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Sep.′ 19 18

Der Kptn. ist auf der Suche nach ner anständigen Nebelvorhersage.

Windfinder gibt es nicht her und die „Normalowetterapps“ auch nicht.

Aber eine Facebookanfrage hilft. Bei Windy kann man mit ein paar Klicks den Layer „Nebel“ einschalten. Nun hat man anstatt der Windanzeige die Nebelbänke aufm Schirm.

Richtig gut für Portugal.

So geht’s: In der Windy App auf das Menüsymbol klicken „drei Striche“ – „Mehr Ebenen“ wählen – „Nebel“ anschalten – mit X zurück – Dann findet man wieder im Hauptmenü (drei Striche“ bei „Wolken“ den Unterpunkt „Nebel“. Nun kann man mit dem Zeitstrahl die Nebelbänke hin- und herschieben. Nicht vergessen wieder auf „Wind“ zurück zu stellen – sonst steht ihr dauert im Nebel.

Windy und Nebel.

Sep.′ 19 17

Kein Nebel zu sehen. Wir können wohl auslaufen. Es sind nur 24sm bis Peniche – also keine Eile. Die Crew der Lucky Star kommt zum Frühstück, gemeinsam genießen wir die super Brötchen aus dem Restaurante. Dann noch Diesel tanken und los geht’s. Ab in die Suppe. Hätten wir das geahnt.. draußen verdichtet sich der Nebel wieder. Lichter an, Radar an, Nebelhorn aus der Schublade geholt. Immerhin erkennt das Radargerät auch die Fischerbojen, die wir bitte nicht in die Schraube kriegen wollen. Aber mit Lesen und alle Viertelstunde mal gucken is nicht. Immerwährender Ausguck unter Motor ist angesagt. Die Erste setzt sich aufs Vordeck und trällert die Mundorgel einmal durch.. das ist so gut wie Nebelhorn. Delfine werden leider nicht davon angelockt, aber eine wunderschöne Libelle umkreist das Schiff.

Als der Hunger ruft, werden Pfannkuchen gebacken. Hm lecker, das riecht gut, ein Pfannkuchenschiff. Vor Peniche tasten wir uns durch den Nebel und suchen eine Boje.. doch werden nicht so fündig, dass wir beruhigt schlafen könnten. Also gehen wir in den Hafen und finden einen letzten Platz innen am Längssteg. Peniche hat den Ruf, dass die Fischerboote mit ihrer Geschwindigkeit die Segler durchschütteln. Können wir nicht bestätigen, allerdings haben wir auch an der Innenkante vom Gästesteg gelegen… in Nazaré war es schaukliger.

Nebel und Horn

 

Sep.′ 19 16

Bis 13.30h sieht man keine Sonne – nur grauer kalter Nebel – ein bisschen gruselig.

Wir lassen uns Zeit mit allem – das Wlan im Hafen funktioniert großartig.

Wir bleiben also hier und warten auf den blauen Himmel und die Sonne.

Schließlich wird es warm. Wir schlendern an der Promenade entlang Richtung „Bahn zur Oberstadt“. Irgendwie ist hier schon Nachsaison. Alles wird so langsam abgebaut.

Trotzdem ist die Schlange nach oben echt lang. Auf drei Züge müssen wir warten, bis wir nach oben kommen. Der Weg führt zu den „big Waves“ an die Klippen – leider sind es keine „big Waves“ sondern nur kleine Schwabbelwellen – ist halt Flaute hier und vom Norden kommt auch kein Schwell angerollt – Trotzdem schön. Der Kptn. ist so angestrengt von den ganzen Bergsteigereien. Zum Glück gibt es ein TukTuk, das uns zurück zum Ratshausplatz der Oberstadt bringt. Nun sitzen wir vor dem Fischrestaurant, das uns die „Düvel ok“ empfohlen hat. Um 18.30h soll es öffnen. 5 vor tut sich nix…. 5 nach tut sich nix… wir warten noch 10 Min. vielleicht haben sie ja die Siesta verschlafen, aber irgendwie scheint es auf einen Ruhetag hinauszulaufen. Unten am Strand von Nazare suchen wir in 2. Reihe ein kleines Restaurant und bestellen die Big Plate – kaum zu schaffen – Its for 5 Persons…. ach so…. – ok – dann darf der Kptn. aufgeben und vermeidet seine allabendliche Muscheleiweisvergiftung. Die Brötchenunits schmecken so erstklassig, dass wir die Kellner mit unseren Massenbestellungen völlig verwirren.. 8 units? Really? Sie verschwinden in unserem Frühstücksvorratsrucksack.

Schnappes und Wizzard

Sep.′ 19 15

Für 36sm nach Nazare müssen wir nicht mit dem ersten portugiesischen Hahn aufstehen. In Ruhe frühstücken wir und holen uns nen Einlauf beim Hafenmeister in Figuera da Foz ab – warum wir denn nicht früher gekommen wären, er hätte auch gestern bis 24h in seiner Bude gesessen usw. … – Nicht so überfreundlich, der Empfang – die wollen wohl keine Gäste hier. Dann ist es auch besiegelt – Klar an Vorleine – Kurs Süd.

Wie auch in den vergangenen Tagen, setzt der Siestawind gegen Mittag ein. Pünktlich bis 13h muss uns der Kuddel mit seinem Dinodiesel voran bringen. Dann legen sich die Portugiesen zu ihrer Siesta flach auf den Boden und pusten gen Himmel – ausatmenderweise. Kuddel macht Pause und wir segeln. Für ca. 2 Std. ..bis die Portugiesen erwachen.

Immer noch haben wir 15sm bis Nazare. Plötzlich kommt die Nebelwand des Grauens auf und zu. Die Erste funkt den Marinero in Nazare an – im Hafen sei klare Sicht. Wir tuckern also fleißig weiter im Nebel rum. Und tatsächlich kurz vor der Einfahrt durchbrechen wir die Nebelwand und können bei guter Sicht in den Hafen einfahren. Der Officer steht schon am Steg und nimmt die Leinen entgegen.

Der Nebel übernimmt nun auch den Hafen. Ein Esel unter Deck.

Nebel und kalt.

Sep.′ 19 14

Termine – Termine. Weiter nach Süden. Kein Wind in Sicht. Auch die nächsten Tage nicht. Nur die Thermik um die Mittagszeit könnte segelbar sein.

Die erste Sonne bringt den Kptn. noch nicht an die Pinne – aber die Kaffeesonne schafft es – Wir sind etwas spät dran für 65 sm.6 Stunden läuft der Kuddel – dann kommt der Mittagswind für 3 Std. und dann ist schon wieder Feierabend und der Diesel brummt.So schaffen wir die 65 sm nach Figueira da Fozleider nicht vor der Dunkelheit.

Um 19.50h geht die Sonne unter und um 20.20h ist Hühnerpopo. Verrückt. Nix mehr mit langer Dämmerung. Da muss man schon echt schnell seinen Sundowner runterkippen.

Das war jetzt allerdings die längste Etappe bis nach Faro, wenn wir weiter in Tagesetappen fahren wollen – also alles mit Tageslicht (14 Std.) schaffbar. Die Røde Orm tastet sich in die unbekannte Hafeneinfahrt mit einem Kt. Strom gegenan. Ein netter Schwede zeigt uns per Lichtsignal einen freien Liegeplatz. Die Lucky Star kommt auch herein. Ein Absacker im Cockpit.

Sonne und weg.

Sep.′ 19 13

Aber heute – Porto. Der Bus in die Stadt ist zum Glück klimatisiert. Die 31 Grad kann man so – zumindest im Bus – gut ertragen. Eine Stunde müssen wir mit dem Bus fahren, bis wir in der Innenstadt von Porto sind. Immerhin ohne Umsteigen. Wir suchen uns die engsten und schattigsten Gassen aus, um zum Fluss runter zu kommen. So viele Leute wollen Porto sehen – und das in der Mittagshitze. Kaum zu ertragen. Im Weinkeller von Sandemann soll es ja kühl sein – Dort sind wir aber auch nicht alleine. Bis 16h müssen wir auf die nächste Premiumführung – mit 3 Porttastings am Ende – warten. Das tun wir hinter der Touristinfo direkt am Fluss im Schatten – der Blick auf das Gewühle auf der anderen Seite reicht uns.

Herr Sandemann hat uns beflügelt und abgekühlt. Mit der Fähre geht’s wieder auf die andere Seite und den Berg zu unserer Busstation hoch. Die Crew entdeckt, dass es hier noch einen Buchladen gibt, in dem sich Harry Potter immer seine Zauberbücher gekauft hat. Wieder sind wir nicht die einzigen, die das sehen möchten. Man muss sogar Eintritt abdrücken um in einen „Buchladen“ zu kommen. Aber es lohnt sich wirklich. Die 5 EUR Eintritt werden allerdings auf den Kauf eines Buches angerechnet.

(Es sind nicht nur 12 Bilder – sondern 60 – Bitte auf die Pfeile und Zahlen klicken für mehr Bilder)

Wurde hier nun wirklich gedreht, oder war es nur eine Inspiration? Egal.

Es wird dunkel in Porto, die Lichter gehen langsam an – aber wir sitzen schon fast wieder im Bus. Eigentlich hätten wir Porto lieber von 15h – 21h besuchen sollen – wegen der Hitze und des Lichtes – nächstes Mal.

Im Halbschlaf machen wir die Røde Orm wieder seeklar. Morgen soll es weiter gehen.

Harry und Port.

Sep.′ 19 12

Eine Aspirin, ein Liter Wasser, ein paar Einklarierungsdurchschläge und eine Dusche später dürfen wir die Røde Orm in schaukelfreie Hafenregionen verlegen.

Die Abstimmung am Frühstückstisch, von der der Kptn. nicht so viel mitbekommen hat, ergibt, dass wir heute in Leixoes bleiben und in die Shoppingmall fahren und nicht nach Porto zum Portweintasting.

Gesagt getan. Die 507 bringt uns in das kühle, riesige, klimatisierte Einkaufszentrum. Leider liegt der Baumarkt außerhalb des Zentrums und der Kptn. muss nochmal raus aus dem kühlen Traum. Bei 30 Grad auf schattenfreien Betonwegen des Gewerbegebietes in den rettenden kühlen Baumarkt – der Kreislauf kommt an die Grenzen. Aber im Baumarkt kann man sich ja ne Weile aufhalten. Zurück in der Mall suchen wir uns in der Foodmeile jeder etwas Passendes aus.

Die 14 Grad des Atlantiks schaffen im Hafen ein angenehmes Klima – zumindest, solange die Sonne scheint. Abends wird es sehr kühl. Wir können nur unter der KuBu grillen, um nicht zu erfrieren.

Heiß und Kalt.

Sep.′ 19 11

62sm liegen vor uns. Ohne früh aufzustehen ist dieses nicht bei Tageslicht zu schaffen. Ab 5 Uhr kann der Kptn. vor Aufregung nicht mehr schlafen, obwohl der Wecker ja erst um 7.30h klingelt. Komisch. Er wartet auf den Wecker. Den Dampfer haben wir gestern ja schon klar gemacht. Im Halbschlaf (der Kptn. ist wieder müde geworden) machen wir die Leinen los und fahren im Schummerlicht auf die freie See. Nach einer Stunde setzt der portugiesische Norder ein. Mit bis zu 25 Knoten schiebt er uns nach Süden. Eine Stunde wird uns unterwegs geklaut, aber wir schaffen die 63 Meilen bis Leixoes (Vorort von Porto) und sind eine Stunde vor Sonnenuntergang da (19.30h). Unterwegs treffen wir auf zahllose Fischerbojen, die ein oder andere haben wir ziemlich dicht passiert – unter Segeln. Unter Motor und dann vielleicht noch bei Nacht, wollen wir den Dingern lieber nicht über den Weg motoren. In der Karte ist eine „Superboje“ verzeichnet. Der Kptn. ist sehr interessiert. Wir passieren das Teil mal etwas dichter… Scheinbar sind diese Dinger per Pipeline mit den Tanks an Land verbunden. Hier machen wohl Tanker dran fest und pumpen ihre Ladung an Land oder anders herum. Leider passen die Schlauchstutzen nicht so ganz an unseren Dieseltank.

Um 20.30h wird es jetzt duster und der Kptn. wieder wach. Die Crew der Sissi nimmt uns an unserem Waitingponton.

Wir hatten ganz vergessen, dass Leixoes ja diesen unverwechselbaren Industriecharme hat – fast Steampunkmäßig. Im Hintergrund werden romantisch dunkle Containern mit ordentlich stählernem Gerumpel auf die Schiffe verladen. Die Fischer fahren mit großer Eile ungebremst an der Hafeneinfahrt vorbei und produzieren wahnsinnige Schiffsbewegungen, die an die 3-Meter-Wellen draußen auf dem Atlantik erinnern. Alle paar Minuten legt dröhnend der Pilot aus dem Yachthafen ab und hilft der Grossschiffahrt in den Hafen zu kommen. Durch die Hafenausfahrt schubsen Schlepper sanft die großen Pötte rein und raus. Der Schwerölgeruch liegt in der Luft und legt sich auf unsere Lungen und der Ruß auf unser Vordeck – einfach schön.

Aber Kptn. Nelsons Navy Gin lässt dieses alles wie schönste Seefahrt erscheinen – es schmeckt und riecht nach der großen weiten Welt.

Seefahrt im Hafen.

Sep.′ 19 10


Wir suchen Wäsche zusammen, um einen Vorwand zu haben, das gute Wlan (wie zu Hause) im Waschsalon nutzen zu können – es hilft nix, wir müssen einmal das ganze Bettzeug durchwaschen und saugen nebenbei terrabyteweise Serien runter – die Luft glüht.

Der Kptn. wäscht die fingerdicke Salzkruste von der Røde Orm und holt noch etwas Diesel. 35 Liter für 19 Stunden, das sind 1,8 Liter pro Stunde, die der D1-30 verbraucht. Gar nicht mal so wenig, für 30 PS…

Morgen mit Sonnenaufgang soll es los gehen – weiter nach Süden.

63sm bis Leixos – davor gibt es allerdings auch noch zwei Häfen – aber wir wollen versuchen in den 13 Std. Helligkeit die Strecke zu schaffen. Der Termin in Faro am 30.9. fängt langsam an zu drängeln.

Die Røde Orm wird also schon heute Abend seeklar gemacht – morgens lange rumrödeln ist nix für die Crew – alles Morgenmuffel.

Heute Abend machen wir aber nochmal die Gassen von Baiona unsicher. Mit der Crew der Lucky Star schaffen wir es uns auf eine Tapasbar zu einigen. Das letzte Mal Tapas in Spanien.

Spanien und Ciao.

Sep.′ 19 09


Die Erste konnte zwischen 3h und 6h nicht schlafen – Sie kann die Tapas um 20h nicht vertragen – Das Anraten, doch Schnappes zu trinken und sich die leere Flasche anschließend über den Kopf zu hauen, wurde abgelehnt.

Die Aufgaben werden verteilt: Wäsche waschen – Supermercado – Ferreteria – Aufpustteile verstauen ….

Die nächsten Tage geht es die Küste Portugals runter – Ankermöglichkeiten gibt es so gut wie gar nicht. Daher sind wir täglich in einem neuen Hafen – oder vielleicht zweitäglich.

Wir verbringen also den halben Tag in Baionas Wash-up-Waschsalon und gucken den Trommeln beim Drehen zu – dem Kptn. wird seekrank.

In der Ferreteria gibt es leider keine passenden Schlauchverbindungsnippel um den Wassermacher direkt an den Tank anzuschließen – die nächste Ferreteria wird es bestimmt haben.

Die Arme werden länger auf dem Weg vom Supermercado zum Boot. Trotz dieses ermüdenden Tages will die Erste nicht wieder in eine Tapasbar. Wir braten die Tortilla aus dem Supermarkt selbst und werden auch knapp satt.

Segler und Alltag

Sep.′ 19 08

An Bord der Lucky Star werden echte schwedische selbstgemachte Kanelbullar zum Elferkaffee serviert. Aber erst im 2. Anlauf, weil die Erste anfangs die Lücke zwischen dem Dinghi und der Badeplattform falsch eingeschätzt hat – nun ist das Morgenbad auch erledigt.

Wir gehen (gut getrocknet) Anker auf und legen Baiona an – vielmehr lassen wir uns über die Bucht treiben – fischlos.

Nach einigem Hin und her liegen wir an dem Visitorponton. In Baiona findet heute der letzte Tag eines Stadtfestes satt – es brummt. Überall Menschen – Fressstände – viele Touris in Bussen – Regattagebrülle. Der Marinero behauptet, der König sei auch da.

Leider verpassen wir das letzte Concerto, weil die Crew in einer Tapasgassenbar versumpft ist. Die Abbaumusik finden wir aber auch super. Wir schlendern noch etwas durch das schön beleuchtete Baiona und genießen es.

Schingerasse und Bumm

Sep.′ 19 07

Wir waren zum Elfer-Kaffee auf die Stressless eingeladen. Jochen hat sein Turbo-Schlauchboot klargemacht und ist mit Freiwilligen Wasserski in der Bucht gelaufen. Also wer konnte, konnte sich auf dem Wellenreitbrett hinterm Schlauchi festhalten und ist darauf die Enseada da Barra unsicher machen. Der Käptn hat sich krampfhaft an seiner Kaffeetasse festhalten müssen, um nicht allein vom Zuschauen aus dem Boot zu fallen. In der Siesta wurden die Kampfköder für die Fische klargemacht. In diversen Tauchgängen wurden dafür Miesmuscheln gejagt. Derweil hat sich ein Motorbootfahrer so dicht vor die Röde Orm gelegt, dass sich sein Anker in unserer Kette verklötert hat. Ohne Hilfe konnten sich die Mobis nicht mehr von unserer Kette befreien…

Die Erste ist mit den Frauen der anderen Boote über den Berg gewandert, Fleisch zum Grillen im Supermarkt zu jagen. Um 16 Uhr bei brütender Hitze. 3,5 km klingt ja gar nicht so weit, wenn man vergisst, dass man über einen Berg klettern muss. Schweißgebadet kamen sie also am Fuße der Ria Pontevedra raus und standen vor einem geschlossenen Supermarkt – er wurde wegen mangelnder Besucherzahlen geschlossen. Erschöpft schleppten sie sich ins nächste Lokal, um nach Wasser und dem nächsten Mercado zu fragen. Die Kneipenwirtin erläuterte, dass es im ganzen Ort keine Einkaufsmöglichkeit gäbe. Aber sie würde die Damen mit dem Auto in den nächsten Ort bringen – und wieder zum Strand zurück (Über alle Berge!!). So kams. Voller Glück wurden die Einkaufstaschen gefüllt und der spanische Engel sauste in einem Affenzahn die Serpentinen rauf und runter zurück an den Barcos. Der Felsen war schon erobert, der Grill glühte, dass vorletzte AldiKrombacher Fass zitterte vor Kälte daneben und Frauen und Grillfleisch kamen pünktlich dazu. Ein wunderbarer Grillabend mit den Crews der Espiritu, Stressless und Luckstar.

Spanisch und Engel.

Sep.′ 19 06


Da ist er wieder der Schwell – schon wieder wird der Kptn. aus der Koje geschaukelt… das kann doch nicht sein.

Aber kaum hat er die Augen aufgerissen und guckt aus dem Niedergang, ist alles wieder vorbei – allerdings hat der Wind (3 Kt.) auf Süd gedreht – wir liegen mit dem Heck zum Strand – eigentlich sollte es heute weiterhin ein leichten Norder geben – abwarten.

Der Wind dreht zum Glück wieder auf den „normalen“ Nordwind.

Die Fru vom Kptn. sagt – er solle sich doch jetzt endlich mal an den Wassermacher machen – Also die Membran tauschen und das Klackern ausschalten.

Der Kptn. macht sich ran und nimmt ein Teil nach dem anderen auseinander. Die Erste liest ihm nebenbei aus der Anleitung vor…- wer braucht schon ne Anleitung 😉

Der Grund für das Klackern ist eine Feder, die die Exenterscheibe auf der Welle hält. Das Teil hat Spiel – gar nicht so wenig. Der Kptn. murkst in den Spalt ein kleines Stückchen Blech zwischen – fast kein Spiel mehr – alles wird wieder zusammengebaut – Öl in das Exentergehäuse gefüllt und alles wieder montiert….. uuuund – hey löppt – Er macht wunderbares, süßes, frisches, sauberes, selbstgemachtes Trinkwasser. Juhuuuu.

Am Abend lockt der Felsen und die anderen Crews uns vom Sofa. Wir satteln die Pinta (das Schlauchi) und düsen gen Badestrand der Enseada da Barra.Die Felsen sind noch warm vom Tag, die Sonne tunkt Himmel wie Wasser in lila Abendlicht. Ein Traum.

Salzig und süß.

Sep.′ 19 05

(eigentlich wieder Nordwind – und nein – wir denken uns auch wieder andere Überschriften aus)

Der Wind kommt etwas mehr aus Ost und die Welle aus der Ria Pontevedra dreht leider etwas in unsere Ankerbucht rein – es ist nicht mehr so gemütlich. Ein Chilltag vor Anker fällt aus – dat schaukelt hier zu dolle.

Wir wollen es in der nächsten Ria versuchen – Ria de Vigo. Wie gestern zischen wir mit dem NE weiter nach Süden – bis zu 30 Knoten bringt er auf die Uhr und die Røde Orm flitzt mit über 7 Kt. durch das blaue Wasser.

Wir sind verabredet mit der „Espiritu“ und der „Stressless“ in der Enseada da Barra.

Der Wind ist immer noch ganz flott in der Bucht, aber es gibt keinen Schwell – schön ruhig liegen wir hier. Karibikfeeling.

Der Kptn. guckt sich die Gegend mit dem Fernglas an – da sind nur Nackte am Stand – müssen wir jetzt auch nackig im Dinghi an Land fahren? Ohje – der Kptn. hat doch noch gar nicht seine Bikinifigur…

Die Hose bleibt an – Wir grillen mit den Crews der beiden anderen Schiffe auf den Felsen am Strand – schön weit oben – damit uns die Nackideis nicht belästigen können und uns die Klamotten vom Leib reißen – wir sind noch nicht soweit.

Das richtige Sitzfleisch für den harten Granit ist auch noch nicht vorhanden – irgendwie widerspricht sich das jetzt aber auch mit der Bikinifigur – und überhaupt sind die Felsen in Bohuslän viel weicheier. Also was jetzt? Bikini oder Sitzfleisch – Der Kptn. ist in einer Zwickmühle.

Einen Absacker auf der Stressless.

Sun und down.

Sep.′ 19 04

(Also eigentlich ja Nordwind – Aber Südwind klingt irgendwie besser, weil wir ja auch nach Süden fahren.)

Irgendeiner von den Wettermodellen hat es vorhergesagt, nur der nicht, dem wir glauben wollten. Wir werden von einer knarrenden Ankerleine und Heulen im Rigg aus dem Schlaf geholt. Die Erste nimmt die schlagenden Handtücher von der Reling… Der Kptn. checkt das böse Wettermodel. Wir beschließen nachher Anker auf zu gehen und weiter nach Süden zu segeln – dort kann man dann auch vielleicht wieder ankern und besser entspannen.

Die große Genua schiebt uns nach Süden – mehr braucht es nicht. 20 – 25 Kt. Wind. Sonne.

Wir haben Puerto de Portonovo in der Ria Pontevedra im Auge, aber als wir links abbiegen kommen wir an einem wunderschönen weißen Sandstrand vorbei – Praia de Canelas– dort liegen schon 2 Schiffe vor Anker.

Wir legen uns dazu – der Wind hat noch weiter zugenommen und der Kptn. hat keine Lust auf Hafenmanöver bei soviel Wind. Der Anker hält wie verrückt in dem weißen Sandboden.

Sundowner und aus.

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