asdf
Juli.′ 25 05

Der Kptn. un sin Fru werden in der Koje von den Boen hin und hergerissen. Die Røde Orm tanzt am Anker in der Dyvig hin und her. Es hat wieder aufgefrischt. Immerhin scheint manchmal die Sonne ☀️. Nach Baden ist uns bei dem Geheule nicht so richtig. Auch eine Überfahrt an das Festland steht bei den kleinen, fiesen, spritzenden Wellen mit dem Dinghi nicht zur Diskussion.
Die Røde Orm bekommt einen Innenraumputz und anschließend beschäftigen wir uns mit anderen Dingen: Schreiben, Bilder sortieren, aufs Wasser glotzen, Kaffee trinken. Der Windtag vergeht. Morgen steht wieder ein Ortswechsel an – denken wir.
Gegen Mittag hat der Wind sich ein wenig entspannt. Der Käptn. hat Hunger, aber im Kühlschrank herrscht gähnende Leere – also Gemüse und so gibt es schon noch… Aber der Käptn. will Fleisch. 🥩 Die Erste hatte sowieso Lust auf einen Spaziergang, also satteln wir das Dinghi und nehmen auch gleich noch den Reservekanister mit an Land. Die Erste läuft zu Fuß nach Nordborg (sie hätte auch den Bus nehmen können) und der Käptn. fährt 3x hin und her, bis er wieder ein gutes Gefühl mit dem Inhalt des Dieseltanks hat. Vorsichtshalber wirft er auch noch einmal einen Blick in die Bilge und sucht nach einem Loch im Dieseltank – 60 Liter reichen jetzt aber auch erstmal.
Kaum ist die ganze Dieselsauerei (es tropft ja doch manchmal etwas daneben) aufgewischt, da will auch schon die Erste wieder abgeholt werden.

Endlich gibt es Frischfleisch, denkt sich der Käptn., aber dann kommt die Sonne heraus und der Wind wird segelbar.
Der Anker hat nach zwei Tagen im Dyvigsumpf ordentlich Schlamm angesetzt – was ne Sauerei.
Es ist schon recht spät, aber für zwei Stunden Segelspaß reicht das Licht noch aus. Wir dümpeln bei einer leichten Brise in den Alssund und machen an unserem Lieblingspfahl fest. Wat schöööön hier – heute.
Morgen sieht es schon wieder ganz anders aus.
Regen – Regen – Regen.
Aber wir liegen hier schön geschützt und ruhig und beschäftigen uns mit einem Tandorihuhn und der Kescherreparatur. Ein paar Folgen einer Kochsendung müssen auch noch verspeist werden. Wir kriegen den Tag herum und sind frohen Mutes – es soll ja besser werden.
Es ist ein bisschen wie Langfahrtsegeln, man ist 24 Std. an Bord. Nur ohne Schaukeln und Wache gehen.
Rumhängen und Pfahl.

Juni.′ 21 18

Ein Hallöchen in die Runde,
es gibt nicht viel zu erzählen, es ist kalt geworden, lange Jeans, Wollsocken, Segeljacke und warme Oberbekleidung. Gestern am Tag und in der Nacht sogar Regen, den ich nicht bestellt habe. Dazu ein ordentlicher Wind aus der falschen Richtung.

Heute sind wir mit Scootern über die Insel gebraust, an den wichtigsten Ausflugspunkten vorbei. Halt das ganz normale Seglerleben, wenn die Zeit um die Ecke gebracht werden muß. Gestern über ein Musikgeschäft in Horta gestolpert und ich glaube mein Mitbringsel hängt da jetzt noch am Gitarrenständer. Ich glaube es wird meine 5te. Gitarre die ich nach der Rückkehr in meinem Zuhause habe. Heute war ich noch mal in dem Geschäft zum Stimmen und Bespielen. Handarbeit aus Portugal, gut klingend, mit einem eigenen Stil und auf den Azoren gekauft, egal ob sie eigentlich überflüssig ist, aber ein Mitbringsel mit Bestand und wo ich mich in ihrem Klang auf die Inseln beamen kann. Was will ich mehr.

Heute Abend hatten wir ein letztes Essen und Kneipenabend im Cafe Sport und morgen Abend lassen wir uns von dem kommenden Westwind im Norden der Insel abholen, auf dem Weg nach Kiel.

Mit besten Grüßen aus den Weiten des Altantiks von Faial,
Uwe.

Juni.′ 21 16

Ein Hallöchen in die Runde!
Irgendwie sind wir doch alles arme Hunde, quälen wir uns mit so kleinen Schiffen über die großen Meere und andere sind mit Yachten unterwegs, wo man den Kontakt zum Vorschiff nur über Funk aufrechterhalten kann. Ein Schiff im Hafen z.B. hat so seine 200 Fuß, eine Slup mit 5 Salingen am Mast. Leider wurde uns der freundschaftliche Besuch an Bord verwehrt, ich weiß auch nicht, was die gegen uns hatten. Wir waren frisch geduscht, hatten frische T-Shirts an und sahen ganz manierlich aus, aber irgendwie waren wir wohl nicht richtig gekleidet oder wir waren so transparent, dass man uns die Armut mit digitalen Zeichen auf der Stirn oder auf deren Plotter ansehen konnte. Vielleicht haben wir auch nur versucht den falschen Kontakt herzustellen.
Diese Leute mit Schiffen so ab 65-70 Fuß sind schon ein komisches Volk, wollen die keinen richtigen Spaß in einer Seglerrunde mit vielschichtiger Gemeinschaft erleben?

Was haben wir so die Tage gemacht?? Na ja, langweilig ist uns nicht geworden. So ein paar Sachen mussten halt gemacht werden. Z.B. die Reffleine der Rollanlage, einer Furlex 200, wechseln. Da habe ich auch schon bessere Lösungen gesehen z.B. Harken, Profurl, aber die Spannung der Reparatur bei einer Furlex ist größer. Warum?? Es kann einfach soviel an wichtigen Dingen, kleine Schrauben, Halbschalen usw. über Bord gehen, dass diese Arbeit einfach dem Skipper richtig was abverlangt. Dazu der Kommentar von Stefan „Cool. War nicht so wild, oder“, dazu mein Kommentar: „Na ja, Vergnügungssteuer mussten wir dafür nicht bezahlen“.
Dann musste natürlich das Hafenbild gemalt werden und zum ersten Mal auf dieser Tour auch ganz groß Wäsche gewaschen werden. Das neue Hafenbild entstand ganz in der Nähe von meinem Alten aus den Jahren 2007 / 09, ergänzt durch die Einhandtour 2013 / 14. Wir durften uns dann wieder verholen in den Innenyachthafen mit Fingerschlengel und freiem Zugang zum Land, ohne uns über andere Schiffe quälen zu müssen a la Helgoland. Obwohl sie in Helgoland nur richtig mutig liegen, mit 10 und mehr Schiffen, aber hier ist bei drei Schiffen Schluss. Ist auch besser so. Wer von euch hier mal hinkommt, seht zu das ihr innen liegt.

Am Hafenbüro im Päckchen kann es bei entsprechendem Wetter die Hölle sein, so wie ich es 2007 erlebt habe. Als Zuschauer habe ich mich mit Grauen abgewendet und konnte ganz gemütlich in meinem Schiff im Innenhafen am Steg B verschwinden. Morgens war ich nur ein bisschen genervt über den Lärm, der draußen war. Bis ich realisiert habe, dass unser Steg frei im Hafen trieb und die Halterungen an den senkrechten Rohren gebrochen und abgerissen waren. Auch sämtliche Versorgungsleitungen, Strom und Wasser waren abgerissen und die Hafenleute waren bemüht, uns mit starken Gurtbändern zu halten. Ich habe ihnen verziehen.
Zu erwähnen ist vielleicht, dass das neuerliche Verholen diesmal ohne größere Verluste und Versenkungen geglückt ist. Ich war und bin stolz auf mich.
Und wie geht es weiter?? Ein bisschen Vergnügung muss ja noch sein, Inselrundfahrt, Einkaufen, Diesel bunkern usw.. Ich denke so ab Freitag kündigt sich gutes Wetter an, Wind aus der richtigen Richtung mit 20 – 30kn vielleicht, um dann endlich den Bug nach Osten zu wenden, um den englischen Kanal, so in 1200sm, anzusteuern.
Mit besten Grüßen aus den Weiten des Atlantiks von Faial,
Uwe.

März.′ 20 02

Die Backkisten sind schon wieder leer – verwunderlich. Außerdem wollen wir ja irgendwann auf einen Dreitagestörn Richtung Madeira starten. Ein bisschen Reserven wären also ganz gut. Vielleicht werden wir auch mal unter Quarantäne gestellt – wir kaufen also noch mehr. Zwei große Einkaufswagen füllen wir im Hyperdino von Las Palmas.

Das ganze Zeug schleppen wir nu aber echt nicht zum Hafen zurück. Es gibt einen Lieferservice – ab 60€ kostenlos. Yeah.

2-3 Stunden haben wir noch Zeit um wieder an Bord zu kommen – dann kommt die Lieferung. Das schaffen wir. Jule versucht noch im Gran Hotel ein paar Briefmarken zu ergattern wird aber abgewiesen – das Zimmer, welches dazu im Kombipack angeboten wurde, war einfach… egal.

Bis vor den Bug werden die Tüten und Wasserkanister gebracht. Es ist super. Alles wird in den Kisten verstaut – nun hat die liebe Seele ruh.

Karin und Karl schlagen für das Abendprogramm einen Filmabend vor.

Wir entscheiden uns für einen französischen „Handyaufdeckfilm“. Ein Gruppe von Freunden trifft sich und alle legen ihre Handys an den Abend offen auf den Tisch. Alle Mitteilungen werden laut vorgelesen und alle Gespräche werden auf „laut“ angenommen. Es endet mit ein paar partnerschaftlichen Problemchen…

Der Kptn. hält den ganzen Abend verkrampft sein Handy fest – es steht sicherheitshalber auf Flugmodus und die Pin hat der auch geändert. Karl hat seines vorsorglich heute morgen beim an Land gehen ins Hafenwasser getaucht – incl. Karl.

Handys und aus.

Jan..′ 20 11

Heute wollen wir mal den langen Weg zu dem großen Supermarkt nehmen. Die Frühstückschrunchys des Käpts gibt’s in den anderen Supermärkten nicht. Nach einem Schlenker in die Ferreteria, um Sika für den Kühlschrank zu kaufen, geht es an der Schule vorbei- in die Anni letztes Mal gegangen ist, zum Supermarkt. Dort gibt es das Ersehnte. Die Marktleiterin versichert uns, sie würden auch in die Marina liefern. Na das hat sich dann ja gelohnt, hier können wir Getränke ordern.

An Bord folgt eine Stauplanorgie. Der Käptn malt die Backskisten der Röde Orm in seinem Computer und die Erste diktiert, was in den Kisten drin ist. Es gibt jetzt eine Frühstückskiste (Müsli und Co), eine Brotkiste (Dosenbrot, Mehl und alles, was man darauflegen kann), eine Fertigdosenkiste (da sind noch Köttbullardosen aus Kiel), eine Kiste mit Dosen, die man als Beilage braucht (na so Tomaten, Gemüse und Kokosmilch), eine Snackkiste (Nüsse, Cracker, Zwieback und so). Nu ist alles gut sortiert. Jetzt kommt es auf die Pflege an… streicht man auch immer durch, wenn man was rausnimmt?? Wir werden berichten.

Über den Dächern von San Sebastian genießen wir einen Sundowner, bevor wir uns in die Pizzeria verholen. Auf der SY Anixi erklingt anschließend fröhlicher Gitarrengesang. Wir haben unsere Lieblingslieder kopiert und so können alle mitsingen. Der Käptn verholt sich etwas vor der Zeit in die Koje, um zu bloggen. Er konzipiert gedanklich weiter an dem Backskistenverstauapp. Das kann ja so nicht weitergehen. Immer dieses handschriftliche Gekritzel ins Logbuch…

Tinte und schnarch

Jan..′ 20 09

Enno kommt nach einer harten Überfahrt von seinem Playa de Chinguarime nach San Sebastian zurück. Eine Seite von Enno hat eine hartnäckige Salzkruste. Die Andere ist blau vom Schlafen auf den Steinen.

Er berichtet von seiner pädagogischen Angelarbeit. An dem Strand hat er es geschafft, zwei Gruppen die sich nicht ganz grün waren, wieder an einen Tisch zu bringen.

Das geht so:

  1. Überfluss schaffen, alle gehen Angeln und fangen im Überfluss Fisch, so dass jeder mehr als satt wird bis nix mehr rein geht. Denn wer satt ist, hat keinen Neid.
  2. Teilen, jeder will von seinem Fang so viel abgeben, damit er selbst nicht alles essen muss, da er selbst ja keinen Fisch mehr sehen kann.
  3. Lob, jeder lobt jeden für seinen großartigen Fang.

Nach dieser Meisterleistung braucht Enno erstmal n halben Tag Schlaf.

Die Crew der Røde Orm geht zum Einkaufen in die Stadt. Zuerst zum Supergefrierladen – dort gibt es Hähnchenbeine im Angebot für n Curry, dann in die Ferreteria, dort haben wir den Bolzenschneider bestellt – unseren haben wir in Kiel im Keller vergessen… und dann noch zum Suma – dort sollen wir (laut Bon) 112 Bier gekauft haben – waren aber nur 12 – das Geld gibt es zum Glück zurück.

Jakob von der „SY Stressless“ will nun auch berühmt werden und somit ein YouTubestar – dem stehen wir nicht im Weg. Nora zeigt ihm, wie man Filme schneidet und der Käptn. richtet den YouTube – Channel ein – fertig ist der YouTube-Star 😉

Die Erste zaubert ein Curry – Enno und der Kptn. sind begeistert…

Hühner und Bein.

Okt..′ 19 10

Jane und Erwin von der SY Samantha wohnen hier ganz in der Nähe.

Jane schreibt: um 13 Uhr Treffen in der Pizzeria, 2. Reihe. Erwin arbeitet nebenan und kommt in der Mittagspause dazu. Wir machen uns auf den Weg, Google sagt, 7 min. Der Käptn freut sich, Frühstück und Mittag gehen nahtlos ineinander über. Jane hat ihr Auto mitgebracht und sich den Nachmittag frei genommen. Wir laden noch die leere Gasflasche ein und fahren mal wieder mit 25 Knoten über Straßen. Zuerst zum Gasflaschenfüller. Klappt prima. Ein Wohnmobil aus Hamburg lädt dort auch auf. SuperIdee, auf Womo-Foren noch Gasflaschenfüllern zu suchen. Dann zeigt uns Jane ihr Häuschen – also ihr Anwesen. Ein superschönes Haus mit Pool und riesigen Zimmern. Jedes Schlafzimmer mit eigenem Bad – macht 4 Bäder!! Zwei supersüße Hunde, eine schwarze Katze und zwei bunte Fische beleben das Haus. Ein Traum!

Weiter geht’s zum Käptns Glück, dem Baumarkt: Leroy Merlin, da sind wir wieder. Leuchtende Augen. Hier erstehen wir zwei Alustreifen, um den Motor zu frisieren. Das Alu für die Fenster, gegen die Hitze gibt’s in dem größten Chinashop der Welt. Wir sind benebelt von Geruch und Chaos als wir da rauskommen. Dann setzt Jane uns am Aldi ab und fährt nach Hause. Wir schieben beseelt durch unseren Heimatsupermarkt und laden den Wagen voll. Für die Überfahrt.. jaa da braucht es viel!! Jane holt uns wieder ab und fährt uns bis vor die Stegtür. Passend kommt Erwin dazu und hilft uns die Taschen tragen. Das Schiff ist voll bis unter die Decke. Wir gehen noch einen Longdrink in einer Bar von Vilamoura trinken und beschließen, dass jetzt nicht wieder 7 Jahre vergehen, bis wir uns wiedersehen. Hach war das schön!

Backskisten und Stauen

Okt..′ 19 01

Die Backskisten sind fast leer und mit dem erhöhten Aufkommen von gefräßigen Mäulern wird die Situation auch nicht besser. Wir nehmen also wieder die Fähre nach Ohlao, um die Kisten zu füllen. Auf Culatra gibt es zwar auch zwei Minimärkte, aber wir haben beschlossen, nur die Getränke dort zu besorgen und den Rest in einem günstigeren Supermarkt am Festland zu kaufen.

Die roten Markthallen machen gerade zu. Wir haben eine Fähre zu spät genommen – Das liegt an den ganzen Langschläfern an Bord und der langen Frühstückszeremonie: Keiner will Frühstück machen und Niemand abwaschen. Nein – natürlich sind Niemand und Keiner keine neuen Crewmitglieder.

Im Pingo Doce gibt es alles. Der Kptn. findet noch einen Baumarkt und einen Angelladen mit den ultimativen Ködern (jetzt aber wirklich).

Festland und zurück.

Aug..′ 19 01


Die Windprognose für Freitag scheint wirklich ihr Versprechen zu halten. Dann müssen wir wohl nochmal in Nieuwpoort die Backskisten füllen, bevor es nach GB rüber geht. Dort gibt es ja bekanntlich nur Fish&Chips, was der Kptn. ja überhaupt nicht schlimm findet.

Die Damen wollen vor allem so Fruchtzeugs kaufen und das unter die Decke bammeln. Der Kptn. ahnt Böses – er muss heute noch die Werkzeugkiste rausholen und die Røde Orm durchlöchern.

Mit 4 Rädern bekommt man ne Menge Zeugs an die Lenker gehängt.
Die Backskisten sind wieder voll.

Over und aus.

Aug..′ 16 20

Regen zieht auf. Wir verholen uns mal wieder in den Hafen von Middelfart. Einkaufen. Wäsche waschen.

Die Damen und Freddy besuchen den örtlichen Supermercado. Die Kpts versuchen sich beim Ersatzteilhändler – aber der hat schon lukket. Sie sind geknickt – die Liste ist schon wieder arg lang. Am Abend ist das Schiff wieder gefüllt mit sauberer Wäsche und Proviant.

[google-maps width=550 height=200]

Over und aus.

Juli.′ 15 26

2015-07-26 23.48.33Das war eine Sturmnacht! –  Aber eigentlich hielt es sich hier in Grenzen. Es war ok.

Wir hatten es schlimmer erwartet.

Am nächsten Morgen scheint die Sonne zwar, aber zum Ablegen ist es doch zu ungemütlich. Wir bleiben also noch in Kerteminde.

Diesel nachfüllen, einkaufen, Wäsche waschen, was der Kpt. und sien Crew eben so macht bei starkem Wind.

Die Kinder benutzen die extraschweren Golfbälle zum Minigolfen. Entspannung pur – Hafentag eben.

Heute Abend wird mal Fisch gegrillt. Es kann so nicht weiter gehen – was Gesundes muss her. Die Hikers bekommen Besuch aus der Heimat – per Bulli.

Morgen gehts weiter – Die Leinen zum leichteren Ablegen werden schon mal entwirrt.

Grillen und Fisch.

Juli.′ 14 23

Das Standardprogramm: Mühle, Schloss, einkaufen, waschen, Stor Hot Dog. Nur dieses mal alles per Dinghi. Wir fahren, völlig überladen, gegen den relativ starken Nordwind in das hinterste Hafenbecken und werden klitschenass. Irgendwie haben wir die Entfernung unterschätzt. Aber es ist brüllend heiß und so sind die Hosen schnell wieder luftgetrocknet, nachdem wir im hintersten Hafenbecken von Nyborg unsere Schlauchboote festgemacht haben. Jule bleibt mit ihrem Hinkefuß am Hafen, pendelt zwischen Waschsalon und Duschsalon. Alle anderen machen sich auf den Weg zum Schloss, das älteste in Dänemark. Eine Viertelstunde vor Schließung kommen sie an und dürfen so ohne Eintritt eintreten und durchflitzen, um die vielen Überhangklos zu suchen, die dieses Schloss zu bieten hat. Anschließend wird der Wasserturm besichtigt und die Kinder spielen um den Turm herum verstecken. Die beiden Käptns erklären den Kindern die Spielregeln mal richtig, so mit „Mi“ und Zurücklaufen und Freischlagen und so. Die besten Versteckspieler sitzen immer am Steg, sagen die Matrosen.

Zurück am Hafen ist Jule fertig und wir entern die Pölserbude. Riesenhotdogs und extra kühle Getränke sind unsere Beute. Was für eine Hitze.

Mit der Pölserbude geben wir uns aber nicht zufrieden, wir entern auch den Supermarkt und schieben schließlich jeder 8 Einkaufstüten zu den Schlauchbooten. Wie vor 2 Jahren in Peniche/Portugal, als Steffi und Jule für die Überfahrt nach Porto Santo einkauften, stopfen wir alles in die zwei Schlauchboote und machten uns tiefbeladen, aber mit Rückenwelle auf den Weg zum Ankerplatz. Motoren Richtung Horizont.

Over und aus.

Juli.′ 13 21

Es ist Sonntag, wir motoren durch den Alssund in die große Stadt – Sonntag *stöhn*. Zum Glück gibt es aber die tollen „alle dagen 8h-22h“ Schilder auf dem Supermarkt. Wir können also unser gesammeltes DK-Leergut noch an den Mann bringen und die restlichen Kronen in Grillfleisch und Dosenbier umsetzen. Der Kpt. ist glücklich.

Die erste Offiziöse will unbedingt noch – zum Abschluss – ein echtes dänisches Eis essen. Mit allem – das volle Programm. Guff, Monstewaffel, Schokoschaumkuss, Kugel UND Softeis. Der Kpt. konnte gerade noch rechtzeitig eingreifen und die erste Offiziöse von Stor auf Lille runterhandeln.

In dem Supermarkt kauft die erste Offiziöse noch ne 2 Liter Packung Eis… An Bord der God Tur wird das Eis dann auf ner Waffel verdrückt.

Dem Kpt. war das nu n kleinen Tick zu viel dänisches Abschiedseis. Die erste Offiziöse freut sich aber schon auf das Zu-hause-begrüßungs-eis.

Mal sehen, ob wir morgen hier los kommen.

Eis und aus.

Juli.′ 13 12

Die Reuse ist weg. Oh Gott. Wir müssen dringend in einen Hafen und Ersatz beschaffen.

Da hat wohl sich heimlich in der Nacht der Fischer die Reuse wieder geholt, oder des Kpts Spezialknoten war doch nicht so dolle.

Schade.

Wir beschließen noch mal den Hafen Nyborg anzulaufen. Gaaaanz bis zum hintersten Ende fahren wir durch – geradeaus – direkt in die freie Box. Die Münzwäscherei ist 100m weg. Der Netto 150m. Wir erledigen alles in einem Abwasch. Die Getränke schaffen wir direkt mit den Einkaufswagen bis vor das Schiff. Nach 2 Std. haben wir eigentlich schon wieder genug von dem Hafen. Wir laufen aus. Kurs Süd. 10sm weiter probieren wir die Ankerbucht bei Elsehoved aus. Hübsch. Sand. Sundowner. Pitabröd mit Hack.

In der Ankerbuchbeschreibung steht drin, dass man hier ganz gut Fisch fangen kann. Die Köder gehen über Bord und der Kater fast mit. Alle 5 Min. kontrolliert der Kater das Angelgeschirr auf Frischfisch. Er zupft mit der Pfote an der Angesehne, zeitweise beißt er auch mal rein. Scheinbar hat Enno den Kater auf angeln trainiert. Er bewacht die Angelleine jedenfalls schon mal ganz gut. Wenn der Kpt. und die Matrosine den Köder allerdings neu ausbringen, muss einer immer den Kater festhalten, damit ich nicht aus Versehen mit ausgebracht werde – Son quatsch. Die kennen sich scheinbar gar nicht so richtig mit Fisch aus. Sobald der Fisch an der Oberfäche ist, muss man sofort zupacken. Sonst isser weg. Anfänger. Im Zweifel muss man halt mal son kleinen Wasserkampf mit sonem dicken Dorsch durchstehen – Hab ich von meiner Mama gelernt. Die ist immer zum Fischer geschwommen und hat sich n Fisch abgeholt..

Ach ja – wir fangen natürlich nix.

Kater und Fisch.

Juli.′ 13 09

Der Wind hört auf, die Sonne scheint wieder. Der Anker hat tatsächlich bei dem kräftigen Wind durchgehalten. Das Brot ist alle. Es gibt Müsli – ist ja auch letztendlich nur ungebackenes Brot…

Frisch gestärkt und reichlich ausgeschlafen wollen wir weiter nach Süd. Der Anker hat sich so richtig tief in den Mud vergraben… Lag wohl am starken Wind… Die Kette steht senkrecht über dem Anker, Blasen steigen auf, aber nix passiert. Jule gibt ein bisschen voraus und dann bricht er aus. Der Kpt. spült fleißig.

Ein halbes Stündchen motoren, um die Batterien zu stärken, dann geht’s um die Nordspitze raumschots bergab. Kurs Kerteminde. 6,5 Kt. – Rauschefahrt mit Vollzeug.

Der Netto in Kerteminde hat bis 22h auf. Wir sind aber schon um 18h fest. Also kein Problem, für einen Großeinkauf.

Kater Konrad geht streunern und die Crew wird mal wieder nervös, als es dunkel wird. Zum Glück kommt er noch mal zum Fressen nach Hause und macht sich dann wieder auf und davon. Auf einen Nachtspaziergang.

Over und aus.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen