{"id":151,"date":"2005-11-22T01:01:05","date_gmt":"2005-11-22T00:01:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.co-ki.net\/wordpress\/?p=151"},"modified":"2009-02-22T01:02:57","modified_gmt":"2009-02-22T00:02:57","slug":"italia-2005-im-herbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.co-ki.net\/?p=151","title":{"rendered":"Italia 2005 im Herbst"},"content":{"rendered":"<p>Italien im Herbst 2005<\/p>\n<p>In Kiel scheint die Sonne. Wir r\u00e4umen das Boot aus und das Auto ein und fragen uns, warum wir eigentlich nicht zwei Wochen segeln gehen. Bei so nem Wetter.<\/p>\n<p>Erst geht&#8217;s nach Ohe, zu Opas Geburtstag. Am n\u00e4chsten Morgen um 5 Uhr fahren wir in Ohe los.<br \/>\nDie Fahrt verl\u00e4uft recht spannend, Claudia Funke unterh\u00e4lt uns mit Tintenherz recht nett.<\/p>\n<p>In S\u00fcddeutschland, in Kirchheim kauften wir beim Campingausr\u00fcster Herzog unser fehlendes Innenzelt. Das war eine nette M\u00f6glichkeit, sich die Beine zu vertreten. Es gab eine B\u00e4llebad und zwei Leuchtdioden Taschenlampen zum besseres Lesen. Und zwei Kinderklappst\u00fchle. Und mehrere Wutausbr\u00fcche. Nun ja.<\/p>\n<p>Abends kamen wir mit Sonnenuntergang auf dem Campingplatz \u201eFischer am See\u201c an. Umgeben von hohen Heidi-Bergen direkt an einem Flu\u00df.<\/p>\n<p>Ein ziemlich idyllischer Platz.<\/p>\n<p>Im Halbdunkeln haben wir das Zelt aufgestellt und das neue Innenzelt eingeh\u00e4ngt. Man sollte neue Zelte im Hellen und ausgeruht mit viel Geduld das erste Mal aufbauen. Wir erf\u00fcllten keinen dieser Grunds\u00e4tze. Nach 15 Stunden Autofahrt mit nur zwei l\u00e4ngeren Pausen (Zeltkauf und McDonalds Abendbrot), haben wir immerhin ganz Deutschland durchquert.<\/p>\n<p>Nachts, im Dunkeln h\u00f6rten wir komische Grunzger\u00e4usche, die immer n\u00e4her kamen. Elche? B\u00e4ren? Ein Br\u00fcllen? Ganz sch\u00f6n gruselig.<\/p>\n<p>Wir haben ziemlich gefroren. Beim Morgenspaziergang h\u00f6re ich Kuhglocken in der Ferne l\u00e4uten. Heidi eben. Rundherum Berge, bunt bewachsen.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck geht&#8217;s auf nach Italien. Wieder fahren wir den ganzen Tag Auto, mit zwei Tankstellenpausen. Immerhin schon italienische Tankstellen. Unterwegs telefonieren wir mit J\u00f6rg. Er h\u00e4lt uns in Florenz einen Platz frei. Das Wetter wird immer schlechter. Regen. Doch in Florenz soll die Sonne scheinen. Es ist schon dunkel, als wir auf dem Michelangelo Zeltplatz \u00fcber den D\u00e4chern von Florenz ankommen.<\/p>\n<p>J\u00f6rg und Heidi gehen mit Lena, Annika und Julita auf den Spielplatz, w\u00e4hrend Stefan und ich das Zelt aufbauen. Kaum steht es, geht der Wolkenbruch los. Regen, Regen die ganze Nacht.<br \/>\nHafentag. Wir bleiben noch hier. Trotz Regen. Wir machen einen Spaziergang in die Stadt.<\/p>\n<p>Auf der Goldschmiedebr\u00fccke sitzen Stra\u00dfenverk\u00e4ufer Decke an Decke. Als ein Polizeiauto in die Stra\u00dfe einbiegt, raffen sie ihre Decken zusammen, werfen sie sich wie einen Sack \u00fcber die Schulter und schupps ist die Br\u00fccke aufger\u00e4umt. Unschuldig verschwinden die Stra\u00dfenverk\u00e4ufer in der Menge, um dann genauso schnell ihren Stand an einer anderen Ecke wieder aufzubauen. Beeindruckend mit anzusehen.<br \/>\nUns lockt das Wissenschaftsmuseum. All die spannenden Ger\u00e4te, Uhren, Teleskope, Me\u00dfger\u00e4te, Fahrr\u00e4der, Motoren, Kurbeln und Lichter. Alles nur zum Ansehen. Dabei k\u00f6nnte man an vielen Dingen so sch\u00f6n rumprobieren. Doch die italienischen Aufseherinnen sind streng dabei. Nix f\u00fcr Kinder, Lena und Annika langweilen sich.<br \/>\nWieder draussen hat es wieder zu regnen angefangen. Wir durchstreifen Florenz auf der Suche nach einem Internetcafe und finden eines. Dort w\u00e4rmen wir uns auf und checken emails. Anschlie\u00dfend gehen wir Pizza essen in einer Stra\u00dfenpizzeria unterm Sonnenschirm.<br \/>\nFlorenz hat sich uns durch zwei Merkmale eingepr\u00e4gt. Da sind einmal endlos viele Roller unterwegs. Ich wage zu behaupten, mehr Roller als Menschen. \u00dcberall h\u00f6rt man es knattern und hupen. Und die Autos die zwischen den ganzen Rollern stehen haben alle ne Beule. Einen Kratzer oder eine Beule. Ausnahmslos.<\/p>\n<p>Nachmittags fuhren Stefan und J\u00f6rg nochmal einkaufen und ich widmete mich der W\u00e4sche.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag bauen wir in prasselndem Regen das Zelt ab. Etwas genervt machen wir uns auf den Weg an die K\u00fcste. In Moneglia regnet es nicht mehr. Die Frau an der Rezeption zeigt uns, dass die Zeitung Sonne verspricht.<\/p>\n<p>Der Blick \u00fcber die Bucht ist mal wieder wunderbar. Endlich wieder ein Horizont auf dem Wasser.<br \/>\nZum Abendbrot kreierten Lena und Annika einen Salat mit \u00c4pfeln und Erdn\u00fcssen.<\/p>\n<p>Samstag wachten wir bei Sonnenschein auf. Endlich. Badesachen raus und ab zum Strand. Stefan wagte den Weg mit der Karre durch den Tunnel. Ziemlich spannend, man mu\u00df den genauen Zeitpunkt abwarten, damit kein Auto entgegen kommt. Dazu ist der Tunnel zu schmal. Wir anderen kraxelten \u00fcber die Steine am Ufer. Wohlbehalten trafen wir uns in Moneglia am Strand, wo wir wunderbar badeten.<\/p>\n<p>Mittags gingen wir mit den Klinners Pizza essen. Jeder bekam eine Riesenpizza. Zum Nachtisch gabs ein Geheimtipp-Eis. Ein Campingnachbar empfahl uns einen Eisladen in einer Nebenstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Am Sonntag fr\u00fchst\u00fcckten wir in der Sonne, mit direktem Blick aufs Meer. Inzwischen waren wir mit Millionen von kleinen K\u00e4tzchen bekannt geworden, die \u00fcber den Platz streunten. Sie wurden von Mahlzeit zu Mahlzeit frecher.<\/p>\n<p>Toke, der am Gel\u00e4nder angebunden war, mu\u00dfte so einiges ausstehen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck sind wir nach Moneglia gestiefelt. Dort haben wir den Strand mit Sandburgen versch\u00f6nert. Stefan versuchte eine Sandburgen Tropf-Technik.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gingen wir zu einer Festungsruine, die in den Berg hineingebaut wurde. Von dort hatten wir einen herrlichen Blick.<\/p>\n<p>Auf dem Campingplatz feuerten wir den Grill an. Wir schafften es so gerade noch vor dem Dunkelwerden, lecker Abendbrot zu essen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag setzten wir uns in die Bahn und fuhren in die Cinque Terre. Bis nach Riomaggiore. Von dort gingen wir den Wanderweg \u201eVia del amore\u201c (!!) nach Manarola entlang.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir uns auch verewigt. Aber nicht, wie viele vor uns, in einen Kaktus geritzt.<\/p>\n<p>In einer Bar haben wir Mittag gegessen und Postkarten geschrieben.<\/p>\n<p>Tomatenbrot<\/p>\n<p>In Manarola stehen vor jedem Haus kleine Boote. Voll witzig, wie sonst jeder ein Auto hat, hat hier eben jeder ein Boot.<\/p>\n<p>Von Manarola aus sind wir dann mit dem Boot nach Monterosso gefahren.<\/p>\n<p>Ein wundersch\u00f6nes Panorama bot sich uns.<\/p>\n<p>Von Monterosso ging es mit der Bahn wieder nach Moneglia.<\/p>\n<p>Auf dem Bahnhof unter Palmen.<\/p>\n<p>Lena wollte so gerne nochmal nach Pisa. Annika wollte lieber bei ihren Freundinnen und den Katzen bleiben. Also fuhren wir alleine nach Pisa. Auf der Autofahrt h\u00f6rten und lasen wir Tintenherz weiter. In Pisa fanden wir den schiefen Turm ziemlich schnell.<\/p>\n<p>Ganz sch\u00f6n schief, wirklich.<br \/>\nWir a\u00dfen irgendwo zu Mittag und verstanden kein Wort, von dem, was der Kellner uns erz\u00e4hlte..<\/p>\n<p>Lena und ich lie\u00dfen uns noch von einem afrikanischen Trommelverk\u00e4ufer einlullen und gingen uns die Cathedrale anschauen.<\/p>\n<p>Ein paar Fotos aus der Cathedrale<\/p>\n<p>Dann fanden wir wider Erwarten unser Auto wieder&#8230; es parkte doch etwas kompliziert weit weg.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag war schon der Heimfahrtag. Bis 10 Uhr sollten wir den Platz verlassen haben. Alle halfen beim Abbau mit \u2013 super gut. Ohne Wutausbr\u00fcche. Und wir sa\u00dfen um 10 Uhr im Auto. Ohne versteckte K\u00e4tzchen. Nicht schlecht.<br \/>\nWir \u00fcberlegten noch, ob wir uns die kalte Nacht in S\u00fcddeutschland antun sollten. Aber das Auto fuhr so gut, und wir waren so fit, dass wir durch fuhren.<\/p>\n<p>Um 21 Uhr machten wir eine gro\u00dfe Abendbrot Rast. Dann legten sich alle schlafen, bis auf Stefan, der fuhr. Stefan und ich wechselten uns alle zwei Stunden ab und um 7 Uhr morgen legten wir sicher in Ohe an. Lena und Annika, die ja die ganze Nacht geschlafen hatten, nahmen Julita mit zu Opa zum Fr\u00fchst\u00fcck und Stefan und ich kuschelten uns ins gro\u00dfe warme Bett.<br \/>\nDeutschland ist im Herbst ganz sch\u00f6n kalt..<br \/>\nEs war mal wieder sch\u00f6n, wir haben wieder kein Italienisch gelernt und keine italienische Katze mitgebracht.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Italien im Herbst 2005 In Kiel scheint die Sonne. Wir r\u00e4umen das Boot aus und das Auto ein und fragen uns, warum wir eigentlich nicht zwei Wochen segeln gehen. Bei so nem Wetter. Erst geht&#8217;s nach Ohe, zu Opas Geburtstag. Am n\u00e4chsten Morgen um 5 Uhr fahren wir in Ohe los. 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