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Mai.′ 12 07

Tatsächlich, die Gribfiles stimmen. Gestern Mittag haben wir Segel gesetzt und kommen seitdem mit 5-6 Kt. sehr dieselsparend voran.

Der Wind pustet so ca. mit 15 Kt. von hinten (sw) und wir hangeln uns schön an der Kante des Tiefs lang, damit der Wind möglichst lange so bleibt.

Leider ist wohl ab morgen Abend, oder früher nix mehr zu machen, dann ist wohl wieder Kuddel dran.

Aber wir haben noch ca. 90 Liter Sprit – Das reicht.

Aber auch heute Vormittag ist reicht der Wind noch für über 5 Kt. fahrt.

Wir kommen gut vorran.

Einfach abbiegen und an Land fahren geht nicht. Da müssen wir durch. Meilenweit Wasser. Rundherum Horizont. Himmel blau – Wasser blau. Dazwischen unser Boot. Rollt. Segelt aber gut. Gegen 5 Uhr früh lässt der Wind nach. Wir fahren nur noch knapp 4 Knoten. Wenn wir unter 5 Kt. fahren kriegen wir an der Küste wahrscheinlich Wind auf die Nase.

Noch segeln wir weiter. Kuddel bleibt noch aus.

Als es hell wird, ziehen das Groß noch hoch, Schmetterlingssegeln. Den Kurs kann Jule schon nicht halten, wenn sie wach ist – denkt sie. Und jetzt das ganze noch im Halbschlaf. Aber zum Glück macht das ja Anton. Wir fahren nun wieder 5 Knoten.

Um 9h ist blauer Himmel, wir rauschen übers Meer. Langsam gewöhnten wir uns an den Rhythmus und können auch schlafen.

Blauer Himmel. Sonnenschein.


Eine Taube umkreist das Schiff. Sie setzt sich auf die Reling und guckt uns an. Anni hält ihre eine Schüssel Wasser hin, aus der sie gierig trinkt. Julita tauft sie „Bella“. Bella fliegt auf die Großschot. Sie hat rote Ringe um die Beine. Sie ruht sich auf dem Schiff aus, trinkt und stärkt sich – und scheißt es voll…

Noch 200sm bis Lagos – allerdings machen wir wohl noch einen kleinen Nordschlenker und fahren dann Ostkurs Richtung Lagos.

 

ZEIT: 2012/05/07 09:15 | BREITE: 35-36.51N | LÄNGE: 012-31.40W | KURS: 65 Grad | GESCHWINDIGKEIT: 5 kt | WIND_GESCHW.: 12 kt. | WIND_RTG: SW | WELLEN_RTG: W | WELLEN_HÖHE: 1M | WOLKEN: 35%

 

Over und aus..

Mai.′ 12 06

Um Mitternacht fällt uns ein, wir müssen Öl kontrollieren. Mit Kopflampe und Tüchern bewaffnet geht’s in die Maschine. Erst Motor abkühlen lassen im Standgas – 20 Min. oder so. Ausstellen – Treiben lassen… Ja es muss etwas nachgefüllt werden. Der Jockel wird wieder gestartet und weiter geht’s duch dir Nacht. Kein Wind.

Um 6h muss ein Frachter angefunkt werden, der uns sehr nache kommt. „I want just cehcek, if you can see me!“ – „Yes I can“ – sehr beruhgend.

Ab 10h können wir segeln. Oh welch Ruhe kehrt ein. Nur mit Vorsegel machen wir schließlich bis zu 6 Kt. Fahrt. Es schaukelt immer noch.

Ein flaues Gefühl im Magen werden wir nicht los. Wie wertvoll ist gerader, fester Boden unter den Füßen. Nix zu machen. Noch drei Nächte.

Annika und Julita bleiben tapfer bei ihren Hörbüchern, können inzwischen mitsprechen.


Am Nachmittag gibt s ne Seewasserdusche – mit nem Eimer einmal waschen.

In der Nacht steht wieder ein heller Mond. Es wird kaum richtig dunkel.

Der Wind soll bis Montag Abend durchhalten.

Wäre ja ganz schön um Diesel zu sparen.

ZEIT: 2012/05/05 07:00 | BREITE: 34-15.58N | LÄNGE: 014-29.359W | KURS: 55 Grad | GESCHWINDIGKEIT: 5 kt | WIND_GESCHW.: 5 kt. | WIND_RTG: S | WELLEN_RTG: W | WELLEN_HÖHE: 1M | WOLKEN: 85%

Over und aus.

Mai.′ 12 05

So.
Nun sind wir abgelegt und machen uns auf den Weg ans Festland.

Morgens früh von der DIEVAGO verabschiedet, im Hafen Segel gesetzt. Hinaus aufs Meer. Mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf den Weg. Lust haben wir nicht, aber der Wetterbericht sieht ganz gut aus.

Wir müssen erst motoren. Die Kinder hören Hörbücher, sitzen in der Koje, wir haben den Tisch runtergelassen. Dort haben sie sich ein Nest gebaut.

Nachmittags sehen wir Schildkröten.

Porto Santo ist noch lange am Horizont zu sehen. Vor uns Wasser. Abends füllen wir Diesel nach. Wir müssen die Nacht wohl durchmotoren.

Ein großer, heller Vollmond geht auf und leuchtet uns hell durch die Nacht.

Es schaukelt.

Evtl. klappt Lagos. Vielleicht müssen wir aber auch weiter nördlich anlegen, wegen des einsetzenden Nordwindes vor der Südküste.

446sm.

Also knappe 4 Tage und Nächte ansegeln. 🙂

 

Over und aus.

März.′ 12 12

ZEIT: 2011/03/12 13:00 | BREITE: 29-07.96N | LÄNGE: 016-19.41W | KURS: 95 Grad | GESCHWINDIGKEIT: 4,8 kt | WIND_GESCHW.: 6 kt. | WIND_RTG: NE | WELLEN_RTG: NW | WELLEN_HÖHE: 2.0M | WOLKEN: 90%

Die Nacht verlief ruhig – bis auf den laufenden Motor. Der hat geackert. Leider kommt der Wind nicht aus Nord sondern aus NE. Wir motoren also gegenan. Es ist aber nicht viel Wind 6-7 Kt. Also kein Problem. Mit dem Sonnenaufgang feiern wir Annika´s Geburtstag! Sie wird 14 Jahre! Es gibt selbstgemachte Philadelphiatorte. Renate und Julia haben gezaubert und sie in zwei Tupperdosen in unsere Kühlbox eingelagert. Torte zum Frühstück! – Lecker! Ein Delfin begleitet uns und gratuliert Annika. Der neue MP3 Player (son Apfeldings) wird sofort eingesettz, die Lavasteinkette mit dem Gecko von Renate und Uli hängt schon um Annis Hals und aus der Kuhmüslischale wird Torte genossen. Um 8.30h kreuzt ein Frachter unseren Weg. Das einzige Schiff seit 20 Stunden. Keine Landsicht. Wir sind jetzt auf der Höhe von Tneriffa, nur viel weiter nördlich. Noch 150 sm bis Graciosa oder Rubicon – So ganz sicher sind wir noch nicht… Nach der Torte fallen der Kpt. und die Offiziöse wieder in einen Tiefschlaf. Die erste Offiziöse hat mal neue Tabletten gegen Seekrankheit ausprobiert: Biodraminakoffein. Helfen ziemlich gut. Nur sie puschen halt ziemlich auf und Schlafen geht nicht zu gut. Bei Vitamin C ist es umgekehrt. Zum Mittag gibt es Fertigchinanudeln die nur mit heiß Wasser angerührt werden. Die neue Herdkonstruktion mit Schlingerschutz erfüllt ihren Zweck. Weiterhin (13h) wenig Wind von vorne, lange Dünung. 4-5 Kt. Fahrt.
Over und aus.

Dez..′ 11 14

Die Erste Offiziöse klötert mit den Tassen und Kannen, ab und zu bekommt der Kpt. einen kleinen Schwupps Wasser ab, damit er aufwacht.

Die Sonne geht bald auf. Wir müssen ablegen, wir haben heute knapp 60sm vor uns bis nach Las Palmas auf Gran Canaria.

Wir setzen wieder nur unsere Genua und laufen aus.

8sm entlang der Südküste von Fuerteventura bis zum Pt. Jandia. Kurs 280 Grad 48sm.

Als wir noch 33sm vor Gran Canaria sind, können wir die Insel erkennen.

Olaf von der Sophie teilt über Funk mit, sie hätten beinahe eine Turtel überfahren. Die Kinder werden ganz wild und halten nach diesem Funkspruch dauerausguck. Danke Olaf ! – Der Kpt. kann sich erstmal zwei Stunden aufs Ohr legen… 🙂

Pünktlich mit dem Sonnenuntergang machen wir im Yachthafen Las Palmas fest.

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Der große Hafen ist voll, wir müssen in der kleine Südbecken gehen.

Ganz schön laut und hell. Las Palmas ist halt ne Großstadt. Daran müssen wir uns erstmal gewöhnen.

Wir werden nicht alt heute Nacht!

Over und aus!

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