orm und Tamora machen sich auf den Weg in die Stadt um … naja – sie wollen halt alleine in die Stadt.

Die Bootsbewacher beschäftigen sich derweilen mit dem Internet und überwachen den Kontostand, nach Ladenschluss entspannen sie sich mit einem Bad im Atlantik. Anschließend wird die Wäsche, die wir morgens in Eimern mit Heißwasser und Waschpulver eingeweicht auf dem Steg haben stehen lassen, gespült, geschleudert und über Reling und Vorschot gehängt. In der stillen Hoffnung, dass sie noch bis morgen trocknet.

Der Abend ist mal wieder ganz der Maus gewidmet. Julia liest Fabeln vor, da trappelt es im Bücherschrank. Wir räumen also mal wieder aus. Und stellen über Nacht Flaschendeckel mit Mäusegift im Schiff auf. Die arme Maus! Denkt jetzt gibt’s n Festmahl und es wird eine Henkersmahlzeit.

Morgen wollen wir den Hafen verlassen und uns auf den Weg nach Madeira machen. Wind und Wetter passen (wie immer) sehr gut dafür, die Seekarten und Hafenpläne sind studiert. 35 sm, das heißt 7 Stunden auf dem Wasser. Da muss doch noch vorher das Vitamin C hervorgeholt werden, wenn sie die Maus nicht die Teile geschnappt hat.

Over und aus!

Okt.′ 11 13

Am nächsten Morgen wiederholt Julita hartnäckig ihre Aussage, dass sie eine Maus an Bord gesehen hat. Der Kpt. bekommt ne Gänshaut und guckt der Kleinen nochmal tief in die Augen – „bist Du sicher?“ – „Ja – Papa – die war ganz niedlich und klein“.

Auch Annika findet, das Mäuse durchaus niedliche Haustiere sind UND die erste Offiziöse kann die Angst in den Augen des Kptn. auch nicht so ganz verstehen… Sie hatte als Kind ein Terrarium voller Wüstenrennmäuse.

Der Kpt. ist am Ende. Hier gibt es ein Problem. Drei Frauen die Mäuse toll finden, eine Maus und ein Kpt. mit Mauseangst.

Die erste Offiziöse lässt sich später unter vier Augen allerdings doch davon überzeugen, dass die Maus wieder von Bord muss – tot oder lebendig, jawoll. Der Kpt. tendiert allerdings eher zu tot.

Die Mausejagd beginnt. Alle Backskisten werden ausgeräumt und evtl. vorhandenen Fluchtlöcher mit Papier zugestopft. Die Jagd endet unterm Wassertank. Wir vermuten sie hat sich unter ihm verschanzt. Eine letzte Warnung gibt es noch, dann wird das Vorschiff mit dem Wasserschlauch geflutet, aber keine Maus ergreift die Flucht. Wir haben es hier wohl mit der Portosantianischen Unterwasserschwimmmaus zu tun.

Das Schiff ist nun zwar sauber und alles ist wieder in den Kisten, aber die Maus haben wir nicht gefunden – nur – leider – ihre Ködel. Also wir haben wohl tatsächlich so ein Tier an Bord. Wir haben den ganzen Tag im Schiff verbracht und es einmal umgestülpt und uns mal wieder gewundert, wie viel Kram hier so reingeht.

Dann werden härtere Geschütze aufgefahren: Giftköder.

Schluss mit Lustig!

Bei der Gelegenheit werden auch gleich die Giftköder für die Kakalaken in einigen Ecken des Schiffes deponiert – man weiß ja nie.

Mit dem Dunkelwerden ist jede Backskiste ausgewischt und gut sortiert wieder eingeräumt.

Der Abend rettet den Tag durch eine Caipiparty. Olaf von der Sophie mixt Caipis auf der Tamora. Für die Kinder gibt’s Alkoholfreie.

Okt.′ 11 12

Um kurz nach 9h legt die Tamora an. Die Kinder hüpfen und winken was das Zeug hält.

Der Barbecueabend wird noch schnell klar gemacht, dann verwindet Dieter unter Deck und ward für ein paar Stunden nicht mehr gesehen…

Weil uns der Badetag I so gut gefallen hat, machen wir heute einen Badetag II.

Der Grillplatz wird an einer breiten Stelle des Steges ausgesucht neben unbemannten Schiffen – wir werden also nicht gestört. 🙂

Wieder an Bord sieht Julita eine Maus aus dem Vorratsschapp hüpfen. Der Kpt. denkt, dass hat sie bestimmt geträumt…

Over und aus!

Okt.′ 11 11

Heute haben die Kinder sich mal einen Badetag gewünscht. Zuviel Kultur ist auch nicht so gut für Kinder. Das traumhafte Wasser lockt. Zusammen mit Sophia und Isabell aus Portugal und den dänischen Kindern Frida, Emil und Pelle toben die Kids im Wasser, Wellenreitend, Ballspielend, jauchzend. Wir lesen, schlafen, schlunzen, baden und drehen einen Film darüber:

 

 Per Satellit meldet sich die Tamora. Sie haben noch 90 sm vor sich und sind morgen früh auch in Porto Santo. Spontan verschieben wir unsere Abfahrt nach Madeira um unbestimmte Zeit. Der Kpt. geht zur Hafenmeisterin und reserviert schon mal einen Platz für die Tamora.

Per kostenloser Satellitsms wird Dieter informiert.

Over und aus!

Okt.′ 11 10

Aber heute mal so richtig. Doch zuerst gehen wir baden. Nun schon den dritten Tag hier haben wir bisher den wunderschönen Atlantik nur bewundernd betrachtet. Heute stürzen wir uns alle vier in die Fluten. Herrlich. Stefan und Annika filmen was das Zeug hält und Julita und Julia bauen ne Sandburg. Zwischendurch ein Sturz ins Wasser. Das mit der Brandung muss geübt werden, wenn man im falschen Moment in derselben steht, wird man umgehauen.

Um 2 fährt unser Touribus ab der Stadt, also müssen wir bald wieder an Land und uns Sonnenresistent machen. Ausgerüstet mit Sonnenhut, Sonnenbrille, Wasserflasche und Kamera stiefeln wir los und besteigen einen Cabriobus. In der prallen Sonne düsen wir mit anderen Touris über die Insel. An drei Punkten bleibt der Bus stehen und genehmigt uns 10 min. Landgang.

Der erste Stopp ist am anderen Ende der Insel: Karibikfototapete.

Der zweite Stopp auf einem Vulkan, halbe Höhe. Von Kiefern beschattete Wanderwege schlängeln sich den Berg hinauf. Hm dieser Duft.

Dritter Stopp: Oben auf einem Berg, Blick auf den Hafen. Und, und das lässt Kinder und Juliaherzen höher schlagen: Pferde!! Der Käptn fotografiert seine Seekarte und die Mädels laufen zu den Pferden. Außerdem stehen auf der Wiese noch drei kleine Windmühlen, die fleißig umrundet werden. Dann schmeißt der Bus den Motor an, sicheres Zeichen zum Umkehren.

Wir fahren wieder runter und bekommen das vierte Highlight der Insel zu sehen: den Yachthafen. Super!

Wieder im Ort gibt’s noch n Kaffee und den Supermarkt. Wir kaufen unsere neuste Bekanntschaft: Tremocos. Das sind so gelbe Bohnen. Zu essen wie Peanuts, sehr lecker.

Am Schiff schlüpfen wir nochmal in die Badeklamotten und sprinten ins Wasser, pünktlich zum Sonnenuntergang.

Schon im Dunkeln schmeißen wir den Cobb an und grillen den Tag aus.

Over und aus!

Okt.′ 11 09

Schon wieder ausschlafen – so geht das nicht weiter. Wir brauchen Kultur. Heute besuchen wir Columbus. Wir gehen in die Stadt, gegenüber der Kirche soll er wohnen. Natürlich ist er nicht zu Hause. Ist ja klar. Son Entdecker kann ja auch nicht zu Hause sein, der hat ja was zu tun. Aber in sein Haus können wir rein um mal zu gucken, wie er so mit der Tochter des Bürgermeisters lebet.

N hübschen Häuschen hat er da. Wir sind mit 7 Kindern und 6 Erwachsenen unterwegs. Die Crews von der Moana aus Helsingör und der Samantha aus Portugal (das Schiff), England (Jane) und Holland (Erwin) sind mit von der Partie. Anschließend toben die Kids auf dem Spielplatz und wir erstehen im Supermarkt drei Familienpackungen Eis und 13 Löffel. Damit setzen wir uns auf die Kaimauer und löffeln Eis. Zurück geht’s am Strand entlang. Die Kinder toben in Unterwäsche in dem türkisen grandiosen Wasser. Über Brandung hüpfend, durch Wellen tauchend, mit glänzenden Augen.

Im Hafen gibt’s den seit 24 Stunden in Süßwasser eingelegten Bacalhau Stockfisch zum Lunch. Hm lecker. Und wie auch immer, der Tag neigt sich schon wieder dem Ende zu. Um 5 treffen wir uns zum Barbecueberthing. Diesmal nicht am Strand. Wir wollen heute mal Sandfreie Wurst. Die Crew der Sophie ist noch dazu gestoßen. Und Lucky Bitch ist hier eingetrudelt. So grillen wir im Schatten der Vulkanberge an der Kaimauer mit Crews von 6 Schiffen. Wie gehabt ist es der dritte Steg im Hafen, nennen wir ihn mal „Jetty – C“. Die Kinder verholen sich irgendwann auf die Röde Orm und machen Rotlichtdisco. Die Gitarre wird hervorgeholt und die Lichterkette gezogen. Mit lieben Menschen in lauer Sommernacht auf dem Steg sitzend, Lieder zur Gitarre singend. Wunderbar.

Over und so.

Okt.′ 11 08

Der Schlaf ist aufgeholt. Als der Kpt. erwacht sind die Kinder schon am Strand. Frühstück – kein Seefrühstück (Müsli), sondern n richtiges. Die Kinder machen Strandpause zum Frühstücken. Julia bringt von der Hafenmeisterin ein Päckchen mit. Es ist für Julita von der Hitch – ein Geburtstagsgeschenk. Das Teil ist heftig schwer, beim Schütteln rieselt etwas Sand raus… Ein PIRATENSCHATZ. Nun haben wir drei Kilo Sand im Wohnzimmer und die bunten Marzipanröllchen waren auch sehr lecker zum Frühstück 🙂 . Danke Hitch !!!! 😉

Wir wollen in die Stadt laufen. Schwer die Kinder wieder vom Strand mit dem türkisen Wasser von ca. 22 Grad wegzubekommen. Wir locken mit Eis. Es klappt.

Der Kpt. rennt als erstes zu seinem Lieblingsladen – dem Vodafonshop. Nun hat er wieder für 30 Tage Internet – ein Glück. Im Hafen muss man nämlich bis zur Hafenmeisterbude laufen um online zu sein – so geht das nicht.

Wir treffen eine dänische und eine holländische Seglerfamilie mit unendlich vielen Kindern und verabreden und zum Barbecue am Strand. Der Kpt. darf endlich wieder Fleisch und Bier kaufen. Ein Fest.

Leider lässt der Wind hier abends nicht nach, wie das an Land häufig so üblich ist.

Das Barbecue wird etwas Crunchy vom vielen Sand aber richtig gut. Türkises Wasser mit Strand und Wärme. Keiner will sich am Grill wärmen, der Cobb steht klein und still im Windschatten und grillt vor sich hin. Sieben Kinder im Alter von 7-13 Jahren toben am Strand, drei dänische, zwei holländische und unsere beiden. Nach kurzer Zeit fällt niemandem auf, dass sie nicht dieselbe Sprache sprechen. Es gibt nur noch strahlende Gesichter.

Und natürlich gibt es, wie vom H-H-H Kpt. sehr empfohlen, das kalte Bier am Stand – WIRKLICH SCHÖN!

Aber- kleiner Einwurf- unser erster Eindruck von Porto Santo war: Vor uns ein steiler kahler brauner Berg, hinter uns Zementsilos. Alles ziemlich karg. Was bitte ist hier „schön“? wirklich. Dann ein Blick hinter die Mauer: türkises unglaubliches Meer. Und das Städtchen ist wirklich auch sehr hübsch. 🙂

Und lest auch noch mal die Artikel der letzten Tage, sie wurden erweitert, mit Bildern und Videos versehen und auch die Satellitentransskriptionsfehler ausgemergelt.

Over und aus!

Okt.′ 11 07

Gegen Mittag legen wir auf Porto Santo im Yachthafen an. Es hört auf zu schaukeln.

Wir gehen an Land. Komisches Gefühl – nur auf m Klo schaukelt es noch. Das machen die bestimmt absichtlich, wegen der langsamen Gewöhnung – netter Service – wie das wohl geht.

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Die Kinder flitzen an den Strand. Die Jule und der Kptn zum einklarieren. Wir treffen uns im Hafenrestaurant zum Essen.

Das Schiff wird von außen nach innen gekrempelt, alles muss trocknen oder soll mal frische Luft bekommen – Großputz.

Dann setzt der Wind ein. Es pfeift ganz schön um die Ecke. Seegang im Hafen – endlich schaukelt es wieder!

 

Over und aus!

Okt.′ 11 07

Noch 20 sm bis Porto Santo – Nix zu sehen. Kein kleinster schimmer Land. Der Kpt. überprüft die Position und startet – nur zu Sicherheit – den GPS neu.

Noch 15 sm bis Porto Santo – so hoffen wir, immer noch 0 Landsicht. Der Kpt. wird unruhig, Wieso sieht man nix – Der Vulcano soll doch 500 Meter hoch sein….

Noch 10 sm bis Porto. Niiiiiiiiiiiichts – Hiiiiilfe. Vielleicht hätten wir doch n teureren Plotter kaufen sollen? Vielleicht hätten wir doch nicht die Karten von Ebay erstehen sollen? … Und wenn nun die Amis einfach das GPS – Signal verfälscht haben, weil der 4. Weltkrieg ausgebrochen ist und wir das nicht mitbekommen haben und wir nun schon mitten auf dem Antlantik sind und die ganze Zeit falsch gefahren sind…… – man wird schon komisch nach 4 Seetagen.

Noch 8 sm bis Porto Santo – aus den Wolken werden wie von Geisterhand Bergrücken. Riesen Vulcanoberge aufm Meer – nicht nur die Wellenberge.

Wahnsinn – war ja auch gleich klar, dass die Karten und der GPS ok sind – wer denkt den so was – kindisch….

Gleich sind wir da! Das Handy geht schon wieder.

Aus dem Logbuch: „3:19 Uhr. Wir surfen die Wellenberge hinab. Vom Gefühl ist es jetzt so, dass wir alle gut unter Deck sein können, lesen und spielen und drinnen am Tisch Abendbrot essen. Und man denkt, ja es schaukelt, ist aber ok. Kommt man raus, tobt die See. Und die Röde Orm tanzt und surft und flitzt und hält sich gut. Doppelt gereffte Genua, Anton (Selbststeuerung) steuert. Manchmal bricht ne Welle neben dem Schiff, schiebt uns mit bis zu 11 Knoten, dann im Wellental folgt eine zweite hoch wie eine Wand hinter der Reling und schiebt uns weiter. Wir sind immer oben auf. In den letzten 6 Stunden ist zweimal Wasser übers Schiff gelaufen, wir bewundern das Spektakel. Wie gut, dass es so dunkel ist und man nicht alles sieht, was so um uns herum tobt.

Das Land kommt früh in Sicht. Wir entdecken es aber erst gegen 10 Uhr. Die hohen Berge der Insel hatten sich als Wolken getarnt.“

Over und aus!

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