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Okt.′ 17 26

Nach soviel Berg- und Talfahrt ist es soweit sich mal wieder in gewohnten Gefilden aufzuhalten. Endlich wieder Wasser unterm Kiel. Sogar gar nicht so wenig, 200 Meter tief ist der Königssee. Auch ein anständiges Horn haben die Bootsleute an Bord. Leider ist es für Kursänderungsangaben völlig ungeeignet. Die ständigen Echos bringen die Kpt. total aus der Ruhe. Wenigstens ist n Radar an Bord, mit dem hat man die restlichen Fahrzeuge 1a im Blick.

An- und Ablegen wollen die Seefahrer selbst erledigen – der Kpt. muss auf seinem Sitz bleiben und darf nix sagen – sagt die 1. Offiziöse – keine Bemerkungen zur Schifffahrt – keine Tipps an die Crew – nix ist erlaubt.
Wir kommen trotz allem einigermaßen sicher in St. Bartholomä an.

Der Weg zum Biergarten dauert genau 1:36 Min. wurde uns vom Kpt. mit auf den Weg gegeben. Vorher muss aber unter Protest des Kpt’s noch die kleine Bartholomärunde gelaufen werden.
Over und aus.

Okt.′ 17 25

Der Berg ruft. Christian empfiehlt uns, mit der ältesten Seilbahn mit Original Gondeln und Original Seil von vor 100 Jahren zu fahren – wir vermuten, sie wollen uns los werden. Der Kpt. überprüft sicherheitshalber vor dem Einsteigen alle wichtigen Zertifikate und Plaketten – Wir sollten die Fahrt überleben.

25 Personen in dieser winzigen Gondel sind allerdings ziemlich grenzwertig – nix für Platzängstler wie den Kpt.
Oben liegt Schnee – ein bisschen. Die Wanderlatschen des Kpt. werden von vielen Wanderern kritisch beäugt – was wollen die bloß, immerhin haben wir damit schon den Teide und das Plato auf Madeira bezwungen – es läuft alles glatt – selbst der Gipfelrundkurs.
Auch die Talfahrt ist wieder überfüllt.

Zum Glück hat die Crew der Thor einen Ausgleich gebucht. Wir besichtigen eine Brauerei. Die brauen dort seit 350 Jahren Bier – sollte also genießbar sein. Die Erklärung dauert satte 2 Stunden bis die jammernden Kpt. der Thor und der Røde Orm endlich zu dem versprochen Bier kommen.
Prost und aus!

Okt.′ 17 24

Heute vor 24 Jahren ist Lena geboren. Herzlichen Glückwunsch an unsere Große!! Im Juni vor 24 Jahren waren wir – Lena noch im Bauch – mit Oma und Opa hier, am Königssee zum Wandern. Heute sind wir selber Oma und Opa.
Doch zurück zur Alm.

Wie auf der Alm? – Auf einer nachgebauten im Freilichtmuseum Salzburg… aber immerhin! Fangen wir von vorne an. Sehr gut ausgeschlafen in dieser Alpenluft erwachen wir und Christian begrüßt uns nach durchwachter Nachtschicht in der Klinik mit frischen Brötchen und noch warmen Leberkäse. Ein echt bayrisches Frühstück. Dann machen wir uns auf ins Freilichtmuseum. Dort fährt uns eine alte Bimmelbahn die Berge hinauf und wir machen ab und an Boxenstop, um in die alten Häuser zu schauen. In einem überrascht mich eine Tonbandaufnahme mit einem Dialekt, den ich vorher nur vom Christgeburtsspiel in der Waldorfschule kannte. Ach, den gibt es in echt?? Tze…

Der Kptn. bewundert die alten Eisenbahnen, dann machen wir uns wieder vom Acker und besuchen Salzburg. Dort begegnet uns Mozart in allen Ecken und Lädchen… es gibt ganz neue Sorten Mozartkugeln zu kosten, alle sagen von sich, sie sind die echten. Mozart, Trachten, enge Gassen… wir entschließen uns, bei Nordsee Mittag zu essen, mal ordentlich Fisch. Um die Balance zu halten.
Kas’ und Fisch.

Okt.′ 17 23

Die Røde Orm steht in der Scheune und macht Winterschlaf – alles ist geregt.
Der Kpt. und sien Fru machen sich auf den Weg in den Süden – nein – nicht der echte Süden. Süddeutschland – fast Österreich.
Wir besuchen die Crew der Thor in der Nähe von Berchtesgarden.

Der Flieger bringt uns nach Salzburg zu unserem Minimietauto. Erster Blick aus dem Flugzeug: hohe Berge mit Pulverschnee bedeckt.
Der Kpt. der Thor holt uns vor seiner Nachtschicht vom Flughafen ab und steckt uns in sein Gästezimmer.
Abendbier und aus.

Okt.′ 17 19

Wir bauen die Winterplane auf, pusten das Dingi auf, das Sup, legen es aufs Schiff. Die Salzwasserhähne werden eingewintert, die Bilge geleert, der Diesel gefüllt. Der Anker fällt auf den Scheunenboden und wird in einer Scheunenecke eingesprüht. Der Trailer wird aufgebockt. 

Schlaf gut, Röde Orm, der nächste Sommer kommt bestimmt. 

Over und aus

Okt.′ 17 17

Wir haben das Schiff schon gestern nach Strande geholt, bei herrlichstem Wetter. Auch heute ist wieder ein Sonnentag. Der Motor ist eingewintert, der Wassertank mit Schnaps gefüllt (nur 4 Flaschen), der F-Tank mit Kukident gereinigt. Die Gurte werden befestigt, die Traverse angezogen, das Boot hängt. Wir brauchen irgendwie ne 3. Hand. Da taucht wie durch Zauberhand Thomas auf und hält die Leine. Das Schiff schwebt über den Trailer, wird abgesetzt.

Die Stützen werden justiert. Alles fest. Der Käptn startet den Traktor und ruckelt los. Durch Strande, über den Feldweg. Neben ihm die dicken Trecker vom Bauern, die ernten und umpflügen, ab morgen soll es nämlich wieder regnen. So nass wie in diesem Jahr war der Boden noch nie. Und die Ernte noch nie so schlecht, erzählt uns Hartwig, der seit vielen Jahren im Geschäft ist. 

Wohlbehalten kommen beide – der Käptn und sein Schiff – auf dem Hof an. Die Röde Orm wird geputzt und gewienert und kommt morgen in die Halle. 

Over und aus.

 

Sep.′ 17 29

Der Herbst kommt unermüdlich näher. Heute soll es noch einmal schön werden, doch bevor die Spinnweben und Eiszapfen es verhindern den Mast von der Røde Orm zu bekommen…

Also runter damit.

5 Mann packen mit an um den schweren Spargel in das Lager zu heben. Alles klappt wie am Schnürchen.

Die Maschine braucht nun noch neues Öl und die Wassertanks den Doppelkorn – dann geht es an Land.

Mast runter und aus!

 

Sep.′ 17 24

An diesem Wochenende ist nun wirklich Absegeln. Zumindest am Samstag soll das Wetter richtig schön werden.Der Kpt. und sien Fru gehen aber schon am Freitag Abend an Bord. Der Ablegetermin am Samstag um 10 Uhr könnte sonst unter Umständen zu zeitlichen Schwierigkeiten führen. Es ist ja auch Wochenende – ausschlafen ist wichtig.

Mit ach und krach stehen wir am nächsten Morgen auf dem Steg und erfahren wohin die Regatta geht.

Dennis und seine Freundin kommen mit an Bord – Wir segeln bei wenig Wind und Sonne bis nach Damp – mehr will Rasmus nicht rausrücken. Dennis und seine Freundin steigen aus und der Kpt. motort mit sien Fru weiter in die Schlei nach Grauhöft. 

Mit bestimmt 10 Schiffen vom PTSK liegen wir in Grauhöft und warten in der windstillen Abendsonne auf 19h – Der Treffpunkt ist für diesen Abend ist die Bierakademie in Kappeln – dort gibt es vor allem Bier und Fleisch. Der Kpt. bekommt noch ein Lätzchen dazu, damit er sich nicht vollschmiert.

Doch die Weichen für den Sonntag werden gegen Ende der Rippchenportion gestellt, der Kpt. schafft es nicht die Rippchen aufzuessen – Rasmus reagiert prompt, der Himmel zieht in der Nacht zu und es beginnt zu regnen.

Der Wind (NE) hat allerdings eine perfekte Richtung und Stärke um wieder gut nach Hause zu segeln.

Flagge runter und aus.

 

Sep.′ 17 17

Absegeln mit Mingo und Røde Orm

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Das echte Absegeln ist zwar erst am nächsten Wochenende. Aber den Probedurchgang üben wir schon mal.
Die erste Offiziöse hat einen Gutschein von der Giftbude. Der Plan ist also klar, am Samstag wird Kurs Nord gesetzt. Wir haben leichten Wind. Die Røde Orm kennt den Weg schon alleine. Die Offiziöse schläft und der Kpt. verlegt das „Wlankabel“ am Heckgestell um mit ner dicken Antenne das Hafennetz besser nutzen zu können.
Zuende kann die Baustelle allerdings nicht gebracht werden, die Crews überfällt kurz nach dem Anlegen ein Grillheißhunger. Der Kpt. lässt sämtliche Werkzeuge fallen und lässt den Grill erglühen. Sehr gemütlich im Nieselregen mit Mückenplage. Wie heißt der Spruch? – Norddeutsche Griller sind härter.

Am nächsten Morgen wird der Gutschein in Naturalien umgewandelt. Frühstück in der Giftbude. Sehr lecker. Der Kpt lässt von seinem Wlanprojekt nicht ab und leiht sich den kleinsten Matrosen der Mingo um die restlichen Kabel in den tiefsten Winkeln der Backskiste zu verlegen.
Auf dem Rücktörn wird alles zusammengestöpselt und initialisiert. Läuft. Wlan – mitten auf der Ostsee. Wir verbinden uns im Vorbeisegeln mit der Touristinfo Schönhagen und der Klinik in Damp. 😉
Das Schiff wird im Hafen fast geleert. Bernd, Reini, Silke und Uli helfen mit 😉

Over und aus.

Aug.′ 17 28

Der Sommer ist over

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Der Morgenkaffee macht Probleme – Gas ist leer – am letzten Segeltag – Pünktlich.
Die Stromkästen für den atomaren Wassererwärmer sind auch alle verschlossen.
Die Crew der Meermaid bringen warmes Wasser und Brötchen zum Frühstück mit – ein Glück – die Rettung.
Die Damen gehen baden – der Kpt. meint allerdings, schon Eisschollen am Fördeeingang zu sichten – Es wird Herbst.
Wir fahren zurück in den Heimathafen. Die Meermaid steht an Land und muss weiter betüddelt werden – bald geht es ins Wasser.

Zurück im Heimathafen räumen wir los. Pinta (das Schlauchi) putzen. Kofferräume füllen. Das zweite Auto mit Starthilfe aktivieren.
Der Kpt. bleibt noch ne Nacht länger an Bord – er ist mit dem Trainer verabredet.
Nochmals glüht der Cobb.
Over und Sommer aus.

Aug.′ 17 27

Startpunktgrilltreff

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Man kann es einfach nicht mehr schön reden. Heute ist Sonntag. Morgen ist Montag. Am Dienstag geht für Jule der neue Job los.
Wir segeln nach Kiel.
Auf dem Wasser treffen wir Bernd und Carmen, die uns im letzten Winter so unermüdlich durch den Amateurfunkschein geholfen haben. In diesem Winter ist der A-Schein dran – dass muss ohne Kurs funktionieren.
Unser Startpunkt in diesem Jahr war die Schwentineflotte, was liegt näher, als dort auch wieder zu landen.


SY Meermaid wird informiert. Der Grill glüht schon – wir sollen Gas geben. Monty taucht auch noch auf.
Die restlichen schwedischen und dänischen Würstchen werden vernichtet.

Es sind noch 3sm bis zum Heimathafen – die letzte Nacht an Bord.
Home sweet und home

Aug.′ 17 26

Die Schwedenrückkehrer besuchen uns in unserer Ankerbucht hinter Maasholm (MorMor und Annika), fast gleichzeitig legt auch die Steppenwolf (14t) längsseits bei uns an – der Anker hält, obwohl beim Kpt. ein paar Schweißperlen auf der Stirn zu sehen sind. Das zweite Frühstück läuft aber problemlos, trotz des Ankerwachenstresses. Der Steppenwolf will noch etwas segeln, wir verabreden uns zum Grillen am Abend.

Der Kpt. nutzt die Zeit zwischen Frühstück und Abendgrillen um diverse Schönheitsschläfchen zu halten. Das Kettenrasseln der Steppenwolf am Abend reißt ihn aus dem Schlaf. In Windeseile wird der Cobb vorbereitet und alles an Land gebracht. Wir werden Viele in der kleinen Grillecke – es ist sehr nett und unterhaltsam.
Als wir in der Nacht zurück an Bord tuckern, rührt sich kein Lüftchen.Das Wasser ist so glatt wie ein Spiegel.Die Ankerlichter spiegeln sich im Wasser – Welche Røde Orm ist jetzt unsere? – So viel hat der Kpt. doch nu gar nicht getrunken.

Doppelt und Lottchen…

 

Aug.′ 17 25

Sommerabend

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Als der Wind etwas weiter auf NW dreht, lassen wir uns wieder gen Heimat pusten. 15-20 Knoten Wind gibt es heute – wir sind schnell unterwegs.

Der Anker fällt fast direkt hinter der Nubia bei Maasholm. Wir lassen das Beiboot ins Wasser und motoren an den Steg. 

Am Hafen steht ein hochkannt gestelltes Ruderboot, dort trinken wir mit Mike und Katja ein Begrüßungsbier und gedenken der Kennlernzeiten in Bayona. 

Niklas will mit unserem Dingi fahren. Der Kpt. bietet es ihm an – Du bist aber großzügig – sagt Mike…. – Er kriegt den Motor bestimmt nicht an – brrrrrrrummmm…. knattert Niklas hinter uns lang… Nicht schlecht mit 8. Er fährt Chips holen – von der Røde Orm. Wir nehmen Telefonkontakt zur Hitch auf, die gerade in England bei der Bumblebee ist. Vor 6 Jahren saßen wir alle zusammen bei uns auf der Shipman im Cockpit in Bayona und haben selbstgefangen Makrele gegessen. Der Abend klingt aus im Cockpit der Nubia, wir genießen den Sonnenuntergang, suchen Sternschnuppen und Sternbilder und reden über Wasserleuchten. 

Sommerabend und aus.

 

Aug.′ 17 24

Briefmarken sammeln auf Dänisch

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Der Anker wird aus dem Sand gerissen und das Segel gesetzt. Vor dem Wind gleiten wir nach Norden. Lyø ist das nächste Ziel um den Inselpass zu vervollständigen. Coole Idee von den Dänen, is wie Briefmarken sammeln.

Wir ankern neben dem Hafen und warten den Regen ab.

Der Wind nimmt ordentlich zu aus West. Es wackelt etwas in unserer Ankerbucht und die Røde Orm zieht an der Kette. Also bleiben wir lieber an Bord und halten Wache.

Wir bekommen also nicht unsern Inselstempel – obwohl wir soooo knapp davon entfernt liegen.

Nächstes Mal.

Der Cobb glüht am Abend.

Over und aus.

 

Aug.′ 17 23

die Luft is raus

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Flaute – Sonne – Sommertag. 

Mike und Stefan spielen noch ein bisschen mit der Drohne bis die Kptns. sich entschließen die Leine an der Mooringboje zu lösen.

Der Kuddel bringt uns in die westliche Ankerbucht von Aerosköbing. 

Die Sonne lacht – die Feuerquallen warten auf ihr Opfer – so ein Mist – den ganzen Sommer haben wir echt wenig Quallen gesehen und ausgerechnet heute – an dem schönsten Sommertag des Jahres, sollen wir die Badebucht mit den Feuerquallen teilen. Mit dem neu kreierten Schlauchbootschubverband fahren wir erstmal an Land und kaufen Frischfleisch – der Cobb darf schließlich nicht aufhören zu glühen.

Ein weiter Dingiausflug zum Baden steht nach dem High-Noon-Schönheitsschlaf an. 

Einer muss allerdings immer mit Adleraugen nach sich annähernden Feuerquallen Ausschau halten. – der Kpt. traut sich ansonsten nur bis zu den Knöcheln hinein.

Der Versuch, das Supboard zu aktivieren, scheitert leider an der Pumpe. Endlich hat der Kpt. die Erlaubnis, eine elektrische Luftpumpe zu kaufen – Strom ist schließlich reichlich da.

Alles wird wieder in den Backskisten verstaut und der Sundowner über dem duftendem Brontosaurussteak genossen.

400g und aus.

 

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