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Okt.′ 19 17

Je länger man im Hafen liegt, desto länger braucht man auch, um das Schiff wieder klar zum Auslaufen zu machen – Jedenfalls ist es bei uns immer so. Und uns kommt es mal wieder vor, als würden wir schon ewig im Hafen liegen.

Diesmal brauchen wir so lange, dass wir fast den Absprungzeitpunkt verpassen um die richtige Tide zum Einlaufen nach Alvor zu haben. Wir schaffen es so gerade noch rechtzeitig. An Land bedeckt eine schwarze Wolke den Himmel, wir fahren dem Regen davon. Die Einfahrt von Alvor ist noch breit und übersichtlich, das Fahrwasser wird enger. Es ist nahezu Flaute. Aufgeregt tasten wir uns voran, mit den Tipps von Hatti (ganz dicht an der falschen Seite vorbei!).

Julita hält Ausguck. Die erste Tonne (grün) sollen wir ca. 60m an Backbord passieren und die zweite Tonne (rot) ziemlich dicht an Steuerbord lassen…. Puh – Aber es klappt. Wir werfen den Anker in der Fahrrinne und sind gespannt auf Niedrigwasser. Der Schwimmsteg neben uns und die Fischerboote auf der anderen Seite sollen trocken fallen. Dementsprechend dicht sausen die Motorboote an uns vorbei zum Fischen oder um Touris zu kutschieren. Aber schön ist es hier. Der Abend klingt aus bei Petroleumlampe, Jazzmusik vom Saxophonisten in Lissabon und einem gemütlichen Schnack mit der Bigfoot.

Welle und Watt

Okt.′ 19 11

Bewölkt? Ist was kaputt? Na wenigstens ist etwas Wind – auch noch aus Ost.

Um 17h müssen wir da sein – am Strand von Ferragudo gibt es ein Grillfest mit 8 Schiffen. Der Kptn. ist wie wild und holt das letzte aus der Røde Orm raus. Der Anker fällt im Rekordtempo, aber leider sind wir trotzdem 30 Min. zu spät. Alle Grills sind belegt 😉 – Aber unserer Cobb startet ja in 5 Min. durch und das Huhn wird noch vor Sonnenuntergang gar. Lecker.

Wir sitzen am Strand im Windschatten von ein paar Sandalgarvefelsen und schnacken und tanzen und grillen und trinken ein Bier.

Sun und Down.

Okt.′ 19 06

Besuch hat sich angekündigt! Erwin und Jane mit Isabel und Sofia von der SY Samantha. Wir haben die vier 2011 auf Porto Santo kennengelernt, die Kinder haben sich gleich gut verstanden und wir Großen auch. Ein Glückstreffer, wir sind einige Häfen zusammen gefahren. Nun wohnen sie hier in Portugal und kommen um 11 mit der Fähre nach Culatra rüber. Der Käptn holt sie mit dem Dinghi ab. Es gibt ein großes Hallo und Wiedersehen auf der Röde Orm zum ElverKaffee. Erwin und Stefan vertiefen sich in den Motor, wir anderen planen das Barbecue und fahren schon mal an Land, um die Hütte zu erobern. Dort haben die Matrosinnen schon alles aufgeklart. Der Tisch ist gedeckt. Katleen freut sich, sie darf nochmal Dinghi fahren, um die Käptns abzuholen. Dann werden Salat und Kartoffeln gezaubert und der Grill angefeuert. In großer Runde (Sofia ist leider nicht dabei, sie ist bei Freunden in Lisboa) genießen wir den Nachmittag. Den Abschluss krönen mal wieder gegrillte Schokobananen. Leider müssen die drei schon die 15.30 Fähre nehmen. Doch wir verabreden uns für die Woche in Vilamoura, dort wohnen sie in der Nähe.

In Nullkommanix ist das Häuschen wieder aufgeräumt, der Käptn wäscht ab, drei Matrosinnen wedeln mit den Handtüchern. Die Erste denkt sie ist im Himmel. Zufrieden und satt wird die Pinta losgetüddelt und die Röde Orm wieder bezogen. Den Abend verbringen wir mit Kuddel, der inzwischen auf dem Zahnfleisch ruckelt. Da kann der Käptn nicht schlafen. Die Füße sind durchgescheuert, er klappert auf dem Blech. Also kommt provisorisch Gummi zwischen die Sohlen und wir beschließen, in Portimao die alten heilen Füße neu unterzuschrauben.

Täglich und Murmeltier.

Okt.′ 19 06

Wir basteln uns eine neue Ankerboje. In der Ankerbucht mit vielen Booten finden wir es sehr praktisch zu sehen, wo der Nachbar seinen Sandhaken liegen hat – also machen wir mit.

Wir nehmen eine 12 Meter lange Leine, ein 230 Gramm Anglerblei (oder so) und eine rote Fischerperle. Und die Perle sollte natürlich mit dem Anglerblei nicht überfordert sein. Die Leine passt gut durch das Loch in der Perle – das Blei nicht. Das Blei rutscht durch das Perlenloch in die Tiefe und die Perle schwimmt wie ne Eins nahezu senkrecht überm Anker.

Fischer und Perlen

Okt.′ 19 04

Wieder ein Tipp – SY Meermaid sagt, wir sollen in der „Karibik“ ankern, da würde es Seepferdchen geben – „Karibik“ wird der Ankerplatz bei Culatra weiter östlich von dem Hauptankerplatz vor dem Strand genannt – Seglerslang – So nach dem Motto: Ich fahr mal kurz in die Karibik zum Seepferdchen gucken.

Das machen wir also auch genau so. Der Kptn. holt die Damen von der Insel und ab geht’s, satte 2 sm nach Osten – Hammertripp.

Der Anker hält super und die neue Ankerboje kommt auch zum Einsatz.

Katrin (SY Meermaid) sagt, wir sollen mal an den Strand fahren und dann an der steilen Kante zur Rinne nach Seepferdchen suchen.

Ne Weile geht es bei 20 Grad Wassertemperatur, dann fängt sogar der Kptn. an zu zittern, obwohl er ganz gut isoliert ist.

Im 2. Anlauf findet die Matrosine mit ihren Adleraugen tatsächlich ein Seepferdchen, das sich an einer Pflanze mit dem Pferdeschweif (oder wie heißt das beim Seepferdchen) festkringelt. Voll niedlich – die gucken auch so süß und haben so Engelsflügel auf dem Rücken mit denen sie durchs Wasser fliegen – Pegasusmäßig.

Jetzt haben wir auch ein Auge für die Pferdchen bekommen und finden noch mehrere. Irgendwie scheint es so, als ob die sogar ihre Farbe der Umgebung anpassen können – wie n Chamäleon.

Wir sind hin und weg.

Die Sonne am Strand (der ist wirklich wie in der Karibik – glauben wir) wärmt uns auf bis wir alle wieder unsere normale Hautfarbe zurückhaben.

Der Anker geht wieder auf und wir tuckern zurück zur Culatra-City-Anchorage.

Das Hühnchen aus der Kühlung muss heute dran glauben – wir haben echt Hunger. Ein Huhn auf dem Cobb ist super – 60 Min. – einmal wenden – fertig – lecker und saftig.

Hüh und Hot

Okt.′ 19 03

Noch n Geburtstag. Julitas Freundin wird auch ein Jahr älter. An Bord der Røde Orm werden irgendwelche Kuchenrollen geformt – na ob das klappt. Es werden verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, an Bord (Strom- und Rührgerätlos) Sahne steif zu schlagen. Tupper hat versagt – es kommt immer nur Butter aus dem Plastikding raus. Aus dem Griff des Schneebesens tropft Rostwasser… Gabel und Co. tun es auch nicht. Der Milchaufschäumer ist zu schwach auf der Brust. Die Torte wird schließlich mit halbflüssiger Sahne in einer Auflaufform kurz ins Gefrierfach gestellt und serviert – Super Lecker! Der Kptn. findet trotzdem: Nur Grillen ist das einzig Wahre bei diesen Temperaturen.

Die SY Zora verabschiedet sich und fährt weiter nach Osten. Susanne möchte in den Grenzfluss zu Spanien fahren – dort soll es sehr schön sein.

Heute wird der neue Kompass mit Lampe (damit wir auch nachts wissen, wo wir hinfahren) befestigt und ein USB-Außenanschluss – die Befestigung klappt – die Lampe will nicht arbeiten. Wieder eine neue Herausforderung, ein Ersatzteil zu bekommen…

Wir satteln das Dinghi und fahren an Land zu den Mädels nach Culatra… singen ein Geburtstagslied, vernichten den Kuchen, bringen Geschenke und zuckeln gleich weiter mit der Fähre nach Olhao. Der Dinghisprit ist alle – das ist der wichtigste Grund.

Wir haben zwei Stunden Zeit durch die Gassen zu tingeln und finden noch andere gute Gründe – die Tasche füllt sich. Es ist kaum noch Platz für den Dinghisprit.

Der Kptn. findet im Autozubehör eine rote LED an 12V angepasst für Instrumentenbeleuchtung – super – hoffentlich ist das Teil nicht zu hell.

Annika entdeckt einen Monsterchinashop – die Regale sind riesig und lang und hoch – alles ist nach Farben sortiert – von jedem Ding, das verkauft wird, gibt es nicht eins, nein gleich ein ganzes Regal, es ist der Hammer.

Die Fähre zischt zurück auf das Eiland.

Essen mit alle man in der Strandbar.

Over und aus.

Sep.′ 19 29

Leider kein Wind zum Segeln. Aber wir müssen weiter – der Flieger…

Fast die gesamten 20sm bis zur Einfahrt in die Lagune von Faro müssen wir motoren.

Spätestens ein paar Minuten vor 16h müssen wir dort sein sein, sonst steht die Strömung gegen an – also weiter.

Und wirklich… Nur 30 Min. vor Hochwasser saugen uns noch 4 Knoten Strom hinein – Wir sind in der Einfahrt kurzzeitig mit 9 Knoten unterwegs… Hoffentlich hat draußen von der Crew keiner irgendwas vergessen…

Bei Hochwasser suchen wir ne passende Stelle. 7 Meter sollten reichen.

Erstmal erholen.

Der Kptn. und sein Fru tuckern per Dinghi ein paar Boote ab. Die Zora, die Helga, die Orion… Alle sehr nett.

Schließlich nimmt uns die Orion auf 😉 – Zora – Røde Orm und Orion sitzen bei der Orion im Cockpit und genießen den Sonnenuntergang bei Wein und Bier.

Anker und Ruhe.

Sep.′ 19 25

Der Kptn. wird die ganze Nacht in seiner Koje hin und hergewendet – ohne sich selbst bewegen zu müssen. Da scheint also irgendwie doch die Dünung son bisschen in die Ankerbucht von Sines zu kommen und wir liegen auch noch quer dazu.

Beim Frühstück wird der Beschluss gefasst, noch eine Nacht hier zu verbringen, Sines zu besichtigen und den Strand zu begutachten.

Nach einiger Diskussion per Funk und am Telefon bekommen wir einen Platz am Steg mit der Nase im Wind. Leider schabt auch um die Hafenmauer die Dünung rum – Beugung am Spalt – son Ärger. Jede Klampe der Røde Orm bekommt eine möglichst elastische Leine verpasst – jeder Ruck wird auf mehrere Leinen verteilt – es klappt ganz gut. Nur noch gelegentlich verpasst die Kaffeetasse bei einer ruckartigen Schiffs-/Stegbewegung den Einfüllstutzen und verteilt sich auf dem Kptn..

Wir machen dem Quietschen und Knatschen und Kleckern ein Ende – Landgang.

Im Geburtsort von Vasco da Gama – dem berühmten Seefahrer – sind diverse Burgen, Plätze, Häuser und Straßen nach ihm benannt – er kommt wohl echt von hier.

Im Schatten der Gassen schlendern wir durch die Gegend bis der Kptn. an der Geruchsfahne eines kleinen Restaurants nicht vorbei zu kriegen ist – es gibt Tapas und kühle Getränke – der kleine Spar versorgt uns mit dem Rest.

Ein Teil der Crew bleibt tanzend am Strand hängen, derweilen werden an Bord Baustellen eröffnet. Erstmal wird der Motor trocken gelegt – ja die Ölablassschraube leckt immer noch. Und dann wird aus den diversen T-Stücken, Hähnen, Schellen und Schläuchen eine Verbindung zwischen Wassermacher und Wassertank hergestellt. Mit einem Handgriff kann man nun das süße Meerwasser, nach einem Testschluck, aus dem Hahn in den Tank umleiten – sehr praktisch. Das Hantieren mit den 5-Liter-Kanistern muss nun nicht sein, obwohl wir immer gerne etwas Reservewasser in Kanistern haben.

Zum Sundowner krabbeln der Kaptn. und sien Fru auf den Felsen am Hafen – schöne Aussichten und viele Krabbeltiere.

Quietschen und Knarren

Sep.′ 19 07

Wir waren zum Elfer-Kaffee auf die Stressless eingeladen. Jochen hat sein Turbo-Schlauchboot klargemacht und ist mit Freiwilligen Wasserski in der Bucht gelaufen. Also wer konnte, konnte sich auf dem Wellenreitbrett hinterm Schlauchi festhalten und ist darauf die Enseada da Barra unsicher machen. Der Käptn hat sich krampfhaft an seiner Kaffeetasse festhalten müssen, um nicht allein vom Zuschauen aus dem Boot zu fallen. In der Siesta wurden die Kampfköder für die Fische klargemacht. In diversen Tauchgängen wurden dafür Miesmuscheln gejagt. Derweil hat sich ein Motorbootfahrer so dicht vor die Röde Orm gelegt, dass sich sein Anker in unserer Kette verklötert hat. Ohne Hilfe konnten sich die Mobis nicht mehr von unserer Kette befreien…

Die Erste ist mit den Frauen der anderen Boote über den Berg gewandert, Fleisch zum Grillen im Supermarkt zu jagen. Um 16 Uhr bei brütender Hitze. 3,5 km klingt ja gar nicht so weit, wenn man vergisst, dass man über einen Berg klettern muss. Schweißgebadet kamen sie also am Fuße der Ria Pontevedra raus und standen vor einem geschlossenen Supermarkt – er wurde wegen mangelnder Besucherzahlen geschlossen. Erschöpft schleppten sie sich ins nächste Lokal, um nach Wasser und dem nächsten Mercado zu fragen. Die Kneipenwirtin erläuterte, dass es im ganzen Ort keine Einkaufsmöglichkeit gäbe. Aber sie würde die Damen mit dem Auto in den nächsten Ort bringen – und wieder zum Strand zurück (Über alle Berge!!). So kams. Voller Glück wurden die Einkaufstaschen gefüllt und der spanische Engel sauste in einem Affenzahn die Serpentinen rauf und runter zurück an den Barcos. Der Felsen war schon erobert, der Grill glühte, dass vorletzte AldiKrombacher Fass zitterte vor Kälte daneben und Frauen und Grillfleisch kamen pünktlich dazu. Ein wunderbarer Grillabend mit den Crews der Espiritu, Stressless und Luckstar.

Spanisch und Engel.

Sep.′ 19 06


Da ist er wieder der Schwell – schon wieder wird der Kptn. aus der Koje geschaukelt… das kann doch nicht sein.

Aber kaum hat er die Augen aufgerissen und guckt aus dem Niedergang, ist alles wieder vorbei – allerdings hat der Wind (3 Kt.) auf Süd gedreht – wir liegen mit dem Heck zum Strand – eigentlich sollte es heute weiterhin ein leichten Norder geben – abwarten.

Der Wind dreht zum Glück wieder auf den „normalen“ Nordwind.

Die Fru vom Kptn. sagt – er solle sich doch jetzt endlich mal an den Wassermacher machen – Also die Membran tauschen und das Klackern ausschalten.

Der Kptn. macht sich ran und nimmt ein Teil nach dem anderen auseinander. Die Erste liest ihm nebenbei aus der Anleitung vor…- wer braucht schon ne Anleitung 😉

Der Grund für das Klackern ist eine Feder, die die Exenterscheibe auf der Welle hält. Das Teil hat Spiel – gar nicht so wenig. Der Kptn. murkst in den Spalt ein kleines Stückchen Blech zwischen – fast kein Spiel mehr – alles wird wieder zusammengebaut – Öl in das Exentergehäuse gefüllt und alles wieder montiert….. uuuund – hey löppt – Er macht wunderbares, süßes, frisches, sauberes, selbstgemachtes Trinkwasser. Juhuuuu.

Am Abend lockt der Felsen und die anderen Crews uns vom Sofa. Wir satteln die Pinta (das Schlauchi) und düsen gen Badestrand der Enseada da Barra.Die Felsen sind noch warm vom Tag, die Sonne tunkt Himmel wie Wasser in lila Abendlicht. Ein Traum.

Salzig und süß.

Sep.′ 19 05

(eigentlich wieder Nordwind – und nein – wir denken uns auch wieder andere Überschriften aus)

Der Wind kommt etwas mehr aus Ost und die Welle aus der Ria Pontevedra dreht leider etwas in unsere Ankerbucht rein – es ist nicht mehr so gemütlich. Ein Chilltag vor Anker fällt aus – dat schaukelt hier zu dolle.

Wir wollen es in der nächsten Ria versuchen – Ria de Vigo. Wie gestern zischen wir mit dem NE weiter nach Süden – bis zu 30 Knoten bringt er auf die Uhr und die Røde Orm flitzt mit über 7 Kt. durch das blaue Wasser.

Wir sind verabredet mit der „Espiritu“ und der „Stressless“ in der Enseada da Barra.

Der Wind ist immer noch ganz flott in der Bucht, aber es gibt keinen Schwell – schön ruhig liegen wir hier. Karibikfeeling.

Der Kptn. guckt sich die Gegend mit dem Fernglas an – da sind nur Nackte am Stand – müssen wir jetzt auch nackig im Dinghi an Land fahren? Ohje – der Kptn. hat doch noch gar nicht seine Bikinifigur…

Die Hose bleibt an – Wir grillen mit den Crews der beiden anderen Schiffe auf den Felsen am Strand – schön weit oben – damit uns die Nackideis nicht belästigen können und uns die Klamotten vom Leib reißen – wir sind noch nicht soweit.

Das richtige Sitzfleisch für den harten Granit ist auch noch nicht vorhanden – irgendwie widerspricht sich das jetzt aber auch mit der Bikinifigur – und überhaupt sind die Felsen in Bohuslän viel weicheier. Also was jetzt? Bikini oder Sitzfleisch – Der Kptn. ist in einer Zwickmühle.

Einen Absacker auf der Stressless.

Sun und down.

Aug.′ 18 07

Wir bleiben am Anker, bzw. die Hitch bleibt am Anker und die Røde Orm bleibt vertäut.
Die Sonne scheint auch weiter vom Himmel – ein Bad kühlt gefühlt alle 30 Min. die Besatzung ab.
Auf dem Nachbarschiff fängt es an zu rascheln. Der Kpt. der Hitch wühlt verträumt in seiner Schraubenkiste.
Der Kpt. kann diese Nichtstuerei auch nicht ab und beginnt zu rödeln. Er kramt in seiner Beutekiste – als erstes bekommt er die Klappdecksaugen in die Finger. Schrauben suchen – Bohrer einspannen – aber Moment. Der Kpt. der Hitch überprüft die Baustelle – ist das auch mittig? – kann das auch nicht klappern? – was machst du mit den wertvollen Teakspänen?
Puh – aus dem Blickwinkel hat der Kpt. das noch gar nicht betrachten – einfach drei Löcher bohren geht echt nicht.
Nach langem hin und her hängt das Ding perfekt ausgerichtet am Travellerbalken.
Die Baustelle wird Staubbefreit und überpoliert.

Und dann geht es weiter – Kpt. Hitch schnappt sich den Schleppgenerator der Røde Orm – Eine Glühbirne kommt ran und durch einen leichten Dreh zwischen den Handflächen des Kpt. Heidi leuchtet die Lampe strahlend hell – Watttt – Das Ding geht ja doch – Es muss halt nur belastet werden – einfach nur Spannungmessen wenn es sich dreht klappt nicht.
Wahnsinn.
Es dämmert – Das Fleisch wird präpariert – der Cobb glüht.
Braten und aus.

Aug.′ 18 06

Die Werft fängt an zu rattern. Stahl auf Stahl – jawoll. Der Kpt. denkt – so muss das sein, wenn man neben der Werft liegt. Man wird durch den lieblichen Klang von schepperndem Stahl geweckt. Im Halbschlaf sieht man noch die Funken des Brenners sprühen – schööön.
Doch dann, als er seinen Kopf aus der Lucke steckt, wird er auf den Boden der Tatsachen zurück geholt – es ist doch nur eine schnöde Baustelle, auf der sich ein Bagger mit seinem Pressluftmeißel mit einem Betonklotz beschäftigt.
Den Kpt. drängt der Aufbruch zum Yachthandel – Kpt. Heidi kommt natürlich mit. Die Öffiziösen düsen in der Stadt rum.

Für die Røde Orm gibt es zwei klappbare Decksaugen für den Travelerbalken zum einpicken und gegen schmerzhaftes Schienbeinverletzungsgeschrei. Die Hitch-Heike-Heidi bekommt eine neue Opferanode – extrastromlinienförmig und extragünstig.
Die Kptns. nehmen Kurs zum zweitwichtigsten Laden in dieser Stadt – Imerco. Hier gibt es echt cooles Zeug. Vor allem ein Messig-Besteck, dem der Kpt. schon lange Zeit hinterher träumt. Auf ein echtes Seeschiff gehört auch echtes Messig-Besteck – das muss so – das ist schiffig. Zugegeben an Land würde es etwas kitschig aussehen – als würden man von goldenen Löffeln essen oder so. Aber auf See gehört es einfach zum Stil. Außerdem lässt es sich nach einem Grillabend wieder gut auseinander sortieren – genug gerechtfertigt. Die Damen fangen die Kptns. wieder ein.
Leinen los. Mit der Strömung kreuzen wir mit sagenhaften 3,6 sm in die nächste Ankerbucht. Kreuzen mit der Strömung macht richtig Spaß – der Winkel wird unglaublich gestreckt. Der Kptn. versucht aber immer noch mehr aus der Kreuz rauszuholen – die kleinen Ecke da vorne – da geht noch was – Nein geht es nicht…. Das Echolot piept, die Zahlen werden rapide kleiner – der Kpt. reißt das Ruder rum – die Røde Orm lässt das Festland erbeben und verschiebt die Insel Thuröbund um ein kleines Stück nach Osten. Was war das? – fragt die erste Offiziöse – Da war ne Insel im Weg – sagt der Kpt. ziemlich verstimmt.
Die nächsten Kreuzschläge werden vorsichtiger gehandhabt.
Der Anker fällt in der Bucht. Die Kptns. begutachten den Kiel der Røde Orm. Etwas Gelcoat hat sich die Insel genommen.
Ein Schnapes auf den Schreck und einen weiteren Eintrag in die ToDo-Liste für das Winterlager – „Felsenreste am Kiel durch Gelcoat ersetzen“.
Grillen am Anker und aus.

Aug.′ 18 03

Die Sundownerpartys in diversen Hafenspelunken verschieben die Abfahrtzeiten am Morgen immer drastisch nach hinten. Reise – Reise ruft es das erste mal um 9h – aber um 12h wird der Ruf erst erhört – obwohl es schon seit 2 Stunden schön aus NW weht.

Es ist ja klar…. wir legen ab – setzen Segel und der Wind schläft ein. Fast – ein bisschen SW hilft uns bis zur Südspitze von Samsø – ab dann kommt der Wind aus Süd. Wir kreuzen und kreuzen und kreuzen und motoren – mal wieder. Nyborg rutscht in weite Ferne – dafür kommen die Makrelen dichter – 2 ordentliche Dinger schaffen es ins Cockpit und werden zu Filet verarbeitet.

Noch auf See kommen sie in den Backofen – Die erste Offiziöse sagt, die Fische hätten ja nun fast wenige Gräte gehabt, ich solle sie noch jetzt noch in so praktische Quader scheiden – Nix da.
Wir segeln ab Romsø in die Kerteminder Bucht hinein und schmeißen den Anker vor dem Strand – hält wieder bombig.
Morgen soll endlich Wind kommen – NW.
Warten auf Wind und aus.

Jul.′ 18 30

Der Wind hat gedreht und drückt uns mit Seitenwind in die Schäre rein – wie gut, dass wir ne Heckleine ausgebracht haben. Die Crew überlegt, wie sie die Røde Orm aus der Situation unbeschadet herausbringen. Wir entschließen uns, das Dingi klar zu machen und den Bug in den Wind zu drehen – das sollte klappen.

Ein netter Motorbootschwede bietet uns an, das mit seinem Mobo zu erledigen – das spart Puste und kostet beim Rausfahren eine Flasche Sekt mit Kescherübergabe – sehr nett.

Den Sturz in das Marstrandgetümmel können wir nicht ohne Eingewöhnung ertragen. Wir werfen den Anker in einer Bucht und gewöhnen.

Am Nachmittag sind Dieter und Silke (SY Tamora) mit ihrem WoMo da. Das Dingi bekommt heute doch noch seine Luft. Das Ipad bleibt als Ankerwache an Bord und bombardiert uns mit Mitteilungen, falls sich die Røde Orm vom Fleck bewegt. Die Pinta (unser Gummiboot) flutscht mit uns durch ein paar scharfkantige Schären fast bis vor das WoMo von Silke und Dieter. Wiedersehensfreude – Kaffee und Kuchen. Ein Ausflug zur Røde Orm bring die Pinta mit 4 Personen an die Kapazitätsgrenze – keiner traut sich zu Atmen – wo sind die Rettungsmittel? – immer den kürzesten Weg an Land im Blick… 😉

Spanischer Caipiabend auf Jetty C. und aus.

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