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Sep.′ 19 18

Der Kptn. ist auf der Suche nach ner anständigen Nebelvorhersage.

Windfinder gibt es nicht her und die „Normalowetterapps“ auch nicht.

Aber eine Facebookanfrage hilft. Bei Windy kann man mit ein paar Klicks den Layer „Nebel“ einschalten. Nun hat man anstatt der Windanzeige die Nebelbänke aufm Schirm.

Richtig gut für Portugal.

So geht’s: In der Windy App auf das Menüsymbol klicken „drei Striche“ – „Mehr Ebenen“ wählen – „Nebel“ anschalten – mit X zurück – Dann findet man wieder im Hauptmenü (drei Striche“ bei „Wolken“ den Unterpunkt „Nebel“. Nun kann man mit dem Zeitstrahl die Nebelbänke hin- und herschieben. Nicht vergessen wieder auf „Wind“ zurück zu stellen – sonst steht ihr dauert im Nebel.

Windy und Nebel.

Sep.′ 19 17

Kein Nebel zu sehen. Wir können wohl auslaufen. Es sind nur 24sm bis Peniche – also keine Eile. Die Crew der Lucky Star kommt zum Frühstück, gemeinsam genießen wir die super Brötchen aus dem Restaurante. Dann noch Diesel tanken und los geht’s. Ab in die Suppe. Hätten wir das geahnt.. draußen verdichtet sich der Nebel wieder. Lichter an, Radar an, Nebelhorn aus der Schublade geholt. Immerhin erkennt das Radargerät auch die Fischerbojen, die wir bitte nicht in die Schraube kriegen wollen. Aber mit Lesen und alle Viertelstunde mal gucken is nicht. Immerwährender Ausguck unter Motor ist angesagt. Die Erste setzt sich aufs Vordeck und trällert die Mundorgel einmal durch.. das ist so gut wie Nebelhorn. Delfine werden leider nicht davon angelockt, aber eine wunderschöne Libelle umkreist das Schiff.

Als der Hunger ruft, werden Pfannkuchen gebacken. Hm lecker, das riecht gut, ein Pfannkuchenschiff. Vor Peniche tasten wir uns durch den Nebel und suchen eine Boje.. doch werden nicht so fündig, dass wir beruhigt schlafen könnten. Also gehen wir in den Hafen und finden einen letzten Platz innen am Längssteg. Peniche hat den Ruf, dass die Fischerboote mit ihrer Geschwindigkeit die Segler durchschütteln. Können wir nicht bestätigen, allerdings haben wir auch an der Innenkante vom Gästesteg gelegen… in Nazaré war es schaukliger.

Nebel und Horn

 

Sep.′ 19 16

Bis 13.30h sieht man keine Sonne – nur grauer kalter Nebel – ein bisschen gruselig.

Wir lassen uns Zeit mit allem – das Wlan im Hafen funktioniert großartig.

Wir bleiben also hier und warten auf den blauen Himmel und die Sonne.

Schließlich wird es warm. Wir schlendern an der Promenade entlang Richtung „Bahn zur Oberstadt“. Irgendwie ist hier schon Nachsaison. Alles wird so langsam abgebaut.

Trotzdem ist die Schlange nach oben echt lang. Auf drei Züge müssen wir warten, bis wir nach oben kommen. Der Weg führt zu den „big Waves“ an die Klippen – leider sind es keine „big Waves“ sondern nur kleine Schwabbelwellen – ist halt Flaute hier und vom Norden kommt auch kein Schwell angerollt – Trotzdem schön. Der Kptn. ist so angestrengt von den ganzen Bergsteigereien. Zum Glück gibt es ein TukTuk, das uns zurück zum Ratshausplatz der Oberstadt bringt. Nun sitzen wir vor dem Fischrestaurant, das uns die „Düvel ok“ empfohlen hat. Um 18.30h soll es öffnen. 5 vor tut sich nix…. 5 nach tut sich nix… wir warten noch 10 Min. vielleicht haben sie ja die Siesta verschlafen, aber irgendwie scheint es auf einen Ruhetag hinauszulaufen. Unten am Strand von Nazare suchen wir in 2. Reihe ein kleines Restaurant und bestellen die Big Plate – kaum zu schaffen – Its for 5 Persons…. ach so…. – ok – dann darf der Kptn. aufgeben und vermeidet seine allabendliche Muscheleiweisvergiftung. Die Brötchenunits schmecken so erstklassig, dass wir die Kellner mit unseren Massenbestellungen völlig verwirren.. 8 units? Really? Sie verschwinden in unserem Frühstücksvorratsrucksack.

Schnappes und Wizzard

Sep.′ 19 15

Für 36sm nach Nazare müssen wir nicht mit dem ersten portugiesischen Hahn aufstehen. In Ruhe frühstücken wir und holen uns nen Einlauf beim Hafenmeister in Figuera da Foz ab – warum wir denn nicht früher gekommen wären, er hätte auch gestern bis 24h in seiner Bude gesessen usw. … – Nicht so überfreundlich, der Empfang – die wollen wohl keine Gäste hier. Dann ist es auch besiegelt – Klar an Vorleine – Kurs Süd.

Wie auch in den vergangenen Tagen, setzt der Siestawind gegen Mittag ein. Pünktlich bis 13h muss uns der Kuddel mit seinem Dinodiesel voran bringen. Dann legen sich die Portugiesen zu ihrer Siesta flach auf den Boden und pusten gen Himmel – ausatmenderweise. Kuddel macht Pause und wir segeln. Für ca. 2 Std. ..bis die Portugiesen erwachen.

Immer noch haben wir 15sm bis Nazare. Plötzlich kommt die Nebelwand des Grauens auf und zu. Die Erste funkt den Marinero in Nazare an – im Hafen sei klare Sicht. Wir tuckern also fleißig weiter im Nebel rum. Und tatsächlich kurz vor der Einfahrt durchbrechen wir die Nebelwand und können bei guter Sicht in den Hafen einfahren. Der Officer steht schon am Steg und nimmt die Leinen entgegen.

Der Nebel übernimmt nun auch den Hafen. Ein Esel unter Deck.

Nebel und kalt.

Sep.′ 19 14

Termine – Termine. Weiter nach Süden. Kein Wind in Sicht. Auch die nächsten Tage nicht. Nur die Thermik um die Mittagszeit könnte segelbar sein.

Die erste Sonne bringt den Kptn. noch nicht an die Pinne – aber die Kaffeesonne schafft es – Wir sind etwas spät dran für 65 sm.6 Stunden läuft der Kuddel – dann kommt der Mittagswind für 3 Std. und dann ist schon wieder Feierabend und der Diesel brummt.So schaffen wir die 65 sm nach Figueira da Fozleider nicht vor der Dunkelheit.

Um 19.50h geht die Sonne unter und um 20.20h ist Hühnerpopo. Verrückt. Nix mehr mit langer Dämmerung. Da muss man schon echt schnell seinen Sundowner runterkippen.

Das war jetzt allerdings die längste Etappe bis nach Faro, wenn wir weiter in Tagesetappen fahren wollen – also alles mit Tageslicht (14 Std.) schaffbar. Die Røde Orm tastet sich in die unbekannte Hafeneinfahrt mit einem Kt. Strom gegenan. Ein netter Schwede zeigt uns per Lichtsignal einen freien Liegeplatz. Die Lucky Star kommt auch herein. Ein Absacker im Cockpit.

Sonne und weg.

Sep.′ 19 13

Aber heute – Porto. Der Bus in die Stadt ist zum Glück klimatisiert. Die 31 Grad kann man so – zumindest im Bus – gut ertragen. Eine Stunde müssen wir mit dem Bus fahren, bis wir in der Innenstadt von Porto sind. Immerhin ohne Umsteigen. Wir suchen uns die engsten und schattigsten Gassen aus, um zum Fluss runter zu kommen. So viele Leute wollen Porto sehen – und das in der Mittagshitze. Kaum zu ertragen. Im Weinkeller von Sandemann soll es ja kühl sein – Dort sind wir aber auch nicht alleine. Bis 16h müssen wir auf die nächste Premiumführung – mit 3 Porttastings am Ende – warten. Das tun wir hinter der Touristinfo direkt am Fluss im Schatten – der Blick auf das Gewühle auf der anderen Seite reicht uns.

Herr Sandemann hat uns beflügelt und abgekühlt. Mit der Fähre geht’s wieder auf die andere Seite und den Berg zu unserer Busstation hoch. Die Crew entdeckt, dass es hier noch einen Buchladen gibt, in dem sich Harry Potter immer seine Zauberbücher gekauft hat. Wieder sind wir nicht die einzigen, die das sehen möchten. Man muss sogar Eintritt abdrücken um in einen „Buchladen“ zu kommen. Aber es lohnt sich wirklich. Die 5 EUR Eintritt werden allerdings auf den Kauf eines Buches angerechnet.

(Es sind nicht nur 12 Bilder – sondern 60 – Bitte auf die Pfeile und Zahlen klicken für mehr Bilder)

Wurde hier nun wirklich gedreht, oder war es nur eine Inspiration? Egal.

Es wird dunkel in Porto, die Lichter gehen langsam an – aber wir sitzen schon fast wieder im Bus. Eigentlich hätten wir Porto lieber von 15h – 21h besuchen sollen – wegen der Hitze und des Lichtes – nächstes Mal.

Im Halbschlaf machen wir die Røde Orm wieder seeklar. Morgen soll es weiter gehen.

Harry und Port.

Sep.′ 19 12

Eine Aspirin, ein Liter Wasser, ein paar Einklarierungsdurchschläge und eine Dusche später dürfen wir die Røde Orm in schaukelfreie Hafenregionen verlegen.

Die Abstimmung am Frühstückstisch, von der der Kptn. nicht so viel mitbekommen hat, ergibt, dass wir heute in Leixoes bleiben und in die Shoppingmall fahren und nicht nach Porto zum Portweintasting.

Gesagt getan. Die 507 bringt uns in das kühle, riesige, klimatisierte Einkaufszentrum. Leider liegt der Baumarkt außerhalb des Zentrums und der Kptn. muss nochmal raus aus dem kühlen Traum. Bei 30 Grad auf schattenfreien Betonwegen des Gewerbegebietes in den rettenden kühlen Baumarkt – der Kreislauf kommt an die Grenzen. Aber im Baumarkt kann man sich ja ne Weile aufhalten. Zurück in der Mall suchen wir uns in der Foodmeile jeder etwas Passendes aus.

Die 14 Grad des Atlantiks schaffen im Hafen ein angenehmes Klima – zumindest, solange die Sonne scheint. Abends wird es sehr kühl. Wir können nur unter der KuBu grillen, um nicht zu erfrieren.

Heiß und Kalt.

Sep.′ 19 11

62sm liegen vor uns. Ohne früh aufzustehen ist dieses nicht bei Tageslicht zu schaffen. Ab 5 Uhr kann der Kptn. vor Aufregung nicht mehr schlafen, obwohl der Wecker ja erst um 7.30h klingelt. Komisch. Er wartet auf den Wecker. Den Dampfer haben wir gestern ja schon klar gemacht. Im Halbschlaf (der Kptn. ist wieder müde geworden) machen wir die Leinen los und fahren im Schummerlicht auf die freie See. Nach einer Stunde setzt der portugiesische Norder ein. Mit bis zu 25 Knoten schiebt er uns nach Süden. Eine Stunde wird uns unterwegs geklaut, aber wir schaffen die 63 Meilen bis Leixoes (Vorort von Porto) und sind eine Stunde vor Sonnenuntergang da (19.30h). Unterwegs treffen wir auf zahllose Fischerbojen, die ein oder andere haben wir ziemlich dicht passiert – unter Segeln. Unter Motor und dann vielleicht noch bei Nacht, wollen wir den Dingern lieber nicht über den Weg motoren. In der Karte ist eine „Superboje“ verzeichnet. Der Kptn. ist sehr interessiert. Wir passieren das Teil mal etwas dichter… Scheinbar sind diese Dinger per Pipeline mit den Tanks an Land verbunden. Hier machen wohl Tanker dran fest und pumpen ihre Ladung an Land oder anders herum. Leider passen die Schlauchstutzen nicht so ganz an unseren Dieseltank.

Um 20.30h wird es jetzt duster und der Kptn. wieder wach. Die Crew der Sissi nimmt uns an unserem Waitingponton.

Wir hatten ganz vergessen, dass Leixoes ja diesen unverwechselbaren Industriecharme hat – fast Steampunkmäßig. Im Hintergrund werden romantisch dunkle Containern mit ordentlich stählernem Gerumpel auf die Schiffe verladen. Die Fischer fahren mit großer Eile ungebremst an der Hafeneinfahrt vorbei und produzieren wahnsinnige Schiffsbewegungen, die an die 3-Meter-Wellen draußen auf dem Atlantik erinnern. Alle paar Minuten legt dröhnend der Pilot aus dem Yachthafen ab und hilft der Grossschiffahrt in den Hafen zu kommen. Durch die Hafenausfahrt schubsen Schlepper sanft die großen Pötte rein und raus. Der Schwerölgeruch liegt in der Luft und legt sich auf unsere Lungen und der Ruß auf unser Vordeck – einfach schön.

Aber Kptn. Nelsons Navy Gin lässt dieses alles wie schönste Seefahrt erscheinen – es schmeckt und riecht nach der großen weiten Welt.

Seefahrt im Hafen.

Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Mai.′ 12 13

Mit dem ablaufenden Wasser verlassen wir kurz vor Mittag die Lagune von Faro. Im Prinzip ist dies wirklich eine traumhafte Ankerbucht. Von allen Seiten geschützt, wie ein Binnensee. Leider gibt es viele rasenmähermässige Motorboote, Wassertaxis, Ausflugskatermarane und Fischer die um einen rumschwirren. Auch liegt man direkt unter der Einflugschneise des Flughafens… Also mit Ohrenschützern und Tabletten gegen Seekrankheit ist es richtig gemütlich dort… 🙂 – Nein – so schlimm ist es nicht – Es lohnt sich schon sehr dort zu halten.

Gegen Abend soll der Wind aus Nord zunehmen und mit 5 Bft. blasen, später dann aus NE.

Wie beschließen also, die Bucht von Cadiz auszufahren – Erstmal kurz Ost anstatt den Direktkurs SE.

Um 19h motoren wir noch immer und passieren den Pt/Es Grenzfluss. Die Gastlandflagge wird getauscht.
Wir haben noch Internet, also checkt der Kpt. nochmal das Wetter… Ok – es verspätet sich. Erst gegen 22h gibt es Wind aus N usw….

Dann motoren wir eben noch n bisschen… Um 23h motoren wir immer noch. Nach Grib und Windfinder und Windguru sind wir nu mitten im 17 Kt. Wind und müssten toll segeln – wir motoren aber immer noch, bei spiegelglatter See. Wir legen nun Cadiz direkt an.

Plötzlich kommt ein schwarzes Schlauchboot mit 5 schwarzen Männern aus der mondlosen Nacht. Piraten!!! – Nein – Nur die Polizei. Sie kommen mitten in der Nacht an Bord und kontrollieren unsere Pässe, dabei dürfen wir unseren Kurs weiter fortsetzen. Nette Leute! – Aber ein bisschen erschrocken waren wir schon… Wir denken, die wollten auch jemanden erschrecken, allerdings irgendwelche Schurken und nicht uns.

Weiter geht’s durch die Nacht.

Over und aus!

Mai.′ 12 12

Wir sind recht früh losgekommen. Frühstück, einmal ums Boot schwimmen, Schiff klar machen, um viertel vor neun haben wir den Anker aus m Sand geholt. Unsere letzte Seesicknesstablette haben wir geteilt und ausgelost, wer sie schlucken darf… Wir brauchen dringend eine Apotheke in Spanien – in Portugal gibt’s das Zeug leider nicht (Biodramina cafeina). So hat zwei drittel der Mannschaft wieder stöhnend in der Koje gelegen, bzw. Fische gefüttert. Irgendwann schlief der Wind ein, das Wasser wurde eine zähe Fläche, der Motor ging an. Ab da gings dann besser… Nunja. Julia hat die Mundorgel einmal durchgesungen. Hat n bisschen gedauert… der Käptn hat tapfer durchgehalten – aber eigendlich ja auch nix gehört, weil der Motor so laut war. Julita besteht noch auf frisch Fisch und schmeißt die Angelleine über Bord – leider wieder ohne Erfolg.

Um halb neun sind wir mit Sonnenuntergang in die Einfahrt zur Lagune gefahren. Die ganze Zeit hatten wir Gegenstrom, obwohl wir unsere Ankunftszeit so gut berechnet hatten… 20 Uhr Hochwasser, da müssten wir doch Mitstrom haben. Nix da. So sind wir nie über 4 Knoten gekommen.

In der Einfahrt hatten wir dann plötzlich 7 kn auf der Logge. Grummel. Wir haben leider auch keine Strömungskarten von der Gegend hier.

Der Ankerplatz vor Olhao könnte sehr lauschig sein, ein verträumtes Dörfchen leuchtet am Ufer in die Nacht. Flugzeuge fliegen am Himmel, Motorbote kreuzen die Lagune. Na die werden wohl nicht die ganze Nacht fliegen und fahren.

 

Morgen geht’s nen langen Schlag nach Cadiz, 80 sm.

Wir fahren mittags los, um 14 Uhr ist Niedrigwasser, die Nacht durch und sind dann am anderen Tag gegen Mittag da. Wenn sich der Wind nicht doch noch ändert…

Over und aus.

Mai.′ 12 11

Nachm Frühstück und der Morgenschwimmrunde um die Röde Orm liegt der Kpt. im Cockpit bei seinem Vormittagsschläfchen.

Von hinten schleicht sich mit einem Schlauchi die Policia Maritima an. Wir sollen doch mal in die Stadt fahren und unsere Taxe entrichten, weil wir hier an sonem Leuchtturm vorbeigefahren sind – oder so was… Ok – machen wir.

Jule und der Kpt. satteln das Dingi und zischen erstmal in die Marina. Die Polizei ist noch n Stück weiter in der Stadt… Ok – Benzin nachkippen – weiter. Hinter dem Kreuzfahrer an der Tankstelle sehen wir den Steg. Wir legen nach 30 Min. Dingifahrt an – kippen wieder Bezin nach. Und klingeln – Mittagspause. Ok – N Galau und ne Stunde rumsitzen. Um 14h stehen wir auf der Matte und wollen endlich den Leuchtturm bezahlen. Die verschlafene Sachbearbeiteren, die ihre computerspielenden Kinder an ihrem Amtsschreibtisch sitzen hat, legt sich mächtig ins Zeug… Formular ausfüllen… 2 Unterschriften, 3 Durchschläge – macht 2 Euro für den Leutturm. Super! – Wir wollen uns ja nicht beschweren – 2 Euro sind schon ok für sone Leutturmsteuer, aber die Benzinkosten und der schädliche Nebeneffekt auf die Klimaerwärmung… (…jaja – warm ist ja auch schön) – Egal.

Wir rödeln mit zweimaligem bezinnachkippen wieder zurück und fangen die wartenden Kinder ein.

Wir wollen uns auf Empfehlung von Jane (SAMANTHA)  das Örtchen FERRAGUDO ansehen.

Ab an den Strand. Wir bleiben bis kurz vor Sonnenuntergang in der Strandbar hängen – ist ungefähr 300m Luftline von der Röde Orm entfernt. Wir schlendern noch ein bisschen am Strand entlang und fahren wieder an Bord. Heute mal keine Orterkundung.

Morgen wollen wir 30sm weiter nach Faro kreuzen.

Wieso ist hier eigentlich Ostwind… Wir brauchen mal ne bessere Richtung, damit wir wieder n paar Meilen reißen können.

Over und aus!

Mai.′ 12 10

Nach dem Frühstück erledigen wir mit Hilfe eines Hafenhandwagens einen Großeinkauf, unsere Backkisten sind anschließend wieder gefüllt. So können wir beruhigt vor Anker gehen.

Wir laufen mittags aus. An der Hafeneinfahrt werden wir von einer großen Brandung empfangen, holla, das schaukelt. Segel gesetzt, hoch an den Wind. Zack legt sich der Wikinger auf die Backe. Es dauert nicht lange, das sitzt der Käptn alleine im Cockpit und seine Frauen liegen schlafend auf dem Kajütboden.

Irgendwann ruft er: Anlegen! Und so kommen sie wieder an Deck. Acht Seemeilen sind wir gekreuzt, elf Seemeilen in echt gesegelt. Da liegt Portimao vor uns. Wir werfen den Anker auf 5 Metern Tiefe. Sandboden, viel Wind. Wir kochen Gemüsesuppe und springen ins Wasser. Eiskaltes Wasser. Aber die Luft ist so heiß, dass es richtig gut tut.

Das Land sieht sehr einladend aus. Malerische Sandfelsen leuchten orange und gelb, Sandstrand. Eine Burg, die aussieht wie aus Sand gemeißelt. Morgen bauen wir das Dingi auf und fahren an Land.

 

Da morgen bis zu 24 kn Wind gegenan angesagt sind, bleiben wir hier und fahren übermorgen durch bis Faro. Soweit der Plan.

Over und aus.

Mai.′ 12 09

Um neun stehen wir auf. Julita kann nicht mehr schlafen, weil das Schiff so still liegt.. wir checken ein. Boh ist das heiß hier. Also in Lagos sind wir nun. Die Frauen stürmen die Dusche und den Supermarkt, der Käptn genießt noch ein bisschen seine Koje.

Dann bunkern wir 60 liter Diesel und verholen vom Visitorponton in den Hafen.

Drei Waschmaschinen werden in Beschlag genommen, sämtliche Bettwäsche und Anziehsachen gewaschen, Matratzen und Betten gelüftet. Eine Affenhitze hier. Wir hängen ein Spinnennetz an Leinen an Deck und hängen das Schiff voll. Die Wäsche trocknet in Minuten quasi. Dann ziehen wir los in die Stadt. Wir suchen das Kastell. Vor der Stadtmauer läuft Julita auf den Rasen, kriegt große Augen: „Oh wie schön, guck mal, echter Rasen!“ Stimmt, lange haben wir keinen Rasen mehr gesehen –  also so wiesenrasenmäsigen. Und vor allem gerochen.


Wir finden einen Strand, gesäumt von hohen Sandsteinkliffs. In der Altstadt bummeln wir durch die Gassen, erstehen wunderschöne Hüte (extra auf Olafs Anregung). Dann studieren wir diverse Speisekarten, auf bezahlbare Gerichte. Der Käptn bleibt vor einer stehen und sagt, diese sei gut, er wird gegrillte Gardinen essen. Wir brüllen los vor Lachen, dieses Restaurant soll es also sein.

Das Klo desselben hat es auch in sich.. die Klobrille ist überzogen mit einer Plastikfolie, die sich auf Knopfdruck auswechselt. Daneben steht ein BeDe.. da hat der, der das eingebaut hat, sich wohl auch nie raufgesetzt.. auf jeden Fall ist das so dicht ans Klo gebaut, dass Frau, wenn sie sich da raufquetscht, ständig mit dem Knie an den Folienknopf von der Klobrille kommt, die sich daraufhin in einem fort auswechselt… Nunja – da ist wohl bei der BeDe Benutzung ne Rolle Toilettenhygienefolie durchgelaufen…

Selten so gelacht auf dem Klo. Zuletzt in Ungarn auf som vollautomatischen Straßenklo. (Mit Tinschn, erinnerst du dich?)

Die Kinder rennen zurück an Bord und der Kpt. und sien Frau versuchen sich noch mal mit dem Supermarkt. Auf dem Weg dahin rennen wir über eine Brücke, die wegen „Risco de Colabso“ gesperrt ist… Jule fängt an zu laufen, als der Kpt. irgendwas von brechendem Stahlbeton erzählt… 🙂
Morgen wird eingekauft.

Noch ein Absackergetränk in einer der 1000 Hafenbars.

Mückenvertreibduft an und Mückenetz drüber…

Over und aus…

Mai.′ 12 09

Um 5h haben wir wieder am Festland angelegt. Der Kpt. weiß gar nich wie das hier heißt. Wir gucken morgen früh einfach mal auf der Brötchentüte nach.


So! 4 Mützen Schlaf bitte.

Over und aus.

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