asdf
Aug..′ 26 06


4. August
Es ist reichlich bewölkt. Der Wind hat zugenommen, aus der falschen Richtung, denn der Schweinestallgeruch ist fast unerträglich für den Käptn.
Wir tüddeln uns von der Espiritu los und fahren dann gemeinsam zum Ankern, ein kleines Stück weiter. Im Eingang des Als-Sund beim Wikingerschiff ist es auch wunderschön, Windgeschützt und Geruchsärmer. Hier kann man es aushalten. An Land gibt es sogar einige Facilities, die dem Segler das Leben erleichtern. Es gibt Müllentsorgung, eine öffentliche Toilette am Shelter (kleine, dänische Übernachtungsmöglichkeiten) —> https://shelterdk.dk <— und Frischwasser.
Am Abend glüht der Grill auf der Espiritu. Wat schöööön.

5. August
Espiritu muss leider am Wochenende wieder zu Hause sein und macht sich auf den Weg Richtung Sonderborg, um den Absprung nach Kiel nicht zu verpassen. Mal wieder gibt es einen Abschied.
Wir bleiben hier im Als-Sund liegen und wettern die fiesen Wind-Boen bei Sonnenschein hier ab.

6. August
Heute folgt ein weiterer Tag am Ankerplatz. Nach wie vor weht der Wird echt dolle aus West. Der Käptn überlegt sich ein paar Kleinprojekte, die noch offen sind. Als erstes kontrolliert er alle Flüssigkeiten am Motor auf ihre Vollständigkeit und Konsistenz – alles ist im grünen Bereich. Er guckt dem Superwind über Bluetooth beim Laden der Lithiums zu – auch sehr interessant. Die letzte Maßnahme – weniger eindrucksvoll – ist die Demontage der Toilettenpumpe.

Sie bekommt etwas salzwasserresistentes Fett spendiert, damit sie leichter pumpt. Leider entdeckt er ein ausgebrochenes Plastikteil am Pumpenkopf. Das erklärt auch die leichte Undichtigkeit… viel Fett hilft hier auch viel. Das Ersatzteil ist bestellt.
War und tung.

Aug..′ 26 03


Ein Ostwind weht. Das Seil quietscht am Pfahl. Der Käptn erwacht und checkt des Nächtens, ob alles in Ordnung ist. Es ist. Ein Ostwind ist gut, um in die Dyvig zu segeln träumt er… Der Plan steht.
Beim Frühstück laden wir unsere Marriagesaver auf, um bei der Ausfahrt aus unserer Lieblingsbucht nicht wieder den Sandgrund mit dem Kiel zu küssen und anschließend nach dem Schuldigen zu suchen. Mit dem Mann im Ohr haben der Käptn und sin Fru 100% ige durchgehende Verständigung untereinander. Die Erste flüstert dem Käptn bei der Ausfahrt ins Ohr als es flach wird und wohin er nun ausweichen solle. Es klappt perfekt. Man muss nur miteinander reden (können).

Bei 10 Knoten Wind und wunderbarem Sonnenschein segeln wir Richtung Dyvig.
Wenn wir so beschwingt vor uns hinsegeln und alles perfekt läuft, kriegt der Käptn es immer im Kopf. Er meint, das Deck müsse dringend geschrubbt werden. Mit Bürste und Eimer verzieht er sich auf das Vordeck und beginnt dort herumzuplanschen. Wat da runterkommt… Man glaubt es kaum.
Glänzend laufen wir in der Dyvig ein. Espiritu liegt dort vor Anker und bittet uns längsseits zu kommen. Wir haben es wunderbar. Mit alle Mann und Maus und Hund haben wir ein schönen Absacker an Bord.
Anker und Päckchen.

Aug..′ 26 02


Der Wind dreht etwas zu weit nördlich. Es wird leicht ungemütlich hier hinter der Nordspitze von Bagø. Die Erste kurbelt den Anker aus dem sandigen Grund.
Beim Frühstück hat sich die Crew der Røde Orm auf Thorø Hus geeinigt. Eine Pfahlbucht, in der die Pfähle vorwiegend von Fischerbooten besetzt sind, aber es gibt auch immer ein paar alte verwaiste Pfähle, die man gut benutzen kann.
Die Einfahrt zur Bucht ist unbetonnt. Die Erste steht am Bugkorb und gibt dem Käptn Signal… Aber er hat nicht richtig auf sie gehört und die Røde Orm rutscht kurz über Schiet.

Wir suchen nach einer Erklärung. Wahrscheinlich hat sich die Sandbank in der Einfahrt etwas verschoben und der Käptn benutzt noch die alten Kleinhirndaten aus der Hafennavigation. Wenigstens sind jetzt keine Muscheln mehr am Kiel. Vielleicht hatte auch der GPS Plotter einen kurzen Kontrollverlust beim Datenempfang. Neu abgespeichert in des Käptns Kleinhin ist jetzt jedenfalls nicht mehr „mit einem Reifen auf dem Strand einlaufen“, sondern „mit einer Schiffslänge vom Strand freihalten“.
Pinta II wird zum Landgang fertig gemacht. Wir wandern um die Insel Thorø – „Schullandheim“ auf dänisch. Wat schöööön.
Zurück an Bord grillen wir Hotdogs im Cockpit und fallen in das „Langeweilig ohne Wacken“ – L:O:W – Loch.
Wir bereiten uns stattdessen auf das Baltic-Open-Air in der Nähe von Schleswig vor.
Auch und gut.

Aug..′ 26 01


31.7.
Es regnet. Eigentlich wollen wir nach Bagø. Aber bei Regen… Und ob wir bei Regen im Hafen rumlungern oder vor Anker liegen. Der Käptn und sin Fru machen die Leinen los und verholen in die Ankerbucht gegenüber von Middelfart.
Zur Belohnung kommt am Abend die Sonne auch wieder raus und alles ist wunderbar.
In Wacken läuft heute „Mr. Hurley und die Pulveraffen“ – was das jetzt wieder mit Metal zu tun haben soll? – Aber lustig war es.

Erster August.
Noch einen Monat Sommer – mit Glück. Wir sind schon wieder ganz schön weit im Süden und es ist auch schon ganz schön frisch draußen, was soll denn das jetzt – wir wollen Sommer.
Der Anker wird aus dem Matsch gezerrt und wir segeln nach Bagø und zwar hinter die Landzunge an der Nordspitze. Wat schöööön hier…
Nach der Flickaktion bekommt die Pinta II heute wieder ihre erste Luftfüllung und hält dicht. Keine Inkontinenz mehr. Perfekt.
Wir lassen uns von E-go-n (unserem Elektroaußenborder) lautlos an Land schieben. Die Erste sammelt wieder Schätze ein, die sie vorher stundenlang in den frühen Morgenstunden herausgesucht hat.

Der Spaziergang ist ganz schön weit – so ohne Eselchen. Wir brauchen dringend ne Lösung, die Räder mit ins Schlauchi zu nehmen, ohne dass diese die Gummisau mit ihren Hufen völlig durchlöchern. Die Kirchen in Dänemark haben oft ein Modellschiff (wegen Seefahrt usw.) in ihrer Andachtshalle (oder wie das heißt) hängen. Das gefällt dem Käptn sehr. Schiffe sind super. Damit haben die schlauen Pastoren bestimmt versucht, die Seeleute in die Kirche zu locken.
Der örtliche Selbstbedienungsschlachter hat leider nur noch Grillwurst in der Truhe. Der Käptn muss also heute schon wieder was aus der Dose essen.
Auf dem Weg zu unserer letzten Station geht plötzlich der Ankeralarm an. Uns gefriert das Blut in den Adern. Die Röde Orm da allein vor Anker, im Wind und wir fußläufig eine Dreiviertelstunde weg. Oh je. Der Käpt’n beobachtet das eine Weile. Die Erste läuft noch schnell zur Russisch-Orthodoxen Kirche vor, erhascht ein Foto und das Infoschild und dann laufen wir, vollgepumpt mit Adrenalin doppelt so schnell zurück zum Schlauchboot, wie wir gekommen sind. Das Schiff schwimmt noch an Ort und Stelle. Nur die Ankerkralle ist rausgefallen, die die Kette entlastet hat. Dadurch ist das Schiff fünf Meter weiter nach hinten gerutscht. Das hat den Ankeralarm ausgelöst. Puh, sind wir erleichtert. Was für ein Schreck.
Wir erholen uns mit den letzten Wackenkonzerten. Dann ist es schon wieder vorbei – wie schade. Powerwolf fanden wir besonders grandios – unser diesjähriges Highlight – jeden Falls von der Glotze aus.
Waaaaaaa und ckeeeeeeeen !

Juli.′ 26 30


Die Schwedenfahrer kommen heute morgen wieder zum Frühstück vorbei auf ihrem Weg nach Süden. Die Erste hat eine ihrer berühmten Schatzsuchen in Middelfart mit dem Fahrrad geplant. Nach der ausgiebigen Sättigung zuckeln wir also alle auf unsern Eselchen los in die „City“.
Erster Stopp Touri-Info – Wir sammeln Flyer ein um auch wirklich nichts wichtiges zu übersehen. Bei einem Kaffee werden diese im Schnelldurchgang analysiert und schon geht es weiter. Zum Aussichtspunkt auf beide Brücken, die alte Brücke über den Kleinen Belt und die neue Brücke. Der Käpt’n sitzt auf seiner Bank und kann sich nicht sattsehen. Und auf der alten Brücke kann man sogar entlang laufen. Also auf dem Gerüst, angeseilt. Bridgewalking heißt das. Naja, wir wollens ja nicht übertreiben. „DA! Ein Schweinswal!“, ruft sin Fru aus. Tatsächlich! Vor uns hüpfen schwarze Halbmonde aus dem Wasser. Hier im Kleinen Belt sieht man sie besonders häufig.
Selig wenden wir uns wieder gen Osten und schieben die Uferpromenade, die Havnegade entlang. Da fällt uns eine besonders hohe Bank auf. Die Sitzfläche beginnt am Kinn des Käpt’ns. Was soll das nun wieder? Sin Fru findet das Schild mit der Erklärung: Diese wurde aufgestellt, um auf die Hochwassergefahr durch den Klimawandel hinzuweisen.

Wir hoppeln mit unseren Rädern über Kopfsteinpflaster. Doch hier und da leuchtet eine Türkise Kachel uns entgegen. Wir wundern uns und finden heraus, dass es sich dabei um eine Keramikroute handelt, auf der man über zwei Kilometer durch die Stadt verschiedene Skulpturen antrifft.
An der Uferpromenade fällt uns ein riesiger Stein auf, es ist der Gedenkstein an die Fährfahrten (als es noch keine Brücken gab). Bevor wir in die Stadt abbiegen suchen wir die Station, an der man die Schweinswale abhorchen kann. Der Käpt’n, Lena und Veit trauen sich über das alte Werftgelände, steigen über alte Holzplanken und finden endlich das alten Holzhaus. Ein Fischerbootaufbaus. Leider ist hier eine Holzlager eingezogen, zum abhorchen ist hier nichts zu finden. Google ist auch nicht immer auf dem neuesten Stand.
Während ein Teil der Fahrradcrew die Kirche besichtigt (hier hängen Walknochen über der Tür), findet der Käpt’n einen alten Brunnen zum Gedenken an die Schweinswaljägerzunft. (Ein Wort für Scrabbelfans).
Die Sonne brennt heute ganz schön heiß. Wir suchen uns in der Fußgängerzone ein schattiges Plätzchen. Marianne gibt uns allen eine hitzebedingte Abkühlung aus – Eis – Wir kühlen runter und können die Radtour zurück in den Hafen antreten.
Die Schwedenfahrer reisen am Abend weiter nach Ohe und wir beschäftigen uns mit dem einen oder andern Wacken – Live -Konzert.
Cola und Bier.

Juli.′ 26 29


Di. 28.07.2026
Die Großstadt reicht und die Hafenpreise auch. Wir brechen auf und segeln Richtung Tunø. Die Røde Orm gibt ihr Bestes, kann aber in dem Run auf die Hafenplätze in Tunø nicht so ganz gegen die „jungen Hüpfer Schiffe“ mithalten. Mingo ist schon dort und teilt uns mit, dass es ab jetzt nur noch Päckchenplätze geben würde. Das wollen wir nicht. Wir ziehen die Handbremse an der Nordseite von Tunø und schmeißen dort mit ca. 10 anderen Langsamseglern den Ankern in den Sand. Wunderschön hier am Anker. Ruhig und entspannend.

Mi. 29.07.2026
Am nächsten Morgen ist der Wind perfekt, um einen langen Schlag in Richtung des Eingangs vom kleinen Belt zu machen. Es läuft 1a und der Wind dreht im Laufe des Tages immer weiter östlich, so dass wir Middelfart anlegen können. Wat schöööön.
Wacken open Air (35. W:O:A) hat begonnen. Der Käptn optimiert den Netzempfang und das Livestreaming steht. Die ersten Konzerte können wir live unter Segeln mitverfolgen. Verrückt.

Die Erste ist bei der Vorbeifahrt an Strib und Middelfart wie wild am fotografieren. Die Orte gehören anscheinend auch zu ihren Schätzchen in dem neuen Buch…
Wir finden einen Längsseitsplatz in Middelfart im Hafen. Abends besuchen wir die Band Hämatom in der Glotze, live von Wacken und trinken ein Cola-Bier dazu – als wären wir dabei.
Waaaaaaackeeeeeeeeen.

Juli.′ 26 27


Die Erste macht einen Tagestripp nach Kiel und der Käptn bemüht zusammen mit Klaus und Andy von der Janne die Eselchen, um Aarhus zu erkunden.
Klaus kennt sich fix gut aus und wird zur Reiseleitung erkoren. Es wird ein architektonischer Ausflug und Klaus erklärt uns Unwissenden ganz genau, was man gut finden soll und was nicht… 😉. Es ist großartig. Zwischendrin drücken Klaus und Andy noch ihre Nasen an dem Schaufenster ihres Lieblingsladens platt – Bang und Olufsen. Wir lernen Aarhus von allen Seiten kennen und sind hin und wech.

Die architektonische Pause legen wir neben der Wasserskibahn in einem der kleinen Cafés ein. Zum Glück gibt es auch Bier. Wir bestellen drei Tuborg und bekommen drei IPA. Uns schmeckt es so gut, dass wir neben den zwei Tellern Pimentos de Padron gleich noch drei IPAs mehr brauchen. Es glimmert auch leicht im Kopf – angeschickert. Wat schööööön.
Den Weg um das höchste Haus von Dänemark machen wir daher zu Fuß – schiebend.
Ne Stunde später fühlen wir uns wieder fahrradtauglich und nehmen die Schleichwege zurück zum Hafen Marselisborg.
Der Käptn braucht nun ne ausgiebige Pause in seiner Koje und verpasst den Absacker an Bord der Mallemuck.
Um Mitternacht ist die Erste von ihrem Heimattörn zurück und braucht auch dringend ne Pause.
Architektur und Ausflug.

Juli.′ 26 26


Sa. 25.07.2026
Um 6:44h Michael nimmt die Fähre an das Festland. Kurs Ohe bei Hamburg. Die Mingos legen auch wieder ab und wollen nach Aarhus driften. Der Käptn und sin Fru bleiben noch auf Endelave. Die Erste will an der Schatzsuche teilnehmen und mit dem Käptn noch eine Fahrrattour machen – heute mal ohne Flickzeug. Der Käptn besteht darauf, dass wir uns heute nur mit geteerten Wegen beschäftigen und die Schotterpisten mal weglassen. Es scheint irgendwie noch so ein kleiner Po-Schmerz mit hineinzuspielen.

Als der Käptn entdeckt, dass es auf Endlave eine eigene Biersorte gibt, ist es ja ganz klar – das muss probiert werden und außerdem ist es ein super Geschenk für Klaus von der Janne, der morgen in Aarhus Geburtstag feiert.

So. 26.07.2026
Für heute (Sonntag) ist es also klar, der Käptn und sin Fru verstauen die Eselchen wieder und legen ab Richtung Aarhus. Es ist Regenwetter. Aber was tut man nicht alles um das Biergeschenk rechtzeitig zum Geburtstagskind zu bringen.

Die Regenschauer haben auch einen Vorteil. Jede Schauerboe bringt die Røde Orm etwas schneller an ihr Ziel. Den Kaffeeklatsch schaffen wir leider nicht mehr, aber für den Whisky an Bord der Mingo reicht der Wind aus.
Ab und Sacker.

Juli.′ 26 24


Die Erste ist den ganzen Tag mit ihrem Computer beschäftigt. Zoom und so. Sie steht also für Ausflüge usw. nicht zur Verfügung. Michael und der Käptn sind auf sich allein gestellt. Ulf und Beate von der Mingo wollen auch nicht mitspielen und lieber eine Wanderung machen. Ne Wanderung is ja nu gar nix für den Käptn.
Wir holen also die Eselchen aus der Backskiste und wollen die Insel mit ihnen erkunden.
Das Eselchen der Ersten hat allerdings ein Hinterhufproblem. Nach der geglückten OP mit dem richtigen (gefundenen) Flickzeug sind die Fortbewegungsmittel wieder einsatzbereit. Endlich gehts los.

Erster Spot – weit im Norden der Insel ist ein beerdigtes Wikingerschiff… Also dessen Reste. Wir stellen uns vor, dass die Steine wohl die Form des Schiffskörpers zeigen sollen… Was natürlich völliger Quatsch ist – ein Schild belehrt uns eines besseren. Der Dampfer liegt dann doch irgendwie anders.
Vielleicht haben wir mehr Glück mit den Resten einer „Burg“. Also – sagen wir mal so – da lagen ein paar Steine unter dem Heidekraut. Unserer Phantasie trauen wir nicht mehr über den Weg.
Ansonsten hat Endelave im Norden jede Menge Gegend mit ein paar Schafen, Pferden und Kühen. Wat schööööön. Auch die höchste Erhebung von 7,80 m finden wir erfolgreich – fast hätten wir sie übersehen in der ganzen restlichen Flachheit hier.
Ständig wird überall für die Hasen geworben… Die sollen hier überall über die Insel hoppeln. Leider sehen wir keinen einzigen. Außer die auf Wegweisern, Infotafeln und so.
Nach 14 Kilometern Endelave (auf größtenteils Schotterwegen) brauchen wir wieder Energie. Der Pølsermix und ein Tuborg am Hafen helfen.
Ende und lave.

Juli.′ 26 23

So. 19.07.2026 – 23.07.2026
Die Erste macht heute einen Ausflug nach Flensburg. Es ist ein Regen- und Sturmtag. Der Käptn. bleibt an Bord und versucht ein paar Baustellen abzuarbeiten. Die meisten Dinge davon sind wie immer unsichtbar. Nur, dass die Lampe im Salon wieder leuchtet, ist ein sichtbarer Erfolg, den die Erste bei ihrem Wiedereintreffen feiert.

Die Hitch legt ab und muss nach Hause an die Nähmaschine zurück. Wir bleiben noch einen Tag hier in Bogense und wollen morgen lieber mit passendem Wind ein bisschen Nord machen. Juelsminde oder so.
Aber heute ist Montag und der Käptn ist schon ganz hibbelig, weil er endlich in den hiesigen Baumarkt darf, um seine Projekte abzuschließen.

Wir segeln am nächsten Tag bei feinem Wind und schönstem Wetter nach Juelsminde. Wat schöööön.

Kaum sind wir wieder im Hafen, legt irgendeiner den Schalter um und schwupps ist wieder Regen mit Starkwind… Na toll.
Später hat es der Wind zumindest geschafft, die Wolken zu vertreiben und die Sonne ist wieder am blauen Himmel zu sehen.
Wir sollen heute Besuch von Michael aus L.A. bekommen – ein Sandkistenfreund des Käptns.
Mit der Hafenhandkarre schaffen wir also noch genügend Proviant heran.
Die Hot Dogs werden am gleichen Abend schon mit dem Fernreisenden zusammen vernichtet.

Der Käptn und sin Fru müssen dem Flaggengast was bieten und versuchen heute bei schwachem Wind Endelave zu erreichen. Es klappt so mäßig.
Die Mingo ist auch auf dem Weg hierher – Wat schöööön.

Grill und Abend

Juli.′ 26 18


Die Erste hat einen Bus rausgesucht. Der Käptn muss mit nach Odense fahren. Die Erste rückt endlich mit der Sprache raus – es geht ins Eisenbahnmuseum. Plötzlich leuchten des Käptns Augen und er kann es gar nicht mehr abwarten, bis endlich der Bus abfährt.
Es ist ein richtig krasses Eisenbahnmuseum, es gibt Eisenbahnen aus allen Zeiten von der Ersten bis zu Letzten. Und sogar einen Prototypen, der noch gar nicht auf den Schienen rollt. Verrückt. Überall darf man rein und vieles auch anfassen und selbst ausprobieren. Eins ist klar: Früher war alles besser und vor allem bequemer. Also – zumindest in dem Wagen von der Königsfamilie… Die Holzklasse geht so.

Zum Abschluss darf der Käptn noch eine kleine Stadtrundfahrt mit einem historischen Bus drehen – Wat schööööön. Der Fahrer ist wohl auch der einzige in Dänemark, der noch Zwischengas kennt und in der Lage ist, den uralten Bus zu bewegen.
Nach dem langen Museumstag sind wir eigentlich für einen Odense-Strandrundgang zu schwächlich. Aber zum Glück findet die Erste ein paar Elektroroller. Damit geht es dann schon noch. Wir klappern ein paar schöne Dinge in Odense ab und sind glücklich, das nicht laufen zu müssen…
Der Bus bringt uns schlafend zurück nach Bogense.
Hammer und Tipp.

Juli.′ 26 17


Bogense ist übersichtlich. Nach dem langen Waldspaziergang (gestern) genau richtig. Der Käptn und sin Fru zuckeln los. Wir stoßen auf eine Statue von Hans-Christian. Den wollten sie in Odense irgendwie nicht mehr haben und haben ihn dort im Hafenbecken versenkt. Aber die Bogenseer fanden das wohl recht doof und haben ihn dann geborgen und übernommen. Komische Geschichte. Er steht genau neben dem ersten Windkraftwerk von Dänemark bzw. dessen Reste. Es war wohl so laut, dass es im ganzen Dorf zu hören war – die Flügel wurden also demontiert.

Als wir das Mänecken Piss entdecken, haben wir es plötzlich ganz eilig… Es plätschert echt fiese und Blasendruckerzeugend…
Zurück an Bord holt der Käptn das Schlauchi raus und versucht (zum 2. Mal) das Loch im Hochdruckboden zu flicken. Vielleicht klappt es ja diesmal.
Sun und Downer.

Juli.′ 26 16


Der Käptn und sin Fru und die Crew der Hitch wollen heute Æbleø (die Apfelinsel) erkunden. So viele Apfelbäume findet der Käptn allerdings jetzt nicht. Um nicht zu sagen keinen auf unserm Weg. Eichen, Buchen…. Naja was soll’s. Selbst die Eichen und Buchen können sich ja nicht recht entscheiden, was sie nun sind: Ein Baum (Pilgerort für Biologen) auf der Insel ist nämlich beides. Das Teil hat die Baumrinde der Buche und der Eiche. Er soll wohl früher sogar mal Eichenäste mit Eichenblättern gehabt haben. Heute sieht man allerdings nur noch Buchenblätter – und wir haben echt lange nach Eichenblättern gesucht. Verrückter Baum.

Weiter geht es durch den Wald. Wir finden Zunderpilze und Baumperlen und sind total glücklich. Schön kühl ist es im Wald. Kaum laufen wir wieder ohne Schatten entlang der Küste zurück, läuft uns die Soße den Rücken hinunter. Baden hilft.
Wegen angekündigtem Schietwetters (viel Wind) verholen wir uns am Nachmittag noch nach Bogense (5sm) um hier auszuharren…
Wald und Spaziergang.

Juli.′ 26 15


Zum Ablegen muss der Käptn mit Pinta II, unserem Gummiboot, eine Ehrenrunde um den Luvpfahl drehen, um das Ablegemanöver zu erleichtern.
Dann sind wir frei und verlassen den Hafen, um nach Æbleø zu segeln. Ein schöner Segeltag – der Wind hält fast durch. Westlich von der kleinen Insel schmeißen wir den Haken in den Sand und springen sogleich in das kühle, erfrischende Nass. Der Käptn schwimmt einmal um die Røde Orm herum und benötigt sofort einen Schwamm und die Filettierhandschuhe. Dass wir in dem Zustand schon so lange unterwegs sind. Nach dem Schiffsputz sieht die Røde Orm wieder wie aus dem Ei gepellt aus… Jedenfalls in sofern, als dass ein paar Drohnenfotos keine Verschmutzungen mehr erkennen lassen.

Der Käptn. versucht, die Insel komplett von oben abzulichten. Leider ist es bei der maximalen Flughöhe nicht möglich. Verrückt… Die Insel ist wohl doch gar nicht so klein – jedenfalls aus der Luft.
Die Hitch-Hike-Heidi trudelt etwas später ebenfalls ein und wie begießen den Sundowner mit ein paar rumhaltigen Getränken.
Rum und Downer.

Juli.′ 26 14


Hier im Norden von Fyn – Fünen fährt im Sommer – so der Name – der Sommerbus. Der Bus bringt einen in die Zivilisation, also z.B. nach Kerteminde oder 5 Min. weiter nach Ladby.
Das wollen der Käptn und sin Fru und die Crew der Hitch gerne nutzen. Wir machen es uns auf der Lümmelbank gemütlich und tuckern durch die Landschaft.
An der Endstation in Ladby steigen wir aus. Ab hier gibt es keine lateinischen Buchstaben mehr, sondern nur noch Runen. Zum Glück ist die Bushaltestelle auch noch mit einem Bussymbol versehen, sonst würde es ja schwierig werden, wieder nach Hause zu finden.
In Ladby wurde ein Winkingerkönig samt Boot, Pferde, Hunden usw. usw. begraben. Ein Bauer hat beim Pflügen ein paar Steine und rostige Nägel gefunden und jemandem Bescheid gesagt. Ab dann war er wohl seinen Acker los und die Archäologen traten an und haben den König in seinem Boot ausgegraben.
Nun liegt das Boot immer noch an der gleichen Stelle, allerdings in einer kühlen klimatisierten Kuppe unter der Erde – Kriechen ist nicht erforderlich. Wat aufregend.

Unten am Nor liegt der Nachbau des Bootes und im Museum ist die Grabstätte rekonstruiert – extra für Leute mit schlechter Phantasie.
Am liebsten wäre der Käptn die ganze Zeit bei dem klimatisierten alten Wikingerboot geblieben, statt sich in der Hitze mit dem neuzeitlichen Kram auseinandersetzen zu müssen.
Irgendwann rettet ihn der kühle Sommerbus. Ca. 50% der Reisegruppe beschließt, in Kerteminde auszusteigen und sich ihren (weiblich) Shoppinggelüsten zu unterwerfen. Zum Glück gibt es für die Käptns auch einen hiesigen Ship-Chandler. Hier gilt fast: Nur gucken – nix anfassen.
Wikinger und Ausflug.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen