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Jul.′ 14 29

Sonnenpause

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Zur Mittagssonne suchen wir Schutz im Wald. Eine Zecke krabbelt an Jules Bein hoch und verdirbt die erholsame Atmosphere. Also geht’s zurück zum Hafen, Wäsche waschen. Am Nachmittag motoren wir an den Strand mit der Pinta. Wir ignorieren die Dünenfliegen und stürzen uns in die Fluten. Dort kämpfen wir um den mitgebrachten Ball. Julia und Stefan bekommen einen Pärchenhut von Jil. Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gegen die Sonne. Abends ergattern wir einen der letzten Grillplätze, die in Marstal immer schon am 16 Uhr mit Kissen und Cobb besetzt werden. Wir haben Glück. Die Doppelkopfrunde endet mit lautstarkem Regelgezanke. Jule verzieht sich schmollend in die Koje. Zu Dritt kann man nicht weiterspielen.

Chrischan legt mit der Zuversicht an. Dorthin laufen wir um 2h Nachts noch durch ein stilles dunkles, Sternenbeleuchtetes Marstal.

Over und aus.

Aug.′ 12 24

Schluss mit dem Gejammer. Weiter geht’s – die Welt ist bunt.

Jetzt kommt unsere ultimative, jederzeit veränderbare, vollkommen lückenhafte und unfertige Best-of-Sabbatjahrliste. Unsere Best-of’s sind natürlich total subjektiv, unsere Einschätzungen beruhen meistens auf persönlichen Erlebnissen, dem gutem Wetter und einem harten familieninternen Abstimmungskampf – daher gibt es auch pro Best-of eine Rangfolge.

Der beste Hafen

  1. Rubicon
  2. Tazacorte
  3. Dartmouth

Der beste Spieli

  1. Blanes
  2. Santiago de Compostella

Der beste Grillplatz

  1. Bei Dieter auf Porto Santo
  2. Rubicon aufm Berg
  3. Der Strand von La Graciosa

Die besten Klos

  1. Tazacorte
  2. Quinta do Lordes
  3. La Linea

Der beste Kaffee

  1. Bei HHH nach der Biscayaüberfahrt
  2. In Oropesa bei der Sundance
  3. Graciosa auf der Veranda

Das beste Restaurant

  1. Der Thailänder auf la Palma
  2. Santiago / La Gomera am Strand
  3. Pommes in Lüttich

Der beste Handyladen

  1. Viano do Castelo
  2. Aufladeladen auf Porto Santo

Der beste Dieselverkäufer

  1. Cadiz

Die schlechteste Dieselverkäuferin

  1. La Graciosa
  2. La Graciosa
  3. La Graciosa

Der beste Ankerplatz

  1. Lulworth Cove
  2. Papagayo
  3. Portimao
  4. Arrecife

Die beste Waschmaschine

  1. Den Helder

Der beste Strand

  1. Porto Santo
  2. La Graciosa
  3. Portimao

Der beste Pool

  1. Oropesa
  2. Rubicon
  3. Valencia

Die beste Wanderung

  1. Levada Wanderung auf Madeira
  2. Piratenbucht auf La Palma
  3. Caldera auf la Palma
  4. Pico Castillo von Porto Santo

Die beste Burg

  1. Die Schlösser von Sintra
  2. Dover
  3. Castillo del Mar auf la Gomera

Die beste Schnorchelecke

  1. La Graciosa
  2. Port Mogan

Der beste Angeltag

  1. Mit der Plastiktüte in Tazacorte
  2. Angeln mit Schleichfahrt
  3. vor Baiona

Der beste Fußballplatz

  1. Bayona
  2. Der Golfplatz in San Miguel

Die orginellsten Marineros

  1. Käptn Ahab
  2. Der Hafenbiker (Its Spain darling)
  3. Der geölte Blitz

Die besten Marineros

  1. Pedro von Graciosa
  2. Funchal
  3. Tazacorte

Der beste Vulkan

  1. Timanfaya
  2. Tenguine auf la Palma

Das beste Eis

  1. Joghurteis in Vlencia
  2. Eis auf Porto Santo

Das beste Hafen WiFi

  1. San Sebastian, Disa
  2. Lagos
  3. Funchal

Die ausgeklügelste Technik

  1. Satellite Voice Relay Mail
  2. Motorreparatur mit Hammer in Agde
  3. Bluescreenfilmen

Das beste EKZ

  1. Lissabon, Expomarina
  2. Lyon
  3. Funchal

Die beste Aussicht

  1. Pico de la Cruz / Los Muchachos
  2. Teide
  3. La Graciosa

Der beste Segeltag

  1. erster Tag Richtung Madeira mit Delfinbegleitung
  2. erster Tag auf der Biscaya
  3. Kurs Süd nach Lanzarote

Das beste Bier

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Das Bier in Tazacorte bei Montecarlo

Die beste Zigarre

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Mit Chrischan in Cuxhaven
  3. Handgedrehten von St. Curz de la Palma

Der beste Mojito/Caipi

  1. La Corunja nach der Biscayaüberquerung
  2. Der Stegcaipi in Funchal

Die besten Momente vom Kpt.

  1. Landsicht von Porto Santo
  2. Fahrt durch die Meerenge von Gibraltar
  3. Feiern in Bayona
  4. La Palma bei den Los Muchachos

Die besten Momente von der ersten Offiziöse

  1. Strand von Bayona
  2. Graciosa grillen
  3. Klavierkonzert in den Gassen von Barcelona
  4. Oropesa
  5. Rum Probe in Rendsburg
  6. Die Muchachos

Die besten Momente von Juli

  1. Geburtstag in Sines
  2. Die Babykatzen in Rubicon

Die besten Momente von Anni

  1. Der Affe auf der Schulter
  2. Geburtstag
  3. Die Babykatzen in Rubicon

Der fieseste Augenblick

  1. Wenn Werner neben uns gekocht hat
  2. Wenn Olaf neben uns gekocht hat
  3. Aufstehende Kamele

Der witzigste Moment

  1. Harpunengeschäfte
  2. Der Kpt. sucht den Tiger

Der eindrücklichste Moment

  1. Das Klo von Hitch
  2. Die Gassennacht in Lissabon

Der traurigste Moment

  1. Das 2x einlaufen in Rubicon
  2. Der Ankommblues

Die beste Assoziation

  1. Die Panflöten mit Maus
  2. Blumenduft bei Madeiraannäherung
  3. Cubaner und Babypuder

 

Over und aus!

Mai.′ 12 20

Nachts wecken uns Regen und heftige Windboen. Naja – wenigstens hat sich das Deckspülen mit Süßwasser erledigt.

Den ganzen Vormittag bis ca. 14h will es nicht so recht aufhören mit den pfeifenden Regenschauern.

Aber dann kommt die Sonne wieder raus und wir machen uns mit Heidi und Peter zu Fuß auf den Weg Richtung Cabo Trafalgar.

Der Wanderweg durch den schön duftenden Pinienwald ist toll. Die Kombination aus Wolken, Sonne und Wind ist Spitze zum wandern.

Bis zum Cabo kommen wir allerdings nicht. Uns reicht der Torre del Tajo. Ein Picknick unter Pinien und ein Geocache am Mirador.

Wir beobachten mehrere Ameisenstraßen und riesige Kampfkäfer auf dem Sandweg.

Müde brutzeln wir an Bord unsere letzten Linsentüten vom Herrn Knorr, die wir aus Kiel mitgenommen haben.

Wir bekakeln abends mit der DUEVEL OK unseren Törn nach Gibraltar – morgen geht’s weiter. Mit Niedrigwasser Gibraltar, also so um 10h wollen wir gemeinsam auslaufen – sehr humane Zeit.

Over und aus…

Mai.′ 12 02

Osttour Porto Santo

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Wir wollen den Tunnelweg um die Ostspitze der Insel entlangwandern. Der Weg ist ab der Hälfte zum Trampelpfad geschrumpft, wir stiefeln munter weiter. Über uns erheben sich Felsen, gigantischer Größe, unter uns schäumt die Dünung des Atlantiks an die steinige Küste. Als wir denken, nun kann sich der Trampelpfad nicht verkleinern, mündet er in einer scharfen Linkskurve in einen Tunnel. So erreichen wir die Ostseite der Insel. Hier ist auch noch Felsgestein am Ufer aber ebenso gelber Sandstein. Wir ritzen unseren Namen hinein, man kann mit Steinen drin schreiben. Weiter geht’s auf abenteuerlichem Weg abwechselnd über Wüstensand und Felsgestein zum nächsten Tunnel. Und dahinter liegt er, der heißersehnte Strand. Klamotten vom Leib und rein in die Fluten. Wir toben mit den Wellen und lassen uns im glasklaren Wasser treiben. Kaum sind wir wieder raus und umgezogen, zieht Regen auf. Schnell verstecken wir uns im Tunnel. Doch der Regen ist nur von kurzer Dauer, wir klettern ein Stück des Weges zurück zur Straße. Von dort geht es in die Insel rein in direkter Ansteuerung des Gasthauses. Acht Bolo Caco (das typische Brot hier) mit Schinken und Käse werden bestellt und verschlungen.


Weiter geht’s die Straße rauf, zu Dieter. Doch wieder zieht Regen auf. Wir schlagen uns in die Büsche. Auf Ameisenhaufen, zwischen Spinnen und einem toten Kaninchen kauern wir unter den Zweigen und warten den Regen ab. Denn wir entwöhnten Norddeutschen haben natürlich keine Regenjacken mitgenommen.

Dieter erwartet uns mit frischem Kaffee. Er hat hier mit seiner Frau ein altes Haus gekauft und wunderschön hergerichtet. Innen ist noch die originale Wand zu sehen und er ursprüngliche Ofen. Von außen alles weiß verputzt. Im grünen Garten sitzen wir, die Kinder spielen mit Hündin Bella und pflücken wilde Cherrytomaten.

Dann müssen wir uns auf den Rückweg machen. Doch im dörflichen Pub genießt ein Teil der Wandercrew noch einen typischen Poncha, zur Stärkung für den Rückweg. Das schmeckt wie Maracujabrause mit viel Schnapps. Hola. Fast schlafen wir direkt auf unseren Stühlen ein.

Doch über einen Berg müssen wir noch. Aufgerafft und die steile Straße hochgekraxelt. Auf der anderen Seite ist leider nicht so was einfach befestigtes zu finden und wir müssen wieder improvisieren. Langsam tasten wir uns den Berg wieder hinunter, direkt auf den Hafen zu.

Sonja besteht am Abend noch die Eisbärjägerprüfung. Und die Wetterkarten werden gecheckt. Nachdem sich das für heute so hervorragend vorhergesagte Wetter als zuviel Wind ausgewiesen hat, sieht es jetzt für Samstag gut aus.. Wir beobachten und wagen nicht zu hoffen..

Schnarch und aus.

Apr.′ 12 25

Aufstehen, Tisch decken, die Kinder wecken. Eine Biologiestunde von Annika zum Thema, Malaria und Salmonellen steht an. Brr. Julita schreibt derweil einen Mathetest und muss tausend Dinge ausmessen. Und schätzen, wie groß ein Radiergummi ist. 2 cm oder 3m? So beginnen unsere Vormittage. Anschließend ein Blick auf die ToDo Liste für die Überfahrt: Heute ist die Starterbatterie an der Reihe. Irgendwie dreht sich der Starter vom Motor nicht mehr mit dem alten Elan. Hat sichs der Käptn doch gedacht, es fehlt destilliertes Wasser, und die Anschlussklemmen haben sich auch losgerüttelt. Also laufen wir ins Dörfchen, um dem Pingo Doce, dem Supermarkt einen Besuch abzustatten, unter anderem haben wir 5 Liter Aqua Destillata im Gepäck. Mit dem Rollwagen wieder zurück, dann wird die Batterie aufgefüllt, eingefettet und wieder eingebaut. Und siehe da, der Motor startet nun auch wieder mit Halbgas – wie früher – Super!!


Eigentlich hat der Kpt. alle Ladegeräte auf Bleigel bzw. geschlossene Bleiakkus eingestellt. Normalerweise sollten die Batterien dabei nicht gasen und Wasser verlieren. Hoffentlich haben unsere geschlossenen Bleiakkus von Vetus noch einen guten Wasserstand und halten den Rest der Reise durch – das Schauglas ist jedenfalls noch grün. Die nächste Batteriesorte wird jedenfalls wieder nachfüllbar sein.
Die Sonne steht noch hoch am Himmel und wir stürzen an den Strand. Ganz schön wellig heute. Aber die  Farben faszinieren uns noch immer. Sieht fast so aus, wie die Fotos unserer Freunde, die jetzt an den St. Blas Inseln waren. Türkisblaues Wasser, heller Sandstrand, ewig lang. Nur an der Temperatur lässt sich noch schrauben. Annika und Julia tauchen in die Fluten, Stefan und Julita spielen Fußball im Sand. Vor lauter Spaß haben wir glatt den Fotoapparat vergessen. Also, für einen Eindruck vom Strand schaut euch die Bilder vom Oktober an.

Am Abend sortieren wir Filme und überlegen, welche wir für die Nachtfahrten aufs Tablett kopieren.

Over und aus.

Apr.′ 12 03

Snorkeling II

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Am 1. April war der Kpt. mit Sonja und Jim alleine Schnorcheln gegangen.

Nach den Schwärmerein vom Kpt. wollen nun auch Julia, Annika und Julita an dem tollen Schnorchelstrand die Unterwasserwelt entdecken.

Crews der Fettler und Röde Orm machen sich auf den Sandweg zum Strand.

Ein Schnorchelgang ist leider nur drin.

Regen!!! Vertreibt uns vom Strand.

Komisch.

Bilder sichten. Filmchen gucken.

Over und aus…

Apr.′ 12 01

Wir haben keinen Diesel gebunkert (soviel Charme hat der Kpt. nu auch wieder nicht). Wir haben auch nicht die Supermärkte leer gekauft. Der Salontisch steht auch noch dort, wo er immer stand. Die Sache mit dem Spibaum ist auch Quatsch. N Anti-Trade-Wind gibt’s auch nicht an der Oberfläche, sondern nur in der Troposphäre. Und abgelegt sind wir auch nicht. Wir wollen immer noch nach Madeira oder an das Festland… 🙂  La Graciosa ist nach wie vor unsere Warteinsel.

Eigentlich war der Kpt. am Strand und ist dort zwischen den bunten Fischen rumgeschnorchelt und die erste Offizöse ist an Bord geblieben und hat den Bordhalt gemacht. Der Kpt. kann aber nix dafür – sie wollte nicht mit an den Strand, sondern an Bord bleiben und ihre Ruhe haben. Er kann nix dafür, dass nach dem langen Schnorcheltag das ganze Rigg mit Wäsche behangen war und die Teppiche über der Reling hingen – ECHT NICHT.

Julita hat den ganzen Tag mit ihrer Freundin „Norea“ gespielt und auch nachts bei ihr im Haus geschlafen. Anni war den ganzen Tag mit Ramona von der AFRICAN QUEEN unterwegs.

Am Abend haben wir Avatar mit der Fettler Crew geguckt (fast 3 Std.). Jule hat durchgehalten Sonja nicht – komisch… 🙂

Over und aus…

Mrz.′ 12 27

Gasoil – 2. Versuch

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11h. Der Kpt. und Jim starten den 2. Versuch an Diesel zu kommen. Wieder klopfen wir bei Caletilla an… „no – Gasoil“ – „hmm, i tarde? Mañana?“ – „no – no Gasoil“…
Siggi – der Safariafahrer – sagt auch, dass es wohl kein Diesel gibt, im Moment. Ok! – Doof!
Am Nachmittag legt Patrick ab und fährt mit seinem Schiff an die Tankstelle um Diesel zu bunkern. Hääääh? Was ist hier los?
Als er abends zum grillen am Strand kommt quetschen wir ihn aus? Was ist das Geheimnis? Wie kommt man an Diesel? Patrick meint, man muss nur hartnäckig sein. 3x täglich klopfen und fragen, wann es Sprit gibt… Ok! – Das werden Jim und der Kpt. jetzt auch tun. Und wir sind zusammen 6 Personen. Ha- Die werden sich wundern – wir schicken auch die Kinder zum fragen … 🙂
Mal sehen ob es klappt.


Nach unserem Barbecau mit vielen Seglern am Strand suchen wir uns ein Schiff aus um weitere wichtige Details zu besprechen. Natürlich nehmen wir das kleinste. Die beiden Schweden Theresa und Roger haben eine Alegro 27, die KAURI und sie haben wirklich alles an Bord was man braucht. Sogar einen 6kw Stromgenerator. Sie sind über die Flüsse (u. Paris) und durch das Mittelmeer hier runter gekommen. Sehr interessant, weil das ja auch unser Rückweg werden soll.
Over und aus.

Mrz.′ 12 23

Abschied und Begegnung

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Um 9h – noch vor unserem Frühstück – legt die Dievago ab und segelt in Richtung Agadir um Marokko zu erkunden.
Ca. zwei Wochen wollen sie dort sein und sich das Land angucken – dann soll es auch nach Madeira gehen. Vielleicht treffen wir sie dort nochmal. Wir geben noch schlaue Tipps mit auf den Weg. Macht keine Tauschgeschäfte mit Kamelen, die machen n ungeheuren Dreck an Bord, und dann der Stress bei der Einreise nach Madeira mit nem Kamel an Bord…Wir winken und knipsen. Was haben wir für tolle Freundschaften geschlossen auf unserer Reise. Und wie oft mussten wir uns wieder verabschieden. Glück und Traurigkeit, so dicht beisammen.


Bei unserem täglichen Cortado beschließen wir, die Stege abzulaufen, um zu schauen, wer hier noch so liegt. Die beiden Schweden, Carina und Stefan mit ihren beiden Kindern. Daneben die Charlie aus Kiel, Katrin und Christian laden und gleich zu einem Fest heute abend am Strand ein. Annika und Julita düsen mit dem Schlauchboot zum Supermarkt und kaufen Grillkram, Stefan und Julia packen die Taschen. Und schon sitzen wir in einer großen Runde am Strand mit Franzosen, Schweden, Spaniern und Deutschen. Abends laufen Jim und Sonja mit der Fettler ein und sind sehr froh über eine Grillparty am Strand. Die Beiden haben heute 10 Std. gegen 6 Bft. aus NE gekämpft um nach La Graciosa zu segeln. Pierre kommt mit Champagner und eröffnet uns, dass er Geburtstag hat. So singen wir je ein Geburtstagslied in jeder Sprache. Katrin und Christian geben artistische Kunststücke zum Besten. Eine fröhliche Runde voller Lebenskünstler in der Abendsonne.
Versonnen vor sich hingrinsend,
käptnsfru und aus.

Mrz.′ 12 18

Es pfeift und heult uns um die Nase. 7 Bft sind das locker. Bis Mittwoch oder Donnerstag soll der starke NE anhalten.
Selbst Wäsche waschen fällt uns schwer. Jedes Wäschestück muss mit mind. 5 Klammern gegen den zerrenden Wind befestigt werden. Das Geheule und Geklöter im Rigg nervt auch gewaltig. Ist das jetzt so ein Äquinoktialsturm (Tag-Nacht-Geiche)? Wie auch immer. Die Tag-Nacht-Gleiche ist ja bald vorbei, dann kann’s auch wieder aufhören zu blasen.
Der Spaziergang zum Strand wird auch abgeblasen, denn der fiegende Sand rauht die Beine des Kpt. dermassen auf – son echtes Rauhbein eben…

Pfeif und heul…

Feb.′ 12 28

Kaum guckt die Sonne über den Bergrücken rüber, kriegen wir sie schon wieder „voll in die Fresse“ (:-) . Die Butter und das Nutella läuft in der noch geschlossenen KuBu von Frühstücksbaguette – Hammer – Es wird hier wieder Sommer.
Der Kpt. rollt die Seitenwände der Zelthütte hoch.
Es bleibt heiß: Strand, möglichst lange. Und so oft es geht im Wasser abkühlen.
So ist es auszuhalten.


Wir feiern ein Fest am Strand und der Kpt. baut mit seiner kleinen Matrosin eine Strandbefestigung. Ordentliche Deiche werden aus dem schwarzen Lavasand aufgeschüttet.
Morgen bauen wir weiter… Und schwupp die wupp in ein paar Tagen ist wie von Geisterhand die Strandhütte fertig – Palmendach – Strandkorb – Dielenboden – Kamin – … So denken wir es uns aus – bis die 7. Welle unsere Standbefestigung einebnet.
Wir feiern also nur ein Fest und lassen das Strandbe… weg.
Zum Essen gibt es heute nur einen leichten Sommersalat.
Hochsommer und aus…

Feb.′ 12 27

Katrins Geburtstag

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Renate und Uli laden uns zu Katrins Geburtstagsfrühstück an Bord der MenGoe ein.
Der Wahnsinn. Die Sonne knallt! Der Wind ist weg. Es gibt nur eins. Wir müssen an den Strand. Der schwarze Sand heizt uns noch mehr auf. Es zischt richtig, als wir in den Atlanik gehen um uns abzukühlen. Sehr gut.
Wir wollen heute Abend zu Werners (SY Zwiebel) Geheimtipp-Thai gehen und Katrins Geburtstag ausklingen lassen.


Vom Strand stolpern wir fast direkt in den Bus nach Los Llamos und fahren von dort wieder abwärts Richtung Puerte Naos. Wir wandern den Berg runter nach Bombillirgendwas. Dann sitzen wir in dem netten Restaurant, in der Sonne und schauen aufs Meer. Nach einem superleckeren Geburtstagsmahl gehen wir zum Leuchtturm. Entlang grauer hoher Mauern, die die Spanier hier um die Bananenplantagen bauen, gelangen wir zu einem neumodischen Leuchtturm. Wir klettern auf die Mauer und sehen uns einer gigantischen Brandung gegenüber. Herrlich. Was für Wellen. Knallen an die Lavafelsen. Und darüber ein Extrageburtstags Sonnenuntergang. Der wirft Schatten an den Leuchtturm. Sonnige Schattenbilder entstehen. Mit dem Taxifahrer auf dem Rückweg versuchen wir ein paar Brocken Spanisch zu reden, darüber, warum man in Tazacorte keine Hunde im Taxi mitnehmen kann und in in LosLlanos schon. Wir lachen uns scheppig.
Müde und aus.

Feb.′ 12 21

Entpudertag

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Nach der Babypudersession benötigen der Kpt. und seine Crew einen Tag Entspannung, Entstaubung und frische Luft um die Lunge wieder frei zu bekommen.
Das Wetter kommt wie gerufen. Ein Sommertag pur. Kaum Wind – keine Wolke – eben Badewetter.
Anni und der Kpt. nehmen sich den Kiel der Röde Orm vor. Tauchen was das Zeug hält – weg mit den Riffansätzen. Auch bei der Men Goe wirde die hartnäckig bewachsene Schraube mit nem Spachtel bearbeitet. Die Anoden von dem Stahlschiff werden mit ner Bürste freigeschrubbelt.


Alles glänzt.
Wir haben uns einen Grillabend verdient.
Jule kauft für den Salat ein, Renate und Uli übernehmen den Fleischanteil – obwohl der Kpt. die Fleischseite relativ ungern aus der Hand gibt. Aber am Abend durfte er wenigstens das Grillgut garen. Da wirklich wenig Wind ist, riskieren wir es mal wieder am Stand zu grillen.
Alles klappt super. Kein Sandcrunch auf dem Fleisch. Die Sonne verschwindet ohne Wolkenabdenkung grandios im Meer. Wir zuckeln wieder an Bord und fallen müde in die Kojen. Ach ja: Zur Fastenzeit haben wir beschlossen mal wieder Punkte zu zählen, aber dass  lassen wir heute mal weg – es könnte ansonsten nach einem Punkterekord aussehen – und das gleich zu Beginn… Tze.
Over und aus…

Feb.′ 12 12

Offshoremittagessenbügel

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Sonntagsausschlaftag. Jule und Renate von der MenGoe fahren nach El Paso.
Dort gibt es einen Bücherflohmarkt der Waldorfschule. El Paso liegt ein paar Meter höher als Tazacorte und es ist dort bitterkalt! Meine Güte. Statt kurzer Hose und Sandalen wären hier Winterstiefel angesagt gewesen. Es wird eine leichte Zitterpartie. Die Waldorfschule ist in einem normalen Haus untergebracht. Es werden etwa 20 Kinder unterrichtet, von Klasse 1-6. Zwei Lehrer geben den kompletten Unterricht. Das Haus ist verwinkelt und schön gestaltet. Jetzt steht alles voller Bücher. Wir stöbern und schnacken. Zu Kaffee und Kuchen begleitet ein Schulvater auf der Gitarre. Livemusik. Sehr nett.
Wir machen uns auf den langen Rückweg, zurück in das warme Tazacorte. Unterwegs begegnet uns eine Herde Ziegen mit Zicklein. Ein herrlicher Anblick.

Währenddessen setzten sich der Kpt. und Uli in das sonnige Cockpit der Röde Orm und grübeln über eine Topfhaltevorrichtung für den Petroleumkocher nach.
Die Crew der Röde Orm hat auf den letzten Überfahren mehr oder weniger hungern müssen, weil kochen nur schlecht möglich war… 🙂 Diese Zeiten sollen nun vorbei sein. Auf den nächsten Mehrtagestörns soll es auch warme Mahlzeiten geben, um die gute Laune zu erhalten.
Mehrere Möglichkeiten fallen uns ein. Die einfachste und mit Bordmitteln zu bewältigende wird gewählt und ein paar Stündchen später ist die Topfhalterung fertig. Anni wird aus ihrer Physikkiste auch noch eine große Metallfeder entwendet. Perfekt.
Offshoremittagessen gesichert.
Zum Sundowner sitzt die ganze Crew mit ihren Internetgeräten im Montecarlo und kommuniziert mit dem Heimathafen. Sehr lustig, wenn auch von außen betrachtet an unserem Tisch etwas komisch aussehen muss….
Over und offline!

Feb.′ 12 11

Unsere Freunde von der SY Sopie (Petra & Olaf) sind heute morgen abgelegt und zurück Richtung Madeira gesegelt. Ein leichter oder kein NE Wind ist angesagt mit wenig Schwell (1m). Das sollte ganz gut klappen. Wir sind sehr traurig, dass wir uns nun trennen müssen – vielleicht sehen wir uns ja später nochmal wieder. Der Kpt. kann das mit so Abschieden nicht so gut und schenkt Olaf am Abend vorher ne handgeklöppelte Anlegezigarre – das ging gerade so… 🙂 Montag morgens oder mittags werden die beiden auf Madeira sein.
Wir bleiben hier und warten weiterhin – tapfer – auf West-, Süd- oder Südostwind. Wenn das nix werden will, müssen wir wohl auch ne Schwachwindlücke aus NE nehmen. Abwarten. Wir haben noch Zeit.

Mittags legen auch Jim und Sonja mit der Fettler ab. Die beiden kommen aus Schottland und wollen jetzt nach Graciosa segeln, um von dort nach Madeira überzusetzen. Schade, dass sie schon fahren. Wie immer ist der Wind der Hirte. Wir hatten ein paar schöne Tage zusammen mit Mandelbäumen, Gofio und Whisky.

Die MenGoe holt uns am Nachmittag ab. Wir tingeln an den schwarzen Strand und legen uns in die Sonne. Durch den schwarzen Sand wird man von unten und von oben gut durchgewärmt.
Die Kids buddeln mit Lola Löcher und bauen Steintürmchen.
Die volle Urlaubsentspannung.
Over und aus!

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