
Der Wind dreht etwas zu weit nördlich. Es wird leicht ungemütlich hier hinter der Nordspitze von Bagø. Die Erste kurbelt den Anker aus dem sandigen Grund.
Beim Frühstück hat sich die Crew der Røde Orm auf Thorø Hus geeinigt. Eine Pfahlbucht, in der die Pfähle vorwiegend von Fischerbooten besetzt sind, aber es gibt auch immer ein paar alte verwaiste Pfähle, die man gut benutzen kann.
Die Einfahrt zur Bucht ist unbetonnt. Die Erste steht am Bugkorb und gibt dem Käptn Signal… Aber er hat nicht richtig auf sie gehört und die Røde Orm rutscht kurz über Schiet.
Wir suchen nach einer Erklärung. Wahrscheinlich hat sich die Sandbank in der Einfahrt etwas verschoben und der Käptn benutzt noch die alten Kleinhirndaten aus der Hafennavigation. Wenigstens sind jetzt keine Muscheln mehr am Kiel. Vielleicht hatte auch der GPS Plotter einen kurzen Kontrollverlust beim Datenempfang. Neu abgespeichert in des Käptns Kleinhin ist jetzt jedenfalls nicht mehr „mit einem Reifen auf dem Strand einlaufen“, sondern „mit einer Schiffslänge vom Strand freihalten“.
Pinta II wird zum Landgang fertig gemacht. Wir wandern um die Insel Thorø – „Schullandheim“ auf dänisch. Wat schöööön.
Zurück an Bord grillen wir Hotdogs im Cockpit und fallen in das „Langeweilig ohne Wacken“ – L:O:W – Loch.
Wir bereiten uns stattdessen auf das Baltic-Open-Air in der Nähe von Schleswig vor.
Auch und gut.














