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Nov.′ 19 27

Das Dorf besitzt tatsächlich ein Museum. Kleinstes Museum der Welt wird es genannt. Da sind wir ja mal gespannt. Es ist wirklich süß. In vier Räumen werden auf Großtafeln die wichtigsten Dinge der Insel erklärt: Aloe Vera, Salz, Geschichte der Insel, Fischerei. Und in jedem Raum haben wir neue Erkenntnisse gewonnen. Die Aloe Vera Pflanze hat sowohl Kolumbus als auch Gandhi als Heilpflanze geehrt. Im Raum des Salzes wurden wir belehrt, dass der Käptn seinen Sold den er bekommt, früher in Form von Salz bekommen hätte – zumindest Teilweise. Und irgendwann in der Frühzeit hat wohl ein Piratenschiff hier Halt gemacht – es wurde von Berberpiraten verfolgt – und einen Schatz am Strand versteckt – zu dem Strand müssen wir also auch noch dringend vor Weihnachten. Als der Vulkan auf Lanzerote ausbrach, haben sie die Kühe nach La Graciosa gebracht, damit sie hier grasen konnten. Wobei das wohl trotzdem eher ne Fastenzeit war, denn viel Gras ist hier nicht zu finden. Berieselt werden wir während des Lesens mit Meditationsmusik. Dadurch kommen wir ganz beseelt wieder in die Mittagssonne. Von 11-13 Uhr hat die Post geöffnet, das schaffen wir so gerade noch. Dann plündern wir die Obstvorräte im Supermarkt.

Der Käptn hat noch nicht genug von öligen Kugeln, er zieht sich ein frisches T-shirt an, schnappt sich die Zahnbürste und nimmt den quietschenden Achterstagspanner auseinander. Hach herrlich, Schmierfett und Kugellager, da leuchten die Augen. Und das T-shirt bekommt den gleichen Look, wie das vom Vortag, klein schwarz gesprenkelt. Wir erfrischen uns im türkisblauen Hafenbecken und schrubbeln uns und den Schiffsrumpf.

Kultur und Fett

Nov.′ 19 26

Früh auf um Fisch zu kaufen… aber der Fischladen hat zu – es gibt kein Fisch auf La Garciosa (träller – Bier schon), oder wir waren trotz der frühen Uhrzeit (11.30h) schon wieder zu spät. Der Fischladen soll ja eigentlich bis 12.30h geöffnet haben. Wir gehen morgen mal vorsichtig die 10.30h an – vielleicht haben wir Glück.

Dann geht’s an die Rollanlage:

Der Kptn. demontiert die Leinenaufwickelspule – drei Schrauben, ein Klappmechanismus und zwei Plastikklammern.

Zum Glück haben wir die Anlage unten ausgehängt und in eine Wanne gestellt, denn als der Kptn. die beiden Halbschalen der Spule auseinanderzieht, kullern die Kugeln der Kugellager in die Wanne.

Jetzt schon erkennt man es eindeutig: Der große Spannring, der das Lager unter dem des Halsringes hält, ist aus der Nut gerutscht… warum auch immer (vielleicht hat der Kptn. zu viel Druck aufgebaut).
Aber nur mit dem losen Spannring bekommt man die Schrauben von der Trägerglocke (Carrier) gelöst, die sonst von dem Halsring verdeckt wären, um den ganzen Käfig nach unten über den Northman abzuziehen… – wenn man den großen Spannring nicht lösen würde, würde man die ganze Sache wohl nur nach oben hin rübergeschoben bekommen. Aber das obere Teil hängt ja in schwindelerregender Höhe am Masttop.

Das kann ja lustig werden bei der Remontage…

Das Kugellagerdings von der Furlex ist eine reife Ingenieursarbeit, findet der Kptn.. 4 Kugellager in diesem Drehzylinderding unterzubringen ist echt beindruckend. Aber es lässt sich alles wirklich gut auseinandernehmen und mit Zahnbürste und Kriechöl reinigen. Mit frisch gefetteten Lagerschalen kann man alles wieder zusammensetzten – es flutscht wie frisch geschmiert – sogar ALLE Kugellagerkugeln sind noch da und sitzen wieder an ihrem Platz.

Nun kommt die Remontage. Durch das frische Fett werden die Kugeln an ihrem Platz gehalten und der große Spannring kann etwas nach unten geschoben werden, um die Schrauben wieder an der Trägerglocke zu befestigen. Der Kptn. ist schon etwas angespannt – vier Schrauben richtig fest drehen – mit Kraft – und dabei den Spalt am Kugellager immer schön im Auge behalten bei Sonne und Wind verdreht auf dem Vorschiff liegend mit der Ankerwinch im Rücken und Schmierfett an allen Körperteilen.

Dann ist die letzte Schraube dran und mit einem Ruck nach oben rastet der Spannring in seine Nut – und bleibt dort hoffentlich für die nächsten Jahre fest sitzen.

Zur Belohnung gibt es echte spanische Homemade Tapas – die Minikartoffeln aus Kanarien mag der Kptn. am liebsten. Leider haben wir sie nicht so ganz hinbekommen wie in den Restaurants – die Salzkruste fehlt. Ein Tipp der SY Meermaid: „Man kocht die Kartoffeln mit Schale in relativ wenig stark gesalzenem Wasser… gegen Ende des Kochens sollte das Wasser fast gänzlich verkocht sein…“ – dann bleibt die Salzkruste auf der Schale übrig – nächstes Mal.

Zum Sundowner nehmen wir heute mal einen Shandy in unserer Lieblingsbar an Land. Die Erste entdeckt, dass es hier auch Kaffee mit drei Schichten gibt – eine Schicht ist Likör… Das testen wir an einem anderen Tag.

Sun und down.

Okt.′ 19 26

So Kuddel, heute bist du wieder dran. Die Backskiste wird ausgeräumt und auf dem Vorschiff verteilt. Alle Dieselkanister nach Steuerbord sorgt für ziemliche Schräglage im Hafen. Aber die Kiste ist leer, der Käptn kriecht in den Keller. Zuerst baut er eine Halterung für die Welle, dann werden die Schrauben gelöst. Der Käptn der Bigfoot kommt mit Spezialwerkzeug dazu und prüft, welche Einstellung sie haben müssen. Motorausrichtungs-OP erfolgreich gelungen, Patient brummt.

Irgendwann dazwischen beginnt die Erste wortwörtlich mit Spiegeleiern und Salatsoße zu Jonglieren. Die Schwerkraft ist heute besonders ausgeprägt. Die Eier verteilen sich auf der Herdplatte, die Soße kippt in die tiefste Backskiste. So wird neben dem Motor auch die Küche grundgereinigt und das Kühlschrankventil geputzt.

Bis spät in die Nacht räumen wir das Chaos wieder auf und sinken froh ins Bett. (Nein!! Kein Wetter gucken!!)

Kuddel und Ruhe

Jul.′ 19 24


34 Grad sind heute angesagt. Unser Plan an diesem schönen Sommertag in Ijmuiden: Wir verbringen ihn im „Maschinenraum“ der Røde Orm. Das wird bestimmt schön kuschelig.
Die neuen Motorgummilager liegen parat. Der Kptn. und sien Frau nehmen noch schnell die Kombüse auseinander und hängen den Motor mit ner Talje in den Niedergang – also wir können ihn da anhängen, wenn die Füße gewechselt werden.

Mr. Volvo kommt an Bord und legt los. Nach 4 Std. mit ein paar Öl- und Impellerkaufunterbrechungen – der Kptn. schlägt Mr. Volvo vor, einen Bauchladen zu eröffnen und die Teile von Bord aus per Eimerfahrstuhl zu verkaufen (will er aber nicht) – sind die Füßchen getauscht. Zwei Füße waren wirklich ziemlich abgelöst. Die Maschine hat nun etwas härtere Füße bekommen – damit sie nicht mehr so schwabbelt. Die Ausrichtung von Kuddel passiert nach dem Mittagessen und ratz-fatz ist die Røde Orm wieder in ihrem Element. Die erste Offiziöse fährt uns 30 Min. kreuz und quer durch den großen Handelshafen – es rappelt nix mehr bei Kuddel. Wir haben wohl das Problem beseitigt.
Zurück an den Liegeplatz – ein paar Goldstücke fließen wieder aus unserer Bordkasse.
Wir machen das Schiff seeklar.
Touch und down.

Okt.′ 18 07
 

Der Ölwechsel hat heute schon mal super geklappt. Aber dann hat sich der Kpt. und sien Fru an das Dauerglüherproblem unseres Kuddels gemacht.
Da muss ja nur das Brett rechts neben dem Motor weg – kein Problem – Schrauben gelöst – nix bewegt sich.
Die Leiste da noch – ach ja – logisch – Leiste weg – alles ist fest.
Vllt. noch die Spüle, die könnte klemmen – Spüle weg – immer noch fest.
Irgendwie hängt das Brett noch an der Fußpumpe.. so langsam wirds locker..
Zwei Schrauben hat der Kpt. im Eifer des Gefechts noch übersehen – und dann ist das Brett endlich weg und wir kommen an die „Blackbox“ – wie wir sie liebevoll nennen – ran.
Das war ja einfach – wir haben nur die halbe Küche zerlegt.

Da ist wohl unsere Steuereinheit (im Handbuch: „Elektrozentrale“, Motorelektronik) durchgebrannt. Der Motor (Volvo Penta D1-30F) wurde 2009 eingebaut (vom Vorbesitzer).
In 2008 gab es ne Rückrufaktion für dieses Teil.
forum.yacht.de/showthread.php?98275-Volvo-Penta-D1-30-R%FCckrufaktion
Vielleicht weiß einer von Euch weiter, kann man anhand ner Nummer oder irgendetwas anderem erkennen, ob wir das zurückgerufene Teil haben?
Ist vllt. dieses verschmorte Bauteil der typische Fehler (Grund des Rückrufs)?
Hatte irgendjemand schon mal das gleiche Problem?
Gibts Tipps, was man tun kann? Austausch? Reparatur? … Oder ähnliches?

Die Suche geht weiter.

Elektrik und aus.

Okt.′ 18 05

Es ist traurig, wenn der Mast runter kommt. Damit ist das Segeln für dieses Jahr besiegelt. Dabei ist es noch so warm und wir bekommen auch noch einen goldenen Oktober… Aber es ist auch um einiges schöner, das Boot für den Winter klar zu machen, wenn das Wetter schön ist und die Sonne die Crew bei diesen Arbeiten wärmt. Bei Querregen und Herbststürmen ist das alles nicht so dolle.

Der Mast liegt im Lager und wartet auf die Winterplane. Nächste Woche bekommt Kuddel noch neues Öl und wir machen uns an die Glühanlage / Elektronik oder „was weiß ich nicht“ ran.
Over und aus.

Jul.′ 13 22

Wir sind mit Kpt. Hitch-Hike-Heidi in Grauhöft verabredet – Leinen los und ab nach Grauhöft. Er macht Urlaub beim Boot – also eigentlich unterm Boot und auch nicht im Wasser, sondern am Wasser – zusammen mit seinen Makita- und Festofreunden. Dabei ist er in einen weißen schicken Anzug eingepackt und trägt eine Gasmaske – hübsch. Der Abdruck der Maske bleibt wahrscheinlich nun lebenslang ins Gesicht geprägt.

Wir haben Kpt. Heidi kaum erkannt und sind echt erschrocken. Der Kpt. denkt, den kriegen wir nur mir Grillfleisch und Bierchen wieder auf die Spur. Gesagt getan. Wir kaufen fürs Abendbarbecue ein und schleifen den Kpt. Heidi anschließend unter lautem Protest von seinen Werkzeugen, Glasmatten und Epoxyspachteln wech. Nach einem kurzen Duschabstecher (Aceton – Benzin – Mischung) wird er ins Cockpit der Röde Orm gesetzt und mit Bierchen und Fleisch versorgt. Er blüht völlig auf und fängt an von der Karibik zu haluzinieren… – Schön.

Over und aus.

Jul.′ 13 10

Morgens liegt Kater Konrad wieder im Cockpit in der Sonne. Er hatte wohl ne bewegte Nacht, er schläft den ganzen Tag tief und fest. Zum Frühstück bequemt er sich allerdings noch an den Tisch – essen geht vor schlafen. Wir erledigen Hafenfacilities: die Dusche, der Spielplatz, der Marineshop und der Supermarkt werden besucht. Der Käptn repariert das defekte AIS, leider stellt sich heraus, das die Antenne oder das Kabel im Mast kaputt ist und nicht die Steckerverbindung. Mit der Antenne des Funkgerätes läuft das AIS nämlich 1A.

Wir legen ab, setzen das Vorsegel und rauschen vorm Wind den großen Belt hinunter. Lange vor der Brücke überlegen wir, durch welchen Brückenabschnitt wir wohl passen, zählen, Fernglas zur Hand. Mit 15m sind wir auf der sicheren Seite. Kurz vor der Brücke sucht Julita die Angel raus und der Käptn, Julita und Kater Konrad warten gespannt auf einen anbeißenden Fisch. Doch leider verlieren sie nur den Harken. – den Letzten – Grummel. Wir müssen uns dringend ein anderes Anglergeschirr zulegen – finden der Kpt. und die Matrosine – die erste Offizöse ist sich da nicht so sicher…

Wir ankern in der Nyborgbucht, vor der Mühle. Wenn man nach links, die Industrie im Rücken, auf die Landschaft guckt, ist es eine wunderschön idyllische Ankerbucht, leider guckt man dann auch genau in die Sonne… Der Käptn lädt zu einer Ruderfahrt über die Bucht ein. Wir steigen also ins Beiboot und lassen uns rudern. Hierhin und dorthin und plötzlich sind wir in einer Strömung.. also ins Zeug legen, um wieder raus zu kommen. Sieh mal dort ein kleiner Strand! Dort rudern wir hin, um uns auszuruhen. Der Strand ist von Möwen bewohnt. Lauter kleine Möwenfußabdrücke im Sand. Und wir finden Strandgut – ein neues Anglergeschirr!! Eine wunderriesengroße schöne Reuse. D.h. wir ändern also ab jetzt unsere Angelstrategie. Jeden Abend am Anker wird die Reuse versenkt – super Idee – total entspannend. Wir entknoten und entalgen das gute Stück und schleppen es zum Schiff. Na das gibt Fisch, die nächste Woche! An Bord macht der Käptn Feuer im Cobb, sien Fru das Grünzeug dazu. Bier und Rum, naja und Limo und Wasser. Tze.

Sonne und Satt!

Jul.′ 13 08

Es ist sehr schwierig, sich ein Brot zu schmieren, wenn man nach dem Frühstück keinen Hunger mehr hat. Es widerstrebt dem Kpt. und der Matrosine sehr. Die erste Offiziöse kann dies gar nicht verstehen, muss wohl der Mutterinstinkt sein. Allerdings lässt der Kpt. sich überreden, die Segeltagesbrote mit einer Streichfettschicht zu überziehen, das erinnert ihn dann eher an Ölwechsel oder Ölleitungstausch usw.

Plötzlich rennt der Kater zum Niedergang und knurrt den Trecker an – der Müll wird abgeholt – Mein Essen – Mein Essen, lass meine Fresstonne stehen.

Wir wollen los. Das Deck wird noch geschrubbt, der Wassertank gefüllt und die Selbststeuerung (Anton) wieder an die geradegebogenen Pinne montiert.

4-5 Bft. aus West. Bedeckt. Naja – nicht optimal aber wir kommen flott voran. Nach Süden. An Samsö vorbei bis nach Korshavn.

Wir ankern bei 5 – 6 Bft. Der Bügel hält. Der Heckanker wird als Reitgewicht an einem großen Schäkel an der Kette heruntergelassen, damit auch der Kpt. gut schlafen kann.

Irgend ne Dose reißen wir noch auf und machen die warm. An Land wollen wir bei dem kalten Wind nicht mehr.

Uuuund… Es gibt wieder Bier!!! Der Kpt. trinkt eins. Ein paar Blogbeiträge nachreichen.

Julie liest noch ihr „die Schule der magischen Tiere“ Buch, was ihr Thomas gestern mitgebracht hat, durch – stöhn… In zwei Tagen. Wir brauchen dickere Bücher. Julie weigert sich hartnäckig auf E-Books umzusteigen.

Over und aus.

Jul.′ 13 07

Es windet wie wild. Um halb 11h kommen Thomas und Mie und übergeben uns per Expresslieferung das heiß begehrte Ersatzteil. Des Kptns Augen leuchten. Es sieht toll aus. Die gleichen Kurven wie das Original, total glatt und schier und gar kein Rost. Wir verabschieden Annika, die jetzt mit Mie nach Schweden fährt.

Die erste Offiziöse überredet den Kpt. zum Frühstück, erst dann darf er wieder in Öl baden.

Ratz, Fatz ist das Teil montiert. Der Motor wird mit Dekompression ne Weile durchgedreht, damit er wieder in Öl läuft. Und dann schnurrt er wieder – Puhhh – ein Glück. Der Kuddel läuft.

Und wo der Kpt. nu schon gerade dabei ist, kann auch gleich der Keilriemen etwas gespannt werden, die Wasserpumpe überprüft werden, das Rigg getrimmt werden und unendlich viele Taklinge an alle Tauenden gefummelt werden, die Pinne in der Mitte montiert usw. usw.

Die erste Offiziöse erledigt in der Zeit einen Stapel Papierkram und bringt ihn zu Post.

Wir machen noch eine Fahrradtour in die Stadt um den Papierkram loszuwerden. Julie und der Kpt. bleiben aber bei den Dickhäutern hängen.

N echter Sonntag eben…

Over und aus.

Mai.′ 13 06

Die Röde Orm ist schon fast wieder Seetüchtig. Die „Sonne des Südens“ hatte ihre Außenhaut arg strapaziert – der Kpt. hat sie wieder aufpoliert (Wat fürn schöner Reim).
Am Anfang war die Sache ziemlich frustrierend – nach der Politur war die Orm schmieriger als vorher -, bis der Scheunennachbar von der Janne R. dem Kpt. den retten Tipp gab: Feuchtigkeit!
Der Kpt. hat also im zweiten Versuch dem Rubbing einen Blumensprüherwasserschleiher übergezogen und mit der Elektrorubbingmaschine nass poliert.

So funktioniert es toll. Nach dem Trocknen, kann man den Staub trocken oder leicht feucht wieder abwedeln bzw. wischen.
Als Schutzschicht bekam die Röde Orm noch ne schöne Wachsschicht gegen die harte See und die brennende Sonne.
Der Kpt. freut sich über den Erfolg.

Morgen kommen die Batterien rein. Der Kuddel darf ein paar Testumdrehungen machen und der Strop wird schonmal verschäkelt.

Der Krantermin ist Himmelfahrt! – ENDLICH!

Over und over voll Wachs!

Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Jul.′ 12 23

Nachts beginnt die Elektrik zu spinnen. Komisch…. Der Kpt. guckt mal in die Bilge – randvoll, bis kurz unter die Bretter. Alle Mann an die Pumpen… Ruck zuck ist alles leer. Alle Schläuche und Seeventile werden gecheckt. Alles ok. Ein Rinnsaal unter der Maschine wird ausgemacht. Die Wasserpumpe tropft. Das hatte Dieter von Porto Santo ja auch schon prognostiziert: „Das schlammige Wasser der Kanäle reibt den Simmerring bestimmt auf, kauf mal lieber gleich zwei“. Das Ersatzteil ist also vorhanden. Aber erstmal wird das Seeventil der Maschine geschlossen und weitergeschlafen.

Am morgen, vor dem Frühstück, zerlegt der Kpt. die Wasserpumpe und tauscht den Simmerring. 1 Stunde später arbeitet alles wieder perfekt. Nix tropft mehr. Aber der Bilgencheck steht ab heute bei jedem Wachwechsel auf dem Plan… 🙂

Der Kpt. rubbelt das Öl von den Fingern – Frühstück.

Schiff klar machen, um 12h laufen wir aus. Noch gegen den Strom.

Gestern haben wir gerechnet und überlegt und den Wind angeguckt und beschlossen, doch direkt nach Cuxhaven zu fahren.

Es wird also mal wieder eine Nachtfahrt von ca. 120sm. Die Flutwelle schwimmt ja mit uns mit, sollte also kein Problem werden.

Bis Mitternacht ist leider mit segeln nix zu machen, aber dann geht’s super. Der Kuddel und Jule dürfen ruhig schlafen. Die Nordsee ist fast glatt nur ein leichter Landwind treibt uns mit 5 Kt. gen Osten. Es läuft perfekt. Eine laue Nacht.

Over und aus

Jul.′ 12 19

Die Kapitanin radelt in der früh über die Brücke nach Kampen und sucht einen Bäcker. Diese öffnen in Holland erst um acht, also schlägt sie sich bei Blitz und Donner die Zeit um die Ohren, bis es Brötchen gibt.

Wieder auf dem Schiff trudelt der Hafenmeister ein. Wir werden vorstellig und herzlich begrüßt, der Mastenkran ist unser. Also schnell ein Brot zwischen die Kiemen und dann wird gearbeitet. Der Mast von allem Getüdel befreit, Baum an Land gelegt und was sich da noch so an Deck angesammelt hat. Dann verholen wir zum Mastenkran. Julia bekommt die Leine mit der Furlex in die Hand, Stefan und der Hafenmaestro düddeln an Deck rum, wobei sich die Fernbedienung ständig um alle vorhanden Beine wickelt. Aber der Mast wird trotzdem erfolgreich gestellt. Klappt prima! Mit Humor und Frohsinn.

Wieder auf dem Liegeplatz werden die Wanten gespannt, der Baum angehängt, das Segel wieder eingefädelt. Als das alles steht gibt’s Mittag und ne Dusche. Annika und Stefan bauen neue Knöpfe an die Minikuchenbude, damit es bei Regen trockner bleibt. Julita schreibt ihren letzten Test, dann ist sie auch fertig mit der Schule. Wir sortieren die Schulsachen weg. Endlich Ferien!

Dann schauen wir die Suzi – den Außenborder an und beschließen, sie auf Deck zu verschnallen und Anton, die Windsteueranlage wieder aus der Kiste zu holen. Wir verpacken den Außenborder also in die Schlauchboottasche und zurren ihn fest. Julita räumt die Hundekoje aus, Julia hievt Anton raus, Stefan schraubt Alfonsos Motorkeil ab vom Heck und Anton wieder ran und Annika kriecht in die hintere Backskiste und hält die Schrauben, Scheiben, Muttern. So tüdeln wir vor uns hin und hastdunichtgesehen ist es neun Uhr abends.

Um halb elf bringen wir die 5. Mülltüte von Bord, haben die 20 Liter Dieselpestkanister entsorgt (mit tränen in den Augen) und desinfiziert und die Bretter sind wir losgeworden. Morgen segeln wir aufs Ijsselmeer.

Over und aus…

Jun.′ 12 18

Blogfrühstück auf dem Campingplatz. Alfons kommt aus Marseille und springt als Entspannung erstmal in den Fluss. Der Kpt. muss ja nu auch da rein. Bürste und Spachtel erledigen den Rest. Die Röde Orm ist wieder sauber und Unterwasser klar für die Kanäle.

Der Mast wird weitestgehend auf morgen 10h vorbreitet, dann haben wir nämlich den Legetermin bei Pierre.

Die Kids, Mamas und Omas sind derweilen im Meer und baden – auch wichtig – immer  nur Zeltplatzpool ist ja auf die Dauer auch nix.

Am Abend soll die „kleine Freiheit“ getauft werden (Mijannes neues Klappboot). Mijanne macht daraus ein echtes Tauffest, so wie es sich gehört. Zuerst gibt es ein wirklich leckeres Essen bei dem Zeltplatzrestaurant und anschließend schlendern, torkeln und watscheln wir zur kalt gestellten Sektflasche bei der Röde Orm. Die „kleine Freiheit“ wird gebrührend getauft. Rasmus bekommt natürlich auch n Schluck, wegen der allzeit guten Fahrt usw.

Freiheit und klapp.

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