Michael hat sich vorgenommen, heute eine Postkarte zu schreiben. Minuten – nein Stunden dauert der erste Satz nach der Begrüssung (Moin). Er sitzt ewig im Cockpit und guckt ins Leere (Richtung Felsspechtwand). Erst nach dem Beweisfoto fängt er an den Kugelschreiber zu verbrauchen (Äppel).
Die Arbeiten an dem Windmesser gehen weiter. Michael hat ein paar Pingpongbälle zerschnitten und sägt eine chinesische Miniwindturbine auf. Zusammen mit dem Microcontroller ergibt das später mal n super Windmesser.
Eigendlich hatte der Kpt. ja n Drehzahlmesser für den Kuddel bestellt, aber das scheitert an irgendwelchen Schleifen, meint Michael – dabei legt der Kpt. gar keinen Wert auf eine Geschenkverpackung.
Der Plan, mit kleinen Harken Köderfische zu fangen, wird umgesezt. Wir stiefeln zu unserm Superchinesen und besorgen wiedermal Angelzubehör.
Zwei Stunden später haben wir ne Wanne voll mit diversen bunten Aquariumfischen aus dem Hafenbecken ergattert. Julita und Michael sind begnadete Köderfischangler.
20 Fische werden wieder in die Freiheit entlassen, und mit den restlichen versuchen wir etwas Essbares aus den Fluten zu ziehen. Nix zu machen. Es beisst schon wieder kein Fisch an.
Kann uns mal jemand einen Tipp geben wie man n schönen Fisch aus dem Atlantik holt?
Zum Glück kommt der finnische Stegnachbar vorbei und schenkt uns eine Kokusnuss. Eine frische vom Baum. Wir besorgen Strohalme und trinken genussvoll den kühlen Saft. Anschließend wird das Kokusnussfleisch herausgekratzt. So schmecken also frische Kokosnüsse. Annika und Julita kannten bis jetzt nur die kleinen getrockneten braunen. Die schmecken ganz anders. Wir halten uns jetzt weiter an Kokosnüsse und kaufen uns ne eigene Machete, damit wir nicht mehr auf den störrischen Atlantikfisch angewiesen sind.
Die Superangler verziehen sich in eine Fußballkneipe und sehen wie Barcelona Real Madrid fertig macht (2:1).
Over und aus…











19. Januar 2012 um 23:19
Hey, danke für euren Gästebucheintrag bei uns, wir sind im Gambia River, echt irre hier, wer noch nie in Schwarzafrika war, für den ist es ein Kulturschock, ich komme mit dem Schreiben nicht nach, grottenschlechtes Internet, reiner Zufall, wenn mal was geht, aber: saugeil hier, dass muss mal gesagt werden!
20. Januar 2012 um 20:41
@Karl Hey super, Glückwunsch, ihr seid angekommen!! Lieben Gruß an Euch!! Freuen uns auf Berichte!!
20. Januar 2012 um 13:58
Hallo Stefan,
ich bin begeistert. 1. Respekt für die tollen Bilder und die lange Reise….
2. dein scheinbar immer größer werdendes Interesse für den Fußballsport …
Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und immer ausreichend Wind für eure nächsten Ziele !
uli
23. Januar 2012 um 20:40
@uli Danke für die Blumen! Fußball wird so langsam. Wir lernen von BVB Fans. Ich hoffe das ist ok? Viele Grüsse! Stefan & Co.
21. Januar 2012 um 14:15
Ja Kartenschreiben ist ein Kulturgut, dass immer mehr verkommt.
Hier zieht gerae der Winter durch. Wie gut dass ich Annis Strümpfe für das Bett habe und Julitas Schal.
Viel Spass noch mmit den Kokosnüssen.
23. Januar 2012 um 20:41
@Mianne ja, Michael hält die alten Kartenschreibtraditionen aufrecht.
23. Januar 2012 um 13:18
WIR HABEN EURE LOGBUCHEINTRAGUNGEN GEFUNDEN UND VERFOLGT. LASST ES EUCH WEITER SO GUT GEHEN. HEUTE MO. 23. IST MI. KARTE ANGEKOMMEN. ES SCHNEIT ENDLICH MAL SEHR. GUTE RÜCKREISE FÜR MICHAEL. MI. WANN AM FLUGHAFEN? LIEBE GRÜSSE AN ALLE MITSEGLER.
VON GERDA HA.