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Jan.′ 20 16

Nun haben der Käptn und die Käptns der Meermaid und der Anixi eine Nacht über ihre Anglerergebnisse sinniert. Am Frühstückstisch beschließen sie, dass das noch zu verbessern geht. Also marschieren sie in die Stadt in die Ferreteria, um die letzten Angeldinge aus dem Angelhaufen zu suchen. Die Preise ziehen an. Enno zahlt schon 6€ für den Pilker. Die Harken kosten allerdings nur 0,16€ und die dicke Angelschnüre 1,19€. Wir werden das System nie verstehen.

Da wir an unserem Lieblingsgrillplatz letztes Mal von der Policia in Civil auf das Verbot des Grillens hingewiesen worden sind, zünden wir diesmal den tragbaren Gaskocher an und braten die Steaks in großer Runde.

Manche Tage klingen echt kurz… aber – mal ehrlich – das ist hier die Realität… im Paradies.

Lotter und Leben.

Jan.′ 20 15

Heute gehen wir mal auf la gomerianischen Fischfang. Der Käptn fährt mit Enno und Hacko raus. Sie bilden mit ihren drei Schlauchies eine echte Angelflotte. Zuerst versuchen sie es mit Schleppen. Kein Fisch beißt. 

An Ennos Geheimstelle pilken sie. Enno fängt mehrere Drachenfische, die er wieder weiterschwimmen lässt, und n kleinen Barsch an die Angel. Der Kptn. holt einen echten Dickhäuter aus dem Ozean – einen Gallo oder Drückerfisch oder Leatherjack. Der Fisch knirscht ordentlich mit den Zähnen und will gar nicht ins Dinghi komisch. Schließlich gewinnt der Käptn den Kampf. Hacko hat zum Glück an die Versorgung gedacht und zaubert sie zur rechten Zeit aus seinem Schlauchi Doradadosen… diese werden gleich vor Ort vernichtet. 

Einige Funksprüche später läuft die Anglerflotte wieder im Hafen ein. Die Beute wird auf dem Steg begutachtet. Das einzige Messer, dass dem Drückerfisch in den Pelz schneiden kann, ist das des Kptns. das Know-how hat allerdings nur Enno. Echte Teamarbeit also. Enno schnitzt jeden Brocken Fleisch aus dem Gallo heraus. Auch die kräftigen Bäckchen geben ordentliche Stücke her. Ein Zombiegallo bleibt übrig. Er geht aber sofort unter, als ihm die Freiheit geschenkt wird – is ja klar – Zombies können nun mal nicht schwimmen. Wir genießen sein Fleisch zusammen mit Kanarischen Salzkartoffeln. 

Angler und Glück

Jan.′ 20 14

Wir lieben ja große Gesellschaften auf der Røde Orm. Heute frühstücken wir wieder zu neunt. Der Käpt kocht Kaffee am Fließband und 16 Eier mit dem Piepei. Dann verteilt er marokkanische Superminze zum Inhalieren. Buchstäblich alles löst sich, Schleim, Käse, vor allem der Appetit…

Anschließend geht‘s auf die Anixi, Angelzeug sichten und fachsimpeln. Die Käptns sind in ihrem Element.

Die Erste zieht mit dem Hackenporsche durch die Stadt und angelt frische Lebensmittel. Das Wohnmobil kommt vorbei und wir verabschieden uns, es zieht die Band und das Womo wieder an den Chingaruime.

Um 20 Uhr kommt Katrin mit der Fähre zurück aus Thailand. Die Sektkorken fliegen, wir gehen fast auf direktem Weg zu unserem leckeren kleinen Italiener. Eine Familienpizza zu viert reicht gut aus. Enno überzeugt den Pizzeriabesitzer von einem Auftritt der Happygangstas nächste Woche – mal sehen was da geht.

Schotten und dicht

Jan.′ 20 13

In der großen Frühstücksrunde an Bord werden fleißig Boccadillos geschmiert, heute gehts für die Chinguarimer Crew mit Hugo angeln. Die Käptns der Røde Orm und der Anixi chillen im Cockpit weiter und fachsimpeln über elektrische Leitungen. Der Suma hat Bier im Angebot… das überzeugt. Also gehen wir mit der Hafenschubkarre Bier bunkern und verstauen es unter den Fußbodenbrettern. Als die Erste die Bretter im Salon hochnimmt, stinkt es zum Himmel.

Das wird aber Zeit. Irgendwas riecht nach Pfefferminz, die Erste wundert sich. Dann fällt ihr ein, die marokkanische Minze lagert in der Backskiste nebenan. Das riecht ja allemal besser als dieser Modermix aus Öl und Diesel. Also wird geputzt und gelüftet und der Medizinschrank nach ätherischen Ölen durchsucht. Lavendelöl gewinnt.

Die Angler kommen wieder mit einem Pulpo im Schlepp. Im Wohnmobil wird er gekocht, dazu gibt’s Nudeln und Salat. Mit 8 lustigen Gestalten bringen wir das Wohnmobil zum Schwingen. Roland holt seine selbstgenähten Puppenspielerpuppen raus, wir lassen sie mitfeiern.

Muppets und Show

Jan.′ 20 06

Nach dem Frühstück haben wir den letzten Tag das Auto und wollen mit SY Anixi zum Playa de Chinguarime fahren. Immerhin war Angie neulich nach dem Golfen in Santiago auch dort und hat Hippies geguckt. Das wollen wir nu auch tun – also nicht Golfen, sondern Hippies gucken.

Die Straße geht bis zum Playa de Medio – auch schon abenteuerlich.  Von dort müssen wir einen Geröllweg weiter nach Osten. Ziemliches Gekracksel.

An der Pförtnerhöhle fragen wir nach Enno – uns wird ne Richtung gezeigt – also weiter durch den Baranco (altes Flussbett) zur nächsten Felswand mit Höhlen. Enno kommt uns entgegen, setzt sein rotes Käppchen auf (sonst hat er fast nix an – ist er vielleicht auch ein Hippie?) und macht mit uns ne Touriführung. Alle Zeltplätze und Höhlen und Überhänge werden begutachtet…. da wohnen viele Leute, aber kein Hippie weit und breit…

na dann nicht… das letzte Stück ist echt n Abenteuer. Voll der gefährliche Abstieg mit Seil festhalten usw. – schwarzer Wanderweg. Wir legen uns an den Steinstrand und gehen baden. Fünfmal und ganz nackig. Der Kptn denkt, wenn wir uns einfach ganz nackig auf die Steine legen, locken wir vielleicht Hippies zum Gucken an… aber nix passiert. Wir lernen Achim und Barbara kennen, die wohnen auch hier in ner großen bequemen Wohnhöhle… nicht so beengt wie auf sonem Segelboot. Ne Band ist auch hier, aber die Musik steigt erst am Abend. Schade. Aber im Dunklen zurück krackseln ist nix für den Kptn.

Enno führt uns noch ein Stück durch den Baranco, dann sind wir wieder bei unserem Coche (Auto) und lassen uns den Hang hochfahren.

Der grandiose Blick vom Vormittag wurde durch Wolken ersetzt. Wir sind eigentlich in den Wolken, die mit nem ziemlichen Affenzacken sich ihren Weg durch die Felsspitzen suchen. Die Waschküche gefällt uns nicht. Vor allem fangen alle Beifahrer an „über den Wolken“ zu singen. Der Kptn. dreht um. Wir steuern n Café am Hang an…

3x Barraquito 1x Kaffee ohne Schnappes. Toll.

Die „Segeljungs“ und die „Stressless“ sitzen am Strand und grillen. Wir sind zu platt für solche Orga und holen uns ne Pizza aus der Ria und n Sixpack aus dem Suma und setzen uns dazu.

Keine und Hippies.

Jan.′ 20 05

Enno sattelt sein Dingi und macht sich auf den Weg zum Playa de Chinguarime.

Wir machen Großwaschtag mit zwei Maschinen und holen mal n paar Blogberichte nach. Oha… Da fehlte ja schon etwas länger was. War‘n wir wohl n bisschen auf der faulen Haut… 😉

Das Schiff neben uns zieht sich einen Joint nach dem anderen rein – also die Besatzung. Französische Jugendliche. Der Wind steht etwas ungünstig und dem Kptn. wird schon ganz dusselig im Kopf.

Zum Durchatmen gehen wir mal ins Dorf. In San Sebastian sind die heiligen drei Könige unterwegs. Begleitet von Goofy und Mickey Mouse – oder waren es vielleicht doch Halluzinationen? Die Kinder in Spanien bekommen erst morgen früh ihre Geschenke und müssen bei den drei Herren auf dem Schoß sitzen – Foto – nächster. Die Kleinen sind echt aufgeregt.

Ein Dorada und ne Pizza machen den Käptn. wieder klar im Kopf…

Drei und Könige.

Jan.′ 20 04

Fredrik und Helena nehmen die allererste Fähre nach Teneriffa und gehen wieder von Bord. Einen Tag wollen die beiden noch auf Teneriffa verbringen und dort ein bisschen Sightseeing machen. Im Morgengrauen verabschieden wir die beiden. Vielleicht sehen wir uns Silvester 20/21 in Schweden wieder. Jetzt wollen wir erstmal mit dem Auto den nördlichen Teil Gomeras erkunden. Enno macht uns den Inselführer, nur das Fähnchen fehlt noch. Herrlich, was er uns alles erzählen kann. Früh am Tag ist es im Norden der Insel sehr schön. Leider haben die Dörfer (Hermigua, Agulo, Vallehermoso) in den Nordschluchten schon sehr früh Schatten. Jedenfalls jetzt im Winter, wenn die Sonne so tief steht.

In Villarosa überredet uns der Restaurantbesitzer doch noch mehr als einen Kaffee zu nehmen. Diesmal bestellen wir aber – fix schlau – nur Entradas. Leider zu viele… und so rollen wir trotzdem voll abgefüllt wieder aus dem Laden raus.

Den Rückweg nehmen wir über den Höhenpass nach San Sebastian. Wir können uns wieder nicht aufraffen und am höchsten Straßenpunkt parken, um den Rest bis zum Gipfel zu wandern – nächstes Mal.

Hacko von der SY Anixi hat Geburtstag und gibt einen aus. Wir beschließen, Sardinas beizusteuern.

Zutaten: 1L Sonnenblumen Öl, 1 kg Sardinas, 1 Kartusche Gas, 1 Gaskocher, 1 Topf, Salz. In dieser selbstgebauten Friseuse werden die Dinger richtig schön krosch – Fischchips – super lecker. Zum Nachtisch gibt es einen Geburtstagskuchen mit flüssiger Schokoladenfüllung und Vanilleeis auf der SY Anixi – der Kptn. hat gleich n zweiten Kuchen bestellt – der wird aber nicht geliefert, obwohl alle noch Hunger hatten… 😉

Quatsch mit Soße

Jan.′ 20 03

Dies ist der letzte Abend mit Helena und Fredrik. Wir beschließen, dass es am Abend ein Fischbarbecue an unserem Grillplatz geben soll und diskutieren den Ablauf der Beschaffungsmaßnahme. Während Fredrik sich ein letztes Mal auf sein Fahrrad schwingt, um in den Bergen nach fliegenden Fischen zu suchen, machen Enno und Stefan sich auf, um Fische zu fangen.. sie suchen die Fischtheken in den Supermärkten San Sebastians auf und kommen mit Shrimps, Sardinas und großen Fischen zurück.

Anschließend plagt sie wohl doch das schlechte Gewissen und sie tauchen in die Angelabteilung der Ferreteria ab. Die Beute wird im Cockpit der Røde Orm klar gemacht, ein Vorfach wird gebastelt.

Die Damen haben derzeit den Supermarkt und die Fruterias nach Beilagen durchsucht und sind auf eine außergewöhnliche Gurkenart gestoßen. Die muss gekostet werden. Als Fredrik vom Berg zurück kommt, glüht der Grill schon. Der Käptn brät die Shrimps und die Sardinas auf dem Gaskocher, Enno grillt die Fische. Wir schlemmen mal wieder.

Eiweiß und Überfluss

Jan.′ 20 02

Wir haben endlich ein Auto bekommen und fahren den Vulcano von La Gomera besichtigen. An wirklich jedem Aussichtspunkt halten wir an und bestaunen die Berge und Täler. Es geht so tief runter, dass es im Bauch kribbelt.

Wir trauen uns auf einer engen Straße, zum Playa el Medio zu fahren, hier kann man wunderbar in Höhlen hausen.

Am Playa de Santiago machen wir eine Pause und nehmen ein Käffchen, wir hatten es hier irgendwie netter in Erinnerung.

Unser Auto quält sich den Berg wieder hoch. Wir versuchen jetzt mal eine Nebenstraße über Chipude und El Cercado nach Las Hayas. Es wird immer verrückter und immer hübscher und grüner. Atemberaubende Landschaften mit tollen Bäumen und Felsen und wahnsinnigen Aussichten (s. Fotos). Einmal können wir sogar die Berggipfel von La Palma sehen.

Auf dem Rückweg nehmen wir den Höhenpass quer durch den Nationalpark und machen eine Pause im Zugluftrestaurant – der Kptn. sitzt an der Tür, die immer zieht und niemand macht sie zu – ganz toll – kurz bevor die Aggressionen des Kptn. Verletzte verursachen, bezahlen wir und lassen uns den Berg runter rollen.

Wieder halten wir an wirklich jedem Mirador an für eine Fotosession…

Fredrik zeigt uns seine Fahrradstraße, auf der er bergauf gestrampelt ist. Da wäre der Kptn. nicht mal zu Fuß hochgekommen.

Wir sind echt erschöpft und fallen fast gleichzeitig in die Kojen an Bord der Røde Orm.

Vul und canos

Jan.′ 20 01

Ausschlafen – daran ist nicht zu denken. Enno kommt schon um 11h zum Frühstück – obwohl er die Nacht durchgemacht hat. Wie schafft er das bloß – der Kptn. ist ratlos und muss sein Geheimnis ergründen.

Bei einem Kontergetränk versuchen wir zu entspannen, ein kurzes Bad bei kalter Luft und warmem Wasser hilft.

Zum Glück hat die Meermaid an Bord ein paar anständige Kühlgeräte und Enno zaubert einen Eintopf aus dem Gefrierschrank der uns vitamintechnisch unheimlich nach vorne wirft, vor allem brauchen wir nix kochen.

Fredrik bekommt soviel Energie, dass er unbedingt eine Neujahrsradtour über La Gomera machen muss…

Wir versuchen irgendwie mit unserer Entscheidung weiter zu kommen… Es ist doch jetzt Neujahr… da sollte doch eigentlich was mit Wünschen und Entscheidungen laufen – es klappt aber irgendwie nicht.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass entscheiden auch heißt, sich von etwas anderem zu scheiden – zu verabschieden.

Wir wissen es nicht.

Keine und Entscheidung

Dez.′ 19 31

Beim Frühstück läuft die Planung der Party. Wir wollen am Nordstrand von San Sebastian grillen. Jedes der 6 beteiligen Schiffe macht einen Beitrag zum Büfett. Helena und Fredrik liefern Elchfleisch und wir „Dinner for one“ mit dem Mini-Akku-Beamer. Die Getränkesituation wird von der Meermaid als Kühlschiff sichergestellt. Am Nachmittag besuchen wir den örtlichen Großhändler und bevorraten uns für die Party.

Wir haben es sehr schön gemütlich an unserem Grillplatz und tanzen zwischen den zwei BT-Boxen in die Nacht hinein. Der Kptn. macht den DJ. Die richtige Party der Spanier geht erst nach 0h auf dem „Dorfplatz“ los und dauert bis 6h. Die Crew der Røde Orm hält nur bis 1.30h durch. Enno bis 5h…

Feuer und Werk.

Dez.′ 19 30

Frühstück zu 5., eine besondere Sortierherausforderung. Aber alle werden satt. Die Damen gehen baden – Enno angeln. Fredrik und Stefan suchen ein Trainingsrad für Fredrik. Sie finden sogar eins… Fredrik testet sofort die hiesigen Teerstraßenberge und ist erstmal weg…

Nach dem Bad gehen die Damen zum Shopping über. Der Kptn versucht am Computer das Geld so geschickt hin und her zu schieben, dass die Karten an Land bei den Damen weiterlaufen und nur ab bestimmten Beträgen Fehlermeldungen auftreten.

Enno kommt mit einem riesigen Thunfisch zurück, den er aus den Fluten von La Gomera gezogen hat. Der Kptn pumpt sein Dinghi auf, er braucht nun auch dringend n Angelboot.

Enno filetiert den Kaventsmann und die Herren probieren gleich vor Ort das beste Stück. Oberlecker.

Der Cobb gibt heute Hamburguesas her, mit Hack vom Elch, direkt aus Grönahög – nur Helena darf Tuna essen.

Thun und Fisch

Dez.′ 19 28

Die Nacht war unruhig, in dem superleckeren Weihnachtstee gestern Abend auf der SY Anixi muss schwarzer Tee enthalten gewesen sein. Die Erste ist die ganze Nacht wach und lauscht dem Partygetöse an Land, während der Käptn verzweifelt versucht, zu schlafen. Bei Sonnenaufgang verlässt sie das Schiff, da kann der Käptn endlich schlafen. Um 10 Uhr kommt sie mit Brötchen wieder.

Enno ist auch wach und so muss der Käptn wohl aus‘m Bett. Den Monsterabwasch von gestern Abend braucht Enno nur anzuschauen, schon ist er gemacht. Der Käptn ist ganz hin und wech und gemeinsam mit der Ersten versucht er, abtrocknetechnisch mitzuhalten. Völlig erhitzt stürzen wir uns anschließend in die kühlen Fluten des Atlantiks. Der Käptn lässt sich überreden und kreuzt heute zum ersten Mal die Straße zur Stadtmitte. Bis jetzt hat er es nicht weiter als bis zum Strand und zum Grillplatz geschafft. Doch heute muss ein Tisch in der Pizzeria vorbestellt werden und die örtliche Ferreteria nach Ködern durchforstet werden. Das letztere klappt nicht so ganz, da sich die Spanier mittags ja immer in der Fiesta – nee Siesta befinden. So kommen die Kapitäne wieder und stürzen sich in den Ersatzteilkatalog, um Bestellungen aufzugeben. Sie versinken in einen Freudentaumel angesichts der vielen bunten Bilder. Die Liste wird länger und länger und -du glaubst es nicht- die liefern sogar nach La Gomera.

Am Abend kehren wir in der Pizzeria ein, mit Crews von fünf Schiffen. Die Familienpizzen werden auf Wagenrädern serviert, so groß sind sie.

Olá und stomache

Dez.′ 19 26

Wir sind alle früh wach und frühstücken unterm Tannenbaum. Heute will die SY Grace von La Gomera ablegen über den großen Teich. Wir bewaffnen uns mit Tröte und Kamera und winken was das Zeug hält. Viele gute Wünsche und bestes Wetter schicken wir mit auf den Weg.

Die beiden Käptns schnappen sich nach dem Elferkaffee ihre Schnorchelsachen und stürzen sich in die Fluten auf der Suche nach außergewöhnlichen Fischen. Und sie finden tatsächlich einen Engelhai. Der hat sich tief in den Sand eingegraben und will nicht gestört werden. Die GoPro des Käptns stört ihn doch hoffentlich nicht? Auf jeden Fall ist am Käptn noch alles dran, als er zurück aufs Boot kommt. Derweil war die Erste in der Stadt, Baraquito trinken. Das ist ja mal was. 1/3 süße Kondensmilch, 1/3 süßer Likör, 1/3 Kaffee. Etwas duhn schwankt sie zum Schiff zurück und fordert eine Siesta ein vor dem nächsten Badegang.

Am Abend glüht der Grill.

Hai und fisch

Dez.′ 19 25

Der Morgen nach dem Weihnachtsessen ist immer hart. Besonders ohne Spülmaschine und Warmwasser. So verbringen wir den Vormittag mit Heißwasser machen, Spülen und Abtrocknen. Aufräumen, verstauen und mit den Geschenken spielen. Und baden. Die Kapitäne gehen auf die SY Meermaid und versuchen, das Hafen-wlan von San Sebastian einzufangen, damit die Kommunikation an Bord besser klappt. Dabei wird die Bilge der Meermaid zweimal gespült. Der Kptn. verschüttet seinen Drink über dem Fussbodenbrett und Enno vergisst in der ganzen Aufregung das Kloventil… Jedenfalls ist die Bilge der Meermaid nu pikobello.

Die Meermaid hat eine Ratterwelle – so wie die Røde Orm – dies wird nun mit der GoPro festgehalten und zu einem Werftmenschen zur Diagnose geschickt… Mal sehen was der dazu sagt.

Und am Abend: Grillen. Dann feiern wir Abschied mit Anna und Rob auf der SY Grace und die Erste hilft beim Kneten und Rollen der Proteinballs, eine Mischung aus Milchpulver, Erdnussbutter, Rosinen, Honig und Sonnenblumenkernen, die der Crew über die ersten beiden Tage helfen sollen, wenn das Rollen des Schiffes noch zu ungewohnt ist, um Essen zuzubereiten. Nach dem Motto: Balls against Rolls. Auf der Røde Orm nehmen wir immer die Fertigversion zur Hilfe: Snickers. Ein Wundermittel zum Überleben einer Nachtwache.

Gin und Tonic

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