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Jun.′ 12 03

Nach dem Frühstück mit Claudia, Alfons & diversen Kids bei uns im Cockpit steht eine Katamaranbesichtigung an. Ein super Teil. Alfons ist ein richtiger Bootsbaukünstler, er hat aus dem alten Katamaran ein richtiges Schmuckstück gemacht. Der Bug und das Heck wurde geschickt verlängert und lackiert. Nun ist noch die Inneneinrichtung dran und dann kann es bald los gehen.

Jule und der Kpt. gehen nochmal zu Sorgenkind (Kuddel) und verpassen ihm nen neuen Dieselfilter und tauschen kurzfristig die Starterbatterie aus. Leider gibt’s es auch nach diesen Aktionen keine Motorwarmstartverbesserung – Schade.

Es beginnt wieder zu regnen. Wir stellen zwei Tische unter dem aufgebockten Kat auf und essen dort gemeinsam Mittag. Total witzig.

Der Kpt. erkundigt sich nach der SUNDANCE Homepage… Hat er nicht – gibt’s doch nicht… Ruck Zuck bekommt das Schiff ne Page (http://sundance32.wordpress.com/ ) 😉 .

Julia geht derweil mit den 5 Kindern an den Strand, das erste mal im Mittelmeer baden. Es ist viel wärmer als der Atlantik. Fußball wird gespielt, Wellenhüpfen, Laurentia. Welch friedlicher Abend.
Im Memberclubraum stellen wir die Tische zusammen und decken sie mit Abendbrotutensilien. Dann essen wir genüsslich zusammen. Die Kinder sind schnell fertig, es steht nämlich ein Riesenfernsehmonitor im Raum. Sie lümmeln sich auf die Couch und gucken Zeichentrick im Großformat.

Over und aus.

Jun.′ 12 02

Weiter geht’s gen Norden. 50sm wollen wir heute wieder schaffen.

Der angekündigte SE Wind mit 15 Kt. fällt leider etwas schwächer aus. Wir kommen ziemlich langsam voran, so dass wir die letzen 4 Std. bis nach Oropesa noch motoren müssen. An Castellon de la Plana tuckern wir vorbei, dass sieht einfach nicht so nett aus.

An der Küste braut sich ein ordentliches Gewitter zusammen. Hinter den Hügel blitzt es gewaltig. Wir geben ein bisschen mehr Gas.

Mit einsetzendem Regen und Donnergrollen machen wir in Oropesa fest. Die Marineros sind supernett und helfen uns beim Anlegen. Solange Kuddel noch warm ist, saugen wir das Öl raus und verpassen ihm ein dickflüssigeres 20w50 Motoröl, vielleicht mag er damit im warmen Zustand lieber anspringen – Leider ist die Verbesserung, wenn überhaupt, nur geringfügig.

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Vor den Facilies treffen wir Claudia von der MOIRA und SUNDANCE. Das eine Schiff liegt im Hafen, das Andere steht an Land.

Schließlich holt sie ihren Alfons auch noch von Bord und so sitzen wir lange in der Hafenbar, schnacken und sehen dem Thunderstorm zu. Die Röde Orm Kids haben sich gleich mit den SUNDANCER / MOIRA Kindern angefreundet und sind auf und davon.

Claudia und Alfons planen auch eine Langfahrt und bereiten ihren Katamaran SUNDANCE auf den großen Trip vor.

Der Kpt. erzählt Alfons von seinem schlecht startenden Kuddel – Der Warmstart wird immer schlechter. Alfons kennt den Motor ziemlich gut: Am Montag werden wir mal den Kopf abnehmen und die Ventile einschleifen – die sind bestimmt verrußt und schließen nicht mehr richtig. Vielleicht sind auch die Kolbenringe hin – aber auch die zu wechseln ist bei dem Yanmar YSE 8 kein Problem. Man kann durch einen Luke im Kurbelgehäuse den Pleuel aushängen und den Kolben ziehen… Der Kpt. bekommt große und feuchte Augen ! – Total genial. Ne neue Kopfdichtung und die anderen Ersatzteile werden wir wohl in Castellon de la Plana bekommen.

Es scheint so, als ob wir n paar Tage hier bleiben, den Kuddel überholen und dann wieder ne Nachtfahrt machen werden.

Over und aus.

Jun.′ 12 01

Das erste, was wir den Hafenkapitano nach unserem 30 minütigen Eincheckgang zu ihm sein Office fragen: „Dürfen wir bitte an einen Localsteg – näher ran an die Facilities?“ – „Si – claro“. Puuuuh – ein Glück. Wir Frühstücken also noch an unserem Abseitsvisitatespontoon zuende und verholen uns in den Haupthafen. Sehr gut – wir können auch unser neu erfundendes und beim Frühstück besprochenes Anlegemanöver-ohne-Schnoddermooring-an-Deck ausprobieren. Die Kids stehen mit den ehemaligen 10m Heckleinen aufm Vorschiff und machen damit auf Slip an den Pollern fest. Des Kpts Fru reicht dem Kpt. die Schnoddermooring. Der Kpt. rennt damit nach achtern und zieht tüchtig. Die Kids fieren den Kahn 3 Meter vom Gestade wech. Nu mach der Kpt. dem Chrischan ihm seinen Prusikknoten mit einer schön sauberen Festmacherleine um die Schnoddermooringleine. Der Kpt. fiert, die Kids holen dicht, feritch ist das angelecht – ganz ohne Dreck.

Nun kommt das 2. Problem. Die Kids wollen in den Marinaeigenen Swimmingpool – leider is das nur für Members. Aber irgendwie kriegt Jule das geregelt. Die Kids werden also Swimmingpoolmässig vom Bademeister betreut und der Kpt. und sien Fru nutzen die Gelegenheit, um sich einem Bunkereinkauf beim örtlichen (Bezahlbaretaxireichweite) Carrefour zu witmen. Der Kuddel bekommt heute auch mal n bisschen dickflüssigeres Öl, 20w50. Er mag im heißen Zustand nicht mehr so gerne anspringen – nicht schön.

Der Einkauf wird unter Deck verstaut, die Kids ausm Pool gezerrt und mit dem 2. Taxiausflug die Stadt erkundet. Per Bus wäre man wohl auch gut hingekommen. Zu viert ist es aber genauso teuer wie per Taxi (ca. 10 €)

Wir fangen mit dem alten Krams in der inneren Stadt an, schlendern durch den „Jardines del Turia“ und enden bei so ganz moderner Architechtur – Einfach mal die Bilder angucken.

Besondern das alte Flussbett des „Turia“, aus dem die Valencianesen einen super Park gemacht haben, hat uns besonders gut gefallen. Alle Familien mit Kindern sind anscheinend in diesem Park unterwegs, liegen unter Bäumen, fahren Rad, spielen Fussball, joggen…

Valencia ist echt großartig.

Over und aus…

Mai.′ 12 15

Noch immer 35 Grad. Der Wüstenwind weht weiterhin. Puhhhh. Die Kinder machen auf dem Steg eine Wasserschlacht nach der anderen. Der Kpt. ist härter, er stellt sich mit seinen drei kleinen mini Dieselkanisterchen auf die Betonpier an die Tankstelle und wartet in der sengenden Sonne darauf, das der Katamaran endlich seine 1000 (!!!!) Liter Diesel gebunkert hat. 1420€ nur für Diesel. Dem Tankwart und dem Kpt. kommen die Tränen.

Die Kinder liefern dem wartenden, heulenden Kpt. ein Eis – Jetzt geht’s wieder.

Was bei dieser Hitze auch noch richtig Spaß macht, ist n Ölwechsel – machen wir also auch noch. Der letzte war in Tazacorte… Es wird also mal wieder Zeit. Kuddel bekommt wieder n Doppelten.


Nun glänzt unser Motörchen wieder von innen – Der Kpt. nicht so, von außen.

Was bei dieser Hitze auch noch gut kommt, ist n Großeinkauf… Machen wir auch. Is aber wirklich ganz nett. Wir fahren zum vollklimatisierten „Corte Ingles“. Für den Rückweg nehmen wir ein Taxi.

Jule überredet die Putzfrau in der bereits geschlossenen Hafenbar uns noch ne Flasche Bier zu verkaufen. Puhhh. Pause.

Over und aus.

Apr.′ 12 25

Aufstehen, Tisch decken, die Kinder wecken. Eine Biologiestunde von Annika zum Thema, Malaria und Salmonellen steht an. Brr. Julita schreibt derweil einen Mathetest und muss tausend Dinge ausmessen. Und schätzen, wie groß ein Radiergummi ist. 2 cm oder 3m? So beginnen unsere Vormittage. Anschließend ein Blick auf die ToDo Liste für die Überfahrt: Heute ist die Starterbatterie an der Reihe. Irgendwie dreht sich der Starter vom Motor nicht mehr mit dem alten Elan. Hat sichs der Käptn doch gedacht, es fehlt destilliertes Wasser, und die Anschlussklemmen haben sich auch losgerüttelt. Also laufen wir ins Dörfchen, um dem Pingo Doce, dem Supermarkt einen Besuch abzustatten, unter anderem haben wir 5 Liter Aqua Destillata im Gepäck. Mit dem Rollwagen wieder zurück, dann wird die Batterie aufgefüllt, eingefettet und wieder eingebaut. Und siehe da, der Motor startet nun auch wieder mit Halbgas – wie früher – Super!!


Eigentlich hat der Kpt. alle Ladegeräte auf Bleigel bzw. geschlossene Bleiakkus eingestellt. Normalerweise sollten die Batterien dabei nicht gasen und Wasser verlieren. Hoffentlich haben unsere geschlossenen Bleiakkus von Vetus noch einen guten Wasserstand und halten den Rest der Reise durch – das Schauglas ist jedenfalls noch grün. Die nächste Batteriesorte wird jedenfalls wieder nachfüllbar sein.
Die Sonne steht noch hoch am Himmel und wir stürzen an den Strand. Ganz schön wellig heute. Aber die  Farben faszinieren uns noch immer. Sieht fast so aus, wie die Fotos unserer Freunde, die jetzt an den St. Blas Inseln waren. Türkisblaues Wasser, heller Sandstrand, ewig lang. Nur an der Temperatur lässt sich noch schrauben. Annika und Julia tauchen in die Fluten, Stefan und Julita spielen Fußball im Sand. Vor lauter Spaß haben wir glatt den Fotoapparat vergessen. Also, für einen Eindruck vom Strand schaut euch die Bilder vom Oktober an.

Am Abend sortieren wir Filme und überlegen, welche wir für die Nachtfahrten aufs Tablett kopieren.

Over und aus.

Apr.′ 12 23

Dieter kommt nach dem Frühstück mit seiner Hündin Bella zu uns. Der Kpt. fährt mit ihm zusammen auf dem Scooter zu seinem Schiff. Wir demontieren die Pumpe mit der Spezialzange für den Sprengring und begutachten den verschlissenen Simmering. Ok – der ist fällig. Die Kids kümmern sich um Bella und wir scootern mit 3 leeren Dieselkanistern und der zerlegten Pumpe ins Städtchen. Den Simmering gibt es im Rollergeschäft mit angeschlossener Werkstatt. Der Kpt. nimmt gleich zwei Stück, dass schlammige Wasser in den Flüssen könnte ihn relativ schnell wieder verschleißen.

40 Liter Diesel passen auch noch auf den Bock – und ab geht’s zurück zum Hafen.

Dieter erzählt Julia ein paar tolle POI auf Porto Santo. Wir überlegen uns, ob wir uns auch zwei Scooter leihen und damit die Insel erkunden.

Das Wetter scheint sich momentan eher gegen uns zu entwickeln. Dienstag und Mittwoch scheint als Ablegetag zur Algave gestorben zu sein. Evtl. könnte es am Donnerstag noch klappen, aber nur wenn sich die Entwicklung für Sonntag an der spanischen Südküste noch verbessert… Abwarten. Sonst bleiben wir noch n bisschen – oder nehmen den Bus 😉 .

Auf jeden Fall ist der Dieselvorrat wieder fast aufgefüllt (bis auf 20 Liter) und die Wasserpumpe pumpt wieder, ohne zu tropfen.

Mit der Crew der BALANCE (http://leblogtrotteuravoiles.blogspot.de/) gehen wir in die Stadt, checken die Rollerpreise, bunkern noch 20 Liter Diesel und besuchen den örtlichen Pingo Doce. Ein Galao mit türkisblauem Seeblick darf auch nicht fehlern.

Die Arme des Kpts. werden ganz schön lang auf dem Rückweg zum Schiff, Pascal löst ihn mal ab… Jetzt ist der Diesevorrat (120 Liter) bis zum Anschlag voll. Leider nicht so ganz billig. Der Dieselpreis ist wieder auf 1,48 € gelandet.

Die Kinder können es kaum den Einkauf erwarten und reißen uns sofort das Waschmittel aus der Hand…. 😉 – Zwei Töpfe Wäsche werden eingeweicht.

Wir verbringen einen netten Abend auf der BALANCE mit super leckeren Tapas.

Over und aus.

Mrz.′ 12 14

Rubicon am Morgen ist still.
Julita und Julia laufen früh am morgen erwartungsvoll zum Swimmingpool, innerlich gerüstet gegen eiskaltes Wasser. Leider vergebens, da sind Bauarbeiten, und der Pool ist geschlossen. So kaufen wir nur Brötchen und kehren aufs Schiff zurück. Ein kurzes Frühstück, dann legen wir ab und checken aus.


Draussen ist der Atlantik ruhig. Platte See. Wir motoren die Küste hoch. Ab Arrecife ist unsere Kurs nördlicher, die See wird unruhiger. Aber da wir ja schon den 4. Tag auf derselben sind, sind wir richtig seefest und können es trotz Gestampfe und Geruckel auch unter Deck gut aushalten. So motoren wir dahin, versuchen ein zu kreuzen, kommen nur selten in einen Winkel, in dem wir den Jockel ausmachen können und motoren weiter. Zwischendurch begleitet uns ein großer Schwarm Delfine. Bei Sonnenuntergang sind wir an der Ecke und können unter Segeln Graciosa anlegen. Mit dem letzten Lichtschein laufen wir in den Hafen ein. Der Marinero schwenkt die Lampe, seine obligatorische Trillerpfeife können wir nicht mehr sehen – wir sind geblendet. Er erkennt uns, wir stehen auf seiner Liste und dürfen anlegen. Leider geht in dem Moment der Motor aus und lässt sich nicht dazu bewegen, wieder anzuspringen.
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Der Käptn rollt die Genua aus und segelt souverän in die nächste Box. Zack da liegen wir. Klasse, gut geklappt. Das war noch ein Schreck in der Abendstunde. Der Motor wird kontrolliert. Öl wird nachgefüllt, Batterie gecheckt und der Jockel läuft wieder. Puh, da sind wir aber erleichtert. Wo es doch heißt, der Yanmar sei so gut, der bringt uns bis zum Mond. Kurzzeitig dachten wir schon, wir wären zu weit gefahren…
Müde und aus.

Feb.′ 12 15

Der Kpt. hat diese Nacht kaum ein Auge zugemacht. Erstens haben ihn die diversen Kuchen, Torten und Pizzas von Jules Geburtstag sehr zu schaffen gemacht und zweitens hat ihn die erste Offizöse die ganze Nacht bis halb sechs wach gehalten.
Jule hat sich am Abend beim Italiener einen Kaffee gegönnt und konnte dementsprechend nicht schlafen. Daher nahm sie sich das Buch von Renate vor: „Rubinrotes Herz, Eisblaue See“ – Sehr ergreifendes Buch – scheinbar. Jedenfalls hat sie zwischen 2h und 5.30h druchgehende Schniefattaken gehabt und mit ihrem Gejaule und lautstarkem tränenabgewische den Kpt. wach gehalten… *grummel*.
Beim morgendlichen Maschinenraumrundgang entdeckt der Kpt. an seiner frisch eingedichteten Opferanode ebenfalls einen Salzwassertropfen *heul*.
Neue Papierdichtung ausgefiedelt – etwas Dichtungsmasse rauf – festschrauben – dicht! Das Getropfe ist nun vorbei – das Buch wird auch zurück gegeben.
Nur zum Mittag werden wieder Zwiebeln gehackt… *schnief*. Ein ewiges Salzwasserproblem..

In der goldenen Stunde, wenn die Sonne so tief steht, dass sie alles golden anleuchtet, machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Einmal zum Chinesen, Schulhefte kaufen. Wir wandern den Berg hoch und blicken über leuchtende Bananenplantagen. Unglaublich viele Bananenpalmen mit dicken Stauden. Oben blicken wir übers Meer auf den Sonnenuntergang. Dann wird es wie immer schnell dunkel. Wir steigen für den Rückweg in den Bus und sausen wieder runter zum Hafen. Diesmal ohne Tränen.
Rotz und Wasser..

Feb.′ 12 13

Nun legt auch noch Werner ab. Jule ist ein bisschen betrübt, da die Zahl ihrer Geburtstagsgäste wieder um 1 Person gesunken ist 🙁 – Bei der Seefahrt bestimmen nun mal Wind und Wellen die Manöverzeitpunkte…
Apropos Manöver: Wir machen heute auch mal ein Manöver – ein Hafenmanöver. Es wird etwas einsam an Steg 3 und daher wechseln wir nun auch an Steg 2. Dort liegt die Men Goe und auch ne Menge anderer Fahrtensegler.


Da der Motor nun schon einmal gestartet ist, lassen wir ihn am Steg schön warm laufen und wechseln dann 2x das Öl (unser Yanmar YSE-8 hat ja keinen Ölfilter). Nun hat er wieder frisches sauberes Öl und ist wieder auf lange Laufzeiten vorbereitet – Das Getriebeöl wird auch gecheckt. Der Kpt. baut noch die Motoranode aus und die erste Offizöse schrubbelt sie ordentlich mit ner Drahtbürste blank. Dat geit noch, wird beschlossen. Und die neue Anode landet wieder im Werkzeugkasten.
Jule wird von Bord geschickt und die Restcrew packt Geschenke ein und bereitet den morgigen Geburtstag der ersten Offiziöse vor.
Over und aus!

Okt.′ 11 02

Es gibt Geburtstagspfannkuchentorte zum Frühstück. Die kleinste Matronsine ist heute 8 Jahre alt geworden.

Anni bereitet mit der Crew der Kira und Rancho Relaxo of the seas eine Kindergeburtstagsstrandralley vor.

Julita spielt mit Bruno im Schiff Lego und wartet gespannt auf den Startschuss zur Ralley.

Der Kptn. muss sich dem Schiff widmen – Ölwechsel – Diesel – Deck schrubbeln… Die Matrosin ist ja heute unabkömmlich. Schließlich gibt’s endlich den ersehnten Funkruf, wir dürfen kommen. Julita eilt mit Bruno zum Strand. Dort liegt der Rest der Bande unterm Sonnenschirm und aalt sich abwechselnd in Sonne und Wasser. Annika schwimmt mal eben von der ankernden Kira direkt an den Strand. Der erste Tipp ist: einen Hinweis in einem der drei Häuschen am Strand suchen. Dort steht auf einem Zettel. Suche eine große Ananas am Strand. Große Ananas. So sehen die kleinen Palmen aus. Ah gefunden. Dann 15 Steine der Mole abzählen. Dort findet sich der mysteriöse Zettel: Da fliegt ein Bunter Vogel am Strand, der weiß weiter. Hm. Tatsächlich, da fliegt ein Drache. Nichts wie hin. Nächster Hinweis: Der höchste Punkt am Strand. Ein Rettungsschwimmerturm. Also nichts wie rauf. Dort werden Bruno und Julita wieder fündig: Da wo der Schatten hinzeigt, liegt was verbuddelt. Uiui, also wieder runter. Und tatsächlich, was finden sie? Ein Ei!!?? Ein rohes, zum Eierlaufenspielen.

Nun spielen wir Eierlaufen und mit dem Löffel und an der Stirn. Herrlich. Sackhüpfen. Bruno kriegt extra Actionpunkte für häufiges Stolpern. Flaschendrehen mal anders: wir laufen schnell im Kreis um eine Flasche rum und anschließend versuchen wir ein Ziel zu erreichen. Wir torkeln, fallen hin, wälzen uns vor Lachen. Es waren noch mehr Spiele geplant, zum Beispiel den Käptn einbuddeln, aber, das haben wir irgendwie nicht mehr geschafft. Wir haben den Grill angeschmissen, Salate gebaut und in großer Runde den Geburtstag ausklingen lassen. Eine Schokotorte gabs auch noch mit 8 Kerzen drauf. Drei Geburtstagslieder haben wir gesungen, darunter ein argentinisches und dreimal durfte Julita ausblasen und sich was wünschen. Ein schöner Geburtstag.

Over und out.

Sep.′ 11 02

Um 8h klingeln 3 Wecker! – Wer sich das wohl ausgedacht hat? – Die Kids natürlich! Sie wollen heute mal vormittags Schule machen, damit sie am Nachmittag mehr Zeit zum Spielen haben. Guter Plan. Der Käptn und die erste Offiziöse werden quasi vom Frühstückstisch geschubst, damit die Kids endlich mit ihrem Tagespensum loslegen können.

Kuddel (Yanmar YSE8) hat seit ein paar Wochen ziemliche Startprobleme. Heute bleibt er nach ner halben Umdrehung stehen. Batterie – klar! – Aber warum? Der Käptn wühlt im Maschinenraum und findet den Übeltäter. Eine durchgebrannte 40 A Sicherung der Ladeleitung der Starterbatterie. Wie kann denn so was durchbrennen? Lag das an der Baked Beans Konservendose, die da in gefährlicher Nähe lag? Nichts genaues weiß man. Auf jeden Fall kriegt die Starterbatterie nu wieder Strom und Kuddel spring an wie eh und je. Die abnehmende Drehzahl des Anlassers hat ihn nicht mehr richtig durchgezogen.

Die Wartungsarbeiten gehen weiter: Diesel und Öl auffüllen.

Die Kinder bekommen schon kribblige Füße, wahrscheinlich weil sie heute n Schlauchboot aufzupumpen haben – wenn die wüssten! Nun müssen die strammen Waden des Käptn’s wieder ran. Kennt Mann ja schon.

Wäsche waschen ist auch dran. 12,50€ für eine Waschmaschine incl. Trockner investieren wir aber nicht. Eimerwäsche! 22 m Wäscheleine sind fest an Bord montiert: 2x Reling + 2x 3m nutzbare Vorschot.

Am Abend wird das Dingi geliefert. Der Käptn darf noch kurz verzweifelt einen Zurrplatz an Deck für diesig Packtasche suchen, dann wird ihm das Teil von den Matrosen entrissen. Ratz fatz wird es belüftet und motorisiert. Dann wurden die Matrosen längere Zeit nicht mehr gesehen. 🙂 Der Käptn und die erste Offiziöse dürfen sich mit dem Abwracken unserer Banane beschäftigen. Ein bisschen traurig sind wir schon…

Dann passiert das unglaubliche. Der Käptn dachte diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Aber doch – heute Abend soll es wieder einen GRILLABEND am Strand geben.

Pünktlich 15 Min. vor dem Sundowner belagern wir den leeren Strand. Eiswürfel haben wir den Spaniern auch noch aus der Truhe geleiert. Es gibt selbstgemixten Mojito, gegrillte Würstchen, selbstgefangene Sardinen & selbstgefundene Calamaris und überbackene Käsebrote. Die Kids hüpfen stundenlang dem Fußball am Strand hinterher. Eine echte laue Sommerparty am Strand unterm Castel. Annika nimmt sich den Kleinmatrosen an und verschwindet mit Julita, Line und Jonne irgendwann auf die Röde Orm. Als wir nachkommen, schlafen alle tief und fest.

Over und aus!

 

Aug.′ 11 08

Julia weckt den Käptn aus dem Schlaf und will gerettet werden. Sie hat noch mal schnell vor dem Auslaufen n Einkauf gemacht und sich aber völlig mit den Schleppmenge verschätzt. Stefan kommt ihr mit dem Hackenporsche entgegen und erlöst Julia mit dem Einkauf.

Der Wind pfeift auf der Hafenmauer ganz schön doll aus West. Schaumkronen und ordentlich Dünung zischen in die Brester Förde. Heute laufen wir noch nicht aus. Es wird um 24h nach achtern verholt.

Wir haben also noch Zeit.

Volker holt noch zwei Fische ausm Hafenbecken und schon hat der Cobb heute Abend wieder was zu tun. Dabei lernt der Käptn auch gleich wie man einen Fische filetiert. Das ist wichtig für die nächsten drei Tage auf See.

Für die Kinder müssen wir noch Rippchen und Wurst besorgen, sonst gibt’s wieder Gejammer. Der Kuddel will auch n neuen Dieselfilter haben.

Zum zweiten mal tapern wir ins Städtchen. Alle drei Yachtausrüsterladeninhaber zucken nur mit den Schultern oder Augenbrauen, keiner hat so eine ausgefallene Filtergröße. Weiter zum Supermarkt. Zwischen Glühbirnen und Rippchen beim Autozubehör gibt es unseren Dieselfilter. Auf einer Liste steht, dass diese Sorte von Filter so ca. in jedem 3. Auto eingebaut ist. 🙂 – Sehr ausgefallene Sorten…

Abends glüht das Fischfilet auf dem Cobb und die letzten Reste Rotweit der offenen Kanister aller drei Biscayaüberquerer in Spe werden entleer – Nun hat auch jeder ein neues Kopfkissen.

Es wir wieder ein sehr netter Abend – Nur leider etwas Kühl, das muss sich dringend ändern.

 

Aug.′ 11 01

Camaret ist ein Sammelhafen für Biskayafahrer. Viele Fahrtenschiffe legen hier an und warten auf guten Wind. Viele sind auch schon des Öfteren über die Biskaya, um die Welt oder die Milchroute (Atlatikrund) gesegelt.

Im Moment ist allerdings SW. D.h. wir bleiben noch ne Weile.

Der Kuddel bekommt ein bisschen Zuwendung und nen doppelten Ölwechsel. Hier gibt es einen großen Supermarkt. Die Auswahl ist toll – nicht mehr nur Englisch, daher schlagen wir hier zu und füllen unsere Backskisten mal wieder auf. Ein englisches Regal gibt es allerdings auch: Gingerbeer, Orangenmarmelade…

Auch gibt es mehrere Yachtzubehörläden, aber wir halten uns zurück. 🙂

Auf dem Rückschleppweg zum Hafen sehen wir Christian und Christine, ebenfalls mit etlichen Plastiktüten bepackt, vor einem Restaurant pausieren und Erholungsbier trinken. Wir brauchen auch eine Schlepppause und trinken auch ein paar Abkühlungen. Leicht angeschickert versuchen wir möglichst gradlinig wieder die Boote zu erreichen 🙂 .

Annika und Julita finden Freunde von der Hitch-Hike Heidi.

Abends laden uns Christian und Christine zu einer Fanzösischenkäseplatte ein. Lecker. Unser Rotweinkanister wird immer leerer.

Fast vollständig leeren wir den Karton bei der Abendweinrunde auf dem Steg mit den Crews von Thor, Hitch-Hike Heidi und Mer Goe.

Nette Gespräche – Tolle Atmosphäre, nun ja , Sternenhimmel, im Hintergrund spielen auf einem französischen Schiff Franzosen Gitarre und singen dazu. Uli, der mit seiner Frau die Runde Kanaren-Karibik schon dreimal gesegelt ist, erzählt von seinen Erinnerungen. Dazu gibt’s Rotwein und strahlende Augen. Die Kinder hören an Bord mit den beiden Zwillingen aus Kiel Hörspiele und freuen sich über die Muffins.

 

Mai.′ 11 16

Es gibt viel zu tun an Bord. Ich hab kaum Zeit Fotos zu machen bzw. hochzuladen… 🙁

Die ewig langen To-Do-Listen machen mich fertig, dabei ist’s doch nur son winziges Boot.

Nach und nach wir ein Punkt nach dem anderen abgearbeitet.

110407-003110403-007Die Kleine malt geduldig den Kiel an und Papa schraubt den neuen Krümmer wieder an die Maschine…..
Am Anfang der Ferien fertigen wir Schablonen an, laminieren den hintersten Kielbolzen, bauen ne Kiste für die Insel, malen Antifouling, der Zelt-Haase macht unsere Kuchenbude, bauen einen Abgassensor ein …. usw. usw.

Zwei Tage später kommt die Röde Orm ins Freie. Wir dichten die Scheuerleiste ab um einen wiederholten Wassereinbruch im Kinderzimmerregal (Vorschiff STB) zu vermeiden. (Julita entdeckte auf einer wilden überfahrt die wasserspritzende Schraube, wenn der Bug in eine Welle tauchte)

bild-005 bild-011Am Ende der Frühjahrsferien tuckern wir mit dem Deutz Richtung Strande um die Röde Orm ins Wasser zu lassen. Sogar das letzte neue Seeventil ist dicht.

Kuddel springt sofort an und schiebt uns gegen die hohe Ostwindwelle in Richtung der Kieler Innenförde. Nach ein paar Minuten fällt dem Käpt’n ein, dass er ja gar nicht die Wellenbuchse entlüftet hat. Die komplett zugemüllte Backskiste wird in die Plicht entleert, der Käptn kriecht in die Kiste und walgt die Buchse durch, bis das Wasser ihm ins Auge spritzt. Die mittlerweile grüngesichtige Crew freut sich, als die Maschine wieder läuft und die Fahrt mit etwas weniger Geschaukel weiter gehen kann.

bild-043 dscn6979dscn6977Wir kommen gut beim PTSK an und arbeiten täglich weiter am Boot. Der Spargel wird gestellt – angesegelt – und wieder gelegt. Es wird noch ein Beschlag für ein 2. Vorstag montiert (Danke Thomas!!!) und ein neuer Windex. Der alte Radrreflektor ist raus geflogen und durch einen Tri-Lens Radarreflektor ersetzt worden. Der Radarreflektor ist n ganz moderner mit Lüneburg Linsen, er hat richtig gut in Tests abgeschnitten. Ein Wermutstropfen hat er aber schon, neulich fragte mich ein Vereinskollege, warum wir den n BH auf’m Masttop hätten… 😉

bild-066dscn6969dscn6972An und unter Deck geht es voran. Im Cockpit wird Teak verlegt (Danke Walter), wir bekommen nu keinen nassen Hintern mehr und das Wasser läuft unter uns ab.

Auch die Kopfschmerzen beim segeln sind endlich vorbei. Durch ein paar Klappen vor dem ehemals offenem Regal, fliegen die Bücher, Funkgeräte, Becher und Ferngläser einem nicht ständig gegen den Kopf. Eine Minipumpe holt nun auch den letzten Tropfen Wasser, nach einer stürmischen überfahrt aus der Bilge – Vorher musste der Käptn immer bäuchlings mit ausgestrecktem beschwammten Arm die Wasserreste aus der hintersten Eckse wischen *stöhn*.

dscn6975Nach ein paar kleinen Änderungen, Verstärkungen und Verbesserungen hat Zelt-Haase unsere Bimini – Kuchenbude – Kombination fertig gestellt. Wir sind begeistert!

 

Over und aus!

Mrz.′ 11 20

Der Erste und der Käpt’n müssen sich mal um Kuddel (den Diesel) kümmern. Kuddel hat Probleme mit der Abgasentsorgung, zeitweise pustete er etwas seitlich raus. Die Dichtung aus Gun Gum hält nicht ewig. Ein neuer Krümmer und ein Mischknie ist schon besorgt, aber erstmal muss das alte Zeug runter.

Der Erste ist äußerst biegsam, klein und dünn und kann somit in jede Ecke des Motorraums kriechen… 🙂

Hat er gut hinbekommen. Die drei Schrauben vom Krümmer gingen gut los und der Anschlussschlauch zum Wassersammler auch.

Nach dieser Aktion fühlte sich der Erste wie „Johann“ von „Das Boot“.

Leider ist der Abstand zwischen Mischknie und Wassersammler zu klein um dort in den Schlauch den geplanten neuen Temperaturfühler einzusetzen. Ich brauche noch ein kurzes Zwischenstück hinter dem Krümmer um das Mischknie ein paar cm höher zu legen.

Sollte aber klappen, so dass die Sache in nächster Zeit wieder montiert werden kann.

 

Over und aus!

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