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Aug.′ 18 14

Aber heute gehts weiter – nach dem Frühstück – der Lieblingshafen der Røde Orm in unserem Revier. Wir laufen Schleimünde an und können uns einen Platz mit der Nase im Wind aussuchen. Die Sonne scheint wieder. Das Anlegebier in der Giftbude darf nicht fehlen. Es kommt wieder Urlaubsfeeling auf – dass dies der letzte Tag sein soll, ist völlig vergessen.
Der Wind pustet ziemlich stark aus West aber auf der Ostseeseite ist es schön lauschig und windgeschützt. Wir beschließen zu baden – das Ergebnis: Der erste Offiziöse und dem Moses der H-H-H ist es zu kalt. Der Kpt. der H-H-H rutscht auf nem glitschigem Stein aus und verletzt sich – der Kpt. der Røde Orm kämpft mal wieder mit ner Feuerqualle und verliert. Nur die Matrosine der H-H-H und die Erste der Røde Orm haben Spaß. Toll. Wir verarzten uns gegenseitig…

Die Sonne bleibt – wie schön – die Windquirlls der beiden Schiffe messen ihre Kräfte bis die Ohren des Nachbarn glühen – nur die Kptns. hören den wohligen Klang der fließenden Amperes.
Am Abend wollen alle ein Urlaubsabschlussessen in der Giftbude – Wir halten durch bis die Bude schließt. Der Kpt. bekommt sein 5000 Spiel trotzdem nicht. Aber beim Eseln gewinnt er.
Schlei und münde.

Aug.′ 18 13

Wir haben es nicht gemerkt… – und eigentlich war der Plan der Røde Orm heute wieder abzulegen und noch eine Nacht vor Anker zu gehen – aber die Crew der Heide schlich sich einfach an Board und erzählte uns den ganzen Tag Geschichten von der Karibik – bis die Frage nach dem Essen aufkam und es schon halb vier war. Was sollen wir jetzt noch vor Anker? – Hier gibt es einen schönen überplanten – windgeschützten Grillplatz – Die Kptns. begutachteten die Fleischreserven und die Damen gingen Frischkrams kaufen.

Die leckende Lippendichtung der Røde Orm wird vom Kpt. Heide noch angeguckt – die Arbeit aber aus Sicherheitsgründen auf den trockenen Winterplatz verschoben.
Der Cobb glüht – sehr gemütlich bei Regen unterm Dach.
Morgen gehts aber weiter – noch ein Tag – einmal Schleimünde – dann ist es vorbei.
Over und aus.

Aug.′ 18 12

Ortswechsel in die Stadt – Kappeln. Die Getränke und der Proviant gehen aus.
Wir machen in Grauhöft fest. Die Memelland kommt auch hinterher. Die Kindercrews haben Sehnsucht und wurden dann auch nicht mehr gesehen… 😉
Wir buchen die Bierakademie für den Abend – 11 Leute sind wir insgesamt – Mike hat seinen Folkemast auch repariert und kommt mit dem Auto hinterher.

Es fließt reichlich Bier und die berühmten Rippchen landen auf den Tellern der ausgehungerten Besatzungen – auch wenn die 3,7 sm wohl nicht schuld sind.
Bier und Rippen und aus.

Aug.′ 18 11

Der nächste Starkwind bis 30 Kt. pfeift über uns hinweg – gerade ist das Wasser wieder oben, da wird es schon wieder aus der Schlei gedrückt – wie Fahrstuhlfahren.
Bei 15 Grad Krängung sitzen wir in der KuBu der Røde Orm und versuchen zu frühstücken, ohne dass irgendetwas vom Tisch rutscht – Es wird wohl wieder ein Hafentag in Maasholm. Am Nachmittag versucht der Kpt. zwischen den Regenpausen etwas Sinnvolles zu tun. Der Stecker für den Schleppgenerator wird montiert und ein altes Kabel benutzt, was da eh schon im Rohr läuft. Er hat sogar das andere Ende vom Kabel irgendwo im Boot lokalisiert. Alles wird wasserdicht verpackt und angeschlossen. Morgen soll dann noch der Laderegler ran. Dann kann die Schleppschraube beim Segeln Amperes machen. Der Kpt. kann das kaum abwarten.

Der Currywurst Petersen hat Stromausfall – es gibt keine Wurst – Die Røde Orm und die Hitch haben soviel Windstrom in ihren Batteriebänken, dass wir hätten aushelfen können – Es bleibt aber bei dem Topf Nudeln mit Pesto.
Hafentag und aus.

Aug.′ 18 10

Der Orkan kommt. Um 3.30h stehen die Kptns. an Deck und genießen die 40 Kt. Wind. (Kiel Lt. sogar 60 Kt.) Das Schiff krängt. Die abgestellten Gläser und Flaschen rutschen von der Kombüsenarbeitsfläche.
Noch n Schluck Wein und zurück in die Leekoje – da kann nix mehr rutschen.
Morgens brauchen wir alle etwas mehr Schlaf… Um halb 12h ruft Jule bei „Sand am Meer“ an, ob wir noch ein Langschläferfrühstück bekommen – Kein Problem – Wir frühstücken bis 13h. Als wir uns verabschieden, liegt schon der Kuchen für den Nachmittag in der Auslage und die ersten Omis trinken Kaffee…

Der Wasserstand sinkt. Einige Schiffe im Hafen liegen schon auf Grund. Selbst wenn wir wollen, wir kommen wohl nicht aus unserer Boxenkuhle raus. Aber das Wetter wird am Nachmittag schön – wir schlendern durch Maasholm und gehen zu Petersen. Dort gibt es Currywurst und Eis.
Am Abend sitzen wir mit vielen Leuten unter Deck der Hitch und leeren das letzte Fass.
Heul und Pfeif.

Aug.′ 18 09

Heute Abend geht es los: Es kommt schnelle Luft auf uns zu. Die nächsten Tage danach sind vom Wetter her auch unklar, die Prognose ändert sich ständig – Wir beschließen die Schlei anzulaufen – dann sind wir schon mal auf der sicheren Seite, der Wind wird auf West drehen.
Die erste Offiziöse der Heidi bucht zwei Plätze bei Modersitzki. Wir hoffen auf guten Ostwind zum Segeln und verlassen die dänische Inselwelt – Tschüss Sommerurlaub.

Leider läuft der Motor fast die ganze Überfahrt zumindest im Standgas mit – Nur eine Stunde reicht der Wind um richtig zu segeln. Ein bisschen drückt natürlich auch der für heute Abend angekündigte Starkwind, der sich aus der leichten Ostbrise entwickeln soll.
Wir finden unsere reservierten Plätze, legen doppelte Vorleinen und diverse Springs und warten gespannt zusammen mit der Hitch und Mike von der Nubia auf die anstehende Sturmnacht.
Kötbullar – Bierchen und aus.

Aug.′ 18 08

Die ersten Anzeichen für eine Wetteränderung setzten sich in den Köpfen der Kptns. fest. Ein Hafen wäre jetzt nicht so schlecht – Marstal – Das denken bestimmt alle – denken wir.
Anker auf – an Rudkobing vorbei mit ordentlich Strömung von achtern. Weiter nach Marstal.

Das Hafensprint vor Marstal beginnt – eigentlich findet Kpt. Orm das ja total doof – aber diesmal macht er mit. Wir geben alles – kommen mit nem Affenzacken in den Hafen und finden mehrere leere Stege vor – freie Platzwahl – auch unser Lieblingsplatz mit dem Heck zum Noor ist frei.
Wozu haben wir nochmal Gas gegeben?
Selbst bis zum Abend bleiben Plätze frei.
Es ist immer noch unglaublich heiß.
Das zweite Stück von der Kuh wird bearbeitet. Der Kpt. sucht sich einen Platz an Land und bewacht den Braten.
Sundowner und aus.

Aug.′ 18 07

Wir bleiben am Anker, bzw. die Hitch bleibt am Anker und die Røde Orm bleibt vertäut.
Die Sonne scheint auch weiter vom Himmel – ein Bad kühlt gefühlt alle 30 Min. die Besatzung ab.
Auf dem Nachbarschiff fängt es an zu rascheln. Der Kpt. der Hitch wühlt verträumt in seiner Schraubenkiste.
Der Kpt. kann diese Nichtstuerei auch nicht ab und beginnt zu rödeln. Er kramt in seiner Beutekiste – als erstes bekommt er die Klappdecksaugen in die Finger. Schrauben suchen – Bohrer einspannen – aber Moment. Der Kpt. der Hitch überprüft die Baustelle – ist das auch mittig? – kann das auch nicht klappern? – was machst du mit den wertvollen Teakspänen?
Puh – aus dem Blickwinkel hat der Kpt. das noch gar nicht betrachten – einfach drei Löcher bohren geht echt nicht.
Nach langem hin und her hängt das Ding perfekt ausgerichtet am Travellerbalken.
Die Baustelle wird Staubbefreit und überpoliert.

Und dann geht es weiter – Kpt. Hitch schnappt sich den Schleppgenerator der Røde Orm – Eine Glühbirne kommt ran und durch einen leichten Dreh zwischen den Handflächen des Kpt. Heidi leuchtet die Lampe strahlend hell – Watttt – Das Ding geht ja doch – Es muss halt nur belastet werden – einfach nur Spannungmessen wenn es sich dreht klappt nicht.
Wahnsinn.
Es dämmert – Das Fleisch wird präpariert – der Cobb glüht.
Braten und aus.

Aug.′ 18 06

Die Werft fängt an zu rattern. Stahl auf Stahl – jawoll. Der Kpt. denkt – so muss das sein, wenn man neben der Werft liegt. Man wird durch den lieblichen Klang von schepperndem Stahl geweckt. Im Halbschlaf sieht man noch die Funken des Brenners sprühen – schööön.
Doch dann, als er seinen Kopf aus der Lucke steckt, wird er auf den Boden der Tatsachen zurück geholt – es ist doch nur eine schnöde Baustelle, auf der sich ein Bagger mit seinem Pressluftmeißel mit einem Betonklotz beschäftigt.
Den Kpt. drängt der Aufbruch zum Yachthandel – Kpt. Heidi kommt natürlich mit. Die Öffiziösen düsen in der Stadt rum.

Für die Røde Orm gibt es zwei klappbare Decksaugen für den Travelerbalken zum einpicken und gegen schmerzhaftes Schienbeinverletzungsgeschrei. Die Hitch-Heike-Heidi bekommt eine neue Opferanode – extrastromlinienförmig und extragünstig.
Die Kptns. nehmen Kurs zum zweitwichtigsten Laden in dieser Stadt – Imerco. Hier gibt es echt cooles Zeug. Vor allem ein Messig-Besteck, dem der Kpt. schon lange Zeit hinterher träumt. Auf ein echtes Seeschiff gehört auch echtes Messig-Besteck – das muss so – das ist schiffig. Zugegeben an Land würde es etwas kitschig aussehen – als würden man von goldenen Löffeln essen oder so. Aber auf See gehört es einfach zum Stil. Außerdem lässt es sich nach einem Grillabend wieder gut auseinander sortieren – genug gerechtfertigt. Die Damen fangen die Kptns. wieder ein.
Leinen los. Mit der Strömung kreuzen wir mit sagenhaften 3,6 sm in die nächste Ankerbucht. Kreuzen mit der Strömung macht richtig Spaß – der Winkel wird unglaublich gestreckt. Der Kptn. versucht aber immer noch mehr aus der Kreuz rauszuholen – die kleinen Ecke da vorne – da geht noch was – Nein geht es nicht…. Das Echolot piept, die Zahlen werden rapide kleiner – der Kpt. reißt das Ruder rum – die Røde Orm lässt das Festland erbeben und verschiebt die Insel Thuröbund um ein kleines Stück nach Osten. Was war das? – fragt die erste Offiziöse – Da war ne Insel im Weg – sagt der Kpt. ziemlich verstimmt.
Die nächsten Kreuzschläge werden vorsichtiger gehandhabt.
Der Anker fällt in der Bucht. Die Kptns. begutachten den Kiel der Røde Orm. Etwas Gelcoat hat sich die Insel genommen.
Ein Schnapes auf den Schreck und einen weiteren Eintrag in die ToDo-Liste für das Winterlager – „Felsenreste am Kiel durch Gelcoat ersetzen“.
Grillen am Anker und aus.

Aug.′ 18 05

Die strubbelige Katze weckt die Crew der Røde Orm mit lautem wohl dankbarem Geschnurre – vielleicht hat sie aber auch einfach nur Hunger.
Nach dem Frühstück bei Kirchenglocken laufen wir in Richtung Werft. Dort gibts es eine nette Beachbar und ein Yachtmuseum – shopping geht ja nich’.
Das Museum ist sehr lohnenswert und beschäftigt uns einen Weile – bis die Beachbar ruft. Auf dem Weg untersucht der Kpt. der H-H-H den Bilderrahmen für das Gruppenfoto etwas zu genau und haut sich einen 2-3 cm langen schwarzen Holzsplitter in den Unterarm. Allerdings wird der Splitter unten dicker als oben – mit dem Leatherman geht das schon. Der Kpt.-Orm schiebt einfach den Splitter wieder von unten nach oben raus und zieht dann das dicke Ding mit der Zange raus. Das Teil wird von nun an als Andenken stolz vor der Brust des Kpts.-HHH getragen.

Ein paar kalte Getränke in der Bar kühlen den Arm und die Seelen.
Der Hafenimbiss lockt mit Fish & Chips – alle werden satt.
Die Kpts. wollen unbedingt noch mal zum Yachtzubehörhandel und lungern von den verschlossenen Türen mit der plattgedrückten Nase an der Schreibe rum. Die Damen müssen sie an Bord holen – die Herren wurden etwas auffällig.
Sundowner und aus.

Aug.′ 18 04

Endlich NW-Wind. Die Røde Orm knirscht ordentlich mit der Ankerleine und will los – zu ihrer Freundin, der Hitch-Hike-Heidi.
Der Wind kommt fast direkt von achtern und ist stark genug, dass uns das Vorsegel allein reicht. Wir fliegen auf die große Belt Brücke zu, das zweite Mal dieses Jahr. Hinter der Brücke dreht der Wind etwas und nimmt ab. Eine Markrele darf bei langsamer Fahrt noch ins Cockpit hüpfen, dann setzen wir alles was wir haben. Weiter Kurs Süd. Es grummelt und schauert – Wir schlagen ein paar Haken aber es klappt nicht so richtig – der Kpt. wird nass.

Die Strömung zieht uns in den Svendborgsund und nach Thuröbund. Leider hat die Hitch beschlossen noch weiter in Svendborg liegen zu bleiben – morgen ist Sonntag – wie praktisch… 😉 – Wir gehen wieder Anker auf und flitzen mit 2,3 Kt. Strom von achtern nach Svendborg.
Die Crew der Hitch kommt zum Wiedersehensfest an Bord…
Die Katze denkt sich, sie würde zum Feiern lieber an Land gehen, ist aber wohl die unbewegten Planken nicht mehr so richtig gewohnt und landet mit einem lauten Platsch im Bach – so laut, das der Kpt., der sich mittlerweile in die Koje gelegt hat, aufschreckt. Mit Kescher und Rettungsleine zerren wir die nasse Katze die Pontonbetonwand hoch.
Katze nass und aus.

Aug.′ 18 03

Die Sundownerpartys in diversen Hafenspelunken verschieben die Abfahrtzeiten am Morgen immer drastisch nach hinten. Reise – Reise ruft es das erste mal um 9h – aber um 12h wird der Ruf erst erhört – obwohl es schon seit 2 Stunden schön aus NW weht.

Es ist ja klar…. wir legen ab – setzen Segel und der Wind schläft ein. Fast – ein bisschen SW hilft uns bis zur Südspitze von Samsø – ab dann kommt der Wind aus Süd. Wir kreuzen und kreuzen und kreuzen und motoren – mal wieder. Nyborg rutscht in weite Ferne – dafür kommen die Makrelen dichter – 2 ordentliche Dinger schaffen es ins Cockpit und werden zu Filet verarbeitet.

Noch auf See kommen sie in den Backofen – Die erste Offiziöse sagt, die Fische hätten ja nun fast wenige Gräte gehabt, ich solle sie noch jetzt noch in so praktische Quader scheiden – Nix da.
Wir segeln ab Romsø in die Kerteminder Bucht hinein und schmeißen den Anker vor dem Strand – hält wieder bombig.
Morgen soll endlich Wind kommen – NW.
Warten auf Wind und aus.

Aug.′ 18 01

leicht gerädert vom All-you-can-eat wollen wir weiter nach Süden – der versprochene NW ist auch gleich schon auf Süd gedreht – Suuuper. Passt ja alles toll – NICHT. Naja – der Tank ist voll. Kuddel und Torkel fahren nach Süd – mal sehen wie weit.
Doch dann kommt ein WSW – Wind – endlich. Der Kpt. freut sich und setzt alle Segel – alle beiden. Für Anton (die Windsteueranlage) reicht es auch – so hoch ran wie möglich – jeden Winddreher mitnehmend steuert uns Anton nach Süden – bei schwachem Wind. Auf viel Motoren haben wir keine Lust mehr, darum biegen wir nach rechts ab, als uns der Wind wieder mal verlässt. Es sind aber nur noch 2 sm bis Langør auf Samsø.

Endlich sind wir mal zeitig vor Anker… Die schwedischen Köttbullar kommen in die Pfanne. Das Schiff wird von außen an der Wasserlinie geputzt – der Kpt. auch und dann gehts mit Pinta an Land. Pünktlich zum Sonnenuntergang und dem Jazzkonzert im Kro am Hafen – mit lecker Bier.
Unsere alte Langøer Hafenkarte werden wir nicht los – alles wurde auf PIN umgestellt, die Karte muss also weiter zum Pockenkratzen am Propeller benutzt werden…
Over und aus.

Aug.′ 18 01

Der Kpt. hat die Wache von 0h – 3h. Um 2h – wie von der Prognose versprochen – frischt der Wind wieder auf bis zu 15Kt.

Da freut sich die Røde Orm und Kuddel hat Pause. Anton, die Windsteueranlage steuert geräuschlos – so muss das. Um 3h übernimmt die Offiziöse. Die Röde Orm rauscht mit 6 Knoten durch die kurze Nacht. Gegen 4 wird es helle, die Sonne geht auf.
Bis um 11h am nächsten Morgen hält der Wind durch. Wir sind zwischen Laesö und Jutland. Noch ganz schön viele Meilen bis Tunø. Wir nehmen Kurs nach Süden mit Kuddel. Es sind nur noch 2 – 3 Kt. Wind. Um 19.15h machen wir in Grenaa fest – 8h motoren reichen irgendwie. Der Tank ist auch nur noch 1/4 voll. In Grenaa machen wir also zuerst an der Tanke fest und füllen auf – checken Öl und gucken in die Bilge – was man halt so macht.
Unterwegs auf der Nachtfahrt haben wir wenig gegessen – nur ne Fertigsuppe und Müsli. Ja – Ja – das soll man ja nicht – Jetzt stehen wir in Grenaa vor dem All-you-can-eat-Buffet und sind etwas hungrig… Ja – das soll man ja auch nicht.
Das witzige: Es geht nach Zeit. 1 Std. 229,-, 2 Std. 249,-, 3 Std. 299,-  – Hallo !!! – Was die in 3 Stunden schaffen, schafft der Kpt. auch in einer – Der billigste Tarif muss reichen. Aber eine Std. ist echt kurz. Vor allem ist ja auch noch Bier und Wein und Cola und so mit drin… 
Es endet mit schlimmen Bauchschmerzen und nem Schnaps und schlechtem Schlaf im Cockpit
Nächstes mal muss den Kpt. und sien Fru mal jemand abhalten von so nem Buffet..
All-you-can und out.

Jul.′ 18 31

Ein anderer Ankerlieger driftet an uns vorbei bis ins Fahrwasser. Die anderen Boote rufen schon laut in seine Richtung – aber nix passiert auf dem vermeintlichen Ankerlieger. Der Kpt. holt die Tröte raus – die Laute – und gibt 5x kurz, weil der „Ankerlieger“ ja keinen Ankerball gesetzt hat…. 😉 Erschrocken schießt er aus dem Niedergang und fängt an zu rödeln…
Unseren Anker bekommen wir nur unter Protest aus dem Grund – der hält gut… 😉
Mit ner Heckmooring machen wir die Røde Orm im Gästehamn fest – Hier muss man auch am Tag bezahlen – 80 Kr.
Wir wollen nämlich den nächtlichen NW-Wind nehmen und nach Süden segeln.

Für die 80 Kr. kann man: Waschen (umsonst), duschen (umsonst), Wasser nehmen (umsonst) und Strom haben (umsonst) – Eine Nacht würde aber auch 300 Kr. kosten- aber die Nacht wollen wir ja nicht 😉
Am Nachmittag bekommen wir Besuch von MorMor, Marion und Stefan. Wir klettern auf die Burg – MorMor hat n Humpelfuss und liest sich solange im Schatten durch unsere Bordbibliothek.. Stührwoldt, Kolumnen, Krimis.. Der Käptn ersteht ne neue Büx, nachdem nun die nächste bei einem Abstieg auf den Schwimmsteg gerissen ist – (das war die 3. !!!). Nach der Bergtour über die Schären Marstrands gibts Fish and Chips am Hafenimbiss. Wir verabschieden die drei, sie düsen mit der Fähre auf die andere Uferseite.
Um 21h endet unser Dayticket im Hafen. Wir legen ab und segeln mit dem NW Wind in die Nacht auf das Skagerak / Kattegat – diese Worte klingen schon so wenig harmonisch. Es gibt ordentlich Welle aus West dazu, die uns immer wieder abbremst. Die Röde Orm tanzt in den Wellen. … Das Geschaukel wollen wir nicht – der Kurs wird überdacht und geändert – höher an den Wind ran. Kurs Laesö – auch wenn es ein Umweg ist. So können wir den Wind gut nutzen und sausen mit 6 Knoten los. Von 23h – 2h ist der Wind endgültig weg. Kuddel bringt uns voran.
Schaukel und aus.

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