Aug..′ 26 25

24. – 25. August
Uns zieht es nach Hause. Wir werden wohl die letzte Stück von Haddeby nach Kiel in einem Rutsch nehmen. Das Wetter ist sonnig und warm. Allerdings ist der Wind sehr schwach. Wir füllen noch den letzten 20 Liter Reservekanister in den Tank, damit dieser nicht leer läuft.
Die beiden Brücken nehmen wir in letzter Minute, bevor diese wieder schließen… Aber wir haben keine Wartezeiten – super.
Der Wind draußen auf der Kieler Bucht ist mit 5 Knoten sehr schlapp… wir segeln 2 Stunden und beschließen dann, die 20Liter-Diesel-Karte zu spielen um schneller nach Hause zu kommen. Die SY Mingo ist auch auf dem Heimweg von Ihrem Urlaub. Wir treffen uns am Sperrgebiet und beschließen, noch eine letzte Nacht vor dem Ende des Segeltörns im Plüschowbecken ankernd und grillend zu verbringen – wat schööön…. Wir haben richtig viel Spaß mit lustigen Geschichten.
Am Dienstag um 15 Uhr gehen wir Anker auf. Natürlich nach einem umwerfenden Frühstück mit den Resten aus den Schapps von zwei Schiffen…
Das wars… Schiff leer räumen…
Over und out.
Aug..′ 26 16

15.08.
Wir verbringen den ganzen Tag vor Anker und genießen die Stille – vor dem B:O:A-Sturm (Baltic-Open-Air Festival). Die Fleischreste aus dem Kühlfach werden vergrillt. Alles ist ruhig – nur die Verdauungsgeräusche sind zu vernehmen – besonders beim Käptn mit quälendem Gejammer.
16.08.
Anker auf. Kurs Haddeby.
Wir passieren die neue Missunder Fähre – im Prinzip super… läuft elektrisch und hat n großes Dach voll mit Solarzellen. Leider kommt es wohl ziemlich oft, bei Wind oder Strömung zu Problemen beim Anlegen. Man könnte behaupten, es ist einfacher, Bescheid zu sagen, wenn die Fähre mal fährt, anstatt die Ausfälle durchzugeben… 😉
Wir finden einen Wochenplatz für das B:O:A und können hier eine Woche bleiben. Wie auch vor 20 Jahren werden wir total nett empfangen und herzlich begrüßt.
Wir sind nun am Ende der Schlei. Mit dem Schiff kommen wir jetzt nicht mehr weiter – keine Chance – Sackgasse. So langsam wie die letzen Tage sind wir die Schlei wohl noch nie raufgesegelt.
Jetzt freuen wir uns auf das Festival – der Regen kann kommen…
Musik und hören.
Aug..′ 26 14

Veit geht heute von Bord. Es gibt nun einen Matrosen weniger an Deck der Røde Orm. Frühstück bekommt er aber nochmal. Wir segeln (Winddreher) zurück an die Anlegetonne vor der Lindaunistonne und die Erste bringt den Matrosen zurück ans Festland zu der wartenden Lena.
Wir schmeißen uns von der Tonne los und tuckern gegen den Wind nach Kieholm (der Liebesinsel), kurz vor der Missunder Enge.
Die Erste recherchiert – auf Kieholm wurde der dänische König Plogpennig umgebracht (1250). Der Käptn verzichtet auf den Landgang wegen des eventuellen schlechten Karmas. Die Insel sieht auch ohnehin sehr zerrupft aus und hat viele tote Bäume auf sich stehen. Die lässt man sich vielleicht lieber mal in Ruhe sich erholen. Die Suchmaschine sagt, die Bäume hätten vom Hochwasser zu viel Brackwasser abbekommen und die vielen Kormorane überdüngen den Boden – müsste man aber nochmal genau checken… Jedenfalls ist das Inselchen im Vergleich von vor 20 Jahren ein Trauerspiel. Und warum genau heißt sie nun: die Liebesinsel?
Anker und Genuss.
Aug..′ 26 11

10.08.
Es regnet bis in den Nachmittag hinein. Wir lassen uns Zeit den Hafen von Grauhöft zu verlassen. Wir frühstücken lange. Die Dusche ist leider auf 4 Min. beschränkt, sonst würden wir auch lange duschen.
Die Kappelnbrücke von Kappeln nehmen wir um 20vor irgendeiner Stunde nach dem Regen.
Sieben Seemeilen weiter. Irgendwo hinter Arnis und vor Lindaunis finden wir einen geschützten und hoffentlich fischreichen Ankerplatz. Das Nest an Land heißt Karschau – oder so. Das Waldstück schützt uns gut vor dem garstigen NW-Wind.
In der Nacht wird ein Wurm nach dem anderen den Fluten übergeben, gebadet, den Fischen verfüttert – wie auch immer man es nennen will. Es gibt jedenfalls keinen Fisch, der an Bord gezerrt wird.
11.08.
Die Wurmzahl hat sich in der Nacht beträchtlich beträchtlich verringert. Wir müssen sparen und andere Dinge ausprobieren.
Lena ist in Lindaunis auf dem Campingplatz und wartet dort auf ihre Katze, die scheinbar Camping nicht so toll findet. Sie kommt mit dem Fahrrad zu Besuch und versucht den Fischereierfolg zu verbessern (weil sie ohne Katze kommt) – ansonsten würde sie lieber die Würmer mit an Land nehmen und ihnen die Freiheit schenken. Aber Veit und der Käptn. passen fix gut auf ihre Würmer auf.
Als die Sonne tiefer steht, versuchen wir die Hechte aus dem Schilf zu locken und ziehen mit dem Spinner und dem Dinghi entlang des Schilfstreifens… Nix zu machen.
Wir brauchen noch mehr Ideen – Enno wird per Handy befragt – gibt aber keine Tipps von sich.
Wir bleiben und dran.
Aug..′ 26 09

Der Anker ist schlammig. Man kann machen was man will… Aber der Matrose schafft es – er glänzt picobello als er wieder im Bughalter landet…
Ein kleines Stück weiter – in Kappeln, bekommt man alles, was das Junganglerherz begehrt – vor allem einen Angelschein – sogar am Sonntag – verrückt.
Die Erste ist bei oder trotz der Hitze wieder auf Schatzjagd in Kappeln. Sie denkt über ein neues Schatzsuchebuch nach: „Die Förden von S-H“ oder so ähnlich.
Nach dem Eis zur Abkühlung bemerkt der Käptn., dass die alte Räucherei geöffnet hat. Wir essen Fisch – wer weiß schon, wann es das nächste mal welchen auf den Teller gibt. Ein Angelschein macht ja noch kein Fischgericht… oder so.
Die Hälfte des Essens nehmen wir mit an Bord – die Portionen sind echt anständig. Es wird also auch morgen noch einmal Fisch geben – lecker.
Die Lebendköder aus dem Angelladen landen nur unter Protest der Ersten im Kühlfach. Der Matrose und der Käptn basteln diverse Arten von Vorfächern für die Angel, um den Zandern, Hechten und Barschen auf den Leib zu rücken. Wir sind vorbereitet auf den großen Fang.
Fisch und Fang.
Aug..′ 26 08

Der Käptn und sin Fru kreuzen noch unheimlich lange in den dänischen Gewässern herum, bis sie Kalkgrund erreichen und damit zurück in Deutschland sind. Die dänische Gastlandflagge wird eingeholt. Die Erste beschäftigt sich anschließend weiter mit ihrer Schatzsuche am Computer. Jetzt hat sie die Schlei im Visier.
Nach Schleimünde sind es nur noch ein paar kleine Seemeilen bis in das Wormshöfer Noor hinter Maasholm. Hier legen wir den Anker behutsam in den ekeligen Schlamm – vielleicht wird er ja diesemal nicht so dreckig wie sonst immer.
Wir warten. Schließlich winkt Marianne an Land zu uns herüber und bringt uns Veit an Bord.
Wir haben einen neuen Matrosen, denn wir für ein paar Tage mit Deckschrubben beschäftigen müssen 😉
Die Erste nutzt die Gunst der Stunde und fährt mit Marianne zum Großeinkauf nach Kappeln. Unsere Backskisten sind schon reichlich leer.
Der Einkauf muss in zwei Dinghiladungen an Bord verstaut werden – Wir waren echt abgebrannt.
Groß und Einkauf.
Aug..′ 26 07

Wir lösen uns von unserer schönen Ankerbucht mit allen Facilities und machen uns auf den Weg nach Süden. Viertel nach müssen wir von hier aus los, um um 20 vor die Brückenöffnung in Sonderborg zu kriegen. Erstaunlich, wie langsam man segeln muss, um nicht warten zu müssen. Beim nächsten Mal muss der Käptn dringend seine Rechnung überprüfen.
Die Brücke klappt, das Schloss von Sonderborg ist noch an Ort und Stelle.
Wir segeln weiter nach Osten in die Ankerbucht von Høruphav.
Am Abend, pünktlich zum Sundowner kommt die Hitch-Hike-Heidi mit frischem Grillgut längsseits. Wat schööööön.
Wir grillen. Schnacken. Lachen…
Spaß und haben.
Aug..′ 26 06

4. August
Es ist reichlich bewölkt. Der Wind hat zugenommen, aus der falschen Richtung, denn der Schweinestallgeruch ist fast unerträglich für den Käptn.
Wir tüddeln uns von der Espiritu los und fahren dann gemeinsam zum Ankern, ein kleines Stück weiter. Im Eingang des Als-Sund beim Wikingerschiff ist es auch wunderschön, Windgeschützt und Geruchsärmer. Hier kann man es aushalten. An Land gibt es sogar einige Facilities, die dem Segler das Leben erleichtern. Es gibt Müllentsorgung, eine öffentliche Toilette am Shelter (kleine, dänische Übernachtungsmöglichkeiten) —> https://shelterdk.dk <— und Frischwasser.
Am Abend glüht der Grill auf der Espiritu. Wat schöööön.
5. August
Espiritu muss leider am Wochenende wieder zu Hause sein und macht sich auf den Weg Richtung Sonderborg, um den Absprung nach Kiel nicht zu verpassen. Mal wieder gibt es einen Abschied.
Wir bleiben hier im Als-Sund liegen und wettern die fiesen Wind-Boen bei Sonnenschein hier ab.
6. August
Heute folgt ein weiterer Tag am Ankerplatz. Nach wie vor weht der Wird echt dolle aus West. Der Käptn überlegt sich ein paar Kleinprojekte, die noch offen sind. Als erstes kontrolliert er alle Flüssigkeiten am Motor auf ihre Vollständigkeit und Konsistenz – alles ist im grünen Bereich. Er guckt dem Superwind über Bluetooth beim Laden der Lithiums zu – auch sehr interessant. Die letzte Maßnahme – weniger eindrucksvoll – ist die Demontage der Toilettenpumpe.
Sie bekommt etwas salzwasserresistentes Fett spendiert, damit sie leichter pumpt. Leider entdeckt er ein ausgebrochenes Plastikteil am Pumpenkopf. Das erklärt auch die leichte Undichtigkeit… viel Fett hilft hier auch viel. Das Ersatzteil ist bestellt.
War und tung.
Aug..′ 26 03

Ein Ostwind weht. Das Seil quietscht am Pfahl. Der Käptn erwacht und checkt des Nächtens, ob alles in Ordnung ist. Es ist. Ein Ostwind ist gut, um in die Dyvig zu segeln träumt er… Der Plan steht.
Beim Frühstück laden wir unsere Marriagesaver auf, um bei der Ausfahrt aus unserer Lieblingsbucht nicht wieder den Sandgrund mit dem Kiel zu küssen und anschließend nach dem Schuldigen zu suchen. Mit dem Mann im Ohr haben der Käptn und sin Fru 100% ige durchgehende Verständigung untereinander. Die Erste flüstert dem Käptn bei der Ausfahrt ins Ohr als es flach wird und wohin er nun ausweichen solle. Es klappt perfekt. Man muss nur miteinander reden (können).
Bei 10 Knoten Wind und wunderbarem Sonnenschein segeln wir Richtung Dyvig.
Wenn wir so beschwingt vor uns hinsegeln und alles perfekt läuft, kriegt der Käptn es immer im Kopf. Er meint, das Deck müsse dringend geschrubbt werden. Mit Bürste und Eimer verzieht er sich auf das Vordeck und beginnt dort herumzuplanschen. Wat da runterkommt… Man glaubt es kaum.
Glänzend laufen wir in der Dyvig ein. Espiritu liegt dort vor Anker und bittet uns längsseits zu kommen. Wir haben es wunderbar. Mit alle Mann und Maus und Hund haben wir ein schönen Absacker an Bord.
Anker und Päckchen.
Aug..′ 26 02

Der Wind dreht etwas zu weit nördlich. Es wird leicht ungemütlich hier hinter der Nordspitze von Bagø. Die Erste kurbelt den Anker aus dem sandigen Grund.
Beim Frühstück hat sich die Crew der Røde Orm auf Thorø Hus geeinigt. Eine Pfahlbucht, in der die Pfähle vorwiegend von Fischerbooten besetzt sind, aber es gibt auch immer ein paar alte verwaiste Pfähle, die man gut benutzen kann.
Die Einfahrt zur Bucht ist unbetonnt. Die Erste steht am Bugkorb und gibt dem Käptn Signal… Aber er hat nicht richtig auf sie gehört und die Røde Orm rutscht kurz über Schiet.
Wir suchen nach einer Erklärung. Wahrscheinlich hat sich die Sandbank in der Einfahrt etwas verschoben und der Käptn benutzt noch die alten Kleinhirndaten aus der Hafennavigation. Wenigstens sind jetzt keine Muscheln mehr am Kiel. Vielleicht hatte auch der GPS Plotter einen kurzen Kontrollverlust beim Datenempfang. Neu abgespeichert in des Käptns Kleinhin ist jetzt jedenfalls nicht mehr „mit einem Reifen auf dem Strand einlaufen“, sondern „mit einer Schiffslänge vom Strand freihalten“.
Pinta II wird zum Landgang fertig gemacht. Wir wandern um die Insel Thorø – „Schullandheim“ auf dänisch. Wat schöööön.
Zurück an Bord grillen wir Hotdogs im Cockpit und fallen in das „Langeweilig ohne Wacken“ – L:O:W – Loch.
Wir bereiten uns stattdessen auf das Baltic-Open-Air in der Nähe von Schleswig vor.
Auch und gut.
Aug..′ 26 01

31.7.
Es regnet. Eigentlich wollen wir nach Bagø. Aber bei Regen… Und ob wir bei Regen im Hafen rumlungern oder vor Anker liegen. Der Käptn und sin Fru machen die Leinen los und verholen in die Ankerbucht gegenüber von Middelfart.
Zur Belohnung kommt am Abend die Sonne auch wieder raus und alles ist wunderbar.
In Wacken läuft heute „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ – was das jetzt wieder mit Metal zu tun haben soll? – Aber lustig war es.
Erster August.
Noch einen Monat Sommer – mit Glück. Wir sind schon wieder ganz schön weit im Süden und es ist auch schon ganz schön frisch draußen, was soll denn das jetzt – wir wollen Sommer.
Der Anker wird aus dem Matsch gezerrt und wir segeln nach Bagø und zwar hinter die Landzunge an der Nordspitze. Wat schöööön hier…
Nach der Flickaktion bekommt die Pinta II heute wieder ihre erste Luftfüllung und hält dicht. Keine Inkontinenz mehr. Perfekt.
Wir lassen uns von E-go-n (unserem Elektroaußenborder) lautlos an Land schieben. Die Erste sammelt wieder Schätze ein, die sie vorher stundenlang in den frühen Morgenstunden herausgesucht hat.
Der Spaziergang ist ganz schön weit – so ohne Eselchen. Wir brauchen dringend ne Lösung, die Räder mit ins Schlauchi zu nehmen, ohne dass diese die Gummisau mit ihren Hufen völlig durchlöchern. Die Kirchen in Dänemark haben oft ein Modellschiff (wegen Seefahrt usw.) in ihrer Andachtshalle (oder wie das heißt) hängen. Das gefällt dem Käptn sehr. Schiffe sind super. Damit haben die schlauen Pastoren bestimmt versucht, die Seeleute in die Kirche zu locken.
Der örtliche Selbstbedienungsschlachter hat leider nur noch Grillwurst in der Truhe. Der Käptn muss also heute schon wieder was aus der Dose essen.
Auf dem Weg zu unserer letzten Station geht plötzlich der Ankeralarm an. Uns gefriert das Blut in den Adern. Die Röde Orm da allein vor Anker, im Wind und wir fußläufig eine Dreiviertelstunde weg. Oh je. Der Käpt’n beobachtet das eine Weile. Die Erste läuft noch schnell zur Russisch-Orthodoxen Kirche vor, erhascht ein Foto und das Infoschild und dann laufen wir, vollgepumpt mit Adrenalin doppelt so schnell zurück zum Schlauchboot, wie wir gekommen sind. Das Schiff schwimmt noch an Ort und Stelle. Nur die Ankerkralle ist rausgefallen, die die Kette entlastet hat. Dadurch ist das Schiff fünf Meter weiter nach hinten gerutscht. Das hat den Ankeralarm ausgelöst. Puh, sind wir erleichtert. Was für ein Schreck.
Wir erholen uns mit den letzten Wackenkonzerten. Dann ist es schon wieder vorbei – wie schade. Powerwolf fanden wir besonders grandios – unser diesjähriges Highlight – jeden Falls von der Glotze aus.
Waaaaaaa und ckeeeeeeeen !
Juli.′ 26 29

Di. 28.07.2026
Die Großstadt reicht und die Hafenpreise auch. Wir brechen auf und segeln Richtung Tunø. Die Røde Orm gibt ihr Bestes, kann aber in dem Run auf die Hafenplätze in Tunø nicht so ganz gegen die „jungen Hüpfer Schiffe“ mithalten. Mingo ist schon dort und teilt uns mit, dass es ab jetzt nur noch Päckchenplätze geben würde. Das wollen wir nicht. Wir ziehen die Handbremse an der Nordseite von Tunø und schmeißen dort mit ca. 10 anderen Langsamseglern den Ankern in den Sand. Wunderschön hier am Anker. Ruhig und entspannend.
Mi. 29.07.2026
Am nächsten Morgen ist der Wind perfekt, um einen langen Schlag in Richtung des Eingangs vom kleinen Belt zu machen. Es läuft 1a und der Wind dreht im Laufe des Tages immer weiter östlich, so dass wir Middelfart anlegen können. Wat schöööön.
Wacken open Air (35. W:O:A) hat begonnen. Der Käptn optimiert den Netzempfang und das Livestreaming steht. Die ersten Konzerte können wir live unter Segeln mitverfolgen. Verrückt.
Die Erste ist bei der Vorbeifahrt an Strib und Middelfart wie wild am fotografieren. Die Orte gehören anscheinend auch zu ihren Schätzchen in dem neuen Buch…
Wir finden einen Längsseitsplatz in Middelfart im Hafen. Abends besuchen wir die Band Hämatom in der Glotze, live von Wacken und trinken ein Cola-Bier dazu – als wären wir dabei.
Waaaaaaackeeeeeeeeen.
Juli.′ 26 26

Sa. 25.07.2026
Um 6:44h Michael nimmt die Fähre an das Festland. Kurs Ohe bei Hamburg. Die Mingos legen auch wieder ab und wollen nach Aarhus driften. Der Käptn und sin Fru bleiben noch auf Endelave. Die Erste will an der Schatzsuche teilnehmen und mit dem Käptn noch eine Fahrrattour machen – heute mal ohne Flickzeug. Der Käptn besteht darauf, dass wir uns heute nur mit geteerten Wegen beschäftigen und die Schotterpisten mal weglassen. Es scheint irgendwie noch so ein kleiner Po-Schmerz mit hineinzuspielen.
Als der Käptn entdeckt, dass es auf Endlave eine eigene Biersorte gibt, ist es ja ganz klar – das muss probiert werden und außerdem ist es ein super Geschenk für Klaus von der Janne, der morgen in Aarhus Geburtstag feiert.
So. 26.07.2026
Für heute (Sonntag) ist es also klar, der Käptn und sin Fru verstauen die Eselchen wieder und legen ab Richtung Aarhus. Es ist Regenwetter. Aber was tut man nicht alles um das Biergeschenk rechtzeitig zum Geburtstagskind zu bringen.
Die Regenschauer haben auch einen Vorteil. Jede Schauerboe bringt die Røde Orm etwas schneller an ihr Ziel. Den Kaffeeklatsch schaffen wir leider nicht mehr, aber für den Whisky an Bord der Mingo reicht der Wind aus.
Ab und Sacker.
Juli.′ 26 15

Zum Ablegen muss der Käptn mit Pinta II, unserem Gummiboot, eine Ehrenrunde um den Luvpfahl drehen, um das Ablegemanöver zu erleichtern.
Dann sind wir frei und verlassen den Hafen, um nach Æbleø zu segeln. Ein schöner Segeltag – der Wind hält fast durch. Westlich von der kleinen Insel schmeißen wir den Haken in den Sand und springen sogleich in das kühle, erfrischende Nass. Der Käptn schwimmt einmal um die Røde Orm herum und benötigt sofort einen Schwamm und die Filettierhandschuhe. Dass wir in dem Zustand schon so lange unterwegs sind. Nach dem Schiffsputz sieht die Røde Orm wieder wie aus dem Ei gepellt aus… Jedenfalls in sofern, als dass ein paar Drohnenfotos keine Verschmutzungen mehr erkennen lassen.
Der Käptn. versucht, die Insel komplett von oben abzulichten. Leider ist es bei der maximalen Flughöhe nicht möglich. Verrückt… Die Insel ist wohl doch gar nicht so klein – jedenfalls aus der Luft.
Die Hitch-Hike-Heidi trudelt etwas später ebenfalls ein und wie begießen den Sundowner mit ein paar rumhaltigen Getränken.
Rum und Downer.
Juli.′ 26 12

Es soll weiter nach Norden gehen. Gemeinsam mit der Flotte Hitch & Atoll. Die Røde Orm besichtigt noch (per Boot) den alten Fährhafen von Nyborg – bevor es durch die Große Belt Brücke geht.
Der Plan, nach Musholm zu segeln, geht für Hitch und Atoll gut auf. Nur die Røde Orm bekommt 32 Knoten Wind auf die Fresse. Wir drehen ab und motoren im Schutz der Küste nach Kerteminde. Der Anker fällt vor dem schützenden Wäldchen. Die Røde Orm sieht aus wie ein alter Salzbuckel, nachdem die Sonne sie getrocknet hat.
Am nächsten Morgen geht es bei fast keinem Wind weiter nach Norden. Aber wir halten das andere Extrem durch und segeln bzw. dümpeln fast die ganze Strecke bis nach Langør auf Samsø. Mit dem letzen Büchsenlicht finden wir einen Platz in der Ankerbucht.
Die Hitch-Hike-Heidi ist auch von Musholm aufgebrochen und leistet uns hier Gesellschaft. Die Crew der Atoll liebt ihren Musholmer Sandhaufen so sehr, dass sie dort geblieben sind und auch die nächste Woche dort verbringen wollen.
Es folgen zwei (oder drei???) wunderbare Badetage in der Ankerbucht von Langør. Einem Naturschutzgebiet in der Mitte von Samsø.
Abkühlungen im angenehmen Wasser stehen im Stundentakt auf der Tagesordnung – Welche Tagesordnung?
Am Abend – als die Temperaturen besser werden – fahren wir mit dem Dinghi in den Hafen und bekommen geräucherte Fischspezialitäten an einem schönem kühlen Bierchen serviert. Wat legger…
Der Ersten geht das Schreibmaterial für ihr Fünenbuch aus – sie braucht mehr Stoff. Wir segeln zurück nach Fyn und landen in der Ankerbucht von Korshavn der Nordspitze von Fünen. Die Erste hat ein paar Dinge auf dem Zettel, die der Käptn und sin Fru sich in den nächsten Tagen ansehen müssen.
Rad und aufpumpen.