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Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Mai.′ 12 13

Mit dem ablaufenden Wasser verlassen wir kurz vor Mittag die Lagune von Faro. Im Prinzip ist dies wirklich eine traumhafte Ankerbucht. Von allen Seiten geschützt, wie ein Binnensee. Leider gibt es viele rasenmähermässige Motorboote, Wassertaxis, Ausflugskatermarane und Fischer die um einen rumschwirren. Auch liegt man direkt unter der Einflugschneise des Flughafens… Also mit Ohrenschützern und Tabletten gegen Seekrankheit ist es richtig gemütlich dort… 🙂 – Nein – so schlimm ist es nicht – Es lohnt sich schon sehr dort zu halten.

Gegen Abend soll der Wind aus Nord zunehmen und mit 5 Bft. blasen, später dann aus NE.

Wie beschließen also, die Bucht von Cadiz auszufahren – Erstmal kurz Ost anstatt den Direktkurs SE.

Um 19h motoren wir noch immer und passieren den Pt/Es Grenzfluss. Die Gastlandflagge wird getauscht.
Wir haben noch Internet, also checkt der Kpt. nochmal das Wetter… Ok – es verspätet sich. Erst gegen 22h gibt es Wind aus N usw….

Dann motoren wir eben noch n bisschen… Um 23h motoren wir immer noch. Nach Grib und Windfinder und Windguru sind wir nu mitten im 17 Kt. Wind und müssten toll segeln – wir motoren aber immer noch, bei spiegelglatter See. Wir legen nun Cadiz direkt an.

Plötzlich kommt ein schwarzes Schlauchboot mit 5 schwarzen Männern aus der mondlosen Nacht. Piraten!!! – Nein – Nur die Polizei. Sie kommen mitten in der Nacht an Bord und kontrollieren unsere Pässe, dabei dürfen wir unseren Kurs weiter fortsetzen. Nette Leute! – Aber ein bisschen erschrocken waren wir schon… Wir denken, die wollten auch jemanden erschrecken, allerdings irgendwelche Schurken und nicht uns.

Weiter geht’s durch die Nacht.

Over und aus!

Mai.′ 12 12

Wir sind recht früh losgekommen. Frühstück, einmal ums Boot schwimmen, Schiff klar machen, um viertel vor neun haben wir den Anker aus m Sand geholt. Unsere letzte Seesicknesstablette haben wir geteilt und ausgelost, wer sie schlucken darf… Wir brauchen dringend eine Apotheke in Spanien – in Portugal gibt’s das Zeug leider nicht (Biodramina cafeina). So hat zwei drittel der Mannschaft wieder stöhnend in der Koje gelegen, bzw. Fische gefüttert. Irgendwann schlief der Wind ein, das Wasser wurde eine zähe Fläche, der Motor ging an. Ab da gings dann besser… Nunja. Julia hat die Mundorgel einmal durchgesungen. Hat n bisschen gedauert… der Käptn hat tapfer durchgehalten – aber eigendlich ja auch nix gehört, weil der Motor so laut war. Julita besteht noch auf frisch Fisch und schmeißt die Angelleine über Bord – leider wieder ohne Erfolg.

Um halb neun sind wir mit Sonnenuntergang in die Einfahrt zur Lagune gefahren. Die ganze Zeit hatten wir Gegenstrom, obwohl wir unsere Ankunftszeit so gut berechnet hatten… 20 Uhr Hochwasser, da müssten wir doch Mitstrom haben. Nix da. So sind wir nie über 4 Knoten gekommen.

In der Einfahrt hatten wir dann plötzlich 7 kn auf der Logge. Grummel. Wir haben leider auch keine Strömungskarten von der Gegend hier.

Der Ankerplatz vor Olhao könnte sehr lauschig sein, ein verträumtes Dörfchen leuchtet am Ufer in die Nacht. Flugzeuge fliegen am Himmel, Motorbote kreuzen die Lagune. Na die werden wohl nicht die ganze Nacht fliegen und fahren.

 

Morgen geht’s nen langen Schlag nach Cadiz, 80 sm.

Wir fahren mittags los, um 14 Uhr ist Niedrigwasser, die Nacht durch und sind dann am anderen Tag gegen Mittag da. Wenn sich der Wind nicht doch noch ändert…

Over und aus.

Mai.′ 12 11

Nachm Frühstück und der Morgenschwimmrunde um die Röde Orm liegt der Kpt. im Cockpit bei seinem Vormittagsschläfchen.

Von hinten schleicht sich mit einem Schlauchi die Policia Maritima an. Wir sollen doch mal in die Stadt fahren und unsere Taxe entrichten, weil wir hier an sonem Leuchtturm vorbeigefahren sind – oder so was… Ok – machen wir.

Jule und der Kpt. satteln das Dingi und zischen erstmal in die Marina. Die Polizei ist noch n Stück weiter in der Stadt… Ok – Benzin nachkippen – weiter. Hinter dem Kreuzfahrer an der Tankstelle sehen wir den Steg. Wir legen nach 30 Min. Dingifahrt an – kippen wieder Bezin nach. Und klingeln – Mittagspause. Ok – N Galau und ne Stunde rumsitzen. Um 14h stehen wir auf der Matte und wollen endlich den Leuchtturm bezahlen. Die verschlafene Sachbearbeiteren, die ihre computerspielenden Kinder an ihrem Amtsschreibtisch sitzen hat, legt sich mächtig ins Zeug… Formular ausfüllen… 2 Unterschriften, 3 Durchschläge – macht 2 Euro für den Leutturm. Super! – Wir wollen uns ja nicht beschweren – 2 Euro sind schon ok für sone Leutturmsteuer, aber die Benzinkosten und der schädliche Nebeneffekt auf die Klimaerwärmung… (…jaja – warm ist ja auch schön) – Egal.

Wir rödeln mit zweimaligem bezinnachkippen wieder zurück und fangen die wartenden Kinder ein.

Wir wollen uns auf Empfehlung von Jane (SAMANTHA)  das Örtchen FERRAGUDO ansehen.

Ab an den Strand. Wir bleiben bis kurz vor Sonnenuntergang in der Strandbar hängen – ist ungefähr 300m Luftline von der Röde Orm entfernt. Wir schlendern noch ein bisschen am Strand entlang und fahren wieder an Bord. Heute mal keine Orterkundung.

Morgen wollen wir 30sm weiter nach Faro kreuzen.

Wieso ist hier eigentlich Ostwind… Wir brauchen mal ne bessere Richtung, damit wir wieder n paar Meilen reißen können.

Over und aus!

Mai.′ 12 10

Nach dem Frühstück erledigen wir mit Hilfe eines Hafenhandwagens einen Großeinkauf, unsere Backkisten sind anschließend wieder gefüllt. So können wir beruhigt vor Anker gehen.

Wir laufen mittags aus. An der Hafeneinfahrt werden wir von einer großen Brandung empfangen, holla, das schaukelt. Segel gesetzt, hoch an den Wind. Zack legt sich der Wikinger auf die Backe. Es dauert nicht lange, das sitzt der Käptn alleine im Cockpit und seine Frauen liegen schlafend auf dem Kajütboden.

Irgendwann ruft er: Anlegen! Und so kommen sie wieder an Deck. Acht Seemeilen sind wir gekreuzt, elf Seemeilen in echt gesegelt. Da liegt Portimao vor uns. Wir werfen den Anker auf 5 Metern Tiefe. Sandboden, viel Wind. Wir kochen Gemüsesuppe und springen ins Wasser. Eiskaltes Wasser. Aber die Luft ist so heiß, dass es richtig gut tut.

Das Land sieht sehr einladend aus. Malerische Sandfelsen leuchten orange und gelb, Sandstrand. Eine Burg, die aussieht wie aus Sand gemeißelt. Morgen bauen wir das Dingi auf und fahren an Land.

 

Da morgen bis zu 24 kn Wind gegenan angesagt sind, bleiben wir hier und fahren übermorgen durch bis Faro. Soweit der Plan.

Over und aus.

Mai.′ 12 09

Um neun stehen wir auf. Julita kann nicht mehr schlafen, weil das Schiff so still liegt.. wir checken ein. Boh ist das heiß hier. Also in Lagos sind wir nun. Die Frauen stürmen die Dusche und den Supermarkt, der Käptn genießt noch ein bisschen seine Koje.

Dann bunkern wir 60 liter Diesel und verholen vom Visitorponton in den Hafen.

Drei Waschmaschinen werden in Beschlag genommen, sämtliche Bettwäsche und Anziehsachen gewaschen, Matratzen und Betten gelüftet. Eine Affenhitze hier. Wir hängen ein Spinnennetz an Leinen an Deck und hängen das Schiff voll. Die Wäsche trocknet in Minuten quasi. Dann ziehen wir los in die Stadt. Wir suchen das Kastell. Vor der Stadtmauer läuft Julita auf den Rasen, kriegt große Augen: „Oh wie schön, guck mal, echter Rasen!“ Stimmt, lange haben wir keinen Rasen mehr gesehen –  also so wiesenrasenmäsigen. Und vor allem gerochen.


Wir finden einen Strand, gesäumt von hohen Sandsteinkliffs. In der Altstadt bummeln wir durch die Gassen, erstehen wunderschöne Hüte (extra auf Olafs Anregung). Dann studieren wir diverse Speisekarten, auf bezahlbare Gerichte. Der Käptn bleibt vor einer stehen und sagt, diese sei gut, er wird gegrillte Gardinen essen. Wir brüllen los vor Lachen, dieses Restaurant soll es also sein.

Das Klo desselben hat es auch in sich.. die Klobrille ist überzogen mit einer Plastikfolie, die sich auf Knopfdruck auswechselt. Daneben steht ein BeDe.. da hat der, der das eingebaut hat, sich wohl auch nie raufgesetzt.. auf jeden Fall ist das so dicht ans Klo gebaut, dass Frau, wenn sie sich da raufquetscht, ständig mit dem Knie an den Folienknopf von der Klobrille kommt, die sich daraufhin in einem fort auswechselt… Nunja – da ist wohl bei der BeDe Benutzung ne Rolle Toilettenhygienefolie durchgelaufen…

Selten so gelacht auf dem Klo. Zuletzt in Ungarn auf som vollautomatischen Straßenklo. (Mit Tinschn, erinnerst du dich?)

Die Kinder rennen zurück an Bord und der Kpt. und sien Frau versuchen sich noch mal mit dem Supermarkt. Auf dem Weg dahin rennen wir über eine Brücke, die wegen „Risco de Colabso“ gesperrt ist… Jule fängt an zu laufen, als der Kpt. irgendwas von brechendem Stahlbeton erzählt… 🙂
Morgen wird eingekauft.

Noch ein Absackergetränk in einer der 1000 Hafenbars.

Mückenvertreibduft an und Mückenetz drüber…

Over und aus…

Mai.′ 12 09

Um 5h haben wir wieder am Festland angelegt. Der Kpt. weiß gar nich wie das hier heißt. Wir gucken morgen früh einfach mal auf der Brötchentüte nach.


So! 4 Mützen Schlaf bitte.

Over und aus.

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Mai.′ 12 09

Land in Sicht

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20:15h Jule sieht Land. Die Nordwestspitze von Portugal kommt in Sicht.
Super!
Seit 24 Std. motoren wir nun. Leider gibt es keinen Wind. Nicht mal n Hauch. Aber ab heute Abend sollte ja ein 3er Norder einsetzen. Vielleicht können wir die letzten 36 sm bis in den Hafen von Lagos doch noch segeln.20120508-233601.jpg

Mai.′ 12 08

Gestern konnten wir bis ca. 18h gut segeln, dann mussten wir Kuddel anschmeißen um unsere 5 Kt. zu halten.

Wir motoren also mal wieder durch die Nacht. Die angekündigte Totalflaute kommte gegen Mitternacht und soll so ca. bis Mittwoch 1h anhalten. Es sieht also so aus, als ob wir nach Lagos durchmotoren müssen.

Alle 12 Std. kippen wir 15 Liter Sprit nach und checken das Motoröl.

Wenigstens können die Kids ihre Filmvorführgeräte nachladen und können mal wieder einen Film gucken.

Noch 96 sm bis Lagos und nur noch ca. 75 sm bis zur SW Spitze von Portugal. Man kann das Festland quasi schon riechen.


Am Nachmittag ist die See ist platt. Wir sehen am Horizont riesige Fontänen spritzen. Wale! Mehrere. Bis wir da sind, sind sie längst weiter gezogen. Das Kreuzen des Verkehrstrennungsgebietes ist wie immer aufregend. Schaffen wir es vor dem Frachter, oder schafft er es vor uns vorbei zu fahren. Stefan beobachtet Horizont und AIS, Julia sitzt an der Funke und versucht den Riesenschiffen verständlich zu machen, dass wir da sind. Ein Frachter schaltet erst auf unser Funken hin seinen AIS Sender ein. Ups. Ich habe die ganze Zeit mit dem falschen gefunkt. Deshalb war der so verwirrt, als er uns trotz meines Beteuerns, dass wir vor ihm seien nicht sah…

So fahren wir der Küste entgegen. Der letzte Liter Milch wird angebrochen. Wir freuen uns auf Land. Um halb neun schöfpt der Kpt. Hoffnung und hält den Internethotspot in die Höhe. Können wir schon bloggen? Wir sehen Land!

ZEIT: 2012/05/08 08:00 | BREITE: 36-39.81N | LÄNGE: 010-31.92W | KURS: 65 Grad | GESCHWINDIGKEIT: 5 kt |  WIND_GESCHW.: 5 kt. | WIND_RTG: SW | WELLEN_RTG: W | WELLEN_HÖHE: 2M | WOLKEN: 100%

Over und aus…

Mai.′ 12 07

Tatsächlich, die Gribfiles stimmen. Gestern Mittag haben wir Segel gesetzt und kommen seitdem mit 5-6 Kt. sehr dieselsparend voran.

Der Wind pustet so ca. mit 15 Kt. von hinten (sw) und wir hangeln uns schön an der Kante des Tiefs lang, damit der Wind möglichst lange so bleibt.

Leider ist wohl ab morgen Abend, oder früher nix mehr zu machen, dann ist wohl wieder Kuddel dran.

Aber wir haben noch ca. 90 Liter Sprit – Das reicht.

Aber auch heute Vormittag ist reicht der Wind noch für über 5 Kt. fahrt.

Wir kommen gut vorran.

Einfach abbiegen und an Land fahren geht nicht. Da müssen wir durch. Meilenweit Wasser. Rundherum Horizont. Himmel blau – Wasser blau. Dazwischen unser Boot. Rollt. Segelt aber gut. Gegen 5 Uhr früh lässt der Wind nach. Wir fahren nur noch knapp 4 Knoten. Wenn wir unter 5 Kt. fahren kriegen wir an der Küste wahrscheinlich Wind auf die Nase.

Noch segeln wir weiter. Kuddel bleibt noch aus.

Als es hell wird, ziehen das Groß noch hoch, Schmetterlingssegeln. Den Kurs kann Jule schon nicht halten, wenn sie wach ist – denkt sie. Und jetzt das ganze noch im Halbschlaf. Aber zum Glück macht das ja Anton. Wir fahren nun wieder 5 Knoten.

Um 9h ist blauer Himmel, wir rauschen übers Meer. Langsam gewöhnten wir uns an den Rhythmus und können auch schlafen.

Blauer Himmel. Sonnenschein.


Eine Taube umkreist das Schiff. Sie setzt sich auf die Reling und guckt uns an. Anni hält ihre eine Schüssel Wasser hin, aus der sie gierig trinkt. Julita tauft sie „Bella“. Bella fliegt auf die Großschot. Sie hat rote Ringe um die Beine. Sie ruht sich auf dem Schiff aus, trinkt und stärkt sich – und scheißt es voll…

Noch 200sm bis Lagos – allerdings machen wir wohl noch einen kleinen Nordschlenker und fahren dann Ostkurs Richtung Lagos.

 

ZEIT: 2012/05/07 09:15 | BREITE: 35-36.51N | LÄNGE: 012-31.40W | KURS: 65 Grad | GESCHWINDIGKEIT: 5 kt | WIND_GESCHW.: 12 kt. | WIND_RTG: SW | WELLEN_RTG: W | WELLEN_HÖHE: 1M | WOLKEN: 35%

 

Over und aus..

Mai.′ 12 06

Um Mitternacht fällt uns ein, wir müssen Öl kontrollieren. Mit Kopflampe und Tüchern bewaffnet geht’s in die Maschine. Erst Motor abkühlen lassen im Standgas – 20 Min. oder so. Ausstellen – Treiben lassen… Ja es muss etwas nachgefüllt werden. Der Jockel wird wieder gestartet und weiter geht’s duch dir Nacht. Kein Wind.

Um 6h muss ein Frachter angefunkt werden, der uns sehr nache kommt. „I want just cehcek, if you can see me!“ – „Yes I can“ – sehr beruhgend.

Ab 10h können wir segeln. Oh welch Ruhe kehrt ein. Nur mit Vorsegel machen wir schließlich bis zu 6 Kt. Fahrt. Es schaukelt immer noch.

Ein flaues Gefühl im Magen werden wir nicht los. Wie wertvoll ist gerader, fester Boden unter den Füßen. Nix zu machen. Noch drei Nächte.

Annika und Julita bleiben tapfer bei ihren Hörbüchern, können inzwischen mitsprechen.


Am Nachmittag gibt s ne Seewasserdusche – mit nem Eimer einmal waschen.

In der Nacht steht wieder ein heller Mond. Es wird kaum richtig dunkel.

Der Wind soll bis Montag Abend durchhalten.

Wäre ja ganz schön um Diesel zu sparen.

ZEIT: 2012/05/05 07:00 | BREITE: 34-15.58N | LÄNGE: 014-29.359W | KURS: 55 Grad | GESCHWINDIGKEIT: 5 kt | WIND_GESCHW.: 5 kt. | WIND_RTG: S | WELLEN_RTG: W | WELLEN_HÖHE: 1M | WOLKEN: 85%

Over und aus.

Mai.′ 12 05

So.
Nun sind wir abgelegt und machen uns auf den Weg ans Festland.

Morgens früh von der DIEVAGO verabschiedet, im Hafen Segel gesetzt. Hinaus aufs Meer. Mit gemischten Gefühlen machen wir uns auf den Weg. Lust haben wir nicht, aber der Wetterbericht sieht ganz gut aus.

Wir müssen erst motoren. Die Kinder hören Hörbücher, sitzen in der Koje, wir haben den Tisch runtergelassen. Dort haben sie sich ein Nest gebaut.

Nachmittags sehen wir Schildkröten.

Porto Santo ist noch lange am Horizont zu sehen. Vor uns Wasser. Abends füllen wir Diesel nach. Wir müssen die Nacht wohl durchmotoren.

Ein großer, heller Vollmond geht auf und leuchtet uns hell durch die Nacht.

Es schaukelt.

Evtl. klappt Lagos. Vielleicht müssen wir aber auch weiter nördlich anlegen, wegen des einsetzenden Nordwindes vor der Südküste.

446sm.

Also knappe 4 Tage und Nächte ansegeln. 🙂

 

Over und aus.

Mai.′ 12 04

Riesenspieße

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Sonja und Jim kommen zum Wettergucken. Und beschließen, heute Nachmittag schon zu fahren. Leslie und Andy auch. Doch wir beschließen, die 22 angesagten Knoten, die heute noch durchziehen, nicht zu nehmen, sondern erst morgen früh zu fahren. So denn das Wetter so bleibt. Also gehen wir bezahlen und laufen ins Dorf, um frisches Obst zu kaufen.

Dann wird das Boot vorbereitet, die zwei losen Regale angeschraubt und die richtigen Seekarten rausgesucht.

Um halb fünf kommt das Großraumtaxi, um uns und die Dievagocrew zu Dieter zu bringen, der wohnt hinter dem Marinaberg.

Dann stürmen wir zu neunt seine Küche, schnippeln und spießen. Die Kinder verschwinden zu den Tomatenpflanzen und pflücken Cherrytomaten, Dieter holt Salat aus dem Garten, Stefan taucht mit Riesenspießen auf. Georg schneidet Bocabrot, Sandra und Julia spießen Zwiebeln und Paprika zwischen die Fleischstücke. So feiern wir ein Barbequefest, erzählen und lachen und sitzen im grünen Garten von Dieter. Irgendwann geht der Vollmond auf und zieht einen Regenbogen um sich herum. Ein schöner voller Mond, ideal zum Nachtsegeln.

Aber ob wir wirklich morgen fahren, entscheiden wir morgen früh. Heute zeigte sich nämlich für Montag abend wieder ein 22knoten Tief auf unserem Weg und Gegenwind an der portugiesischen Küste..

Over und aus.

Mai.′ 12 03

Wetterkarten waren angedacht

– ablegen oder nicht?

Und dann haben wir gedacht:

Ja vielleicht – vielleicht auch nicht.

Drum tauchten ab zur Vorbereitung

Stefan und Annika in Taucherkleidung

Mit Spachtel und Bürste schrubbten und schraben

Sie den Algen an den Kragen

Außerdem haben wir geschraubt

Bei Motorgeräusch wurden wir fast taub

Vom Herd, der quietschte still vor sich hin

Wir legten Plastikscheiben dahin

Die Kinder waren noch am Strand

Und tobten zu fünft im weißen Sand

Besuch bekamen wir dann später

Vom fernen Schottland, hennes heter

Leslie and Andy mit Nachnamen Scott

Wie sonst, ihr Schiff ist auch sehr flott.

Versuchten uns von den Wetterkarten

Abzulenken durch Filmschwarten.

So richtig gelang das nicht..

Zu Ende nun das Gedicht.

Mai.′ 12 02

Osttour Porto Santo

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Wir wollen den Tunnelweg um die Ostspitze der Insel entlangwandern. Der Weg ist ab der Hälfte zum Trampelpfad geschrumpft, wir stiefeln munter weiter. Über uns erheben sich Felsen, gigantischer Größe, unter uns schäumt die Dünung des Atlantiks an die steinige Küste. Als wir denken, nun kann sich der Trampelpfad nicht verkleinern, mündet er in einer scharfen Linkskurve in einen Tunnel. So erreichen wir die Ostseite der Insel. Hier ist auch noch Felsgestein am Ufer aber ebenso gelber Sandstein. Wir ritzen unseren Namen hinein, man kann mit Steinen drin schreiben. Weiter geht’s auf abenteuerlichem Weg abwechselnd über Wüstensand und Felsgestein zum nächsten Tunnel. Und dahinter liegt er, der heißersehnte Strand. Klamotten vom Leib und rein in die Fluten. Wir toben mit den Wellen und lassen uns im glasklaren Wasser treiben. Kaum sind wir wieder raus und umgezogen, zieht Regen auf. Schnell verstecken wir uns im Tunnel. Doch der Regen ist nur von kurzer Dauer, wir klettern ein Stück des Weges zurück zur Straße. Von dort geht es in die Insel rein in direkter Ansteuerung des Gasthauses. Acht Bolo Caco (das typische Brot hier) mit Schinken und Käse werden bestellt und verschlungen.


Weiter geht’s die Straße rauf, zu Dieter. Doch wieder zieht Regen auf. Wir schlagen uns in die Büsche. Auf Ameisenhaufen, zwischen Spinnen und einem toten Kaninchen kauern wir unter den Zweigen und warten den Regen ab. Denn wir entwöhnten Norddeutschen haben natürlich keine Regenjacken mitgenommen.

Dieter erwartet uns mit frischem Kaffee. Er hat hier mit seiner Frau ein altes Haus gekauft und wunderschön hergerichtet. Innen ist noch die originale Wand zu sehen und er ursprüngliche Ofen. Von außen alles weiß verputzt. Im grünen Garten sitzen wir, die Kinder spielen mit Hündin Bella und pflücken wilde Cherrytomaten.

Dann müssen wir uns auf den Rückweg machen. Doch im dörflichen Pub genießt ein Teil der Wandercrew noch einen typischen Poncha, zur Stärkung für den Rückweg. Das schmeckt wie Maracujabrause mit viel Schnapps. Hola. Fast schlafen wir direkt auf unseren Stühlen ein.

Doch über einen Berg müssen wir noch. Aufgerafft und die steile Straße hochgekraxelt. Auf der anderen Seite ist leider nicht so was einfach befestigtes zu finden und wir müssen wieder improvisieren. Langsam tasten wir uns den Berg wieder hinunter, direkt auf den Hafen zu.

Sonja besteht am Abend noch die Eisbärjägerprüfung. Und die Wetterkarten werden gecheckt. Nachdem sich das für heute so hervorragend vorhergesagte Wetter als zuviel Wind ausgewiesen hat, sieht es jetzt für Samstag gut aus.. Wir beobachten und wagen nicht zu hoffen..

Schnarch und aus.

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