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März.′ 20 06

Beim Frühstück überfällt den Käptn plötzlich ein Energieschub. Wir müssen ein Auto leihen! Also ran ans Telefon, im benachbarten Sporthotel gibt es eine Autovermietung (nää Olaf (SY Sophie)). Wir finden ein Taxi, das uns über den Berg dahin bringt.

Tja und so kommen wir mal in eine All-inclusive Sporthotelanlage. Was für eine andere Welt. Gar nicht mal so schlecht. Alles sauber, alle freundlich, beim Käffchen schauen wir uns um. Beim Sport zuschauen gilt doch auch, oder?

Des Käptns Herz hüpft, als er den Wagen sieht. Groß ist er. Und schick. Hrrrrr. Er steigt ein und saust los, dass es die Erste in die Sitze drückt.

Im Hafen gibt es ein Planungskäffchen mit den beiden anderen Schiffen. Wir verabreden, dass die Røde Orm morgen fährt und die Dude und die Maia übermorgen. Heute verholen wir uns nur noch in den Lidl, und füllen die Obstnetze der Røde Orm und die Getränkekisten der Dude.

Während wir da so im Lidl stehen kommt der Käptn zur Ersten und flüstert: „Duuuu der Olaf, bei dem gibt’s morgen Weißwürschtl. Ich will auch!!!“ Ist also gebongt. Wir verabreden ein Weißwurschtfrühstück am nächsten Morgen.

Abends gehen wir nochmal gemeinsam ins Hafenfischrestaurant von Gran Tarajal. Zu dritt teilen wir uns eine Fischplatte. Ein Karnevalsrundgang gibt der Abend ebenfalls noch her.

Weißwurscht und Traum

März.′ 20 05

Das schönste am Nachtsegeln ist das Ausschlafen danach. Das zelebrieren wir nun auch. Bei einem Elferkaffee verabreden wir uns mit den anderen zu einem Stadtspaziergang und bleiben am Hyperdino hängen. Der Marinero hatte doch etwas von einem Feiertag erzählt, der morgen ist, daher hätten morgen die Geschäfte geschlossen. Denn ratet mal, hier ist Karneval. Irgendwie reisen wir den Festivitäten hinterher. Die Spanier scheuen jedenfalls keine Massenaufläufe zu Feierzwecken.

Im Supermarkt erstehen wir ein Megahuhn, dass an Bord mariniert und gefüllt wird. Daniela und Olaf von der SY Dude haben in ihrem großen Salon den Tisch gedeckt. So speisen wir fürstlich unter Deck. Der Cobb schnauft und stöhnt allerdings, das Huhn ist doch etwas groß geraten.

httpv://youtu.be/rzEYHaNFVXM

Als die Erste den Magenbitter aus der Kiste holt, geht’s allen nach einem kurzen Schütteln wieder gut.

Fernet und Branca

März.′ 20 04

Wind aus 10 Grad mit bis zu 16 Knoten. Kurs 94 Grad – bedeutet bei uns ziemlich hoch ran. Die Welle kommt mit 1,5m auch noch schräg von vorne. Es wird eine nasse Überfahrt. Aber die Røde Orm macht es gut und schiebt sich durch eine Welle nach der andern. 45sm bis zu Südspitze von Fuerte. Der Wind hört dort augenblicklich auf. Die Welle auch. Motorzeit – verrückt. Die Erste steht von ihrem Seesicklager auf und schnippelt Salat. Von jetzt auf gleich hört mit dem Geschaukel auch der Schwindel auf.

Wir beschließen bis nach Gran Tarajal durch zu motoren – morgen Vormittag nimmt der Wind wieder zu (von vorne) – da wird es auch nicht besser – eher schwieriger.

Um 19.30h verschwindet die Sonne hinter dem Horizont und wir tuckern durch die Nacht weiter nach Norden. Kurz nach Mitternacht laufen wir ein. SY Maia und SY Dude haben für uns alles geregelt. Wir haben einen schönen Platz am Steg mit der Nase im Wind.

Absackerbier und Mitternacht.

März.′ 20 01

Ein bisschen Sightseeing muss sein. Karl und Karin von der SY Maia too kennen sich in Las Palmas gut aus und führen uns in die Altstadt – zur Kathedrale.

Die Stadt wird tatsächlich mit jedem Meter den wir uns nach Süden begeben immer hübscher und attraktiver. Alte Häuser, gepflegte Parkanlagen und natürlich die Kathedrale und der Kolumbus – der hatte auch wieder ne Hütte hier – wie üblich – in jedem Hafen…

Wieder mal sind wir zu früh unterwegs für die spanische Restauration, aber eine Bar mit etwas Tapas angeboten finden wir doch in der Nähe der Kathedrale.

Karl ist noch in der Lage, den weiten Weg zurück zu laufen – die Restcrew nimmt ein Taxi.

Over und Koje.

Feb..′ 20 29

Morgens verholen wir vor dem Frühstück an Steg K und fahren an der SY Enterprise-B vorbei, Anke und Horst, die haben wir das letzte Mal in Portimao an der Algarve getroffen, als wir gemeinsam nach Marokko aufgebrochen sind. Die beiden haben allerdings in Rabbat Station gemacht. Wir sind ganz gespannt, was sie zu berichten haben.

Doch vorher bekommen wir lieben Besuch aus Kiel, Doris und ihre Mutter machen gerade Urlaub im Süden der Insel und sind mit dem Auto hoch gekommen. Wir trinken Käffchen und schnacken und freuen uns. Der Käptn zückt irgendwann seine Werkzeugkiste und beginnt auf dem Vorschiff die Lichter zu reparieren, die verbotener Weise ihren Geist aufgegeben haben. Die Kupferkabel zur bB-Lampe besteht nur noch aus schwarzem Staub – da will sich kein Elektron mehr durchwühlen – versteht der Kptn. total. Zum Glück findet er in der Ersatzteilbackskiste noch ein Stück verzinntes Kabel, welches ihm Matthias (Busse Yachtshop) in weiser Voraussicht ans Herz gelegt hat. Da vorne am Bug wird jetzt Ruhe sein – kein Kupferstaub mehr.

Wir Damen verkrümeln uns ans andere Stadtende und schauen uns den langen Sandstrand dort an. Da steht ordentlich Welle und viele Wellenreiter sind angereist. Anschließend bummelt die Crew noch durch das riesige Einkaufszentrum. Am Abend ist Karneval in der Stadt. Als wir versuchen, den Bus zurück zum Hafen zu erwischen, versinken wir bald zwischen den vielen bunt verkleideten Spaniern. Wir beschließen, uns in die Warteschlange für ein Taxi zu reihen. Damit kommen wir dann auch wohlbehalten und unangehustet (irgendwie färbt die Hysterie aus Deutschland ja doch ab) wieder im Hafen an. Abends sacken wir mit der SY Enterprise und der SY Maia too in der Sailors Bar ab.

Las und Palmas

Feb..′ 20 27

Gleich nach dem Frühstück gings zum Busbahnhof. Der Bus lud den Käptn mit seiner Crew an einer Autobahnausfahrt ab und da holten uns Eva und Florian ab. (zur Erinnerung: SY Oroos, niedergelassen auf Teneriffa). Sie hüteten Haus und Hunde von Freunden. Das Haus stellte sich als ein Kunstwerk heraus, das aus der Feder Caesar Manriques stammen hätte können. Mit Pool und Wasserrutsche und zu des Käptns größtem Entzücken: einem Wasserroboter!! Nun will er auch einen Pool im Reihenhausgarten!! Hinter dem Haus ein reichbestückter Avocadobaum und ein Orangenbaum. Paradiesisch.

Wir klemmen uns ins Auto und machen- nun zum Entzücken der Crew- einen Hundespaziergang an der Küste. Teneriffa hat eine beeindruckende Landschaft. Schwarze Lavafelsen, umspült von schneeweißer Gischt. Und Höhlen. An diesem Inselabschnitt hatten sich in den 70er Jahren Inselliebhaber aus den Höhlen wahre Feriendomizile gebaut. Die Höhlen sind noch heute zum Teil eckig ausgehauen, wie zum Tapezieren vorbereitet. Weil sie sich dort alle illegal niedergelassen hatten, wurde die inzwischen entstandene Siedlung geräumt und abgerissen. Ruinen zeugen heute davon. Ein Wanderweg führt durch das Tal, traumhafte Landschaft.

Zurück im Traumhaus kochen wir eine leckere Paella, bevor uns Eva und Florian wieder zum Hafen fahren.

Danke für diesen schönen Tag!!

Tief und Schlaf

Feb..′ 20 23

Die Nacht war gruselig. Der Sand flog schnell und waagerecht in alle Ritzen. Wir hatten zum Glück die abgeschnittenen Hosenbeine der Ersten über unsere Windhutzen gestülpt. Das Schiff hat geruckelt und an den Leinen gezerrt. Es war stickig warm im Schiff. Morgens wagen wir einen Blick aus der Luke: Allllles ist sandig – alles!!!!

Calima wütet noch immer. Nach dem Wetterbericht besonders stark hier im Süden von Teneriffa.

httpv://youtu.be/Gc0LP1VvGsU

Wir suchen uns mit der Crew der SY Maia ein geschütztes Plätzen in dem „blauen Salon“ auf der Hafenmole… Hier sitzt man schön geschützt und kann aufs Meer gucken – allerdings nur ein paar hundert Meter weit, dann versperrt die Sicht die Calimawolke.

Wir bloggen, lesen und trinken Cafe con leche.. vertreiben uns die Zeit. Im Schiff ist es zu warm, da die Luken noch immer dichtgehalten werden müssen. Der Flughafen ist gesperrt, die Marineros sagen, so heftig haben sie den Calima noch nie übers Land fegen sehen.

Die Chartergäste sitzen auf ihren riesigen Schiffen, an rausfahren ist nicht zu denken. Sie üben Knoten machen und gucken etwas pikiert. Tja, denkt der Käptn, warten können gehört auch zum Seglerleben dazu.

Sand und überall.

Feb..′ 20 22

Wir legen ab. Ehrlich. Man kann es kaum glauben. Das Schiff ist klar, Lothar und Katrin kommen zum Leinen los machen. Lothar dreht den Film zum Beweis:

httpv://youtu.be/gwSeKv4OEjw

Wir müssen ein ganzes Stück motoren, bis uns die Accelerationzone – also die, die quasi waagerechte Windhosen zwischen den Inseln zischen lässt, uns genug Wind liefert um Segel zu setzen. Die SY Maia too ist mit dabei und hat in Las Galletas, in der Marina del Sol für uns einen Platz gebucht.

Vor der Insel fahren Touridampfer herum, kreuz und quer. Erst wundern wir uns, bis uns klar wird: die machen Whalewatching. Das wollte der Käptn ja auch schon immer mal, n Wal sehen. Also wird das Ruder umgelegt, und wir folgen dem Mainstream. Und da tatsächlich, ein Walpapa mit Walmama und Walbaby schwimmen um uns herum:

httpv://youtu.be/PrSCwUtTQ8c

Nachdem wir unsere Aufregung beruhigt haben, und die SY Maia uns anfunkt, sie lägen schon vor der Einfahrt, düsen wir auf den Hafen Marina del Sur de Tenerife zu. Der erweist sich als freundlich, aber chaotisch. Wir rufen auf Kanal 9 die Marineros, die uns Steg 3 zuweisen. Wir sind etwas verwirrt, sollen wir nun neben den 40 Fuß Charterern festmachen? Nun gut. Das Schiff ist fest, auch gleich sturmgesichert, die Erste hat die Nudeln aufgebraten, denn die Mägen knurren. Da kommt der Marinero angelaufen… da käme gleich ein riesiger Katamaran, der auf unseren Platz müsste… wir sollten den Steg wechseln. Gnädigerweise ließ er uns noch zu ende essen. Gesagt getan, wir verholen uns und machen diesmal sogar an einem Fingersteg fest, mit der Nase im Wind. Wir sind glücklich. Morgen sollen ja 50kn Wind kommen, dafür wird alles gesichert.

Der Weg an Land erweist sich dann als abenteuerlich. Ein deutsches Charterschiff neben dem anderen. Die Charterer reisen tatsächlich mit Rollkoffern an. Dem Käptn klappt die Kinnlade herunter. Wie er so mit offenem Mund dasteht, läuft ein Partykatamaran mit etwa 20 vollkommen betrunkenen Jugendlichen ein. Ein Spiritusgeruch breitet sich über dem Hafen aus. Na das kann ja heiter werden.

Der Käptn und die Erste bleiben bei ihrer Gewohnheit des täglichen Badens und suchen eine Badestelle. Bei Niedrigwasser stolpern sie durch die Steine und schwimmen letztendlich zwischen den ankernden Fischerbooten.

Dann harren sie des herannahenden Sturmes.

Luken und dicht.

Feb..′ 20 21

Werner von der SY Zwiebel entführt uns zu seinem Geheimtipplokal: Der Rentnergarten. Ein bisschen schwer zu finden, selbst mit einem Standort bei Google Maps muss man genau wissen, welche Gasse in den Garten führt.

Man sitzt gemütlich unter hohen Palmen und von allen Seiten windgeschützt. Der Laden hat erst seit einem halben Jahr geöffnet und der Kptn. meint an der Qualität und der Preisvorstellung der Angebote… Nunja – Aber der Ort ist toll.

Die Damen gehen noch in den Geheimschlüpperladen von Katrin und kaufen Schlüpper, Flip-Flops und son Zeuchs. Der Kptn. dankt ab und erholt sich im Park.

Ein letztes Bad am Strand von San Sebastian – wir legen wohl tatsächlich morgen ab, obwohl die AEMET (Spanische Met. Inst.) ab morgen Abend ne Calimawarnung rausgegeben hat… aber erst ab 21h. Son Mist – nun kommt da schon wieder ne Sandwolke auf die Kanaren zu.

Die KuBu verschwindet in der Backskiste und die Røde Orm wird seeklar gemacht.

Ein letztes lagomerianisches Bierchen in der TO – Bar neben dem Hafen.

Leinen und los.

Feb..′ 20 20

Die Hoffnung verdichtet sich. Das Wetterfenster bleibt geöffnet. Das bedeutet, wir kommen in Bewegung. Denn nun liegen wir fast 8 Wochen (!) fest vertäut auf La Gomera. Wir beginnen mal vorsichtig, das Schiff wieder segeltauglich zu machen. Die paar neuen Dinge an Bord brauchen ihren Platz, die alten müssen an ihre Plätze zurück. Wir putzen nochmal die Kuchenbude, schrubbeln die Fenster, räumen das Deck auf. Die Wäscheleine wird wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung als Bullenstander zugeführt und unter den Baum gebändselt. Was ein Bullenstander ist? Naja, zum Glück fehlen die ä Tüttelchen (kleiner Scherz)… also das ist an Bord die Leine, die verhindert, das der Baum ungewollt auf die andere Seite schlägt, sei es wegen einer Patenthalse (ungewolltes Drehen des Hecks, des Schiffshinterns, durch den Wind, sei es wegen hoher Dünung (Welle, die sich über lange Strecken aufbaut) von der Seite. Also ein wichtiges Teil an Bord… denn so ein umschlagender Baum hat schon so manchen Seemann von Bord geschleudert. (Kennt ihr die Geschichte von dem Kapitän, dem eben dieses widerfahren ist, nachdem er mit Schnaps in der Hand den Trinkspruch „Auf die Gesundheit“ gerufen hat? Im Krankenhaus wurde er nach dem Unfallhergang gefragt: Er sei vom Baum umgeschlagen worden.) Das soll uns nicht passieren. Daher: Wäscheleine, kehre zu deinem Ursprung zurück.

Auch die Klammern wandern wieder in die Schublade.

Der Käptn greift sich noch eine Lochzange und baut Druckknöpfe an den Fliegenschutz vor dem Niedergang.

Auf der Bühne stellen sich heute die Queens des Karnevals vor. Die erste beglückt uns mit „Rosamunde“. Der Käptn ruft nach der Wärmflasche.

Frost und beulen

Feb..′ 20 19

Der Kptn. sieht ein Windloch. Am Samstag könnte es einen Wind geben, der uns zumindest in den Süden von Teneriffa blasen könnte. Aber das ist Schnee von übermorgen – abwarten Tee trinken.

Im Moment pfeift es hier noch ganz ordentlich und im Park sogar den Kapok durch die Gegend. Normalerweise Platzen die Kapokteile am Baum auf und der weiße Flaum weht davon, aber manchmal fällt auch die harte Schale auf den Boden. Zum Glück verfehlte sie bis jetzt immer den Kptn. sicher.

Ist die Sonne weg und bleibt der Wind, geht das Frösteln los… Man kann sich gar nicht so rasant anziehen, wie die Sonne hinter der Lavawand verschwindet.

Der Kptn. klappert wie verrückt. Die Stresslosen haben den rettenden Einfall und wärmen ihn durch einen la gomerianischen Punschabend an Bord wieder auf.

 

Glüh und Wein.

Feb..′ 20 18

Heute hat die SY Maia too, Karl und Karin zum Bilderabend eingeladen. Unter Deck kuscheln wir uns in die Sitzecke. Der Käptn spannt die Leinwand und baut den Beamer auf. Karl startet die Bildershow. Karl und Karin haben wir 2011 in Lanzarote kennengelernt, nachdem Inge und Wolfgang von der SY Stella Maris aus Kiel, unsere gemeinsamen Freunde, Karl eine Email geschickt haben, in der auch wir im Adressfeld waren. Karl dachte sich: Ach schau, die Röde Orm liegt doch da drüben, und klopfte kurzerhand an unseren Bug.

Einige Grillabende später sind die beiden dann an die afrikanische Küste gesegelt und in den Gambiariver gefahren. Wir werden heute mit auf die Reise genommen in diese andere Welt der Mangroven, Flusspferde, Affen, Pfahlbauten, bunten und fröhlichen Menschen. Dort kann man wohl sehr gut lange und geschützt ankern in einer netten Seglercommunity. Anschließend sind sie zu den Kap Verden und in die Karibik gefahren, auch dorthin nehmen sie uns nun mit.

Ganz verzaubert von der weiten Welt versinken wir schließlich in die Koje – immer noch auf La Gomera.

Traum und Wirklichkeit

Feb..′ 20 17

 

Die Sandreste des letzten Calima (Sandsturm von der Sahara) werden heute von Bord gespült. Die Røde Orm erstrahlt in staubfreien Glanz – bis zum nächsten Sandsturm.

Die Klamotten sind auch mal wieder dran – die Waschmaschine glüht.

Nach dem Einkauf im Chinashop landen wir wie so oft im grünen Salon (Ambigu) und genießen einen Kaffee – die Taschen sind immer so schwer. Das ermüdet, wir brauchen neue Kraft.

Der Kptn. wird langsam hibbelig und guckt ständig nach dem Wind um La Gomera zu verlassen. Er sucht nach irgendwelchen Wetterfenstern, die die Røde Orm nach Norden oder Osten pusten. Windy ist das Mittel der Wahl. Aber es sieht leider immer noch schlecht aus… Wir bleiben also noch.

Wind und check.

Feb..′ 20 16

In San Sebastian tobt das Kinderfaschingsfest. Wieder eindrucksvolle Kostüme, was für ein Aufriss!! Filmmusik tönt durch die Lautsprecher. Strahlende Kindergesichter. Komisch, die Erwachsenen gucken immer so ernst.

Bei uns ist der Gedanke an einen Aufbruch näher gerückt.

Wir warten auf ein gutes Wetterfenster und beginnen unser ganzes Gerödel, was sich über die Wochen an Deck angesammelt hat, mal wieder in der Backkiste unterzubringen. Der Kptn. montiert vorher noch eine Backkistenlampe, die er von den Stresslosen geschenkt bekommen hat.

Nun ist endlich mal Licht im Dunkel der Kiste, aber will man das wirklich alles sehen.

Vieles wird umsortiert, ausgemustert und neu arrangiert. Wir tüdeln, bis Klar Schiff an Deck ist. Der Schweiß trieft in der Enge der Backkiste – ein Bad am Hafenstrand mit der Crew der Meermaid resetet uns auf Null.

httpv://youtu.be/aEKTeNhag0w

Der Höhepunkt des Tages ist das gemeinsame Essen einer Kaktusfrucht – keiner hatte Stacheln im Mund oder an den Finger – also keine Verletzten.

Ein Longdrink im grünen Salon kühlt gen Abend weiter herunter.

Auf und geräumt

Feb..′ 20 15

Der Tag danach. Ausschlafen. Frühstück. Siesta. Baden. Käffchen. Noch was? Oh je.. so fühlt es sich an mit 49?? Was wird erst mit 50?? Ideen für die Themenparty 2021 werden entgegengenommen!!

San Sebastian rüstet sich für den Fasching. Auf der Bühne treten alle Gruppen auf, die gegeneinander antreten. Wow, was für Kostüme!! Glitter, Glamour noch und nöcher. 20 Mikros stehen auf der Bühne, wir freuen uns die Musik. Und dann geht’s los… Was ist bloß hier mit dem Gehör los? Die Mikros sind derart übersteuert, dass leider nur Krach herauskommt. Keine Höhen, keine Tiefen sind rauszuhören. Wir verholen uns aufs Schiff und hören die Musik, als wäre sie nebenan. Bis morgens um 5 Uhr.

Lachen und Lieben.

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